ZTE baut erstes Smartphone mit Firefox OS

Adrian Bolz

Chinas zweitgrößter Handyhersteller ZTE will gegen Ende des Jahres ein Smartphone mit Mozillas Firefox OS auf den europäischen und, bei entsprechenden Erfolgsaussichten, auch auf den US-Markt einführen. Gemeinsam mit einem europäischen Provider arbeitet das Unternehmen demnach in Europa bereits an der Markteinführung. Das gab Cheng Lixin, Chief Executive Officer von ZTE USA, am Rande der CES gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg bekannt.

Um welchen europäischen Mobilfunkbetreiber es sich handelt, ließ Cheng Lixin offen. ZuJay Sulliva, Vice President of Products bei Mozilla, bestätigte indes die Zusammenarbeit, in die neben ZTE auch der Chiphersteller Qualcomm und der chinesische Elektronikriese TCL eingebunden sind. TCL will ebenfalls eigene Geräte mit dem neuen Firefox OS ausstatten. Währenddessen basteln mehrere Provider, unter ihnen auch die Deutsche Telekom, mit Mozilla an der Entwicklung des auf HTML5 basierenden OS. Ein seit Mitte Dezember 2012 stabil laufendes Firefox Add-On steht Entwicklern bereits als Simulator zur Verfügung.

90 Prozent der ZTE-Smartphones mit Android ausgestattet

Noch laufen rund 90 Prozent der ZTE-Smartphones mit Google-Betriebssystem. ZTE will sich bei seiner Fokussierung auf Firefox OS aber ganz offensichtlich zumindest ein Stück weit von Android emanzipieren, das mit 75 Prozent Marktanteil (IDC) unangefochten Platz 1 der weltweit eingesetzten Smartphone-Betriebssysteme verteidigt.

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Auch Samsung hegt mit dem Tizen-OS bekanntermaßen seit langem eigene Pläne, die nun im Laufe des Jahres feste Gestalt in Form einiger Smartphones annehmen sollen. Und dann ist da noch Lenovo. Die Firma sucht ebenfalls Alternativen zu Android und hat erwogen, noch 2013 ein Gerät mit Windows Phone 8 zur Marktreife führen zu wollen. Anders als ZTE und Samsung gibt das Unternehmen hingegen Sicherheitslücken bei Android als Grund hierfür an, die von Kunden als besorgniserregend empfunden würden.

Laufen Android also langsam die Hersteller davon? Wohl kaum. Denn das Google-OS ist nach wie vor ein innovatives Betriebssystem, das sich hervorragend an die eigene Hardware anpassen lässt. Zudem ist Google bereit, den Herstellern weitreichende Rechte bei der Optimierung einzuräumen.

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Bilder: Mozilla

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Adrian Bolz lebt und arbeitet als Online-Redakteur in Köln. Liebt neben den Weiten des Webs auch die Kultur – im weitesten Sinne. Adrian hat von 2012 bis 2013 für BASIC thinking geschrieben.