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Archive for the ‘EBusiness’

AT&T übernimmt T-Mobile USA: Gewinner und Verlierer21.03.11

Die Telekom wird ihre US-Mobilfunktochter T-Mobile USA für 39 Milliarden US-Dollar (28 Milliarden Euro) in bar und Aktien an AT&T verkaufen. AT&T wird damit seine Position als Marktführer unter den Mobilfunkprovidern in den USA ausbauen und kann Kapazitäten des T-Mobile-Netzes seinen Kunden zur Verfügung stellen. Sprich: Das eigene Netz wird auf Kosten der T-Mobile-Kunden entlastet, auch wenn T-Mobile den Vorwurf dementiert. Der Datenverkehr im AT&T-Netz war vor allem durch den jahrelangen Exklusivverkauf des iPhones und jüngst durch den Smartphone-Boom in den vergangenen Jahren um das 80-fache angestiegen.

Bis 2015 wird eine weitere Verzehnfachung des Datenverkehrs erwartet. Weitere Mobilfunkkapazitäten werden allerdings noch von den US-Behörden zurückgehalten, die neue Frequenzen einem aufwändigen Prüfverfahren unterziehen. Die einzige Möglichkeit, die Netzkapazitäten kurzfristig aufzustocken, war also durch eine Übernahme. Wie AT&T selbst schreibt, erhöht sich durch die Übernahme die Netzdichte um 30 Prozent. AT&T spart sich damit fünf Jahre Arbeit. (weiterlesen …)

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Tod der Social News: Yahoo verramscht Delicious, Digg-Gründer nutzt lieber Twitter18.03.11


Finde den Fehler im folgenden Satz: Facebook wird auf über 60 Milliarden US-Dollar bewertet, Twitter und Zynga auf knapp 10 Milliarden, Yahoo will Delicious für 1 bis 2 Millionen Dollar verkaufen, Groupon will 25 Milliarden an der Börse erzielen. Ist jemandem etwas aufgefallen? Dreimal ist von Milliarden die Rede, einmal von Millionen. Während den einen das Geld hinterhergetragen wird, soll ein anderer praktisch im Second-Hand-Laden verramscht werden. Nach dem Motto: Egal wie teuer, Hauptsache weg damit. Was bitte ist denn da bloß los?

Soziale Newsaggregatoren wie Reddit, Yigg und Mister Wong waren ein Paradebeispiel für Web 2.0, galten als die Zukunft und scheinen mittlerweile samt und sonders ins Altersheim abgeschoben zu sein. Bis auf eine Ausnahme: StumbleUpon hat kürzlich 17 Millionen Dollar in einer Finanzierungsrunde eingesammelt und gilt jetzt als größter Übernahmekandidat für Delicious. Was StumbleUpon anders macht als die anderen? Der Dienst ist seit einiger Zeit tief in Facebook integriert. Sprich: Das, worüber man stolpert (stumble), kann man direkt in dem Multimilliarden-Dollar-Netzwerk mit seinen Freunden teilen. An Facebook oder zumindest Twitter führt in Sachen Social offenbar kein Weg mehr vorbei. (weiterlesen …)

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“Mir ist langweilig”: Milliardenkonzern Groupon hat gelernt, wie seine Nutzer ticken18.03.11

So geht’s. Der Gutscheinriese Groupon hat offenbar erkannt, was seine Mitglieder wollen, und verpasst seinem Dienst zwei neue Buttons: “Ich habe Hunger” und “Mir ist langweilig”. Klickt man darauf, soll man sofort Angebote bekommen, die diese untragbaren Zustände schnellstmöglich ändern. Der neue Dienst nennt sich “Groupon Now” und soll ab April verfügbar sein. Das ging in der Meldung um den geplanten Börsengang des Unternehmens beinahe unter. Groupon hofft dabei auf eine Bewertung in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz soll für 2010 rund 760 Millionen Dollar betragen haben.

Klickt man also auf “Mir ist langweilig” (im Original: I’m bored), lokalisiert die App die aktuelle Position, durchsucht passende Angebote und schlägt dem Anwender etwas vor. Die App soll für iPhone, Blackberry, Android und als Web App zur Verfügung stehen. Klingt simpel. Und genau das ist offenbar die Idee des Unternehmens, das über den zugekauften Anbieter CityDeal auch in Deutschland aktiv ist. Angebote, die man wahr nimmt, muss man bei dem anbieterfreundlichen Dienst im Voraus bezahlen. Groupon streicht davon bis zu 50 Prozent ein. Ist das jetzt sonderlich kreativ? Muss es nicht sein, solange die Anwender auf ihre Kosten kommen. (weiterlesen …)

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Bezahlschranke der New York Times gilt für das iPad, nicht für Facebook und Twitter18.03.11


Social Media ahoi! Die Bezahlschranke, die die “New York Times” (NYT) gestern für ihre Online-Ausgabe angekündigt hat, wird sich auf mehreren Wegen umgehen lassen. Sie greift nicht, wenn man einen Artikel über Facebook oder Twitter ansteuert. Die Zeitung wertet damit Social-Media-Content deutlich auf und will vermutlich mehr Leser über die Netzwerke heranholen. Die Einschränkungen werden im Web derzeit eifrig diskutiert. Gestern hatte das Blatt angekündigt, die Zahl der Artikel, die jeder Leser über die Website kostenlos lesen kann, auf 20 pro Monat zu begrenzen. Ab dem 21. Artikel greift ein Abo, das je nach Endgerät unterschiedlich viel kostet. 15 US-Dollar im Monat werden etwa fällig, wenn man vom Web oder einer Smartphone-App auf die NYT-Beiträge zugreifen möchte. 20 Dollar kostet der Zugang über Web und das iPad. Print-Abonnenten zahlen nichts extra.

Seltsam ist die Grenze von fünf Beiträgen pro Tag, wenn man via Google auf einen NYT-Beitrag geleitet wird. Bei Bing oder Yahoo gibt es diese Beschränkung offenbar nicht. Frei zugänglich sollen die Startseite, die Ressort-Startseiten und Blogs wie das beliebte Bits-Blog bleiben. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, sich so viele Artikel wie man will, über einen Umweg anzeigen zu lassen: Artikel aufrufen, Überschrift kopieren, in eine Suchmaschine einfügen, suchen und dann per Link aufrufen. Und wahrscheinlich liegt daran der Casus Knacktus. (weiterlesen …)

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Merkt euch diese **CODES! Zoove könnte Foursquare das Wasser abgraben17.03.11

Was im Bild da oben wie Werbung aussieht, ist auch eine. Eine neue Art von Werbung, von der wir meiner bescheidenen Meinung nach noch viel hören werden. Das Start-up Zoove bietet StarStar-Codes als Alternative zu QR-Codes, Groupon-Checkins oder SMS-Diensten an. Für reichlich gesalzene Preise zwischen 7.500 und 75.000 US-Dollar pro Jahr können sich Unternehmen einen Sternchencode reservieren und darüber mobile Services anbieten. Doch die Möglichkeiten sind in der Tat raffiniert: Wählt ein Smartphone-Besitzer einen Sternchencode wie **2777 (für **APPS) in der Telefonfunktion, öffnet das Gerät einen Service. Je nachdem, was der Anbieter hinter dem Code hinterlegt hat, wird der “Anrufer” etwa zu einer Website, einer App, einer Umfrage oder einem Video weitergeleitet oder erhält eine Audio-Nachricht. Der Code **8294 (**TAXI) hingegen könnte die Rufnummern der am Ort verfügbaren Taxidienste in einer SMS rüberschicken.

Den Nordamerikanern sind Dienste über Telefoncodes dank der frühen Verbreitung von Tastentelefonen bereits bestens bekannt (“Wähle 555-TAXI”). Die Sternchencodes, die zunächst nur in den USA verfügbar sind, könnten sich aufgrund ihrer Einfachheit allerdings auch im Rest der Welt durchsetzen. Zumal zumindest einige Services auch für einfache Handys möglich sind. In den vergangenen Jahren haben sich QR-Codes für ähnliche Aktionen, zum Beispiel auf Postern, recht weit verbreitet. Hält man die Kamera eines Smartphones oder ein anderes Lesegerät über einen speziellen Barcode, öffnen sich Dienste. Hierzu muss man allerdings erst eine App öffnen, eine Kamera darüber halten und hoffen, dass das Motiv gut ausgeleuchtet ist. Eine Nummer zu wählen, ist der bequemere Weg.  (weiterlesen …)

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iPad-Tageszeitung “The Daily” ein Flop? Fluktuation schon nach einem Monat17.03.11

Das ging schnell: “The Daily”, Rupert Murdochs elektronische Tageszeitung für das iPad, verliert drei wichtige Journalisten gerade einmal einen Monat nach dem Start. Wie Adweek berichtet, haben Fernsehkritikerin Heather Havrilesky, Dokureporter Lauren Bans und Politikreporter Jon Ward das Projekt der News Corp verlassen. “The Daily” hat gut hundert Mitarbeiter. Drei machen einen Trend, auch wenn zwei betonen, sie seien nicht gegangen, weil es ihnen nicht gefallen habe.

Ward hatte ein weiteres Angebot von der kürzlich von AOL übernommenen “Huffington Post” erhalten und wechselt nun dahin. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, betont er. Havrilesky sagt, sie höre bei “The Daily” auf, weil sie mit ihrem Roman Fortschritte gemacht habe und da weitermachen möchte. Bans wechselt zum Magazin “GQ”. Alle gingen offiziell in Frieden, aber wären sie wirklich gegangen, wenn die Konditionen vor Ort und die Aussichten der Blattes himmlisch gewesen wären? Es klingt nicht so. (weiterlesen …)

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10 Tipps von uns, wie ihr so erfolgreich und penetrant wie LinkedIn werdet16.03.11

Mit Wehmut erinnere ich mich an die Zeit zurück, in der ich noch nicht mein ganzes Adressbuch zu LinkedIn eingeladen hatte. Denn seitdem bekomme ich täglich zahlreiche Erinnerungsmails von LinkedIn und Beschwerden von flüchtig Bekannten, die zum x-ten Male eine Aufforderung bekamen, sich dort mit mir zu vernetzen. Rechtlich ist das vermutlich alles koscher und größtenteils ist es meine eigene Schuld, weswegen ich mich darüber gar nicht mal beschweren will. Als ich heute aber einen Beitrag über 10 Tipps für junge Unternehmen las, musste ich lachen. Sie stammen vom LinkedIn-Gründer Reid Hoffmann.

Schlimmer noch. Was der zum Besten gibt, klingt nicht einmal besonders schlecht. Es sind Guerilla-Tipps wie:

  • “Das Geschäftsmodell sollte eine bahnbrechende Veränderung sein.”
  • “Startet so früh, dass eure erste Version euch selbst verlegen macht.”
  • “Wichtiger als eine gute Produktidee ist eine gute Vertriebsstrategie.”
  • “Steckt euch hohe Ziele.”

Hoffmann ist ein so genannter “Super Angel”, ein Investor in einer frühen Unternehmensphase mit guten Beziehungen zu Geldgebern. Vor LinkedIn gründete er bereits PayPal und soll in einer frühen Finanzierungsrunde in Facebook und Zynga investiert haben. Sein Unternehmen LinkedIn jedenfalls, in dem er als Executive Chairman (eine Art ausführender Vorstand) arbeitet, fällt mir zunehmend als Spam-Schleuder auf. Ich will Hoffmanns Fähigkeiten und Verdienste hier gar nicht schmälern. Aber wenn er in seiner Position Tipps geben darf und damit auch noch Erfolg hat, dann ist LinkedIns zweifelhafter Erfolg offenbar ein Beispiel, das Schule machen sollte. Na dann: Hier zehn Regeln von uns, wie ihr so erfolgreich werdet wie LinkedIn, koste es, was es wolle. (weiterlesen …)

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Lobbyismus: Twitter und Facebook wollen den deutschen Markt erklimmen15.03.11

Tut sich da etwas in Deutschland? Werden wir doch noch zu einer internetfreundlichen Nation? Ja, wenn es nach den beiden Social-Media-Schwergewichten Twitter und Facebook geht, die Deutschland zunehmend als wichtigen Markt erkannt haben. Von beiden gibt es deswegen interessante Neuigkeiten. Ohnehin zunehmend bestrebt Geld zu verdienen, will Twitter hierzulande genauso stark wachsen wie anderswo auch. Netzökonom Holger Schmidt, der mit Twitter-Vizepräsident Kevin Thau sprach, nennt das “mobile Offensive”. Im Endeffekt geht es aber hauptsächlich darum, dass Twitter in Kürze seinen deutschen Nutzern die Möglichkeit anbieten will, Tweets per SMS zu abonnieren. Dazu verhandelt man angeblich aktuell mit den größten deutschen Mobilfunkprovidern. Ein solcher Dienst, den Twitter bereits in 60 Ländern anbietet, steht demnach in Deutschland kurz bevor.

Sinn des ganzen soll sein, dass damit auch Besitzer einfacher Handys (und keiner Smartphones) Twitter nutzen können. Bislang war das stets an den hohen SMS-Kosten in Deutschland gescheitert. Da die SMS angesichts immer neuer Konkurrenzprodukte wie Message-Apps an Wert verliert, könnte die Kostenfrage sich mittelfristig erübrigen. Die Frage ist allerdings, ob die Zeit dafür noch reif ist. Jetzt kurz vor dem Schlusspfiff dieser Technik noch auf SMS als Killerfeature hinzuweisen, ist nicht sonderlich innovativ. Aber immerhin schön, dass man diese Möglichkeit bald zusätzlich nutzen kann. Twitter will außerdem an Journalisten heran. Thau sagte Schmidt: “Neben den Gesprächen mit den Netzbetreibern sind wir in Verhandlungen mit Medienunternehmen, um sie von Twitter als Instrument für den Journalismus zu überzeugen.” Man könnte das als eine Form von PR oder Lobbyismus betrachten. Und etwas ähnliches plant auch Facebook in Deutschland. (weiterlesen …)

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76 Prozent der Filesharer würden für legale Downloads zahlen, wenn der Preis stimmt14.03.11

Eine etwas andere Statistik, die Price Waterhouse Coopers (PwC) vergangene Woche vorgestellt hat: Die Marktforscher wollten von insgesamt 202 Filmpiraten wissen, ob sie unter Umständen bereit wären, etwas für die den Download oder das Streaming von legalem Filmangebot zu zahlen. Die interessante Antwort ist: die meisten würden. Das sagten 76 Prozent der Befragten. Es käme nur auf den Preis und eine schnelle Verfügbarkeit an. Für den Download oder das Streaming eines Films würden sie bis zu 3 US-Dollar zahlen, für eine Serienfolge bis zu 1 Dollar. Für den Download wären die meisten demnach bereit mehr zu zahlen, wenn sie damit das Recht erwerben, den Film zu besitzen. Allerdings: 81 Prozent sagten, sie würden mit Filesharing oder Streaming weitermachen, wenn sie die Filme und Serien, die sie suchen nicht schnell und zu einem für sie angemessenen Preis bekämen.

Dazu passt eine Studie der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die der “Focus” in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Demnach hat sich das Angebot streambarer Videos innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht. Gut 515.000 Titel zählte die GVU auf Streamingportalen Ende 2010 im Vergleich zu 124.000 Ende 2009. Im gleichen Zeitraum habe man zwar die Anzahl der verfügbaren Streamingportale dezimiert, die verbliebenen aber boomen mehr denn je. (weiterlesen …)

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Hollywood-Film “Girl walks into a bar” feiert Premiere auf YouTube (Update)14.03.11

Kleine Weltpremiere: Regisseur Sebastian Gutierrez hat einen neuen Film namens “Girls Walks Into a Bar” vorgestellt, der exklusiv auf YouTube zu sehen ist. Ja, zur Abwechslung sogar auch in Deutschland, wenn auch erst einmal nur auf Englisch ohne Untertitel. (Update: Inzwischen leider nicht mehr.) Es dürfte der erste Film von Hollywood-Format sein, der zuerst im Web gezeigt wird, noch bevor er überhaupt im Kino lief. Wer jetzt einen billig produzierten Klatsch mit der Amateurkamera erwartet, dürfte positiv überrascht werden, denn das ist definitiv nicht der Fall. Die Episodenkomödie über Menschen in zehn Nachtclubs in Los Angeles ist mit Schauspielern wie Danny DeVito, Zachary Quinto (der Böse aus “Heroes”), Josh Hartnett (Hauptrolle in “Lucky Number Slevin”) und Amber Valletta (“Hitch”) gut besetzt.

Ob der Film nun inhaltlich etwas taugt, kann ich leider nicht sagen. Mein Brötchengeber wird mir etwas husten, während der Arbeit 80 Minuten lang Spielfilme zu gucken. Wenn ihr die Zeit dazu habt, freue ich mich über eure Filmkritiken! So weit ich das bei einem kurzen Durchzappen beurteilen kann, ist auf jeden Fall viel nackte Haut zu sehen. Sebastian Gutierrez war bislang eher als Drehbuchautor für – darf ich sagen – B-Filme wie “Snakes on a Plane” oder “Gothika” unterwegs. Ob er für die Produktion von “Girl Walks Into a Bar” von Google Geld gesehen hat, ist nicht bekannt. Google jedenfalls scheint langsam Erst zu machen mit dem Vorhaben, YouTube zur Plattform für Qualitätsinhalte auszubauen. (weiterlesen …)

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Twitter, danke für fünf tolle Jahre. Und jetzt bitte nicht alles falsch machen!14.03.11


Happy Birthday, innovativer Kurznachrichtendienst! Nach Angaben des Gründers Jack Dorsey ist Twitter gestern fünf Jahre alt geworden. Am 13. März 2006 sollen Dorsey und einige seiner Mitarbeiter mit den ersten Programmierarbeiten begonnen haben. Acht Tage später veröffentlichte Dorsey den ersten Tweet mit dem simplen Inhalt “Inviting Coworkers” (Mitarbeiter einladen). Seitdem ist viiieeel passiert. In den USA twittern inzwischen selbst Promis, Teenager und alte Menschen, sprich: praktisch jeder. In Deutschland hat der Dienst meiner Erfahrung nach noch nicht den gleichen Rückhalt, wird aber von immer mehr Menschen genutzt. Ich muss euch nicht erklären, was Twitter ist. Entweder ihr seid dabei, und die meisten von euch können dem Dienst dann größtenteils Positives abgewinnen. Oder ihr seid nicht dabei und beäugt den Dienst kritisch, habt aber zumindest schon einmal von ihm gehört. Auch das geht selbstverständlich in Ordnung. Twitter bleibt für mich aber einer der innovativsten Dienste des so genannten neuen Internets. Twitter: Uneingeschränktes Dankeschön für fünf tolle Jahre!

Und nun kommt das unvermeidliche Aber. So schön die ersten fünf Jahre waren, desto verwunderter beäuge ich Twitters Entwicklungen in den vergangenen Wochen. Denn der einst so offene Dienst verschließt sich zunehmend. Lange war Twitter für seine offenen Schnittstellen (API) bekannt. Einer der Vorteile davon war, dass man Twitter nicht nur über die Website Twitter.com benutzen konnte, sondern auch über einen der zahlreichen externen Clients wie TweetDeck, Twitterrific, Twhirl und Seesmic. Diesen Clients geht es in letzter Zeit zunehmend an den Kragen. Zuerst bekam UberMedia das zu spüren, das Unternehmen hinter Tweetdeck. Seit Twitter einen offiziellen eigenen Client hat, macht man dem Konkurrenten zunehmend das Leben schwer. (weiterlesen …)

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Was passiert, wenn LinkedIn Mails an euer ganzes Adressbuch schickt11.03.11

Social Networks machen sorglos. Ich hatte noch die Möglichkeit, es zu verhindern, aber ich dachte mir: Was ist schon dabei. Ein großer Fehler, aber einer, von dem die Unternehmen wollen, dass man ihn begeht. Vor ein paar Jahren schickte mir ein Dienst namens LinkedIn plötzlich eine Mail. Ob ich jenen Bekannten nicht kennen würde und zu meinem persönlichen Netzwerk hinzufügen wollte. Meinem persönlichen Netzwerk? Ich hatte mich nie dort angemeldet. Irgendwann trat ich LinkedIn dann aber doch bei, um für Recherchen über das Thema auf dem Laufenden zu bleiben. Davor und danach bekam ich immer wieder Mails von LinkedIn von möglichen Kontakten, die ich in mein Netzwerk übernehmen sollte. Mails, denen man keine Beachtung mehr schenkt, wenn man täglich etliche von diversen Netzwerken erhält.

Heute Vormittag war es wieder einmal so weit. Ich wollte über die Funktion “LinkedIn Today” berichten, einen personalisierten Newsaggregator. Stutzig hätte ich schon werden sollen, als LinkedIn mich zwar namentlich begrüßte, mich aber trotzdem prominent bat, mich noch einmal mit meiner E-Mail-Adresse und meinem Passwort anzumelden. Nachdem ich das pflichtschuldig getan hatte, dauerte es verdächtig lange, bis die Anmeldung gelang. Am Ende fragte mich LinkedIn, ob ich knapp 500 neue Kontakte einladen wollte. Mir war es Wurst. Ich benutze LinkedIn so gut wie nie. Mir schlicht egal, was dort passiert, und Kontakte kann man nie genug haben. Also dachte ich mir: Mach du mal. (weiterlesen …)

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Mehr Qualität im Web? Suchmaschine Blekko blockt 1,1 Millionen Websites10.03.11

Auf dem Weg zum Spam-freien Web: In einem Update des Suchalgorithmus hat Google vor zwei Wochen Contentfarmen herabgestuft, was einige der schwarzen Schafe vor echte Probleme stellt. Jetzt hat die soziale Suchmaschine Blekko nicht nur gleichgezogen, sondern noch einen draufgesetzt: 1,1 Millionen Websites werden geblockt und tauchen nicht mehr länger in den Suchergebnissen auf.

Laut Blekko geht es dabei um Websites, die wenig Content und dafür umso mehr Anzeigen haben. Identifiziert hat die Suchmaschine sie darüber, ob sie mehrere Werbefenster auf einer Seite haben, Beiträge zu vielen Themen anbieten und wie lang die einzelnen Beiträge sind. Mit diesen Kriterien will Blekko Contentfarmen etwa von Nachrichtenwebsites unterscheiden. Blekko hat hierzu einen neuen Algorithmus namens AdSpam angewendet, der die Beschwerden der Nutzer mit in die Ergebnisse einfließen lässt. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis andere Suchmaschinen nachziehen. Dem Schmutz aus dem Web geht es langsam an den Kragen. (weiterlesen …)

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One And a Few Thousand Men: 74.000 wollen Charlie Sheens Social-Media-Praktikant werden10.03.11

74.040: das ist die genaue Zahl derjenigen, die sich auf der Jobbörse Internships.com dafür beworben haben, Charlie Sheens Praktikant zu werden. Der geschasste Fernsehstar hatte auf Twitter ein Praktikantengesuch aufgegeben. Er suche einen erfolgreichen Praktikanten mit Tigerblut. Internships.com nahm die Anzeige entgegen, bastelte ein schönes Formular mit Hut und gab jetzt die eindrucksvollen Zahlen bekannt. Mehr als 95.000 Nutzer pro Stunde aus insgesamt 181 Ländern sollen Sheens Links zu dem Jobangebot gefolgt sein.

Das Jobportal erfüllt das mit großer Freude und man wünscht dem Prakti viel Glück, denn – und darauf weist man noch neben den Zahlen hin: 1 von 10 US-Amerikanern sei arbeitslos, sogar 2 von 10 der 16- bis 24-Jährigen. Aber 7 von 10 Praktika führten zu einem festen Job. Auch im Falle von Unternehmer Charlie Sheen? Er ist bislang zumindest nicht unerfolgreich, galt als der bestbezahlte Fernsehstar der Welt (1,5 Millionen US-Dollar pro Folge), ehe die Produzenten der äußerst erfolgreichen CBS-Fernsehserie “Two and a Half Men” die Verfilmung seines Privatlebens kürzlich beendeten. Warum? Weil Serienchef Chuck Lorre sich von Sheen nicht als “verseuchte kleine Made” und “Hexenmeister” bezeichnen lassen wollte. (weiterlesen …)

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Zur Innovation verdammt: Foursquare 3.0 empfiehlt, wo man einchecken sollte09.03.11

Einen Schritt schneller als Facebook, einen langsamer als Qype: Der Checkin-Dienst Foursquare hat heute eine neue Version vorgestellt, die dem Benutzer empfiehlt, wo in der Umgebung er einchecken sollte. Empfehlungen bietet die völlig neu überarbeitete Funktion “Erkunden”, die zwischen Geschäften, Kultur, Nachtleben, Essen und Kaffee unterteilt. In Unterkategorien kann man noch einmal genauer unterscheiden, etwa zwischen Café und Teehaus, und in den Einstellungen einen Radius bis 10 Kilometern frei einstellen, in dem Foursquare suchen soll. Einmal gefunden, zeigt die App Empfehlungen von Menschen an, die schon einmal in der Lokalität eingecheckt haben.

Foursquare empfiehlt einem also Lokalitäten, die häufig besucht werden, für die es schriftliche Empfehlungen gibt und die mit dem Dienst kooperieren. Was Foursquare aber natürlich nicht weiß, ist, ob die Nutzer positive oder negative Bewertungen schreiben. Die wichtigste Währung ist die Anzahl der Ckeckins in eine Lokalität. Eine Bewertungsmatrix wie der Empfehlungsdienst Qype bietet Foursquare also nicht. Beim Nutzwert sehe ich den deutschen Nebenbuhler also weiter vorne, auch wenn ich dessen App umständlicher zu bedienen finde. (weiterlesen …)

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