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Archive for the ‘Kritiken’

Widerspruch bei StreetSide möglich – aber muss das sein?01.08.11

Auf geht’s in eine neue Woche. In eine neue Woche, in der ihr übrigens auf Kollege Jürgen verzichten müsst. Der Gute hat nämlich jetzt erst mal seinen wohlverdienten Urlaub angetreten und meldet sich an dieser Stelle erst Mitte des Monats wieder zurück. Auf aktuelle Blog-Postings müsst ihr natürlich trotzdem nicht verzichten, denn zusammen mit Saskia und Christian werden ich euch an dieser Stelle natürlich weiter mit aktuellen Inhalten versorgen. Doch das nur nebenbei. Was viel interessanter ist und damit schlagen wir den Bogen zur aktuellen Nachrichtenlage: ab sofort könnt ihr eure Wohnung oder eure Luxus-Villa (habt ihr doch, oder?) verpixeln lassen. Nein, nicht bei Google Streetview, sondern bei Microsofts Bing StreetSide.

In der Praxis sieht das so aus: Ihr besucht bis zum 30. September dieses Jahres die oben verlinkte Website, lest die dort aufgezeigten Hinweise und füllt dann das hinterlegte Online-Formular aus. Microsoft will und wird euren Antrag auf Verpixelung prüfen und wenn alles gut geht, ist euer Haus oder eure Wohnung zum offiziellen Start von StreetSide im Online-Kartenmaterial nicht mehr zu erkennen – verpixelt eben. Doch wollt ihr das überhaupt? (weiterlesen…)

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Mobiles Internet – Österreich auf der Überholspur, Deutschland lahmt hinterher26.05.11

Es ist eigentlich immer von Vorteil, wenn man sich mit Menschen aus dem europäischen Ausland unterhält, weil man so (unter Umständen) auch mal Einblick in die Mobilfunkwelt unserer Nachbarn erhalten kann. Als ich am Dienstag in München war, um mich über das neue SMS-Konzept von mysms.com zu informieren, fiel ganz nebenbei auch der Name Bob. Die österreichischen Macher von sms.at wussten von Tarifen zu berichten, bei denen ich die Ohren nicht nur spitzen, sondern auch anlegen musste. Wieder einmal erwischte ich mich bei dem Gedanken: wie schön wäre es, in Österreich zu wohnen.

Gut, diesen Gedankengang möchte ich jetzt nur auf die örtlichen Mobilfunktarife übertragen wissen, aber wenn wir unsere Blicke mal in die benachbarte Alpenrepublik schweifen lassen, wird recht schnell deutlich, was in Sachen preiswerter Mobilfunk-Nutzung auch bei uns möglich sein könnte, ja, vielleicht sogar müsste. Und damit sind wir wieder bei Bob; der Billigmarke von der A1Telekom Austria. Ich will euch nicht mit Tarifinfos langweilen, aber schaut es euch einfach mal an, zu was für Spotpreisen nebenan in Österreich mit dem Handy telefoniert bzw. mit dem Notebook gesurft werden kann. (weiterlesen…)

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Nerdcore-Gründer erhält Domain zurück, Euroweb erhebt schwere Vorwürfe gegen Denic24.01.11

Die zentrale Registrierungsstelle Denic hat René Walter seine Domain nerdcore.de zurückgegeben. Die Rückgabe wurde von der Denic selbst veranlasst und erfolgte offenbar nach Intervention von Walters Anwalt Dominik Boecker, der nach eigener Aussage schwere Fehler im Pfändungsbeschluss gefunden hat. Aktuell verlinkt nerdcore.de noch auf die Denic-Transit-Seite. Die Inhalte des Blogs sind weiterhin auf crackajack.de zu erreichen. (weiterlesen…)

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Skimming-Attacken nehmen zu, aber auf den Magnetstreifen kann noch keiner verzichten04.01.11

Anti-Skimming-Modul. Bild: cordney.com

Kann man eigentlich von Glück sprechen, wenn man noch nicht Opfer einer Skimming-Attacke gewesen ist? Das Ausspähen von EC-Karten-Daten ist in den letzten Monaten ja immer mehr in Mode gekommen und durch die ständigen öffentlichen Diskussionen ertappe ich mich an Geldautomaten immer wieder dabei, wie ich zumindest den Kartenschlitz kritisch beäuge.

Mit viel Interesse habe ich deswegen zur Kenntnis genommen, dass das Bundeskriminalamt die deutschen Banken auffordert, bei der Ausgabe neuer Kreditkarten auf den Magnetstreifen zu verzichten. Nur so sei es möglich, den Neppern Paroli bieten zu können. Haupt-Argument: nur 5 Prozent aller deutschen EC-Kartennutzer setzen ihr “Plastikgeld” auch im Ausland ein, wo noch nicht auf die eine sicherere Chip-Technologie gesetzt werden kann. Und siehe da: die Sparkassen haben dem BKA-Vorschlag bereits zugestimmt, wollen (und können) aber noch nicht komplett auf den Magnetstreifen verzichten. (weiterlesen…)

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Wikileaks und die Folgen: deutsches Leak-Portal, Games und Trittbrettfahrer13.12.10

Es ist wirklich erstaunlich, welche Kreise die aktuellen Wikileaks-Veröffentlichungen ziehen. Damit meine ich gar nicht mehr die weltweite Empörung und Diskussion über die Veröffentlichung der US-Botschaftsdepeschen, sondern sozusagen die “zweite Welle”. Hierzulande dürfte in diesem Kontext vor allem die Meldung erwähnenswert sein, dass die WAZ-Mediengruppe, genauer: ihr regional ausgerichtetes Onlineportal DerWesten nun ein eigenes Whistleblower-Portal startet.

“Wir wissen, dass es viele Menschen gibt, die Zeugen zweifelhafter Vorgänge sind. Wir wissen genauso, dass es viele Menschen gibt, die über Dokumente, Filme oder Verträge verfügen, die sie veröffentlicht sehen wollen, um Missstände zu offenbaren und Diskussionen anzuregen”, so David Schraven, Leiter des Ressorts “Recherche”. Und weiter heißt es: “Wenn Sie wollen, dass wir diesen Dingen auf den Grund gehen, dann rufen Sie uns an, schicken Sie eine E-Mail, ein Fax oder einen Brief. Melden Sie sich einfach”. Zu diesem Zweck wurde ein spezielles elektronisches Postfach geschaffen, das – vor allem auch – denen, die anonym bleiben möchten, diesen Schutz bietet. “Unsere Datenleitungen sind elektronisch gesichert. Niemand wird Sie enttarnen können”, so Schraven. (weiterlesen…)

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Wikileaks-Dokumente bestätigen: China steckte hinter Cyber-Attacke auf Google29.11.10

Wer gestern Nacht und heute Morgen nicht bewusst die Augen davor verschlossen hat, dürfte mitbekommen haben, dass Wikileaks wieder in aller Munde ist und die Schlagzeilen beherrscht. Etwa zeitgleich wurde sowohl auf der Whistleblower-Plattform als auch und in mehreren großen, internationalen Printmedien erneut brisantes politisches Material veröffentlicht, wobei sich DER SPIEGEL direkt zwei Patzer leistete. Zunächst war für kurze Zeit ein Artikel verfrüht online erschienen und dann wurde zumindest ein Exemplar der Printausgabe ebenfalls bereits vor der vereinbarten Sperrfrist an den Mann gebracht. Und dessen Käufer posaunte den – dieses Mal offenbar nicht ganz so “vertraulichen” Inhalt – fröhlich über Twitter in die Welt hinaus.

Dies wäre nun aber noch kein echter Grund, um darauf auf Basic Thinking zu berichten -  zumal wir, wie es Kollege Jürgen an anderer Stelle bereits richtig festhielt, kein politisches Blog sind. Von den diplomatischen Telegrammen, die vergangene Nacht veröffentlicht wurden, enthalten aber einige (die Auswertung der Unterlagen dauert noch an, insofern sind weitere Funde denkbar) auch Anmerkungen zu Chinas Cyber-Attacke auf Google und werfen ein etwas erhellendes Licht auf den damaligen Sachverhalt. (weiterlesen…)

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Twitter: Internet-Phänomen ohne eindeutige Identität25.11.10

Ich werde aus Twitter in letzter Zeit nicht so recht schlau. Entweder Biz Stone und die anderen Jungs drückt gehörig der Finanz-Schuh. Was aber in Anbetracht der Tatsache, dass man sich in Bälde ein hübsches neues Rechenzentrum in Salt Lake City genehmigen und nach Europa expandieren will und zuletzt angeblich eine neue Investitionsrunde abgeschlossen hat, eher unwahrscheinlich anmutet. Oder das Unternehmen leidet an einer Art Identitätskrise. Hier ist in stark verkürzter Form, was ich damit meine.

Seit geraumer Zeit versuchen die Verantwortlichen des Mikroblogging-Dienstes der Plattform ein eigenes Gesicht zu verleihen. Dafür wandelte man zunächst den Slogan “Was machst du gerade?” um in ein “Was sagen andere über…?” und zielte damit darauf ab, “erwachsener” zu werden. Also weg von den belanglosen Tweets, über die sich seinerzeit schon der ebenso vorurteilsbehaftete wie planlose JBK so populistisch ausgelassen hatte. Und hin zu substantielleren Postings. Das wurde teils durch Twitter-PR und teils durch die User der Plattform geschafft, indem auf die besonderen Möglichkeiten des Dienstes hingewiesen wurde. Etwa, ganz einfach und schnell Links miteinander austauschen, News verbreiten oder gar im Bürgerjournalismus-Stil (Beispiele im ersten Absatz) selbst produzieren zu können. Einige sahen darin den Ersatz für ein eigenes Blog, andere eine neue Nachrichten-Plattform. (weiterlesen…)

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Verbraucherzentrale: ‘Flut von Signets’ und ‘Fragwürdige Empfehlungen’ bei IT-Produkten04.11.10

Wer kennt’s nicht? Da prangt auf einem Produkt beispielsweise ein Stiftung Warentest-Logo mit der Note “sehr gut”, der Konsument denkt toll, sieht dann genauer hin und entdeckt – einen Etikettenschwindel. Die Note wurde entweder schon vor Jahren vergeben und ist somit nicht mehr aktuell. Oder sie bezieht sich auf ein Vorgängermodell. Oder sie bewertet beispielsweise die Umweltverträglichkeit der Verpackung und nicht ihren Inhalt, wie vom Hersteller suggeriert wird. Dass bei der Verwendung derartiger “Empfehlungen” also Vorsicht geboten ist, dürfte sich bei den meisten mittlerweile rumgesprochen haben. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich nun die Notenvergabe per Sieger-Siegel speziell im IT-Bereich etwas genauer angesehen und konstatiert abschließend “fragwürdige Empfehlungen ohne Transparenz” und eine “Flut von Signets”, die den Markt überschwemmen.

Im Kern kritisiert sie, dass die mehr als 500 Tester – die Bandbreite reicht da von Fachzeitschriften wie Chip, Connect oder Computerbild bis zu Onlinemagazinen wie Au-Ja.de, die Grundlagen für ihre Ergebnisse für den Kunden nicht transparent genug gestalten. Das beinhaltet beispielsweise den Umstand, dass die durchgeführten Tests für den Verbraucher entweder nur schwer zugänglich oder bereits nach kürzester Zeit gar nicht mehr verfügbar sind. Und das, obwohl der Bundesgerichtshof diese Mindestanforderungen (fürs Internet) in einem Beschluss (Az.: I ZR 50/07; PDF) im Januar dieses Jahres festgesetzt hatte. (weiterlesen…)

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Sie kommen: Rundfunkgebühren für PCs27.10.10

Als Verbraucher kann man sich drüber aufregen, sollte man wahrscheinlich auch, aber am Ende lebt es sich einfach stressfreier, wenn man Meldungen über die GEZ mit einem Schulterzucken kommentiert. Warum? Weil die Lobby der öffentlich-rechtlichen Sender in dieser Sache einfach zu stark ist und in Sachen Rundfunkgebühren vor Gericht immer gewinnt. So auch heute vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig, das in drei Fällen entschieden hat, dass für internetfähige PCs Rundfunkgebühren zu zahlen sind. Der 6. Senat hat die Revision von drei Klägern zurückgewiesen, die bereits in niedrigeren Instanzen mit ihren Klagen gescheitert waren. Im Urteil heißt es:

Bei internetfähigen PC handelt es sich um Rundfunkempfangsgeräte i.S.d. Rundfunkgebührenstaatsvertrags. Für die Gebührenpflicht kommt es nach dessen Regelungen lediglich darauf an, ob die Geräte zum Empfang bereit gehalten werden, nicht aber darauf, ob der Inhaber tatsächlich Radio- bzw. Fernsehsendungen mit dem Rechner empfängt. Ebenso wenig ist es erheblich, ob der PC mit dem Internet verbunden ist, wenn er technisch nur überhaupt dazu in der Lage ist.

Die Kammer schiebt die Schuld damit eindeutig auf den Rundfunkgebührenstaatsvertrag, und der hat ganz offensichtlich mit Logik nichts mehr zu tun. Selbst bei Empfangsgeräten, in denen alle öffentlich-rechtlichen Sender von Haus aus deaktiviert wurden, mussten laut früheren Urteilen Gebühren gezahlt werden. Müßig ist die Aufregung in aktuellen Fall sowieso, weil im Jahr 2013 aller Wahrscheinlichkeit nach die Haushaltsabgabe kommt und dann jeder Haushalt Gebühren zahlen muss, egal ob er mit irgend einem technischen Gerät auf öffentlich-rechtliche Inhalte zugreifen kann oder nicht. (weiterlesen…)

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Nutzer bestrafen Digg für ungeliebten Relaunch, Digg entlässt ein Drittel der Belegschaft26.10.10

Es kommt ganz dicke für Digg. Das Urgestein der Social-News-Aggregatoren schreibt rote Zahlen, ein Manager ging von Bord und mit ihm ein großer Teil der Crew. Liegt das nur am ungeliebten neuen Design oder ist die Zeit für Social-News-Seiten vorbei?

Gleich 37 Prozent seiner Belegschaft will der neue Digg-CEO Matt Williams entlassen, das Team von 67 auf 42 Mitarbeiter verkleinern. Weitere kleinere Maßnahmen sollen die laufenden Kosten verringern. Damit solle Digg, das derzeit 15 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr macht, bis Mitte 2011 profitabel werden. Williams kündigte in einer E-Mail an die Belegschaft gleichzeitig an, künftig eine neue Strategie zu fahren, ohne sie in seinem Blogeintrag genauer vorzustellen. Was ist da passiert? (weiterlesen…)

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‘Street View’-Posse: Immerhin 2,89 Prozent ließen ihren Worten auch Taten folgen21.10.10

Die meisten von euch dürften es schon gelesen haben – immerhin hatten es selbst Spiegel-Online heute Morgen als Aufmacher: Google hat hierzulande im Rahmen seines Street View-Programms 244.237 Lösch-Anträge von besorgten Immobilienbewohnern und -besitzern erhalten. Wie auf dem Blog des Suchgiganten zu lesen ist, gibt es in den 20 Städten, in denen Street View bald verfügbar sein soll, 8.458.084 Haushalte. Somit entfallen auf die Gegner des Services in Relation gesetzt 2,89 Prozent. Geht man davon aus, dass Google für die Protestler faktisch auf jedem möglichen Kontaktweg erreichbar war, sollte man meinen, dass ein jeder von ihnen einen entsprechenden Antrag eingereicht hat. So. Und nun lässt sich vortrefflich streiten.

Nämlich darüber, ob die Zahl nun hoch oder gering ausgefallen ist, die Gegner oder die Befürworter des Projekts “Recht” hatten und als Sieger vom Platz gehen. Und zwar, weil die einen behauptet haben, dass sich ganz doll viele gegen Street View aussprechen werden. Oder eben die anderen, weil sie meinten, dass die meisten nur von den Medien aufgescheuchte, von der Panik erfasste, im Zweifel ahnungs- oder meinungslose Mitbürger, Mitläufer oder gar Trittbrettfahrer sind, die in typisch deutscher Manier rumstänkern, letztlich aber nichts unternehmen. Und am Ende doch heimlich alle Googles Services nutzen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbeliebt mache: Ich gehöre zur letztgenannten Gruppe und sehe mich in dem Ergebnis bestätigt. (weiterlesen…)

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Neue Probleme für Apple: Jailbreak für iOS 4 kommt und ‘Glassgate’ zieht seine Runden08.10.10

Ich weiß nicht, wie hoch die Zahl jener unter euch ist, die mit der Möglichkeit eines Jailbreak für A4 (S5L8930)-betriebene Apple-Gadgets liebäugeln, zu welchen das iPhone 4, iPod Touch 4, das iPad und Apple TV2 gehören. Für die, die es tun, habe ich jedenfalls gute Neuigkeiten. Wie ihr dem Teaser-Bild entnehmen könnt, ist es Joshua Hill und einigen weiteren Hackern des “Chronic Dev Team” gelungen, sich ins Apples iOS 4.1 reinzuschmugeln. Und sie sind nun soweit, potenziellen Nachahmern ein entsprechendes Tool am zehnten Oktober (pünktlich um zehn Sekunden und zehn Minuten nach Zehn, die alten Scherzbolde) zur Verfügung stellen.

Mit dem von den Jungs entwickelten Greenpoison-Tool wird ein “unthetered Jailbreak” möglich sein, obwohl das Tool auf dem sogenannten SHAtter-Exploit basiert, das selbst tethered ist. Das wiederum bedeutet für den Besitzer eines entsprechend gehackten iGadgets – wenn ich es recht verstehe – dass es nun nicht mehr nach jedem Neustart erst an den PC angeschlossen werden muss. Klingt in meinen Ohren doch ganz gut. Noch besser hört sich gar die Info an, dass Apple den Einbruch nun nicht mehr mit einen simplen Firmware-Update wird patchen können, sondern eine überarbeitete Version der Geräte von Nöten sein wird. Und die dürfte so bald nicht kommen.  (weiterlesen…)

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Rauchmelder 2.0: Stadt Köln stiftet Bürger zum Online-Raucher-Denunzieren an07.10.10

Ich habe die News im Vorbeigehen auf dem Weg zur Arbeit in einem dieser Express-Ständer gelesen und sie für einen Witz gehalten. Es sieht aber wohl tatsächlich so aus, dass wir hier in Köln (sicherlich werden bei entsprechendem “Erfolg” weitere Städte folgen) eine Art Online-Formular für Petzliesen erhalten. Und zwar für jene, die sich über rauchende Mitbürger in Gaststätten beschweren wollen. Auf der entsprechenden Internet-Seite der Stadt Köln ist zu lesen, dass es dafür genutzt werden soll, “einen Verstoß gegen das Nichtraucherschutzgesetz NRW (NiSchG NRW) anzeigen. Wir werden anhand Ihrer Angaben prüfen, welche ordnungsbehördliche Maßnahme geeignet ist, um den Verstoß zu ahnden und zukünftig auszuschließen”. Ist das nicht beängstigend?

Da werden Menschen doch zum Denunziantentum angestiftet, oder sehe ich das zu eng? Ich bin selbst Nicht-Raucher und habe auch noch nie an einer Zigarette gezogen. Insofern kommt mir solch ein Vorstoß natürlich zugute. Ich will hier jetzt auch gar nicht darüber diskutieren, ob mir Kneipen und Diskotheken besser gefallen, seit dort nicht mehr geraucht werden darf. Worum es hier geht, ist, dass bisher eben entsprechende Beamte für die Einhaltung des Verbots zuständig waren. Und nun sehe ich es schon zum Volkssport werden, sein Smartphone zu zucken und Leute anzuschwärzen. Auch denkbar wäre, dass Gastwirte sich gegenseitig das Leben schwer machen, indem sie einander bei der Stadt melden.   (weiterlesen…)

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Studie belegt: Ego Shooter haben auch eine soziale Seite28.09.10

Es dürfte keine allzu subjektiv gefärbte Meinung sein, wenn ich behaupte, dass in der Öffentlichkeit eine, sehr häufig undifferenzierte und (daher) negative Meinung über die sogenannten Killer-Spiele vorherrscht. Und im Zuge dessen auch pauschale Urteile über die Auswirkungen ihres Konsums auf die Psyche der dazugehörigen menschlichen Steuereinheiten vorherrschen. Es ist daher erfreulich zu sehen, dass sich in letzter Zeit augenscheinlich vermehrt Wissenschaftler darum bemühen, diesen Ressentiments, Vorurteilen und Vorverurteilungen mit solide fundierten Forschungsergebnissen entgegenzutreten. Vor kurzem noch wiesen Kognitionswissenschaftler nach, dass Ego-Shooter die Leistungsfähigkeit des Spieler-Hirns verbessern und als Tool zur Steigerung der Reaktionsfähigkeit im Alltag genutzt werden können.

Nun kommt die nächste “Entwarnung“: Das Zocken von Games, auch das aus der brutaleren Abteilung, macht die Spieler nicht zu einsamen Wölfen, die sich aufgrund ihrer Isolation langsam in blutrünstige Monster verwandeln, die nur darauf warten, irgendwann über ihre Mitmenschen herzufallen. Das geht aus einer Untersuchung des Psychologen Leonard Reinecke von der Universität Hamburg hervor. Er und sein Team befragten hierzu 1129 Besucher von Online-Portalen der Electronic Sports League (ESL), eine der größten Ligen für professionelles Computerspielen, um die soziale Seite des Game-Zockens zu erkunden. Heraus kam dabei das: Spieler von Gewalt- und Strategiespielen wie etwa “Counterstrike” oder “Call of Duty” müssen sich nicht selten in den Dienst der Sache stellen, was bedeutet, sie müssen sich mit anderen Spielern verbünden, zusammenschließen, organisieren – kurz: zu sogenannten Clans verschmelzen -, um ein entsprechendes Ziel zu erreichen. Diese Handlung erfordere aber mindestens ebenso viel soziale Kompetenz, wie das Zusammenschließen einzelner Spieler zu einer Mannschaft in einem Sportverein, so die Psychologen. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: WeTab – Chronologie eines PR-Desasters26.09.10

WeTab

Zugegeben, es wird langsam zum Running Gag, über das WeTab herzuziehen. Das Tablet, das zur deutschen Antwort auf das iPad werden sollte, ist zum Prügelknaben geworden – und in dieser Woche vereinzelt auf den Markt gekommen. Wir haben die abenteuerliche Geschichte des Tabs noch einmal nachgezeichnet und kommen auch auf die jüngsten Probleme zu sprechen.

Der Startschuss fällt im März. Die Berliner Firma Neofonie kündigt mit dem damals noch “WePad” genannten Multitouch-Tablet einen iPad-Konkurrenten an. Als Betriebssystem ist zunächst von Android die Rede, Hardware-seitig soll das WePad praktisch alles können, was Apple beim iPad ausgespart hat: USB-Slots, Webcam, Kartenleser. Dafür mit geplanten 800 Gramm etwas schwerer – was bei der größeren Bilddiagonalen von 11,6 Zoll in Ordnung ginge (iPad: 9,7 Zoll, 680-730 Gramm). Ein Original Design Manufacturer (ODM) in China oder Taiwan sollte das Gerät genau nach den Wünschen und Vorlagen von Neofonie herstellen. Auch auf die Wünsche der Kunden solle bei der Fertigung eingegangen werden – daher der Name WePad. “Designed in Germany” wäre von der Definition her also in Ordnung gewesen. Der Vorteil: Neofonie arbeitete bereits mit Verlagen über die Digitalisierung von Zeitschriften zusammen. Das Tablet wäre also nur ein zusätzlicher Absatzweg. Es klang fast zu gut um wahr zu sein. Focus Online hatte schon damals Bedenken und titelte: “WePad mit W wie Wunschtraum?“.

Am 12. April folgte der Paukenschlag mit einer inzwischen legendären Pressevorführung. Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen ließ sich mit rotem Schal und WePad in der Hand fotografieren. (weiterlesen…)

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