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Archive for the ‘Business Blogging’

Mitarbeiterblogger: das Rubel-Scoble-Phänomen15.08.07

Es gibt Mitarbeiterblogger wie Steve Rubel / Micropersuasion, die mir als negatives Extrembeispiel dienen. Wenn es hart auf hart kommt und ein eisiger Wind der Firma ins Gesichts weht, setzt sich der Rubelsche Bloggertyp entweder überhaupt nicht oder nur sehr diplomatisch mit den Problemen seiner Firma (Rubel = Edelman) auseinander. Die Firma schätzt es eben, wenn man loyal ist und das Mitarbeiterblog positiv zu Gunsten der Firma glänzt. Die Firma schätzt es nicht, wenn man sich als Mitarbeiterblogger kritisch und offen mit den Problemen auseinandersetzt, die einem vorgeworfen werden. Ich verwette zB meinen Hintern, dass sich kein Siemensblogger, wenn es denn offene Mitarbeiterblogs geben würde, mit den aktuellen Schmiergeldvorwürfen auseinandersetzen würde. Verständlich, ist das einerseits nicht mal ein Geheimnis, dass Unternehmen schmieren, andererseits ist das Thema hinsichtlich PR ein ganz heißes Ding. Mag man das dem Mitarbeiter verübeln, dass er sich ausschweigt? Nein, das nicht, aber so ein Blog ist eigentlich wertlos, das nur positiv zu glänzen versucht. Völlig wertlos. Vereinfacht ausgedrückt. Denn, es ist klar, dass ich zB von einem Microsoft-Mitarbeiter aus der Entwicklerabteilung nicht erwarten kann, dass er sich mit allgemeinen Vorwürfen auseinandersetzt, die zB Richtung Ausnutzung der Marktmacht gehen. Dem würde ein Steve Ballmer höchstpersönlich die Eier ausreißen. Es gibt also Situationen, in denen rechtliche Zwänge offene Worte verhindern. Was ich aber erwarten kann, dass sich der Entwickler mit bekannten Bugs auseinandersetzt. Ebenso würde ich erwarten, dass ein Telekom-Mitarbeiter aus dem Supportbereich sich über die Schnelligkeit des Telekomsupports auslässt. Insofern erwarte ich von einem Mitarbeiterblogger, dass er sich offen mit seinem nahen Beschäftigungsumfeld auseinandersetzt. Aber das bringt alles nix, solange der Mitarbeiter dem Rubelschen Rollentyp folgt. Schweigen oder rumlabern.

Auf der anderen Seite gibt es den Rollentyp Scoble, der ehemals für Microsoft gearbeitet hat. Sein Ansehen entspricht dem eines Franz Beckenbauers der Blogosphäre. Das hat er nicht erreicht, weil er so clever und hochspannend bloggt, sondern es verstanden hat, zugleich loyal wie auch kritisch über seinen ehemaligen Arbeitgeber zu berichten. Solche Blogs sind wertvoll, da sie beide Seiten eines Unternehmens beleuchten. In D findet sich nur ein Mitarbeiterblogger, der den Dreh raus hat: Sven Kaulfuß von Cyberport. Seine Glanzstunde hatte er, als er sich offen und kritisch mit dem misslungenen Cyberport24 auseinandergesetzt hat. Ebenso war das eine Glanzstunde für Cyberport als Unternehmen, die das zugelassen hatten. Seitdem ist meine Achtung vor diesem Unternehmen um einige Punkte gestiegen! Und wenn ich mich recht entsinne, kam das auch bei der Presse an. Ola. Leider sind mir weitere Beispiele aus deutschen Landen nicht bekannt. Doch, Olaf vom Off The Record Blog (Horizont) hat angesichts der StudiVZ-Videos gerade noch die Kurve gekriegt. Auf der anderen Seite gibt es zB Thomas Knüwer vom Handelsblatt, den würde ich als Mitarbeiterblogger eher in die Kategorie Rubel-Blogger einordnen. Der sich seit dem Kauf von StudiVZ auffällig still verhält. Schweigen im Walde. Obwohl sein neues Arbeitsgebiet das Internetbusiness at all umfasst. Wer immer nur über andere bloggt und das für einen Journalisten typisch kritisch tut, aber sich nicht zugleich kritisch mit den e-Aktivitäten seines eigenen Hauses auseinandersetzt, ist nur ein halber Blogger.

Also folgende These: das Rubels-Scoble Phänomen besagt, dass Mitarbeiterblogs immer nur so gut sein können, wie es der Blogger selbst und das Unternehmen zulässt. Rubelsche Mitarbeiterblogger sind imho wertlos, Scobelsche Mitarbeiterblogger bringen ihrem Unternehmen ungleich mehr als zahlreiche, andere Kommunikationsmaßnahmen. Ok, zugegeben, es ist ja auch als These formuliert und ohne dass ich einen Roman verfassen will auch sehr überspitzt dargestellt. Natürlich besagt der gesunde Menschenverstand, dass es nicht um Schwarz/Weiß geht, sondern um Abstufungen.

Was ist dran an der These? Müssen sich Mitarbeiter und Unternehmen darüber im Klaren sein, dass man beide Seiten einer Medaille betrachten muss, es also nicht immer nur um the best of company auf dem Blog gehen kann? Oder muss das nicht so sein? Sprich, müssen sich Mitarbeiter überhaupt mit ihrem Unternehmen auch kritisch auseinandersetzen? Reicht es nicht, wenn sie gut informieren? Btw, ich beziehe das nicht nur auf Großunternehmen, in denen sich Mitarbeiter aufgrund der politischen Zwänge so gut wie nie kritisch äußern können, ohne ihren Job zu verlieren. Ds bezieht sich ebenso auf Startupblogger. Mir fallen spontan keine Blogs der jungen Wilden ein, die sich kritisch mit dem auseinandersetzen, was die Geschäftsentwicklung angeht. Nehmen wir mal Qype: Du wirst nicht ein einziges Mal irgendwas Negatives auf dem Qype-Blog vernehmen. Höchstens am Rande ein “Übrigens: Fehler machen wir genug. Erzähle ich auch gerne mal. Demnächst”. Ne, haste noch nie:)) Das natürliche, öffentliche Kommunikationsgleichgewicht eines Unternehmens tendiert stets dazu, Risiken zu scheuen und positiv zu wirken. Gäbe es da nicht die Kräfte des Marktes, die das Gleichgewicht in eine andere Richtung schieben. Kein Wunder also, dass andere vor den Risiken von Blogs explizit warnen. Gretchenfrage ist also auch, wie der bloggende Mitarbeiter das dem Unternehmen begreiflich machen kann, dass die Markkräfte im Internet nicht dem entsprechen, was man im offline Bereich bis dato gewohnt ist? Immerhin ist der Mitarbeiter am Blog-Ball und hat damit einen Erfahrungsvorsprung, den er ja nach Charakter inhouse vermitteln kann oder sich lieber an das hält, was die Projektleiter und Berater ausgearbeitet haben (die “Richtlinien”), das aber nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sein muss. Wir reden ja schließlich nicht über etwas, das nun seit 100 Jahren durchgekaut und verstanden worden ist, sondern man muss es ständig anpassen. Dazu gehört, dass sich bloggende Mitarbeiter und die Verantwortlichen immer wieder austauschen, Vorgaben anpassen, Grenzen korrigieren, aus der Praxis lernen, fehleraffin und mehr deranderewarsavers sind. Schon die letzten beiden Punkte sind des Managers Fremdworte:)

(btw, das Thema war schon mal dran, nur aus einer anderen Sicht, wenn der Mitarbeiter sich zum Sprachrohr des Unternehmens aufschwingt. Das ist eine echte, ganz heiße Sonderrolle, daher habe ich oben die beiden Extrema Rubel und Soble genannt)

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2×2 = 5, wieso Blogs nicht Adam Rieses Mathematik folgen wollen13.08.07

Frank Hamm / Injelea und Burkhard Schneider / Best Practice Business berichten über ihren ersten zwei Blogjahre.

Zwei Jahre Blog, oh Mann & Zweijahresbilanz – Was hat mir das Bloggen gebracht?

Beide haben einen unterschiedlichen Background und gehen auch in unterschiedliche Richtungen. Und doch ähneln sich die Erfahrungen der beiden “Business”-Blogger (wobei Frank erst dieses Jahr den Fokus vom Privaten ins Geschäftsorientierte verlagert hat). Wenn man so will, hat ihnen das Blog mehr “eingebracht” als ursprünglich wohl gedacht. Vom netten Spielzeug zu einem integralen Bestandteil des täglichen Internetdaseins mit starker Ausstrahlung aufs Real Life, um es mal hochgestochen zu sagen. Und noch eins habe beide gemeinsam: wenn man solange im Geschäftlichen für Projekte verantwortlich zeichnet (der eine selbständig, der andere angestellt), bekommt man automatisch einen sagen wir mal wenig lockeren Ton anerzogen. Immer schwingt die typisch geschäftliche Distanz mit, wenn man fachsimpelt. Bloß nicht persönlich einfärben. Was einem imho guten Blog abträglich ist. Wer eben steif daherredet, der kommt nicht so interessant daher. Weil man “Geschichten” von vornherein zu trocken einpackt. Pauschal und verkürzt. Burkhard und Franks erste Schritte habe ich vergnügt beobachtet (hoffentlich hört sich das nicht überheblich an) und es war richtig schick zu sehen, wie deren Blogpostings mit der Zeit immer interessanter wurden. Nun kenne ich Burkhard schon recht lange und dass er den Blog-Bogen raus hat, ist schon erstaunlich für mich im positivsten Sinne:)) Ganz so, als ob das Blog den Blogger erzieht, nicht der Blogger das Blog. Kann mich noch gut an unsere gemeinsamen MEX Blog-Erlebnisse erinnern, ich war das bloggende Mondkalb, er der distanzierte Backgroundblogger, mit wenig Affinität zum echten Bloggen. Times are changing. Ähnliches btw “passierte” auch auf dem Fischmarkt-Blog (Martin Recke) und dem PR-Blogger (Klaus Eck), die sich beide erst mit Zeit entspannten und ihren Stil fanden. Umgekehrt, was wohl kaum einer so sieht, wird selbst ein Don Alphonso von seiner Blogbar erzogen. Das anfänglich tiefschwingende Henkersbeil hat er heutzutage durch ein Florett ersetzt. Was ich noch nicht herausgefunden habe, ob das Blog die Person als Blogger ändert oder das Blog mit der Zeit nur das zum Vorschein bringt, was in der Person steckt. Nicht verstanden? Macht nix, ich auch nicht:))

Lest die wertvollen Erfahrungsberichte und bloggt business;) Privatblogger, ich denke, das war jetzt nix für Euch. Macht nix. Ist ja nicht immer alles privat.

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Orions Blog sucks11.08.07

Orion? Sowas wie Beate Uhse. Wohl die beiden größten Erotikversender in D. Und via CB Schmidt erfahre ich, dass Orion nun ein Blog hat. Aber die Hoffnung schwand nach nur 4 Artikeln dahin, dass man was draus macht. CB Schmidt findet das Teil gut, ich nicht mal ansatzweise, ich finds unterirdisch. Olle Werbetexte, um sich bewußt zu machen, dass man zu wenig Liebe macht und sich daher Dildos, Reizwäsche, Gleitcremes und what ever kaufen soll. Na, sorry, Chance verpasst, einen guten Start hinzulegen. So nen Blog kann man sich in die Haare schmieren. Ich empfehle einen Lerhgang beim Saftblog oder den Frosta-Leuten, die verkaufen zwar keine Liebe, wissen aber, wie man bloggt. Da schwirren nun zahlreiche gute Blog-Beispiele durch die Gegend und man fängt dann so an. Wahrhaftig, es ist schon ein Kunststück, es nicht gut zu machen bei so einem Thema. Grummel… lasst doch mal Eure Fantasie spielen:))

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Hotels: pro/contra bloggen24.07.07

Hannes hat sich mit Hoteliers über Blogs unterhalten, herauskam folgende Pro/Contra Liste zum Thema Blogs:
10 Gründe gegen Blogs im Tourismus

Die Bedenken sind allerdings nicht sonderlich auf die Hotelbranche bezogen, eher universeller Natur. So werden imho diese Contra-Argumente in der Praxis immer genannt:
Ich weiß nicht, worüber ich schreiben soll
Wir wollen keine Angriffsfläche für negative Kritik bieten
Ich habe keine Zeit
Wir haben niemanden, der gut schreiben kann

Meistens kann man mehr oder minder alle Argumente auf das Thema Nutzen und Risiko zurückführen. Wenn man nicht weiß, was es bringt, erscheint der Aufwand zu hoch:)

via Gumia.de

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wenn bloggende Mitarbeiter zum Unternehmenssprecher werden20.07.07

ich kenne in D keinen Fall, bei dem ein Mitarbeiter eines Unternehmens ein Mitarbeiter-Blog betreibt und aufgrund seiner Art und Weise im Netz quasi zum Unternehmenssprachrohr geworden ist. Ich habe größte Probleme, überhaupt Mitarbeiterblogs zu identifizieren. Mir fiele spontan lediglich der WAZSolls Blogger ein, Redakteur bei der WAZ, der aber anonym bloggen musste. Von dem man schon lange nix mehr gehört hat. Er hatte das Zeug dazu. Und es spricht nicht gerade für die WAZ, noch viel weniger für eine Katharina Borchert, dass er sich verstecken musste. Der daran denken musste, dass er ja nicht vom Office aus bloggt. Einem solchen Diamanten wie dem WAZSolls Blogger muss man inhouse die Füße küssen. Das nur am Rande, was ich von der WAZ und ihren Webbemühungen halte: nix, der Konzern passt nicht ins Internetzeitalter, solange nicht die alte Garde ausstirbt und der Nachwuchs ebensowenig Rückgrat zeigt.

Die wohl bekanntesten Blogger, die diese Rolle in den USA einnehmen bzw. eingenommen haben, sind Robert Scoble (Ex-Microsoft) und Steve Rubel (Edelman, PR). Robert hat unendlich viel Reputation gewonnen, indem er sich kritisch und sehr direkt auch mit Problemen seines Arbeitgebers auseinandergesetzt hat. Das ging manch einem gar zu weit, der nicht bei Microsoft arbeitet. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, aber er sprach davon, dass er nicht bei einem Unternehmen arbeiten will, dass ihn an die Nazizeit seiner Mutter/Großmutter erinnert. Weil zu dem Zeitpunkt Microsoft Daten von chinesischen Livespace-Bloggern an die chinesisschen Behörden geliefert hatte. Wir alle hielten damals den Atem an, denn wir dachten, der fliegt umgehend im hohen Bogen raus. Letztlich ging er einige Monate später, ich bin mir auch recht sicher, dass seine Kritiken einigen MS-Managern ein Dorn im Auge waren und mit Sicherheit für heftige Diskussionen inhouse sorgten. Roberts Reputation im Netz ist nicht alleine deswegen 1a. Aber auch mit ein Grund. Was aber noch viel wichtiger ist: Microsoft hat sehr viel an Ansehen zurückgewonnen durch Robert. Das hat vorher und nachher keine einzige PR Aktion mehr geschafft, die auf das Branding des Unternehmens abzielte. Klar, das ist meine Meinung, die andere auch teilen.

Steve Rubel hingegen scheiterte kläglich, nachdem die Stories mit den Fakeblogs bei Walmart aufkamen. Er kniff in dem Moment und bekundete ganz offen, dass er niemals seinen eigenen Brötchengeber -Edelman- kritisieren würde, die für die Fakeblogs verantwortlich gemacht wurden, Riesenkunde hin, Riesenkunde her (fettes Millionenbudget). Obwohl er, und das war die Krux, immer wieder vorher betont hatte, wie wichtig Offenheit und Kritikfähigkeit für Unternehmen seien, insbesondere wenn es um die Kommunikation via Blogs geht. Steve war vormals einer der anerkanntesten und bekanntesten Mitarbeiterblogger. Danach? Ich kann mich täuschen, aber Steve hat über Nacht seine gesamte Reputation verloren. Das spiegelt sich auch in der Zunahme der RSS Abozahlen wieder. Es geht kaum voran seitdem. Ich selbst habe mir Zeit gelassen mit dem Abo, doch irgendwie mag ich niemanden lesen, der nicht für seine Werte einsteht, die er bekundet, aber selbst nicht danach lebt. So ein Blog wird dann für mich komplett wertlos. Das kann dann noch so gut geschrieben sein. Am Rande: Steve hätte ein ähnliches Standing wie Robert gewinnen können, doch er war eben aufgrund seiner Bauweise dazu nicht in der Lage. Schade, denn rein ökonomisch betrachtet wäre so ein PR Mann Gold wert mit so einem geraden Image.

Also: ich hatte schon angedeutet, dass ein “gerader” Mitarbeiterblogger mit Sicherheit einen großen Protege inhouse benötigt, um sich wirklich ein Standing zu erarbeiten, um irgendwann auch als Unternehmenssprachrohr wahrgenommen zu werden. Es profitieren alle Seiten davon imho. Doch dieses Risiko wollen die meisten Unternehmen nicht gehen. Denn, einerseits ist das politisch gesehen ungemein schwer durchzuboxen, andererseits wird der/die eigentliche PR/Werbeobermann/frau abkotzen:) Zum anderen ist man rein rechtlich verpflichtet, die Klappe zu halten und Arbeitsgerichte werten Illoyalität als fristlosen Kündigungsgrund, wenn es hart auf hart kommt. Zudem wird der Mitarbeiter möglicherweise Familie haben, die er ernähren muss, gar ein Haus abbezahlen. Wer mag es ihm verdenken, dass er dann im entscheidenden Moment kneifen muss? Und warum das alles? Ich wollte lediglich damit nur aufzeigen, dass Unternehmen von einer offenen Kommunikation meilenweit entfernt sind. Ein prominenter Mitarbeiterblogger, der für Siemens, BASF, Deutsche Bank, Daimler, Vattenfall, EON, etcpp bloggt, sich mit seinem Unternehmen auch kritisch auseinandersetzt, was unabdingbar ist, erscheint mir in D als ein Ding der Unmöglichkeit.

Sprich: Mitarbeiterblogs sind also für die Füße? Nein, solange der Miarbeiter nicht zu gut bloggt, wird es zu solchen Problemen nicht kommen. Paradox, ja, aber real. Um das deutlich zu machen: ich rede nicht von netten Mitarbeiterblogs, die halt nett und so lala sind, im Grunde nicht wirklich spannend sind. Ich rede von den Blogs, die herausragen, die fesseln, die Spaß machen, dauerhaft am Ball zu bleiben, den Kunden bzw. Leser teilhaben lassen am Unternehmensleben, das sich selbstverständlich durch die Aufs und Abs kennzeichnet, niemand will Friede, Freude, Eierkuchen lesen, das ist Hollywood. Bei Frosta zB kann man schlecht sagen, das ist ein Mitarbeiterblog. Denn der Chefe bloggt mit und geht voran. Was Besseres kann man sich da nicht wünschen, es ist aber kein Mitarbeiterblog. Ein Gruppenblog, ja.

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Sony-Sprecher bloggt18.07.07

ach, wie ich diese Meldungen vermisst habe. Der oder die bloggt nun dort und da. Das war mal früher ne Message wert. Heute ist ja alles so normal geworden. Anyway, Rick Clancy ist Unternehmenssprecher von Sony US Electronics und sein Blog heißt Sony Electronics Blog. Im Startartikel Sony No Baloney erklärt er das Wie und Warum. Ist übrigens nicht das erste Sony-Blog, es gibt bereits das Playstation Blog. Ein Blog, das exzellent angenommen wird, betrachtet man alleine die Anzahl der Kommentare.

Die typische Frage: wie sieht es in den Chefetagen der deutschen Konzerne aus? Wie bereits in einem vormaligen Posting erklärt, müssen die Chefes dort die Arschbacken in der Tagespolitik zusammenkneifen, da bleibt kaum Raum für offene Flanken, zu denen man Blogs zählt. Denn der Feind kommt immer von innen, nicht von außen:)) Sind alle Unternehmen so gebaut? Gott sei Dank nicht, aber je größer so ein Laden, desto mehr zählen andere Dinge als den Kunden glücklich zu machen, um im Unternehmen Karriere machen zu können bzw. die eigene Position zu stärken. Das schwächt tendentiell jegliche Bemühungen ab, eventuell über ein Corporate Blog nachzudenken. Ich könnte nun Beispiele dieser gelebten und abstrusen Unternehmenskultur aus dem Bereich Banken und Pharma bringen, aber das schenke ich mir mal lieber. Die Herren sind da sehr empfindlich. Die meisten, die dort arbeiten, werden wissen, was ich meine:)) Umso mehr muss man die Blogbemühungen von Konzernen wie IBM, Microsoft, SUN (wo gar der oberste Chef bloggt) und anderen Mutlis fast schon als Revolution der Unternehmenskommunikation und Hierachien betrachten. Mittelständler und Kleinunternehmen haben es da wesentlich einfacher: wenn dem Familienoberhaupt und zugleich Firmenchef in den Sinn kommt, ein Blog zu starten, werden eben nicht Armeen von Agenturen, Vorstandsstiefelleckern, Anwälten und Beratern befragt, die ein Blog letztlich abwürgen. Insofern auch kein Wunder, dass es zahlreiche Blog-Beispiele im KMU-Bereich (eher K als M) gibt.

OK, ok, nun könnte man fragen, ob ein Unternehmen ein Blog braucht? Die Frage hat einen Bart seit 2000:)) Beantwortet hat sie immer noch keiner, da Gott nicht zu den Menschen spricht, denn nur er kann das letztlich festlegen, kicher. Ich mach mir das mittlerweile sehr einfach: wer zu seinen Kunden und Partnern iWs unmittelbar sprechen möchte, kann das auch mittels einem Blog. Wer darauf nicht steht, lässt es halt sein.

via Charlene Li

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Überfliegerblog Katzenblog16.07.07

schade, dass Ihr mich gerade nicht sehen könnt, wie ich mich am Boden kringel:))) Die Sprache ist doch immer so als running gag von Katzenblogs und Katzenbildern. Soll ja als Synonym gelten, wie irrelevant die Inhalte von Blogs sind. Nun stoß ich via Benedikts Blog auf I CAN HAS CHEEZBURGER?, das laut Technorati auf fast 8.000 Backlinks kommt (Top 26) und rund 5.600 USD an Werbeumsatz pro Monat macht. Siehe dazu Bericht auf Businessweek, how top bloggers make money (das Katzenblog wird hier abgehandelt). In der Tat, es geht um Katzenbilder, die die Leser einschicken und die beschriftet werden (weiß jetzt nicht, ob von den Lesern selbst oder den Blogautoren). Geht doch!!

Since its launch in January, Cheezburger’s traffic has doubled each month, and the blog now gets half a million page views a day, accounting for a third of the traffic on the WordPress blogging platform, according to Eric Nakagawa, aka Cheezburger. “If you hit a niche and you can build a community, you might not have a $1 million idea, but you might have a $10,000 or a $100,000 idea,” says Nakagawa, who gave up his job as a software developer to play Cheezburger full-time. (His partner, “Tofuburger,” still has a day job).

oh my gosh, das Web ist so herrlich abgefahren:)))

btw, worauf ich momentan eher abfahren würde, wär ein Themenblog rund um das Thema Amazon S3/EC2;)

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Blogs als innerbetriebliches Kommunikationsmedium?11.07.07

Dieter Rappold beschäftigt sich in gewohnt ausführlicher Manier mit Fragen rund ums Bloggen, diesmal geht er das Thema Weblogs als Medium der internen Unternehmenskommunikation ein. Lesenswert.

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Blognation: europäisches Gründerblog11.07.07

Sam Sethi war einst der Blogger für Techcrunch England, doch nach einem Streit mit seinem berühmten Chef Michael Arrington musste er die Sachen packen. Nun dachte er sich wohl, dass er das auch selbst aufziehen kann und startet nun mit Blognation, einem Konglomerat aus englischsprachigen Blogs, die über die Webgründerszene in ausgewählten Ländern Europas berichten werden. Die deutsche Szene wird von Nicole Simon beleuchtet. Die im Posting Willkommen to blognation Germany das Wie und Warum aus deutscher Sicht erklärt.

Prima, damit bietet sich den Webgründern nunmehr auch ein internationales Forum an, aber auch die Leser können sich informieren, was allgemein in Europa abgeht. Wollen wir hoffen, dass das bisherige Länderset (D, IT und UK) auf Länder wie Frankreich(siehe Techcrunch FR), Spanien, Polen, Russland wie auch auf den skandinavischen Raum ausgeweitet werden kann.

In D befassen sich mW folgende Blogs gerne auch mit jungen Webangeboten:
- Deutsche-Startups
- Gründerszene
- Dittes.Info
- Blogbar
- Handelskraft und Exciting Commerce (eCommerce lastig)
- Web-Zweinull
- Elektrischer Reporter
- EASN
- Museum of modern betas
- zweinull.cc
- still beta
- Interview-Blog
- Telagon Sichelputzer
- habe jetzt sicher einige vergessen, welche?

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die BILD der Web-Startups: Techcrunch09.07.07

ohne die Bild geht nix, wenn die furzen, zittert die Kanzlerin:) So ähnlich könnte man Michael Arringtons Blog Techcrunch beschreiben, das sich als die Seite schlechthin positioniert hat, wenn es um Berichte über Web-Startups geht. Wired in TechCrunch Blogger Michael Arrington Can Generate Buzz … and Cash über Michael Arrington:

To the world outside Silicon Valley’s tight-knit community of startups, venture capitalists, and angel investors, TechCrunch is just another mouthy blog. But to entrepreneurs in the white-hot consumer Internet boom — known to many as Web 2.0 — Arrington has become a power broker. In April, after an onstage conversation with the director of Web technologies at Sun Microsystems, he looked like a groom in a receiving line: For nearly an hour, the procession of entrepreneurs was 10 deep — all wanting to give Arrington a business card and an elevator pitch. At a recent conference in San Francisco, Rodney Moses, founder and CEO of FatSecret, an online dieting site, followed Arrington around for about 30 minutes to secure 10 minutes with him. “I had read that’s just what you do,” Moses says. “You wait your turn.”

Arm wird Michael nicht dabei, er soll rund 200.000 USD durch seine Bloggerei pro Monat umsetzen. Und natürlich spielt er auch Investor. Gut so, denn früher oder später wird die momentane Gründerwelle wieder abebben bzw. das Brouhaha. Bis dahin hat auch ein Michael Arrington Zeit, die Kuh zu melken und sich nach weiteren Themengebieten umzuschauen.

via CIO Weblog

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Auswertung Blog-Einnahmen II.: Fazit05.07.07

wie versprochen das Resumee zur Umfrageauswertung. Wer jetzt eine Anleitung zum Reichwerden mit Blogs erwartet, möge bitte Seiten wie ProBlogger/Darren Rowse oder dergleichen aufrufen, da wird es zwar auch nicht verraten, aber man kann sich zumindestens an den Blog-Reichen ergötzen:)) Sprich: use your own grips, Luke;)

Aaaalso:
1. Man kann mit Blogs Geld verdienen
Das bezweifeln viele dennoch, da abstruse Erwartungen an die Verdienstmöglichkeiten gestellt werden. Zunächst sollten wir also mal das Haushaltseinkommen in Bezug zum Blogeinkommen setzen. Zuvor aber zur Erinnerung die Grunddaten aus der Auswertung:

einkommensverteilung
Einnahmehäufigkeiten
- 68 Blogs mit Einnahmen zwischen 1-100 Euro = GRUPPE 1
- 27 Blogs mit Einnahmen zwischen 101-500 Euro = GRUPPE 2
- 11 Blogs mit Einnahmen zwischen 501-1.000 Euro = GRUPPE 3
- 11 Blogs mit Einnahmen zwischen 1.001-10.000+ Euro = GRUPPE 4

1.1: Aufbesserung des Haushaltseinkommen, Niedrigverdiener
wie wir alle wissen, gibt es Haushalte, die mit rund 100 Euro im Monat auskommen müssen. Das ist das Cash, was man für what ever verpulvern kann, ohne Essen, Miete, Klamotten, etcpp. Manch ein Haushalt muss gar diese Summe fürs Futtern aufbringen. Manch einem Haushalt bleibt unter dem Strich nix übrig. Tja. Willkommen in Deutschland! Hier stellt also ein monatliches Blogeinkommen von bereits 50 Euro im Monat eine Steigerung des verfügbaren Einkommens von ~50% dar. 100 Euro entsprechen einer Verdoppelung des Einkommens. Der Median (Summe der an der Umfrage teilgenommenen Blogs/2 = mittleres Blog-Einkommen) entspricht btw. 66 Euro! Also ist ein Blog eine ganz exzellente Möglichkeit, sein Einkommen aufzubessern. Weil wir aber in D leben, ist das alles nicht so einfach. In der Regel sind unter den Niedrigverdienern zB Hartz IV Empfänger. Also nicht nur Praktikanten, die zB Sklavendienste bei den Werbeagenturen mehr oder minder für mau verrichten. Korrigiert mich, aber Hartz IV Empfänger müssen jegliche Zusatzeinnahmen angeben. Überschreiten diese eine bestimmte Summe, wird analog der Hilfsbeitrag des Staates gekürzt. Insofern kein Problem, wenn man bis rund 100 Euro verdient. Man verdoppelt sein Cash und kann sich mal auch ne Wurst für 1.99/Kilo kaufen statt den Schrott für 99 Cent/Kilo. Ab dieser Summe von rund 100 Euro wird es dann zu einem Nullsummenspiel, da das Amt mehr oder minder das Zusatzeinkommen quasi einbehält. Dennoch ein möglicherweise guter Weg, sich selber aus der eigenen Scheiße herauszuziehen. Hängt ganz davon ab, wie hoch der Einbehalt durch den Staat ausfällt und wie stabil die eigenen Einnahmen sich entwickeln.

1.2: Mittelverdiener
Geht man davon aus, dass der Standardhaushalt rund 1.000-2.000 Euro zum Leben benötigt – viele müssen mit weniger auskommen – entsprechen monatliche Blogeinkommen von rund +/-100 Euro einer Gehaltserhöhung von 5%-10%. Bekommt die erstmal beim Arbeitgeber:) Auch hier sehe ich keinen Grund, sich zu mokieren, dass der Median bei der Umfrage “nur” 66 Euro betrug. Immerhin entspricht das einem Zusatzeinkommen iHv 800 Euro aufs Jahr gerechnet und netto rund 600 Euro. Bewegen wir uns jedoch in die Blog-Gruppe II (100-500 Euro), kommt man im Schnitt auf +250 Euro Zusatzeinkommen pro Monat. Das entspricht einer Aufbesserung von rund 12,5%-25% (ausgehend von den monatlichen Ausgaben unseres Standardhaushalts). Aufs Jahr gerechnet kommt man auf rund 3.000 Euro, nach Steuern auf rund 2.000 Euro. Netter Urlaub, oder?

1.3: Big Business
häufig werden die Verdienstmöglichkeiten der Blogs mit denen aus den USA verglichen, heißt, man schielt nach Ekelblogs wie Perez Hilton, Megablogs wie Engadget, BoingBoing, Techrunch oder Gizmodo. Die auf rund 500.000-1.000.000 USD geschätzt werden (Jahresumsatz). Diese Betrachtung ist zwar legitim, um zu sagen, dass man mit “Blogs nix verdienen” kann, aber mit Verlaub, das ist Bullshit:) Die US-Blogosphere unterliegt anderen Marktgegebenheiten als in D, unnötig, die einzelnen Aspekte aufzuzählen, warum das so ist. Zudem, ich möchte nicht gerne wissen, wie die Einkommensverteilung dort aussieht. Was wir immer nur sehen, sind die Blogs aus der globalen Spitzengruppe. Nicht die Blogs aus der Masse. Diese speziellen Blogs sind keine Amateur-Blogs, da agieren Unternehmer dahinter, keine Hausfrauen, die das nebenbei erledigen. Das ist ein Riesenunterschied! Ich garantiere Euch, dass es da drüben gesamtheitlich nicht anders als hier aussieht, abgesehen von der Spitzengruppe. Wer eben meint, die Blog-Verdienstmöglichkeiten aus D mit denen der Topverdiener in den USA vergleichen zu müssen, ist selber schuld, weil einfach unrealistisch. Zudem, niemand zwingt einen deutschen Blogger, auf deutsch über Bierdeckel und dergleichen zu bloggen. Jeder kann, der möchte und smart genug ist, ein Perez Hilton Blog auftun, ein besseres Techcrunch, Mashable, BoingBoing, Gizmodo, viel Spaß dabei:) Dass es bisher keinem gelungen ist, liegt zum Teil am deutschen Blogmarkt und zum Teil an der Unlust, ein weltweites Überfliegerblog aufzuziehen, was ja nicht schlimm ist. Das Argument “geht nicht, weil..” gibts bei mir nicht. Auf die stümperhaften Versuche der Verlage braucht man nicht zu schielen, Verlage ticken nun einmal mit ihrem geschäftsbehindernden Geschwurbel nach Qualität und Reach nicht blogkonform.

1.4: Problogging
Selbstverständlich kann man sich jetzt fragen, ob man nur vom Bloggen leben kann? Also kein Nebenverdienst mehr, sondern nur noch fürs Bloggen arbeiten, nix anderes mehr. Aber auch kein “ich will 1 Mio machen”-Spinnerei. Zielsumme sollte rund 100.000 Euro/Jahr sein, über den Daumen gepeilt. Warum jetzt 100.000 Euro? Nehmen wir einen Steuersatz von netten 30%, Monatsausgaben von rund 2.000 Euro fürs Leben, hinzukommen bisserl Sparbeiträge fürs Alter (die man kontinuierlich steigern sollte!), Krankenversicherung, eigene Weiterbildung, 10 Krankeitstage als Verdienstausfall (ich weiß, komisch, aber wer nicht bloggt, verdient trotzdem, ich nehms mal dennoch als Schwund). Bleiben irgendwo um die 20.000-30.000 Euro über, die man reinvestieren kann (Blog-Development, Layout, Server, SEO, Betriebsaufwendungen jeglicher Art) und auch sollte. Bleibt nicht mehr viel über. Insofern 100.000 Euro als Zielsumme. Das wären rund 8.000 Euro pro Monat, die man einnehmen sollte. Erreichbar? Mit sagen wir mal 14 Stunden täglicher Arbeit? Sagen wirs mal so: mit einem Blog wirds verdammt eng. Nur, man kann ja schlecht über alles Bloggen, weil man sich nicht überall gleich gut auskennt. Insofern läuft es auf einen Verdienstmix raus: bloggen für andere und bloggen für sich. Der eigene Blogbetrieb selbst setzt sich zusammen aus mehreren Blogs, die man durch -Achtung- erweitere Seitenfunktionen unbedingt ausbauen sollte. Das muss nix mit dem Bloggen per se zu tun haben. Das können Bildergallerien, eigene Komplementärshops, an das Thema angepasste Funktionen sein, die die Attraktion der Seite ungemein erhöhen können, eine simultane (ausgelagerte?) Übersetzung auf englisch in ein paralleles Blog, etcpp. Pauschal kann man das natürlich eh nicht verallgemeinern, was man da einsetzt. Hier ist einzig und allein der Grips des Machers entscheidend. Und sein Standvermögen, auch in finanzieller Hinsicht. Doch die Rechnung, ab wann man untergeht und ab wann man atmen kann, muss man zwingend aufstellen, wie bei jeglicher Gründung eines Gewerbes auch. Wenn ich also aus dem Bauch heraus sage, dass man das gesteckte Ziel in rund zwei Jahren packen kann, so kann das für den einen oder anderen den finanziellen Ruin bedeuten (weil die Finanzreservern aufgebraucht sind und die Lebenshaltungskosten dennoch weiterlaufen). Wer das Risiko nicht gehen möchte, muss zwingend einen längeren Zeitraum einplanen, der aus einem Haupterwerb heraus den fließenden Übergang in eine eigene Blog-Existenz nach sich zieht. Denn, je weniger Zeit man aufwenden kann, desto länger wird es brauchen. Doch eines sollte klar sein: ohne Aggressivität läuft da nix. Ich nenns mals Bloggen im blogökologischen Schonwaschgang. Es macht absolut keinen Sinn, sich in Diskussionen und Gedanken zu ergehen, ob Werbung von Yahoo doof ist, ein Banner zuviel plaziert wurde, ob man SEO Methodiken verwenden darf, Trigami blöd ist, redaktionelle Unabhängigkeit strikt einzuhalten ist und was andere Blogger denken könnten. Scheiß drauf! Liefer guten Kracher-Content ab, der Leser wirds Dir danken, nicht derjenige, der es nicht packt oder Moralapostel spielt. Der Leser ist Dein Kunde! Und wenn der zufrieden ist, wird der sich Null an Deiner Art und Weise stören, welche Monetarisierungsquellen Du aufgetan hast, solange Du nicht vollends in die Kacke greifst. Wer zugleich der Hero der Blogger, Regenmacher, Katholiken und Engel sein möchte, braucht gar nicht erst anzufangen. Du musst der Hero für Deine Leser sein, die entscheiden, ob Du lesenswert oder nicht bist. Niemand sonst! Ein Nicht-Leser meint also, Dein Blog ist shit? So what? Ein anderer Nicht-Leser meint, das Banner ist blöd? Schön für ihn. Das ist Dein Ding, Deine Leser, Dein Blog.

2. Switch der Verdiensarten
Betrachtet man die Blog-Einkommensgruppen fällt schnell auf, dass in der niedgrigsten Einkommensgruppe AdSense dominiert, das rund 40% zum Einkommen beiträgt. Je höher die Einkommensgruppe, desto höher der Verdienst aus Eigenvermarktung: 2% -> 7% -> 22% -> 43%. Naturgemäß? Man kann es sich logisch ableiten, da die besserverdienenden Blogger einerseits ein Händchen entwickeln, andererseits aufgrund der steigenden Etablierung des Blogs eine Eigenvermarktung immer naheliegender wird. Sprich: irgendwann sollte man seinen Hintern bewegen und sich nach eigenen Umsatzquellen bzw. Werbepartnern umschauen, statt nur Links und AdSense einzusetzen, das zwar bequem ist, aber nicht das Allheilmittel.

3. Themenfokussiert bloggen
Ich wiederhole mit seit Jahren, dass man mit einem breit aufgestellten Blog immense Schwierigkeiten haben wird, es vernünftig zu etablieren. gegenüber einem Themenblog fällt es viel schwerer, Google als der Trafficschleuder No. 1 zu sagen, was man eigentlich wo zu melden hat. Und ich weiß nicht, wieviele Themen noch brachliegen, die keiner beackert. In der Umfrage ergibt sich ein sehr deutliches Bild, dass Fachblogs bessere Verdienstchancen aufweisen. Themenblogs nehmen schlichtweg schneller an Fahrt auf:
Fachblogs und Mischblogs: Einnahmen

to be continued

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Fring Blog28.06.07

vor Kurzem was über Fring erzählt, ergänzend noch, falls interessant, das deutschsprachige Blog von Fring

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Freie Reisegutscheine, inkl. Hotel und Verpflegung26.06.07

wolltes Du Dich schon immer mal als Journalist von vorne und hinten gepimpt fühlen? Then you have to blog:) Und der Rest kommt wie von selbst. Das coole? Der Journalist verrät das nicht (in 99% aller Fälle, warum auch immer, dass er auf Korsika for free einen PKW herumheizen durfte), der Blogger schon. Insofern, holt Euch die Gutscheine:))

createur de blog

Dass Du, BloggingTom, noch kein Sponsoring von TomTom bekommen hast, verstehe ich bis heute nicht. Anyway, beim nächsten Mal bin ich dabei, wenn sich eine andere PR Firma meldet als die da, mit denen ich nix mehr am Hut hab;) Slowenien ist schick. Kroatien noch geiler, vaD die Adria. Da kann man wunderbar mit einem Lancia, Ferrari oder Maserati durch die Gegend testen und speedbloggen. Während die in D diskutieren, ob wir das ethisch-moralisch vertreten dürfen, lassen wir uns den Cocktail reichen und strecken die Zehen ins kristallklare Südseewasser und lesen dabei vergnügt die Kommentare, die Möwen krächzen, die Abendsonne stimuliert die korrekte Stimmung für einen fetten Song aus Last.fm, thats Web 2.0 Blog-Life , muahahahaa:)

Mal schauen, wo ich sonst mal gerne hinfahren würde? Feuerland (kann man da Autos testen? Yachten, hochseefeste Yachten, bingo), Malediven (schon wieder Yachten? Wie wärs mit nem Wasserflugzeug?), Nepal (Ballonfahrt zwecks Nylontest), Australien (Zippo-Feuerzeuge im Busch, dazu gleich den Feuerlöscher). Hey, was solls, hat sich nicht auch Jesus einladen lassen?

Wir brauchen definitiv ein Blogger Social Network, ich leite die Gruppe “Bloggr-Wünschr”.

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PR: wie spricht man Blogger an26.06.07

Mike macht sich in seiner Eigenschaft als Sevenload-Mitarbeiter seine Gedanken: HowTo: PR mit Bloggern

ich empfehle immer, Don Alphonso, Fixmbr, Indiskretion Ehrensache und Wirres von der Seite PR-anzumachen. Das klappt super und bringt ohne Ende Karmapunkte. Schneller wird deine Seite nicht bekannt:))))))

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Blog-Einnahmen : offene Fragen bzw. Hinweise26.06.07

zur Auswertung haben die Kommentierenden mehrere Punkte angemerkt

1. Die Nullmeldungen sollten mit in die Auswertung: kann man selbstverständlich tun. Dazu sind ja die Dateien angehangen;) Ich hoffe, es finden sich noch Freiwillige, die mit den Daten spielen möchten. Ich selbst habe mich dagegen entschieden, da es um eine Analyse der Einnahmen und weniger um eine Analyse der Werbebereitschaft ging. Sprich: rein mathematisch ist es nahezu ausgeschlossen, dass ein Blog trotz Werbemitteleinsatz nicht mal 1 Cent verdient. So hat auch der überwiegende Teil der “Nullmelder” angegeben, dass man auf Werbung verzichtet. Keiner war dabei, der kommentiert hätte, dass man Werbung einsetzt, aber nix verdient. Schon ein Klick auf das typischerweise eingesetzte AdSense (mehr als 3/4 setzen AdSense ein!) führt zu einer Einnahme von mindestens 5 Cent. Und es ist selten, dass Blogs zB nur auf Sales/Lead basierende Affiliatemittel setzen, die nur dann Cash bringen, wenn der Leser zB etwas ordert auf der beworbenen Seite. Da kann es durchaus sein, dass man trotz Werbemitteln 0 Euro verdient. Bei der Umfrage haben 7 von 30 0-Blogs keine Besucherzahlen eingegeben, 23 von 30 0-Blogs haben hingegen einen Traffic, der eine Nulleinnahme sehr unwahrscheinlich macht. Daher der Ausschluß unter der Annahme, dass die 30 Blogs keine Werbung einsetzen wollen. Nimmt man die typische 10% Fehlertoleranz, müsste man 3 Blogs eigens in die Auswertung aufnehmen, doch werden sich dadurch die Daten nur marginal verändern, so dass sich bei den Trends keine Verschiebungen ergeben würden. Mir gings nicht um punktgenaue Daten, da das ausgeschlossen ist, sondern eben um Trends. Zumal auch die Losgröße keine exakten Datenauswertungen zulässt imho, hier hätte man schon mit einer erheblich größeren Probe aufwarten müssen.

2. Die 10.000er reizen natürlich viele, wer das ist und um was es geht. Die Umfrage war anonym, ich habe also von keinem einzigen Umfrageteilnehmer irgendwelche Personendaten. So kann ich nicht sagen, ob die Angaben valide sind. Der 13.000er gibt zB an, dass er über 100.000 RSS Leser habe, das halte ich für ausgeschlossen. Solche Zahlen weisen nur international bekannte Top-Blogs auf. Die Ratio PIs zu Besucher (21.6 Mio zu 1.36 Mio) ist für ein Blog sehr untypisch, da selbst die besten Blogs in diesem Bereich nur auf ein Ratio von 5:1 kommen. Wobei es Blogs gibt, wie etwa Spaß/Fun/Erotik-Blogs, die aufgrund ihrer Bauweise den Leser sehr lange verweilen lassen, um sich zahlreiche Seiten anzuschauen. So wiederum ist es logisch, wenn auch die Zahl der RSS Abonnenten strange ist. Die Google-Quote beträgt 13%, also ist es ein Blog, das von Google als Pornoseite nicht gekickt wurde. Wie Ihr seht, ich kann auch nur spekulieren, ob die Blogs mit den höchsten Einnahmen wahre Angaben gemacht haben. Das war aber schon vorher klar, insofern hatte ich darauf hingewiesen, die Daten in Einnahmegruppen zu unterteilen. Wie gesagt, ich erachte Einnahmen bis 5.000 Euro für kein Problem mehr (im Sinne von erreichbar). Die Auswertung hat auch gezeigt, dass einige Blogs im Range zwischen 500-2500 Euro super dabei sind. Das Schielen auf die Monstereinnahmen +10.000 Euro ist imho wenig sinnvoll, da das eh nur den Allerwenigsten vorbehalten bleiben wird. Darüber hinaus neige ich bei den jetzigen Blog-Marktverhältnissen dazu, von Erotikblogs zu sprechen, die auf extrem hohe Einnahmen kommen. In D. Nicht im internationalen Bereich, da sind noch ganz andere Einnahmenmonster mit dabei.

3. Es wird eine neue Umfrage geben, doch das wird dauern. Wohl Januar 2008, wenn das Weihnachtsgeschäft vorbei ist:) Und, ich werde dann erstmalig abfragen, ob manch ein Blog Umsätze aus eigenem E-Commerce macht, zB durch Integration eines Shops und auch nach den iindirekten Einnahmen fragen (Auftragsvermittlung via Blog), die ein Vielfaches der Werbeeeinnahmen betragen können.

4. Die Charts wurden mit OpenOffice 2.x erstellt, ist zwar nicht so dolle wie das neueste Excel (ein Schmankerl), aber ich hatte eigens OO genommen, damit ich es in alle Richtungen exportieren kann und nicht alle Excel haben.

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