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Archive for the ‘Blogging’

Carta kehrt zurück: Trübe Aussichten, großer Mut26.01.12


Das beliebte Medienblog Carta.info ist heute neu gestartet. Es ist ein mutiges Comeback, nachdem 2011 ein Katastrophenjahr für das Mehrautorenportal war. Es begann mit unzufriedenen Autoren und der Klage, ein tragendes Geschäftsmodell würde fehlen. Später gaben die Verleger die finanziellen Probleme indirekt zu, indem sie Carta in eine unbefristete Sommerpause schickten. Im September dann verstarb überraschend Gründer und Herausgeber Robin Meyer-Lucht im Alter von nur 38 Jahren. Es schien das Ende des Projekts zu sein.

Meyer-Luchts Witwe, Tatjana Brode, will jetzt zusammen mit Wolfgang Michal den Neuanfang wagen. Man möchte versuchen, Carta im Sinne von Robin Meyer-Lucht weiterzuführen, schreibt Brode in einem der ersten neuen Beiträge auf dem Portal. Als ich Brode gerade am Telefon erreiche, klingt sie frohen Mutes: “Wir haben uns entschlossen, das noch einmal zu versuchen und werden unsere ganze Energie da hineinstecken.” Einen Joker habe man aber nicht in der Hinterhand. Auch das alte Problem mit der Finanzierung ist laut Bode “noch nicht gelöst”. Warum eigentlich nicht? Was macht es auch im Jahr 2012 für viele Blogs in Deutschland so schwer, sich zu finanzieren? (weiterlesen …)

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Immer mehr Blogs schaffen die Kommentare ab. Zu Recht?05.01.12


Manchmal könnte man sie alle… Welcher Blogger/Journalist hat schon Spaß daran, sich täglich mit Trollern, Nörglern und Cyberstalkern herumzuärgern? Kommentare unter Blogpostings werden schon seit geraumer Zeit weniger, das Phänomen erlebt praktisch jeder, der seit mehreren Jahren bloggt. Wobei die Interaktion nicht abgenommen hat. Sie hat sich nur verlagert: Wer einen Beitrag mag, der kann ihn liken, plussen oder retweeten. Nicht notwendig, “Toller Beitrag” zu kommentieren. Und jeder, der schon einmal die Kommentare unter einem YouTube-Video überflogen hat, weiß, dass es im Web sehr, sehr viel gibt, was niemand zu lesen braucht.

Wohl deswegen keimt zur Zeit die Diskussion wieder auf: Warum überhaupt noch Kommentare zulassen? Drei bekannte US-Websites haben sie inzwischen verbannt, zumindest solche Pläne oder haben sie nie zugelassen: Entwickler Matt Gemmell schreibt, er lebe sehr gut ohne Kommentare, die er vor einem Monat ausgeschaltet hat: “Rückblickend war es die richtige Entscheidung”. Er fühle sich seitdem deutlich freier und motivierter. Ex-Techcrunch-Autor MG Siegler stimmt ihm zu und hat die Kommentare in seinem neuen Blog gar nicht erst eingeschaltet. Cody Fink von Macstories kündigt an, im nächsten Redesign Kommentare abzuschalten. Einhellige Meinung der drei: Der Schmutz hat Überhand genommen. (weiterlesen …)

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Robert Basic will Buzzriders im Januar starten: Neuer Technikhub22.12.11

Robert Basic will Buzzriders starten. Der Gründer und Namensgeber unseres Blogs, das er vor knapp drei Jahren an meinen Brötchengeber Serverloft/Onlinekosten verkaufte, will sich in Kürze mit dem Technikhub zurückmelden. Es soll zum einen ein Informationsportal werden, zum anderen eine Art Anlaufstelle für Technikinteressierte. Wer will, kann sich bereits jetzt auf einen Verteiler setzen lassen, um Produkte zu testen oder zu Veranstaltungen eingeladen zu werden.

Unter Buzzriders.com hatte Basic ursprünglich vor, dem Open-Source-Gedanken folgend, ein Portal für Lokaljournalismus zu eröffnen. Bereits kurz nach dem Verkauf, Anfang 2009, ging es an die Planung, ein Start erfolgte nie. Das neue Buzzriders soll sich um Themen abseits der heute gängigen Mainstreams kümmern. Es gehe um “High Tech Produkte, Entwicklungen, Veränderungen in den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Militär, Haushalt, Kommunikation”, heißt es auf der Website des Projekts. Basic selbst will der Mittler sein, der Produkte und Events auswählt und Einladungen oder Testgeräte (außer im Bereich Militär) organisiert. Er setzt den Schwerpunkt auf Hightech und Innovationen. Was haltet ihr von der Idee?

(Jürgen Vielmeier)

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50.000 neue Blogs täglich und endlich Einnahmen: WordPress stellt Adsense-Alternative WordAds vor30.11.11


Blogs sind nicht tot. Tatsächlich werden es täglich 50.000 mehr. Zumindest ist das die Zahl neuer WordPress-Blogs, die täglich erscheinen, wie Jon Burke mitteilt. Wie viele davon dann täglich mit wertvollen Inhalten gefüllt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Tatsache ist jedoch, dass Burke als Werbevermarkter bei WordPress mit den bisherigen Einnahme-Möglichkeiten auf WordPress unzufrieden war. AdSense als De-facto-Standard für Online-Anzeigen bringt den meisten allenfalls Peanuts ein, und das, so Burke, “habt ihr nicht verdient”.

Deswegen bietet Automattic, die Firma hinter WordPress, jetzt das neue Werbeformat WordAds an. Über ein Plugin sollen WordPress.com-Nutzer Anzeigen auf ihrem Blog einbinden können, die von Federated Media bereitgestellt werden. Der Vermarkter ist bereits seit Jahren mit der Blogvermarktung aktiv, gerade auch bei größeren Techblogs. Das ist ein Schritt, der erst einmal wenig Nachteile offenbart. Die Frage, warum das überhaupt so lange gedauert hat, beantwortet Burke mit “Google”: AdSense war praktisch Standard, dann habe man gesehen, wie viele Blogger ihr Angebot mit unschönen Werbeformaten entstellen, und davor habe man erst einmal zurückgeschreckt. Jetzt sei man aber so weit. Laut Burke angeblich, weil er so viel Schönes auf Blogs sehe, das es verdiene, mehr Geld zu erhalten. (weiterlesen …)

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Schenkt Bloggern Liebe und Geld! Heute ist “Pay a Blogger Day”29.11.11


Lasst uns wenigstens kurz erwähnen, dass heute Flattrs “Pay a Blogger Day” ist. Der Mikrospenden-Dienst ruft damit dazu auf – ihr ahnt es – heute einem Blogger eurer Wahl eure ganze Liebe zu schenken. Indem ihr in eurem Lieblingsblog auf den Flattr-Button klickt. Idealerweise unter einem Beitrag, der euch am meisten gefällt. Natürlich nur auf Blogs, die es auch verdient haben.

Daran schließt sich die Frage an, welchem Blog oder welchem Blogbeitrag ihr etwas spenden würdet. Das kann jemand sein, der seine Arbeit gut macht. Oder auch jemand, der es dringend gebrauchen kann. Ich empfehle euch heute Letzteres: Auch wenn sie keinen Flattr-Button hat (dafür aber PayPal & Co.), geht meine Empfehlung an Creezy vom Blog “Holy Fruit Salad“. Sie ist Fotografin und Bloggerin und hat in diesen Tagen alles (ja, alles) verloren, was sie mutig in ihrem Blog dokumentiert hat. (weiterlesen …)

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Suite101 schließt in Deutschland: Schuld soll Googles Panda-Update sein24.11.11


Das Autorenportal Suite101 wird sein deutsches Büro in Berlin auflösen. Die 12 Redakteure werden ihren Job verlieren. Als ich gerade in Berlin anrief, war dort Koordinatorin Susanne Schick am Apparat, die das Büro zuletzt mit einer Kollegin der französischen Suite101 geteilt hatte. Die Redakteure hatten von zuhause aus gearbeitet. Der bisherige Geschäftsführer Peter Berger erklärte das Ende des Abenteuers und seinen Rückzug aus privaten Gründen. Er sitzt ebenso am Stammsitz der Muttergesellschaft im kanadischen Vancouver wie sein Nachfolger Michael Kedda. Von dort aus soll das Projekt weitergeführt werden. Die Beiträge, die von freien Autoren geschrieben werden, werden aber nun nicht mehr redaktionell bearbeitet. Das dürfte dem Projekt einen Qualitätsverlust bescheren.

Berger erklärte in einem Blogpost, der Traffic der Seite sei durch Googles Panda-Update gesunken. Da die Einnahmen der Seite eng mit der Verlinkung bei Google verknüpft seien, habe es hier zuletzt starke Einbußen gegeben. Er verweist auf Quantcast, wo die Statistik in den letzten Monaten tatsächlich kontinuierlich nach unten geht. (weiterlesen …)

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AOL will “Huffington Post” und Techcrunch nach Deutschland bringen02.11.11

Contentoffensive auch in Deutschland? AOL will einige seiner bekannten Webportale aus den USA auch nach Deutschland bringen. Allen voran die “Huffington Post” im kommenden Frühjahr. Das sagte AOL-Manager Jimmy Maymann auf der Konferenz DLD in Tel Aviv dem Magazin “Meedia”. Für eine deutsche Ausgabe des Bürgerportals “Huffington Post” sucht AOL aktuell Partner. Los gehen soll binnen eines halben Jahres mit gut einem Dutzend Redakteuren.

Es wäre ein mutiger Schritt, denn ein erfolgreiches, professionell umgesetztes Portal für alternativen, politischen Journalismus habe ich hierzulande noch nicht gesehen. Einmal abgesehen von Carta, das ja mehr oder weniger an den herrschenden Vermarktungsstrukturen gescheitert ist. Wenn AOL die “Huff Po” hierzulande etablieren will, wird man auch bei der Vermarktung neue Wege gehen müssen und das könnte in der Tat etwas anstoßen. Und dann war auch noch von einem deutschen Techcrunch die Rede. (weiterlesen …)

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Top-Verlage in Google News künftig bevorzugt, aber was ist mit Blogs?28.10.11

Freitag, Google- und Medientag. Der Suchriese hat heute eine Menge neuer Funktionen vorgestellt. Über die Überarbeitung der deutschen Google News freuen sich Verleger laut “Horizont” bereits den Wolf, weil einige Nachrichtenangebote dort prominent in der Seitenspalte erscheinen. “Auswahl der Redaktion” heißt es dort und gemeint ist damit die Auslese des jeweiligen Verlags. Vom Start an sind etwa die “Süddeutsche”, “Handelsblatt”, “Stern” und der “Tagesspiegel” mit dabei. Himmelhochjauchzende Worte etwa von “Süddeutsche”-Chefredakteur Stefan Plöchinger:

Wir freuen uns, dass Google herausragenden Journalismus durch eine herausragende Präsentation besser an neue Leser bringt, die uns noch nicht regelmäßig lesen – und dass Exzellenz auf dem Newsmarkt stärker belohnt wird.

Exzellent. Der “Second Annual Montgomery Burns Award for Outstanding Achievement in the Field of Excellence” geht also auf jeden Fall an die “Süddeutsche”. Katharina Borchert von Spiegel Online lobt, dass der Fokus von Quantität auf Qualität verrückt sei. Und Horizont-Redakteur David Hein nennt es, geschichtlich nicht ganz treffend, “Appeasement-Politik”: Google wolle die Verlage umschmeicheln, denen Google News bislang ein Dorn im Auge war. Das dürfte gelungen sein. Verlierer scheint es auch zu geben: Blogs. (weiterlesen …)

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Falls ihr euch immer noch fragt, warum wir andauernd über Apple schreiben11.10.11

Es ist das, was die Leute lesen, aus welchem Grund auch immer. Gestern schrieb ich meiner Kollegin Saskia, ich hätte da einmal Lust auf ein Experiment. Wetten, dass die Leute einen kurzen Beitrag über Apple deutlich häufiger lesen als einen länger recherchierten Beitrag darüber, wie Journalisten manipuliert werden sollen? Ich gebe zu, ein bisschen Provokation wollte ich auch noch mit einbauen. Die Wette hätte ich gewonnen, wenn sie zustande gekommen wäre. Aber Saskia war klug genug, sich darauf nicht einzulassen.

Wenn du einen Blogbeitrag schreibst und darin erwähnst, dass du das Getue um Apple nicht mehr magst, dass du dir nicht wieder ein iPhone und keinen Mac mehr kaufen wirst, dann wird dein Beitrag, an dem du eine halbe Stunde geschrieben hast, gut 4.000 Mal gelesen und gut 60 Mal kommentiert. Den Beitrag über Beeinflussung von Journalisten durch Unternehmen, an dem du vorher zwei Stunden gearbeitet hast, weil du dem Einheitsbrei selbst mal entfliehen wolltest, wird in etwas mehr als der gleichen Zeit 1.500 Mal gelesen und 6 Mal kommentiert. Alles andere möchte ich hier lieber nicht wörtlich wiedergeben, eure Kinder könnten mitlesen. (weiterlesen …)

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Sozialer, persönlicher, listiger: Wie clevere Unternehmen auf Journalisten Einfluss nehmen10.10.11


Es ist schon einiges, was da täglich an Pressemeldungen rein rauscht. Warum machen die das, fragt man sich manchmal? EWE trio gibt es jetzt auch mit VDSL, Softwarehersteller Metasonic weitet seine Aktivitäten in den Nahen Osten aus. Wer hätte das gedacht! Und, oha: Kfw-Fördermittel für altersgerechtes Umbauen fallen weg. Zum Glück hat sich das spanische Mobilfunkzubehör-Label IDAPT einen der “leistungsstärksten ITK-Distributoren” an Bord geholt: die Ingram Micro Distribution GmbH!

Wen, zur Hölle, soll das interessieren?

Outlook warnt, diese Nachricht könnte eine Phishing-Meldung sein: “Rumble Fighter besticht durch sein einzigartiges Skillsystem, das sich aus einer Kombination der transformierbaren ExoCores und den Kampfkünsten der heiligen Schriftrollen ergibt.”

Bitte, was?

Wir schreiben das Jahr 2011 und trotzdem ist der bevorzugte Kanal der Unternehmen noch die Pressemeldung, die per E-Mail schnell verschickt ist. Zum Glück, muss man fast sagen, laden die Unternehmen kaum noch zu Pressekonferenzen ein. Denn die Zeit kann man sich in 99 Prozent der Fälle wirklich sparen. Dabei hat die Zukunft der Pressemeldung längst begonnen. Aber die ist sozialer, persönlicher – und heimtückischer. (weiterlesen …)

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Frankreich: “Huffington Post” bekommt redaktionelle Unterstützung von “Le Monde”10.10.11

Das US-Bürgerjournal “Huffington Post” hat bereits kurz nach der Übernahme durch AOL bekannt gegeben, ins Ausland expandieren zu wollen. Was da aber in Frankreich geplant ist, hat man so bisher weder in den USA, noch in den anderen Ländern Kanada und U.K. gesehen, in die die “Huff Po” mittlerweile erscheint: Die französische Version der Seite erhält Unterstützung von Redakteuren der renommierten Tageszeitung “Le Monde”. Soll heißen: Bürgerportal trifft Qualitätsseite.

Starten soll “Le Huffington Post” noch vor Ende des Jahres. Beteiligt sind neben “Le Monde” und der von AOL übernommenen “Huffington Post Media Group” auch “Les Nouvelles Editions Indépendantes” (LNEI), ein Netz von unabhängigen Journalisten und Bloggern. Es klingt nach dem Versuch, Bürgerjournalismus einmal von der professionellen Seite anzugehen. (weiterlesen …)

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Seit wann duzen wir uns?02.10.11

Neulich beim Pressetag auf IFA am Stand eines großen Elektronikherstellers. Ich schaue mir ein Tablet an, komme mit einem Mitarbeiter ins Gespräch. Ich frage ihn, für welche Abteilung er arbeitet, er fragt mich, für wen ich schreibe. Als ich es ihm sage, lacht er wissend, wechselt automatisch vom “Sie” auf das “Du” und redet im kumpelhaften Ton weiter. Und ich denke mir: Entschuldigung mal, kennen wir uns?

Etwas ähnliches neulich im Büro am Telefon. Der Mitarbeiter einer PR-Agentur ruft an, zum ersten Mal, siezt noch bei der Begrüßung und verfällt schon bei der zweiten Anrede auf das “Du”. Und ich frage mich im selben Moment: Habe ich den schon einmal getroffen?

Das sind nicht die einzigen beiden Male, bei denen mir das in den letzten Monaten passiert ist. Duzen macht mir eigentlich nichts aus. Hier im Blog duzt man sich, Blogger sich untereinander irgendwie auch. Und noch dazu arbeiten wir in der Medienbranche, wo das “Du” Gang und Gäbe ist, weil es bestimmte Prozesse vereinfacht. Aber was ich nicht mag, fast schon ein bisschen frech finde, ist, dass man mich offenbar deswegen duzt, weil ich Blogger bin. (weiterlesen …)

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Das waren unsere besten Beiträge im September! Was wollt ihr im Oktober lesen?01.10.11

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Kinder, war das ein Monat! Ich glaube, es war der turbulenteste, seit ich bei Basic Thinking bin. Es kommt mir vor, als wäre die IFA schon Monate her, dabei waren es erst vier Wochen. Seitdem war ich noch einmal in Berlin, einmal in Hamburg, ach, eigentlich überall. Es war ein goldener September und wir wollen noch einmal Revue passieren lassen, worüber wir in der Zeit so alles geschrieben haben. Nicht dass sich jemand beschweren könnte, er hätte was verpasst:

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Gar nicht so dumm: taz führt freiwillige Monatspauschale “Freizahler” ein29.09.11

Man kann durchaus zur Einsicht kommen, wenn man mal mit den Menschen aus der “echten” Welt da draußen spricht. Wie, als mein Onkel neulich zu Besuch war und die oft gestellt Frage fiel: “Was genau machst du nochmal beruflich?” Irgendwie kamen wir auch auf Blogfinanzierung und damit auf Flattr zu sprechen. Ich versuchte zu erklären: “Das trägt zur Finanzierung bei. Wenn den Lesern ein Beitrag gefällt, können sie auf einen Button klicken und dem Blog dafür Geld spenden.”

Mein Onkel guckte ungläubig: “Warum sollte ich das denn tun?”
Ich: “Na ja, weil du als Leser vielleicht weißt, dass ein Online-Magazin sich schwerer finanzieren kann als Print.”
Onkel: “Ja, aber das ist doch deren Sache.”
Ich: “Deswegen ist es ja auch freiwillig.”
Onkel: “Aber dann zahlt doch keiner!”
Ich: “Vielleicht willst du der Seite ja was Gutes tun.”
Onkel: “Warum denn?”
Ich: “Na, wenn sie etwas sehr Besonderes bietet, das du nirgendwo sonst bekommst.”
Onkel: “Würde ich, glaube ich, trotzdem nicht tun. Wenn die Seite so gut ist, kann sie sich doch sicher auch anders finanzieren. Funktioniert das Prinzip?”

Nun ja, bei manchen schon. Zum Beispiel bei der “taz”, die eine neue Form der Finanzierung eingeführt hat: Freizahler. (weiterlesen …)

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Langweilt euch wieder! Was passiert, wenn man einfach mal nichts tut28.09.11

Etwa 40 Minuten fahre ich mit der Bahn jeden Tag zur Arbeit. Es ist eine durchaus romantische Strecke. Wiesen, Felder und Hügel. Ein paar Dörfchen und Kleinstädte bekommen durch die U-Bahn-Linie 18 ein wenig Großstadtgefühl dank der Lage zwischen Bonn und Köln. Aber fährt man die Strecke täglich, wird es im wahrsten Sinne des Wortes irgendwann langweilig. Normalerweise lese ich dann schon Mails, Newsletter und RSS-Meldungen, höre Musik auf dem Smartphone oder lese mal ein Buch, wenn mir nicht nach arbeiten ist. Heute Morgen tat ich nichts.

Es war einfach ein bisschen zu viel in letzter Zeit, ein unglaublich turbulenter September seit der IFA. Man könnte praktisch tags und nachts bloggen und tut das manchmal auch. Ich verreise wieder mehr auf Termine, es kommen gehäuft Interview-Anfragen von Radiosendern und heute schaut sogar das Fernsehen bei uns in der Redaktion vorbei. Das Sommerloch? Vorbei, und zwar längst. Der Arzt rät ja dazu, hin und wieder Sport zu treiben, um bei all dem Trubel gesund zu bleiben. Aber als ich das gestern Abend tat, verpasste ich damit Apples offizielle Einladung zum iPhone-Event, Microsofts Mango-Update und den Start des Firefox 7. Auch wieder nicht gut. Heute Morgen in der Bahn war es dann so weit: Ich hatte einfach keine Lust mehr etwas zu tun, musste dieser Maschinerie einfach mal entkommen. Ich wollte mich endlich wieder langweilen. (weiterlesen …)

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