Zugreifen! WhatsApp für iOS kurze Zeit kostenlos

 

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Schnäppchenjäger aufgepasst: Der Messaging-Dienst WhatsApp für iOS kann bei iTunes derzeit für einen begrenzten Zeitraum kostenlos geladen werden. Zuvor schlug die App mit 0,89 Euro beziehungsweise 0,99 Dollar zu Buche. Mit dem Dienst können WhatsApp-Nutzer untereinander plattformunabhängig Kurznachrichten, Fotos und Videos austauschen.

The Next Web vermutet hinter dem Schritt die Notwendigkeit, WhatsApp von der stetig wachsenden Zahl an Konkurrenzprodukten abzusetzen. Mit Viber, das schätzungsweise 140 Millionen Nutzer auf sich vereinen kann,  WeChat (300 Millionen User), Line (85 Millionen Nutzer) und nicht zuletzt Apples iMessage sind WhatsApp zahlreiche vielversprechende Konkurrenten erwachsen.

Ein weiterer und naheliegender Beweggrund könnte zudem das nahende Weihnachtsfest sein, bei dem wieder zahlreiche Apple-Produkte auf dem Gabentisch liegen dürften. Die WhatsApp Inc. ist daher gut beraten, ihr Produkt um die Feiertage herum kostenlos anzubieten, um ohne Bezahlschranke den Weg auf die Apple-Produkte zu finden und dergestalt Marktanteile gut zu machen.

Große Empörung nach Gebührenoffensive

Erst jüngst war eine Welle der Empörung durch die Medien gewabert, als immer mehr Android-User feststellen mussten, dass eine Jahresgebühr von (lächerlichen) 0,99 Dollar bzw. 0,89 Euro für die Nutzung der App fällig wird. Wer diese Kosten für unverhältnismäßig hält, möge doch einmal alte Mobilfunkrechnungen aus dem Ordner kramen und erstaunt feststellen, wieviele Euro wir ehemals den Mobilfunkbetreibern in den Rachen geworfen haben. Bei iOS wird die Gebühr übrigens, unfairerweise, nur einmalig beim Kauf der App fällig.

Auch auf dem asiatischen Markt, auf dem die Konkurrenz weitaus erfolgreicher ist, sucht WhatsApp Inc. derweil nach neuen Partnern. Erst im September konnte das Unternehmen einen Vertrag mit dem in Hongkong ansässigen Netzbetreiber Three aushandeln. Three-Kunden können WhatsApp seitdem für umgerechnet 1 Dollar pro Monat nutzen. Darüber hinaus kann ein internationaler Roaming-Pass für umgerechnet 6 Dollar pro Tag erworben werden, mit dem sich der Service sogar weltweit nutzen lässt. Auch in Indien hat WhatsApp Inc. seine Fühler ausgestreckt und bietet Studenten über den Anbieter Reliance unbegrenztes WhatsApp-Vergnügen für rund 0,30 Dollar im Monat an. Bei den (immer noch recht günstigen) Preisen kann ein hiesiger Android-Nutzer nur schwerlich klagen.

Zahlen oder nicht?

WhatsApp bleibt, ob mit oder ohne Gebühr, für mich weiterhin der Messaging-Dienst Nummer eins. Vermutlich aus Gewohnheit. Wer es noch nicht nutzt, dem sei die derzeitige Kostenlosvariante empfohlen. Wer sie verpasst, den werden auch die 89 Cent nicht arm machen. Ich war vor Jahren schon stolz, meinen Mobilfunkbetreiber mittels einer im Cydia-Store erstandenen Messaging-App “austricksen” zu können, bei dem eine SMS damals läppische 6 Cent kostete.

(Bilder: WhatsApp Inc.)

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8 Kommentare

  1. Ernst

    Na ja also der eine Euro für ne App ist ja wirklich nicht viel und selbst wenn es nen Euro Jahresgebühr kosten würde, würde es keinen hier umbringen. Wer sich Handys im Wert von mehreres hundert Euros kaufen kann, sollte sich auch den knappen Euro leisten können.

  2. tomate

    Kostenlos oder nicht… solange die nicht ihre Datenschutzprobleme in den Griff bekommen bleibe ich fern. Erstaunlich, dass das hier nicht einmal erwähnt wird.

  3. Phil

    @tomate: Für die vielschichtige Diskussion eines Themas ist Basicthinking nicht bekannt. Viel zu oft lesen sich die Texte hier leider wie Werbeanzeigen.

  4. Hans

    @Marlon: Genau das ist das Problem, alle wollen nur etwas kostenlos haben. Die App hat ja noch nicht mal eine Spenden Seite. Da frag ich mich, wie die Entwickler davon Leben können.

    Und 99 Cent im Jahr ist ja mal nichts.

  5. Island

    Ganz ehrlich. Es kann nicht oft genug die Frage gestellt werdnen: was verdienen die? Ja ich weiss, feuchter Traum vo kostenloser Software und so. Aber ganz ehrlich, niemand macht Entwicklung und so kostenlos! Irgwndwie und irgendwo wird irgendjemand daran verdienen.

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