zur Startseite
Twitter   RSS Feed-Link (Artikel) RSS Feed   RSS Short Feed-Link (Artikel) RSS Short

Search Results

das unstoppbare Internet?

Posted in IT, Internet on Okt 30, 2008 with 17 Comments →

der aktuelle Fall “Türkei lässt Zugang zu Blogspot sperren“, aber auch Fälle in der Vergangenheit (Burma) zeigen immer wieder auf, dass der Zugang zum Netz für den Bürger nicht so zuverlässig erscheint, wie man es allgemein dem einen “Krieg überstehenden Internet” nachsagt. Nun heiße ich weder Vint Cerf, noch Robert Metcalfe, noch Bell, noch bin ich technisch irgendwie begabt, um Kommunikationstechniken zu erfinden. Aber staatliche Eingriffe waren und sind unausweichlich. Daher die Frage: Gibt es irgendwo auf dieser Welt Bestrebungen, ein stabileres Kommunikationsprotokoll auf die Beine zu stellen? Von mir wegen ein Mash-artiges Netzwerk, das Geräte sowohl zu Empfängern als auch zu Verteilern von Daten macht? Gerade in Krisenfällen wird es unabdingbar sein, dass Bürger weitestgehend untangierbar durch Eingriffe staatlicher Organisationen wie zB der Militärs miteinander kommunizieren können. Aber auch dergestalt, dass man die Sender nicht zugleich einfach so orten kann.

Nochmals zum Thema Kommunikation: Es ist kein Zufall, dass Kommunikation nicht selten unter staatliches Monopol gestellt wird (Telefon, Post, Funkfrequenzen). Kommunikation ist essentiell, um sich räumlich zu koordinieren und zu informieren. Es ist kein Zufall, dass Militärs extremst darauf achten, dass ihr Kommunikationsnetz weder abhörbar ist noch gestört werden kann. Ohne eine effiziente Kommunikationsstruktur fällt die Leistungsfähigkeit eines Militärsapparats dramatisch ab. Diese Grundprinzipien gelten genauso für den Bürger. Würde der Bürger btw über eine effiziente Kommunikationsstruktur verfügen, könnte kein Militärapparat der Welt seine Bürger in einer Diktatur kontrollieren. Weder zahlenmäßig, noch physisch Kraft ihrer Waffen, noch räumlich. Sie wären hilflos und müssten sich verteilen. Verteilen sie ihre Kräfte, schwächen sie sich extrem. Guerilla? Nein, bin keiner. Ich lehne Gewalt ab. Das ist der Grund.

Das Internet und der Mensch: Was bringt es schon?

Posted in Ideen on Okt 08, 2008 with 12 Comments →

In einer Demokratie geht es nicht nur um freie Wahlen von Repräsentanten, sondern auch nicht selten (siehe Russland oder China, wo dem nicht so der Fall ist) um freie Meinungsäußerung. Gelebte Demokratie basiert im wesentlichen auf dem freien Kommunikatonsprozess auf zahlreichen Ebenen zwischen den einzelnen Akteuren. Das kann der berühmte Stammtisch genauso wie die Bürgerversammlung bis hin zu einem Gespräch mit einem Abgeordneten sein. Was wir soweit von Demokratien wissen ist, dass je größer die Anzahl der Akteure ist, die sich allgemein gesprochen mit einem bestimmten Thema befassen, der politische Handlungsdruck als größer empfunden wird. Und er steigt, je organisierter, kanalisierter, zielgerichteter und abgestimmter dieser Prozess ist. Am Ende steht gar die gefühlte One-Voice-Policy einer Demonstration (“Wir sind das Volk”).

Da jedoch ein Agieren in größeren Gruppen im analogen Leben aufgrund zeitlicher und räumlicher Restriktionen immens schwer fällt, haben wir auf der anderen Seite die vierte Staatsmacht -die Presse-, die Tendenzen aufgreift, filtert und darüber die Massen informiert. Sie gibt den Massen das Gefühl, dass etwas wichtig oder unwichtig ist, viele oder wenige betrifft. Und die Kraft der Medien ist gewaltig, denkt man an das Beispiel einen völlig unbekannten Geheimdienstoffiziers, der über Nacht zum obersten Herrn des russischen Volkes gewählt wurde. Dank des russischen Fernsehens. Berlusconi ist ein anderes Beispiel, der wohl nicht zufällig der größte Medienzar Italiens ist. Es gibt zahlreiche, weitere Beispiele (USA, Brasilien, …), wo Medien eine alles entscheidende Rolle spielen.

Read the rest of this entry »

Re:Publica – Alive in Baghdad

Posted in Veranstaltungen on Apr 04, 2008 with 29 Comments →

zum Abschluss des zweiten re:publica-Tages habe ich dem hochspannenden Vortrag von Brian Conley lauschen dürfen, der berichtet hat, wie er -ausgestattet mit knappen Finanzmitteln- Videoreportagen aus dem Irak produziert. Das Projekt nennt sich Alive in Baghdad. Brian zu seinem Bürgerjournalismus-Ansatz:

Alive in Baghdad is a partnership between Iraqi and American journalists and filmmakers. It enables Iraqis to speak to the world and show their lives and stories on video. It is our hope to enable the voices and images of regular Iraqis, and not just those involved in the political program and military to be broadcast around the world. (das gesamte Interview ist sehr spannend)

Die Videos kann man sich kostenlos online auf seiner Seite anschauen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, schauen sich weltweit rund 50.000 Personen die Reportagen regelmäßig an. Hin und wieder kann Brian Beiträge an große Sender verkaufen, was ungefähr die Hälfte seiner Einnahmen ausmacht. Die andere Hälfte rührt aus Spenden her. Reich wird er nicht davon, was auch imho nicht sein primäres Anliegen ist. Er sieht sich eher als ein Vetreter und Vorantreiber des Bürgerjournalismus. Bedenkt man, dass die Reportagen nicht gerade ungefährlich sind -so lässt man bspw. nie die amerikanischen Soldaten zu Wort kommen, um nicht als Kollaborateur abgestempelt zu werden- ziehe ich vor diesem Projekt und den Mitmachern meinen Hut. Komischerweise musste ich während des Vortrags an einen Palästinenser denken, der israelische Soldaten fotografiert und in Ausstellungen präsentiert (ich glaube, das war auf Arte gesendet worden?). Ein Brückenbauer. Es kann sein, dass dafür im Irak und im Rahmen dieses Projekts die Zeit dafür nicht reif ist, aber Brücken bauen tut Alive from Baghdad nicht. Es vermittelt Eindrücke aus dem Leben im Irak. Aber auch das ist bereits mehr als sinnvoll. Was ich aber daraus mitnehme ist die Frage, ob ich wirklich nur mit meinem Blog genug aus den Möglichkeiten mache, die das Netz heute bietet, sich einzusetzen. Menschen wie Brian beschämen einen.

Was war noch Spannendes gewesen? Auf dem Panel “Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus” wurde das Thema “Kampagnen und NGOs im Netz” diskutiert. Sobald Benedikt (Viralmythen) und/oder Marc (Wissenswerkstatt) dazu etwas schreiben, werde ich das separat aufgreifen. Beide saßen mit auf dem Podium und hatten über die Umfrageergebnisse zur damaligen Free Burma Aktion berichtet.

Am Vormittag konnte ich mir natürlich Guidos Polizeivortrag (sein Blogbeitrag dazu) nicht entgehen lassen, der wie immer ein Genuss war.

Um die Mittagszeit war ich dann selbst auf einem Panel, bei dem es um das Thema “Weblogs und Geld” ging. Die Antwort auf die Frage, wie man denn nun Gold herstellt, konnte auch dort ebensowenig beantwortet werden wie im Mittelalter. Vor und nach dem Panel bleibt jedoch aus meinen Gesprächen mit Bloggern festzuhalten, dass diejenigen, die via Werbung auf Einnahmen hoffen, das im Grunde genommen meistens im Vorbeigehen mitnehmen wollen und sich -da es eben ein “Hobby” ist- keine Mühe machen möchten, Umsätze überhaupt zu maximieren. Was einerseits exakt dem Bild entspricht, das ich von der Blogosphäre habe, dass die allermeisten Blogger keine Bewandtnis darin sehen, ihr Hobby zu monetarisieren. Geht es an die eigentlichen Möglichkeiten, mehr daraus zu machen, winken die, die danach konkret fragen, schnell ab, weil es zu viel Zeit, Engagement, Kreativität und Mühe kostet. Wer mag sich schon gern an einem trockenem Brot laben? Eben, nicht sonderlich viele. Das glitzert nun einmal nicht, das Doing erscheint ziemlich trocken und auch nicht besonders spannend. Schon die banale Möglichkeit, eine Liste möglicher Werbepartner im regionalen bzw. überregionalen Umkreis zu erstellen und dann auch noch anzusprechen, erscheint den Gesprächspartnern zwar logisch, aber wie gesagt, too much work. Und irgendwie ist Vertrieb nicht so das, was man gerne macht. Lieber dann doch auf Werbenetzwerke wie Google AdSense, Linkmarktplätze, Trigami und Adical zurückgreifen, da bekommt man die Groschen einfacher zusammen. Was bleibt, sind einige wenige Blogger, die sowohl den Willen, den Biss als auch die Bereitschaft zum Lernen mitbringen, mit ihren Blogs auf spürbare Einkommensniveaus zu kommen. Einige haben mich noch gefragt, warum ich mich als Harmoniestörer auf dem Panel präsentiert und mit bad ass words um mich geschmissen habe. Die Antwort ist einfach: Mir war danach. Mir war danach, weil sich alles nur um Werbung gedreht hat, was aber nur den kleinsten Teil des Aspekts “Geld und Blogs” ausmacht und immer schon ausgemacht hat. TKPs, Performance Marketing, was verdienst Du mit Werbung, ist Werbung doof, wie wird man durch Werbung reicher, kann man nur große Blogs vermarkten, Werbung ist ein schwieriges Geschäft, wer soll die Blogs vermarkten, usw usf etcpp. Aber, wen kümmerst im Grunde? Fokussiere ich den kleinsten Teil oder das große Bild? Die eigentliche Antwort liegt so nahe und ist dermaßen banal, dass wir sie nicht mehr sehen können. Der moderne Begriff dafür ist Networking und digitale Reputation. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele ich bereits kenne, die wegen ihrem Blog zu weitaus mehr als den 20 Euro aus AdSense gekommen sind. Von diesen Effekten profitieren Freiberufler ebenso wie Angestellte und auch Unternehmen. Und das nicht zu knapp. Kann man von Blogs leben? Ja, verdammt, seit jeher, noch als die Blogosphäre klitzeklein war, dazu brauche ich weder Google noch Banner. Wer nur auf den Kanal Werbung starrt, weiß gar nicht wirklich zu schätzen, welch eigentliches Juwel im Blogtresor unbeachtet lagert. Man selbst ist es, das Blog ist lediglich für den richtigen Schliff da. Alles was man tun muss, kann man im Vorbeigehen erledigen, man muss sich nicht verbiegen. Sollte das, womit man sich auf dem Blog engagiert, fundiert und regelmäßig auseinandersetzt, kompatibel zur Kommerzwelt sein, befindet man sich auf einmal in der Antwortwelt “ja, ich kann von Blogs leben”. Die Werbewelt ist in meinen Augen nur das fünfte Rad am Wagen bei der Gesamtthematik “Blogs+Geld”. Für einige mag Werbung mehr sein, doch für die meisten liegt die eigentliche Antwort greifbar nahe, die Wenigsten erkennen das.

Heute ist der letzte Re:Publica-Tag, weiß noch nicht, welche Panels ich besuchen werden. Den ersten Tag habe ich leider komplett verpasst, was die Teilnahme an Panels anging. Unter anderem war ich bei der ARD zum tagesschau-Chat eingeladen (via Greattalk) und die Frankfurter Rundschau hat währenddessen einige Blogger aus Rhein-Main vorgestellt: Prof. Lorenz-Meyer, Timo Gockel und den, der seinen Namen nicht rischditsch aussprechen kann. Wusste gar nicht, dass ich mein Leben als Netzexperiment betrachte. Patrick, Du bist mir ein kleiner Hannebambel:))

wieso man bloggt

Posted in Blogging on Feb 06, 2008 with 52 Comments →

gestern gabs die Frage, warum man nicht bloggt. Kam ja Einiges zusammen. Heute logischerweise die Umkehrfrage, warum man bloggt. Warum Du bloggst? Say so plz.

Read the rest of this entry »

Burma News

Posted in Allgemein on Nov 26, 2007 with 15 Comments →

Adaequat mit der Burma Wochenschau No.3. Eingebettet in das langfristig angelegte Projekt Blog4Burma:

Right after the “Free Burma”-campaign ended, it seemed the topic lost its appeal for most of the participients. But for the Burmese people the situation has not really changed for good. A group of European bloggers joined forces in the BLOG4BURMA initiative, to connect their further writing and support one another in the common goal to keep the topic in the focus of the blogosphere.

Every BLOG4BURMA member sports a unique point of view of the Burma matter. Read their thoughts on their respective blogs or…

teilnehmende Blogs sind: Inadaequat, NewsHQ, Daburna, Birma News United, Blogger for Freedom, Bloguer ou ne pas bloguer, Adaequat, Adicie

Und Benedikt/Viralmythen fragt: Hat die Blogosphäre Burma schon wieder vergessen? Noch steht die Auswertung der ehem. Burma-Umfrage aus (manche werden sich erinnern), die Marc und Benedikt bald veröffentlichen werden.

dauerhaftes und vernetztes Zusammenarbeiten

Posted in Allgemein on Okt 30, 2007 with 29 Comments →

anlässlich der “Free Burma”-Aktion fragt in|ad|ae|qu|at, wie man es schaffen kann, das Thema fernab des Spektakels in den Blogs hochzuhalten, ohne gleich einen Verein gründen und militärisch exakt jeden Griff planen zu müssen. Dazu macht sich “CZZ” ihre Gedanken und kommt zum Schluss zum Vorschlag: Wenn jetzt zb 2 konsequent duch die deutschen Print- MSM gehen, 2 durch die AV- Medien, 2 durch die deutschen Blogs , 2 durch die internationalen und all diese Beobachtungen von einer Person regelmässig quergelinkt werden …. – Wäre dies jenseits preussischer Generalstabs- Sitten möglich ?

Wer an diesem Vorhaben Interesse hat, bitte den ganzen Beitrag lesen.

Italien ist nicht Burma

Posted in Internet on Okt 23, 2007 with 9 Comments →

so soll sich ein Politiker zu dem Gesetzesentwurf des italienischen Kabinetts geäußert haben, der die italienischen Webseitenbetreiber auf die Barrikaden gebracht hatte. Der Entwurf sei ad acta gelegt. Mehr dazu auf Spon. via Visualtainment

Einnahmereport Sept/Okt 07

Posted in Blogging, Geld on Okt 22, 2007 with 49 Comments →

nach Umstellung des Werbekonzepts (= Rausschmiss von Google, Einführung von Direktwerbung inkl. Leserakquise und Umsazbeteiligung) liegen nun die Daten vor, da sich bis zum 31.10. nicht mehr viel ändern wird.

Vor Umstellung:
Einnahmehöhe September = rund 1.000 Euro,
Mischung aus AdSense, Serversponsoring und Linkverkauf

Nach Umstellung:
Einnahmehöhe im Oktober 07 = rund 2.000 Euro,
Mischung aus Direktverkauf von Werbeplätzen und Linkverkauf

Der Wegfall von AdSense und des Serversponsorings entspricht einem Einnahmenverzicht von knapp über 300 Euro pro Monat. Das Minimalziel im Zuge der Umstellung ist also mehr als erreicht worden. Ich hoffe, dass diese Daten anderen als Ansporn gelten können, denn das Blog hier ist wahrlich nix Besonderes, ein pures Sammelsurium an Themen. Gut aufbereitete und fokussierte Fachblogs können imho oW bereits auf 100 Euro im Monat kommen, mit etwas Ausdauer auch “locker” über 1.000 Euro im Monat, was manch einem Haushalt mit unterdurchschnittlichen Einkommen sehr gut über die Runden helfen kann. Sprich: nicht nur auf die AdSense-Karte setzen, denn das ist ein reines Trafficspiel, das man als Blogger in D nicht gewinnen kann (wenn das Blog deutschsprachig ist). Die Suche nach Direktkunden kann sich mühsam gestalten, doch mit Hilfe der Leser kann sich das schnell ändern. War das demnach auch hier der ausschlaggebende Punkt? Ja und nein: es kommt auch zu einem Teil auf die persönliche Vernetzung an. Das kann sich je nach Situation gegenüber der Leserakquise mal stärker mal schwächer auswirken.

Provisionen und Angebotslage
Da ja Leser an den Werbeumsätzen partizipieren (1/3 in Höhe der vereinbarten Werbekosten) können, würde ich gerne hier auch eine Zahl angeben können. Kann ich aber nicht, da die bisherigen Vorschläge nicht zu Stande kamen. Woran es lag? Die vorgeschlagenen Werbeinhalte lagen nicht im Themenbereich des Blogs bzw. die Werbekunden passten nicht zu meinem Blog.

Es gab insgesamt mehr Angebote von Direktkunden als von Lesern vermittelten Kunden. Auch bei den Direktangeboten habe ich ca. 3-4 ausgechlagen, da die Werbeinhalte nicht zum Blog passten.

Erfahrungen, Eindrücke
Was mich freut, dass es sich bis dato nicht um 08/15 Banner handelt, sondern sowohl Preisbock wie auch Verwandt.de “reichere” Banner anbieten. Das Preisbock-Banner per se ist ziemlich ungewöhnlich, denn es besteht aus vier Elementen: 1. RSS-Icon, 2. Link auf Preisbock itself, 3. Bildlink zum aktuellen Angebot und 4. kurze Textbeschreibung. Imho stellt das Banner eine kleine Weltpremiere da: ich habe zuvor noch nie ein Banner mit einem RSS-Feedlink gesehen. Verwandt.de ist an sich auch kein normales Banner, sondern im Grunde genommen ein interaktives Widget. Mich freuts zu sehen, dass man mit Werbeformen experimentiert.

Das Preisbock-Banner repräsentiert eine Abverkaufplattform (Woot-Konzept, ein Angebot pro Tag). Ich hatte zu Beginn Zweifel, da ich nicht davon ausgegangen bin, dass mein Blog als Sprungstelle für eine reine eCommerce-Seite gut geeignet ist. Wir haben das Experiment gewagt und Preisbock war nach einer Testwoche so zufrieden, dass die gleich für einen weiteren Monat verlängert haben. Das positive Ergebnis hat mich dann erstaunt, denn in meiner Vorstellung sind werbliche Verweise auf mehr dialogisch orientierte Fach/Info/Interaktivseiten besser geeignet. Das scheint nicht ausschließlich so zu sein.

Was war nicht gut? Mit Preisbock gab es zwei Probleme. Einmal wurde das Banner nicht ausgeliefert, sondern stattdessen eine .htaccess-Abfragebox eingeblendet, die sich übers ganze Blog gelegt hatte. Das lag an einer technischen Umstellung, so daß ich das Banner kurzfristig rausnehmen musste. Und während der Free-Burma Aktion gab es ein etwas heftigeres Malheur. Preisbock hatte von sich aus bei der Aktion Free Burma mitgemacht und einen Tag lang das “Free Burma”-Banner eingebaut, statt ein Produkt anzubieten. Dementsprechend wurde in meiner Sidebar nicht nur das Werbebanner “Free-Burma” als solches angezeigt, sondern aufgrund der technischen Bauart des Banners (das die Tagesangebote automatisch widerspiegelt) der Text “Free Burma!, nur 1 Euro” mit dazu angezeigt. Oups… das hat natürlich auf einigen Blogs Reaktionen ausgelöst (siehe Werbeblogger und Fixmbr).

Ein weiteres Thema ist die “redaktionelle” Blogschreibe. Da es hier natürlich keine Trennung zwischen Anzeigenabteilung und Redaktionsabteilung gibt, muss man jedesmal dran denken, wenn man etwas schreiben möchte, das einen der Werbekunden betrifft. Denn für Außenstehende kann schnell der Eindruck entstehen, dass man extra wegen dem Werbekunden nun auch redaktionelle Beiträge schreibt. Selbst dann schon, wenn es sich wie bei Preisbock um ein ungewöhnliches Bannerformat handelt und man darauf brennend gerne von sich aus eingehen möchte. Sprich: ja, man muss festhalten, dass die Werbung sehr wohl Einfluss auf die Blog-Inhalte hat, da man selber sehr viel vorsichtiger wird, wie das wohl nun rüberkommt und nicht frei heraus lostippen kann. Ist etwas nervig, aber lösbar, wenn man es rational angeht und eine kritische Distanz zum Werbekunden wahrt.

Ausblick:
ab nächstem Monat kommt ein weiterer Werbepartner hinzu. Die bisherigen Werbekunden werden voraussichtlich prolongieren, aber erstmal abwarten, solange das nicht 100% feststeht. Was die reinen Werbeeinnahmen geht, rechne ich im November damit, den Einnahmestand zu halten, im besten Falle werden sich die Werbeeinnahmen ungefähr verdoppeln. Was mir bisserl Sorgen macht: es gibt pending Anfragen ob einer dauerhaften Werbepartnerschaft. Das per se ist zwar sicher ganz nett, um mit fixen Einnahmen kalkulieren zu können, jedoch schmälert das die Möglichkeiten für die Leser, selbst noch aktiv zu werden und an den Einnahmen zu partizipieren. Denn, je länger Werbeslots belegt sind umso weniger freie Slots sind verfügbar, logisch. Werbeslots? Nochmals die Ansicht der Slots:
1. Bannerpositonen: 5
bannerpositonen
1 Banner: Einzelartikelansicht, oberhalb Artikel, 468×60er Pixelgröße
4 Banner: Sidebar, stets eingeblendet, Bannergröße um die 180×125

Pending
Ich hatte bei Feedburner den Antrag gestellt, im RSS-Feed Werbung einzublenden (jedes 3. Posting). Um auch hier über Erfahrungswerte zu berichten, gerade weil dieses Thema sehr kontrovers behandelt wird (siehe Umfrage). Da Feedburner wiederholt nicht drauf reagiert, wird das Thema wohl von selbst erledigt sein. Schad, hätte Euch gerne reported, wieviel RSS-User nun tatsächlich vom Abo abspringen, wenn Werbung im Feed auftaucht.

Arte TV Special zu Burma

Posted in Allgemein on Okt 18, 2007 with 9 Comments →

siehe Birma – Militär gegen Mönche, morgen gibt es weitere Dokuberichte, wenn ich das richtig verstanden habe. Yep, 12:30 Uhr, Birma – Flüchtlingsvolk und Touristenattraktion. Der jetzige Bericht wird möglicherweise per Videostream nachträglich zu sehen sein (Update: auf Arte+7 kann man alle Sendungen 7 Tage nach Ausstrahlung via Web schauen, so auch die besagte Burma-Sendung)? Grummel… bei derartigen Dokus überkommt mich immer die kalte Wut.

via Tipp von Cem

Vergleich Blog Action Day und Free Burma

Posted in Blogging on Okt 17, 2007 with 6 Comments →

Marc hat beide Aktionen miteinander verglichen – “Wir sind viele”, oder: Die Blogosphäre gibt es nicht – und kommt zum Schluss:

das Bloggerselbstverständnis (so meine Beobachtung) ist von einem Bewußtsein der Selbstbestimmung geprägt. D.h.: die Möglichkeit, die Themen des eigenen Blogs selbstständig und ohne äußere Einflußnahme zu wählen, ist ein hoher Wert. Um von diesem “Konzept” der Selbststeuerung und Autonomie abzurücken, sind weitere Faktoren erforderlich. Es muß vermutlich entweder eine thematische Identifikation mit der Aktion vorliegen8 oder es muß ein Solidarisierungseffekt hervorgerufen werden.9 Es ist also offensichtlich: Blogger sind keine Lemminge. ;-) Zweite Erkenntnis: die internationale Blogosphäre weist einen sehr geringen Vernetzungsgrad auf. Die “Free Burma”-Aktion erreichte nur schwer englischsprachige Blogger10, umgekehrt fand der internationale “Blog Action Day” nur wenig Resonanz in Deutschland. Wäre es also nicht angemessener, die Redeweise von der Blogosphäre aufzugeben oder zu revidieren? Denn wird nicht immer deutlicher, daß es nicht eine, sondern viele Blogosphären gibt?

vergessenes Burma?

Posted in Allgemein on Okt 13, 2007 with 23 Comments →

die Nachrichtenkanäle aus Buma raus sind abgeschottet, das Fernsehen kann demnach keine blutigen oder verbrannten Leichen zeigen, also weg mit dem Thema, bringt nix für die Einschaltquote, Eva ist der Bringer, Eva, machs. Im Print genauso, die Chefredakteure möchten Abwechslung für die Auflage, sich an Burma interessierende Journalisten werden schräg angeschaut. Die Burmawochen sind over, nun folgen die Mexican- und Shrimpswochen. Was aber passiert im Netz? Die großen US-Blogs der ach so großartigen US-Blogosphäre schweigen und schwelgen im Werbegeldbad. Doch, neee, Huffington Post zuckt bisserl burmamäßig am Rande, interessiert aber die anderen Amis null.

in|ad|ae|qu|at bietet eine Übersicht zu den Netzaktivitäten: Burma Burns On | No Peace | At Any Pric/ze

wie gehts hier weiter? Ich warte noch auf die Auswertung der Umfrage zur Free Burma Aktion. Marc, Benedikt, läuft die Umfrage noch oder seid ihr am anaylsieren bereits?

Umfrage zur Aktion Free Burma

Posted in Allgemein on Okt 09, 2007 with 4 Comments →

bittet Marc/Wissenwerkstatt hat zusammen mit Benedikt eine Umfrage zur Burma-Aktion auf die Beine gestellt. Bis dato haben rund 70 Personen daran teilgenommen, soll schon überraschende Tendenzen geben. Da Wissenschaftler wie Marc und Benedikt (beide sind Soziologen) etwas mehr Datenfutter für valide Daten benötigen, wäre es klasse, wenn Ihr Euch rund 3-5 Minunten nehmen könntet. Egal, ob Ihr nun bei Free Burma mitgemacht habt oder nicht. Persönliche Daten wie Name und Mail werden nicht abgefragt. Bitte weitersagen.

zur Umfrage >>

Burma Action: Zwischenfazit II

Posted in Allgemein on Okt 05, 2007 with 59 Comments →

eine Analyse der Netzaktion, nicht ihrer Wirkung für die Sache selbst! Learnings für nachfolgende Netzaktionen aus organisatorischer Sicht. Denn, ein impliziter Teil der Netzaktion war auch das Wecken eines Bewußtseins, dass ein jeder mitgestalten kann, egal um was es geht.

Blogging Tom hat sich die Unterschriftenliste auf Free-Burma.org angeschaut und festgestellt, dass sich Menschen aus 146 Nationen eingetragen haben. Leider leider -aber ich will mich null beschweren- wurde das Unterschriften-Widget fertig (dessen Unterschriften sind noch nicht in der Zahl auf free-burma berücksichtigt), als schon die Aktion am 04.10. drüben in Asien durchgelaufen war und sich zeitmäßig mitten in Europa ausbreitete. Das Widget wurde kaum wahrgenommen, weil das Zeitfenster sich geschlossen hatte, das noch mitzuteilen (wir hatten keine Mailingliste! = learning). So hätten wir wohl auch die Unterschriften von zahlreichen Lesern eingesammelt, nicht “nur” von den Blogs/Webmastern.

Read the rest of this entry »

das zweischneidige Schwert der Öffentlichkeit

Posted in Allgemein on Okt 04, 2007 with 15 Comments →

Telepolis berichtet:

Aus den Lautsprechern kommt der Befehl: “Bleibt in den Häusern. Wir haben Fotos von den Menschen, die wir suchen. Wir werden sie festnehmen.” Das Regime kappt nicht nur den Informationsfluss und droht den Menschen, um die Macht zu sichern. Sie kann sich nun vielleicht auch der Fotos und Filme bedienen, die Reporter und Burmesen gemacht haben, die also zunächst auch dazu dienten, die Weltöffentlichkeit über Blogs und Medien zunächst auf die Proteste und dann auf deren brutale Niederschlagung aufmerksam zu machen. Sollte dies der Fall sein und sollte das Militärregime tatsächlich aufgrund von Fotos und Filmen nach den Menschen suchen, die sich an den Protesten beteiligt haben, dann erhält die vielerorts gepriesene Öffentlichkeit, die durch die über Blogs und Medien verbreiteten Bilder hergestellt wurde, zumindest eine dunkle Seite. Man könnte auch sagen, dass die Verbreitung von Bildern, die in einem Gewaltregime kenntlich Protestierende zeigen und deren Gesichter nicht unkenntlich machen, bestenfalls naiv ist, aber womöglich auch den Sicherheitskräften die Arbeit abnimmt, um Oppositionelle zu identifizieren und zu jagen

Selbstverständlich werden die das tun, Personen zu identifizieren und dingfest zu machen, die sich gegen das Regime gewendet haben. Seit wann ist das nun was Neues? Zugleich zeigt es aber auch auf, wie wichtig es ist, dass zu erkennende Gesichter -wie nennt man das fachsprachlich?- auf Videos und Fotos unkenntlich gemacht werden, so daß man den staatlichen Diensten den Job erschwert.

Auf der anderen Seite schützt wiederum Öffentlichkeit, die die Junta nun durch das Unterbinden von visuellen Bildern zu kappen versucht, was in den Medien bis dato seit Samstag exzellent geklappt hat (so ticken eben die Medien…). Dazu im Interview auf Readers Edition Ulrike Bey von der Burma Initiative in Essen:

FK: Besteht ein Risiko, dass sich das Blutbad von 1988 wiederholen könnte?
Bey: Ich sehe dieses Risiko. Allerdings schaut im Vergleich zu 1988 jetzt die Welt auf Burma, das große Medieninteresse hat bis jetzt das Schlimmste verhindert.

und zur Free-Burma Aktion heute:

FK: Denken Sie, dass die gemeinsame internationale Aktion “Free Burma� aus Bloggern, Webmastern und Forenbetreibern, die am heutigen 4. Oktober stattfindet, etwas bewirken kann?
Bey: Es ist auf jeden Fall ein überwältigendes Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Burma! Es zeigt, wie schnell und effektiv Menschen weltweit mobilisiert werden können. Natürlich werden die Generäle dadurch nicht an den Verhandlungstisch gezwungen oder der Internetzugang wieder zulassen (Die burmesische Junta hat den Internetverkehr gesperrt, d. Red.) Aber Solidarisierung mit den Protesten, mit den Menschen in Burma ist gerade jetzt, wo das Medieninteresse bereits langsam schwindet, besonders wichtig. Das macht Mut.

Werde mich anlässlich der Nutzung von Identifikationsmechanismen und der allgemeinen Problematik mit Sicherheitsexperten unterhalten. Ebenso werde ich versuchen, soweit es möglich ist, über alternative Kommunikationswege neben dem Internet und via Handy berichten, insofern die Übertragungskanäle wenig störanfällig sind und auch relativ sicher, was die Übermittler angeht.

Aktuell: Podcast-Interview mit Ashin Sopaka, einem burmesischen Mönch, der in Deutschland lebt und Kontakt zu seinen Kollegen in Burma hat. Interessant: Er kritisiert die führenden Mönche in Burma, die zu den Vorfällen und der Gewalt in Burma geschwiegen haben, sie hätten Schlimmeres verhindern können. Auch: er wünscht sich, dass die Deutschen weiterhin “wach” bleiben. Am wichtigsten aber: die Mönche werden weiter protestieren, nur die Form des Protests wird angepasst und verändert. Man will angeblich auch erneute Straßenproteste nicht ausschließen.

Free Burma, Zwischenstand / Stimmen

Posted in Allgemein on Okt 04, 2007 with 52 Comments →

kurzer Überblick
die Aktion Free Burma läuft nun seit rund 19 Stunden in Deutschland und ausgehend von der Datumsgrenze seit insgesamt ungefähr 30 Stunden (eines der ersten mir bekannten Postings am vierten Oktober war um 01:00 Ortszeit in Neu Kaledonien erfolgt, einer Inselgruppe im pazifischen Ozean, rund 1.000 KM östlich von der australischen Küste entfernt). Was die Beteiligung der Blogs angeht, habe ich keinen detailierten Überblick, was auch nahezu ausgeschlossen ist, das überhaupt noch nachzuvollziehen. Laut Technorati gibt es über 4.000 Verweise auf Free-Burma.org (inkl. Doppelzählungen, kA wie viele), die Zahl nimmt aber stündlich immer weiter zu. Gestern waren es noch rund 1.000 Verweise. Free Burma ist zugleich in Technorati momentan das Hottest Topic überhaupt mit rund 2.400 Blogs, die das Tag “free burma” verwendet haben. Die Postings wurden in ich weiß nicht wie viel unterschiedlichen Landessprachen geschrieben, in Sprachen wie englisch, französisch, spanisch, portugiesisch, japanisch, italienisch, deutsch, russisch, polnisch, chinesisch, arabische Sprachen sind ebenso dabei, wie Postings aus Thailand, Singapore, und und und. Eine babylonische Aktion zusammen, die sich rund um den Erdball ausgebreitet hat. Auf Free-Burma.org haben sich nun rund 10.000 User in die Participant-List eingetragen, stetig steigend. Wie groß aber war die Aktion nun wirklich? Haben Millionen oder nur hunderte von Menschen daran teilgenommen? Als Leser , Kommentatoren, Webmaster, Foreninhaber, Blogger, Social Networks, etcpp. Die am Rande nur involviert wurden, weil flüchtig überlesen oder sich intensiv damit befasst haben? Erneut die Antwort: es ist eine dezentrale Aktion, daher kann ich rein faktisch einfach nix zu sagen.

Update, Michael hat mir seine Auswertungen gerade zugeschickt, wie sich das in Google und Technorati entwickelt hat, danke:
free burma wom

Medien
Wie ist aber die Medienreaktion? Erneut die Antwort, ich habe keinen Überblick. Nur das, was man zB auf der Medienseite von Free-Burma findet, inkl. Mitschnitten von Radiointerviews. So zB hat die spanische Zeitung No.1, El Mundo, über die Aktion berichtet. Die Süddeutsche hier. Wired in den USA. Radio Free Asia hat -bestätigt- über die Aktion bereits gestern berichtet und die Burmesen darüber informiert. Habe gerade mit einem Reporter von RFA gesprochen, es wird noch ein Interview geben, dass evtl. ausgestrahlt wird. Und und und…. wie nimmt man die medienseitig wahr? Vermag ich jetzt nicht zu sagen, da ich leider die unterschiedlichen Landessprachen nicht spreche.

Kritische Stimmen
Welche kritischen Stimmen gibt es dazu auf den deutschen Blogs? Neben der Unzahl an positiven Stimmen, um auch mal diese Seite zu zeigen, die mindestens ebenso wichtig ist (jeweils im Kontext eines gesamtheitlichen Textes herausgegriffen, also nicht für sich alleine dastehend interpretieren!). Habe mich in deutschsprachigen Blogs umgeschaut, im Ausland sieht es sehr ähnlich aus:

Diese Aktion wird, wie so viele andere, sehr schnell vergessen sein, weil es an der Nachhaltigkeit fehlen wird. Ich gehöre noch der “alten 68´erâ€? Generation an, wir gingen monatelang auf die Straße…

Natürlich ist es gut die Menschen in Deutschland mal so ein bisschen auf das Leid in anderen Ländern zu stoßen, allerdings ist der Grund dahinter, nämlich ihnen zu zeigen, dass es uns hier in Deutschland viel besser geht nicht gerade sehr edel. Schon in spätestens 2 Monaten wird niemand mehr ein Wort darüber verlieren. Dann heißt es nur noch “Hey, kannst du dich noch an diese Mönche da erinnern” und man wird antworten “Achja, das war wie der Tsunami damals in… ach ich hab vergessen wo”.

Es wird also ein Banner in das Internet gestellt. Das bedeutet, dass jeder Blogger geschätzte 60 Sekunden seiner Zeit für den Protest opfert. Der Protest findet zum Großteil in Blogs statt, wo die Medien tendenziell eher nicht hinschauen. Politiker auch nicht, vor allem wenn sie sich wie Generäle von Myanmar/Burma/Birma gerade im Kriegszustand befinden

Habe mich ebenfalls aufgrund solcher Gedanken gegen ein Mitwirken entschieden. Ich habe nicht mit Bloggen begonnen, um die Welt zu verändern, sondern um u.a. Menschen zu unterhalten. Dennoch bin ich gespannt, wie die Verantwortlichen mit dem Ergebnis der Aktion umgehen werden…

Ob die Blogger und ihre Leser in der westlichen Welt nicht eh in 99 % der Fälle bereits eine klare Meinung dazu haben und man so eigentlich keinen erreicht. Ich weiß es gerade einfach nicht.

Eine Sache jedoch über die Maße zu pushen und andere gleichgeartete Dinge nicht einmal zu erwähnen das finden wir ist unmenschliche Heuchelei in Reinkultur. Wie gesagt alles kann man nicht packen, ein paar Dinge gehen, worin aber liegt die Logik begründet, wenn man sich eines herausgreift und weitaus höher gewichtet? Der beispielhafte Charakter? Wir reden doch von *Menschlichkeit*, oder? Uns schmeckt eben Individualität mehr, denn Uniformität und gerade dieser Umstand ist auch ein Zeichen gegen derlei Regime …

Ich blogge doch nicht, um die Welt zu verändern. Außerdem haben wir schon genug gleichgeschaltete Medien in der Welt.

Und ich lege noch eins drauf: ich mache nicht mit, und habe kein schlechtes Gewissen. Mich interessiert das Thema auch nicht. (Noch nicht mal, warum das Land nun drei Namen hat und welcher warum von wem als korrekt betrachtet wird.) So wie mich nicht interessiert, was in Dafur passiert, oder in Nordkorea, oder sonstwo … solange es nicht meine Lebenssphäre berührt. So gesehen bin ein Ignorant, ein Opportunist, wegen mir auch einfach ein Arschloch.

soweit also lediglich ein Überblick, keine Beurteilung und kein abschließendes Resumee. Ich kann nur sagen, dass ich -obwohl ich ein Netzgläubiger bin, der an die Power des Netzes glaubt- völlig überrascht bin, welche Ausmaße das angenommen hat, was insb. die Erfahrungen im Umgang mit dezentralen Aktionen angeht (dazu später mehr). Und ich kann nur hoffen, dass wir mindestens ein bisschen für die Sache und darüber hinaus alle zusammen, Teilnehmer der Aktion wie auch Kritiker der Aktion, positiv gewirkt haben. Sammle noch Learnings von verschiedenen Seiten ein, um das weiterzugeben, Benedikt wertet das Ganze etwas wissenschaftlicher aus, wie die Message sich im Netz verbreitet hat, so gut er kann. Um auf dem Barcamp in München soweit die Findings visualisieren zu können. Ich werde dazu unsere Erfahrungen weitergeben wie gesagt. Und wir werden noch an einigen Stellen über die Aktion reden und was danach passiert(e). So far, read the news:)