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Archive for the ‘Filesharing’

Kinofilme: Filesharing schadet Einspielergebnis nur, wenn das Ausland zu lange warten muss17.02.12

“Na und?”, werdet ihr jetzt sagen. “Das habe ich doch schon immer gewusst.” Mag sein, aber jetzt wurde es wissenschaftlich bestätigt: Filesharing hat kaum Einfluss auf das Einspielergebnis eines Kinofilms. Die US-Wissenschaftler Brett Danaher vom Wellesley College und Joel Waldfogel von der Universität Minnesota haben dazu eine Studie (PDF) vorgelegt. Untersucht haben sie dabei 678 Hollywood-Filme, die zwischen Juli 2003 und Juli 2006 via BitTorrent geteilt wurden. Das Ergebnis sollte die Studios zum Nachdenken bringen. (weiterlesen …)

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“The Pirate Bay”: Britischer Unternehmer erlangt Markenrechte – für Hochprozentiges11.11.11


Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Oder, wie es im Fall des findigen britischen Geschäftsmannes Colin Scragg wohl heißen müsste: Wer zuerst kommt, destilliert zuerst – nämlich einen Rum mit dem Namen “The Pirate Bay”. Das hochprozentige Zuckerwasser darf laut TorrentFreak ab sofort offiziell die Bezeichnung der inzwischen legendären Filesharing-Plattform tragen – wenn auch mit zweijähriger Verspätung.

Denn eigentlich hatte Scragg bereits vor zwei Jahren einen Antrag beim schwedischen Patent- und Markenamt eingereicht, um “The Pirate Bay” als Alkoholmarke in der EU schützen zu lassen. Zu dieser Zeit suchte der clevere Geschäftsmann nach einem passenden Namen für einen neuen Rum, den er als Chef des schwedischen Getränkeherstellers LO Smith auf den Markt bringen wollte. (weiterlesen …)

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“Super 8″-Kopie mit Namensschild bringt Verbindung zu Howard Stern ins Gespräch08.08.11

Als ich mich vor Jahren für ein Rechercheprojekt damit beschäftigte, wie und mit welcher Motivation seitens der Anbieter Kinofilme in derart kurzer Zeit nach ihrem Start im Internet zu haben sind, zeigte sich, dass sich beide Fragen nicht so schnell beantworten lassen. Sportlicher Ehrgeiz, der Schnellste mit der besten Qualität sein zu wollen, später auch finanzielle Interessen – das gehört zum “warum”. Das “wie” geht unter anderem auf Kopien zurück, die an einen ausgewählten Kreis verteilt wurden. Welcher der Auserwählten dann letztendlich seine DVD in einer dunklen Ecke aus der Jackentasche zieht und weiterreicht, bleibt unklar.

Auch der in Deutschland am 4. August gestartete Film Super 8 von J.J. Abrams kursiert bereits im Netz. Soweit ist das nichts Besonderes. Das Kuriose: Die Kopie des von Steven Spielberg produzierten Streifens ziert eine Einblendung “H STERN” (oder “H. STERN”, genau kann ich es auf dem Bild von Torrentfreak nicht erkennen). H Stern wie Howard Stern?

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Kino.to ist wieder da, heißt jetzt Kinox.to [Update]12.07.11

Kneift mich mal: Wo ist da jetzt der Unterschied? Fabian hat mich auf Twitter darüber informiert, dass Kino.to wieder da ist, jetzt aber Kinox.to heißt. Schaut man sich die Seite an, dann sieht es nach einer Kopie des Originals aus. Gleiche Designs, gleiche inhaltliche Ausrichtung. Über 15.000 Links zu Spielfilmen hat die Seite im Angebot, darunter “Transformers 3″, der aktuell im Kino läuft. Dazu gibt es über 1.000 Links zu Dokus und über 3.500 zu Serien.

[Update, 11:20 Uhr]: Christine Ehlers von der GVU schreibt in einer Pressemeldung, die uns vorliegt, der Start von Kinox.to sei für sie keine Überraschung. Die GVU sehe darin ein abgespecktes Angebot (was bezweifelt werden darf) und feiert das Auftauchen der Plattform gar als den eigenen Erfolg. Ehlers: “Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat.” Kinox.to ist vermutlich aufgrund des neuen Besucheransturms derzeit nur schwer zu erreichen. [/Update]

Die Experten seid ihr: Ist das Angebot vergleichbar mit dem von Kino.to? Der Fokus von Kinox.to liegt wie schon bei Kino.to auf deutschsprachigen Angeboten. Videomaterial gibt es wie schon beim Vorgänger auf der Plattform selbst nicht, wohl aber Links zu Streams und downloadbaren Angeboten auf anderen Websites wie Megavideo. Dass bald Mirror-Sites mit gleichen Angeboten wie Kino.to entstehen würden, hatten Experten nach der Kino.to-Hochnahme bereits erwartet. Der Postillon feierte derweil einen großen Erfolg mit einem satirischen Beitrag unter der Überschrift “Razzia bei kino.to zwingt Millionen User, zwei Minuten nach neuer Streaming-Plattform zu suchen”. Man fragt sich nun, welche Spatzen die Staatsanwaltschaft Dresden mit ihren Kanonen eigentlich getroffen hat. (weiterlesen …)

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Rache für Kino.to-Abschaltung? Website der GVU ist offline08.06.11

Da hat wohl jemand zurückgeschlagen: Die Website der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) ist schon seit Stunden offline. Wie unser Schwesterportal Onlinekosten.de berichtet, bestätigte eine Sprecherin der Gesellschaft, dass die Website derzeit nicht zu erreichen ist. Der Grund ist wahrscheinlich eine künstlich herbeigeführte Überlastung des Servers (DDOS-Attacke). Nicht betroffen ist das offenbar auf einem anderen Server gehostete Blog der GVU. Dort gibt es aber bislang keine weiteren Informationen über den Angriff.

Die GVU hatte die heutige Razzia und Abschaltung des illegal operierenden Streaming-Portals Kino.to erwirkt. 13 Personen wurden bislang verhaftet, nach einer weiteren Person wird derzeit bundesweit gefahndet. Inzwischen wurden von Seiten der Staatsanwaltschaft Dresden weitere Details der heutigen Razzia bekannt: So wurden Wohnungen und Geschäftsräume in Leipzig, Berlin, Hamburg, Bremen, Zwickau, Frankfurt, Nürnberg und München durchsucht. Offenbar aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die Server von Kino.to seien europaweit bis hin nach Russland verteilt. Der Kopf der “Bande” soll in Leipzig gesessen haben.

Zur Stunde ist auch Kino.to nicht mehr zu erreichen. Vorhin prankte dort noch eine Mitteilung der Kriminalpolizei, dass die Seite geschlossen wurde, Betreiber verhaftet worden seien und Vertreiber illegaler Inhalte mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen müssten.

(Jürgen Vielmeier)

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Ein Modell für Europa? Filmflatrate Netflix schlägt illegale Angebote beim Datentraffic18.05.11

“Nicht immer nur schlapp rumhängen, sondern hier auch mal ein paar Zahlen!” hatte mein Mathelehrer immer gepredigt. Ich will dem mit 15 Jahren Verspätung gerne nachkommen und präsentiere euch hiermit überraschende Zahlen aus Sandvines “Global Internet Phenomena Report”. Demnach macht das Serien- und Filmstreamingportal Netflix in Spitzenzeiten 29,7 Prozent des nordamerikanischen Internettraffics im Downstream aus. Echtzeit-Unterhaltung, also auch Musikstreaming und Dienste wie YouTube, bringen es auf der anderen Seite des Atlantiks insgesamt auf nahezu 50 Prozent des Downstream-Traffics.

Interessant dabei: Als legale und kostenpflichtige Filmflatrate hat Netflix illegale Filesharingangebote inzwischen überholt. Facebook macht in den USA 2 Prozent des Downstream-Traffics aus, Netflix-Konkurrent Hulu interessanterweise nur 1 Prozent, YouTube bringt es auf 11 Prozent. Es ist wohl noch zu früh, vom Sieg des Legalen zu sprechen, zumal die Unterhaltungsindustrie sich noch immer nicht ganz sicher ist, ob sie Netflix für eine gute Idee hält. Die Nutzer scheinen sich da einig zu sein und sie sind durchaus bereit, verhältnismäßig schmales Geld im Monat (8 US-Dollar) für eine Filmflatrate zu bezahlen. (weiterlesen …)

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