The Hunt: Per Schwarmintelligenz zum Lieblings-Stück

 

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The Hunt ist mitnichten ein neuer Ego-Shooter oder ein aktionreiches Hollywood-Spektakel, nein, es ist nichts weniger als der neue Tummelplatz im Web für passionierte – Achtung: Neudeutsch! – Fashionistas, was so viel heißt wie Mode-Victim oder eben „Mensch-der-Mode-mag“. Bei The Hunt können die User im Web erblickte Klamotten und Gegenstände, die sie gerne käuflich erwerben würden,  einer gleichgesinnten Community präsentieren, die sich dann gemeinsam  auf „Jagd“ nach dem Kleidungsstück oder Accessoire begibt. Der Clou: Bilder können bevorzugt aus Tumblr, Instagram, Pinterest, Facebook oder von einer beliebigen Website auf die Plattform geladen werden.

Der User trägt nach dem Upload über ein einfaches Interface die erwünschten Optionen ein, ob er z.B. nur die Schuhe oder auch die Hose, den Kopfschmuck oder den Ohrring finden möchte und gibt, bevor er seine Suche zur Jagd freigibt, noch Auskunft über den Preis, den er zu zahlen bereit ist. Fertig. Im Idealfall begibt sich die Community anschließend schwarmweise auf die Suche und wird in den zahlreichen Web-Stores fündig. In diesem Fall wird der Suchende sogleich informiert.

The Hunt erweist sich mittlerweile als höchst erfolgreich und kann beachtliche Zahlen vorlegen: Noch vor dem offiziellen Start tummelten sich bereits 65 000 aktive Nutzer auf der Seite, von denen jeder durchschnittlich 24 Minuten täglich in der Modewelt verblieb. Im Dezember vergangenen Jahres besuchten 615 000 Unique Visitors die Homepage, überwiegend, oh Wunder, Frauen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren. Doch damit nicht genug: Innerhalb der letzten sechs Monate wurden insgesamt 115 000 Produkte in über 10 000 Online-Stores erfolgreich gefunden und auch erstanden. Alleine im Dezember 2012 wurden 250 000 Artikel unter den Suchen verlinkt. Die Conversion Rate war bei The Hunt um fünf bis zehn Prozent höher als bei vergleichbaren Communitys.

Tim Weingartner, Mitbegründer und Chief Executive Officer von The Hunt, unterstreicht gegenüber Techcrunch dann auch die Bedeutung des Community-Effekts für den Erfolg der Plattform. Zudem entstehe ein  „Gaming Effekt“, der den Ergeiz der Mitglieder weckt, ein Produkt erfolgreich im Web zu finden.

Auf den Weg gebracht wurde The Hunt mit zwei Millionen Dollar Risiko-Kapital von Javelin Venture Partners. Das Team um Weingarten und Simon Peck, der ehemals das Web-Team bei Quantcast geleitet hat, setzt sich aus Mitarbeitern von Quantcast und Zynga zusammen.

Das Prinzip hinter The Hunt erscheint äußerst pfiffig und könnte sogar kommerziell erfolgreich sein/werden. Zudem generiert der „Spieltrieb“ der Nutzer Ergebnisse, die sich über eine prozentuale Beteiligung am Verkaufserlös der letztlich erstandenen Produkte hervorragend monetarisieren lassen.

Ich konnte nicht umhin und habe probehalber ebenfalls eine „Jagd“ initiiert. Ich bin gespannt, wann die ersten Ergebnisse eintrudeln. :)

 

(Bilder: Screenshot)

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5 Kommentare

  1. Kristen

    Hallo! Sorry, wenn dies klingt seltsam, ich bin mit Google Translate. Ich wollte nur dank so viel sagen für dieses wunderbare Post. Wir hoffen, Sie genießen die Website und finden Sie tolle Produkte Sie hoffen, vorbei zu kommen sind. Es bedeutet uns sehr viel, dass Sie einen ganzen Beitrag über uns gehören. Bestes, um Sie über The Hunt Kristen

  2. Annemarie

    Hi, grundsätzlich eine tolle Idee. Allerdings für Anwender aus Deutschland nur bedingt geeignet. Thema: Bildrechte! Denn selbstverständlich dürfen keinerlei Copyrights (der hochgeladenen Bilder) verletzt werden – siehe Terms of Use. Schade, aber entweder man geht das Risiko ein oder man verzichtet bei seinen (Such-)Anfragen auf Bilder (und so macht die Sache recht wenig Sinn). Vielleicht sehen die Amis das Thema Bildrechte ja lockerer (vermute ich mal), aber hier wär ich vorsichtig.
    Schöne Grüße! Annemarie

  3. Arne

    Danke für die Vorstellung!
    The Hunt klingt nach einer super Idee. Ich finde, dass es davon gerne noch mehr innovative Geschäftsmodelle mit “Gaming Effekt” geben könnte. Wenn man sich anschaut, wie viele Konsolen-Gamer, Online-Gamer und Browser-Gamer gibt, dann sollte solche Konzepte doch eine schöne Grundlage für den Erfolg haben. Ich bin gespannt was uns da in den nächsten Jahren noch erwarten wird! Bitte mehr davon :)

  4. Graf van Suppe

    Finde ich absolut eine geniale Idee. Auf diversen Facebookseiten stößt man immer wieder auf coole Kleidung und Alltagsgegenstände, aber oft kann keiner einem sagen, wo es die zu kaufen gibt :)

  5. alex

    Puh, auf zur gemeinsamen „Jagd“ nach einem Kleidungsstück oder Accessoire!? Hat man im Netz nichts Besseres zu tun?

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