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Archive for the ‘Kritiken’

LG GD880 im Test: Schickes Design, nette Features, aber kein vollwertiges Smartphone07.07.10

Unserer Redaktion wurde vor einiger Zeit das LG GD880 (auch unter dem Namen LG Mini bekannt) als Testgerät zur Verfügung gestellt. Bisher bin ich aber nicht dazu gekommen, es ausgiebig zu testen. Letztes Wochenende war es nun aber soweit und nachfolgend präsentiere ich euch meinen Erfahrungsbericht.

Ich fange mal mit dem Offensichtlichen an: Wie ich an anderer Stelle schon gesagt habe, finde ich das Design sehr gefällig. Es erinnert mich stark an das des neuen iPhone 4, was ja durchaus als Kompliment verstanden werden kann und soll. Und trotz seines im Vergleich sehr viel geringeren Preises – es ist ohne Vertrag bereits ab 249 Euro zu haben – fühlen sich weder die verarbeiteten Materialien noch die Verarbeitung selbst minderwertig an. Eher im Gegenteil: Der teils geriffelte, teils glatte Alu-Rahmen, der oben und an den Seiten um das Gerät verläuft, sowie das Glas des Displays und das sich leicht Gummi-artig anfühlende Plastik am unteren Teil und der Rückseite des Geräts bilden eine sehr solide Einheit. Durch die eckigen Kanten und sein Gewicht von 102 Gramm liegt es zudem gut, wenngleich erstaunlich schwer in der Hand. Die Verbindung der Farben Schwarz (glänzend und matt) und Silber geben dem Gerät zudem einen trendigen Anstrich. (weiterlesen …)

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Facebook-Attacke gegen spanischen Referee Alberto Undiano18.06.10


Ernüchterung. Enttäuschung. Frust! Nicht viel hat heute gepasst im Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien. 0:1 verloren, Elfmeter verschossen, Klose mit Gelb-Rot vom Platz. Viel schlimmer hätte es eigentlich nicht kommen können. Vermutlich hätten Lahm, Schweinsteiger und Co.  auch nach 120 Minuten gegen das geschickt aufgestellte 4-3-2-1-System der Serben keinen Weg gefunden, ein Tor zu schießen.

Und weil wir ja in einer Gesellschaft leben, die ihren Frust gerne auf der Überholspur der (mal mehr mal weniger gegebenen) Anonymität des Internet auslebt, knallt es gerade ordentlich. Und zwar einerseits bei Twitter, aber auch auf einem Facebook-Profil des spanischen Schiedsrichters Alberto Undiano. Genauer gesagt hatte es dort verbale Entgleisungen der “feinsten Art” gegeben. Facebook hat schnell reagiert und die Seite vom Netz genommen. Man muss fast sagen: zum Glück. (weiterlesen …)

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600.000 iPhones vorbestellt – Seid ihr alle verrückt geworden?17.06.10

Als ich gestern in der Halbzeit des WM-Spiels zwischen Südafrika und Uruguay noch einmal meinen Rechner eingeschaltet habe, ist mir fast mein Wasserglas aus der Hand gerutscht. Was durfte ich da lesen? Das iPhone ist bereits mehr als 600.000 mal verkauft worden. Das ist gleichbedeutend mit einem neuen Verkaufsrekord für Apple und hat unter anderem dazu geführt, dass AT&T in den USA nicht einmal mehr Vorbestellungen annimmt. Zum Vergleich: als 2007 das erste iPhone veröffentlicht wurde, gingen an den ersten beiden Verkaufstagen “nur” 270.000 Bestellungen ein.

Aber warum bestellt die breite Masse das neue iPhone 4? Ist es das Design? Ist es die fast flächendeckende Lobhudelei der Medien? Oder glaubt einfach jeder das, was Steve Jobs in seinen Keynotes verspricht? Ich kann es nicht sagen. Was ich aber schon jetzt sagen kann: das iPhone 4 ist nun wahrlich kein Super-Kracher. Zugegeben: auch mir gefällt das Äußere des nicht einmal zehn Millimeter flachen Telefons. Doch das, was das Smartphone technisch bietet, können auch andere Handys. (weiterlesen …)

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iPhone 4: Trotz vieler Verbesserungen kein revolutionäres Gesamtpaket08.06.10

Der Tag danach: Nachdem das Konfetti verflogen und das Jaulen verklungen ist, wird es Zeit, sich das von Steve Jobs am gestrigen Montag im Rahmen der “Worldwide Developers Conference 2010″ (WWDC) vorgestellte iPhone 4 etwas genauer, das heißt vor allem kritisch zu betrachten. Wer es sich ganz genau angucken will, der kann sich jetzt auf der Apple-Seite ein Video von der gestrigen Keynote anschauen oder - um es noch genauer sehen zu können – eines kaufen. Die Möglichkeit bietet (zumindest offiziell) hierzulande mal wieder nur die Telekom, der Vorverkauf startet am 15.06.

Fangen wir mal mit dem Offensichtlichsten an: dem Design. Daran dürften sich mit Sicherheit die Geister scheiden. Während sich die Vorgängermodelle nämlich alle mehr oder weniger in ihrem Aussehen glichen, schlägt das neue iPhone aus der Art. Denn statt Kurven gibt es nun Kanten. Der runde Bauch auf der Rückseite des Gerätes ist einem flachen gewichen. Die geschwungenen Kanten, die bei schwitzigen Händen manchmal die Kontrolle über das Gerät etwas schwierig gestalteten, wurden durch eckige ersetzt. Gleichzeitig wurden die bisher aus Plastik bestehenden Partien des Gehäuses gegen Metall eingetauscht. Dies sieht aber nicht nur schick(er) aus, sondern hat einen ganz pragmatischen Grund: Der das Gerät nun umschließende Metall-Rahmen dient dem iPhone als Antenne, die bisher innerhalb des Gerätes lag, weswegen bis dato zum Zweck eines besseren Empfangs besagtes Plastik verwendet wurde.   (weiterlesen …)

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Facebook: Zuckerbergs altes Spiel mit neuen Privacy-Einstellungen27.05.10

Gestern hat der Gründer des mit annähernd 500 Millionen Usern weltweit größten Sozialen Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, Unzulänglichkeiten in Sachen Datenschutz eingestanden. Eigentlich hatte er das explizit schon ein paar Tage zuvor getan, nämlich in einer Mail an den populären US-Tech-Blogger Robert Scoble: “Ich weiß, wir haben eine Menge Fehler gemacht.” Streng genommen hatte er dies aber bereits im Dezember 2009 getan. Und im August 2009. Und im März 2008. Und im Dezember des Jahres 2007. Und vermutlich noch zu anderen Gelegenheiten, die ich vielleicht übersehen habe.

Gemein ist all diesen “Sorry”-Bekundungen, dass sie aus der Not heraus geboren sind, Zuckerbergs Not. So auch dieses Mal wieder, wo die Welle der Empörung über ein kritisches Maß zu steigen drohte. Und das ist immer dann der Fall, wenn in das Lamento einer besorgten Facebook-User-Minderheit, welcher Datenschutz am Herzen liegt, auch Medien und Politiker, Behörden und Organisationen einstimmen. Jüngstes Beispiel der Empörung über Facebooks Datenschutz-Pannen, -Unzulänglichkeiten und undurchsichtigen -Einstellungsmöglichkeiten (nachfolgend zeigt euch ein Video-Tutorial, wie es geht) ist die Boykott-Seite Quitfacebooktoday, deren Aufruf bereits knapp 23.000 Facebook-Mitglieder gefolgt sind. (weiterlesen …)

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Google, der Street-View-Skandal und die Konsequenzen17.05.10

Am Freitag dürften es sogar jene Deutsche mitbekommen haben, die sich sonst nicht sonderlich für die Thematik interessieren. Denn nicht nur im Internet, sondern auch im Radio und im Fernsehen wurde darüber berichtet: der Suchriese Google hat mit seiner Kamera-ausgestatteten Street View-Autoflotte doch auch persönliche Daten aus WLAN-Netzwerken eingesammelt. Nachdem eine erste Konsequenz darin bestand, alle Fahrzeuge ersteinmal auf unbestimmte Zeit zu parken und das Erfassen der WLAN-Hotspots mit sofortiger Wirkung zu stoppen und nicht wieder aufnehmen zu wollen, kündigt Google noch eine weitere Konsequenz an, über die sich im Grunde alle Google-User freuen dürften.

Der Vizepräsident der Abteilung Engineering & Research, Alan Eustace, will die normale Google-Suche künftig nur noch verschlüsselt anbieten. Damit soll sichergestellt werden, dass private Daten über Suchanfragen in Zukunft nicht mehr von Dritten über (ungesicherte) WLAN-Netzwerke ausspioniert werden können. Die Umstellung soll noch diese Woche vollzogen werden und der Verschlüsselung gleichen, die beispielsweise auch bei dem hauseigenen E-Mail-Service Gmail oder der personalisierten Suche verwendet wird. (weiterlesen …)

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Amazon bedient sich für ‘Popular Highlights’ an den persönlichen Notizen seiner Kindle-Kunden12.05.10

Leider habe ich zum nachfolgenden Thema bisher noch keine gesicherten Infos. Die Presse-Stelle von Amazon war heute nicht mehr erreichbar und bei der Hotline wurde ich auf die Amazon.com-Seite und das Kindle-Handbuch verwiesen. Und darum geht’s: Jeder Kindle-Besitzer hat die Möglichkeit, sich auf dem Reader Notizen zu seinem E-Book zu machen oder darin Passagen zu markieren oder – wie es so schön im Denglischen heißt – zu highlighten. Amazon speichert diese Anmerkungen und Hervorhebungen dann auf den eigenen Servern, um sie dem User bei Bedarf auch bei einem anderen Exemplar des Werkes zur Verfügung zu stellen. In der Praxis könnten dann beispielsweise die auf dem Kindle gemachten Highlights auch auf dem PC verwendbar sein. Soweit, so gut.

Nun hat Amazon in den USA aber offenbar vor kurzem eine “Amazon Kindle Beta“-Seite (siehe Teaser-Bild) gelauncht. Und auf dieser werden dem interessierten Buch-Kunden “Popular Highlights” präsentiert, die sich in mehrere Kategorien unterteilen. So gibt es etwa “Most Highlighted Passages of All Time” oder “Most Highlighted Books of All Time”. Sinn und Zweck der Übung ist die: Amazon erfasst alle Highlights, die User direkt über den Reader oder eine entsprechende App für den PC, das iPhone oder das iPad machen und fügt sie zusammen. Anschließend werden jene Passagen mit den meisten Hervorhebungen rausgefiltert und anhand dieser eine Empfehlung für künftige Leser erstellt. Damit es für eine Empfehlung reicht, muss eine Passage aber von mindestens drei unterschiedlichen Usern markiert worden sein. Deren Namen werden – natürlich – nicht mit angezeigt. Ihr könnt euch aber trotzdem denken, in welche Richtung die Reise geht.  (weiterlesen …)

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Obama über iPad und Xbox: Durch sie ‘verkommen Informationen zur Ablenkung’10.05.10

Im Rahmen eines Vortrags an der Hampton University in Virginia hat der US-amerikanische Präsident Barack Obama in Bezug auf IT und Internet zur Abwechslung mal ungewohnt kritische Worte gefunden. Bisher war er der Öffentlichkeit eher als ein Politiker bekannt, der beispielsweise die Vorteile des Microblogging-Dienstes Twitter oder eines Blackberry nicht nur offen eingestand, sondern auch selbst nutze. Nun polterte er aber drauflos und erwähnte in seiner Kritik namentlich iPad, iPod, Xbox und Playstation.

Den lauschenden Studenten sagte er: “Ihr lebt in einer Zeit, in der wir 24 Stunden am Tag von einer Medienlandschaft umgeben sind, die uns mit allerlei Content bombardiert und uns unterschiedlichsten Argumenten aussetzt. Und vieles davon besticht nicht gerade durch besonders hohen Wahrheitsgehalt.” Und dann kommt er zur Kritik an den Gadgets von Apple, Microsoft und Sony: Und mit iPods und iPads sowie Xboxes und PlayStations – von denen ich nicht einmal weiß, wie sie funktionieren – verkommen Informationen zur Ablenkung, Zerstreuung, einer Art von Unterhaltung statt ein Instrument des Empowerment, statt ein Hilfsmittel der Emanzipation zu sein. Das alles setzt nicht nur euch unter Druck, es setzt auch unser Land und unsere Demokratie neuem Druck aus.” (weiterlesen …)

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Zensur vs. Jugendschutz: M.I.A. und das verschwundene YouTube-Video29.04.10

Ich hatte es im Zusammenhang mit dem Computer-Spiel “Call of Duty: Modern Warfare 2“ schon einmal gesagt: Als der Ego-Shooter seinerzeit für Wirbel in der Öffentlichkeit sorgte, weil in einer Szene Zivilisten von einem Terror-Kommando abgeschlachtet wurden, handelte es sich meines Erachtens um nichts anderes, als um kalkulierte Provokation. Sex sells, Violance sells. Und je expliziter Paarungs- und/oder Todherbeiführungsbereitschaft demonstriert werden, desto größer die Wahrscheinlichkeit auf Resonanz – egal in welcher Form. Brutalo-Filme wie Rambo haben es vorgemacht, und Skandal-Bands wie Rammstein auch. Und nun tritt M.I.A. (siehe Bild) auf den Plan.

Hinter dem Buchstabenkürzel verbirgt sich die englische Sängerin Mathangi “Maya” Arulpragasam. Sie hat gerade eine neue Single namens “Born Free” auf den Markt gebracht – natürlich samt dazugehörigem Video. Und dieses sorgt momentan für richtig viel Gesprächsstoff. Zum einen deswegen, weil M.I.A. damit nach der oben dargelegten PR-Logik Nägel mit Köpfen macht und sozusagen Rambo mit Rammstein verbindet. In sehr expliziter Weise werden darin nämlich sowohl Gewalt als auch Sex dargestellt. Und zum anderen, weil YouTube genau dieses Video – angeblich – gesperrt haben soll. (weiterlesen …)

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Facebook und der Datenschutz: ‘Wir sind besorgt’28.04.10

Es ist nun tatsächlich erst eine Woche her, dass Mark Zuckerberg uns allen versprochen hat, eine neue Ära einzuläuten. Man kann die Änderungen begrüßen oder man kann sie verdammen – eines jedoch kann man nicht: ihre Relevanz leugnen! Auf jeden kritischen Kommentar oder Artikel kommt auch eine Seite oder ein Blog, welches die neuen Funktionen integriert. Mitunter findet beides gleichzeitig statt, weil man zwar

  • auf die Gefahren und die Ausmaße hinweisen muss, aber
  • sich auch nur sehr schwer dem Reiz entziehen kann, den die neuen Möglichkeiten für den eigenen Webauftritt verheißen.

Schon vor dem letzten Vorstoß des Netzwerk-Giganten probte die deutsche Politik – vertreten durch einen einsamen Vorstoß der Bundestagsabgeordneten Ilse Aigner – den Aufstand, mit bisher eher mäßigem Erfolg. Sie verlangte Privacy-Änderungen (sonst würde sie ihr Profil bei Facebook löschen – keine echte Bedrohung für ein 450 Millionen Menschen umfassendes Netzwerk), Facebook reagierte (erstaunlicherweise) auf den offenen Brief und bot ein Gespräch an. Aigner befindet sich natürlich nach wie vor bei Facebook, was ihr jederzeit hier überprüfen könnt. (weiterlesen …)

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EU-Pirat Engström: Kinderpornos sind das Lockmittel der Lobbyisten28.04.10

Die folgende Meldung ist noch mit Vorsicht zu genießen, da es keinen Weg gibt, sie zu verifizieren. Doch ihr Urheber, Christian Engström, der erste Abgeordnete der Piratenpartei im EU-Parlament, hat eigentlich noch nie Anlass zum Zweifeln gegeben.

Doch nun eines nach dem anderen: In einem aktuellen Blog-Post berichtet der Politiker über ein Ereignis, das sich im Rahmen eines Seminars der US-amerikanischen Handelskammer im Sommer 2007 in Stockholm ereignete. Johan Schlüter, der Sprecher der dänischen Anti-Piraterie-Gruppe, die die Belange der nationalen Unterhaltungsindustrie im Netz vertritt, soll dabei das Wort ergriffen und Folgendes gesagt haben: “Kinderpornografie ist großartig. Es wird wunderbar werden, da Politiker Kinderpornos verstehen. Und indem diese Karte gespielt wird, können wir sie dazu bringen, dass sie Seiten blocken. Und wenn sie einmal damit angefangen haben, kriegen wir sie auch dazu, Filesharing-Seiten zu blocken.”

Das ist harter Tobak. Sollte der Spruch tatsächlich 1:1 so an jenem Tag gefallen sein, ist er zudem menschenverachtend bis hochgradig kriminell. Es wäre unter aller Sau. Diese Worte würden die Vermutung aller Netzsperrengegner auf einen Schlag bestätigen. Doch es geht noch weiter: “Eines Tages werden wir gigantische Filter haben, die wir in enger Kooperation mit der IFPI und der MPA entwickeln werden.” Engström verweist darauf, dass neben ihm noch zwei weitere Piratenpartei-Mitglieder im Raum waren und die Aussage bestätigen könnten. Schlüter habe offen zugegeben, dass Spürhunde der Unterhaltungsindustrie “ununterbrochen” das Netz nach Kinderpornos absuchen, um sie der Politik zu präsentieren und zu zeigen, dass Filter dagegen effektiv sein könnten. Mehrmals habe er darauf verwiesen, dass illegale Schmutzbilder und -filme ideal dazu seien, um die Macher von Gesetzen von den Vorhaben der Lobbygruppen zu überzeugen. “Schlüter sagte dies mit einem Grinsen, seine ganze Person strahlte Stolz und Enthusiasmus vom Podium herab.” (weiterlesen …)

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Gute PR-Arbeit: Schlaf-Forscher sprechen sich für Kindle aus – und gegen das iPad26.04.10

Sollte es Barnes & Nobles oder Sony, aber vor allen Dingen Amazon gelingen, die Ergebnisse dieser Studie in eine große Werbekampagne geschickt einzuflechten, dann könnten sie vielleicht so die Verkaufszahlen ihrer E-Reader noch weiter steigern. Vorstellbar wäre etwa ein Konzept, bei dem die Ängste von Menschen mit Schlafstörungen geschürt werden. Oder eines, bei dem die Konkurrenz aus Cupertino einen Seitenhieb abbekommt. Und hierum geht’s: Schlaf-Forscher vom UCLA Sleep Disorders Center in Santa Monica haben etwas herausgefunden, was so neu nicht ist. Nämlich, dass Geräte, die Licht aus- oder abstrahlen, das Einschlafen erschweren, Schlafstörungen bewirken oder den Schlaf-Wach-Rhythmus stören können. Dies hängt damit zusammen, dass dieses künstliche Licht die Produktion des körpereigenen Hormons Melatonin, das unter anderem in der Netzhaut des Auges gebildet wird, einschränkt. Dieses “natürliche Schlafmittel” bewirkt aber, dass wir zur gegebenen Zeit ins Schlummerland hinübersetzen.

Nun haben die Forscher aber eigentlich nicht wegen dieser Erkenntnis das Interesse der Los Angeles Times – und mittlerweile auch eines großen Teils der Blogosphäre – auf sich gezogen. Vielmehr sorgte ein Warnhinweis für die – möglicherweise bewusst heraufbeschworene – Publicity (für sich oder das Krankenhaus): “Die Quintessenz ist, dass Schlaflosigkeit und elektronische Gadgets, die Licht ausstrahlen, vor dem Zubettgehen nicht miteinander kombiniert werden sollten.” Und dann kommt der Kracher, eine kostenlose Kaufempfehlung, in deren Genuss sonst eigentlich nur Apple kommt: “Kindle ist besser für Ihren Schlaf.” (weiterlesen …)

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Microsoft: Jeder vierte Deutsche ist ein ‘Raubkopierer’26.04.10

Eigentlich ist der Tag des geistigen Eigentums kein Tag der Aufklärung. Es ist der Tag der Zahlen, Studien und vor allem der Lobbyarbeit – die der Rechteinhaber als auch die der Gegner. Microsoft beispielsweise verrät heute die Details zu einer neuen Emnid-Umfrage, nach der jeder vierte Deutsche ein Software-Pirat sei. Wie der typische Schwarzkopierer so drauf sei? Nun, er sei “jung, männlich, gebildet – und ohne schlechtes Gewissen”, so Microsoft. Ingesamt wurden 1.000 Personen befragt. 28 Prozent der Piraten hätten Abitur oder einen Uni-Abschluss, drei von zehn gingen noch zur Schule.

Der Softwareriese stößt sich vor allem an dem laxen Ton der Debatte. Immerhin habe nur jeder siebte Computerbesitzer, der schon einmal eine illegale Kopie erstellt hat, auch ein schlechtes Gewissen. Offenbar wollte Microsoft austesten, ob die Deutschen überhaupt so etwas wie ein Unrechtsbewusstsein haben und bat TNS Emnid deshalb gleichzeitig, einmal nachzubohren, was die Nutzer sagen würden, wenn man ihre Bilder, Texte und Songs ungefragt vervielfältigen würde. 80 Prozent der Befragten fanden das wiederum nicht ganz so prickelnd. Microsofts Fazit: “Dieses Gefühl geht über alle Bildungsschichten hinweg und zeigt, dass das Prinzip des geistigen Eigentums generell nachvollzogen werden kann.” (weiterlesen …)

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iFixit-Relaunch: Mit globaler Reparatur-Community gegen den Elektroschrott26.04.10

Die Idee ist so einfach wie genial – wie auch lange überfällig. Heute haben wir die Wikipedia, die uns die Welt erklärt, die IMDb verrät alles über Filme, WolframAlpha bereitet statistisches Wissen auf. Doch es gibt keine gescheite Seite, die uns an die Hand nimmt und uns das Vertrauen gibt, sich mit einem Schraubenzieher selbst einem defekten Fernseher nähern zu können.

iFixit ist bekannt dafür, Dinge zu reparieren. Noch bekannter ist das Unternehmen aber dafür, Dinge auseinanderzunehmen und allerlei Gadgets akribisch genau zu sezieren. Im Zuge eines Relaunches der iFixit-Seite, der zum Earth Day stattfand, wurde nun ein großartiger Plan in die Tat umgesetzt. iFixit will das Wissen, das nötig ist, um “alles” zu reparieren, für alle Menschen auf dem Planeten kostenlos zugänglich machen. Die Reparaturanleitungen werden im Wikipedia-Stil beigesteuert: Wer Ahnung von Technik hat und gerade seine alte AEG-Mikrowelle wieder in Stand gesetzt hat, kann dieses wertvolle Wissen ab sofort mit anderen teilen. (weiterlesen …)

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Wieder Zoff um ‘Street View’: Google kartografiert unerlaubterweise WLAN-Netze22.04.10

Und noch einmal Google. Bevor ihr aber gelangweilt die Augen verdreht, lasst mich kurz sagen, dass es um ein dickes Ding in Sachen Datenschutz geht. Zumindest sieht es Peter Schaar so, unser deutscher Datenschutzexperte und aktuelle Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Wie der Nachrichtensender N24 auf seiner Internetseite berichtet, ist Schaar entsetzt über die Entdeckung, dass Google mit Street View nicht nur die Straßen, sondern in einem Aufwasch auch gleich sämtliche WLAN-Netze unserer Republik erfasst.

Google hat zwar noch keine direkte Stellungnahme zu diesem Vorwurf abgegeben: “Eine schriftliche Antwort auf Fragen über die genauen technischen Vorgänge und Hintergründe dieser Erfassung haben wir von Google nicht erhalten”, so Schaar. Immerhin räumte das Unternehmen aber ein, dass dies grundsätzlich möglich sei. Die Fahrzeuge, die auf Deutschlands Straßen für den “Street View”-Dienst unterwegs seien, wären nämlich mit technischen Geräten ausgestattet, die das Aufspüren und die Kartografierung von WLAN-Netzen möglich machten. Eine Untersuchung der Fahrzeuge durch Schaars Behörde sei aber nicht gestattet worden. (weiterlesen …)

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