Nokia-Konzeptstudie GEM: Smartphone mit Touchscreen-Mantel
So, gleich ist Wochenende. Zuvor wollen wir euch allerdings noch schnell zeigen, warum ein Abgesang auf Nokia doch etwas verfrüht ist. Denn das, was die Finnen da anlässlich des 25. Jahrestages ihres hauseigenen Forschungslabors “Nokia Research Center” präsentieren, scheint mir durchaus das Zeug zu haben, den ein oder anderen “Haben-Wollen-Effekt” auszulösen.
Zwar handelt es sich bislang nur um eine Smartphone-Konzeptstudie mit dem vielversprechenden Namen “GEM” – englisch für Edelstein oder Juwel. Ein echtes Kleinod wäre das in einem kunstvoll animierten Video vorgestellte Mobiltelefon aber ohne Frage.
Statt ein zentrales Touchscreen-Display zu besitzen, besteht das gesamte Gerät aus Multitouch-Bildschirmen, die für die Anzeige beliebiger Inhalte verwendet werden können. Sowohl Front- und Rückseite als auch die Seiten bilden dabei je nach Wunsch einen ungeteilten Gesamtscreen oder mehrere separate Anzeigeflächen. Auf diese Weise überschreitet das GEM spielend bestehende Designgrenzen und kann sich virtuell wahlweise in Kamera, Konsolenpad oder Fernbedienung verwandeln. Auch die 360-Grad-Darstellung von 3D-Fotos wäre so problemlos möglich. Aber seht selbst:
Leider scheint das Wundergerät bislang ausschließlich als Modell zu existieren. Bilder eines realen, funktionierenden Prototypen blieb Nokia jedenfalls leider ebenso schuldig, wie eine Antwort auf die Frage, ob sich derlei Bauformen heute bereits mit vertretbarem Aufwand realisieren lassen.
Allein die extrem kurzen Akkulaufzeiten eines solchen Grafik-Bolidens dürften dessen Alltagstauglichkeit in Frage stellen. Und dennoch würde ich das GEM gern einmal selbst in den Händen halten. Ihr auch?
(Christian Wolf; Bild: Nokia)
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Wie soll man das Ding denn in der Hand halten ohne die ganze Zeit irgendwas auszulösen?
Flexible Displays sollen nächstes Jahr kommen dann wäre so etwas möglich.
Das Problem ist eher die Kratzfestigkeit.
Die Akkulaufzeiten das ist auch ein Problem wie allgemein bei den Smartphone.
Aber vielleicht schafft man es noch zukünftige Geräte endlich mit der schon länger angekündigten Brennstoffzelle Auszurüsten.
Oder gibts dazu einen Drehspieß mit Kurbel, damit man sich das Teil von allen Seiten anschauen kann, ohne dabei wild irgendwelche Buttons zu drücken?
Und ich wäre offen gesagt nicht so begeistert, wenn jeder alle meine Bildschirme sehen könnte. Wer läuft den gerne mit einer alle Geheimnisse ausgebenden Milchtüte herum? Ich nicht.
Da wäre mir ein Sprachgesteuertes In Ear Phone lieber, vielleicht noch mit halbtransparenter Videobrille für Mediainhalte und Apps. Aber mit einer Sprachsteuerung im Ohr würde man zumindest keine Fingerabdrücke abwischen müssen.
Die nächste Generation Smartphones muss perfekt in unser Leben eingebunden sein, soll produktiv sein, nicht ablenken. Alles mögliche können, ohne sich mit der Funktion zuvor auseinandergesetzt haben.
Ob dieses Nokia Smartphone so etwas kann, weiß ich nicht.
Es ist einfach zu ablenkend.
Und bis jetzt sind Displays auch einfach zu empfindlich, um keinen Rahmen zu haben.
Da wäre mir das In-Ear Smartphone doch lieber:
Automatische Befehl Erkennung, dynamische Umgebungslautstärke Anpassung (Da der In-Ear die Umgebungsgeräusche in Hintergrund lässt, kann er auch das relevante Außensignal gefiltert wieder hereinlassen.
Damit könnte man sich bei Veranstaltungen gut unterhalten ohne die In-Ears rauszunehmen, wobei man z.B die störende Hintergrund Musik und andere Gespräche ausblenden lassen könnte.), und man könnte sich sein selbstfahrendes Auto nebenbei herrufen, ohne das Auto App Icon auf das Frontdisplay ziehen zu müssen. Der Energieverbrauch wäre ohne Display auch recht gering (es könnte vielleicht sogar von Körperwärme gespeist werden). Man könnte für sich recherchieren lassen und die Infos aufbereitet vorgelesen bekommen. Eine Dynamische Hilfe, die nicht mal ein ablenkendes Display benötigt.
So etwas wäre nützlich.
Und nicht ein Milchkarton Ultra Omni Touch Display mit nervigen Icons.
> Zuvor wollen wir euch allerdings noch schnell zeigen, warum ein
> Abgesang auf Nokia doch etwas verfrüht ist
Da bin ich ja mal gespannt was Microsoft in Redmond oder der Maulwurf in der finnischen Chefetage zu diesem Konzept sagt?
Mit der Roadmap von Windows Phone #8 (oder wenn es dann noch ein mobile OS von MS gibt #9) ist dieses kleine Video sicher nicht abgestimmt – und was anderes als diesen MS-Kacheldreck wird Nokia auf sehr lange Sicht nicht verwenden dürfen!
Ich sehe in dem Video einzig den Beweis, dass irgendwo im Keller der Zentrale oder in einer weit entfernten finnischen Blockhütte noch 2-3 kreative Köpfe sitzen, die noch nicht Opfer der Säuberungsaktionen nach der heimlichen Übernahme durch MS wurden. Aber diese Opfer dürften spätestens jetzt auf dem Radar erschienen sein.
Dieses abgehobene Konzept passt aber auch nicht zur verbliebenen Kundschaft von Nokia, und die sitzt vielfach in den weniger schicken Vororten von Nairobi, Bombay oder Phnom Pen und wohl kaum in schicken Straßencafés während Europa massiv einbricht und die USA nie ein Absatzmarkt für Nokia waren.
Last not least, der Hinweis “sponsored Post” fehlt mal wieder.
Nicht mal in 10 Jahren.
Ich schätze wir werden uns noch seeehr wundern was in 10 Jahren so möglich sein wird…
Im Moment sieht das eher unbrauchbar aus weil wir ja nicht gewohnt sind z.B. ein Handy umzudrehen um da etwas anderes zu sehen aber mit der Zeit… wer weiß.
Ich könnte mir z.B. die Rückseite des Handies als MS-”Surface”-Funktion vorstellen oder mit nem 3D-Scanner. Warum nicht auch zur Darstellung von Holo-Skype. Es kommt bestimmt noch viel schlimmer als wir uns das jetzt vorstellen :).
#8 Bochum… die Zeit wird es zeigen… nicht deine Worte!
@Basic-Blogger: Ein Blick auf die aktuell in den Feeds sichtbaren Themen zeigt einen für mich deutlichen Qualitätszuwachs bei euren letzten Themen. Wäre schön wenn es so weiter geht. Jedenfalls danke dafür.
Wenn die Fuktionen dann noch einfach zu handhaben sind, dann ist Nokia sicherlich wieder im Spiel ;)
Nicht einmal das Konzeptvideo zeigt echte Vorteile. Wo liegt der den bitte, wenn beide Seiten das selbe anzeigen oder ich ein Bild auf die andere Seite verschieben kann. Der einzige nutzen, der mir in den Sinn kommt, ist, das Videotelefonie auch ihne zweite Kamera möglich wäre, aber da muss ich sagen, halte ich eine zweite Kamera für billiger, nachhaltiger und Akkueffizienter.
Zudem, wer will schon, dass die eigene Laune den anderen Beim telefonieren über einen zweien Screen angezeigt wird, oder das mein Gegen in der Bahn auf der Rückseite meines Handys sehen kann, was ich mit gerade für Bilder anschaue?
Ansonsten ist alles, was das Konzeptvideo zeigt meiner Meinung nach mit gleichem Komfort und ohne jeden Nachteil auch mit nur einem Screen realisierbar.
Das ist eine Konzeptstudie und kein Werbevideo von Nokia fürs nächste Smartphone.
Das soll anregen, neue Wege zeigen.
#15 hat es richtig geschrieben, auch wenn ich nicht an einen Standard denke.
Und Konzeptstudien braucht man nie wirklich mit den Kundenkreisen vergleichen.
Die meisten Konzeptstudien sind nie wirklich angedacht, so später produziert zu werden, siehe bei den Autos und erst recht nicht sehr nach den bisherigen Kundenstamm ausgerichtet, sondern man will die Welt beeindrucken.
Guter Artikel, schön solche Studien zu sehen, weiter so.
Hauptproblem ist aus meiner Sicht die Stabilität. Eine Case kann es ja dann nicht mehr geben. Was passiert, wenn man mit dem Gerät irgendwo aneckt oder es fallen lässt? Akkulaufzeit wurde ja schon angesprochen. Zudem denke ich das die Produktionskosten momentan viel zu hoch wären, um so ein Gerät für den Massenmarkt in nächster Zeit produzieren zu können.
Wenn es Nokia schaffen würde so ein Gerät demnächst und bezahlbar zu prodzieren, könnten sie den Markt richtig umkrempeln.
[...] Klick-Tipp: Nokia zeigt in einer Konzeptstudie das Smartphone der Zukunft: Die gesamt Oberfläche ist als Touch Screen ausgelegt. Der Prototyp läuft unter dem Namen “Gem” = Schmuckstück. basicthinking.de [...]
Interessant wäre es allerdings, wie die Kommentare ausfallen würden, wenn Apple dieses Konzept vorgestellt hätte ;-)