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Archive for 11.2011

Suite101 schließt in Deutschland: Schuld soll Googles Panda-Update sein24.11.11


Das Autorenportal Suite101 wird sein deutsches Büro in Berlin auflösen. Die 12 Redakteure werden ihren Job verlieren. Als ich gerade in Berlin anrief, war dort Koordinatorin Susanne Schick am Apparat, die das Büro zuletzt mit einer Kollegin der französischen Suite101 geteilt hatte. Die Redakteure hatten von zuhause aus gearbeitet. Der bisherige Geschäftsführer Peter Berger erklärte das Ende des Abenteuers und seinen Rückzug aus privaten Gründen. Er sitzt ebenso am Stammsitz der Muttergesellschaft im kanadischen Vancouver wie sein Nachfolger Michael Kedda. Von dort aus soll das Projekt weitergeführt werden. Die Beiträge, die von freien Autoren geschrieben werden, werden aber nun nicht mehr redaktionell bearbeitet. Das dürfte dem Projekt einen Qualitätsverlust bescheren.

Berger erklärte in einem Blogpost, der Traffic der Seite sei durch Googles Panda-Update gesunken. Da die Einnahmen der Seite eng mit der Verlinkung bei Google verknüpft seien, habe es hier zuletzt starke Einbußen gegeben. Er verweist auf Quantcast, wo die Statistik in den letzten Monaten tatsächlich kontinuierlich nach unten geht. (weiterlesen …)

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Persönliches Facebook-Archiv zum Download24.11.11

[Update:]

Puh, ärgerlich, doof. Da hab ich euch etwas als neu verkauft, was es schon seit Monaten gibt. Dafür muss ich mich entschuldigen! In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, die Möglichkeit, ein eigenes Archiv aufzubauen, wäre neu. Das stimmt nicht. Den Artikel habe ich deswegen komplett überarbeitet, und er reduziert sich auf die Passage unten. Was bleibt ist eine Funktion, die wir selbst und vielleicht der eine oder andere von euch auch noch nicht kannten:

Sein persönliches Facebook-Archiv holt man sich, indem man in seinem Facebook-Profil auf die Kontoeinstellungen klickt. Im Untermenü “Allgemein”, das bereits voreingestellt ist, gibt es am Ende der Menüpunkte einen kleinen Link mit der Aufschrift “Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter.” Tut man das, öffnet sich die Seite, die ihr oben im Screenshot seht und die dazu einlädt, ein eigenes Archiv aufzubauen. Klickt man den Link dazu, schreibt Facebook, das Archiv werde nun erstellt und per E-Mail zugestellt, sobald fertig. Das könne aber ein wenig dauern. Die Datensammlung soll alle jemals auf Facebook geposteten Fotos, Videos, Statusupdates, Nachrichten und Chatmeldungen enthalten, sowie die Namen der Freunde mit ihren E-Mail-Adressen.

[/Update]

[2. Update] Mein Profil kam ca. 30 Minuten nach der Anforderung. Bilder, Statusupdates und Nachrichten scheinen alle da zu sein. Videos nicht. Daten, die Facebook dort in einer Art Offline-Version anzeigt, sind Profil, Pinnwand, Freunde, Fotos, Video, Nachrichten und Veranstaltungen. [/2.Update]

(Jürgen Vielmeier)

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Jan Delay gegen die Plattenindustrie: “Saugt weiter und lasst euch nicht erwischen!” [Update]24.11.11

Auf Udo Lindenbergs aktuellem Unplugged-Album schmettert Jan Delay zusammen mit dem alten Hasen einen bunten Mix aus “Reeperbahn” und Everlasts “What it’s like” aufs Parkett. Auf die Musikindustrie ist der Hamburger derweil weniger gut zu sprechen. Das liest sich so in einem Text, den der Musiker gestern veröffentlichte und der sich wie ein Lauffeuer über Facebook und Google Plus verbreitete.

Jan Delay kritisiert darin in ungewohnt scharfer Form den Abmahnwahn gegen Raubkopierer und das Geschäft, das sich daraus für die Musikindustrie und zwielichtige Anwälte ergebe. Mehr noch, er fordert die Leute auf, weiterhin illegal Songs zu saugen, aber kein Peer 2 Peer dabei zu verwenden, damit man sie nicht erwischen könne. Die Künstler, die sie selbst schätzen, sollten die Hörer hingegen unterstützen.

[Update, 25.11.] Delay hat sich in epischer Breite noch einmal auf Google Plus zu Wort gemeldet und dort – mit Verlaub – ziemlich viel Mumpitz erzählt. Er habe die Leute nicht dazu aufrufen wollen, sich Musik illegal zu saugen, er habe nur gemeint, sie sollten sich dabei nicht erwischen lassen. Dass sein eigenes Label auch für ihn Kopierer abgemahnt habe, habe er nicht gewusst. Das Geld wolle er aber spenden. Ferner schlägt er alternative Einnahmemöglichkeiten für Künstler vor, wie eine Art “Musiksteuer” für jedes Gerät, das Musik abspielen kann. (Gibt’s schon!) Ich fürchte langsam, auch wenn er mit einigen Dingen Recht hat, hat der Mann wenig Ahnung von dem, was er da erzählt. [/Update]
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Gestresste Menschen simsen und mailen im Schlaf: “Räumt diesen Saustall auf”24.11.11

Wer einmal die Nacht in einem 6-Mann-Schlafsaal in der Jugendherberge, der Bundeswehr oder sonstwo verbracht hat, der weiß, dass Menschen im Schlaf eigenartige Dinge machen können. Singen, brabbeln, lachen, Wortfetzen absondern und das alles in verschiedenen Lautstärken. Neuesten Meldungen zufolge können Menschen gar im Schlaf Textnachrichten verschicken. Unter Schlafforschern ist umstritten, ob das tatsächlich möglich ist. Es geht dabei aber nicht um Nachrichten, die manche Leute nachts um drei im Suff an ihre(n) Ex verschicken. Die Nachrichten sollen angeblich gänzlich unbewusst verschickt werden.

Die “Daily Mail” zitiert David Cunnington vom Schlafforschungszentrum in Melbourne, Australien. Laut ihm sind Fälle protokolliert, in denen Menschen im Schlaf zusammenhanglose Textnachrichten (seien es SMS oder Instant Messages) an Freunde oder Familienmitglieder verschickt haben und sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern konnten. Der “Telegraph” berichtet von einer Frau in den USA, die eine SMS an ihren Freund schrieb, die mit den Worten beginnt “Baby u there? Need to tell somethin” bevor es mit Nonsens weitergeht. (weiterlesen …)

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Macht das Beste aus dieser Zeit, sie wird nicht ewig dauern23.11.11

Anfang November hielt Journalist und Blogger Richard Gutjahr auf den Passauer Medientagen einen bemerkenswerten Vortrag zum Thema “Wie man durch Social Media reich, berühmt und glücklich wird”. Selbst wenn ihr nicht vorhabt, reich oder sogar glücklich zu werden: Der Vortrag lohnt sich. Wenn ihr eine Stunde eures Lebens opfern könnt, hört euch einfach mal an, wie der Mann interessante Thesen wie “Transparenz ist die neue Objektivität” oder “Werdet selbst zu einer Marke” begründet. Am Schluss seines Vortrags gibt Gutjahr seinen Zuhörern, hauptsächlich jungen Leuten, die “was mit Medien” machen wollen, einen interessanten Rat mit auf den Weg: “Macht das Beste aus dieser Zeit, sie wird nicht mehr ewig dauern.”

Ich habe lange gerätselt, was er damit gemeint haben kann. Wir leben in einer Zeit, in der es wohl noch nie so einfach war, etwas unabhängig von einem Verlag zu veröffentlichen. Es war noch nie so einfach, ein Startup zu gründen und dafür einen Investor zu finden. Es war noch nie so einfach, seine Ideen über das Netz bekannt zu machen und damit sogar große Konzerne auszustechen. Warum sollte das nicht immer so weiter gehen? (weiterlesen …)

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Samsung verulkt Apple-Fans23.11.11

Vergleichende Werbung ist eigentlich eine witzige Sache, wenn man sie mit der nötigen Prise Humor würzt. Samsung hat das in einem neuen Werbevideo für das Samsung Galaxy S2 jetzt getan: Die Koreaner nehmen dabei Apple-Fans aufs Korn, die in der Schlange vor einem Apple-Store auf das neue iPhone 4S warten. “Warum warten?”, fragt Samsung. “Die Zukunft ist doch längst da.”

“Längst”, das ist ein dehnbarer Begriff. In den USA gibt es das Galaxy S2 in der Tat erst seit kurzem zu kaufen, während es hierzulande schon fast ein alter Hase ist. Das Video spielt mit dem Enthusiasmus der wartenden Apple-Fans, die bereit sind, Stunden, Tage oder gar Wochen auf ihr neues iPhone zu warten – bis sie da einen coolen Typen auf der Straße stehen sehen, der ein Galaxy S2 in der Hand hält. (weiterlesen …)

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Lenovo stellt ziemlich großen, “kleinsten PC der Welt” vor. Das ginge noch kleiner!23.11.11

Man vergleicht ja immer im Geiste und da schadet man sich mit Superlativen eigentlich nur: Lenovo hat einen neuen Nettop vorgestellt und behauptet, der Q180 sei der kleinste Desktop-PC der Welt. Ob das nun stimmt oder nicht, möchte ich weder behaupten noch dementieren. Aber der Q180 wirkt lächerlich groß im Vergleich zum Cotton Candy, der dieser Tage die Runde macht. Der Cotton Candy findet auf einem USB-Stick Platz und soll Android auf nahezu jeden Bildschirm bringen können.

Was auf dem kleinen USB-Stick Platz findet, ist in der Tat bemerkenswert: HDMI-Anschluss, micro-SD-Kartenslot, WLAN, Bluetooth, ein Grafikchip für Full-HD-Videos, 1 GByte Speicher und ein vorinstalliertes Google Android. Prozessor ist ein Dual-Core-Chip mit 1,2 GHz. Anschließen lassen soll er sich via USB an einen PC. Der Schritt zu einem vollwertigen Computer ist hier nicht mehr weit. In Serie gehen soll der Cotton Candy Mitte 2012. Kosten soll er rund 150 Euro. (weiterlesen …)

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Wir erreichen 1,1 Millionen Menschen über zwei Facebook-Ecken, theoretisch22.11.11

Es gibt so Tage, an denen ein Thema vorherrscht. Heute scheint es Facebook zu sein. Erst gibt es Gerüchte um ein Smartphone mit Facebook-Oberfläche, dann gibt es eine neue Statistik des Social Networks, die die Welt ein wenig kleiner macht. Und dann präsentierte sich das Netzwerk mir heute mit diesen neuen, interessanten Statistiken, die ihr oben im Screenshot seht. Was ich dabei am interessantesten finde: Basic Thinking hat gut 4.300 “Fans” auf Facebook und 1,1 Millionen “Freunde von Fans”.

Letzteres ist laut Facebook die Zahl der Menschen, die wir über unsere Facebook-Seite maximal erreichen können. Wenn auch nur in dem Fall, dass wirklich jeder unserer “Fans” (ich tu mich schwer mit dieser Bezeichnung) eine Meldung von uns verbreitet und jeder ihrer Freunde ebenfalls. 1,1 Millionen, das ist eine imposante Zahl, wie ich finde. Und das allein über zwei Ecken. Zählten wir noch zwei weitere Ecken dazu, würden wir fast die ganze Facebook-Welt erreichen. Behauptet zumindest das Netzwerk in einer interessanten Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Mailand. (weiterlesen …)

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Buffy: Ein Facebook-Smartphone von HTC, auf das ihr alle gewartet habt?22.11.11


Mit dem ChaCha hat sich HTC für ein Facebook-Phone qualifiziert.

Es könnte tatsächlich kommen, aber wird dafür überhaupt Bedarf sein? Facebook arbeitet angeblich zusammen mit HTC an einem Facebook-Smartphone und viele Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks geraten mal wieder in Entzücken. Es müssen andere sein als die, die in den letzten Monaten einmal eine Facebook-App auf einem Smartphone ausprobiert haben.

Für diejenigen von euch, die die neue Facebook-App für das iPhone verwenden: kennt ihr das? Eure App lädt und lädt, wenn ihr eure Nachrichten oder Benachrichtigungen abrufen wollt, ohne dass etwas passiert? Wird in der Menüleiste immer noch auf neue Nachrichten oder Benachrichtigungen hingewiesen, auch wenn ihr die neuesten längst abgerufen habt? Werden immer noch Nachrichten als neu angezeigt, die ihr auf dem Rechner längst gelesen habt, obwohl die App sich angeblich automatisch aktualisiert hat? Wenn ja, dann freut euch auf ein Smartphone, das Facebook nicht nur als App, sondern sogar als Oberfläche hat. (weiterlesen …)

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Tablet-Exodus: RIM verramscht Blackberry Playbook für 200 Dollar22.11.11

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: das Jahr ist fast rum und viele Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Die Kollegen von Meedia haben hier eine interessante Liste der beliebtesten Medienirrtümer des Jahres zusammengestellt. Irrtum Nummer 1: Tablets sind die Rettung für die Verlage. Sind Tablets denn überhaupt die Rettung für die Hersteller, möchte man gleich als Frage hinterher schieben. Woran sich anschließt, ob beide, Verlage und PC-Hersteller überhaupt gerettet werden müssen.

Zu viele Fragen, hier eine Antwort: Zumindest für Blackberry-Hersteller RIM scheint sich der Ausflug auf den Tablet-Spielplatz nicht gelohnt zu haben. Die Kanadier verramschen deswegen ihr Blackberry Playbook bei einigen Handelsketten in den USA und Kanada im Weihnachtsgeschäft ab 199 US-Dollar. Mit dabei sein sollen unter anderem die großen Handelsketten Best Buy und Walmart. Für die 16-GByte-Version des Tablets wäre das gemessen am Listenpreis ein Rabatt von stolzen 300 Dollar. (weiterlesen …)

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HP zahlt 3,3 Milliarden für WebOS. Zeit, das System endlich zu beerdigen.22.11.11

Ihr fragt euch, warum es mit WebOS ein schönes, mobiles Betriebssystem gibt, das HP gerne verkaufen würde, aber nicht schafft? Und ihr fragt euch, warum niemand das System kaufen will oder warum HP es nicht wenigstens Open Source stellt? Nun, schaut euch die Zahlen aus dem Finanzergebnis an, die HP gestern veröffentlicht hat: 3,3 Milliarden US-Dollar hat die Abwicklung der WebOS-Sparte gekostet, die HPs alter Chef Léo Apotheker im August einmotten ließ. Sagt zumindest HP.

Und so scheint der Sündenbock da schnell gefunden. Bei näherer Betrachtung belaufen sich die Kosten für die HP-Abwicklung aber “nur” auf 1,66 Milliarden Dollar. Darunter sind 885 Millionen Dollar Abschreibungen für die Palm-Übernahme und 775 Millionen Dollar einmalige Kosten für “Restrukturierungen” in Zusammenhang mit der Abwicklung der Sparte. Den Rest der 3,3 Milliarden Dollar machen allerdings andere Maßnahmen aus, die HP hier WebOS in die Schuhe schiebt. So oder so: Zusätzlich zu den 1,2 Milliarden, die HP für die Übernahme von Palm und WebOS auf den Tisch gelegt hat, ein teurer Spaß. (weiterlesen …)

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Ultrabooks, a Lovestory21.11.11

Weil zwar fast jeder einen herkömmlichen Desktop oder Laptop zum Arbeiten braucht, damit aber kaum noch eine Marge zu machen ist, treiben die PC-Hersteller gefühlt alle zwei Jahre eine neue Sau durchs Dorf. 2008 und 2009 waren es die Netbooks, 2010 und 2011 die Tablets. 2012 werden es Ultrabooks sein. Derzeit gibt es überhaupt erst drei Geräte von Asus (UX21E und UX31E) und Acer (Aspire S3) auf dem deutschen Markt zu kaufen, während HP, Lenovo und Toshiba Modelle angekündigt haben. Richtig losgehen soll es dann im kommenden Jahr. Für die Consumer Electronics Show (CES) Anfang Januar in Las Vegas, die als Wegweiser für die Branche gilt, erwarten die Veranstalter 30 bis 50 Ultrabooks verschiedener Hersteller.

Es ist offensichtlich, was sich die Anbieter davon erhoffen: Mit den teuren Geräten (Preise liegen etwa zwischen 700 und 1.400 Euro) will man mit Hardware endlich wieder Geld verdienen. Und den Weg gehen, den Apple mit seinem MacBook Air vorgetrampelt hat, an das die Ultrabooks nicht zufällig erinnern. Im Vergleich zu herkömmlichen Laptops sollen Ultrabooks leicht und schlank sein, im Vergleich zu Netbooks deutlich leistungsstärker. Funktionieren sollen die Geräte mit Windows 7 und – sobald Mitte 2012 verfügbar – Windows 8. Und sie sollen ähnliche Eigenschaften aufweisen wie das MacBook Air. Schnelles Aufwachen aus dem Schlafmodus, hohe Batterielaufzeit, Einsatz von Solid State Drives (SSD) statt herkömmlichen Festplatten. Dinge, bei denen man sich fragt, warum sie erst jetzt möglich sein sollen. (weiterlesen …)

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Schwarzes Wochenende für Musikstreaming: Kostenlos ist vorbei21.11.11

[Update:] Simfy-CEO hat im Unternehmensblog eine Stellungnahme veröffentlicht, die allerdings nicht viel Neues enthält. [/Update]

Es wird immer Nostalgiker und Spätumsteiger geben, aber die große Masse wird in wenigen Jahren Musik digital und datenträgerlos hören. Dahin zeigt der Wegweiser und zwei Wege bieten sich uns an: Wir können Musik bei iTunes, Amazon, Google Music oder ähnlichen Anbietern kaufen und auf Wunsch in der Cloud speichern. Oder wir können die Musik, die wir hören wollen, für einen monatlichen Pauschalpreis bei Diensten wie Napster, Juke oder Simfy mieten. Gerade diese Abodienste lockten Kunden bislang mit kostenlosen, werbefinanzierten Zugängen. Aber diese Zeit neigt sich jetzt dem Ende zu.

Der Kölner Musikabo-Dienst Simfy hob sich eine Zeitlang dadurch von seinen Konkurrenten ab, dass er in der Dektopversion einen kostenlosen und werbefinanzierten Zugang zu allen 13 Millionen Tracks anbot. Den beschnitt man schon im September auf nur noch 20 Stunden im Monat, was erst einmal nur moderate Proteste auslöste. Damit konnte die Mehrheit noch gut leben. Dass man den Kostenloszugang aber nun, nur zwei Monate später, auf nur noch 5 Stunden drosselt, verwundert. Und auch der Dienst Grooveshark kämpft seit dem Wochenende mit massiven Problemen. Spotify hat seine Seele an Facebook verkauft. Was ist los bei den Streaming-Diensten? (weiterlesen …)

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Google Street View: Ein Jahr nach dem Start rollt die Entpixelungswelle21.11.11

Als Google Street View vor einem Jahr startete, habe ich mich ehrlich gefreut. Zumindest so lange, bis sich herausstellte, dass mein eigenes Wohnhaus verpixelt wurde. Wer dafür verantwortlich ist, sollte nie geklärt werden. Die Nachbarin, die ich zuerst im Verdacht hatte, war es nicht und der Vermieter angeblich ebenso wenig wie der Hausbesitzer. Wir werden es wohl nie erfahren, und niemand wird unsere – vor nicht all zu langer Zeit erst neu bemalte – Fassade online zu sehen bekommen.

Schade eigentlich, denn ein Jahr nach dem Streit, der dieses Land entzweite, hat sich vieles als Hysterie herausgestellt. Und von dem Protest ist nicht mehr viel geblieben. 245.000 Widersprüche gab es noch gegen Street View, gegen Microsofts Nachfolgedienst Bing Maps Streetside im April dieses Jahres gerade einmal noch ein Drittel davon: 80.000. Bereits im März erklärte das Kammergericht Berlin Kamerafahrten für zulässig. Als ich weitere zwei Wochen später in Hoffnung auf einen Knüller schrieb, dass Nokias 3D-Projekt für Ovi Maps nicht einmal Gesichter von Passanten auf der Straße ordentlich verpixelt, schien das niemanden auch nur die Bohne zu interessieren. Die Stimmung ist umgeschlagen, und laut Google gab es Nachfragen von Bürgern, die ihr Haus gerne wieder kenntlich machen würden. (weiterlesen …)

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Lumia 800: Nokias Rettungsring überzeugt im Test, aber ein Umstieg fällt schwer18.11.11

Ein Jahr, nur ein einziges und Nokia ist nicht länger Marktführer unter den Smartphone-Herstellern. Böse Zungen dürften behaupten: Das, was Nokia da bislang im Programm hatte, hatte mit Smartphones auch nicht viel zu tun. Klobige Brocken mit einem Touchscreen, der mit dem dafür nicht geeigneten Betriebssystem Symbian ungefähr so viel Spaß gemacht hat wie der Touchscreen eines Geldautomaten. Dann im Februar der Umschwung: Nokia paktierte mit Microsoft und setzte alles auf eine Karte: Windows Phone, der propagierte dritte Weg. Bislang aber nur ein Trampelpfad neben den achtspurigen Autobahnen Android und iOS. Und mit grober Verachtung des kaum schlechter gestellten, ebenfalls mit Problemen kämpfenden Nebenbuhlers RIM (Blackberry).

Ende dieses Jahres sollte es auf den Markt kommen, das erste Windows Phone aus dem Hause Nokia. Warum so spät? Weil es mehr sein sollte als bloß eine neue Hardware für das bereits von Samsung, LG und HTC erprobte Windows-Phone-System. Es sollte ein ganz neues Ökosystem sein. Das würde bedeuten: Software, die sonst keiner hat, Betriebssystem und Hardware aus einem Guss wie bei Apples iPhone. Und beim Termin hielt Nokia Wort: Das Lumia 800 ist seit dieser Woche auf dem deutschen Markt. Zwei Wochen hatte ich es als Testgerät hier und wollte es auf Herz und Nieren prüfen, auch im Hinblick darauf, ob es als Alternative für ein iPhone taugt. Nach dem Test muss ich sagen: Das tut es durchaus, doch es gibt ein großes Aber. (weiterlesen …)

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