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Archive for the ‘Kritiken’

Angeblicher Streit mit Google: Nein, die Telekom plant keine Mautgebühr für die Suchmaschine18.03.10

Am Mittwoch, im Rahmen der Verkündung der neuen Strategie 2.0, klang der Vorwurf noch zurückhaltender: der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, hatte eingeräumt, dass sein Unternehmen heute von vielen Dienstanbietern immer häufiger zum Kabelträger degradiert würde. Während Google, Apple und diverse TV-Streamer ebenso dicke wie profitable Traffic-Schleudern ins Netz stellen, darf die Telekom alleine für den Ausbau des Breitbandnetzes sorgen. “Naja”, so der Tonus: “Das ist zwar ärgerlich, doch dann überlegen wir einfach, ob wir nicht selbst auch aktiver im Netz werden sollen.”

Einen Tag später schlägt Obermann offenbar deutlichere Töne an. Vielleicht lag es daran, dass er nicht am Konferenzpodium stand, sondern ein intimes Zwiegespräch mit dem “Manager Magazin” hielt. Vielleicht lag es aber auch daran, dass das Blatt einen neuen Sinn für Dramatik entdeckt hat: “Obermann will Google zur Kasse bitten”, lautet die Headline. Darunter wird der CEO mit folgenden Worten zitiert: “Wir können nicht alles umsonst anbieten.” Es werden Parallelen zum polternden TK-Matador César Alierta gezogen. Der Chef der spanischen Telefónica hatte vor einigen Wochen lautstark eine Mautgebühr für Internetfirmen gefordert und damit gedroht, andernfalls die Angebote von Google und Co. aus seinen Netzen zu verbannen. Und nun sei auch in Deutschland die Netzneutralität in Gefahr… (weiterlesen…)

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James Murdoch über Piraten: ‘Das sind keine verrückten Kids. Nein. Bestraft sie.’11.03.10

Ich halte ja nichts von Sprücheklopfern, die Dinge vom Stapel lassen à la “Den Kelch lass ich an mir vorüber gehen!” oder “Wer anderen eine Grube gräbt…” oder “Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!”. Aber wenn mir jemand künftig sagt: “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!”, dann werde ich nur noch nicken, bis es in der Rübe pocht. Ich spreche von James Murdoch, Sohn des Medienimperators Rupert Murdoch, den wir auf dem Blog schon einige Male haben zu Wort kommen lassen…

Murdoch Junior ist die rechte Hand seines Vaters und gleichzeitig CEO der News Corp. in Europa und Asien. Beide wurden offenbar in demselben verborgenen Manager-Kloster geschult: Edelstahlwände, Nadelstreifenanzüge und ein Rhetoriklehrer, der ihnen mit auf den Weg gab, selbst bei einem einfachen “Guten Morgen!” immer direkt eindrucksvoll auf die Pauke zu hauen.

Fest steht, dass die beiden Murdochs ein zwiespältiges Verhältnis zum Internet haben. Vater Murdoch schimpft auf Google, nennt die Suchmaschine einen dreisten Content-Gangster, und auch James hat sich nun sein Angriffsziel für die kommenden Jahre ausgesucht: illegale Downloader. Das zumindest verkündete er auf dem Abu Dhabi Mediengipfel, dem auch ein Redakteur des “Guardian” beiwohnte. Thema der Runde: Investitions- und Wachstumschancen der Medien. (weiterlesen…)

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Gegen das Vergessen: MySpace probt ein letztes Aufbäumen10.03.10

Was wurde eigentlich aus MySpace-Tom aka Thomas Anderson, der vor fünf Jahren seine Plattform für über eine halbe Milliarde Dollar Rubert Murdoch unterjubelte? Sein letzter Blogeintrag auf MySpace datiert zurück auf den 2. Mai 2009. War dies der letzte Tag, an dem sich etwas Berichtenswertes in dem Netzwerk ereignete?

MySpace dümpelt schon lange Zeit im offenen Meer vor sich her, das ist kein Geheimnis. Was aber immer deutlicher hervortritt, sind die hässlichen Rostflecke am Rumpf des einstigen Web 2.0-Tankers. Die Taktfrequenz der Innovationen kam schon vor Monaten zum Erliegen, die Nutzer fliehen und alles, was Murdochs News Corp. dazu zu sagen hat, ist das Durchhaltemantra: “Ja, irgendwann! Entertainment! Irgendwann!” Vergangenes Jahr rauschte Facebook bei den Nutzerzahlen an MySpace vorbei. Heute verfügt Zuckerbergs Netzwerk weltweit über 400 Millionen Mitglieder. MySpace? Bringt es gerade noch auf 100 Millionen – Tendenz dramatisch weiter abnehmend.

Umso überraschter darf man sein, dass es der “USA Today” gelungen ist, die MySpace-Doppelspitze Jason Hirschhorn und Mike Jones zum Interview zu überreden. Das wirklich Überraschende an den Informationen, die wir hier erfahren, ist aber nicht ihr Gehalt, sondern die Zuversicht, mit denen sie vorgetragen werden. (weiterlesen…)

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Konkurrenz beklagt ‘wettbewerbsverzerrendes Verhalten’ der Deutschen Telekom03.03.10

Der VATM ist so was wie der Kindergeburtstag, zu dem die Deutsche Telekom nicht eingeladen wird – und das ist auch gut so. Der Verband versteht sich als repräsentative Sammelstelle der Wettbewerber, E-Plus ist dabei, ebenso wie o2, HanseNet (jetzt ebenfalls bei der Telefónica) und Vodafone. Die illustre Runde aus Konkurrenten ist sich bis heute in einem Punkt sicher: Sie alle könnten besser dastehen, wenn die Telekom als Ex-Monopolist endlich Federn lassen würde. Diese Aufgabe fällt ja im Allgemeinen dem Regulierer zu, doch der Verband kritisiert, dass dieser die Zügel einfach zu locker lässt.

Pünktlich zur CeBIT hat der VATM deshalb eine neue Studie vorgelegt, die vom Dachverband ECTA (European Competitive Telecom Association) stammt – die Objektivität der Zahlen sollte also mit Bedacht bewertet werden. Jedoch zeigen die Thesen schon einen Trend auf, der sich so nicht einfach wegleugnen lässt. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, “dass der deutsche Markt durch die anhaltende Dominanz der Deutschen Telekom im Festnetz,- Breitband- und Mobilfunkmarkt” gekennzeichnet sei. Ich habe das rund 80-seitige Papier vorliegen und ein paar interessante Informationen zu dem Thema rausgesucht. Nach den Berechnungen beansprucht der Bonner Riese heute über 40 Prozent des Breitband-Marktes für sich. Im Mobilfunksektor habe er sich wiederum 35 Prozent aller unterschriebenen Kundenverträge sichern können. Die Reste des Kuchens müssen dann die Wettbewerber unter sich noch aufteilen. (weiterlesen…)

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Murdoch vs. Google: Hey, Rupert! Robots.txt ist billiger als eine Horde Anwälte!01.03.10

Also, ich versuche es einmal mit einem Beispiel: Ich habe einen Telefonanschluss und finde kurze Zeit später heraus, dass meine Nummer doch tatsächlich im Telefonbuch auftaucht. Irgendetwas war doch da, als ich den Vertrag unterschrieb – irgendein Häkchen-Kästchen. Vielleicht habe ich es übersehen. Empört überlege ich, was zu tun ist. Am Ende des dicken Wälzers gibt es einen Hinweis: “Wenn Sie Ihre Daten entfernen lassen möchten, gehen Sie auf die Seite Soundso im Internet und stellen Sie kostenlos den Antrag. Schnellstmöglich werden wir Ihrem Wunsch nachkommen.” Ich reiße die Seite heraus und werfe sie in den Mülleimer. Dann rufe ich meinen Anwalt an und weise ihn an, haufenweise Drohschreiben an den Verlag zu schicken und auch schon einmal eine Klage vorzubereiten. Danach setze ich mich hin und verfasse einen donnernden Leserbrief, damit auch alle anderen Telefonanschlussbesitzer gewarnt sind. Und dann sehe ich weiter…

So in etwa ließe sich Rupert Murdochs Vorgehen in Bezug auf Google beschreiben. Der Medienzar schimpft schon seit Jahren auf die Suchmaschine: Sein Zeitungsimperium stelle Content ins Netz, an dem Google sich diebisch vergehe und ihn auf Seiten wie Google News unter eigenem Namen vermarktet. Es geht da zwar alleine um die Headlines – mit zwei, drei Zeilen Teaser-Text. Doch das reicht Murdoch schon. Immerhin fährt Google fette Gewinne ein, während seine News Corp… ja, was eigentlich? Eigentlich ähnlich erfolgreich an der Wall Street punktet. (weiterlesen…)

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Samsung Glamour S7070 im Test: Zwischen Hello Kitty und Grand Dame25.02.10

Irgendwann vor ein paar Tagen landete eine Mail in meinem Postfach: “Hey, hab ihr mal Lust, das Samsung Diva auszuprobieren?” Ich öffnete die Bilder im Anhang und war beim Anblick irgendwo zwischen Schrecken und Faszination gefangen: “Das Ding ist so was von Porno – das müssen wir testen”, schrieb ich zurück.

Und hier liegt es nun vor mir, das Samsung Diva, das hierzulande unter der Bezeichnung Samsung Glamour S7070 in die Läden kommen wird (249 Euro ohne Vertrag). Das Handy ist Teil der neuen Lady-Offensive der Südkoreaner, deren Marketing-Abteilung sich die Glamour-Line hat einfallen lassen: ein telekommunikatives Accessoire für “moderne, stilbewusste Frauen”, wie die Presseabteilung es nennt.

Zunächst zu den harten Fakten: Das Samsung Glamour S7070 misst 10,1×5,5×1,3 Zentimeter und wiegt rund 94 Gramm. Das 2,8 Zoll große Touchdisplay bringt es auf 16 Millionen Farben – die Auflösung liegt mit 240×320 Pixeln eher im durchschnittlichen Bereich. Bluetooth, EDGE-Unterstützung, Radio und ein MP3-Player sind an Bord, wobei der interne Speicher per SD-Karte auf acht Gigabyte aufgestockt werden kann. Auf dem Rücken befindet sich eine 3,2 Megapixel starke Kamera, die immerhin einen zweifachen, digitalen Zoom hinbekommt. Nicht der Burner? Nun, ich wollte das S7070 auch nicht aus der Sicht eines Smartphone-Fetischisten, sondern aus der einer… modernen, stilbewußten Frau darstellen. (weiterlesen…)

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Ministerin Aigner legt nach: Vetorecht für jeden Bürger – noch ehe Street View online geht23.02.10

Glaubt man den O-Tönen, die die dpa besorgt hat, ist unsere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) ziemlich stinkig. Wir hatten schon vor rund zwei Wochen erste Misstöne von ihr vernommen, doch heute soll noch einmal eins draufgelegt werden. Nach wie vor geht es um Street View, das sie als “millionenfache Verletzung der Privatsphäre” bezeichnet hatte. Das Feature von Google Maps ist für Deutschland noch immer nicht verfügbar, Google trampelt aber schon mit den Füßen und freut sich darauf, endlich loszulegen. Auf der CeBIT soll kommende Woche eine Live-Präsentation des Dienstes stattfinden.

Doch Aigner könnte der Suchmaschine einen dicken Strich durch die Rechnung machen, sie will Street View mit neuen Gesetzen in die Schranken weisen: “Wir sind da in Gesprächen auf Arbeitsebene mit den zuständigen Ministerien – auch die Justizministerin hat ja schon angekündigt, dass sie hier Handlungsbedarf sieht”, wird sie zitiert. Ingesamt hat sie einen vorläufigen Forderungskatalog von vier Punkten aufgesetzt, den sie mit allen Mitteln durchdrücken möchte: (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Die große Hure Social Media?21.02.10

Es gehört einfach zum Wesen des Internetmenschens, dass er hin und wieder ordentlich auf die Kacke haut. Er muss es tun, er hat gar keine andere Wahl – das gehört zum Handwerk und wird auch erwartet. “Warum Blogs einfach scheiße sind!”, heißt es dann. Oder: “Tschüss, lieber Telefonanbieter XY.” Oder: “Deshalb wird Deutschland nie nach oben kommen.” Dann geht ein Rumms durch das Netz, ein kurzes Beben, das die Nutzer aufschreckt: sie taumeln, sympathisieren und distanzieren sich und so werden einmal mehr die Grenzen neu gezogen.

Deshalb war ich auch nicht groß überrascht, diese Woche wieder einmal einen von Don Alphonsos Donnerschlägen zu vernehmen. Ein wenig ungewöhnlich war jedoch die Richtung, aus der der Angriff kam: gezündet im klassischen Medium der FAZ (für die der Don seit gut einem Jahr schreibt) raste die Rakete per RSS in das Netz, um auf Twitter ihre Runde zu drehen und dann im Herzen des Internets zu detonieren. Aber, sei’s drum. Alphonso hatte eine Attacke auf Social Media-Berater gestartet, die sich gewaschen hatte. Dabei geizte er nicht mit Details, nannte polternd Gründe und ätzte einige Übeltäter-Namen heraus. Irgendwann lichtete sich die gelbe Schwefelwolke und der Vorhang fiel, ein resignierendes Fazit verdeckend. (weiterlesen…)

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Vermeintlicher Tablet-Boom: Gerätebauer wollen iPad-Preise unterbieten18.02.10

Das muss man sich einmal vorstellen: Es geht um Produkte, die es noch gar nicht zu kaufen gibt und um Preise, die zum Teil noch nie bestätigt wurden – dennoch beteiligen sich Hersteller, Verlage, Journalisten, Meinungsforscher und natürlich die privaten Nutzer wie wild an den Spekulationen. Es geht um den Markt mit Tablet-PCs, der in großen Teilen allein auf dem Reißbrett existiert. Und es geht um das iPad.

Die Gerätehersteller hatten vor dem Tag gezittert, an dem Steve Jobs das Apple-Tablet vorstellen würde. Gleichzeitig waren sie aber auch froh, dass das große Geheimnis schließlich gelüftet wurde: Endlich gab es Informationen mit denen sich arbeiten lässt, dachten sie und machten sich an die (Weiter-)Entwicklung ihrer Klone. Der einzige Ausbrecher in diesem Geduldsspiel war HP. Das Unternehmen schickte wenige Tage zuvor den Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der Gadget-Messe CES an die Front, um ihn einen halbfertigen Prototypen eine zeitlang vor den Augen des Publikums herumwedeln zu lassen: das HP Slate. (weiterlesen…)

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Die Jagd der Behörden auf Kino.to: Ein Wirtschaftskrimi ohne Happy Ending17.02.10

Der Bericht darüber, wie die Macher hinter dem größten deutschsprachige Raubkopie-Portal Kino.to von den hiesigen Behörden gejagt werden, liest sich wie ein Drehbuch für einen Wirtschaftskrimi: Da hetzen die deutschen Fahnder von Amsterdam nach Dublin, von Düsseldorf nach irgendwo in Russland und dann weiter nach Lloret de Mar. Zwickau und Hamburg sind auch Zwischenstationen. Aber entweder Mister X ist schon über alle Berge oder aber die nötige Hilfe – etwa durch Google oder die russische Regierung – wird ihnen verwehrt. Es wäre vermutlich die größte Ironie, wenn die Story wirklich eines Tages verfilmt werden – und dann auch auf der Plattform landen würde. Dies würde aber natürlich bedeuten, dass der Film ohne “Happy Ending” auskommen müsste, wovon unsere Verbrechensbekämpfer aber offenbar nicht ausgehen.

Denn momentan folgen Ermittler der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) und die Polizei wieder einmal zwei vermeintlich heißen Spuren, die endlich zur Festnahme der offenbar deutschen Hintermänner führen sollen. Deren illegales Portfolio soll Schätzungen zufolge mittlerweile etwa 12.000 Filme, 10.000 Serienfolgen und 5.000 Dokumentationen beinhalten, die sie ihren zwischen 200.000 bis 400.000 deutschen Usern rund um die Uhr zum kostenlosen Download anbieten. Und während sie auf ihrer Seite mit Abzock-Abos und Werbung jährlich etwa 3,5 Millionen Euro ergaunern, klagt die Filmindustrie über den so entstehenden Schaden, der sich im mittleren, dreistelligen Millionenbereich befinden soll. Also wird fleißig weiter Jagd auf die Kriminellen gemacht. (weiterlesen…)

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Schnellschuss Buzz: Datenschützer fordern noch einmal Nachbesserungen17.02.10

Nach dem ohnehin holprigen Start von Google Buzz droht nun die weitere Spaßbremse für den Rich-Media-Microblogging-Dienst. Die neuen Features zum verbesserten Schutz der Privatsphäre, die Google zwei Tage nach dem Launch durchführte, gehen Datenschützern auf dem nordamerikanischen Kontinent nicht weit genug: Kanadas Bundesdatenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart habe entsprechende Anweisungen gegeben, den Dienst auf weitere Verstöße hin zu überprüfen, berichtet CBS. Die Chancen stehen gut, dass man fündig wird.

Am Mittwoch räumte Buzz-Produktmanager Todd Jackson gegenüber der BBC in bemerkenswerter Offenheit ein: “Wir haben Buzz intern bei Google einige Zeit getestet. Natürlich ist das Feedback von 20.000 Googlern nicht dasselbe, wie Gmail-Nutzer weltweit damit herumspielen zu lassen.” Anders als sonst beim Launch neuer Dienste hat Google zudem darauf verzichtet, das “Trusted Tester Program” hinzuzuziehen, das den Kreis der Alpha-Nutzer erweitert hätte. “Sobald es offensichtlich wird, dass die Leute nun denken, dass wir nicht genug getan haben, werden wir mehr Änderungen vornehmen”, so Jackson. Millionen von Nutzern seien zu Recht verärgert, dem Unternehmen tue es “sehr, sehr Leid”. (weiterlesen…)

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Eric Schmidts Antwort auf die Netzneutralität: ‘Heavy-User müssen zur Kasse gebeten werden.’16.02.10

Der Mobile World Congress ist ein Kindergeburtstag für Google: Alles läuft prima für den Suchgiganten, das Nexus One wurde im Vorfeld vorgestellt, Android boomt und immer mehr Entwickler schließen sich der Market-Bewegung an. Am Horizont leuchtet schon die nächste Entwicklungsstufe: Google wird in das mobile Computing einsteigen – wenn man die Zeichen richtig deutet, dann mit einem eigenen Netbook. Das Fachpublikum der Branchenmesse applaudierte nonstop angesichts all dieser Entwicklungen und so sollte die Keynote des Google-Chefs am Dienstagabend den krönenden Abschluss der Fete bilden. Eric Schmidt bekam in seiner Rede die Gelegenheit, ein Tremolo auf das Handy, mobile Datendienste und den Mobilfunk allgemein zu halten: “Mobile first!”, lautete sein Mantra. Das Handy sei heute die künstliche Verlängerung des Körpers. Es denke zwar nicht besser als der Mensch, doch es könne mehr speichern, mache bessere Bilder (“als wir Erinnerungen haben”) und wisse immer ganz genau, wo wir uns befinden. Man merkte dem Schmidt an, dass er sich in seiner neuen Rolle als Mobile-Master sichtlich wohlfühlt – eine Position, die ihm vor wenigen Jahren wohl noch niemand zugetraut hätte.

Das war bis zum Ende der Rede. Dann wurde das Saallicht aufgedreht und das Mikrofon herumgereicht – und diese Frage-und-Antwort-Runde hätte sich Schmidt wohl gerne erspart. Mitten in der heiteren Stimmung drangen unangenehme Spitzen an sein Ohr – fast alle drehten sich um das Thema Netzneutralität: “Also, Sie planen tatsächlich, die Telekommunikationsanbieter zu Dumb-Pipes zu degradieren?” – Der Begriff “Dumb Pipe” macht in den Staaten seit einigen Tagen vermehrt die Runde und bedeutet soviel wie “Dumme Röhre”. Im Grunde genommen steckt dahinter der Vorwurf, dass Diensteanbieter wie Google die Telcos zu Kabelträger degradieren. Diese bleiben auf ihren hohen Investitionskosten im Mobilfunk- und Breitbandbereich sitzen, während die Google und Co. den fetten Reibach machen. (weiterlesen…)

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Traffic-Schleuder Facebook: Muss Google langsam zittern? [Interview]16.02.10

Facebook hat ein Kunststück fertig gebracht, das vor einem halben Jahr vermutlich nur die Wenigsten für möglich gehalten hätten. Mark Zuckerbergs Social Network hat dem Suchgiganten Google auf dem US-Heimatmarkt den Rang als größter Trafficlieferant abgelaufen. Zumindest wenn es um das Lotsen von Web-Surfern zu den größeren Internet-Portalen Yahoo, AOL und MSN geht. Den Web-Analysten von Compete Inc. zufolge entfiel auf Facebook im Dezember des vergangenen Jahres ein Anteil von 13 Prozent, Google landete mit sieben Prozent auf dem dritten Platz. Die Silbermedaille konnte sich eBay mit 7,61 Prozent um den Hals hängen, MySpace kam auf immerhin zwei Prozentpünktchen.

Der Grund für den Erfolg liegt in erster Linie in dem begründet, was aktuell als “friend-casting” bezeichnet wird: User surfen nicht mehr einfach so durchs Netz, sondern orientieren sich an den Aktivitäten ihrer Facebook-Kontakte und deren Empfehlungen zu Internetseiten, Storys, Videos öder Ähnlichem. Aus dem just for fun betriebenem ”Poken” und Bilder hin- und herschubsen ist ein exzellent funktionierendes Word-of-Mouth-Empfehlungssystem geworden. Ich wollte gerne wissen, ob sich dieser Trend auch bei in Deutschland so fortsetzen könnte und welche Konsequenzen dies möglicherweise für die SEO-Arbeit hat. Immerhin hat Facebook jetzt auch hierzulande Quartier bezogen – muss Google Germany nun zittern? Ich habe hierzu einen Experten befragt, Pepe Mickler von blueSummit, einer Münchener Agentur für Suchmaschinenmarketing. (weiterlesen…)

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Telco-Allianz möchte Apple das Fürchten lehren – was wohl ein frommer Wunsch bleiben dürfte15.02.10

Der Spruch “Lieber spät als nie” mag in vielen Lebenssituationen durchaus seine Berechtigung haben. Dass er aber das richtige Motto für Apples Neider Konkurrenz ist, die ihn sich auf ihre Fahne geschrieben hat und mit der sie nun Richtung Cupertino in die Schlacht zieht – das wage ich zu bezweifeln. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben sich nämlich 24 Telekommunikations-Unternehmen dazu entschlossen, eine Allianz gegen den App-Store und dessen Markt-Dominanz zu gründen. Dies wurde von der Industrievereinigung GSM Association auf dem heute gestarteten Mobile World Congress in Barcelona bekannt gegeben.

Die erste Amtshandlung der “Habt ihr auch so gut geschlafern, na dann ist ja alles klar”-Truppe, zu der unter anderem Giganten wie AT&T, China Mobile, Orange und Vodafone gehören, ist der Versuch, “die Entwickler-Communitys der Mitglieder zu vereinen und einen einzigen, harmonisierten Zugangspunkt zu erschaffen, der den Entwicklern den Beitritt so einfach wie möglich gestaltet”, so ein Sprecher der GSM. Klingt für mich ein wenig nach einer Strategie, die vielleicht in Filmen wie “Herr der Ringe” funktioniert, wo sich alle mit allen verbünden, um den übermächtig scheinenden Gegner zu besiegen. Was dort aber relativ gut funktioniert, dürfte hier vermutlich scheitern. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Buzz, Buzz – wir brauchen Buzz14.02.10

Danke an die Jungs von Google für den absoluten Hype der Woche (um nicht zu sagen “Buzz”) und danke an das Bo für den dazu passenden Titel dieses Beitrags. Wenn ich bei dem neu und sehr erfolgreich gestarteten Google-Dienst Buzz von einem Hype spreche, dann meine ich das nicht despektierlich. In der Tat gab es kein wichtigeres Thema in Kleinbloggersdorf seit diesem Launch.

Viele versuchen, mit ihren Projekten das “Next Big Thing” zu werden und noch viel mehr Menschen verkünden ein solches, sobald irgendein Dienst den Betrieb aufnimmt, aber in diesem Fall muss man davon ausgehen, dass mit Google Buzz ein echtes Schwergewicht die Social-Media-Bühne betreten hat und sich von dort sicher nicht so leicht vertreiben lässt. Wir haben euch ja schon ins Bild gesetzt, was hinter Google Buzz steckt. Vier Tage nach dem Launch kann man sich nun mal Gedanken machen, wie ein erstes Fazit aussehen könnte, wie der Dienst angenommen wird und welche Auswirkungen es auf unser Surfverhalten haben könnte.

Zunächst mal zu zwei Punkten, die vielen Usern übel aufgestoßen sind:

1. “Buzz müllt meinen Gmail-Posteingang zu!”

Das stimmt, wenn man alles so belässt, wie es nach dem Aktivieren von Google Buzz konfiguriert ist. Dem kann man entgegenwirken, in dem man einfach einen Filter setzt und dazu passend ein Label erstellt. Dazu klickt ihr auf “Filter erstellen” und setzt bei “Mit diesen Wörtern” einfach nur “label:buzz” ein und klickt anschließend die Warnmeldung weg. Dann setzt ihr noch jeweils einen Haken bei “Posteingang überspringen” und “Label anbringen” und habt somit das erste Problem schon einmal gelöst. (weiterlesen…)

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