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Archive for the ‘EBusiness’

YouTube ‘Musicians wanted’: Gut für den Nachwuchs, schlecht für MySpace19.03.10

Ungefähr eine Woche ist es her, dass MySpace der Welt mitgeteilt hat, wie man mit dem enteilten Konkurrenten Facebook zukünftig mithalten will und wie die neue Ausrichtung des einst größten Social Networks aussehen soll. Die Strategie klingt gleichermaßen simpel als auch niederschmetternd, denn mit den angedachten, marginalen Änderungen am Netzwerk-Dinosaurier kriegt man den Karren sicher nicht so ohne weiteres wieder flott.

Die noch verheißungsvollste Aussage betrifft die Disziplin, in der MySpace seit jeher am stärksten war und in der man auch heute noch wirklich punkten kann: die Musik! Dort will man zukünftig fokussierter zu Werke gehen, den Künstlern mehr Möglichkeiten (beispielsweise Künstler-Enzyklopädien) und bessere Navigation bieten. (weiterlesen…)

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PayPal schraubt die Preise runter, um Micropayment-Entwicklung voranzutreiben16.03.10

Sie an, sieh an. PayPal gibt nun also tatsächlich Gas und versucht aufzuholen, was bisher verpennt worden war. Ich hatte mich ja an anderer Stelle schon kritisch mit der Geschäftspolitik der eBay-Tochter auseinandergesetzt und bemängelt, dass ein wichtiger Trend bisher völlig stiefmütterlich behandelt wurde: Micropayment. Natürlich könnte nun der Einwand kommen, dass das Unternehmen super erfolgreich ist – der Umsatz soll im Jahr 2011 auf über fünf Milliarden Dollar anwachsen – und damit eigentlich alles richtig gemacht wurde. Der Punkt ist aber der: Wenn sich beispielsweise die Zeitungsverleger erst einmal für ein Monetarisierungsmodell entschieden haben, was beflügelt durch die immer stärker wachsende Aufmerksamkeit der Konsumenten für E-Reader vielleicht schon bald der Fall sein könnte, dann werden auch andere Unternehmen einen Teil vom Micropayment-Kuchen abhaben wollen. PayPal wird dann stärker um Anteile kämpfen müssen, als wenn man sich bereits im Vorfeld in diesem Bereich als Platzhirsch etabliert hätte.

Nun hat der Bezahlfreund aber einige Zeichen der Zeit erkannt und widmet sich mit ganzer Kraft der Suche nach einem Weg, um Online-Transaktionen bei Beträgen unter 10 Dollar für Unternehmen günstiger zu gestalten. Bisher ist es so , dass viele Händler die Möglichkeit scheuen, ihren Kunden bei kleinen Beträgen die Bezahl-Option per Kreditkarte anzubieten, weil die dabei anfallenden Gebühren unverhältnismäßig hoch ausfallen und den Profit senken. Hier will PayPal nun ansetzen und die Gebührenstruktur ändern. Anstatt den Händler weiterhin bei jeder Transaktion zur Kasse zu bitten, soll noch in diesem Jahr ein Verfahren eingerichtet werden, bei dem die Kleinstbeträge addiert werden und PayPal erst ab einer bestimmten Summe kassiert.  (weiterlesen…)

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Im Namen des Konsumenten: Urteil zu Preisänderungen ein Schock für Internethändler15.03.10

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) dürfte zwar uns Konsumenten erfreuen, weil es unserer Irreführung durch Internethändler entgegenwirken soll. Gleichzeitig könnte es aber auch ein erneuter Beleg dafür sein, dass die Rechtsprechung beziehungsweise die ihr zugrundeliegenden Gesetze hierzulande längst nicht mehr mit der Entwicklung im Internet mithalten können. Um aber nicht die Moral der Geschichte vorwegzunehmen, kurz zum Hintergund: Ein Händler hatte auf der Preissuchmaschine idealo.de eines seiner Produkte beworben. Aufgrund des besonders günstigen Preises wurde es auf Platz 1 der insgesamt 45 Suchergebnisse gelistet. Dumm nur, dass dieser Preis auch dann noch angezeigt wurde, als der Händler ihn bereits drei Stunden zuvor auf seiner eigenen Homepage angehoben hatte. Schwupps war ein Konkurrent zur Stelle, mahnte den Händler wegen Irreführung des Kunden ab und bekam nun in dritter Instanz Recht. Dass aber Recht haben und Recht bekommen zwei Paar Schuhe sind, dürfte jedem klar sein – vor allem nun auch den Internethändlern.

Im vorliegend Fall hatte der Händler die Information über den geänderten Preis nämlich umgehend an Idelo weitergeleitet, und damit war die Sache für ihn erledigt. Nicht so aber für seinen Konkurrenten und das BGH. Obwohl die Preissuchmaschine im Kleingedruckten darauf hinweist, dass für die angegebenen Preise und Verfügbarkeiten keine Gewähr übernommen werde und Änderungen aus technischen Gründen nicht in Echtzeit angezeigt werden könnten, sei die Kenntnis dieses Umstands vom Kunden nicht zu erwarten, so die Begründung der Richter. Für ihn gelte in Anlehnung an das Akronym WYSIWYG: The price you pay for is the price you see. (weiterlesen…)

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Thumbplay: Erst hässliches Klingelton-Entlein, bald schon iTunes-Konkurrenz?02.03.10

Lästige Pflichtübung zu Beginn einer Story über einen womöglich verheißungsvollen neuen Musikdienst: Die Leser darüber aufklären, dass er in Deutschland nicht verfügbar ist: Bislang war es nicht dramatisch, dass man uns das New Yorker Unternehmen Thumbplay vorenthalten hat. Mit seinem Fokus auf Klingeltönen, Hintergrundbildchen und ähnlichen Späßen konnte man nichts bieten, was uns nicht auch hierzulande schon die Lust auf MTViva und Co. vermiest hätte.

Nun aber findet die wundersame Verwandlung statt: Vom hässlichen Jamba-lookalike-Entlein in den wunderschönen iTunes-lookalike-Schwan. Statt nervigen Klingeltönen möchte man den Kunden das große Musik-rundum-glücklich-Paket schnüren. Kollege Marek hat vor wenigen Tagen erst zusammengefasst, dass in den Vereinigten Staaten trotz rückläufiger Kundenzahlen höhere Download-Erlöse generiert werden. Der kostenpflichtige Download ist längst im Mainstream angekommen und wird bald auch nicht mehr nur der berühmte Tropfen auf den heißen CD-Verkaufsrückgang-Stein sein, sondern wichtiges Standbein der Industrie. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Man kann Albträume auch verschlafen, liebe Unternehmen10.01.10

hm

Schon seit Jahrzehnten druckt Coca-Cola die Nummer einer Hotline auf die Etiketten aller Flaschen und Dosen. In Deutschland war es zuerst eine Essener Nummer, dann irgendwann eine aus Berlin (2003 zog das Unternehmen um). Das machen die so in allen Ländern der Erde. Ich habe mich immer gefragt, wer da eigentlich anruft und – vor allem – wer dann am anderen Ende der Leitung sitzt. Wahrscheinlich der Pförtner, der zwei, drei Mal in der Woche beim Klingeln den Hörer abnimmt, sich am Kinn kratzt und gespannt den Anfragen der Kunden lauscht: “Ops, habe mich verwählt!” oder “Entschuldigen Sie bitte, ich wollte nur einmal ausprobieren, ob die Nummer wirklich geht.” wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Häufigste sein, was er zu hören bekommt. Dann wird er den Hörer wieder auflegen, leise seufzen und auf irgendeiner Liste einen Strich machen.

Denn so zuvorkommend das Hotline-Angebot von Coca-Cola ist, so überflüssig ist es auch. Wer sich informieren will, tut dies heute im Netz. Wer sich beschweren will, der… ja: das sind eigentlich die interessantesten Fälle. Der Mensch an sich und der Deutsche im Speziellen hat Angst vor Unternehmen, Angst vor Filialleitern, Angst vor dem Verkäufer. Das Rabattgesetz ist am 25. Juli 2001 gefallen, doch ich sehe keine hitzigen Diskussionen zwischen den Warenregalen. Selbst, wenn der Kunde ein Produkt gekauft hat, mit dem er unzufrieden ist, behält er seinen Unmut erst einmal für sich. Der zweite Schritt besteht aus dem empörten Informieren des Freudeskreises (“Da war ein Mäuseköddel in meinen neuen Cornflakes!”), danach folgt vielleicht ein Brief an das Gesundheitsamt oder die Lokalzeitung – vielleicht auch an die überregionale Presse (“Es war ein besonders großer Köddel!”). Der Hersteller ist häufig der Letzte auf der Liste, der sich dann erst eine Woche nach der ganzen Aufregung für das Missgeschick mit dem verklumpten Sirupbällchen entschuldigen darf. (weiterlesen…)

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Was Frauen wollen: Facebook hat es, Twitter nicht06.01.10

facebook

Ich hatte ja schon seit längerer Zeit den Eindruck, dass die holde Weiblichkeit auf Twitter etwas seltener vertreten ist (einzige, die ich bewusst wahrnehme, ist die Bloggerette). Dies wurde nun auch “wissenschaftlich” nachgewiesen, und zwar in der zweiten “Annual Social Media Study” (PDF), durchgeführt unter 1.559 Mitgliederinnen der Frauen-Community Shespeaks. Demnach nutzen 38 Prozent der Frauen den Microblogging-Dienst. Klingt viel, ist aber nichts im Vergleich zu Facebook, wo 95 Prozent der Shespeaks-Userinnnen ein Profil von sich erstellt haben. So what? Sollte man nun Twitter zu einer Frauenquote zwingen?

Aus werbe- beziehungsweise marketingstrategischen Gründen wäre dies vielleicht keine so schlechte Idee. Der Grund, weshalb Facebook bei den Damen (momentan noch) so viel besser ankommt, ist nämlich der, dass dort ihre Bedürfnisse besser befriedigt werden. Und diese liegen im Bereich… (weiterlesen…)

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Mann kauft Amazon-Artikel für 3 Milliarden Dollar – aus reiner Neugier04.01.10

cellsBei Reddit konnte man die Tage wieder die klassische Foren-Schaukel in aller Pracht bewundern. Zunächst schoss ein Nutzer mit einem Posting vor: “Was würde passieren, wenn ich diesen 2,5 Milliarden Dollar teuren Amazon-Artikel kaufe?” (Link). Keine Stunde später kam dann die kurz angebundene Antwort eines anderen: “Ich habe das 3 Milliarden teure Amazon-Ding gekauft! Updates folgen!” (Link). Bei dem erwähnten Gegenstand handelte es sich tatsächlich um eine teure Angelegenheit. Die Lehr-CD-Rom des Discovery Channel mit dem Titel “Cells” wurde fälschlicherweise für 2.904.980.000 Dollar (rund 2,01 Milliarden Euro) in den Katalog mit aufgenommen. “Er war davon überzeugt, dass der Preis falsch war. Deshalb holte er seine Kreditkarte heraus, bezahlte und lehnte sich zurück, um abzuwarten, was als nächstes passiert”, fasst DailyMail den Impulskauf zusammen. Dem Käufer mit dem Namen Brian Klug wurde zusätzlich zum Artikelpreis auch noch das Porto in Höhe von 3,99 Dollar in Rechnung gestellt. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: 2010 – das Jahr, in dem wir Kontakt (zum Internet-TV) aufnehmen03.01.10

internettv

Das Internet. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2010 und zahlen abenteuerliche 18 Euro monatlich an die GEZ, um das klassische Fernsehen empfangen zu dürfen. Da den Jungs irgendwer gesteckt hat, dass man mit diesen “neuartigen Rundfunkgeräten” wie Handy, PC oder Notebook auch prima Radio und TV empfangen kann, will man das gleiche Geld zukünftig auch von Jedem sehen, der ein solches Gerät sein eigen nennt. André hat sich bereits ausführlichst zu diesem Aufreger ausgelassen. Und da gab es ja wieder diesen neuerlichen Vorfall

Doch ich will jetzt hier nicht zu weit in diese Materie vordringen, weil mich dieses lange überholte Konzept der Fernsehgebühren erstens wütend macht und uns zweitens heute nicht an dieser Stelle interessieren soll. Stattdessen möchte ich den Blick über den großen Teich schweifen lassen – ins Land der unbegrenzten Medienmöglichkeiten. Egal, ob es um Musik geht oder um TV-Serien und Filme – der medieninteressierte Mensch hierzulande muss ja förmlich feuchte Augen bekommen, wenn er in das Internet-Schlaraffenland USA schaut. (weiterlesen…)

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Mindestpreis nicht erreicht: Auktion des Twitter-Accounts @robgreen geht in die nächste Runde29.12.09

robgreen1Buzz hat Robert Basic bekommen – jede Menge sogar, doch offenbar schlägt sich der Rummel rund um den Verkauf seines Twitter-Accounts @robgreen noch nicht in barer Münze nieder. Für den heutigen Dienstag, Punkt zwölf Uhr, war das Ende der Auktion anberaumt. Doch der finale Hammerschlag wurde nun erst einmal um eine weitere Woche verschoben: “Es gab zwar Anfragen hinsichtlich dem Verkauf des Accounts @robgreen, doch haben mich weder die preislichen Vorstellungen noch die Informationsmodelle (mit welchen Informationen der Kanal bestückt werden soll) angesprochen”, schreibt Basic im Buzzriders-Blog. Damit bricht er nicht die Regeln, schon in den Bedingungen zur Versteigerung war von einem nicht weiter bezifferten Mindestpreis die Rede. Sofern dieser nicht erreicht wird, würde das Konto “an keinen Bieter gehen”.

Kurz nach der Ankündigung der Auktion Mitte Dezember hatten einige Twitter-Nutzer demonstrativ ihre Gefolgschaft gekündigt, kurzzeitig sank die Follower-Zahl von @robgreen unter die Marke von 4.770 (5.050 waren es zu Beginn der Versteigerung). Mittlerweile hat sich die Zahl aber stabilisiert und die Kurve zeigt langsam wieder nach oben. (weiterlesen…)

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@robgreen unter dem Hammer: Robert Basic verkauft seinen Twitter-Account (Update)18.12.09

robgreen

Er hat es schon wieder getan – oder anders: er wird es schon wieder tun. Robert Basic, Gründer von Basic Thinking, Blogger-Urgestein und BUZZriders-Initiator bietet erneut einen Teil seiner digitalen Identität zum Verkauf. Dieses Mal geht es um seinen Twitter-Account @robgreen, dem heute mehr als 5.000 Nutzer folgen.

So ungewöhnlich die Idee anfangs klingt, so normal ist der Verkauf von Twitter-Konten bereits geworden. Im Mai hatten wir über Tweexchange berichtet, damals ein Marktplatz für eine Reihe von Twitter-Accounts. 2008 versteigerte Rocketboom-Gründer Andrew Baron sein Konto: 1.400 Follower wechselten damals für etwas mehr als 1.100 US-Dollar den “Besitzer”. CNN kaufte im April @cnnbrk und gerade erst hat Microsoft den Account @BreakingNews mit 1,5 Millionen Followern von einem 19-jährigen Holländer übernommen. Und nun ist Roberts Konto dran.

Die Auktion soll nicht wie im Januar über eBay abgewickelt werden (“Ich bin mit den Personalentscheidungen von eBay in der jüngsten Zeit ganz und gar nicht einverstanden, möchte daher dieses Unternehmen nicht fördern.”), sondern im privaten Rahmen: Interessenten werden gebeten, ihre Gebote per E-Mail abzugeben. Robert wird dann die Bieter zeitnah über den jeweiligen Stand der Versteigerung informieren – sollte einer beim Rennen zurückfallen, hat er weiterhin die Möglichkeit, sein Gebot zu erhöhen. Mit dem Endpreis will Robert nicht nur seine eigene Kasse aufbessern, sondern bietet dem Käufer auch an, bei Zahlung eines Zuschlags als Sponsor von BUZZriders aufzutreten. Am 29. Dezember, um Punkt zwölf Uhr, schlägt der Gong und die Auktion ist beendet. (weiterlesen…)

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Bezahlinhalte bei Springer: Geld verlangen, wenn die Qualität am Boden liegt?15.12.09

abendblatt

Der Startschuss ist gefallen, Springer führt ab heute Paid Content bei seinen Online-Produkten “Hamburger Abendblatt” und “Berliner Morgenpost” ein. In einer breit angelegten Apologie entschuldigt sich zumindest schon einmal die Hamburger Redaktion für den Entschluss – und wirbt selbstbewusst für Verständnis: “Ist es zu viel verlangt, in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet oder das Telefonvoting für sinnbefreite Casting-Shows mindestens 50 Cent, für das Produkt Qualitätsjournalismus knapp 30 Cent am Tag zu bezahlen?” Die Antwort auf diese Frage müssen nun die Leser geben.

Das Premium-Angebot des “Hamburger Abendblatts” gibt es künftig für 7,95 Euro im Monat, darin eingeschlossen sind alle Nachrichten aus Hamburg und Norddeutschland sowie das Archiv. Die Ressorts Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur bleiben von dem neuen Zahlschloss ausgenommen. Die “Berliner Morgenpost” berechnet für den Zugang zu “Exklusiv”-Inhalten 4,95 Euro. Ich habe gerade einmal bei unserer Kölner Bahnhofsbuchhandlung angerufen, wo mir mitgeteilt wurde, dass auch die Print-Ausgabe des “Hamburger Abendblatts” ein ganzes Stück teurer (1,10 Euro zu 0,95 Euro) ist – so könnte man den Gebührenunterschied erklären. Übrigens ist der Online-Zugriff auf sämtliche Artikel für reguläre Print-Abonnenten immer kostenfrei. (weiterlesen…)

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Netzlegende auf der Kippe: AOL will ICQ verscherbeln14.12.09

icqAlso, Hayo hat eine achtstellige – und wie ich gerade festgestellt habe, besteht meine ebenfalls aus acht Ziffern. Mareks ICQ-Nummer bringt es auf neun. ICQ war der erste richtige Instant Messenger, wer also früh genug sein Konto eröffnete, muss sich heute weniger Zahlen merken. Eigentlich ist ICQ ein aussterbender Dienst, in den Vereinigten Staaten nutzt ihn schon lange niemand mehr: MSN und AIM geben den Ton an oder die Nutzer greifen direkt auf Skype zurück. Komischerweise sind es vor allem die Deutschen, die ICQ in all den Jahren die Treue gehalten haben. 12,6 Millionen Unique Visitors sind es hierzulande, zum Vergleich: in Russland sind es 8,4 Millionen.

Doch nun könnte der Messenger vor grundlegenden Veränderungen stehen, der Besitzer AOL will den Dienst loswerden. 1998 hatte der Online-Riese das kleine israelische Erfinder-Start-Up Mirabilis für 407 Millionen US-Dollar gekauft, doch da in der Krise die Besinnung zurück auf das Kerngeschäft fällt, muss auch ICQ weichen. (weiterlesen…)

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Desktop-Virtualisierungen: Server fressen mehr und mehr Büro-PCs11.12.09

Wyse+S10

Das Sterben hat noch nicht einmal begonnen. Im kommenden Jahr ist es soweit und Hunderttausende von Unternehmen werden weltweit den Zyklus der Rechner-Neuausstattung in Angriff nehmen – Windows 7 könnte ein gutes Argument darstellen. Doch etwas wird anders sein. Vor allem in den Vereinigten Staaten werden viele Büroarbeiter mehr Platz auf und vor allem unter ihren Schreibtischen bemerken: Bildschirm, Tastatur, Netzwerkadapter – fertig. Das sind die Auswirkungen der Virtualisierung: Je mehr Anwendungen quasi outgesourced und auf einem leistungsfähigen Server gehostet werden, desto kümmerlicher werden die PC-Überreste an den Arbeitsplätzen sein.

Desktop-Virtualisierung ist ein großes Thema und das ”Forbes Magazin” geht sogar schon so weit, vom “Tod des PC” zu sprechen. Auch wenn einige angesichts einer oberflächlichen Kosten-Nutzen-Rechnung vor einer Virtualiserung zurückschrecken – die Umstellung kostet mittelfristig viel weniger, als jedem Mitarbeiter eine Desktop-Maschine auf den Schreibtisch zu stellen: Neben den Hardware-Anschaffungskosten, verschlingt auch das Betriebssystem inklusive der Anwendungen eine Menge Geld. Und was ist mit den aufwändigen Einzelwartungen? Wenn der Rechner nicht ordnungsgemäß funktioniert, muss der Techniker erst seinen Weg zum hilflosen Mitarbeiter finden. Ein Virtualisierungs-Admin nimmt diese Korrekturen bequem am zentralen Server vor. (weiterlesen…)

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Nach Lala-Übernahme: iTunes soll zur gigantischen Cloud-Audiothek werden10.12.09

lala

Wenn man dem “Wall Street Journal” und seinen Quellen Glauben schenken kann, plant Apple nichts Geringeres als eine Revolution des internationalen Musikvertriebs. Vor 15 Jahren sagten wir ja noch: “Ich habe mir eben eine neue CD gekauft.” Vor zehn Jahren meinten wir: “Ich habe mir gerade n’ Song bei Napster gezogen.” Und vor vielleicht drei Monaten hieß es noch: “Gut, dass DRM fort ist. Ich habe mir soeben eine MP3 gekauft.” Was sagen wir im kommenden Jahr? Richtig: “Ich habe mir den kostenpflichtigen Zugang zu einem Lied gesichert.”

Der Musik-Dienst Lala war vor der Übernahme durch Apple in Deutschland weitgehend unbekannt, lediglich als Google vor wenigen Wochen die neue Musik-Suche ankündigte, fiel der Name mehrmals. Lala bietet “In The Cloud”-Musik, schon für zehn Cent gibt es einzelne Songs, ein ganzes Album schlägt mit 80 Cent zu Buche. Der Deal besteht darin, dass die Lieder vom Kunden nicht heruntergeladen, sondern lediglich online gehört werden können.

Das Konzept oder aber die technische Infrastruktur für Musik-Streaming gefiel Apple so gut, dass man Anfang der Woche für 85 Millionen Dollar zuschlug. Seitdem reißen die Spekulationen nicht mehr ab – was uns zu dem oben erwähnten WSJ-Artikel bringt: Offenbar plant der größte Musikhändler der Welt, iTunes von einem Download-Shop in eine gigantische Cloud-Audiothek zu verwandeln. Der Client würde dann in erster Linie der Verwaltung der abonnierten Musikstücke dienen – gekauft wird überall im Netz. Mit diesem Plan würde Apple unzählige Fliegen mit einer Klappe schlagen: (weiterlesen…)

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Die leeren Versprechen der Auftraggeber: Ein Designer schlägt zurück30.11.09

logo_for_simonEs dürfte allgemein bekannt sein, dass Freelance-Designer (wie alle freiberuflich arbeitenden Kreativen) einen harten Stand haben: Sie werden angeheuert, wenn sie gebraucht werden, und gefeuert, wenn das Projekt vorüber ist. Dann beginnt erneut die Jagd auf den nächsten Job und so geht es weiter und weiter, bis genug Kohle zusammengekommen ist, um endlich einmal Urlaub machen zu können. Etwa ein verlängertes Wochenende im herbstlichen Bad Kreuznach. Auf dem Camping-Platz.

Ich habe selbst jahrelang als freiberuflicher Werbetexter und Übersetzer gearbeitet und kann da einige Geschichten erzählen: Als das World Trade Center einstürzte, bekam ich einen Anruf, dass mich die schlimmen Bilder nicht ablenken sollten, ja, es sei furchtbar, aber die Präsentation für morgen müsse pünktlich fertig werden. Ich glaube, es ging um zahnmedizinische Fortbildungsveranstaltungen in Südost-Asien. Tage später schickte ich meine Rechnung ab und erhielt erneut einen Anruf vom Auftraggeber: “Ah… sehr gute Arbeit und so… ah…, aber…” Er wisse ja auch, dass er den Kostenvoranschlag abgesegnet hätte, doch jetzt sei etwas dazwischen gekommen: die Krise, die Trennung von seiner Frau, die Sprit-Preise. “Meinste, wir können da was am Preis drehen?” Freiberufler lernen schnell, dass sie nicht nur ihren Aufträgen, sondern vor allem auch dem Honorar hinterher jagen müssen. (weiterlesen…)

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