Ärger über eingeschworene Berliner Startup-Szene löst neue Debatte über Copycats aus • 25.10.11
Der einsame Gründer Sebastian Schürmanns hat bekannt gegeben, dass er sein Startup MyTweetMag nicht mehr weiterführen würde. Als Grund nannte er unter anderem eine zu starke Konkurrenz durch Copycats, die mit besseren finanziellen Mitteln ausgestattet seien:
Ziemlich schnell befindet man sich in Gesellschaft von Startups, die einen mit 20-köpfigen Teams und Investorengeldern im Rücken an die Wand pusten.
Das reiht sich ein in die Debatte, die die 6 Wunderkinder unter Federführung von “Wunderkind” Christian Reber angestoßen haben. In einem Beitrag aus dem August rief er die “Anti-Copycat-Bewegung” aus und nannte einen Reigen an Berliner Startups von Wooga bis Soundcloud, die es angeblich besser machten. Das brachte Investor Lukasz Gadowski offenbar auf die Palme, so dass er Ende vergangener Woche mit einem wütenden Blog-Beitrag auf Rebers Beitrag reagierte. Schon in der Überschrift findet sich die Formulierung “Assoziale (sic!) Hetzkampagne”. Gadowski wirft den Wunderkindern vor, Hass zu schüren, und im Glashaus mit Steinen zu werfen:
Es gibt viele verschiedene Wege, wie man sich Freunde machen kann. Einer davon ist über Ideologie, Ausgrenzung, Hass und Hetze. Man nehme irgendeinen Sündenbock, Erkläre ihn zum Teufel und der Wurzel allen Übels, verpacke ihn mit einer Ideologie, füge eine Prise “wir” und “die” hinzu, rühre das einmal kräftig durch, und fertig ist er, der Hass-Cocktail.




















