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Archive for the ‘Datenschutz’

Googles neue Datenschutzerklärung ist böse. Richtig, richtig, richtig böse25.01.12

Wenn jemand etwas Unbequemes tut und damit vorab an die Öffentlichkeit geht, dann gibt es immer zwei Seiten der Medaille. Das Unternehmen lobt natürlich sein eigenes Produkt und weist auf die vielen Vorteile hin; die Gegner deuten wütend auf die Nachteile. Im Falle von Googles neuer Datenschutzerklärung überzeugt mich beides nicht.

Die neue Erklärung tritt am 1. März in Kraft. Ohne ihr zuzustimmen, wird man anmeldepflichtige Google-Dienste nicht mehr nutzen können. Die einzige Alternative ist, sie abzulehnen und sein Google-Konto zu löschen. Tritt ein oder geh, mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Google legt damit seine gut 60 derzeitigen Datenschutzerklärungen zusammen und macht eine daraus. Lediglich der Browser Chrome, das Betriebssystem Chrome OS, Google Wallet und Google Books sind nicht davon betroffen. Google lobt die Vorteile des Ganzen, Kritiker monieren, Google sei böse geworden, jetzt ganz offiziell. (weiterlesen …)

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Ein paar Gedanken zum Ende von MegaUpload20.01.12

MegaUpload-Song

Erst gestern noch hatte ich diesen bizarren Song im Ohr, für den der exzentrische Deutsche Kim Schmitz alias Kim Dotcom verschiedene Künstler der Entertainment-Szene gewonnen hat: Mega, MegaUpload. Wenige Stunden später wurde Schmitz zusammen mit drei seiner Mitarbeiter im Auftrag der US-Behörden festgenommen – auf seinem Anwesen in Neuseeland. Sein Unternehmen Mega hat seinen Sitz in Hongkong. Schmitz selbst ist Deutsch-Finne. Sein Team bestand aus Deutschen, Niederländern, Slowaken, Esten. Mega ist oder – wie es nun aussieht – war ein international operierendes Unternehmen. Es bediente Freunde von Musik, Film und TV-Serien weltweit. Sogar in der “Tagesschau” berichtete man heute früh im “Morgenmagazin” davon. Das deutet darauf hin, dass das derzeitigen Aus der Plattform viele betrifft.

Und doch ist es nur die halbe Wahrheit: MegaUpload sorgte laut dem Hersteller für Sicherheitstechnik PAS für ein Viertel des Internettraffics. MegaUpload-Nutzer sollen via PayPal mehr als 110 Millionen US-Dollar an den Dienst überwiesen haben. 60 Bankkonten ließ das FBI gestern schließen. Schmitz soll im Jahr 2010 über sein Mega-Imperium 42 Millionen Dollar verdient haben. Die Unterhaltungsindustrie beziffert den Gesamtschaden, der ihr durch Mega entstanden ist auf rund 500 Milionen Dollar. (weiterlesen …)

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Google auf Abwegen? Open Street Map von einer Google IP-Adresse aus manipuliert17.01.12

Was bitte ist denn da los? Wenn wirklich Google dahinter steckt, dann wirft das ein fragwürdiges Licht auf den Webkonzern: Die Betreiber der offenen Kartensammlung Open Street Map berichten in einem Blogeintrag über eine Manipulation am eigenen Kartenmaterial – über eine IP-Adresse von Google. Es sei die gleiche IP-Adresse aus Indien, von der aus auch die kenianische Website Mocality vergangene Woche einen Datenmissbrauch durch Google beklagte. Google-Mitarbeiter kopierten Daten der Wirtschaftsbörse und boten sie kenianischen Unternehmen als eigenen Premium-Service an.

Im Falle des Google-Maps-Konkurrenten Open Street Map (OSM) wurde laut der Initiative Material gelöscht, kopiert, mutwillig verschlechtert oder falsches Material eingeschleust. So sei etwa an einigen Einbahnstraßen die Richtung umgekehrt worden. 102.000 Zugriffe auf das Material habe es seit vergangener Woche Donnerstag von 17 Accounts mit der gleichen IP-Adresse gegeben, schreiben die OSM-Betreiber OpenGeoData. Dort wundert man sich darüber, da man mit Google bislang gut zusammengearbeitet hatte. (weiterlesen …)

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“Operation Blitzkrieg” mit zweifelhaftem Nutzen: Anonymous entblößt Rechte02.01.12

Erinnert sich noch jemand an die Website “Rotten Neighbor“, bei der sich jeder über seine Nachbarn auskotzen konnte? Vor fünf Jahren sorgte das für eine breite Diskussion, die noch einmal verstärkt wurde durch die Aufnahme der Daten verurteilter Triebtätern in die Datenbank ein Jahr später. Die Debatte drehte sich vor allem um eine Frage: Bringt es der Gesellschaft eher Vorteile oder Nachteile, wenn ich weiß, dass da jemand in der Nachbarschaft wohnt, den ich für verabscheuungswürdig halte? Die Frage, letztendlich, stellte sich zum Glück nicht lange. Der Hype um das Angebot flaute so schnell wieder ab, wie es gekommen war.

Aber jetzt das: Anonymous hat die “Operation Blitzkrieg” gestartet, einige rechte Webseiten lahmgelegt und auf der Übersichtsseite Nazi-leaks.net tausende Namen und Daten von Personen veröffentlicht, die der rechten Szene zugeordnet werden. Darunter sind bereits zu einem früheren Zeitpunkt veröffentlichte Namen der Kundenkarteien als rechts eingestufter Onlinehändler, aber auch neuere Daten, wie eine Liste mutmaßlicher Spender der als rechtsextrem eingestuften Partei NPD. Und jetzt was? (weiterlesen …)

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Rapsong “SOPA Capabana”: Kann die Internetzensur noch gestoppt werden?22.12.11

“Wie war das damals, als das Internet noch frei war?”, fragte sich unter anderem Rapper Dan Bull, als er mit Hilfe Dutzender Internetnutzer ein Musikvideo gegen SOPA drehte. “SOPA Cabana” ist nur eine von vielen Aktionen gegen den Gesetzesentwurf “Stop Online Piracy Act” in den USA, den Befürworter eines freien Internets derzeit stark kritisieren. Beim Social-Bookmarking-Dienst Reddit glaubt man nicht daran, dass man weiter würde existieren können, sollte SOPA in Kraft treten.

Das Dokumenten- und Präsentations-YouTube Scribd warnt vor SOPA, indem es eine Milliarde seiner Dokumente Schritt für Schritt offline nimmt. Webpersönlichkeiten wie Google-Gründer Sergey Brin und Wikimedia-Chef Jimmy Wales warnen ebenfalls vor den massiven Nachteilen, die das geplante Gesetz mit sich bringen würde. Während Befürworter vorgeben, das Urheberrecht stärken zu wollen, sehen Kritiker ein Ende der Meinungs- und Redefreiheit im Internet kommen. (weiterlesen …)

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Bizarrer MegaUpload-Song: Prominente brechen eine Lanze für die verruchte Plattform12.12.11

Da isser, der Ohrwurm des Tages: Prominente von Will.I.am über Kanye West bis hin zu Snoop Dogg und Schauspieler Jamie Foxx haben einen Song für MegaUpload aufgenommen. Der Filehoster steht unter Beschuss von RIAA und MPAA, den Verbänden der Musik- und Videoindustrie der Vereinigten Staaten. Der Vorwurf: Mit seinem Sitz außerhalb der USA stehle das Portal wertvolle amerikanische Inhalte, amerikanisches Kapital und koste amerikanische Arbeitsplätze und Rentenfonds für Kreative.

Zu Mega gehört etwa der Videohoster MegaVideo, auf dem es viele TV-Serien noch vor dem offiziellen Sendestart in vielen Ländern zu sehen gibt. Der deutsche Kim Schmitz, der mutmaßlich hinter dem Hoster steckt, einigte sich erst Anfang November mit dem Erotikportal Perfect 10 auf einen außergerichtlichen Vergleich. Creative America lässt in einem TV-Beitrag im November kein gutes Haar am vorbestraften Schmitz und gibt ihm eine große Mitschuld an den Verlusten der Unterhaltungsindustrie. Warum ihm Künstler jetzt die Stange halten? Weil Mega ihnen Einnahmen verschaffen will. (weiterlesen …)

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Facebook-Bug: Privatfotos von Mark Zuckerberg kursieren im Netz07.12.11

Zufall oder gutes Timing? Wie Forbes meldet, sind Privatfotos von Facebook-Chef Mark Zuckerberg ins Internet gelangt. Clevere Facebook-Nutzer hatten eine Sicherheitslücke im Social Network zu Lasten dessen umstrittenen Gründers ausgenutzt: Meldete man ein Foto als “anstößig”, war es bei einigen Accounts möglich, sich weitere Bilder anzuschauen und sie ebenfalls als ungeeignet für Facebook zu markieren. Mark Zuckerbergs Account soll davon betroffen gewesen sein. (weiterlesen …)

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SpyFiles, Carrier IQ, Leitfaden: Lass dich überwachen!02.12.11


“Empört euch!”, fordert Stéphane Hessel in einer viel beachteten Streitschrift dieser Tage. Sich empören und gegen Missstände aufbegehren, zum Beispiel gegen die Überwachung durch Behörden und Unternehmen. In dieser Woche kommt man aus dem sich Empören gar nicht mehr heraus: Wikileaks hat die “Spy Files” veröffentlicht und darin ein internationales Netzwerk von Unternehmen benannt, die Überwachungstechnik an Diktatoren verkaufen. Mit dabei: 15 deutsche Unternehmen, darunter angesehene Firmen wie Siemens, Rohde & Schwarz und Datakom.

Aber warum in Diktaturen reisen, wenn man auch Bürger einer Demokratie wunderbar mit einer Vorratsdatenspeicherung überwachen kann? Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) hat in dieser Woche ein überaus interessantes Schreiben der bayerischen Generalstaatsanwaltschaft abgefangen. In diesem als Verschlusssache gekennzeichneten Leitfaden für Ermittlungsbehörden (PDF) sieht der AK Vorrat einige klare Rechtsbrüche. Etwa wenn empfohlen wird, Telefonverbindungen aus Kostengründen für einen “einheitlichen, gesamten” Zeitraum abzuhören, statt zu Zeitpunkten, die für das Ermittlungsverfahren relevant sind. Wobei Rechtsanwalt Udo Vetter darin auch gehaltvolle Anleitungen entnimmt, wie Terroristen die Maßnahmen der Behörden umgehen können. (weiterlesen …)

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Muss man Böses tun, bevor man Gutes tun kann?30.11.11


Die Faszination des Bösen treibt Menschen dazu, ihm zu verfallen. Oder zumindest dazu, unliebsame Dinge auszublenden: Gefällt einem etwa das neue Smartphone, denkt man nicht unbedingt daran, wer wie dafür schuften musste oder unter welchen Bedingungen die Rohstoffe dafür gewonnen wurden. Solange man verliebt ist, kann man schon mal ausblenden, wenn der neue Partner die Freunde abschätzig behandelt. Und wenn mir das Social Network technisch gut gefällt und alle meine Freunde sich dort tummeln, dann denke ich nicht bei jedem Besuch daran, dass es meine Daten als seine betrachtet und sie an Unternehmen verschachert, nur um Geld damit zu verdienen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg scherte sich jahrelang nicht die Bohne um Nutzerrechte, Privatsphäre und Datenschutz, jubelte seinen Nutzern sogar sooft neue Richtlinien unter, bis sie es irgendwann müde wurden, dagegen zu protestieren. Und doch kamen und blieben die Nutzer in Scharen. Gut 800 Millionen dürften es zur Zeit sein, bis zur Milliarde ist es nicht mehr weit. Und jetzt, wo Facebook der größte Börsengang eines IT-Unternehmens in der Geschichte bevorsteht, geht es plötzlich auf Datenschützer zu. Scheint es zumindest: Zuckerberg hat vor der US-Handelsbehörde FTC eingeräumt, in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben. 20 Jahre lang muss Facebook seine Datenschutzrichtlinien nun von unabhängigen Experten prüfen lassen. Es dürfte dem Unternehmen dabei auch um gute PR gehen. Und doch ist es zumindest interessant, dass das Thema Datenschutz plötzlich für Facebook ein Thema ist, was jahrelang keines war. Muss man erst Böses tun, bevor man Gutes tun kann? (weiterlesen …)

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Persönliches Facebook-Archiv zum Download24.11.11

[Update:]

Puh, ärgerlich, doof. Da hab ich euch etwas als neu verkauft, was es schon seit Monaten gibt. Dafür muss ich mich entschuldigen! In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, die Möglichkeit, ein eigenes Archiv aufzubauen, wäre neu. Das stimmt nicht. Den Artikel habe ich deswegen komplett überarbeitet, und er reduziert sich auf die Passage unten. Was bleibt ist eine Funktion, die wir selbst und vielleicht der eine oder andere von euch auch noch nicht kannten:

Sein persönliches Facebook-Archiv holt man sich, indem man in seinem Facebook-Profil auf die Kontoeinstellungen klickt. Im Untermenü “Allgemein”, das bereits voreingestellt ist, gibt es am Ende der Menüpunkte einen kleinen Link mit der Aufschrift “Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter.” Tut man das, öffnet sich die Seite, die ihr oben im Screenshot seht und die dazu einlädt, ein eigenes Archiv aufzubauen. Klickt man den Link dazu, schreibt Facebook, das Archiv werde nun erstellt und per E-Mail zugestellt, sobald fertig. Das könne aber ein wenig dauern. Die Datensammlung soll alle jemals auf Facebook geposteten Fotos, Videos, Statusupdates, Nachrichten und Chatmeldungen enthalten, sowie die Namen der Freunde mit ihren E-Mail-Adressen.

[/Update]

[2. Update] Mein Profil kam ca. 30 Minuten nach der Anforderung. Bilder, Statusupdates und Nachrichten scheinen alle da zu sein. Videos nicht. Daten, die Facebook dort in einer Art Offline-Version anzeigt, sind Profil, Pinnwand, Freunde, Fotos, Video, Nachrichten und Veranstaltungen. [/2.Update]

(Jürgen Vielmeier)

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Anonymous: Angriffe auf Facebook und mexikanisches Drogenkartell abgesagt?04.11.11


Es ist mal wieder Zeit, die Gerüchteküche zu befeuern. Es geht diesmal nicht um ein neues iPhone, Google-Phone oder sonst ein Gerät. Aber ganz sicher ist wirklich nicht, was da morgen passieren wird und ob überhaupt etwas passieren wird. Anonymous hat vor Monaten bereits angekündigt, Facebook ins Fegefeuer zu schicken. Morgen, am 5. November, soll es so weit sein. Ebenso hat Anonymous in dieser Woche einem mexikanischen Drogenkartell den Krieg erklärt.

Dann aber wurde von einigen Seiten zurückgerudert: Mashable vermutet, dass Anonymous den Angriff gegen Facebook abgeblasen hat. Auf dem Twitter-Account zum Thema sei nichts mehr los, schreibt Zachary Sniderman. Der Angriff gegen das Netzwerk ist bei Anonymous umstritten. Auch der Krieg gegen das Drogenkartell Zeta sei abgeblasen worden, schreibt der “Guardian”. Es sei fragwürdig, ob tatsächlich ein Anonymous-Mitglied in Veracruz von dem Drogenkartell entführt worden sei. (weiterlesen …)

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EA erlebt den Amazon-GAU: Downloadplattform für “Battlefield 3″ sammelt Nutzerdaten31.10.11

Das Spiel macht ganz schön was her – und doch stapeln sich auf Amazon und anderen Online-Shops derzeit die 1-Stern-Bewerungen: Viele Rezensenten loben “Battlefield 3″ als einen der besten Multiplayer-Shooter der Gegenwart – und geben für die PC-Version trotzdem die schlechteste Wertung. Denn Herausgeber Electronic Arts (EA) sammelt Daten der Spieler mit dem fragwürdigen Client des eigenen Downloadportals Origin.

113 Rezensenten geben derzeit auf Amazon 5 Sterne für das Spiel, über 2.000 haben 1 Stern geklickt. Der Client schickt brisante Daten an EA weiter. Konkret sind das Nutzungsdaten und IP-Adressen, sowie etwa die Software- und Hardware-Ausstattung des Rechners. Ferner solle der Hersteller überprüfen können, ob bei anderen auf dem Rechner installierten EA-Spielen Urheberrechtsverstöße vorliegen. EA und seine nicht benannten Partner dürften diese Daten speichern und zu Marketing-Zwecken nutzen. Wer das nicht wolle, solle das Spiel nicht installieren, teilt EA vor dem Installationsprozess lapidar mit. Zu viel des Guten für einen großen Teil der Spieler. (weiterlesen …)

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Geldprobleme: Wiki leakt nicht mehr, will eigenes Sicherheitssystem vorstellen24.10.11

Enthüllungsplattform ohne Geld und Vertrauen: Wikileaks-Aktivisten gaben heute Nachmittag eine Pressekonferenz in London. Darin sagte der Gründer der Plattform, Julian Assange, dass man die Arbeit aufgrund von Geldproblemen vorübergehend einstellen müsse. 95 Prozent der möglichen Spendengelder würden von US-Finanzunternehmen wie PayPal, Western Union und MasterCard zurückgehalten, sagten Assange und seine rechte Hand, der isländische Enthüllungsjournalist Kristinn Hrafnsson. Bis zu 50 Millionen Euro an möglichen Spenden seien so zurückgehalten worden.

Beide sparten nicht mit Kritik an den “korrupten US-Finanzunternehmen”, die sich dem Druck der US-Regierung beugen würden. Seit der Veröffentlichung mehrerer kritischer Dokumente und Videos über die US-Regierung und das US-Militär steht Wikileaks auf der Abschussliste der USA. Wikileaks-Gründer Julian Assange befindet sich im Vereinigten Königreich unter Hausarrest, nachdem er in Schweden aufgrund einer Klage auf sexuelle Nötigung per Haftbefehl gesucht wird. (weiterlesen …)

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Die Lehren aus dem Kampf Weichert gegen Facebook? Seid unnachgiebig und stur!21.10.11

Heute Morgen in der U-Bahn las ich im turi2-Newsletter, dass Schleswig Holsteins oberster Datenschützer seinen Kleinkrieg gegen Facebook offenbar gewonnen hat. Das Social Network will sein Bundesland künftig aus dem Tracking der Nutzerdaten herausnehmen. [Update] Facebook spricht lediglich davon, man habe nur Änderungen “signalisiert. Ein Sieg ist das dann doch noch lange nicht. [/Update] Dann müssten auch keine Unternehmen mehr Bußgelder befürchten, wenn sie den “Gefällt mir”-Button auf ihrer Website einsetzen. Das hatte Weichert ihnen mehrfach mit Nachdruck angedroht, könnte aber bald vom Tisch sein. Weichert erklärte das dem Sender NDR nach einem Treffen mit Facebooks Europasprecher Richard Allan.

Während ich das las, setzte sich zeitgleich ein Mann mit seiner Tochter im “Warum?”-Alter auf die Plätze mir gegenüber. Und ich dachte mir: Wenn ich selbst Vater wäre, wie würde ich meinen Kindern erklären, wie die Welt von heute funktioniert? Die Welt von gestern hatte Römer und ein gallisches Dorf mit einem Zaubertrank. Die moderne Welt hat Facebook, ein kleines Bundesland namens Schleswig-Holstein und einen Datenschützer namens Thilo Weichert, der darauf aufpasst. Wie die Welt von heute funktioniert? Du musst nur eine möglichst drastische Forderung stellen, unbescholtene Bürger kriminalisieren, ihnen Strafen androhen und keinen Millimeter von deinem Standpunkt abweichen. Dann bekommst du, was du willst. (weiterlesen …)

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Ein Weg aus dem Tal der Ahnungslosen? Politikern das Internet schmackhaft machen14.10.11

Vielleicht musste es wirklich einmal ein Unternehmer sein, dem die Hutschnur riss. Einer dieser Unternehmer, die doch von der Politik so hofiert werden. Dass ausgerechnet so einer die Politik für ihre Digitalfeindlichkeit kritisiert, stößt in der Tat auf Gehör: “Wir werden von gefährlichen Ahnungslosen regiert”, sagte SinnerSchrader-CEO Matthias Schrader gestern in deutlichen Worten, als er gerade einen Rekordumsatz eingefahren hatte. Im Klartext:

“Viele Politiker sind digitale Analphabeten. Das ist für Deutschland ein echter Standortnachteil. Behörden und Politik schüren gezielt die Angst vor dem ‘Datenhunger amerikanischer Konzerne’, riskieren aber mit ihrer Gesetzgebung in der Praxis insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter und gefährden Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite setzt der Staat auf rechtsverletzende Tools wie den Staatstrojaner, der dem Datenmissbrauch Tür und Tor öffnet. Das ist mehr als nur bigott.”

Das dürfte gesessen haben. Und was dem ganzen die Krone aufsetzt, ist, dass dieser Staats- oder Bundestrojaner offenbar auch noch schlampig programmiert worden ist. Wieder kein gutes Aushängeschild für den Technikstandort Deutschland. (weiterlesen …)

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