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Archive for 10.2011

Galaxy Nexus und das Ice Cream Sandwich sind da: Lasst’s euch schmecken19.10.11


Wenn man gewollt hätte, hätte man das mit dem Schlafen gestern Nacht bleiben lassen können. Es gab neue Quartalsergebnisse von Intel, Yahoo und Apple und Steve Ballmer freut sich, dass er Yahoo nicht übernommen hat, Michael Dell hat sich mal wieder zu HP geäußert. Motorola hat das schlankste Smartphone der Welt vorgestellt und RIM ein neues Betriebssystem namens BBX. Und, ach ja, dann gab es natürlich auch noch diesen Moment, auf den viele gewartet haben: Samsung und Google haben heute früh in Hongkong das neue Smartphone “Galaxy Nexus” und Android 4.0 “Ice Cream Sandwich” vorgestellt. Beide machen einen guten Eindruck, auch wenn es kleine Schönheitsfehler gibt.

Die Gesichtserkennung in Android 4.0, die die Tastensperre des Galaxy Nexus aufheben sollte, funktionierte bei der Präsentation nicht. Wird schon noch werden? Hoffen wir’s mal. Denn die neuen Funktionen und Designs in “Ice Cream Sandwich”, wie die neue Android-Version heißt, machen einen guten Eindruck. Es sind die kleinen Dinge, die zählen: Apps und Widgets lassen sich besser verschieben und zu Ordnern zusammenfassen. Die Benachrichtigungsleiste lässt sich schon im Sperrbildschirm anzeigen, ohne das Telefon öffnen zu müssen. Alles, egal ob Browser, Gmail, Google Plus, die Kamera-App oder der Kalender wurden überarbeitet. Screenshots lassen sich jetzt per Tastendruck erstellen: Einschaltknopf + Leiser-Taste. Und weil sich alles gerade um Sprachsteuerung dreht: dem neuen Text-to-Voice-Assistenten, dem man Texte diktieren kann, zeigt jedes diktierte Wort einzeln an. Und das passende Smartphone dazu, Samsung/Google Galaxy Nexus, empfiehlt sich gleich für einen Champions-League-Platz. (weiterlesen…)

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Motorola stellt Droid RAZR vor: Dünnstes Smartphone der Welt, aber diese Kante…18.10.11


Da gab es neulich diesen bizarren Rechtsstreit zwischen Samsung und Apple. Nein, ausnahmsweise einmal nicht deswegen, wer wessen Patente verletzt hat und wer seine Geräte wo verkaufen darf und wo nicht. Es ging doch tatsächlich darum, wer das dünnste Smartphone der Welt hätte. Das ist seit heute wohl hinfällig, denn das dünnste Smartphone ist ab sofort das Droid RAZR, das Motorola heute in den USA vorgestellt hat: Es soll nur 7,1 Millimeter dick sein. Die beiden alten Kontrahenten sind vollschlank dagegen: Apples iPhone 4 ist 9,3 Millimeter dick, das Samsungs Galaxy S II zwischen 8,7 und 9,9 Millimeter. Weitere Ex-Kontrahenten mit einstigem Anspruch auf den Titel: das LG Optimus Black mit 9,2 Millimetern und das NEC Medias mit 7,7 Millimetern.

Allerdings: Bin ich der einzige, der sich fragt, ob sie bei den 7,1 Millimetern diesen Knubbel am oberen Ende (s.o.r.) mitgezählt haben, da, wo sich die Kamera hinter versteckt? Davon ist in der Produktbeschreibung natürlich nicht die Rede. Soll mir auch egal sein, denn auch die inneren Werte überzeugen: Im Droid RAZR schlägt ein Doppelherz (Dual-Core-Prozessor) mit 1,2 GHz. 4,3 Zoll bei 960×540 Pixel Auflösung (qHD, Super Amoled Advanced) misst das Gorilla-Glas-Display. Es soll spritzwassergeschützt und dank dem Gorilla-Glas und dem speziellen Kevlar-Gerhäuse auch noch besonders robust sein. 127 Gramm ist es schwer, eine 8-Megapixel-Kamera (1080p) wird von einem LED-Blitz unterstützt. Dazu gibt es eine Frontkamera mit 1,3 Megapixeln. 32 Gigabyte Speicher sind zu gleichen Teilen auf internen Speicher und vorinstallierte Mirco-SD-Karte verteilt. Betriebssystem ist noch das “alte” Android 2.3.5, also noch kein Ice Cream Sandwich.

Morgen soll das Droid RAZR offiziell in Deutschland vorgestellt werden. Ob es auch hierzulande – wie in den USA – mit LTE auf den Markt kommt, erfahren wir dann. Erhältlich sein soll es jeweils weltweit ab November.

(Jürgen Vielmeier, Bilder: Motorola)

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Zeit der Systemschmelze: RIM vereint Blackberry OS und QNX zu BBX18.10.11


Aus zwei mach eins: Blackberry-Anbieter und Smartphone-Pionier RIM hat heute auf der Keynote seiner eigenen Entwicklerkonferenz DevCon das künftige Betriebssystem BBX vorgestellt. Darin solle “das beste” der beiden aktuellen Systeme QNX (für Tablets) und Blackberry OS (für Smartphones) verschmelzen. BBX soll die Kanadier vor dem Untergang retten, den man durch rückläufige Verkaufszahlen und einen tagelangen Ausfall der Systeme vergangene Woche beinahe schon selbst herbeigeführt hatte.

BBX soll HTML 5, Adobe Air, Native C/C++ und die Blackberry Runtime für Android Apps unterstützen. Android-Apps sollen damit auch auf BBX laufen. Einen Starttermin nannte QNX-Präsident Dan Dodge nicht. Aber er sprach von einer einzigen, gemeinsamen Plattform. Langfristig dürften damit die beiden alten Systeme verschwinden. RIM kann damit Ressourcen bündeln und muss sich dank der Android-Unterstützung um die Zahl der Apps keine Sorgen machen.

Ein Rettungsanker vielleicht gerade noch rechtzeitig, bevor Aktionäre – wie angekündigt – das Unternehmen verkaufen wollen und obwohl bis zum Start von BBX wohl noch einige Monate ins Land ziehen werden. Es ist offenbar die Zeit der Systemschmelze: QNX + Blackberry OS = BBX. MeeGo + LiMo = Tizen. Und Gingerbread + Honeycomb = Ice Cream Sandwich. Letzteres sehen wir dann wohl morgen früh, wenn Google und Samsung in Hongkong das Nexus Prime vorstellen werden, was natürlich noch streng geheim ist…

(Jürgen Vielmeier, Bild: Engadget)

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Pinger, Yuilop, ChatOn und die SMS als kleinster gemeinsamer Nenner18.10.11


Ich sprach gerade mit Yuilop-Chef Jochen Doppelhammer. Er will das Mobiltelefonieren und Simsen ohne SIM-Karte möglich machen. Sagt er zumindest, auch wenn das natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Wer Yuilop nutzt, bekommt eine virtuelle 01570-Mobilfunknummer zugeteilt. Er kann darüber “echte” SMS verschicken und empfangen und soll ab dem Winter damit auch telefonieren können. Jeweils kostenlos. Yuilop finanziert sich über Display-Werbung und Push-Kampagnen. Das funktioniert theoretisch über WLAN, also auch auf einem mobilen Mediaplayer wie dem iPod touch. Wer aber außerhalb eines WLANs noch SMS über Yuilop verschicken, also alle Vorzüge einer SMS nutzen will, braucht natürlich eine mobile Datenanbindung und damit sehr wohl eine SIM-Karte.

Yuilop mit Sitz in Barcelona gab damit dem US-Dienst Pinger die Idee vor, der eigentlich früher am Markt war. Beide Services wollen dem mobilen Simsen einen “Gamification”-Faktor obendrauf setzen: Jeder Kunde erhält ein Startguthaben und für jede eingehende SMS eine bestimmte Anzahl an Punkten. Jede ausgehende SMS kostet ihn Punkte. Ist jemand bei null Punkten angelangt, kann er seine Freunde über Facebook oder per E-Mail auffordern, ihm SMS zu schicken, um sein Konto wieder aufzuladen. Pinger ist seit einigen Monaten in Deutschland aktiv und will ab dem Winter ebenfalls kostenlose Mobiltelefonate ermöglichen. Beide Dienste würden dann auf den zunehmend umkämpften Markt für Mobile Messenging noch die Komponente Telefonie und “echte” SMS obendrauf legen. (weiterlesen…)

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Chime.in, Vdio, Facebook: Premiuminhalte fürs Social Network18.10.11


Schluss mit User Generated, her mit der Qualität fürs Netzwerk. Dachte sich auch Skype- und KaZaA-Gründer Janus Friis, der mit Rdio einen Streamingdienst für Musik ins Leben gerufen hat. Mit Vdio will er das jetzt für Videos wiederholen und die Inhalte gleich bei Facebook integrieren. Rdio ist ein Pendant zu Spotify oder – in Deutschland – Simfy, Juke oder Napster. Vdio soll ähnlich funktionieren, Filme und Serien für einen Pauschalbeitrag streamen. Auf der Startseite des neuen Projekts lacht einen bei jedem Aufruf der Protagonist einer bekannten Serie oder eines bekannten Films an.

Mad-Men-Protagonist Don Draper etwa oder “Shining”-Hauptdarsteller Jack Nicholson. Vdio soll in wenigen Wochen in U.K. starten und eine Mischung aus Hulu und Netflix werden; nutzen wird es Facebooks neuen Social Graph. Normalerweise dauert so etwas in Deutschland ja ein bisschen länger, aber da Lovefilm mit seinem Hauptsitz in U.K. bereits in Deutschland eine Filmflatrate anbietet, keimt derzeit immer mehr Hoffnung auf, dass sich das Angebot hierzulande weiter verbessert. Die UberMedia-Gründer haben derweil gleich ein neues Social Network geplant und auch von Twitter gibt es interessante Neuigkeiten. (weiterlesen…)

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Oliver Samwer läuft von einem Interview weg: “Wir sind Deutsche, wir haben Kinder”17.10.11

Eigentlich sei alles abgemacht gewesen, schreibt Mike Butcher, der Verantwortliche Redakteur von Techcrunch EU. Alles sei mit dem Management ausgehandelt gewesen. Er schreibt, er sei um 5 Uhr morgens in London aufgebrochen, habe einen Flug nach Frankfurt/Main genommen und sei von dort weiter an die WHU in Vallendar zum Gründerkongress IdeaLab gereist, um Oliver Samwer dort für ein Interview zu treffen. Den traf er auch an, aber Samwer wollte ihm kein Interview geben.

Das täte er generell nicht, so die Aussage von Samwer, der den meisten von euch als einer der bekannten Samwer-Brüder ein Begriff sein dürfte. Zusammen mit Marc und Alexander Samwer verkaufte er in den späten 90er Jahren Alando an Ebay und gründete daraufhin das berühmt-berüchtigte Jamba, nach dessen Exit zahlreiche Copycats erfolgreicher US-Startups folgten. Heute ist Oliver Samwer zusammen mit seinen Brüdern Chef der Investoren Rocket Internet und European Founders Found, die unter anderem viel Geld in den AirBnB-Klon Wimdu investierten und für den Verkauf von CityDeal an Groupon geschätzte 750 Millionen Euro erlösten. Es gebe oft Anfragen, sagte Samwer Butcher. Aber er gebe generell keine Interviews. Vieles würde darin zu negativ dargestellt. Was von dem Gespräch dennoch vorliegt, ist ein denkwürdiger, fünfminütiger Audio-Mitschnitt. (weiterlesen…)

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Occupy Sesame Street17.10.11

Die Protestaktion “Occupy Wall Street” gegen die Macht der Banken läuft bereits seit einem Monat. Die meisten von uns dürften aber trotzdem erst seit rund zwei Wochen von der Aktion wissen, die am vergangenen Wochenende auch nach Deutschland rüberschwappte. Denn es ist ein Kampf um Aufmerksamkeit. Während Politiker fast aller Parteien sich schnell auf die Seite der Demonstranten schlugen, nannte der ehemalige Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauck die Antikapitalismusdebatte “unsäglich albern”.

Jedenfalls dauerte es natürlich nicht lange, bis die Aktion parodiert wurde: Occupy Sesame Street (“Besetzt die Sesamstraße”) wurde von Befürwortern der Proteste ins Leben gerufen. Die Aktion zeigt Bilder protestierender Sesamstraßenfiguren, die von der Polizei in New York teilweise brutal abgeführt werden. Auch Bilder eines Krümelmonsters (oben) machten auf Google Plus und Facebook die Runde: 99 Prozent der Kekse werden von nur 1 Prozent der Monster gefressen. (weiterlesen…)

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Windows Phones Wochen der Wahrheit: Microsoft hilft Herstellern mit Millionenbeträgen17.10.11

Elop Ballmer

Für den “dritten Weg” stehen die Wochen der Wahrheit an: Ob Microsoft ambitioniertes mobiles Betriebssystem Windows Phone sich gegenüber iOS und Android noch einen Stand erobern kann, wird sich jetzt zeigen. Bis jetzt hat der Software-Riese alles dafür getan, dass es rechtzeitig losgeht. HTC ist startklar, Samsung ist startklar, das Mango-Update ist startklar – und mit etwas Glück schafft es auch Nokia, ohne großen Rückstand am Wettlauf teilzunehmen. Die Zeitspanne ist kurz: Nur noch gut zwei Monate bis Weihnachten, und man geht gegen iPhone 4S und den im Preis reduzierten 3GS und 4 sowie neuen Android-Schlachtschiffen aller Hersteller nicht gerade ohne Konkurrenz auf die Rennbahn.

Um den Freunden das Rennen schmackhaft zu machen, lässt Microsoft jetzt noch einmal eine Stange Geld springen. Drüben in U.K. sollen die Windows-Phone-Partner für Werbemaßnahmen im Weihnachtsgeschäft 32 Millionen Euro (28 Millionen Pfund) erhalten. Allein knapp 23 Millionen Euro davon (20 Millionen Pfund) erhält Nokia. Samsung soll die restlichen 9 Millionen Euro (8 Millionen Pfund) kassieren. Das berichtet das Magazin “Mobile Today”. Das Geld soll in eine crossmediale Werbekampagne wandern (Fernsehen, Web, Print), um Windows Phone als das modernste Betriebssystem vorzustellen. (weiterlesen…)

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Goodbye, Google Buzz!17.10.11

google buzz

Machen wir’s kurz: Für alle, die wie ich am Wochenende mal Wochenende gemacht haben (und ich kann jedem empfehlen, das hin und wieder zu tun): Wir sollten der Vollständigkeit halber erwähnen, dass Google Buzz in Kürze eingestellt wird. Die Meldung ging bereits am Freitagabend über den Ticker. Google will den Dienst in wenigen Wochen auslaufen lassen. Der Twitter-Klon Jaiku soll am 15. Januar 2012 eingestellt werden, ebenso Google Code Search, iGoogles Funktionen zur sozialen Vernetzung und eine API zur Google-Suche für ausgesuchte Universitäten.

Gehe ich recht in der Annahme, dass ihr nichts davon ernsthaft vermissen werdet? Aber zumindest der Status-Livestream Google Buzz hat es verdient, dass wir einen letzten Blick darauf werfen. Und ich verlinke hier einmal großzügig auf Beiträge meiner Blog-Vorgänger, die die Geschichte seinerzeit gut dokumentiert haben: Googles Ansatz des Facebook-Feeds auf Basis der eigenen GMail-Kontakte startete im Februar 2010. Nicht wenige hielten es für den großen Wurf, aber dann bereitete eine Datenschutzpanne dem Dienst den Anfang vom Ende. (weiterlesen…)

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Ein Weg aus dem Tal der Ahnungslosen? Politikern das Internet schmackhaft machen14.10.11

Vielleicht musste es wirklich einmal ein Unternehmer sein, dem die Hutschnur riss. Einer dieser Unternehmer, die doch von der Politik so hofiert werden. Dass ausgerechnet so einer die Politik für ihre Digitalfeindlichkeit kritisiert, stößt in der Tat auf Gehör: “Wir werden von gefährlichen Ahnungslosen regiert”, sagte SinnerSchrader-CEO Matthias Schrader gestern in deutlichen Worten, als er gerade einen Rekordumsatz eingefahren hatte. Im Klartext:

“Viele Politiker sind digitale Analphabeten. Das ist für Deutschland ein echter Standortnachteil. Behörden und Politik schüren gezielt die Angst vor dem ‘Datenhunger amerikanischer Konzerne’, riskieren aber mit ihrer Gesetzgebung in der Praxis insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter und gefährden Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite setzt der Staat auf rechtsverletzende Tools wie den Staatstrojaner, der dem Datenmissbrauch Tür und Tor öffnet. Das ist mehr als nur bigott.”

Das dürfte gesessen haben. Und was dem ganzen die Krone aufsetzt, ist, dass dieser Staats- oder Bundestrojaner offenbar auch noch schlampig programmiert worden ist. Wieder kein gutes Aushängeschild für den Technikstandort Deutschland. (weiterlesen…)

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Abschied vom Handy (im herkömmlichen Sinne)? Sony-Ericsson sagt Feature Phones adé14.10.11

Ja, wie nennt man sie eigentlich? Handys, Feature Phones, Mobiltelefone ohne Apps, eben alles, was kein Smartphone ist. Von diesen herkömmlichen Handys will sich der Hersteller Sony-Ericsson über Kurz oder Lang verabschieden. Das erklärte das japanisch-schwedische Jointventure gestern bei der Bekanntgabe der Finanzzahlen für das 3. Quartal 2011. Konzernchef Bent Nordberg erklärte, mit Smartphones würden schon heute mehr als 80 Prozent des Umsatzes erzielt.

Eben dieser Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahresquartal (1,603 Milliarden Euro) mit jetzt 1,586 Milliarden Euro leicht rückläufig. Verglichen mit dem 2. Quartal 2011, als die Zahlen auf 1,193 Milliarden Euro gesunken waren, ist das allerdings schon wieder ein Fortschritt. Statt eines Gewinns von 49 Millionen Euro vor einem Jahr und einem Verlust von 50 Millionen Euro im 2. Quartal, steht diesmal eine glatte Null. Alles in allem also kein berauschendes, aber auch kein desaströses Ergebnis. Kein Wort verlor man übrigens über ein mögliches Ende des Jointventures. (weiterlesen…)

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Deutsches Netflix, Hulu: Längst da, aber noch auf wackeligen Beinen14.10.11


In dieser Woche gab es in den USA gleich zwei richtungsweisende Entscheidungen, was die Zukunft des Film- und Serienkonsums angeht. Die Serienplattform Hulu wird doch nicht verkauft und Netflix behält sein DVD-Geschäft. Vergleichbare Plattformen gibt es mittlerweile auch in Deutschland, was lange kaum jemand für möglich gehalten hatte. Die stehen jeweils noch auf dünnen Beinen und das Angebot ist ausbaufähig. Doch ein deutsches Netflix oder Hulu mit einem Angebot wie in den Staaten scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Was derzeit in den USA entschieden wird, ist auch für den deutschen Markt richtungsweisend: Die Serienplattform Hulu nimmt in den USA mittlerweile die Hälfte des Umsatzes mit dem kostenpflichtigen und dafür werbefreien Service Hulu Plus ein, sagte CEO Jason Killar am Sonntag. 1 Million Kunden hatte man im August, die jeweils die 8 US-Dollar im Monat zahlen. Hochgerechnet aufs Jahr wären das Einnahmen in Höhe von rund 100 Millionen Dollar. Ob das dazu beigetragen hat, dass die Hulu-Besitzer das Projekt jetzt nicht mehr verkaufen wollen? Sie haben die Transaktion gestern Abend abgeblasen. Google soll zuletzt gar 4 Milliarden statt der geforderten 2 Milliarden Dollar geboten haben, allerdings nur mit längerfristigen Rechten, als die Hulu-Eigner News Corp (Fox), Disney (ABC) und NBC Universal verlangten. (weiterlesen…)

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“Ich wollte doch nur einen VDSL-Anschluss”. Ein Freischaltungs-Drama in 10 Akten13.10.11


Updates: Die Telekom hat sich inzwischen mehrfach bei Böhl gemeldet (siehe 11. Akt), ihm vorübergehend ADSL 16000 geschaltet und ein paar Flaschen Wein versprochen. Wir sind auf dem Weg zu einem Happy End.

Wolfgang Böhl hat uns eine Mail geschrieben. Er wollte eigentlich nur einen VDSL-Anschluss der Telekom, aber dann war leider niemand für ihn zuständig. Sind wir ehrlich: Jeder hat mindestens einen im Bekanntenkreis, der die gleiche Geschichte erzählen könnte – aber nicht so munter wie Wolfgang Böhl, der mir schrieb, ich solle mir erst einmal eine Tasse Kaffee holen, bevor ich sie lese. War eine gute Idee, aber Popcorn wäre mir fast lieber gewesen. Man fragt sich, warum es in den Schaltzentralen der DSL-Provider immer wieder zu solchen Komplikationen kommt. Gut, wenn man mit Galgenhumor darauf reagieren kann.

Angesichts der Tatsache, dass ich gleich das Büro für einen Hausbesuch verlasse und vor dem späten Nachmittag nicht mehr zum Schreiben komme, übergebe ich hiermit das Wort an Wolfgang. Das ganze Gezeter hat einen gebrochenen Mann aus ihm gemacht. Aber lest selbst das Drama in 10 Akten: (weiterlesen…)

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OpenOffice ruft um Hilfe. Rettung notwendig?13.10.11

Man hätte es fast überhören können: Die kostenlose Office-Suite OpenOffice.org (OOo) kämpft ums Überleben und bittet um Spenden. Grund: Der Hauptinvestor Oracle ist im Sommer aus dem Projekt ausgestiegen und hat den Code der Apache Software Foundation zur Verfügung gestellt. Das scheint die Weiterentwicklung aber nicht gerade zu fördern. Denn auf der Website Team OpenOffice.org rufen die Entwickler um Hilfe: “Die meist genutzte (kosten)freie Bürosoftware steht buchstäblich vor dem Nichts. Lassen Sie das nicht zu”, steht dort. Und weiter: “Als einzige Bürosoftware auf dem Markt ist OOo vollkommen gratis.”

Wer will, kann die Hilfsaktion mit der Botschaft “Ja, ich bin ein Software-Retter” unterstützen. “Ob 5 Euro, 50 Euro oder 5 Millionen Euro – jeder Betrag hilft uns.” Wer will, kann dem Projekt auch eine persönliche Botschaft zukommen lassen. Maurice Hofmann aus New York hat dies getan: “Die Frage, die sich hier stellt, ist klar: Wollt Ihr mit uns gehen?”. Ob eine Rettung der Software notwendig ist oder nicht: Die ganze Aktion entbehrt nicht einer gewissen Verzweiflung. (weiterlesen…)

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iOS5-Update mit Schwierigkeiten: Apple-Server zicken13.10.11

Ich hab’s dann gerade doch irgendwann geschafft und komme dafür zu spät zur Arbeit. Na gut, ich habe Glück: So ein Update ist für mich irgendwie auch Arbeit. Viele andere, die ihre mobile Apple-Hardware gestern Nacht auf iOS 5 updaten wollten, hatten weniger Glück. Sie erhielten statt des Updates den Fehler 3200 (Error 3200: Aktivierungs-Server überlastet), der auf Twitter zum Trending Topic wurde.

Wäre wohl alles nicht so schlimm gewesen, wenn das zu updatende iOS-Gerät nicht – wie in meinem Fall – eine komplette Zurücksetzung auf die Werkseinstellungen forderte und Backups meiner Daten davor zweimal schief gegangen wären. Zum Glück halb so wild: Es dauerte zwar im Endeffekt mehrere Stunden (inklusive iTunes und Update für Mac OS X), aber am Ende gelang die Neuinstallation mit einem Backup, das dann beim dritten Mal doch erfolgreich war. Und bei euch? (weiterlesen…)

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