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Archive for the ‘Datenschutz’

Muss man Böses tun, bevor man Gutes tun kann?30.11.11


Die Faszination des Bösen treibt Menschen dazu, ihm zu verfallen. Oder zumindest dazu, unliebsame Dinge auszublenden: Gefällt einem etwa das neue Smartphone, denkt man nicht unbedingt daran, wer wie dafür schuften musste oder unter welchen Bedingungen die Rohstoffe dafür gewonnen wurden. Solange man verliebt ist, kann man schon mal ausblenden, wenn der neue Partner die Freunde abschätzig behandelt. Und wenn mir das Social Network technisch gut gefällt und alle meine Freunde sich dort tummeln, dann denke ich nicht bei jedem Besuch daran, dass es meine Daten als seine betrachtet und sie an Unternehmen verschachert, nur um Geld damit zu verdienen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg scherte sich jahrelang nicht die Bohne um Nutzerrechte, Privatsphäre und Datenschutz, jubelte seinen Nutzern sogar sooft neue Richtlinien unter, bis sie es irgendwann müde wurden, dagegen zu protestieren. Und doch kamen und blieben die Nutzer in Scharen. Gut 800 Millionen dürften es zur Zeit sein, bis zur Milliarde ist es nicht mehr weit. Und jetzt, wo Facebook der größte Börsengang eines IT-Unternehmens in der Geschichte bevorsteht, geht es plötzlich auf Datenschützer zu. Scheint es zumindest: Zuckerberg hat vor der US-Handelsbehörde FTC eingeräumt, in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben. 20 Jahre lang muss Facebook seine Datenschutzrichtlinien nun von unabhängigen Experten prüfen lassen. Es dürfte dem Unternehmen dabei auch um gute PR gehen. Und doch ist es zumindest interessant, dass das Thema Datenschutz plötzlich für Facebook ein Thema ist, was jahrelang keines war. Muss man erst Böses tun, bevor man Gutes tun kann? (weiterlesen …)

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Persönliches Facebook-Archiv zum Download24.11.11

[Update:]

Puh, ärgerlich, doof. Da hab ich euch etwas als neu verkauft, was es schon seit Monaten gibt. Dafür muss ich mich entschuldigen! In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, die Möglichkeit, ein eigenes Archiv aufzubauen, wäre neu. Das stimmt nicht. Den Artikel habe ich deswegen komplett überarbeitet, und er reduziert sich auf die Passage unten. Was bleibt ist eine Funktion, die wir selbst und vielleicht der eine oder andere von euch auch noch nicht kannten:

Sein persönliches Facebook-Archiv holt man sich, indem man in seinem Facebook-Profil auf die Kontoeinstellungen klickt. Im Untermenü “Allgemein”, das bereits voreingestellt ist, gibt es am Ende der Menüpunkte einen kleinen Link mit der Aufschrift “Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter.” Tut man das, öffnet sich die Seite, die ihr oben im Screenshot seht und die dazu einlädt, ein eigenes Archiv aufzubauen. Klickt man den Link dazu, schreibt Facebook, das Archiv werde nun erstellt und per E-Mail zugestellt, sobald fertig. Das könne aber ein wenig dauern. Die Datensammlung soll alle jemals auf Facebook geposteten Fotos, Videos, Statusupdates, Nachrichten und Chatmeldungen enthalten, sowie die Namen der Freunde mit ihren E-Mail-Adressen.

[/Update]

[2. Update] Mein Profil kam ca. 30 Minuten nach der Anforderung. Bilder, Statusupdates und Nachrichten scheinen alle da zu sein. Videos nicht. Daten, die Facebook dort in einer Art Offline-Version anzeigt, sind Profil, Pinnwand, Freunde, Fotos, Video, Nachrichten und Veranstaltungen. [/2.Update]

(Jürgen Vielmeier)

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Anonymous: Angriffe auf Facebook und mexikanisches Drogenkartell abgesagt?04.11.11


Es ist mal wieder Zeit, die Gerüchteküche zu befeuern. Es geht diesmal nicht um ein neues iPhone, Google-Phone oder sonst ein Gerät. Aber ganz sicher ist wirklich nicht, was da morgen passieren wird und ob überhaupt etwas passieren wird. Anonymous hat vor Monaten bereits angekündigt, Facebook ins Fegefeuer zu schicken. Morgen, am 5. November, soll es so weit sein. Ebenso hat Anonymous in dieser Woche einem mexikanischen Drogenkartell den Krieg erklärt.

Dann aber wurde von einigen Seiten zurückgerudert: Mashable vermutet, dass Anonymous den Angriff gegen Facebook abgeblasen hat. Auf dem Twitter-Account zum Thema sei nichts mehr los, schreibt Zachary Sniderman. Der Angriff gegen das Netzwerk ist bei Anonymous umstritten. Auch der Krieg gegen das Drogenkartell Zeta sei abgeblasen worden, schreibt der “Guardian”. Es sei fragwürdig, ob tatsächlich ein Anonymous-Mitglied in Veracruz von dem Drogenkartell entführt worden sei. (weiterlesen …)

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EA erlebt den Amazon-GAU: Downloadplattform für “Battlefield 3″ sammelt Nutzerdaten31.10.11

Das Spiel macht ganz schön was her – und doch stapeln sich auf Amazon und anderen Online-Shops derzeit die 1-Stern-Bewerungen: Viele Rezensenten loben “Battlefield 3″ als einen der besten Multiplayer-Shooter der Gegenwart – und geben für die PC-Version trotzdem die schlechteste Wertung. Denn Herausgeber Electronic Arts (EA) sammelt Daten der Spieler mit dem fragwürdigen Client des eigenen Downloadportals Origin.

113 Rezensenten geben derzeit auf Amazon 5 Sterne für das Spiel, über 2.000 haben 1 Stern geklickt. Der Client schickt brisante Daten an EA weiter. Konkret sind das Nutzungsdaten und IP-Adressen, sowie etwa die Software- und Hardware-Ausstattung des Rechners. Ferner solle der Hersteller überprüfen können, ob bei anderen auf dem Rechner installierten EA-Spielen Urheberrechtsverstöße vorliegen. EA und seine nicht benannten Partner dürften diese Daten speichern und zu Marketing-Zwecken nutzen. Wer das nicht wolle, solle das Spiel nicht installieren, teilt EA vor dem Installationsprozess lapidar mit. Zu viel des Guten für einen großen Teil der Spieler. (weiterlesen …)

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Geldprobleme: Wiki leakt nicht mehr, will eigenes Sicherheitssystem vorstellen24.10.11

Enthüllungsplattform ohne Geld und Vertrauen: Wikileaks-Aktivisten gaben heute Nachmittag eine Pressekonferenz in London. Darin sagte der Gründer der Plattform, Julian Assange, dass man die Arbeit aufgrund von Geldproblemen vorübergehend einstellen müsse. 95 Prozent der möglichen Spendengelder würden von US-Finanzunternehmen wie PayPal, Western Union und MasterCard zurückgehalten, sagten Assange und seine rechte Hand, der isländische Enthüllungsjournalist Kristinn Hrafnsson. Bis zu 50 Millionen Euro an möglichen Spenden seien so zurückgehalten worden.

Beide sparten nicht mit Kritik an den “korrupten US-Finanzunternehmen”, die sich dem Druck der US-Regierung beugen würden. Seit der Veröffentlichung mehrerer kritischer Dokumente und Videos über die US-Regierung und das US-Militär steht Wikileaks auf der Abschussliste der USA. Wikileaks-Gründer Julian Assange befindet sich im Vereinigten Königreich unter Hausarrest, nachdem er in Schweden aufgrund einer Klage auf sexuelle Nötigung per Haftbefehl gesucht wird. (weiterlesen …)

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Die Lehren aus dem Kampf Weichert gegen Facebook? Seid unnachgiebig und stur!21.10.11

Heute Morgen in der U-Bahn las ich im turi2-Newsletter, dass Schleswig Holsteins oberster Datenschützer seinen Kleinkrieg gegen Facebook offenbar gewonnen hat. Das Social Network will sein Bundesland künftig aus dem Tracking der Nutzerdaten herausnehmen. [Update] Facebook spricht lediglich davon, man habe nur Änderungen “signalisiert. Ein Sieg ist das dann doch noch lange nicht. [/Update] Dann müssten auch keine Unternehmen mehr Bußgelder befürchten, wenn sie den “Gefällt mir”-Button auf ihrer Website einsetzen. Das hatte Weichert ihnen mehrfach mit Nachdruck angedroht, könnte aber bald vom Tisch sein. Weichert erklärte das dem Sender NDR nach einem Treffen mit Facebooks Europasprecher Richard Allan.

Während ich das las, setzte sich zeitgleich ein Mann mit seiner Tochter im “Warum?”-Alter auf die Plätze mir gegenüber. Und ich dachte mir: Wenn ich selbst Vater wäre, wie würde ich meinen Kindern erklären, wie die Welt von heute funktioniert? Die Welt von gestern hatte Römer und ein gallisches Dorf mit einem Zaubertrank. Die moderne Welt hat Facebook, ein kleines Bundesland namens Schleswig-Holstein und einen Datenschützer namens Thilo Weichert, der darauf aufpasst. Wie die Welt von heute funktioniert? Du musst nur eine möglichst drastische Forderung stellen, unbescholtene Bürger kriminalisieren, ihnen Strafen androhen und keinen Millimeter von deinem Standpunkt abweichen. Dann bekommst du, was du willst. (weiterlesen …)

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Ein Weg aus dem Tal der Ahnungslosen? Politikern das Internet schmackhaft machen14.10.11

Vielleicht musste es wirklich einmal ein Unternehmer sein, dem die Hutschnur riss. Einer dieser Unternehmer, die doch von der Politik so hofiert werden. Dass ausgerechnet so einer die Politik für ihre Digitalfeindlichkeit kritisiert, stößt in der Tat auf Gehör: “Wir werden von gefährlichen Ahnungslosen regiert”, sagte SinnerSchrader-CEO Matthias Schrader gestern in deutlichen Worten, als er gerade einen Rekordumsatz eingefahren hatte. Im Klartext:

“Viele Politiker sind digitale Analphabeten. Das ist für Deutschland ein echter Standortnachteil. Behörden und Politik schüren gezielt die Angst vor dem ‘Datenhunger amerikanischer Konzerne’, riskieren aber mit ihrer Gesetzgebung in der Praxis insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter und gefährden Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite setzt der Staat auf rechtsverletzende Tools wie den Staatstrojaner, der dem Datenmissbrauch Tür und Tor öffnet. Das ist mehr als nur bigott.”

Das dürfte gesessen haben. Und was dem ganzen die Krone aufsetzt, ist, dass dieser Staats- oder Bundestrojaner offenbar auch noch schlampig programmiert worden ist. Wieder kein gutes Aushängeschild für den Technikstandort Deutschland. (weiterlesen …)

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Mann fotografiert Tochter in Einkaufszentrum, Polizei spricht von “Terrorismus”12.10.11


Achtung, ein Boulevard-Thema, aber ein kurioses: Ein Mann hat seine kleine Tochter in einem schottischen Einkaufszentrum fotografiert. Daraufhin bestellte der Sicherheitsdienst die Polizei, die den Mann scharf anging, seine Personalien aufnahm und sich dabei auf ein Anti-Terrorismus-Gesetz berief. Die Bilder sollte er löschen. Das ganze geschah vergangenen Freitag am Eiscremestand des Braehead-Einkaufszentrums in der Nähe von Glasgow. Chris White fand es süß, wie seine Tochter Hazel auf einem der zu Sitzen umfunktionierten Motorrollern saß und nahm das Foto (oben) mit seinem Smartphone auf.

Kurz darauf kam der Sicherheitsdienst und wies White darauf hin, dass das Fotografieren in dem Einkaufszentrum verboten sei. Er solle die Fotos löschen, so die Anweisung. Doch White hatte sie bereits bei Facebook hochgeladen, was den Sicherheitsdienst dazu veranlasste, die Polizei zu rufen. Und die stellte fest, dass die Security Recht hatte, außerdem seien überall Schilder angebracht, die auf das Fotografieverbot hinwiesen. Während er seine weinende Tochter beruhigen wollte, wies einer der Beamten White harsch an, ihm gefälligst zuzuhören. Danach stellte man eine Verwarnung aus und ließ ihn laufen. Doch genug Grund, sich zu ärgern, hatte White allemal: So gründete er die Facebook-Gruppe “Boycott Braehead”, die binnen Stunden auf mehrere tausend Mitglieder anwuchs und zur Stunde fast 25.000 Mitglieder hat. (weiterlesen …)

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Perfidität, Dilettantismus, Rechtsbruch09.10.11


Ein ganz schön perfide programmierter Bundestrojaner, der Mails und Telefonate schon an der Quelle abfängt, noch bevor sie abgeschickt oder verschlüsselt werden. Der dann aber so schlecht programmiert ist, dass er gekapert werden und für weiter gehende Maßnahmen missbraucht werden kann (PDF). Und der dann womöglich noch einen klaren Rechtsbruch darstellt, wenn er nach 2008 und eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts von deutschen Ermittlungsbehörden eingesetzt worden ist. Perfide, dilettantisch, Recht brechend. Wer noch glaubte, unser Politiker und Ermittler würden schon irgendwie das Richtige tun, der darf jetzt offiziell damit aufhören.

(Jürgen Vielmeier)

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Facebook überlasten: Die Sache mit dem geistigen Eigentum29.09.11

Inzwischen hat jeder eine Meinung zu Facebooks Datenschutzproblematik. Aber diesmal gibt es eine Gruppe um den Wiener Jura-Studenten Max Schrems, die es dem Freundenetz nicht so einfach machen. Schrams gründete die Initiative “Europe v Facebook” und forderte von Facebook die Herausgabe seiner persönlichen Daten. Dazu ist das Netzwerk, das seinen europäischen Sitz in Irland hat, gesetzlich verpflichtet.

Schrems erhielt eine CD-ROM mit einem 1.200 Seiten starken PDF und jeder Menge Daten, aber das Profil war damit noch nicht vollständig. Er forderte weitere Daten von Facebook und erhielt eine genervte Antwort, die auch die unglückliche Formulierung “geistiges Eigentum” enthielt. Anders als Richard Gutjahr es in der Überschrift zu seinem Beitrag formuliert, den wir gestern auf Twitter ebenfalls verlinkt haben, sehe ich darin aber nicht den Hinweis, dass Facebook persönliche Daten eines Nutzers als geistiges Eigentum betrachtet. (weiterlesen …)

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Das Netzwerk: neuer Kurzfilm von Alexander Lehmann28.09.11

Irgendwann in ferner Zukunft wird man Alexander Lehmann einmal einen Orden verleihen für seine Verdienste zur Rettung von Freiheit und Demokratie. So diese Rettung denn gelingt. Von der aktuellen Regierung darf er keine Auszeichnung erwarten – und falls doch, dann sollte er sie ablehnen. Aber in einigen Jahren wird er seine Ehren bekommen. Falls wir es schaffen, uns nicht kirre machen zu lassen und unsere Persönlichkeitsrechte vom Staat nicht weiter zu beschneiden.

Wie es überhaupt dazu kommt, dass Bürgerrechte seit dem 11. September 2001 immer weiter eingeschränkt und die Überwachung des Bürgers hochgefahren wird, das beschreibt Lehmann in seinem neuen Video “Das Netzwerk”. Es entstand in Zusammenarbeit mit Studenten in einem Workshop zum Thema 11. September der Bundeszentrale für politische Bildung. Ein bemerkenswerter Auftraggeber übrigens gemessen daran, dass Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ein glühender Verfechter der Vorratsdatenspeicherung ist. (weiterlesen …)

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Facebook: Entschieden protestieren und dann die Kirche im Dorf lassen27.09.11

Was da wieder los war in den letzten Tagen. Da stellt Facebook neue Funktionen vor, die noch kaum jemand nutzen kann, und schon schreit die halbe Welt. Nicht wenige kündigen an, dem Netzwerk den Rücken zu kehren. Jetzt wirklich. Definitiv. Unwiderruflich. An den Nutzerzahlen kann man das nicht ablesen, auch wenn Facebook schon seit Jahren wegen seiner laxen Datenschutzrichtlinien in der Kritik steht. Mehr als 800 Millionen Menschen sind inzwischen bei Facebook, kürzlich sollen 500 Millionen Nutzer gleichzeitig online gewesen sein. Aber diesmal ist es anders? Diesmal geht ihr wirklich?

Ich glaube eher, Facebook wird die erste Milliarde erreicht haben, ehe sich auch nur tausend von euch dort abgemeldet haben. Das ist die Realität. Man schreit und schreit, und am Ende bleibt man doch. Dabei ist der Einwand diesmal in Teilen berechtigter denn je. Facebook trackt also seine Nutzer, auch wenn sie nicht online sind. Diese Funktion in den Cookies soll jetzt nach massiven Protesten wieder abgeschaltet werden. Facebook nennt es vorsorglich eine unfreiwillige Lücke, was natürlich Blödsinn ist. Wenn es darum ging, das ganze Web für sich zu vereinnahmen, dann war eine solche Funktion natürlich gewollt und aus Sicht des Netzwerks notwendig. (weiterlesen …)

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Erstaunlicher Erfolg: Google passt Analytics deutschem Datenschutzrecht an15.09.11

Sie kämpfen mit zweifelhaften Methoden, aber was man ihnen lassen muss: Sie scheinen damit ungeheuer erfolgreich zu sein: die Datenschützer aus dem hohen Norden. Ihr jüngster Coup: Google passt seinen Statistikdienst Google Analytics an deutsches Datenschutzrecht an. Ein Achtungserfolg für Hamburgs obersten Datenschützer Johannes Caspar. Aber dann wühlt man mal ein wenig in den alten Beiträgen hier im Blog herum und fördert das hier zu Tage: Datenschützer um das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein forderten schon 2008 eine Abschaltung von Google Analytics in Deutschland. (weiterlesen …)

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Wir haben die E-Petition gegen die Vorratsdaten durch das BlaBlaMeter gejagt13.09.11

… und nun ja, was dabei heraus kam, seht ihr oben im Screenshot: ein “Bullshit-Index” von 0,7 oder 70 Prozent. Das BlaBlaMeter ist ein Tool, das Texte auf Worthülsen und PR-Geschwätz untersucht. Hinter dem Projekt steckt Ilse Burisch aus Frankfurt. Das sagt natürlich über die Qualität der E-Petition nichts aus, denn wer sich mit Politikern einlassen will, muss ihre Sprache sprechen. Die E-Petition gegen die verdachtlose Vorratsdatenspeicherung läuft übrigens nur noch für 12 Stunden und es fehlen noch einige tausend Unterschriften. Wer will, dass sich der Bundestag mit dem Thema befasst und bei der EU für eine Aufhebung der Richtlinie wirbt, der sollte dort schleunigst einmal vorbei schauen. (weiterlesen …)

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Like-Button: Facebook knickt (ein wenig) vor Kritik eines Scharfmachers ein08.09.11

Ich hab das Thema ein paar Wochen lang ignoriert. Warum auch nicht? Meistens regelt sich so ein Blödsinn ja von selbst. Da warnt wieder einer vor Facebook und erklärt Like-Buttons und Fanpages auf Facebook für illegal. Hin und wieder schreit mal wieder einer rum, manchmal brandet im Web noch ein Proteststurm dagegen auf, manchmal lohnt sich die Mühe aber auch einfach nicht. Und in wenigen Wochen ist der Spuk dann meist wieder vorbei.

Diesmal scheint es anders zu sein. Der Mann meint es ernst und viel zu viele nehmen ihn ernst. Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert (Bild oben) will Unternehmen in seinem kleinen Bundesland die Verwendung des Facebook-Like-Buttons und einer Fanpage untersagen. Entfernen sie beides nicht bis Ende September, will er ihnen Strafen bis 50.000 Euro aufbrummen. Statt Abmahnwellen könnte es dann einen Reigen von Strafbescheiden geben, von oberster Stelle. Ein Bundesland will seinen Bürgern horrende Strafen dafür aufbrummen, wenn sie die Dienste eines ausländischen Socials Network in Anspruch nehmen und es nicht schnell genug schaffen, die Dienste wieder abzustellen. Das ist starker Tobac, und das ist maßlos. (weiterlesen …)

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