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	<title>Basic Thinking &#187; Kritiken</title>
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	<description>alles über iPhone, iPad, Twitter, Facebook &#38; Co.</description>
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		<title>Widerspruch bei StreetSide m&#246;glich &#8211; aber muss das sein?</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 07:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hayo Lücke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf geht’s in eine neue Woche. In eine neue Woche, in der ihr &#252;brigens auf Kollege J&#252;rgen verzichten m&#252;sst. Der Gute hat n&#228;mlich jetzt erst mal seinen wohlverdienten Urlaub angetreten und meldet sich an dieser Stelle erst Mitte des Monats wieder zur&#252;ck. Auf aktuelle Blog-Postings m&#252;sst ihr nat&#252;rlich trotzdem nicht verzichten, denn zusammen mit Saskia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/streetside.jpg" alt="" title="streetside" width="500" height="161" class="aligncenter size-full wp-image-23606" /></p>
<p>Auf geht’s in eine neue Woche. In eine neue Woche, in der ihr &#252;brigens auf Kollege J&#252;rgen verzichten m&#252;sst. Der Gute hat n&#228;mlich jetzt erst mal seinen wohlverdienten Urlaub angetreten und meldet sich an dieser Stelle erst Mitte des Monats wieder zur&#252;ck. Auf aktuelle Blog-Postings m&#252;sst ihr nat&#252;rlich trotzdem nicht verzichten, denn zusammen mit Saskia und Christian werden ich euch an dieser Stelle nat&#252;rlich weiter mit aktuellen Inhalten versorgen. Doch das nur nebenbei. Was viel interessanter ist und damit schlagen wir den Bogen zur aktuellen Nachrichtenlage: ab sofort k&#246;nnt ihr eure Wohnung oder eure Luxus-Villa (habt ihr doch, oder?) verpixeln lassen. Nein, nicht bei Google Streetview, sondern <a href="http://www.navteq-microsoft-bilder.de/site/global/home/p_home.jsp" target="_blank">bei Microsofts Bing StreetSide</a>.</p>
<p>In der Praxis sieht das so aus: Ihr besucht bis zum 30. September dieses Jahres die oben verlinkte Website, lest die dort aufgezeigten Hinweise und f&#252;llt dann das hinterlegte Online-Formular aus. Microsoft will und wird euren Antrag auf Verpixelung pr&#252;fen und wenn alles gut geht, ist euer Haus oder eure Wohnung zum offiziellen Start von StreetSide im Online-Kartenmaterial nicht mehr zu erkennen &#8211; verpixelt eben. Doch wollt ihr das &#252;berhaupt?</p>
<p>Ich kann nur f&#252;r mich sprechen und ich muss sagen, dass ich diesen ganzen Hype um Datenschutz, Sicherheit, Privatsph&#228;re und was wei&#223; ich nicht sonst noch alles nur in Ans&#228;tzen nachvollziehen kann. Ich ahne schon, dass der ein oder andere mich f&#252;r meine Sichtweise in der Luft zerrei&#223;en wird, doch was soll schon so schlimm daran sein, wenn das Foto meiner Wohnung im Internet zu sehen ist? Ist es wirklich ein Einbruch in meine Privatsph&#228;re, weil Dritte einen oberfl&#228;chlichen Blick auf die Au&#223;enfassade oder in den Vorgarten meines Wohnhauses werfen k&#246;nnen? Gesichter und Nummernschilder werden ohnehin unkenntlich gemacht. Genauso Hausnummern. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen… Gewichtiger finde ich da schon eher den Einwand von Kritikern, dass potenzielle Kriminelle das Material von StreetSide und Street View nutzen k&#246;nnten, um Wohnungen auf m&#246;gliche Einstiegs-M&#246;glichkeiten auszukundschaften. Das k&#246;nnten sie aber auch ohne gr&#246;&#223;ere Probleme tun, wenn sie einfach so durch die Stra&#223;en laufen / fahren. Letztlich zeigen Google und Microsoft doch nur das, was jeder selbst vor Ort sehen kann.</p>
<p>Ich finde es viel wichtiger, den Mehrwert der beiden Dienste in den Vordergrund zu stellen. Stellt euch einfach das Szenario vor, dass ihr auf Wohnungssuche seid und euch dar&#252;ber informieren m&#246;chtet, in welcher Gegend eure auserkorene neue Bude zu finden ist. Da kann euch das bebilderte Kartenmaterial eine echte Hilfe sein schon vorab einen ersten Eindruck einzuholen. Gleiches gilt, wenn Freunde von euch in eine neue Wohnung gezogen, ihr aber noch nie dort gewesen seid. Praktisch ist auch, wenn ihr auf der Suche nach einem Restaurant oder einem Hotel seid und daf&#252;r auf Street View und StreetSide zur&#252;ckgreifen k&#246;nnt. Habe ich selbst schon mehrfach bei meinen Reisen nach Barcelona zum Mobile World Congress feststellen d&#252;rfen.</p>
<p>Letztlich muss nat&#252;rlich jeder selbst wissen, was er tut. Ich pl&#228;diere trotzdem daf&#252;r, das in vielen F&#228;llen so praktische Online-Kartenmaterial des 21. Jahrhunderts nicht zu verw&#228;ssern. Und weil mich eure Meinung zu dem Thema sehr interessiert, nehmt doch einfach mal an der folgenden Umfrage teil. Dann wissen wir schon bald, ob die Leser von Basic Thinking Street View und StreetSide als so etwas wie ein Teufelswerkzeug ansehen oder nicht.</p>
<p><iframe src="http://twtpoll.com/badge/if/?twt=6kzpbo&#038;b=1&#038;bt=1" width="500" height="400" frameborder="0" scrolling="no" name="twpw_if" id="twpw_if">Your browser doesn&#8217;t support iFrames :( Vote for this poll <a href="http://twtpoll.com/6kzpbo"  title="here" target="_blank">here</a>.</iframe></p>
<p style="text-align: right;">(Hayo L&#252;cke)</p>
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		<title>Mobiles Internet &#8211; &#214;sterreich auf der &#220;berholspur, Deutschland lahmt hinterher</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2011/05/26/mobiles-internet-osterreich-auf-der-uberholspur-deutschland-lahmt-hinterher/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 09:40:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hayo Lücke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist eigentlich immer von Vorteil, wenn man sich mit Menschen aus dem europ&#228;ischen Ausland unterh&#228;lt, weil man so (unter Umst&#228;nden) auch mal Einblick in die Mobilfunkwelt unserer Nachbarn erhalten kann. Als ich am Dienstag in M&#252;nchen war, um mich &#252;ber das neue SMS-Konzept von mysms.com zu informieren, fiel ganz nebenbei auch der Name Bob. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-23107" title="bob" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/bob.jpg" alt="" width="500" height="87" /></p>
<p>Es ist eigentlich immer von Vorteil, wenn man sich mit Menschen aus dem europ&#228;ischen Ausland unterh&#228;lt, weil man so (unter Umst&#228;nden) auch mal Einblick in die Mobilfunkwelt unserer Nachbarn erhalten kann. Als ich am Dienstag in M&#252;nchen war, um mich &#252;ber das <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2011/05/25/mysms-wenn-die-sms-aus-der-wolke-kommen/">neue SMS-Konzept von mysms.com</a> zu informieren, fiel ganz nebenbei auch der Name <a href="http://www.bob.at" target="_blank">Bob</a>. Die &#246;sterreichischen Macher von sms.at wussten von Tarifen zu berichten, bei denen ich die Ohren nicht nur spitzen, sondern auch anlegen musste. Wieder einmal erwischte ich mich bei dem Gedanken: wie sch&#246;n w&#228;re es, in &#214;sterreich zu wohnen.</p>
<p>Gut, diesen Gedankengang m&#246;chte ich jetzt nur auf die &#246;rtlichen Mobilfunktarife &#252;bertragen wissen, aber wenn wir unsere Blicke mal in die benachbarte Alpenrepublik schweifen lassen, wird recht schnell deutlich, was in Sachen preiswerter Mobilfunk-Nutzung auch bei uns m&#246;glich sein k&#246;nnte, ja, vielleicht sogar m&#252;sste. Und damit sind wir wieder bei Bob; der Billigmarke von der A1Telekom Austria. Ich will euch nicht mit Tarifinfos langweilen, aber schaut es euch einfach mal an, zu was f&#252;r Spotpreisen nebenan in &#214;sterreich mit dem Handy telefoniert bzw. mit dem Notebook gesurft werden kann. </p>
<p>Fangen wir mit dem Sprachtarif <a href="http://www.bob.at/bigbob" target="_blank">bigbob</a> an. Kostenpunkt pro Monat: 8,80 Euro. Daf&#252;r gibt es jeweils 1.000 Minuten (immerhin fast 17 Stunden) und 1.000 SMS in alle Netze &#214;sterreichs. Wer mal mehr telefoniert oder SMS schreibt, zahlt pro weiterer Gespr&#228;chsminute oder Kurzmitteilung 4 Cent. Nett!</p>
<p>Noch ein bisschen spannender sind die Tarife f&#252;r das mobile Internetsurfen. Ein Datenpaket mit 1 Gigabyte (GB) Surfvolumen wird f&#252;r 4 Euro angeboten, wer 9 GB w&#252;nscht, ist <a href="http://www.bob.at/gigabob" target="_blank">mit 8,80 Euro</a> dabei. Ganz &#228;hnliche Tarife haben &#252;brigens auch <a href="https://www.yesss.at/diskont-surfen/tarife/5/14/5bf504d530d3156cf3389659365922d8" target="_blank">yesss</a>, <a href="http://www.drei.at/webshop/prepareSelectionTarifDetail.do?tarifId=ATS0020&amp;snId=C33282" target="_blank">3</a> oder auch – Achtung – <a href="http://shop.t-mobile.at/001/1_1_1/10026/index.html" target="_blank">T-Mobile Austria</a> im Angebot. Wer sich diese Angebote anschaut, der versteht recht schnell, warum in <a href=" http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=134824&amp;n=5&amp;n2=0" target="_blank">&#214;sterreich immer h&#228;ufiger klassische Festnetzanschl&#252;sse gek&#252;ndigt werden</a>, um Telekommunikationsl&#246;sung stattdessen mobil zu nutzen.</p>
<p>Zum Vergleich ein kleiner Blick zur&#252;ck nach Deutschland: bei blau.de und simyo bekommt man beispielsweise <a href="http://www.simyo.de/tarif/flat-internet.html" target="_blank">f&#252;r 4,90 Euro</a> eine mobile Daten-Flatrate, die ab dem 101. Megabyte auf GPRS-Niveau gedrosselt wird. Ein Gigabyte HSDPA-Volumen kostet bei deutschen Mobilfunkern in der Regel zwischen 10 und 15 Euro. Und wenn es 5 Gigabyte werden sollen, sind – von Aktionsangeboten abgesehen &#8211; schnell 20 Euro und mehr f&#228;llig.</p>
<p><strong>&#8220;Im Netz der Abzocker&#8221;</strong></p>
<p>Was ich sagen will: theoretisch w&#228;re insbesondere das Surfen in UMTS-Netzen zu deutlich g&#252;nstigeren Konditionen m&#246;glich. Man muss seinen Kunden die entsprechenden Tarife nur anbieten wollen. Sicher, Telekom, Vodafone und Co. argumentieren immer wieder gerne, die eigene Netzinfrastruktur m&#252;sse vor Dauersurfern und den daraus resultierenden &#252;berf&#252;llten Mobilfunkzellen gesch&#252;tzt werden. Doch wenn dem wirklich so w&#228;re, dann verratet mir doch mal bitte, wie es die &#214;sterreicher in Wien Graz, Klagenfurt, Salzburg und Co. hinbekommen, dass die Mobilfunknetze auch mit wie oben aufgef&#252;hrten Tarifen reibungslos funktionieren? Was uns in Deutschland immer wieder vermittelt wird, ist doch ganz offensichtlich Augenwischerei. Es geht um den Profit und nichts anderes. Den Mut, das klassische DSL-Gesch&#228;ft mit g&#252;nstigen mobilen Flatrates oder von mir aus auch bezahlbaren Volumentarifen anzugreifen, den hat in Deutschland bisher niemand. Liegt wahrscheinlich aber auch daran, dass echte (noch g&#252;nstigere) Discount-Angebote von den vier deutschen Netzbetreibern nicht zugelassen werden, um keine Lawine loszutreten.</p>
<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang &#252;brigens auch ein aktueller Blog-Eintrag von Richard Gutjahr, der &#252;ber die <a href="http://gutjahr.biz/blog/2011/05/im-netz-der-abzocker">WLAN-Abzocke in Hotels</a> berichtet. Wenn Richard schreibt, dass es heutzutage nicht mehr normal ist, wenn pro Internet-WLAN-Stunde 5 Euro und mehr f&#228;llig werden, sage ich: absolut richtig! Ich habe vor zwei Wochen die estnische Hauptstadt Tallinn besuchen d&#252;rfen und kann euch verraten: ein echtes <a href="http://www.morgenkommichspaeterrein.de/blog/die-modernste-stadt-der-welt/" target="_blank">WLAN-Paradies</a>. Offene Hotspots an allen Ecken und Enden. Egal, ob in Hotels, in Kneipen, an &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen oder <a href="http://www.tallinn-airport.ee/eng/services/wifi" target="_blank">sogar am Flughafen</a>. Gro&#223;artig! Da macht insbesondere die Smartphone-Nutzung so richtig Spa&#223; – auch wenn die Akkuleistung massiv drunter leidet.</p>
<p>In Deutschland geben wir zwar immer vor, schnelle Netze zu bauen und sicherlich kosten die auch viel Geld, was eine entsprechende Refinanzierung notwendig macht. Und trotzdem: So richtig auf der &#220;berholspur sind wir in Sachen mobilem Internet verglichen mit anderen europ&#228;ischen Staaten noch nicht angekommen. Das ist nicht nur schade, sondern auch &#228;rgerlich. Denn es ginge viel mehr – wenn es denn gewollt w&#228;re.</p>
<p style="text-align: right;">(Hayo L&#252;cke)</p>
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		<item>
		<title>Nerdcore-Gr&#252;nder erh&#228;lt Domain zur&#252;ck, Euroweb erhebt schwere Vorw&#252;rfe gegen Denic</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2011/01/24/nerdcore-gruender-erhaelt-domain-zurueck-euroweb-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-denic/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 10:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[denic]]></category>
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		<category><![CDATA[Nerdcore]]></category>

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		<description><![CDATA[Die zentrale Registrierungsstelle Denic hat René Walter seine Domain nerdcore.de zur&#252;ckgegeben. Die R&#252;ckgabe wurde von der Denic selbst veranlasst und erfolgte offenbar nach Intervention von Walters Anwalt Dominik Boecker, der nach eigener Aussage schwere Fehler im Pf&#228;ndungsbeschluss gefunden hat. Aktuell verlinkt nerdcore.de noch auf die Denic-Transit-Seite. Die Inhalte des Blogs sind weiterhin auf crackajack.de zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-22089" title="DenicTransit" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/DenicTransit.jpg" alt="" width="500" height="372" /></p>
<p>Die zentrale Registrierungsstelle Denic hat René Walter seine <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Rene-Walter-erhaelt-Blogger-Domain-Nerdcore-de-zurueck-1175119.html">Domain nerdcore.de zur&#252;ckgegeben</a>. Die R&#252;ckgabe wurde von der Denic selbst veranlasst und erfolgte offenbar nach Intervention von Walters Anwalt Dominik Boecker, der nach eigener Aussage schwere Fehler im Pf&#228;ndungsbeschluss gefunden hat. Aktuell verlinkt <a href="http://nerdcore.de/">nerdcore.de</a> noch auf die Denic-Transit-Seite. Die Inhalte des Blogs sind weiterhin auf <a href="http://www.crackajack.de/">crackajack.de</a> zu erreichen. </p>
<p>Euroweb hatte <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/01/22/nerdcore-de-geht-zuruck-an-rene-walter/">den Wert der Domain nerdcore.de</a> vor Gericht offenbar mit 100 Euro angegeben und eine Pf&#228;ndung erwirkt. Fraglich ist, warum das Gericht in diesem Falle dem Kl&#228;ger offenbar geglaubt hat und die Sachlage nicht unabh&#228;ngig pr&#252;fen lie&#223;. Der Wert d&#252;rfte tats&#228;chlich mehrere zehntausend Euro betragen. Eine erneute Pf&#228;ndung drohe nicht, <a href="http://www.crackajack.de/2011/01/22/nc-update-2/">erkl&#228;ren Walter und Boecker</a> in einer gemeinsamen Stellungnahme. Grund: die Kosten in H&#246;he von 1.100 Euro, die Euroweb durch das Gerichtsverfahren gegen Walter entstanden sind, wurden inzwischen bezahlt. Da Walter die Kosten zun&#228;chst nicht trug, <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2011/01/18/nerdcore-ist-down-walter-gegen-euroweb/">veranlasste Euroweb die Pf&#228;ndung</a> der Nerdcore-Domain.</p>
<p>Die R&#252;ckgabe der Domain durch die Denic rief wiederum Euroweb auf den Plan. In einem <a rel="nofollow" href="http://blog.euroweb.de/das-internet-%E2%80%93-eine-rechtsfreie-zone/">Posting im eigenen Blog</a> erhebt das Unternehmen schwere Vorw&#252;rfe gegen die Denic. Dort schreibt Euroweb: &#8220;Denic spielt den Richter&#8221; und beendet den Beitrag mit dem Vorwurf:</p>
<blockquote><p>Offensichtlich hat die Denic eG in der Vergangenheit schon mehrfach Recht und Gesetz ignoriert und scheint eine eigene Legislative etablieren zu wollen.</p></blockquote>
<p>Das Blog &#8220;Rechtsfreie Zone Kassel&#8221; hat schon einmal den Text f&#252;r eine <a href="http://rechtsfreie-zone-kassel.blogspot.com/2011/01/nerdcorede-das-nachspiel-strafanzeige.html">m&#246;gliche Strafanzeige Walters gegen Euroweb</a> formuliert. Vorwurf darin: Betrug und Hehlerei.</p>
<p style="text-align: right;">(J&#252;rgen Vielmeier)</p>
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		<title>Skimming-Attacken nehmen zu, aber auf den Magnetstreifen kann noch keiner verzichten</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2011/01/04/skimming-attacken-nehmen-zu-aber-auf-den-magnetstreifen-kann-noch-keiner-verzichten/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 08:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hayo Lücke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[bka]]></category>
		<category><![CDATA[EC-Karte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sparkasse]]></category>

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		<description><![CDATA[Anti-Skimming-Modul. Bild: cordney.com Kann man eigentlich von Gl&#252;ck sprechen, wenn man noch nicht Opfer einer Skimming-Attacke gewesen ist? Das Aussp&#228;hen von EC-Karten-Daten ist in den letzten Monaten ja immer mehr in Mode gekommen und durch die st&#228;ndigen &#246;ffentlichen Diskussionen ertappe ich mich an Geldautomaten immer wieder dabei, wie ich zumindest den Kartenschlitz kritisch be&#228;uge. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21969" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-21969" title="anti-skimming" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/anti-skimming.jpg" alt="" width="250" height="375" /><p class="wp-caption-text">Anti-Skimming-Modul. Bild: cordney.com</p></div>
<p>Kann man eigentlich von Gl&#252;ck sprechen, wenn man noch nicht Opfer einer <a href="http://www.polizei-nrw.de/lka/start/article/skimming.html">Skimming</a>-Attacke gewesen ist? Das Aussp&#228;hen von EC-Karten-Daten ist in den letzten Monaten ja immer mehr in Mode gekommen und durch die st&#228;ndigen &#246;ffentlichen Diskussionen ertappe ich mich an Geldautomaten immer wieder dabei, wie ich zumindest den Kartenschlitz kritisch be&#228;uge.</p>
<p>Mit viel Interesse habe ich deswegen zur Kenntnis genommen, dass das Bundeskriminalamt die deutschen Banken auffordert, bei der Ausgabe neuer Kreditkarten auf den Magnetstreifen zu verzichten. Nur so sei es m&#246;glich, den Neppern Paroli bieten zu k&#246;nnen. Haupt-Argument: nur 5 Prozent aller deutschen EC-Kartennutzer setzen ihr &#8220;Plastikgeld&#8221; auch im Ausland ein, wo noch nicht auf die eine sicherere Chip-Technologie gesetzt werden kann. Und siehe da: die <a href="http://www.dsgv.de/de/presse/pressemitteilungen/110103_PM_Magnetstreifen_2.html">Sparkassen haben dem BKA-Vorschlag bereits zugestimmt</a>, wollen (und k&#246;nnen) aber noch nicht komplett auf den Magnetstreifen verzichten. </p>
<p>Nach Angaben der Sparkassen sind die rund 45 Millionen ausgegebenen SparkassenCards bereits heute alle mit der neuesten Chip-Technologie ausgestattet. Im so genannten ELV-Verfahren, also dem Bezahlen mit Unterschrift, wird aber nach wie vor auf den Magnetstreifen gesetzt. Und diese Zahlungsvariante kommt heute noch mitunter am h&#228;ufigsten zum Einsatz. Ab dem 1. Juli dieses Jahres sollen allerdings alle EC-Zahlungen nur noch &#252;ber den Chip mit Eingabe der pers&#246;nlichen Geheimzahl abgewickelt werden. An Geldautomaten soll die Chiptechnologie irgendwann im Jahre 2012 folgen.</p>
<p>Hei&#223;t im Klartext: ganz so schnell, wie es sich das BKA w&#252;nscht, werden wird ein Abebben der Skimming-Angriffe wohl nicht erleben. Im Handel wird noch zu h&#228;ufig auf das Bezahlen per Unterschrift gesetzt, Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker sind technisch noch nicht in der Lage auf den Magnetstreifen zu verzichten und auch beim Einsatz im Ausland w&#228;re eine EC-Karte, die nur auf Basis von Chiptechnologie arbeitet, nutzlos. Magnetstreifenlose EC-Karten werden deswegen wohl erst irgendwann im Laufe der n&#228;chsten Jahre ausgegeben. Viel Zeit f&#252;r Banditen, weiter Konten abzur&#228;umen.</p>
<p>Viel Zeit aber auch, in denen die Kreditinstitute ihre Kunden f&#252;r unverschuldet entstandene Skimming-Attacken entsch&#228;digen m&#252;ssen. Der halbherzige Umstieg auf sicherere Chip-Technologie kostet alle Betroffenen nicht nur Nerven, sondern die Banken auch viel Geld. Von den beh&#246;rdlichen Ermittlungen will ich gar nicht erst reden. Eine interessante Idee hat <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,737578,00.html" target="_blank">der &#8220;Spiegel&#8221;</a> auf den Weg gebracht: neue EC-Karten nur noch mit deaktiviertem Magnetstreifen ausliefern, der erst dann aktiviert wird, wenn Kunden dies ausdr&#252;cklich w&#252;nschen. Finde ich gut, ist allerdings wohl mindestens solange nicht umsetzbar, wie Handel und Banken jene Technik nicht enstprechend umger&#252;stet haben, an denen die EC-Karte zum Einsatz kommt &#8211; ein Teufelskreis. Und die Skimming-Gauner freut&#8217;s…</p>
<p style="text-align: right;">(Hayo L&#252;cke)</p>
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		<title>Wikileaks und die Folgen: deutsches Leak-Portal, Games und Trittbrettfahrer</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 10:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist wirklich erstaunlich, welche Kreise die aktuellen Wikileaks-Ver&#246;ffentlichungen ziehen. Damit meine ich gar nicht mehr die weltweite Emp&#246;rung und Diskussion &#252;ber die Ver&#246;ffentlichung der US-Botschaftsdepeschen, sondern sozusagen die &#8220;zweite Welle&#8221;. Hierzulande d&#252;rfte in diesem Kontext vor allem die Meldung erw&#228;hnenswert sein, dass die WAZ-Mediengruppe, genauer: ihr regional ausgerichtetes Onlineportal DerWesten nun ein eigenes Whistleblower-Portal startet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-21821" title="wikileaks1" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/wikileaks11.jpg" alt="" width="250" height="375" />Es ist wirklich erstaunlich, welche Kreise die aktuellen Wikileaks-Ver&#246;ffentlichungen ziehen. Damit meine ich gar nicht mehr die weltweite Emp&#246;rung und Diskussion &#252;ber die Ver&#246;ffentlichung der US-Botschaftsdepeschen, sondern sozusagen die &#8220;zweite Welle&#8221;. Hierzulande d&#252;rfte in diesem Kontext vor allem die Meldung erw&#228;hnenswert sein, dass die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WAZ-Mediengruppe" target="_blank">WAZ-Mediengruppe</a>, genauer: ihr regional ausgerichtetes Onlineportal <a href="https://www.derwesten-recherche.org/" target="_blank">DerWesten</a><em> </em>nun ein <a href="http://www.turi2.de/" target="_blank">eigenes Whistleblower-Portal</a> startet.</p>
<p>&#8220;Wir wissen, dass es viele Menschen gibt, die Zeugen zweifelhafter Vorg&#228;nge sind. Wir wissen genauso, dass es viele Menschen gibt, die &#252;ber Dokumente, Filme oder Vertr&#228;ge verf&#252;gen, die sie ver&#246;ffentlicht sehen wollen, um Missst&#228;nde zu offenbaren und Diskussionen anzuregen&#8221;, so David Schraven, Leiter des Ressorts &#8220;Recherche&#8221;. Und weiter hei&#223;t es: &#8220;Wenn Sie wollen, dass wir diesen Dingen auf den Grund gehen, dann rufen Sie uns an, schicken Sie eine E-Mail, ein Fax oder einen Brief. Melden Sie sich einfach&#8221;. Zu diesem Zweck wurde ein spezielles elektronisches Postfach geschaffen, das &#8211; vor allem auch &#8211; denen, die anonym bleiben m&#246;chten, diesen Schutz bietet. &#8220;Unsere Datenleitungen sind elektronisch gesichert. Niemand wird Sie enttarnen k&#246;nnen&#8221;, so Schraven.</p>
<p>Offenbar versteht sich man sich bei DerWesten aber <a href="http://www.ruhrbarone.de/waz-startet-wikileaks-konkurrenten/" target="_blank">nicht als Wikileaks-Ableger</a>, bei dem die eingereichten Dokumente (im Original) ver&#246;ffentlicht werden, sondern als Service, der die Quellen f&#252;r weitere Recherchen nutzt. Sollte doch mal in einem Artikel auf ein &#8220;geleaktes&#8221; Dokument verlinkt werden, dann aber nur, wenn die Quelle nicht ausgemacht werden kann.</p>
<p>Man k&#246;nnte auf die Idee kommen, die investigativen Journalisten w&#252;rden wieder ihrem Job nachgehen. Besonders kritische Beobachter k&#246;nnten aber auch auf die Idee kommen zu behaupten, dass da jemand neidisch. Neidisch auf die Auflagenzahlen, die Spiegel und die anderen, in die Depeschen-Ver&#246;ffentlichung involvierten Medien erreicht haben. Wie die Kollegen von MEEDIA berichteten, war der Wikileaks-Spiegel fast <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/spiegel-druckt-wikileaks-heft-nach_100031825.html" target="_blank">&#252;berall vergriffen</a>, so dass der Verlag 80.000 Hefte nachdrucken lie&#223;. Zudem durften diese <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/wikileaks-spiegel-eine-woche-l-nger-am-kiosk_100031875.html" target="_blank">eine Woche l&#228;nger</a> am Kiosk verweilen, als sonst &#252;blich. Aber wie gesagt, das w&#228;ren dann die Pessimisten unter den Kritikern, die hier finanzielle &#220;berlegungen als Motivation sehen.</p>
<p>Verlassen wir Deutschland und blicken kurz r&#252;ber zu unseren niederl&#228;ndischen Freunden, bevor sich der Blick nach Nordamerika wendet. Der Programmierer Sebastiaan Moeys sieht den Rummel um Wikileaks offenbar etwas gelassener als viele Zeitgenossen. Anstatt sich an irgendwelchen Diskussionen, Protesten oder Hacks zu beteiligen, pr&#228;sentiert er uns sein Statement in Form des Spiels &#8220;<a href="http://www.jeuxjeuxjeux.fr/jeu/ne+te+fais+pas+attraper/wikileaks.html" target="_blank">Wikileaks &#8211; The Game</a>&#8220;. <a href="http://techcrunch.com/2010/12/12/wikileaks-game/" target="_blank">Ziel</a> ist es dabei, geheime Dokumente vom Laptop des US-Pr&#228;sidenten Barack Obama zu stehlen, w&#228;hrend der ratzend in der Koje liegt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="436" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://games.jeuxjeuxjeux.fr/data/1/4/4/14414.swf" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="436" src="http://games.jeuxjeuxjeux.fr/data/1/4/4/14414.swf"></embed></object></p>
<p>Nun kann man von &#8220;Wikileaks &#8211; The Game&#8221; (und anderen, von dem Vorfall inspirierten Spielen) halten, was man will. Wie auch immer das Urteil ausfallen mag, es ist und bleibt ein Spiel. Das allerdings gilt f&#252;r das Hacken von Websites nicht, auch wenn es viele (m&#246;glicherweise aufgrund ihres oft noch <a href="http://www.golem.de/1012/80059.html" target="_blank">jungen Alters</a>) f&#252;r ein ebensolches halten.</p>
<p>Es w&#228;re spekulativ, bei dem j&#252;ngsten <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,734238,00.html" target="_blank">Amazon-Offliner</a> von einem Hack der Wikileaks-Sympathisanten-Gruppe &#8220;Anonymous&#8221; zu sprechen &#8211; und ich will mir diesen <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/12/02/wikileaks-hosting-amazon-beugt-sich-politischem-druck-und-kickt-plattform-raus/#comment-919924" target="_self">Vorwurf</a> nicht schon wieder gefallen lassen m&#252;ssen. Auch wenn der Verdacht naheliegt, dass es sich nicht um einen Hardware-Fehler handelte, der am vergangenen Wochenende zum zeitweiligen Ausfall f&#252;hrte, so wie der Online-Versandh&#228;ndler behauptet. In einem anderen Kontext m&#246;chte ich aber zumindest die Meinung &#228;u&#223;ern, dass ich die Taten der Hacker-Gruppe als &#8220;Vorbild&#8221; f&#252;r &#228;hnliche &#8220;Strafaktionen&#8221; sehe.</p>
<p>Konkret geht es um den Fall &#8220;<a href="http://gawker.com/" target="_blank">Gawker</a>&#8220;. Der Betreiber der popul&#228;ren US-Blogs Gizmodo, Lifehacker und Gawker wurde ebenfalls am vergangenen Wochenende lahmgelegt &#8211; und damit regelrecht abgestraft. Wie das News-Blog <a href="http://www.mediaite.com/online/exclusive-gawker-hacker-gnosis-explains-method-and-reasoning-behind-his-actions/" target="_blank">Mediaite</a> sehr detailliert nachzeichnet, sollte Gawker n&#228;mlich f&#252;r seine Arroganz b&#252;&#223;en, die es 4chan und anderen Hacker-Communities gegen&#252;ber &#228;u&#223;erte, wie ein Sprecher der f&#252;r den Hack verantwortlichen Gruppe mit dem Namen Gnosis verk&#252;ndete. Weitere Details sollen an dieser Stelle nicht interessieren, ihr findet sie aber auf der oben verlinkten Seite.</p>
<p>Worum es mir nun geht, ist die Feststellung, dass hier &#8211; &#228;hnlich wie im Fall Wikileaks &#8211; ein Unternehmen f&#252;r ein vermeintliches Fehlverhalten bestraft wird. Und es w&#252;rde mich nicht wundern, wenn in naher Zukunft noch weitere Unternehmen folgten. Nicht notwendigerweise im Zusammenhang mit Gnosis oder deren Gr&#252;nden, aber doch aus der gleichen Motivation heraus. Es scheint, als h&#228;tten die Anonymous-Hacker das Online-Punishment &#8211; beabsichtigt oder nicht &#8211; auf eine gewisse Art salonf&#228;hig gemacht. Ich will nicht auf Teufel komm raus Verbindungen herstellen, die nicht existieren oder die Sache &#252;berbewerten. Aber ich bef&#252;rchte, dass es Trittbrettfahrer im Sog des Wikileaks-Rummels zusehends schwerer fallen k&#246;nnte, zwischen Spiel und Realit&#228;t zu unterscheiden. Zu unterscheiden zwischen einem Beschwerdebrief oder Bashing-Kommentar und einem kriminellen Angriff. Es kann ja wohl nicht angehen, dass k&#252;nftig jeder Online-Content-Anbieter vor Angriffen auf seine Server Angst haben muss, weil er irgendwem auf die F&#252;&#223;e tritt. Auch wenn die Wikileaks-Verteidiger ein anderes Ziel mit ihren Hacks verfolgt haben: Es k&#246;nnte gut sein, dass sie die B&#252;chse der Pandora ge&#246;ffnet haben, die sich nun nicht mehr schlie&#223;en l&#228;sst.</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann)</p>
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		<title>Wikileaks-Dokumente best&#228;tigen: China steckte hinter Cyber-Attacke auf Google</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 10:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer gestern Nacht und heute Morgen nicht bewusst die Augen davor verschlossen hat, d&#252;rfte mitbekommen haben, dass Wikileaks wieder in aller Munde ist und die Schlagzeilen beherrscht. Etwa zeitgleich wurde sowohl auf der Whistleblower-Plattform als auch und in mehreren gro&#223;en, internationalen Printmedien erneut brisantes politisches Material ver&#246;ffentlicht, wobei sich DER SPIEGEL direkt zwei Patzer leistete. Zun&#228;chst war f&#252;r kurze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-21692" style="margin-left: 5px; margin-bottom: 5px;" title="wikileaks" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/wikileaks1.jpg" alt="" width="250" height="375" />Wer gestern Nacht und heute Morgen nicht bewusst die Augen davor verschlossen hat, d&#252;rfte mitbekommen haben, dass <a href="http://wikileaks.org/" target="_blank">Wikileaks</a> wieder in aller Munde ist und die Schlagzeilen beherrscht. Etwa zeitgleich wurde sowohl auf der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower" target="_blank">Whistleblower</a>-Plattform als auch und in mehreren gro&#223;en, internationalen Printmedien <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/07/26/wikileaks-veroeffentlichte-dokumente-zeigen-das-wahre-gesicht-des-afghanistan-krieges/" target="_self">erneut</a> brisantes politisches Material ver&#246;ffentlicht, wobei sich DER SPIEGEL direkt zwei Patzer leistete. Zun&#228;chst war f&#252;r kurze Zeit ein <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/spiegel-online-leakt-wikileaks-depechen-release/" target="_blank">Artikel verfr&#252;ht online erschienen</a> und dann wurde zumindest ein <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/die-twitter-posse-um-den-wikileaks-spiegel_100031779.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&amp;cHash=32a73b2dbd" target="_blank">Exemplar der Printausgabe</a> ebenfalls bereits vor der vereinbarten Sperrfrist an den Mann gebracht. Und dessen <a href="http://twitter.com/Freelancer_09" target="_blank">K&#228;ufer</a> posaunte den &#8211; dieses Mal offenbar nicht ganz so <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/spon-fehler-verrt-details-zu-wikileaks-story_100031777.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&amp;cHash=ba352c150c" target="_blank">&#8220;vertraulichen&#8221; Inhalt</a> &#8211; fr&#246;hlich &#252;ber Twitter in die Welt hinaus.</p>
<p>Dies w&#228;re nun aber noch kein echter Grund, um darauf auf Basic Thinking zu berichten -  zumal wir, wie es Kollege J&#252;rgen an anderer Stelle bereits richtig festhielt, <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/10/25/veroeffentlichte-geheim-protokolle-wikileaks-gibt-dem-irak-krieg-ein-gesicht/" target="_self">kein politisches Blog</a> sind. Von den diplomatischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Telegramm" target="_blank"></a>Telegrammen, die vergangene Nacht ver&#246;ffentlicht wurden, enthalten aber einige (die Auswertung der Unterlagen dauert noch an, insofern sind weitere Funde denkbar) auch <a href="http://www.nytimes.com/2010/11/29/world/29cables.html" target="_blank">Anmerkungen</a> zu <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/01/13/warum-so-ploetzlich-google-bereitet-abreise-aus-china-vor/" target="_self">Chinas Cyber-Attacke auf Google</a> und werfen ein etwas erhellendes Licht auf den damaligen Sachverhalt.</p>
<p>Demnach soll Chinas Politb&#252;ro unmittelbar an dem Hacker-Angriff auf den Suchriesen beteiligt gewesen sein beziehungsweise diesen organisiert und gesteuert haben. Das hat ein chinesischer Informant der US-amerikanischen Botschaft in Peking im Januar dieses Jahres gesteckt, wie aus einer Depesche hervorgeht. Es soll sich bei der Attacke um eine von der chinesischen Regierung koordinierte Sabotage-Aktion gehandelt haben, an der sich neben ihren Mitarbeitern auch speziell hierf&#252;r rekrutierte Sicherheitsexperten und Internet-Outlaws beteiligt haben. Neben Google sollen ihre Ziele auch die Rechner amerikanischer Beh&#246;rden und ihrer europ&#228;ischen Verb&#252;ndeten, sowie vieler Unternehmen und des Dalai Lama gewesen sein.</p>
<p>Das erkl&#228;rt, warum Google mit so massiven, letztlich aber leider ohne Wirkung verpufften <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/22/google-erklaert-den-rueckzug-aus-china-und-fuerchtet-nun-um-die-dortigen-mitarbeiter/" target="_self">Drohungen</a> gegen die chinesische Regierung wetterte. Und auch, wie die Kollegen von <a href="http://techcrunch.com/2010/11/28/wikileaked-cables-china-google/" target="_blank">TechCrunch</a> anmerken, wieso die amerikanische Regierung sich in den Streit einmischte und Google so demonstrativ den R&#252;cken st&#228;rkte.</p>
<p>Wer sich selbst ein Bild davon verschaffen m&#246;chte, was die sogenannten &#8220;Cable&#8221; enthalten, kann das entweder auf der entsprechenden <a href="http://cablegate.wikileaks.org/" target="_blank">Wikileaks-Seite</a> tun, oder gek&#252;rzt, daf&#252;r aber sch&#246;n aufbereitet und kommentiert, beim <a href="http://www.guardian.co.uk/media/wikileaks" target="_blank">Guardian</a> nachlesen. Wem das englischsprachige Original zu schwer verst&#228;ndlich ist, der findet auch auf <a href="http://www.spiegel.de/thema/botschaftsberichte_2010/" target="_blank">Spiegel Online</a> einen kommentierten &#220;berblick.</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann)</p>
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		<title>Twitter: Internet-Ph&#228;nomen ohne eindeutige Identit&#228;t</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2010/11/25/twitter-internet-phaenomen-ohne-eindeutige-identitaet/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 10:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich werde aus Twitter in letzter Zeit nicht so recht schlau. Entweder Biz Stone und die anderen Jungs dr&#252;ckt geh&#246;rig der Finanz-Schuh. Was aber in Anbetracht der Tatsache, dass man sich in B&#228;lde ein h&#252;bsches neues Rechenzentrum in Salt Lake City genehmigen und nach Europa expandieren will und zuletzt angeblich eine neue Investitionsrunde abgeschlossen hat, eher unwahrscheinlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-21667" title="Twitter" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Twitter13.png" alt="" width="500" height="220" /></p>
<p>Ich werde aus Twitter in letzter Zeit nicht so recht schlau. Entweder Biz Stone und die anderen Jungs dr&#252;ckt geh&#246;rig der Finanz-Schuh. Was aber in Anbetracht der Tatsache, dass man sich in B&#228;lde ein h&#252;bsches <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/07/22/nie-mehr-fail-whale-twitter-zieht-in-modernes-rechenzentrum/" target="_blank">neues Rechenzentrum</a> in Salt Lake City genehmigen und <a href="http://thenextweb.com/socialmedia/2010/11/24/an-update-on-twitters-europe-expansion-and-it-looks-like-londons-calling/" target="_blank">nach Europa expandieren</a> will und zuletzt angeblich eine neue <a href="http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&amp;sid=aPAHFu.jBrhM" target="_blank">Investitionsrunde</a> abgeschlossen hat, eher unwahrscheinlich anmutet. Oder das Unternehmen leidet an einer Art Identit&#228;tskrise. Hier ist in stark verk&#252;rzter Form, was ich damit meine.</p>
<p>Seit geraumer Zeit versuchen die Verantwortlichen des Mikroblogging-Dienstes der Plattform ein eigenes Gesicht zu verleihen. Daf&#252;r wandelte man zun&#228;chst den Slogan &#8220;Was machst du gerade?&#8221; um in ein &#8220;Was sagen andere &#252;ber…?&#8221; und zielte damit darauf ab, &#8220;erwachsener&#8221; zu werden. Also weg von den belanglosen Tweets, &#252;ber die sich seinerzeit schon der ebenso vorurteilsbehaftete wie planlose <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/09/23/kerners-twitter-bashing-kenn-ich-nicht-find-ich-doof/" target="_self">JBK</a> so populistisch ausgelassen hatte. Und hin zu substantielleren Postings. Das wurde teils durch Twitter-PR und teils durch die User der Plattform geschafft, indem auf die besonderen M&#246;glichkeiten des Dienstes hingewiesen wurde. Etwa, ganz einfach und schnell Links miteinander austauschen, News verbreiten oder gar im B&#252;rgerjournalismus-Stil (<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/12/reuters-kontra-twitter-erst-die-kunden-dann-die-follower/" target="_self">Beispiele</a> im ersten Absatz) selbst produzieren zu k&#246;nnen. Einige sahen darin den <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/11/05/technorati-report-und-wieder-einmal-sterben-die-blogs-aus/" target="_self">Ersatz f&#252;r ein eigenes Blog</a>, andere eine neue Nachrichten-Plattform.</p>
<p>Mit diesem Heranreifen und Ver&#228;ndern ging einher, dass die ersten (Werbe-)Kunden endlich einen Grund sahen, in das Unternehmen Geld zu investieren. Auch wenn die gesamte Vermarktung heute immer noch recht unausgereift wirkt, so konnte beispielsweise mit <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/10/21/bing-integriert-statusmeldungen-von-twitter-und-facebook/" target="_self">Google und Microsoft</a> ein Millionen-Deal dar&#252;ber geschlossen werden, Twitter-Statusmeldungen in die Suchmaschinen der beiden Unternehmen zu integrieren. Und es kamen verschiedene <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/29/anhaenger-gegen-cash-hat-twitter-endlich-sein-geschaeftsmodell-gefunden/" target="_self">Ans&#228;tze der Werbung</a> auf der Plattform zum Einsatz, wobei meines Wissens der neueste <a href="http://support.twitter.com/entries/142101-promoted-tweets" target="_blank">Promoted Tweets</a> <a href="http://t3n.de/news/twitter-integriert-promoted-tweets-timeline-284287/" target="_blank">in der Timeline</a> sind. Das kann und wird von den Verantwortlichen sicherlich nur als Beginn der Monitarisierungsbestrebungen angesehen werden. Bei dem Potenzial, das in dem Unternehmen steckt. Welches war das noch mal? Ach ja, Links und News schnell austauschen und Nachrichtenportalen Konkurrenz machen k&#246;nnen.</p>
<p>Und an dieser Stelle komme ich zu der eingangs von mir angesprochenen Problematik zur&#252;ck. Offenbar kann man sich bei Twitter nicht recht entscheiden, auf welches Pferd gesetzt werden soll. Will man ein &#8220;Social Network&#8221; sein? Oder vielleicht doch lieber ein &#8220;News Network&#8221;? Oder etwas v&#246;llig anderes? Sehe ich mir beispielsweise die Definition zu Twitter auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter" target="_blank">Wikipedia</a> an, wird deutlich, was ich meine: &#8220;Twitter ist eine Anwendung zum Mikroblogging. Es wird auch als soziales Netzwerk oder ein meist &#246;ffentlich einsehbares Tagebuch im Internet definiert. Unternehmen und Pressemedien nutzen Twitter als Plattform zur Verbreitung von Nachrichten.&#8221;</p>
<p>Sobald dieses schizophren anmutende Stadium &#252;berwunden w&#228;re, h&#228;tte Twitter eine Identit&#228;t, die dem Dienst in meinen Augen bis heute fehlt. Das bedeutet nicht, dass die USer nicht w&#252;ssten, wof&#252;r sie Twitter nutzen. Aber das ist nicht das Gleiche. Die Verantwortlichen m&#252;ssen es wissen, um sich entsprechend f&#252;r die Zukunft positionieren und gegen&#252;ber Werbekunden (und der Konkurrenz) aufstellen zu k&#246;nnen. Das ist meines Erachtens bis heute nicht gelungen. Und es k&#246;nnte auch noch eine Weile dauern.</p>
<p>In einem Interview mit der Nachrichtenagentur <a href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE6AL57Z20101122" target="_blank">Reuters</a> verk&#252;ndete Biz Stone n&#228;mlich j&#252;ngst, aus Twitter kein News Network machen zu wollen. Das schlie&#223;e aber nicht aus, so Stone weiter, dass jemand anderes eines aufzieht (oder ein bestehendes weiterentwickelt), das mit dem Twitter-Firehose gespeist wird. Vorstellbar w&#228;re seiner Meinung nach beispielsweise eine Partnerschaft mit verschiedenen Medienpartnern: &#8221;Ich denke, ein Twitter News Service w&#228;re etwas, das sehr offen w&#228;re und mit vielen unterschiedlichen News-Organisationen auf der ganzen Welt geteilt w&#252;rde&#8221;, so Stone.</p>
<p>Im Prinzip gleich diese Idee jener, auf der der Suchmaschinen-Deal basiert: Man sieht sich als Lieferant von &#8220;Crowdsourced Content&#8221;. Das klingt aber irgendwie nicht so sch&#246;n. Aber zu einer anderen Beschreibung der eigenen Identit&#228;t k&#246;nnen sich Stone &amp; Co. noch nicht durchringen, man k&#246;nnte dadurch ja den einen User oder anderen Werbekunden verlieren. Bin gespannt, wie lange der Eiertanz noch gutgeht&#8230;</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann / Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/respres/3231178720/" target="_blank">Flickr</a> &#8211; Fotograf: Jeff Turner)</p>
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		<item>
		<title>Verbraucherzentrale: &#8216;Flut von Signets&#8217; und &#8216;Fragw&#252;rdige Empfehlungen&#8217; bei IT-Produkten</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2010/11/04/verbraucherzentrale-flut-von-signets-und-fragwuerdige-empfehlungen-bei-it-produkten/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 13:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verbraucherzentrale]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt&#8217;s nicht? Da prangt auf einem Produkt beispielsweise ein Stiftung Warentest-Logo mit der Note &#8220;sehr gut&#8221;, der Konsument denkt toll, sieht dann genauer hin und entdeckt &#8211; einen Etikettenschwindel. Die Note wurde entweder schon vor Jahren vergeben und ist somit nicht mehr aktuell. Oder sie bezieht sich auf ein Vorg&#228;ngermodell. Oder sie bewertet beispielsweise die Umweltvertr&#228;glichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-21493" title="Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Verbraucherzentrale-Nordrhein-Westfalen.png" alt="" width="250" height="146" />Wer kennt&#8217;s nicht? Da prangt auf einem Produkt beispielsweise ein Stiftung Warentest-Logo mit der Note &#8220;sehr gut&#8221;, der Konsument denkt toll, sieht dann genauer hin und entdeckt &#8211; einen Etikettenschwindel. Die Note wurde entweder schon vor Jahren vergeben und ist somit nicht mehr aktuell. Oder sie bezieht sich auf ein Vorg&#228;ngermodell. Oder sie bewertet beispielsweise die Umweltvertr&#228;glichkeit der Verpackung und nicht ihren Inhalt, wie vom Hersteller suggeriert wird. Dass bei der Verwendung derartiger &#8220;Empfehlungen&#8221; also Vorsicht geboten ist, d&#252;rfte sich bei den meisten mittlerweile rumgesprochen haben. Die <a href="http://www.vz-nrw.de/UNIQ128886763415631/Testsieger" target="_blank">Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen</a> hat sich nun die Notenvergabe per Sieger-Siegel speziell im IT-Bereich etwas genauer angesehen und konstatiert abschlie&#223;end &#8220;fragw&#252;rdige Empfehlungen ohne Transparenz&#8221; und eine &#8220;Flut von Signets&#8221;, die den Markt &#252;berschwemmen.</p>
<p>Im Kern kritisiert sie, dass die mehr als 500 Tester &#8211; die Bandbreite reicht da von Fachzeitschriften wie Chip, Connect oder Computerbild bis zu Onlinemagazinen wie Au-Ja.de, die Grundlagen f&#252;r ihre Ergebnisse f&#252;r den Kunden nicht transparent genug gestalten. Das beinhaltet beispielsweise den Umstand, dass die durchgef&#252;hrten Tests f&#252;r den Verbraucher entweder nur schwer zug&#228;nglich oder bereits nach k&#252;rzester Zeit gar nicht mehr verf&#252;gbar sind. Und das, obwohl der Bundesgerichtshof diese Mindestanforderungen (f&#252;rs Internet) in einem Beschluss (Az.: I ZR 50/07; <a href="http://www.czarnetzki.eu/assets/Downloads/Urteile/BGH-izr50-07-Preisangabe-Kamerakauf.pdf" target="_blank">PDF</a>) im Januar dieses Jahres festgesetzt hatte.</p>
<p>Dort hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Wird f&#252;r ein Produkt im Internet mit einem Testergebnis geworben, muss die Fundstelle entweder bereits deutlich auf der ersten Bildschirmseite angegeben oder durch einen Sternchenhinweis eindeutig und leicht aufzufinden sein.</p></blockquote>
<p>Fakt ist aber, dass viele Testergebnisse bereits ein halbes Jahr sp&#228;ter von den entsprechenden Redaktionen &#8220;nicht mehr lieferbar&#8221; sind oder sich &#8220;nirgendwo belegen&#8221; lassen.</p>
<p>Ein weiterer Kritikpunkt der Verbraucherzentrale: die schier un&#252;berblickbare Zahl an unterschiedlichen &#8220;Auszeichnungen&#8221;. Nicht nur, dass jede Redaktionen eine eigene verleihen w&#252;rde &#8211; es gibt derer oftmals gleich zig verschiedene. Als Negativ-Beispiel werden die Kollegen von Chip pr&#228;sentiert. Auf der entsprechenden Amazon-Produktseite zum Drucker &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Hewlett-Packard-CB051A-BEF-Officejet-Tintenstrahldrucker/dp/B0028KLVDK" target="_blank">HP Officejet 6000</a>&#8221; finden sich gleich elf von der Redaktion verliehene Orden:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-21492" title="Chip" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Chip1.png" alt="" width="500" height="48" /></p>
<p>Hinzu kommt, dass alle Redaktionen zudem nach anderen Ma&#223;st&#228;ben und Vorgaben bewerten, was einen Vergleich f&#252;r den Konsumenten fast unm&#246;glich macht. So kann ein Produkt bei dem einen mangelhaft abschneiden, das ein anderer mit gut bewertet hat.</p>
<p>Aber nicht nur die Chip-Redaktion bekommt ihr Fett weg, sondern beispielsweise auch der Verlag Weka Media. Und zwar, wenn es um das sogenannte dynamische Testen geht. Hierbei werden Testergebnisse in einer Datenbank gespeichert und nach Bedarf neu ausgewertet &#8211; und zwar unter neuen Gesichtspunkten. So kann dann aus einem zuvor h&#228;sslichen Entlein pl&#246;tzlich ein wundersch&#246;ner Schwan werden.</p>
<p>Skeptisch be&#228;ugt die Verbraucherzentrale auch den Umstand, dass Hersteller und Tester in punkto Siegel-Verleihung quasi an einem Strang ziehen, w&#228;hrend der Konsument der Leidtragende ist. So erhalten die meisten Redaktionen den Gro&#223;teil der Ger&#228;te umsonst geliefert, daf&#252;r d&#252;rfen die Hersteller dann auch f&#252;r lau oder einen kleinen Obolus deren Auszeichnungen zur Selbstbeweihr&#228;ucherung nutzen.</p>
<p>Es hei&#223;t also: Augen auf beim Produkt-Kauf. Wer sich genauer &#252;ber die Tricks der Redaktionen informieren m&#246;chte, findet diese zusammen mit einigen hilfreichen Anmerkungen auf der <a href="http://www.vz-nrw.de/UNIQ128886763415631/Testsieger" target="_blank">Seite der Verbraucherzentrale</a>.</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sie kommen: Rundfunkgeb&#252;hren f&#252;r PCs</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2010/10/27/sie-kommen-rundfunkgebuehren-fuer-pcs/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 11:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkgebühren]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Verbraucher kann man sich dr&#252;ber aufregen, sollte man wahrscheinlich auch, aber am Ende lebt es sich einfach stressfreier, wenn man Meldungen &#252;ber die GEZ mit einem Schulterzucken kommentiert. Warum? Weil die Lobby der &#246;ffentlich-rechtlichen Sender in dieser Sache einfach zu stark ist und in Sachen Rundfunkgeb&#252;hren vor Gericht immer gewinnt. So auch heute vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-21436" title="GEZ" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/GEZ.jpg" alt="" width="500" height="369" /></p>
<p>Als Verbraucher kann man sich dr&#252;ber aufregen, sollte man wahrscheinlich auch, aber am Ende lebt es sich einfach stressfreier, wenn man Meldungen &#252;ber die GEZ mit einem Schulterzucken kommentiert. Warum? Weil die Lobby der &#246;ffentlich-rechtlichen Sender in dieser Sache einfach zu stark ist und in Sachen Rundfunkgeb&#252;hren vor Gericht <em>immer</em> gewinnt. So auch heute vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig, das in drei F&#228;llen entschieden hat, dass f&#252;r internetf&#228;hige PCs Rundfunkgeb&#252;hren zu zahlen sind. Der 6. Senat hat die Revision von drei Kl&#228;gern zur&#252;ckgewiesen, die bereits in niedrigeren Instanzen mit ihren Klagen gescheitert waren. <a href="http://www.bverwg.de/enid/66479a5e8cb0fd94fb39b3ca50300b59,8d6f537365617263685f646973706c6179436f6e7461696e6572092d093133333630093a095f7472636964092d09353737/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_9d.html">Im Urteil</a> hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Bei internetf&#228;higen PC handelt es sich um Rundfunkempfangsger&#228;te i.S.d. Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrags. F&#252;r die Geb&#252;hrenpflicht kommt es nach dessen Regelungen lediglich darauf an, ob die Ger&#228;te zum Empfang bereit gehalten werden, nicht aber darauf, ob der Inhaber tats&#228;chlich Radio- bzw. Fernsehsendungen mit dem Rechner empf&#228;ngt. Ebenso wenig ist es erheblich, ob der PC mit dem Internet verbunden ist, wenn er technisch nur &#252;berhaupt dazu in der Lage ist.</p></blockquote>
<p>Die Kammer schiebt die Schuld damit eindeutig auf den Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrag, und der hat ganz offensichtlich mit Logik nichts mehr zu tun. Selbst bei Empfangsger&#228;ten, in denen alle &#246;ffentlich-rechtlichen Sender von Haus aus deaktiviert wurden, mussten laut fr&#252;heren Urteilen Geb&#252;hren gezahlt werden. M&#252;&#223;ig ist die Aufregung in aktuellen Fall sowieso, weil im Jahr 2013 aller Wahrscheinlichkeit nach die Haushaltsabgabe kommt und dann jeder Haushalt Geb&#252;hren zahlen muss, egal ob er mit irgend einem technischen Ger&#228;t auf &#246;ffentlich-rechtliche Inhalte zugreifen kann oder nicht. </p>
<p>Es macht ganz einfach keinen Sinn.</p>
<p>Da werden auf der einen Seite Beitr&#228;ge aus den Mediatheken gel&#246;scht, die &#228;lter als eine Woche sind. Und auf der anderen Seite sollen wir f&#252;r die gel&#246;schten Beitrage auch noch zahlen, selbst wenn wir das Programm der &#214;ffentlich-Rechtlichen mit aller Macht ignorieren. Generell habe ich nichts gegen Rundfunkgeb&#252;hren. Sie bieten eine M&#246;glichkeit, Journalisten ausreichend zu bezahlen, sie bieten zumindest die M&#246;glichkeit, ansprechende Inhalte zu produzieren und einzukaufen. (Dass das in der Praxis leider viel zu selten getan wird, ist ein anderes Thema.) Aber wenn ich eine nicht gerade l&#228;ppische Summe von <a href="http://yuccatree.de/2010/05/1798-euro-gez-fur-alle-%E2%80%93-entwurf-eines-neuen-rundfunk-staatsvertrages-durchgesickert/">bald fast 18 Euro</a> im Monat zahle, dann will ich auch etwas davon haben. Zum Beispiel dauerhaften und unbeschr&#228;nkten Zugang zu jedem Tatort, jeder Serie, jeder Show, die von meinem Geld mal produziert oder gekauft wurde. Dann zahle ich auch klaglos die 18 Euro.</p>
<p>Nur aus irgend einem Grund haben die &#246;ffentlich-rechtlichen Sender keine so gro&#223;e Lobby, wenn es gegen Verleger und das Privatfernsehen geht. Die haben es geschafft, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Stufen-Test">Drei-Stufen-Test</a> durchzusetzen. Und seitdem wird alles gel&#246;scht, was &#228;lter als eine Woche ist und irgendwie interessant sein k&#246;nnte. Dar&#252;ber lohnt es sich aufzuregen.</p>
<p style="text-align: right;">(J&#252;rgen Vielmeier)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nutzer bestrafen Digg f&#252;r ungeliebten Relaunch, Digg entl&#228;sst ein Drittel der Belegschaft</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2010/10/26/nutzer-bestrafen-digg-fuer-ungeliebten-relaunch-digg-entlaesst-ein-drittel-der-belegschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 16:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[digg]]></category>
		<category><![CDATA[New Digg]]></category>
		<category><![CDATA[Social News]]></category>
		<category><![CDATA[Social News Aggregator]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kommt ganz dicke f&#252;r Digg. Das Urgestein der Social-News-Aggregatoren schreibt rote Zahlen, ein Manager ging von Bord und mit ihm ein gro&#223;er Teil der Crew. Liegt das nur am ungeliebten neuen Design oder ist die Zeit f&#252;r Social-News-Seiten vorbei? Gleich 37 Prozent seiner Belegschaft will der neue Digg-CEO Matt Williams entlassen, das Team von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-21429" title="Digg" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Digg.jpg" alt="" width="500" height="254" /></p>
<p>Es kommt ganz dicke f&#252;r <a href="http://digg.com/">Digg</a>. Das Urgestein der Social-News-Aggregatoren schreibt rote Zahlen, ein Manager ging von Bord und mit ihm ein gro&#223;er Teil der Crew. Liegt das nur am ungeliebten neuen Design oder ist die Zeit f&#252;r Social-News-Seiten vorbei?</p>
<p>Gleich 37 Prozent seiner Belegschaft will der neue Digg-CEO Matt Williams entlassen, das Team von 67 auf 42 Mitarbeiter verkleinern. Weitere kleinere Ma&#223;nahmen sollen die laufenden Kosten verringern. Damit solle Digg, das derzeit 15 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr macht, bis Mitte 2011 profitabel werden. Williams k&#252;ndigte <a href="http://about.digg.com/blog/important-development-digg">in einer E-Mail an die Belegschaft</a> gleichzeitig an, k&#252;nftig eine neue Strategie zu fahren, ohne sie in seinem Blogeintrag genauer vorzustellen. Was ist da passiert? </p>
<p><strong>Stabile Besucherzahlen, weniger Aktivit&#228;t</strong></p>
<p>Einfach auf das neue Design schieben, wollte ich die Misere eigentlich nicht. Doch die Zahlen sind eindeutig, wenn man sich Diggs Werte bei Alexa vorkn&#246;pft. Im Juli und August pendelte Digg.com noch bei rund 0,06 Prozent Page Views. Klingt erst einmal wenig, bezieht sich aber auf alle von Alexa gemessenen Pageviews weltweit. Weltweit rangiert Digg damit immerhin auf dem 120. Platz der meist besuchten Websites. Ende August stellte Digg dann ein neues Design vor und musste daraufhin <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/08/31/digg-nutzer-laufen-sturm-gegen-neues-design-und-schleusen-reddit-beitraege-ein/">eine Meuterei der eigenen Nutzer</a> miterleben. Die Nutzer drohten, zum Konkurrenten Reddit und zu anderen Newsaggregatoren &#252;berzulaufen. Digg hatte keine Chance, so schnell darauf zu reagieren und lie&#223; nur einige marginale &#196;nderungen zu.</p>
<p>Schon Ende August ging die Zahl der Pageranks auf Digg in den Keller und pendelte sich bei weniger als 0,04 Prozent der globalen Seitenaufrufe ein. Im Dreimonats-Vergleich <a href="http://www.alexa.com/siteinfo/digg.com">misst Alexa</a> einen R&#252;ckgang der Page Impressions um 23 Prozent. Hielten die Meuterer also Wort? Nicht unbedingt, denn im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Besucher auf Digg sogar leicht gestiegen. Digger meiden die Seite nicht, sie sind nur weniger aktiv &#8211; offenbar eine direkte Folge des neuen Designs. Und doch d&#252;rfte es zum Teil daran liegen, dass Williams nun Leute entl&#228;sst. Man hat viel Geld und Zeit in ein neues Design investiert, das nun von den Usern mit F&#252;&#223;en getreten wird. Zeit f&#252;r ein Umdenken.</p>
<p><strong>Das Ende von Newsaggregatoren?</strong></p>
<p>Oder sogar Zeit f&#252;r einen Paradigmenwechsel. Denn schon seit geraumer Zeit vermuten Beobachter, dass die beste Zeit hinter den News-Aggregatoren liegt. Die M&#246;glichkeit der Masse, interessante Nachrichten nach oben zu voten und damit die redaktionelle Auswahl selbst zu &#252;bernehmen, ist sch&#246;n und gut. Im Endeffekt kommt dabei aber lediglich mehr Boulevardesques heraus. Die Ergebnisse von halb-maschinellen Aggregatoren wie <a href="http://techmeme.com/">Techmeme</a> sind stichhaltiger und die Auswahl von menschlichen Redaktionen von New York Times bis Spiegel Online kann sich mittlerweile auch sehen lassen. Online-Redakteure haben den Trend erkannt und integriert, den Digg und Co. ausgel&#246;st haben. Und damit haben die Newsaggregatoren eigentlich ihre Schuldigkeit getan. In letzter Zeit wurden Facebook und Twitter dar&#252;ber hinaus zunehmend zu pers&#246;nlichen Aggregatoren, getreu der Devise &#8220;Wenn die Information wichtig ist, wird sie mich schon finden.&#8221; Digg? Ein Auslaufmodell.</p>
<p>Ironie der ganzen Sache ist, dass das neue Digg im August eigentlich genau unter dieser Pr&#228;misse gestartet war: personalisierter, relevanter, moderner. Offenbar ist es das aber nicht geworden. Und jetzt? Personalk&#252;rzungen sind meist der Anfang vom Ende. Sie gehen zu Lasten neuer Ideen und der Kreativit&#228;t. Ein Team, das verkleinert wird, kann sich nur noch aufs Verwalten beschr&#228;nken und lebt in st&#228;ndiger Angst, der n&#228;chsten Entlassungswelle zum Opfer zu fallen. So wird Digg den Umschwung wohl nicht schaffen. Facebook und Twitter k&#246;nnen sich freuen. Und die bei Digg Gefeuerten? Die k&#246;nnen sich auf spannende neue Anstellungen freuen. Techcrunch hat gleich <a href="http://techcrunch.com/2010/10/25/digg-refugees/">einige ernst gemeinte</a> Stellenangebote f&#252;r Ex-Digg-Mitarbeiter gefunden &#8211; auf Twitter. Das ist doppelt bitter f&#252;r die Digg-F&#252;hrung.</p>
<p style="text-align: right;">(J&#252;rgen Vielmeier)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8216;Street View&#8217;-Posse: Immerhin 2,89 Prozent lie&#223;en ihren Worten auch Taten folgen</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2010/10/21/street-view-posse-immerhin-289-prozent-liessen-ihren-worten-auch-taten-folgen/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 11:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[street-view]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten von euch d&#252;rften es schon gelesen haben &#8211; immerhin hatten es selbst Spiegel-Online heute Morgen als Aufmacher: Google hat hierzulande im Rahmen seines Street View-Programms 244.237 L&#246;sch-Antr&#228;ge von besorgten Immobilienbewohnern und -besitzern erhalten. Wie auf dem Blog des Suchgiganten zu lesen ist, gibt es in den 20 St&#228;dten, in denen Street View bald verf&#252;gbar sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-21397" title="Google-Street-View1211" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Google-Street-View12111.jpg" alt="" width="500" height="289" /></p>
<p>Die meisten von euch d&#252;rften es schon gelesen haben &#8211; immerhin hatten es selbst <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,724319,00.html" target="_blank">Spiegel-Online</a> heute Morgen als Aufmacher: Google hat hierzulande im Rahmen seines Street View-Programms 244.237 L&#246;sch-Antr&#228;ge von besorgten Immobilienbewohnern und -besitzern erhalten. Wie auf dem <a href="http://google-produkt-kompass.blogspot.com/" target="_blank">Blog des Suchgiganten</a> zu lesen ist, gibt es in den <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/08/10/endlich-google-street-view-nun-auch-in-deutschland-vorerst-aber-nur-in-grossstaedten/" target="_self">20 St&#228;dten</a>, in denen Street View bald verf&#252;gbar sein soll, 8.458.084 Haushalte. Somit entfallen auf die Gegner des Services in Relation gesetzt 2,89 Prozent. Geht man davon aus, dass Google f&#252;r die Protestler faktisch auf jedem m&#246;glichen <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/08/17/das-bange-zittern-hat-ein-ende-ab-sofort-koennen-street-view-opfer-drauflos-loeschen/" target="_self">Kontaktweg</a> erreichbar war, sollte man meinen, dass ein jeder von ihnen einen entsprechenden Antrag eingereicht hat. So. Und nun l&#228;sst sich vortrefflich streiten.</p>
<p>N&#228;mlich dar&#252;ber, ob die Zahl nun hoch oder gering ausgefallen ist, die Gegner oder die Bef&#252;rworter des Projekts &#8220;Recht&#8221; hatten und als Sieger vom Platz gehen. Und zwar, weil die einen behauptet haben, dass sich ganz doll viele gegen Street View aussprechen werden. Oder eben die anderen, weil sie meinten, dass die meisten nur von den Medien aufgescheuchte, von der Panik erfasste, im Zweifel ahnungs- oder meinungslose Mitb&#252;rger, Mitl&#228;ufer oder gar Trittbrettfahrer sind, die in typisch deutscher Manier rumst&#228;nkern, letztlich aber nichts unternehmen. Und am Ende doch heimlich alle Googles Services nutzen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbeliebt mache: Ich geh&#246;re zur letztgenannten Gruppe und sehe mich in dem Ergebnis best&#228;tigt.</p>
<p>Meine Argumente habe ich in den verschiedenen Artikeln zum Thema bereits ausf&#252;hrlich dargelegt und werde sie an dieser Stelle nicht wiederholen. Wer anderer Meinung ist, kann diese gern in den Kommentaren kundtun.</p>
<p>Wie im oben verlinkten Spiegel-Artikel erw&#228;hnt wird, ist die Zahl nicht nur absolut gesehen niedrig, sondern auch niedriger als manche Umfragen erwarten lie&#223;en. So sollen laut einer Emnid-Erhebung im Auftrag der &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/digital/bams/2010/08/15/google-street-view/wo-die-chefs-von-google-selbst-privat-wohnen.html" target="_blank">Bild am Sonntag</a>&#8220; &#252;ber die H&#228;lfte der Deutschen gegen eine Abbildung ihres Zuhauses bei Street View gewesen sein (Frauen waren dabei deutlich besorgter als M&#228;nner). Fairerweise muss man an dieser Stelle hinzuf&#252;gen, dass dabei offenbar Menschen in ganz Deutschland befragt wurde &#8211; nicht nur in den &#8220;betroffenen&#8221; Gebieten. Die Quote k&#246;nnte als durchaus noch erreicht werden, wenngleich das momentan etwas illusorisch anmutet. Wie dem auch sei&#8230;</p>
<p>Unsere oberster Datensch&#252;tzer Johannes Casper deutet die knapp drei Prozent jedenfalls als deutliches Zeichen und bemerkenswert hoch. Auf <a href="http://www.tagesschau.de/inland/google334.html" target="_blank">Tagesschau.de</a> wird er mit den Worten zitiert: &#8220;Ich bin nicht davon ausgegangen, dass es doch so viele sind&#8221;, so Casper, und f&#252;gt hinzu, dass die Zahl von Google kleingeredet werde. Rechnete man n&#228;mlich die Einspr&#252;che in den 20 St&#228;dten bundesweit hoch, erg&#228;be das &#252;ber eine Million Einspr&#252;che. So kann man das nat&#252;rlich auch sehen.</p>
<p>Apropos auch so sehen: Das Nachrichtenmagazin zitiert auch das Verbraucherschutzministerium, das die Zahl ebenfalls als hoch erachtet. Dort hofft man nun darauf, dass &#8221;Google s&#228;mtliche Widerspr&#252;che zuverl&#228;ssig umsetzt und die betroffenen H&#228;user und Grundst&#252;cke vor der Freischaltung im Internet unkenntlich macht&#8221;. Das zu gew&#228;hrleisten, ist der Suchriese offenbar bem&#252;ht. Auf dem Blog ist zu lesen, dass ein gro&#223;er Aufwand betrieben wird, um die Antr&#228;ge umzusetzen. Offenbar wurden hierzu sogar 2oo neue Mitarbeiter eingestellt.</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Probleme f&#252;r Apple: Jailbreak f&#252;r iOS 4 kommt und &#8216;Glassgate&#8217; zieht seine Runden</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2010/10/08/neue-probleme-fuer-apple-jailbreak-fuer-ios-4-kommt-und-glassgate-zieht-seine-runden/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 09:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wei&#223; nicht, wie hoch die Zahl jener unter euch ist, die mit der M&#246;glichkeit eines Jailbreak f&#252;r A4 (S5L8930)-betriebene Apple-Gadgets lieb&#228;ugeln, zu welchen das iPhone 4, iPod Touch 4, das iPad und Apple TV2 geh&#246;ren. F&#252;r die, die es tun, habe ich jedenfalls gute Neuigkeiten. Wie ihr dem Teaser-Bild entnehmen k&#246;nnt, ist es Joshua Hill und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-21282" title="Jailbreak" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Jailbreak.png" alt="" width="500" height="224" />Ich wei&#223; nicht, wie hoch die Zahl jener unter euch ist, die mit der M&#246;glichkeit eines Jailbreak f&#252;r <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apple_A4" target="_blank">A4</a> (S5L8930)-betriebene Apple-Gadgets lieb&#228;ugeln, zu welchen das iPhone 4, iPod Touch 4, das iPad und Apple TV2 geh&#246;ren. F&#252;r die, die es tun, habe ich jedenfalls gute Neuigkeiten. Wie ihr dem Teaser-Bild entnehmen k&#246;nnt, ist es <a href="http://twitter.com/#!/p0sixninja" target="_blank">Joshua Hill</a> und einigen weiteren Hackern des &#8220;<a href="http://twitter.com/#!/chronicdevteam" target="_blank">Chronic Dev Team</a>&#8221; gelungen, sich ins Apples iOS 4.1 reinzuschmugeln. Und sie sind nun soweit, potenziellen Nachahmern ein entsprechendes Tool am zehnten Oktober (<a href="http://twitter.com/#!/p0sixninja/status/26683217373" target="_blank">p&#252;nktlich</a> um zehn Sekunden und zehn Minuten nach Zehn, die alten Scherzbolde) zur Verf&#252;gung stellen.</p>
<p>Mit dem von den Jungs entwickelten <a href="http://greenpois0n.com/" target="_blank">Greenpoison</a>-Tool wird ein &#8220;<a href="http://www.ipodtouchfans.com/forums/showthread.php?t=280066" target="_blank">unthetered Jailbreak</a>&#8221; m&#246;glich sein, obwohl das Tool auf dem sogenannten <a href="http://www.shatterjailbreak.com/" target="_blank">SHAtter-Exploit</a> basiert, das selbst tethered ist. Das wiederum bedeutet f&#252;r den Besitzer eines entsprechend gehackten iGadgets &#8211; wenn ich es recht verstehe &#8211; dass es nun <em>nicht mehr</em> nach jedem Neustart erst an den PC angeschlossen werden muss. Klingt in meinen Ohren doch ganz gut. Noch besser h&#246;rt sich gar die Info an, dass Apple den Einbruch nun nicht mehr mit einen simplen Firmware-Update wird patchen k&#246;nnen, sondern eine &#252;berarbeitete Version der Ger&#228;te von N&#246;ten sein wird. Und die d&#252;rfte so bald nicht kommen. </p>
<p>Apropos Not: Der angek&#252;ndigte Jailbreak stellt wohl momentan ein eher geringes &#220;bel f&#252;r den Konzern aus Cupertino dar. Viel mehr Kopfzerbrechen d&#252;rften den Verantwortlichen um Steve Jobs Berichte bereiten, die momentan die Runde durch etliche Tech-Blogs machen &#8211; unter anderem <a href="http://gdgt.com/discuss/with-antennagate-over-is-glassgate-next-iphone-ani/" target="_blank">Gdgt</a> und <a href="http://gizmodo.com/5658352/" target="_blank">Gizmodo</a> (wobei man hier wohl noch immer <a href="http://derstandard.at/1271378256871/iPhone-gate-Gizmodo-darf-nicht-auf-Apples-WWDC" target="_blank">sauer auf Jobs</a> sein und jede Gelegenheit nutzen d&#252;rfte, um gegen Apple zu schie&#223;en). In Anlehnung an &#8220;<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/07/19/jobs-auf-antennagate-conference-wir-sind-nicht-perfekt-aber-die-anderen-erst-recht-nicht/" target="_self">Antennagate</a>&#8221; haben die Blogger das von iPhone-Entwicklern neu entdeckte Design-Problem kurzerhand &#8220;Glassgate&#8221; genannt. Hiermit beziehen sie sich auf den Umstand, dass das Spezialglas, auf der R&#252;ckseite des Ger&#228;ts zum Einsatz kommt, doch anf&#228;lliger f&#252;r Kratzer und Spr&#252;nge zu sein scheint, als urspr&#252;nglich gedacht und <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/06/28/das-iphone-4-im-test-schoenes-geraet-mit-makeln/" target="_self">behauptet</a>.</p>
<p>Als Verursacher der Sch&#228;den treten ironischerweise die von Apple selbst als L&#246;sung f&#252;r den Abfall des Empfangs bei den neusten iPhone-Modellen beschworenen Bumper und Schutzh&#252;llen in den Fokus. Decken sie n&#228;mlich die gesamte Ger&#228;te-R&#252;ckseite ab, k&#246;nnen zwischen dieser und der Sicherheitsh&#252;lle eingeschlossene Staub- und Schmutzpartikel dazu f&#252;hren, dass die Glasoberfl&#228;che zerkratzt oder im schlimmsten Fall sogar bricht.</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann)</p>
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		<title>Rauchmelder 2.0: Stadt K&#246;ln stiftet B&#252;rger zum Online-Raucher-Denunzieren an</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 13:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtrauchenschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Online Formular]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt Köln]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe die News im Vorbeigehen auf dem Weg zur Arbeit in einem dieser Express-St&#228;nder gelesen und sie f&#252;r einen Witz gehalten. Es sieht aber wohl tats&#228;chlich so aus, dass wir hier in K&#246;ln (sicherlich werden bei entsprechendem &#8220;Erfolg&#8221; weitere St&#228;dte folgen) eine Art Online-Formular f&#252;r Petzliesen erhalten. Und zwar f&#252;r jene, die sich &#252;ber rauchende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-21277" style="margin-left: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Raucher" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Raucher.jpg" alt="" width="250" height="217" />Ich habe die News im Vorbeigehen auf dem Weg zur Arbeit in einem dieser <a href="http://www.express.de/regional/koeln/koelner-sollen-online-petzen/-/2856/4719512/-/index.html" target="_blank">Express</a>-St&#228;nder gelesen und sie f&#252;r einen Witz gehalten. Es sieht aber wohl tats&#228;chlich so aus, dass wir hier in K&#246;ln (sicherlich werden bei entsprechendem &#8220;Erfolg&#8221; weitere St&#228;dte folgen) eine Art Online-Formular f&#252;r Petzliesen erhalten. Und zwar f&#252;r jene, die sich &#252;ber rauchende Mitb&#252;rger in Gastst&#228;tten beschweren wollen. Auf der entsprechenden Internet-Seite der Stadt K&#246;ln ist zu lesen, dass es daf&#252;r genutzt werden soll, &#8220;einen Versto&#223; gegen das Nichtraucherschutzgesetz NRW (NiSchG NRW) anzeigen. Wir werden anhand Ihrer Angaben pr&#252;fen, welche ordnungsbeh&#246;rdliche Ma&#223;nahme geeignet ist, um den Versto&#223; zu ahnden und zuk&#252;nftig auszuschlie&#223;en&#8221;. Ist das nicht be&#228;ngstigend?</p>
<p>Da werden Menschen doch zum Denunziantentum angestiftet, oder sehe ich das zu eng? Ich bin selbst Nicht-Raucher und habe auch noch nie an einer Zigarette gezogen. Insofern kommt mir solch ein Vorsto&#223; nat&#252;rlich zugute. Ich will hier jetzt auch gar nicht dar&#252;ber diskutieren, ob mir Kneipen und Diskotheken besser gefallen, seit dort nicht mehr geraucht werden darf. Worum es hier geht, ist, dass bisher eben entsprechende Beamte f&#252;r die Einhaltung des Verbots zust&#228;ndig waren. Und nun sehe ich es schon zum Volkssport werden, sein Smartphone zu zucken und Leute anzuschw&#228;rzen. Auch denkbar w&#228;re, dass Gastwirte sich gegenseitig das Leben schwer machen, indem sie einander bei der Stadt melden.  </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-21276" title="Raucher-Denunzier-Formular" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Raucher-Denunzier-Formular.png" alt="" width="500" height="334" /></p>
<p>Mich wundert es, dass das Formular nicht die Option bietet, direkt ein Beweisfoto mit hochzuladen. So h&#228;tte die Stadt doch eine viel bessere M&#246;glichkeit, die Angaben ihrer Hilfssheriffs zu &#252;berpr&#252;fen beziehungsweise gegen die Delinquenten vorzugehen. Aber ich will hier keine schlafenden Hunde wecken.</p>
<p>Ironische Randnotiz: Als ich neulich abends in einer Kneipe sa&#223;, rauchten auch einige und wurden vom Wirt aufgefordert, dies zu unterlassen. Sie machten die Zigaretten aus, w&#228;hrend sich gleichzeitig am anderen Ende des Ladens andere G&#228;ste gerade eine Fluppe anmachten. Was der Wirt aber nicht bemerkte. Moral von der Geschichte: Wenn schon, dann sollten die Raucher und nicht die Wirte bestraft werden. Dieses Formular ist somit in meinen Augen ein Eigentor, liebe Stadt K&#246;ln, und eine falsche Nutzung der M&#246;glichkeiten, die das Netz zu bieten hat.</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann / Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/boroda/793258148/" target="_blank">Flickr</a> &#8211; Fotograf: Roman Pavlyuk)</p>
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		<title>Studie belegt: Ego Shooter haben auch eine soziale Seite</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 09:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marek Hoffmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gaming]]></category>
		<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Killer-Games]]></category>
		<category><![CDATA[Leonard Reinecke]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es d&#252;rfte keine allzu subjektiv gef&#228;rbte Meinung sein, wenn ich behaupte, dass in der &#214;ffentlichkeit eine, sehr h&#228;ufig undifferenzierte und (daher) negative Meinung &#252;ber die sogenannten Killer-Spiele vorherrscht. Und im Zuge dessen auch pauschale Urteile &#252;ber die Auswirkungen ihres Konsums auf die Psyche der dazugeh&#246;rigen menschlichen Steuereinheiten vorherrschen. Es ist daher erfreulich zu sehen, dass sich in letzter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-21159" title="Killer-Games" src="http://www.basicthinking.de/blog/upload/Killer-Games.jpg" alt="" width="500" height="278" /></p>
<p>Es d&#252;rfte keine allzu subjektiv gef&#228;rbte Meinung sein, wenn ich behaupte, dass in der &#214;ffentlichkeit eine, sehr h&#228;ufig undifferenzierte und (daher) negative Meinung &#252;ber die sogenannten Killer-Spiele vorherrscht. Und im Zuge dessen auch pauschale Urteile &#252;ber die Auswirkungen ihres Konsums auf die Psyche der dazugeh&#246;rigen menschlichen Steuereinheiten vorherrschen. Es ist daher erfreulich zu sehen, dass sich in letzter Zeit augenscheinlich vermehrt Wissenschaftler darum bem&#252;hen, diesen Ressentiments, Vorurteilen und Vorverurteilungen mit solide fundierten Forschungsergebnissen entgegenzutreten. Vor kurzem noch wiesen Kognitionswissenschaftler nach, dass <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/19/leistungssteigerung-durch-richtige-motivation-us-professor-setzt-auf-game-techniken/" target="_self">Ego-Shooter</a> die Leistungsf&#228;higkeit des Spieler-Hirns verbessern und als Tool zur Steigerung der Reaktionsf&#228;higkeit im Alltag genutzt werden k&#246;nnen.</p>
<p>Nun kommt die n&#228;chste &#8220;<a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/multimedia/Die-Maer-von-der-Vereinsamung/story/10636514" target="_blank">Entwarnung</a>&#8220;: Das Zocken von Games, auch das aus der brutaleren Abteilung, macht die Spieler nicht zu einsamen W&#246;lfen, die sich aufgrund ihrer Isolation langsam in blutr&#252;nstige Monster verwandeln, die nur darauf warten, irgendwann &#252;ber ihre Mitmenschen herzufallen. Das geht aus einer Untersuchung des Psychologen Leonard Reinecke von der Universit&#228;t Hamburg hervor. Er und sein Team befragten hierzu 1129 Besucher von Online-Portalen der <a href="http://www.esl.eu/" target="_blank">Electronic Sports League</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Electronic_Sports_League" target="_blank">ESL</a>), eine der gr&#246;&#223;ten Ligen f&#252;r professionelles Computerspielen, um die soziale Seite des Game-Zockens zu erkunden. Heraus kam dabei das: Spieler von Gewalt- und Strategiespielen wie etwa &#8220;Counterstrike&#8221; oder &#8220;<a href="http://www.basicthinking.de/blog/?s=call+of+duty" target="_self">Call of Duty</a>&#8221; m&#252;ssen sich nicht selten in den Dienst der Sache stellen, was bedeutet, sie m&#252;ssen sich mit anderen Spielern verb&#252;nden, zusammenschlie&#223;en, organisieren &#8211; kurz: zu sogenannten Clans verschmelzen -, um ein entsprechendes Ziel zu erreichen. Diese Handlung erfordere aber mindestens ebenso viel soziale Kompetenz, wie das Zusammenschlie&#223;en einzelner Spieler zu einer Mannschaft in einem Sportverein, so die Psychologen.</p>
<p>Und ebenso wie diese w&#252;rden Gamer in den Clans auf Gleichgesinnte treffen, aus denen sich nicht selten pers&#246;nliche Kontakte entwickelten. Wie genau das vonstatten geht, werden die Forscher im Verlauf des heutigen Dienstags offenbaren, wenn sie die Ergebnisse ihrer <a href="http://btz.sessionplaner.de/CVS" target="_blank">Studie</a> &#8220;The Social Side of Gaming: Online-Computerspiele und der Aufbau von Sozialkapital&#8221;<strong> </strong>auf dem <a href="http://www.dgps-bremen.de/dgps/templ_dgps.php?nav=4&amp;sub1=1&amp;sub2=0&amp;menu_id=31" target="_blank">47. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Psychologie</a> in Bremen offiziell vorstellen. Ich vermute mal, dass das vor allem auf Turnieren, Messen oder selbstorganisierten Meetings passiert. Solltet ihr &#252;ber das Thema mehr erfahren wollen, postet eure Fragen im Kommentarfeld. Ich w&#252;rde dann bei entsprechender Resonanz versuchen, ein Interview mit Leonard Reinecke zu organisieren. Aber zur&#252;ck zum Thema.</p>
<p>Es gibt n&#228;mlich eine kleine <a href="http://btz.sessionplaner.de/CVS" target="_blank">Einschr&#228;nkung</a> bei der Meldung. Das oben im Titel der Studie erw&#228;hnte &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Kapital" target="_blank">Sozialkapital</a>&#8220;, unter dem man &#8220;die positiven Ertr&#228;ge subsumiert, die aus sozialen Beziehungen und interpersonalen Kontakten entstehen&#8221;, wird n&#228;mlich nicht von allen Gamern gleich stark aufgebaut. Vielmehr ist es so, dass jene Spieler, die in der Offline-Welt ein hohes Ma&#223; an sozialer Unterst&#252;tzung (etwa durch Familie und Freunde) erfahren (haben), auch deutlich mehr Sozialkapital beim Computerspielen aufbauen. Und die mit weniger entsprechend weniger. Soll hei&#223;en: Online-Kontakte k&#246;nnen die Defizite im realen Leben nicht ausgleichen, sie stellen keine Kompensation zu mangelnder sozialer Unterst&#252;tzung im echten Leben dar. Ob das Ergebnis wohl auch auf Facebook &#252;bertragbar ist? Wie dem auch sei &#8211; eines zeigt die Studie sehr deutlich: Spieler von Killer-Games sind nicht alle gleich und schon gar nicht alle <a href="http://archiv.rhein-zeitung.de/on/95/11/08/topnews/soldaten.html" target="_blank">potentielle M&#246;rder</a>. Oder hat das etwa nie einer gesagt?</p>
<p style="text-align: right;">(Marek Hoffmann / Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/comedynose/3951049965/" target="_blank">Flickr</a> &#8211; Fotograf: comedy_nose)</p>
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