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Archive for the ‘Kritiken’

‘V-Man Home Station’ von Varta: Universal-Ladegerät für jeden Anschluss [Test/Gewinnspiel]24.09.10

Wer stolzer Besitzer eines Mobiltelefons, einer Digitalkamera, eines MP3-Players und noch irgendeines anderen Akku-betriebenen Gadgets ist, der kennt das: Irgendwann wollen die Teile an die Steckdose und aufgeladen werden. Dann heißt es aber erstmal, das richtige Kabel mit dem passenden Stecker raussuchen. Das gilt nicht nur für die Mobiles, was die EU ja bekanntlich im kommenden Jahr ändern will,  auch die ganzen anderen Geräte verfügen alle über unterschiedliche Anschlüsse. Brutal wird’s dann – der eine oder andere wird das Szenario kennen -, wenn man unterwegs ist und der Verwandte oder Bekannte kann nicht mit dem notwendigen Kabel dienen. “Nee du, ich hab ein Nokia. Da passt der Stecker nicht in dein Schrott-Phone von Apple…” Alles schon erlebt.

Nun möchte der deutsche Batterie-Konzern Varta hierbei Abhilfe schaffen, und zwar mit der  ”Professional V-Man Home Station”, einer Art Universal-Ladegerät (siehe Teaser-Bild). Der Name wirkt ein wenig protzig, das Produkt ist aber eigentlich in Ordnung. Ich formuliere es deswegen so einschränkend, weil es meines Erachtens ein paar kleinere Mängel aufweist. Aber der Reihe nach. Das Besondere am V-Man ist, dass er mit acht auswechselbaren Adaptern ausgestattet ist, die ihn im Grunde mit allen heute gängigen Anschlüssen kompatibel machen. So passen sie nicht nur in die Mobiltelefone der Hersteller Samsung, LG, Nokia, Apple und Sony Ericsson, sondern auch in die PSP sowie alle Gadgets mit Micro- und Mini-USB-Steckplatz. Weitere Geräte können über einen seitlich angebrachten USB-Anschluss und jeweils zwei AA- oder AAA-Akkus in einer speziellen Kammer mit Saft versorgt werden. (weiterlesen…)

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Greenpeace vs. Facebook: Mit Kinder-Video gegen den Kohle-Fresser17.09.10

Zu Beginn dieses Jahres hatte Facebook angekündigt, in Prineville (Oregon) ein eigenes, 180 Millionen US-Dollar teures Rechenzentrum bauen zu wollen. Während sich die örtlichen Politiker und einige Arbeitnehmer aus verständlichen Gründen darüber gefreut haben dürften, stießen die Pläne bei Greenpeace auf starke Abneigung. Grund dafür war, dass der für den Betrieb der unzähligen Server benötigte Strom von PacifiCorp kommen sollte. Das Problem dabei: Der Energiemix des lokalen Versorgers besteht zu 59 Prozent aus Kohlestrom – und liegt damit gut 9 Prozent über US-amerikanischem Durchschnitt. Bei der Verbrennung des fossilen Energieträgers werde aber die Luft über Gebühr verschmutzt und dadurch in der Folge die globale Erderwärmung begünstigt, so die Umweltschützer.

Facebook reagiert natürlich gelassen (mit Ablehnung) und ließ verlautbaren, dass das neue Rechenzentrum sehr energieeffizient arbeiten werde. Das sei im Grunde alles, was das Soziale Netzwerk tun könne, schließlich habe man auf die Wahl der Energie-Quellen des Stromversorgers keinen Einfluss. Es kam also, was kommen musste: Greenpeace rief zum Protest auf und gründete eine Facebook-Gruppe mit dem Namen “Unfriend Coal” (und noch eine weitere Gruppe). Doch Zuckerberg rührte sich nicht. Im September dieses Jahres erneuerte Greenpeace-Geschäftsführer Kumi Naidoo in einem offenen Brief sein Anliegen an den Gründer. Aber wieder nix. Und so holen die Umweltschützer nun zum ultimativen Schlag aus: dem nachfolgenden Video. (weiterlesen…)

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‘Paradigmenwechsel’ verpennt: Nokia will aus Fehlern lernen, Zweifel daran sind angebracht17.09.10

Am vergangenen Montag hatte Nokia auf der hauseigenen “World”-Messe seine neuen Smartphone-Modelle vorgestellt, mit denen die Finnen künftig wieder am Markt angreifen und an vergangene Erfolge anknüpfen möchten. In meinem dazugehörigen Artikel hatte ich angemerkt, mit welch deutlichen Worten der leitende Vizepräsident des Handy-Herstellers, Niklas Savander, dabei über die Konkurrenz und den Kurswechsel sprach. Die war man von den Konzernlenkern bisher eigentlich nicht gewohnt – deutliche Ansprachen könnten aber offenbar bereits ein Teil der neuen Strategie sein.

Jüngstes Beispiel dafür ist ein Interview, das der Strategievorstand Kai Öistämö der Financial Times Deutschland (FTD) gegeben hat. Darin spricht er in fast entwaffnender Offenheit darüber, dass sein Unternehmen in der Vergangenheit Schwierigkeiten dabei gehabt hätte, sich auf den “Paradigmenwechsel” in der Mobilfunkindustrie einzustellen. Das ist doch mal eine Aussage! Der Weltmarktführer im Bereich Mobiltelefon-Herstellung gibt öffentlich zu, dass die Unternehmensführung ihr Geld quasi im Schlaf verdient hat. So sympathisch die Offenbarung allerdings daher kommt, so geschickt lanciert ist sie auch und wäre in kaum einem anderen (zeitlichen) Kontext denkbar gewesen. (weiterlesen…)

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Kampf der Streaming-Helden: kurzer Vergleich von kostenlosen Musik-Diensten11.09.10

Heutzutage sind für die Musikbegleitung einer zünftige Party keine CDs mehr nötig. Sogar auf den Download von MP3-Dateien kann man verzichten, da der viel zu lange dauert, suggeriert uns jedenfalls die Fernsehwerbung des deutschen Streaming-Anbieters simfy. Lassen wir das Argument mit der Geschwindigkeit mal beiseite. Wichtig ist ja viel mehr, welche Titel überhaupt zur Verfügung stehen. Das habe ich mir bei vier Streamingdiensten mal genauer angeschaut: Mit dabei beim Kampf der Heroen sind neben simfy:  last.fm, Deezer und Grooveshark.

Um für unseren kurzen Test der kostenlosen Musikanbieter eine einigermaßen objektive Auswahl an Titeln zu treffen, haben wir uns an der Übersicht von YouTube Music orientiert. Die dortigen Erstplatzierten in den Genres Pop, Country, Hiphop, Rock und der Kategorie „Sonstiges“ haben wir am Wettbewerbstag um drei deutsche Titel ergänzt. Das internationale Testfeld bestand damit aus Justin Bieber („Baby“), Miley Cyrus („The Climb”), Taylor Swift („You belong with me”), Young Money („Bedrock”) und OneRepublic („All the Right Moves”). Als heimische Kandidaten wurden Nina Hagen mit ihrem DDR-Hit „Du hast den Farbfilm vergessen“, der Ballermann-Sänger Peter Wackel mit dem Bierhit „Kenn nicht deinen Namen“ ausgewählt. Als Vertreter der Neuen Deutschen Härte gesellten sich auch Rammstein mit „Rosenrot“ hinzu. Diesem Testfeld müssen sich die einzelnen Musikdienste stellen. (weiterlesen…)

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Kommentar-Outsourcing: Feedback zu stern.de-Artikeln künftig nur noch über Facebook09.09.10

Leser-Kommentare unter Blog- oder Newsartikeln sind nicht erst seit gestern ein Thema. Und ein hitziges noch dazu. Erinnert sei beispielsweise an das Abschalten der Kommentarfunktion bei Engadget, Andrés “Danke für das ‘Arschloch’“-Artikel oder zuletzt Jürgens Überlegungen darüber, ob (Blog)-Kommentare nun ein Fluch oder ein Segen sind. Im Kern geht’s bei der Debatte immer um das Gleiche: Wie geht man mit den meist anonym verfassten Beiträgen um, die gegen die Grundregeln eines gepflegten Miteinanders verstoßen? Löschen? Kommentarfunktion deaktivieren? Anmeldepflicht einführen? Ich will die Debatte hier nicht erneut aufleben lassen, sondern auf einen Lösungsansatz verweisen, den unter anderen Vorzeichen und in einem radikalerem Umfang das Magazin FHM im Juli dieses Jahres beschritten hat, und dem nun stern.de in gewisser Weise folgt.

Er sieht so aus, dass man sich in der Redaktion dazu entschlossen hat, die “Kommentarfunktion auf stern.de vorerst nicht mehr anzubieten”. Dies hat die Produktmanagerin des News-Portals, Katarina Rathert, in einem Interview mit Dirk von Gehlen geäußert. Allerdings fällt die Funktion nicht ersatzlos weg, sondern man ist dabei, “den Umgang mit Kommentaren auf stern.de neu zu konzipieren”, so Rathert. Und das bedeutet im Klartext, dass Leser ihre Meinung zu den Artikeln künftig nur noch auf Facebook hinterlassen können. Kommentar-Outsourcing, sozusagen. (weiterlesen…)

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Pessimismus 2.0: Die negativen Aspekte der ‘Like Machine’ und Sozialer Netzwerke07.09.10

Das war abzusehen. In Israel hat die “interaktive” Werbeagentur Publicis E-dologic die konsequente Weiterentwicklung des Facebook’schen “Like”-Buttons vorgestellt: die sogenannte Like Machine. Dieses Real-Life-Pendant besteht im Kern aus einem meist stationär angebrachten (aber auch mobilen) Scanner und einem Armband, das die Facebook-Account-Informationen seines Trägers auf einem Chip gespeichert hat (siehe Teaser-Bild). Befindet sich Ersteres nun beispielsweise am Eingang einer Eisdiele angebracht, kann der User ihn beim Verlassen des Cafes mit seinem Band berühren und das System postet automatisch eine “Gefällt mir”-Statusnachricht auf der Pinnwand des Sozialen Netzwerks. Entwickelt wurde das Teil für den Zuckerwasser-Hersteller Coca-Cola, der es in seinem “Coca-Cola Village” von tausenden jugendlichen Freiwilligen testen ließ (Video davon findet ihr anbei und könnt getrost bis 0:30 Minute vorspulen, ohne etwas zu verpassen).

Nun will ich die technische Zukunft mit all ihren Möglichkeiten nicht schwarzzeichnen. Und an ein Szenario wie in den Terminator-Filmen oder anderen Untergangsvisionen, in denen die Menschen von den von ihnen selbst erschaffenen Maschinen beherrscht werden, glaube ich auch nicht. Trotzdem gesellt sich zu meiner Freude über den Fortschritt hin und wieder auch ein beklemmendes Gefühl und die Frage, wo das alles eigentlich noch hinführen soll? Vor allem seit das Internet den ihm quasi zugewiesenen Platz – nämlich den Desktop-Computer – verlassen hat und sich mithilfe mobiler Gadgets, allen voran den Smartphones, sozusagen auch im Real-Life ausbreitet. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Duisburg vs. xtranews.de oder: Wie man mit dem Web 2.0 nicht umgeht22.08.10

Noch immer ist die Schuldfrage rund um die Loveparade-Tragödie von Duisburg nicht geklärt und langsam bezweifle ich, dass sie es jemals wird. Wer die Alleinschuld auf Oberbürgermeister Adolf Sauerland schiebt, macht es sich dann wohl zu einfach. Das tut aber auch niemand. Er und seine Behörde aber haben die Veranstaltung ohne schlüssiges Sicherheitskonzept genehmigt und damit die Verantwortung getragen. Und wer bei einer hausgemachten Katastrophe die Verantwortung trägt, der muss die Konsequenzen ziehen.

Dass der Mann leidet, glaube ich ihm. Natürlich hat er die 21 Toten und über 500 Verletzten der Katastrophe nicht gewollt. Und dass sie nun auf seine Kappe gehen sollen – wer würde schon mit so einer Bürde leben wollen? Von allen Seiten prasselt derzeit Kritik auf Sauerland ein. Erst verschwand er für einige Tage in der Versenkung, dann tauchte er wieder auf und gab zwei Interviews, in denen er sich selbst als Opfer gerierte. Das erhöhte die Kritik noch umso mehr. In der WDR-Sondersendung “Kreuzverhör” schließlich behauptete er, sich nicht bei den Angehörigen der Opfer melden zu können, weil deren Namen nicht bekannt seien. Diese liegen dem Duisburger Standesamt aber vor, einem Teil der Stadtverwaltung, dessen oberster Chef der Oberbürgermeister ist. Entweder also war Sauerland schlecht informiert oder er log ganz bewusst, um sich öffentlich reinzuwaschen. Die Folge war auf jeden Fall: noch mehr Kritik.
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Die Legion formiert sich: Deutsche Telcos und Kabelanbieter auch gegen Netzneutralität12.08.10

Beim Lesen eines am heutigen Donnerstag in der Berliner Zeitung erschienenen Artikels scheint es, als würden die deutschen Telekommunikationsunternehmen und Kabelanbieter Morgenluft wittern. Google und Verizon sind mit ihrer geheimen “Anti-Netzneutralität-Allianz” aufgeflogen und nun heißt es, die Gunst der Stunde zu nutzen und im Windschatten der beiden auch die eigenen Forderungen kundzutun. Naja, und natürlich im Schutz der beiden Riesen, denn die sind momentan die designierten Buhmänner und Haupt-Zielscheiben der Kritiker. Wenngleich sich der Telekom-Chef René Obermann in der Vergangenheit ja auch schon mehr oder minder deutlich für die Abschaffung der Gleichheit im Netz stark gemacht hat. Erinnert sei an Sätze wie “Wir können nicht alles umsonst anbieten” und “Zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen”, was dann wieder relativiert wurde – offenbar aufgrund der zu erwartenden Proteste.

Ja, und nun fordern also die, deren Gesinnung bekannt aber Stimme bisher kaum zu vernehmen war, mit lauten Worten das ihrer Meinung nach Unabwendbare. Und zwar mit dem ewig gleichen Argument: “Wir benötigen eine Kostenbeteiligung von Anbietern, die starken Datenverkehr verursachen”, ist aus dem Mund von Peter Charissé zu vernehmen, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Kabelnetzbetreiber. Und dem schließt sich der Bundesverband Breitbandkommunikation an. Gemeinsam fordert man eine Art “digitale Maut”, deren Konzept auf abgestuften Gebühren basieren und bei dem die Kostenbeteiligung der Traffic-Verursacher mit der Höhe der Datenmenge wachsen soll. Um kleinere Unternehmen damit nicht finanziell zu stark zu belasten und somit im Vergleich zu Global-Playern zu benachteiligen, wird eine sogenannte Bagatellgrenze eingeführt. Wer unter diese fällt, braucht keine Extra-Gebühr zu entrichten. (weiterlesen…)

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‘Pro Netzneutralität’ kämpft für gesetzliche Verankerung der neutralen Datenübermittlung11.08.10

Petitionen und Bürger-Initiativen sind eine super Sache. Der “kleine Mann” kann damit entweder seinem Unmut über oder dem brennenden Wunsch nach etwas Ausdruck verleihen. Ein schönes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit war die Onlinepetition der Aktivisten von Google Maps “Bike There”, mit der in den USA Radfahrer den Such-Giganten dazu bewegt haben, das Feature “Biking Directions” auf Maps freizuschalten. Und Anfang dieses Monats kam noch eine Initiative hinzu: nämlich die zur Rettung von Google Wave, die mittlerweile fast schon 30.000 Unterstützer gefunden hat.

Dass eine Initiative aber auch für ein ungleich bedeutenderes Thema wie die Netzneutralität als wichtiges Werkzeug genutzt werden kann, beweisen die Gründer des Projekts “Pro Netzneutralität“, das sie am heutigen Mittwoch in Berlin vorgestellt haben. Damit wollen sie sich zusammen mit “normalen” Usern und Persönlichkeiten aus der Politik, den Medien und dem Netz für die Sicherstellung eines “freien und offenen Internets” einsetzen. “Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie”, ist auf der Seite zu lesen. (weiterlesen…)

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Twitter führt eigenen Tweet-Button ein – aber nicht aus Liebe zum User11.08.10

Wenn man den Quellen Glauben schenken darf, die die Kollegen von Mashable mit der Information versorgt haben, dann steht Twitter kurz vor der Einführung eines eigenen Tweet-Button (siehe Teaser-Bild und unten). “Kein großes Ding”, könnte man auf den ersten Blick meinen, existieren solche Knöpfe doch schon seit langer Zeit. Am weitesten verbreitet sind die von Tweetmeme, nach dessen Prinzip offenbar auch der Twitter-Button funktionieren wird. Genau hier liegt aber eigentlich auch das Bemerkenswerte an der Meldung. Zumindest für alle aktuellen und angehenden Drittanbieter von Twitter-Diensten.

Es ist nämlich nicht von der Hand zu weisen, dass sich der Microblogging-Dienst ihrer immer stärker entledigt. Oder um es in anderen Worten auszudrücken: Die erfolgreichen Services werden nachgebaut oder aufgekauft, in jedem Fall aber als solche überflüssig gemacht. Das geschieht meines Erachtens schon lange nicht mehr, um dem Nutzer einen besseren Service bieten zu können (selbst diejenigen Ansätze, die dafür bestimmt sind, sind nur halb ausgegoren), sondern um ansprechender für zahlungsfreudige Kundschaft zu sein. Aus Profit-Orientierung also. Ich habe dazu eine kleine Theorie, wie Twitter dabei vorgeht. (weiterlesen…)

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Wikileaks: Veröffentlichte Dokumente zeigen das wahre Gesicht des Afghanistan-Krieges26.07.10

Wer am heutigen Montag im Netz nach einer News-Seite sucht, auf der nicht Wikileaks das Top-Thema ist, dürfte ziemlich lange zu tun haben. Die Whistleblower-Website, auf der anonym Dokumente veröffentlicht werden, die das Fehlverhalten von Regierungen und Unternehmen aufzeigen sollen, sorgte vergangene Nacht nämlich mit einer aufsehenerregenden Aktion für Furore. Insgesamt 91.731 Kriegsdokumente des US-Militärs über den Afghanistan-Krieg, die aus dem Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2004 und dem 31. Dezember 2009 stammen, wurden für alle User öffentlich zugänglich online gestellt.

Dass uns die Regierungen und Militärs über den Krieg im nahen Osten nur das wissen lassen, was sich ohnehin nicht verheimlichen lässt oder ihnen gut in die Strategie passt, sollte jedem mündigen Bürger schon lange bewusst sein. Wie viel von ihnen in den rund sechs Jahren aber tatsächlich verschwiegen oder beschönigt wurde – darüber kann sich nun jeder sein eigenes Bild machen. Und zwar durch die Augen der Soldaten, die in dem Krisengebiet zum Einsatz kamen beziehungsweise dort noch im Einsatz sind. Denn von ihnen wurden die Dokumente verfasst (eine Auswahl der wichtigsten Aufdeckungen – etwa, dass Pakistan heimlich die Taliban unterstützt - hat der Spiegel zusammengestellt). Manche davon sind offenbar so brisant, dass sie nicht nur der zivilen Öffentlichkeit, sondern auch der afghanischen Regierung vorenthalten wurden. (weiterlesen…)

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Facebook: Wohlfühl-Faktor geringer als bei Wikipedia und YouTube21.07.10

Heute sollte eigentlich der Tag sein, an dem unzählige muslimische User Facebook verlassen wollten, weil das Soziale Netzwerk angeblich unbegründet vier populäre Seiten mit islamischen Inhalten gelöscht hat. Bisher finden sich aber noch nirgendwo im Netz Anzeichen für eine mittel- bis ganz große Mitglieder-Abwanderung - die Rede war immerhin von bis zu 2,47 Millionen Empörten. Aber der Boykott-Aufruf gilt ja noch den ganzen Tag, vielleicht tut sich da ja noch was. Fest steht aber, dass die muslimische Community nicht die einzige ist, die (in den USA) augenscheinlich ihren Unmut bekundet über das weltweit (außer in den USA) stetig wachsende und die 500-Millionen-User-Grenze anpeilende Netzwerk.    

Das legt jedenfalls der in regelmäßigen Abständen von der University of Michigan Business School erstellte American Customer Satisfaction Index (ACSI, PDF) nahe. Der ACSI-Wert, der die Kundenzufriedenheit mit einem Unternehmen angibt und zuletzt Microsoft eine ungeahnte Beliebtheit bescheinigte, liegt in Facebooks Fall nämlich bei nur 64 von 100 möglichen Punkten. Damit liegt das Netzwerk auf einem Level mit Fluggesellschaften und Kabel-Anbietern, die notorisch schlecht abschneiden und gehört zu den unteren fünf Prozent aller privater Unternehmen. Das erstaunt ein wenig, wenn man sich die Popularität der Plattform in den USA ansieht. (weiterlesen…)

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iPhone 4: Apples eigener Experte sagte Antennen-Probleme frühzeitig voraus15.07.10

“Ich habe euch gewarnt! Aber ihr wolltet ja nicht auf mich hören!” – Ich könnte mir vorstellen, dass das zwei Sätze sind, die Ruben Caballero in den letzten Wochen des Öfteren vor seinem geistigen Ohr gehört hat. Dass er sie nämlich direkt in Steve Jobs Gesicht gesagt hat, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Wie dem auch sei, der Chef-Entwickler und Antennen-Experte in den Diensten von Apple soll laut Bloomberg bereits in der frühen Entwicklungsphase des iPhone 4 das Management bei Apple darauf hingewiesen haben, dass das neuartige Antennen-Design zu Problemen führen könnte. Wird nämlich das Telefon “falsch” gehalten, kann das, wie auch wir hier in der Redaktion in einem eigenen Test nachweisen konnten, zu starken Empfangsstörungen bis hin zu Verbindungsabbrüchen führen.

Darüber hinaus hätte auch ein Partner-Unternehmen Bedenken darüber geäußert, dass die Art, wie die Antenne im neuen Modell verbaut wird, problematisch werden könnte. Das will der Branchendienst von einem Insider erfahren haben, der ungenannt bleiben möchte. Apple hat auf Anfrage dazu – wenig überraschend – kein Statement abgegeben. Und zugleich auch Caballero untersagt, Interviews zu diesem Thema zu geben. Wir dürfen daher gespannt sein, was uns am morgigen Freitag erwartet. (weiterlesen…)

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LG GD880 im Test: Schickes Design, nette Features, aber kein vollwertiges Smartphone07.07.10

Unserer Redaktion wurde vor einiger Zeit das LG GD880 (auch unter dem Namen LG Mini bekannt) als Testgerät zur Verfügung gestellt. Bisher bin ich aber nicht dazu gekommen, es ausgiebig zu testen. Letztes Wochenende war es nun aber soweit und nachfolgend präsentiere ich euch meinen Erfahrungsbericht.

Ich fange mal mit dem Offensichtlichen an: Wie ich an anderer Stelle schon gesagt habe, finde ich das Design sehr gefällig. Es erinnert mich stark an das des neuen iPhone 4, was ja durchaus als Kompliment verstanden werden kann und soll. Und trotz seines im Vergleich sehr viel geringeren Preises – es ist ohne Vertrag bereits ab 249 Euro zu haben – fühlen sich weder die verarbeiteten Materialien noch die Verarbeitung selbst minderwertig an. Eher im Gegenteil: Der teils geriffelte, teils glatte Alu-Rahmen, der oben und an den Seiten um das Gerät verläuft, sowie das Glas des Displays und das sich leicht Gummi-artig anfühlende Plastik am unteren Teil und der Rückseite des Geräts bilden eine sehr solide Einheit. Durch die eckigen Kanten und sein Gewicht von 102 Gramm liegt es zudem gut, wenngleich erstaunlich schwer in der Hand. Die Verbindung der Farben Schwarz (glänzend und matt) und Silber geben dem Gerät zudem einen trendigen Anstrich. (weiterlesen…)

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Facebook-Attacke gegen spanischen Referee Alberto Undiano18.06.10


Ernüchterung. Enttäuschung. Frust! Nicht viel hat heute gepasst im Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien. 0:1 verloren, Elfmeter verschossen, Klose mit Gelb-Rot vom Platz. Viel schlimmer hätte es eigentlich nicht kommen können. Vermutlich hätten Lahm, Schweinsteiger und Co.  auch nach 120 Minuten gegen das geschickt aufgestellte 4-3-2-1-System der Serben keinen Weg gefunden, ein Tor zu schießen.

Und weil wir ja in einer Gesellschaft leben, die ihren Frust gerne auf der Überholspur der (mal mehr mal weniger gegebenen) Anonymität des Internet auslebt, knallt es gerade ordentlich. Und zwar einerseits bei Twitter, aber auch auf einem Facebook-Profil des spanischen Schiedsrichters Alberto Undiano. Genauer gesagt hatte es dort verbale Entgleisungen der “feinsten Art” gegeben. Facebook hat schnell reagiert und die Seite vom Netz genommen. Man muss fast sagen: zum Glück. (weiterlesen…)

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