Blog

Archive for 10.2011

Ärger über eingeschworene Berliner Startup-Szene löst neue Debatte über Copycats aus25.10.11

Der einsame Gründer Sebastian Schürmanns hat bekannt gegeben, dass er sein Startup MyTweetMag nicht mehr weiterführen würde. Als Grund nannte er unter anderem eine zu starke Konkurrenz durch Copycats, die mit besseren finanziellen Mitteln ausgestattet seien:

Ziemlich schnell befindet man sich in Gesellschaft von Startups, die einen mit 20-köpfigen Teams und Investorengeldern im Rücken an die Wand pusten.

Das reiht sich ein in die Debatte, die die 6 Wunderkinder unter Federführung von “Wunderkind” Christian Reber angestoßen haben. In einem Beitrag aus dem August rief er die “Anti-Copycat-Bewegung” aus und nannte einen Reigen an Berliner Startups von Wooga bis Soundcloud, die es angeblich besser machten. Das brachte Investor Lukasz Gadowski offenbar auf die Palme, so dass er Ende vergangener Woche mit einem wütenden Blog-Beitrag auf Rebers Beitrag reagierte. Schon in der Überschrift findet sich die Formulierung “Assoziale (sic!) Hetzkampagne”. Gadowski wirft den Wunderkindern vor, Hass zu schüren, und im Glashaus mit Steinen zu werfen:

Es gibt viele verschiedene Wege, wie man sich Freunde machen kann. Einer davon ist über Ideologie, Ausgrenzung, Hass und Hetze. Man nehme irgendeinen Sündenbock, Erkläre ihn zum Teufel und der Wurzel allen Übels, verpacke ihn mit einer Ideologie, füge eine Prise “wir” und “die” hinzu, rühre das einmal kräftig durch, und fertig ist er, der Hass-Cocktail.

(weiterlesen …)

Posted in Geld, Geschaeftsidee, Startupswith 28 Comments →

Geldprobleme: Wiki leakt nicht mehr, will eigenes Sicherheitssystem vorstellen24.10.11

Enthüllungsplattform ohne Geld und Vertrauen: Wikileaks-Aktivisten gaben heute Nachmittag eine Pressekonferenz in London. Darin sagte der Gründer der Plattform, Julian Assange, dass man die Arbeit aufgrund von Geldproblemen vorübergehend einstellen müsse. 95 Prozent der möglichen Spendengelder würden von US-Finanzunternehmen wie PayPal, Western Union und MasterCard zurückgehalten, sagten Assange und seine rechte Hand, der isländische Enthüllungsjournalist Kristinn Hrafnsson. Bis zu 50 Millionen Euro an möglichen Spenden seien so zurückgehalten worden.

Beide sparten nicht mit Kritik an den “korrupten US-Finanzunternehmen”, die sich dem Druck der US-Regierung beugen würden. Seit der Veröffentlichung mehrerer kritischer Dokumente und Videos über die US-Regierung und das US-Militär steht Wikileaks auf der Abschussliste der USA. Wikileaks-Gründer Julian Assange befindet sich im Vereinigten Königreich unter Hausarrest, nachdem er in Schweden aufgrund einer Klage auf sexuelle Nötigung per Haftbefehl gesucht wird. (weiterlesen …)

Posted in Datenschutz, Sicherheitwith 10 Comments →

Geht das jetzt wieder los? Microsoft und Google an Yahoo interessiert24.10.11

Geschichte wiederholt sich meist schon wenige Jahre später, manchmal unter anderen Vorzeichen: Wie heute in verschiedenen Berichten zu lesen ist, sind Microsoft und Google mal wieder an Yahoo interessiert. Es hätte ein bisschen was von Aasgeierei, wenn die Suchmaschine sich nicht selbst feil bieten würde. Denn die Quartalsergebnisse aus der vergangenen Woche waren nicht so berauschend: 1,07 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das wären hochgerechnet rund 4 Milliarden Dollar im Jahr und damit weniger als zwei Drittel der gut 7 Milliarden Dollar Umsatz des Jahres 2008. Damals stand Yahoo schon einmal vor dem Verkauf. Interessiert waren – Microsoft und Google. Aber Google durfte wegen Kartellrechtsbedenken nicht und der damalige Konzernchef Jerry Yang schlug ein Angebot von Microsoft in Höhe von 44 Milliarden US-Dollar aus.

Heute ist Yahoo nur noch die Hälfte wert, Jerry Yang schickt sich an, wieder die Herrschaft zu übernehmen und zu versuchen, den Konzern diesmal wirklich vor die Wand zu fahren zu verkaufen. Microsoft und Google wittern ein Schnäppchen. Denn allen Unkenrufen zum Trotz – wer von euch sucht noch mit Yahoo? – wirft der Suchpionier noch Gewinn ab: 293 Millionen Dollar im 3. Quartal. Wer Yahoo kauft, setzt damit ein Zeichen im Milliardengeschäft Websuche. (weiterlesen …)

Posted in Geld, Internet, Suchewith 12 Comments →

Bill Clinton fragte Steve Jobs um Rat in der Lewinsky-Affäre24.10.11

Klingt immer mehr so, als wäre Walter Isaacsons Steve-Jobs-Biographie eine ziemlich unterhaltsame Lektüre. Am vergangenen Wochenende überschlugen sich die Medien mit interessanten Zitaten und Einblicken in das Leben des kürzlich verstorbenen Apple-Gründers. Eine Anekdote, die mir dabei persönlich am besten gefällt: Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton soll Steve Jobs seinerzeit spät nachts am Telefon um Rat gefragt haben, als seine Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky hochkochte.

Jobs soll gesagt haben: “Ich weiß nicht, ob Sie es getan haben. Aber wenn ja, müssen Sie es den Bürgern sagen.” Am anderen Ende der Leitung soll danach nur noch Schweigen zu vernehmen gewesen sein. Clinton unterhielt in seiner Zeit als US-Präsident mit der Praktikantin eine Affäre, die 1998 über das Online-Klatschblatt Drudge Report bekannt wurde. Clinton sagte zunächst, auch unter Eid, er habe keine Affäre mit Lewinsky gehabt, gab es aber ein halbes Jahr später zu. Aufgrund des Meineids strengte die oppositionelle Republikanische Partei wenig später ein Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton an, das knapp scheiterte. (weiterlesen …)

Posted in Content, Politikwith 16 Comments →

Musikhören in der Zukunft: Ein Hausbesuch bei Simfy23.10.11


Simfy-Mitgründer Christoph Lange (links) und Pressesprecher Marcus von Husen

Seit Jahren gibt es in den deutschen Medien einen Reflex: Die Musikindustrie schreit und schreit wegen Raubkopien und wegbrechende Umsätze. Und Journalisten freuen sich darüber, weil sie in jedem Fall eine Story haben: Sie können der Industrie beistehen oder ihre Reaktion als übertrieben bezeichnen. Die Wahrheit ist, dass dieses Prozedere nicht mehr ist als eine Zirkusnummer. Denn in Wahrheit hat die Industrie den Kampf gegen Raubkopien verloren und abgehakt. Digital wird längst umarmt und Streaming ist der neue Heilsbringer der Industrie.

Die Dienste heißen Juke, Sony, Napster und (noch nicht so wirklich mit dem Segen der Industrie) Grooveshark. Im Ausland Spotify, Rdio oder Pandora. Der erste Dienst, der es in Deutschland geschafft hat, sich mit den Musiklabels zu einigen und eine legale, monatliche Musikflatrate kostenlos und werbefinanziert anzubieten, ist das Startup Simfy. Dies sitzt praktisch in unserer Nachbarschaft im Kölner Stadtteil Ehrenfeld, unweit von Konzerthallen wie dem “Underground”, der “Werkstatt” und der “Live Music Hall”. Aufgrund der Nachbarschaft schlug ich neulich vor, man könnte sich ja mal treffen, ein bisschen über Musik plaudern und ein paar Fotos knipsen. Simfy war einverstanden und lud mich ein. Ein Hausbesuch bei einem der interessantesten deutschen Web-Unternehmen dieser Zeit und in Zukunft. (weiterlesen …)

Posted in Musik, Startupswith 21 Comments →

Basic Cluster: Ballmer, Siri, Google, Angry Birds, Wunderkit21.10.11

Verglichen mit dem, was zuletzt so los war, war dies eine sehr ruhige Woche. Aber wie so oft sammeln sich zum Wochenende hin die Themen, die einem dabei fast durch die Lappen gehen. Nach langer Zeit also endlich wieder einmal Zeit für einen Basic Cluster.

Dass Steve Ballmer gestern noch in Hinblick auf sein idiotensicheres System Windows Phone verlauten ließ, man müsse Informatiker sein, um Android zu bedienen, habt ihr wahrscheinlich vernommen. Was er daneben noch sagte, fiel fast unter den Tisch: Zum einen lobte er nämlich das iPhone und dessen Sprach-Assistenten Siri. Trotzdem sei Windows Phone natürlich das System der Wahl, weil Daten darin im Zentrum stünden.

Zum anderen sagte er aber auch, Android-Handys wären die günstigsten auf dem Markt. Dem müssten Windows-Phone-Handys preislich entgegen wirken. Postumen Zuspruch erhält er davon überraschend von Steve Jobs. Auszüge aus Jobs bald erscheinenden Biographie belegen nicht nur, dass er anfangs von Apps wenig angetan war, sondern auch, dass er Android für “schweren Diebstahl” hielt und es mit allen Mitteln zerstören wollte. (weiterlesen …)

Posted in Internetwith 9 Comments →

Bonner Café Apfelkind in Aufruhr: Apple legt Widerspruch gegen ein Logo ein21.10.11

Warum in die Ferne schauen, wenn kuriose Geschichten auch direkt vor der Haustür passieren? Radio Bonn-Rhein-Sieg meldete gestern mit dem leicht reißerischen Titel “Apple nimmt Bonner Südstadtcafé ins Visier”, dass das Bonner Café “Apfelkind” Ärger mit Apple wegen eines Logos hat. Also machte ich mich einmal auf in die Bonner Südstadt. Eine kleine Treppe führt in das bunt dekorierte Café, das an eine Mischung aus Kinderzimmer und Spielzeughaus erinnert. Ein eigenes Spielzimmer gibt es dort, Kinderpunsch und Apfelkuchen. “Klein Bullerbü” nennt Inhaberin Christin Römer das Café.

Und so jemand handelt sich Ärger mit Apple ein? Die 33-Jährige wusste mir gegenüber nicht so recht, ob sie nun darauf stolz oder darüber verärgert sein soll. Zwei Monate, nachdem sie das Apfel-Logo mit dem Schriftzug “Apfelkind” im Juni beim Patent- und Markenamt in München als Wort-Bild-Marke eintragen ließ, erhielt ihr Anwalt plötzlich Post. Ein von Apple beauftragter Anwalt forderte sie in dem Schreiben auf, die eingetragene Dienstleistung (Klasse 35) nicht mehr zu verwenden. Klasse 35 umfasst Werbung, Geschäftsführung, Unternehmensverwaltung und Büroarbeiten. Grund für die Aufforderung: Verwechslungsgefahr. Römer will sich das nicht gefallen lassen. (weiterlesen …)

Posted in Geschaeftsidee, Startupswith 105 Comments →

Die Lehren aus dem Kampf Weichert gegen Facebook? Seid unnachgiebig und stur!21.10.11

Heute Morgen in der U-Bahn las ich im turi2-Newsletter, dass Schleswig Holsteins oberster Datenschützer seinen Kleinkrieg gegen Facebook offenbar gewonnen hat. Das Social Network will sein Bundesland künftig aus dem Tracking der Nutzerdaten herausnehmen. [Update] Facebook spricht lediglich davon, man habe nur Änderungen “signalisiert. Ein Sieg ist das dann doch noch lange nicht. [/Update] Dann müssten auch keine Unternehmen mehr Bußgelder befürchten, wenn sie den “Gefällt mir”-Button auf ihrer Website einsetzen. Das hatte Weichert ihnen mehrfach mit Nachdruck angedroht, könnte aber bald vom Tisch sein. Weichert erklärte das dem Sender NDR nach einem Treffen mit Facebooks Europasprecher Richard Allan.

Während ich das las, setzte sich zeitgleich ein Mann mit seiner Tochter im “Warum?”-Alter auf die Plätze mir gegenüber. Und ich dachte mir: Wenn ich selbst Vater wäre, wie würde ich meinen Kindern erklären, wie die Welt von heute funktioniert? Die Welt von gestern hatte Römer und ein gallisches Dorf mit einem Zaubertrank. Die moderne Welt hat Facebook, ein kleines Bundesland namens Schleswig-Holstein und einen Datenschützer namens Thilo Weichert, der darauf aufpasst. Wie die Welt von heute funktioniert? Du musst nur eine möglichst drastische Forderung stellen, unbescholtene Bürger kriminalisieren, ihnen Strafen androhen und keinen Millimeter von deinem Standpunkt abweichen. Dann bekommst du, was du willst. (weiterlesen …)

Posted in Datenschutz, Social Networkswith 19 Comments →

Talsohle erreicht: Nokia verkauft weniger Smartphones, aber mehr einfache Handys20.10.11

Für Nokia hat die Woche der Entscheidung begonnen. Enden wird es mit der Nokia World kommende Woche in London, begonnen hat es heute mit den Geschäftszahlen für das dritte Geschäftsquartal 2011. Sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal als auch dem 2. Quartal 2011 sank der Umsatz. Als Ergebnis stehen – je nach gewünschter Interpretation – aber ein verhältnismäßig kleiner (operativer) Verlust, ein kleiner oder ein deutlicher (Netto-)Gewinn. Analysten zumindest kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: der Aktienkurs stieg um über 10 Prozent. Der Witz ist nämlich der: Nokia verkauft wieder mehr einfache Nicht-Smartphones, sprich: Handys. Jene Sparte, die der Konkurrent Sony-Ericsson künftig nicht mehr bedienen will.

Die Nokia-Zahlen im Schnelldurchlauf: Umsatz: 8,98 Milliarden Euro nach 10,27 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Operativer Verlust: 71 Millionen Euro. Überschuss je Aktie: 0,03 Euro. Die Zahl der verkauften Mobilfunkgeräte beträgt nur noch 106,6 Millionen nach 110,4 Millionen ein Jahr zuvor. Besonders dramatisch klingen eigentlich die Verkaufszahlen der Smartphones, die von 27,1 Millionen um satte 38 Prozent auf nur noch 16,8 Millionen Geräte einbrachen. Die Zahl der einfachen Mobiltelefone hingegen stieg von 83,3 auf 89,8 Millionen Geräte. Vor allem die Schwellenmärkte Naher Osten und Afrika, sowie Asien-Pazifik halten Nokia noch die Treue. In Europa (-29 Prozent), Lateinamerika (-6) und auch dem einst starken Markt China (-21) verkaufte Nokia hingegen weniger Geräte. Besonders eklatant ist der Rückgang von 78 Prozent in Nordamerika. (weiterlesen …)

Posted in Mobilwith 27 Comments →

Neue Version: Facebook Messenger ist jetzt ein WhatsApp-Konkurrent20.10.11


Ich gebe es zu: Die Tatsache, dass Facebook schon im August eine mobile App namens “Facebook Messenger” veröffentlicht hat, ist komplett an mir vorbei gegangen. Wenn man so will, war die App bislang eine Ableitung der offiziellen Facebook-App, die nur den Nachrichtenservice umfasst. Vielleicht war das einfach ein zu geringer Grund, sich das Mini-Programm zu installieren. Jetzt jedenfalls hat Facebook ein kleines Update veröffentlicht, das den Messenger in der Tat interessanter macht.

Die Version 1.5 gibt es seit gestern auf Deutsch für iOS, Android und Blackberry. Der Facebook Messenger zeigt darin theoretisch an, welche Freunde im Facebook-Chat online sind und gerade etwas schreiben. Sprich: Die Funktionen von WhatsApp und Co. gibt es damit auch für den Facebook Messenger. Und wer alle seine Freunde dort hat, würde andere Mobile Chats nicht mehr benötigen. Mindestens ein Grund wird euch fürs erste aber noch davon abhalten, die anderen Chat-Apps wegzuschmeißen. (weiterlesen …)

Posted in Apps, Mobilwith 16 Comments →

MC Hammer stellt Konzept einer eigenen Suchmaschine vor: Wiredoo20.10.11

Can’t touch this: Diejenigen von euch, die die Popmusik der frühen 90er Jahre mitanhören mussten, werden sich vielleicht noch an einen der schillerndsten Vögel dieser Epoche erinnern: MC Hammer. Der Rapper von damals hat seitdem mehrmals umgeschult, erst auf Schauspieler und Entertainer, jetzt auf Webunternehmer. Auf der Konferenz Web 2.0 Summit in San Franciso, die gestern zu Ende gegangen ist, stellte er ein eigenes Internetprojekt vor: Wiredoo.

Wiredoo ist eine Suchmaschine, die in wenigen Monaten starten soll. Hammer beeilte sich aber damit, zu versichern, dass es nicht darum gehe, Google zu ersetzen. (Dürfte auch schwierig werden.) Es gehe mehr darum, die Verbindung von Dingen untereinander aufzuzeigen. CNet beschreibt das so: Wenn man bei Google den Suchbegriff “90210″ eingebe, erhalte man auf der ersten Ergebnisseite nur Links zu der heute eher komisch anmutenden Teenie-Serie “Beverly Hills 90210″ aus Hammers Zeiten und vor allem deren Spin-off “90210″. Gebe man hingegen “90210″ bei Wiredoo ein, erhalte man Informationen, die mit der Postleitzahl verknüpft sind: Einkaufsmöglichkeiten, Krankenhäuser, Wetter, Kriminalstatistik. (weiterlesen …)

Posted in Entertainment, Suchewith 24 Comments →

Web Usability: Probleme verblüffend einfach erkennen und lösen19.10.11

Sponsored Post Was ist das?
Anzeige


Bei der unüberschaubaren Masse an Webseiten, die das Internet hervorgebracht hat, entscheidet immer häufiger die Benutzbarkeit – auf Neudeutsch „Usability“ – über den Erfolg der Site. Das ist ein Faktor, über den sich selbst gestandene Webdesigner kaum Gedanken machen. Die Konsequenz: Das Web wimmelt vor grausam konzipierten und gestalteten Internetseiten, die den Besucher überfordern und verzweifeln lassen, ja sogar frustrieren oder wütend machen. Dabei lässt sich die Usability ganz einfach verbessern, behauptet Steve Krug in seinem Buch „Web Usability“.

„Warum funktioniert das nicht?“ „Wo ist der Link zum Warenkorb?“ „Wieso ist der Text so schlecht lesbar?“ Fragen, die sich so ziemlich jeder Websurfer schon einmal gestellt hat. Die Benutzerfreundlichkeit selbst großer und renommierter Webseiten lässt häufig arg zu wünschen übrig. Wie man dem als Verantwortlicher begegnet, erklärt Usability-Experte Krug – auf charmante und sehr motivierende Art und Weise. In seinem Werk erklärt er aber nicht, wie gute Usability auszusehen hat, sondern wie man Probleme erkennt, die Besucher auf der eigenen Webseite haben. Und das funktioniert laut Krug am besten und effizientesten mit einem Do-it-yourself-Test. Denn das Credo des Autoren lautet: Usability-Tests kann jedermann erfolgreich verwirklichen – spätestens nach dieser Lektüre. (weiterlesen …)

Posted in Sponsored Postwith 13 Comments →

Genervt19.10.11


Ein Fortschritt, der trotzdem nervt.

Forscher haben Vorläufer unseres Nervensystems erst kürzlich in marinen Ringelwürmern gefunden. Die Armen bekommen es also mit, wenn sie vom Wal geschluckt werden. Uns höheren Tieren dient es dazu, und lasst mich hier ausnahmsweise einmal aus Wikipedia zitieren, Informationen über die Umwelt aufzunehmen und zu verarbeiten. Der Organismus soll dann möglichst optimal auf Veränderungen reagieren.

Tut er nur leider nicht immer. Ich mag ein Einzelfall sein, aber mein Nervensystem liegt seit geraumer Zeit blank, und bei nervlichen Wracks wird die Schuld gerne auf den Nächstbesten geschoben: In meinem Fall sind das die Macken der IT, mit der ich mich täglich herumschlage. Ich habe eigentlich keinen Grund zu klagen: Mir stehen heute Hard- und Software zur Verfügung, die in der Geschichte ihresgleichen suchen. Und doch sind es die vielen nicht funktionierenden Kleinigkeiten, die in ihrer Summe das Nervenkostüm annagen. Ein paar Beispiele. (weiterlesen …)

Posted in Betriebssysteme, Internetwith 34 Comments →

PayPal sperrt Diasporas Spendenkonto: Auf dem Kreuzzug ins eigene Unglück [Update]19.10.11


Der Onlinebezahl- und Treuhandservice PayPal lässt seit einigen Monaten keine Gelegenheit ungenutzt, letzte noch vorhandene Sympathien zu verspielen. Jüngstes Beispiel: PayPal hat das Spendenkonto des dezentralen sozialen Netzwerks Diaspora eingefroren. Warum, ist nicht ganz klar. Der Bezahldienst teilte den Diaspora-Machern mit, dass ihr Konto für 180 Tage eingefroren wäre und nannte bislang keinen Grund dafür. Zu den bereits eingesammelten 45.000 US-Dollar Spendengeldern hat das Netzwerk keinen Zugriff, das sich damit neu finanzieren wollte.

[Update, 20.10. 10:20 Uhr] PayPal-Deutschland-Sprecher Dirk Hensen teilte mir gerade per Mail mit, dass PayPal die Gelder wieder freigegeben habe. Mit dem Kontoinhaber arbeite man zusammen, Details dürfe man mir aber leider nicht mitteilen. Diaspora hat das auf Twitter bestätigt. Details wolle man nachreichen. [/Update]

Das ganze kann nun natürlich viele Gründe haben, wie eine zwielichtige Zahlung, und ehe man vorschnell urteilt, sollte man die Stellungnahme PayPals abwarten. Schon jetzt reiht sich das aber ein in erstaunlich unbeholfene Entscheidungen des Unternehmens, dem seine Nähe zur US-Regierung augenscheinlich nicht gut tut. Bereits im Jahr 2006 wurde bekannt, dass die Ebay-Tochter Kundendaten mit dem US-Heimatschutz abgleicht. Immer wieder wurden Kundenkonten unter fadenscheinigen Gründen gesperrt, Spendenkonten eingefroren. (weiterlesen …)

Posted in Geld, Social Networkswith 24 Comments →

Horrorfilm mit dir als Opfer: Social Movie “Take this Lollipop”19.10.11

Da ist jemand hinter dir her. Er hat Fotos von dir und weiß, wo deine Haus du wohnst. Was er genau vorhat, erfährst du nicht, aber es sieht nicht gerade danach aus, als wolle der Mann gemütlich einen Kaffee mit dir trinken. Er kommt, er wird dich finden, er will dich holen. Das ist der Inhalt eines “Social Movies”, das gerade im Netz die Runde macht: Take this Lollipop. Der Filmemacher Jason Zada steckt dahinter, der schon für einige Viralkampagnen Pate stand.

Um den Film zu starten, müsst ihr der App Zugang zu eurem Facebook-Account gewähren und ihr – damit es funktioniert – so einiges mehr an Rechten einräumen, wie die Möglichkeit, die App auf eure Pinnwand schreiben zu lassen. Mich hat der “Horrorschocker” jetzt nicht gerade dazu getrieben, vor lauter Gruseln den Bildschirm mit dem Mousepad abzudecken. Aber mir gefällt die Idee. (weiterlesen …)

Posted in Social Networks, Videowith 13 Comments →