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Archive for the ‘Geld’

Facebooks Börsengang wird zur Standortbestimmung für das Web02.02.12

Heute Vormittag ist jede zweite Meldung in meinem RSS-Reader eine Facebook-Meldung. Machen wir noch eine mehr draus, denn mit dem Antrag auf Börsenzulassung des Unternehmens beginnt eine Standortbestimmung für das Web. Kritische Beiträge gibt es bereits genug, ob Facebooks Börsengang eine gute Chance hat oder nicht sogar schon zu spät kommt. Das Facebook-Management um Gründer Mark Zuckerberg will in wenigen Monaten 5 Milliarden US-Dollar an der Börse einnehmen.

In der Branche herrscht kaum noch Zweifel darüber, dass die Aktie zumindest stabil bleiben und an Wert gewinnen wird. Das Aufatmen kann man praktisch jetzt schon vernehmen: Lange war von einer zweiten Dotcom-Blase wie um die Jahrtausendwende die Rede gewesen. Diesmal aber stehen reelle Gegenwerte dahinter, wie das Unternehmen gestern offen legte. Facebooks ist zum Mittelpunkt des Webs geworden, eines Webs, das harte Umsätze macht und Milliardengewinne einfährt. Eine zweite Blase wird es zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht geben.  (weiterlesen…)

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Twitter-Zensur: Die Schattenseiten der Kostenloskultur27.01.12

In diesen Tagen kommt man manchmal nur mit Satire weiter. Facebook stellt die umstrittene neue Chronik in den kommenden Tagen für alle Nutzer scharf, Google vereinheitlicht seine Datenschutzrichtlinien. Die Nutzer protestieren natürlich wegen beidem auf das Schärfste. “Datenschutzmängel”, titelte gestern der Postillon. “Empörte Facebook-User wechseln zu Google+ und umgekehrt.”

Diese Front hat sich gestern Abend um den Kurznachrichtendienst Twitter erweitert, der sich selbst in die Schusslinie brachte. Man wolle künftig konform mit nationalen Regierungen gehen und in bestimmten Ländern Tweets zensieren, wenn die Inhalte gegen nationale Gesetze verstießen. Als Beispiel führt Twitter ausgerechnet Deutschland und Frankreich an, wo Nazi-freundlicher Content verboten sei. (weiterlesen…)

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Nokia macht Verlust und schafft doch die Wende: Von nun an gilt’s26.01.12


Trendwende trotz schlechter Zahlen: Nokia hat erneut ein negatives Quartalsergebnis vorgelegt. Alles andere aber wäre eine Überraschung gewesen. Warum? Weil die Finnen das erste Modell mit Windows Phone, das Lumia 800, erst im November in einigen Märkten wie Deutschland eingeführt haben. Zu wenig, um das Ergebnis zu retten. Eine Trendwende ist trotzdem zu erkennen: Zwar sank die Zahl der verkauften Smartphones im Jahresvergleich von 28,6 auf 19,6 Millionen Geräte. Im Vergleich zum dritten Quartal (16,8 Millionen) ist das allerdings ein Zuwachs von 17 Prozent. Es geht aufwärts.

So waren die Aktionäre denn auch heute gnädig mit den Finnen: der Aktienkurs stieg! Eigentlich erstaunlich angesichts eines operativen Verlustes von 950 Millionen Euro allein im 4. Quartal und 1,1 Milliarden Verlust im Gesamtjahr. Der Jahresumsatz sank um 9 Prozent auf 38,7 Milliarden Euro. Nokia-Chef Stephen Elop war aber so clever, bei der Bekanntgabe des Ergebnisses die Zahl von gut 1 Million verkaufter Lumia 800 ins Gespräch zu bringen. Dass man gestern die Schwelle von 1,5 Milliarden verkaufter S40-Handys seit 1999 erreichte, dürfte die Anleger ebenfalls besänftigt haben: Die Zahl aller verkaufter Mobilfunkgeräte sank im Vergleich zum 4. Quartal 2010 nur um 1 Prozent auf 93,9 Millionen Geräte. (weiterlesen…)

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Carta kehrt zurück: Trübe Aussichten, großer Mut26.01.12


Das beliebte Medienblog Carta.info ist heute neu gestartet. Es ist ein mutiges Comeback, nachdem 2011 ein Katastrophenjahr für das Mehrautorenportal war. Es begann mit unzufriedenen Autoren und der Klage, ein tragendes Geschäftsmodell würde fehlen. Später gaben die Verleger die finanziellen Probleme indirekt zu, indem sie Carta in eine unbefristete Sommerpause schickten. Im September dann verstarb überraschend Gründer und Herausgeber Robin Meyer-Lucht im Alter von nur 38 Jahren. Es schien das Ende des Projekts zu sein.

Meyer-Luchts Witwe, Tatjana Brode, will jetzt zusammen mit Wolfgang Michal den Neuanfang wagen. Man möchte versuchen, Carta im Sinne von Robin Meyer-Lucht weiterzuführen, schreibt Brode in einem der ersten neuen Beiträge auf dem Portal. Als ich Brode gerade am Telefon erreiche, klingt sie frohen Mutes: “Wir haben uns entschlossen, das noch einmal zu versuchen und werden unsere ganze Energie da hineinstecken.” Einen Joker habe man aber nicht in der Hinterhand. Auch das alte Problem mit der Finanzierung ist laut Bode “noch nicht gelöst”. Warum eigentlich nicht? Was macht es auch im Jahr 2012 für viele Blogs in Deutschland so schwer, sich zu finanzieren? (weiterlesen…)

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Gidsy, Amen und Co: Ashton Kutcher investiert in den Generationswechsel deutscher Startups16.01.12

Schauspieler und Webunternehmer Ashton Kutcher hat wieder einmal in ein Berliner Startup investiert. Der Erlebnismarktplatz Gidsy erhält 1,2 Millionen Euro von Kutcher und anderen Investoren wie Index Ventures und Sunstone Capital. Einige Dinge fallen dabei auf: Denn 1,2 Millionen Dollar sind für ein Startup dieser Kategorie im Grunde wenig Geld. Etwa zeitgleich erhält die Social-TV-Community Zapitano, ebenfalls in Berlin beheimatet, 1,7 Millionen Euro Kapital. Darüber liest man allerdings deutlich weniger. Günstig gewählt ist natürlich der Zeitpunkt: Kutcher ist seit vergangener Woche in Deutschland als neuer Hauptdarsteller der Erfolgsserie “Two And a Half Men” zu sehen.

Dann investiert Kutcher wieder einmal in ein Startup, das nicht das erste seiner Art ist. Gidsy hat Konkurrenten wie Yasuu und Ravn. Ähnlich wie bei der Investition in Amen im vergangenen Jahr, ging es Kutcher offenbar auch um die Investition in das neue Berliner Lebensgefühl. Startups wie Soundcloud, Amen und jetzt Gidsy sollen die kreative, künstlerische Komponente der Hauptstadt widerspiegeln. (weiterlesen…)

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Grid-10-Hersteller bereut TabCo-Kampagne, nennt Hardware-Markt “brutal”23.12.11


Chandra Rathakrishnan und das Grid 10 im September in Hamburg

Am Montag berichtete ich davon, dass es nicht gut aussehe mit dem alternativen Tablet-Anbieter Fusion Garage. Der Hersteller des Grid 10 und des Smartphones Grid 4 war von seinem Rechtsbeistand und seiner PR-Agentur gekündigt worden. Den einen hatte man nicht bezahlt, bei dem anderen hatte man sich wochenlang nicht gemeldet. Während dessen guckten die Kunden in die gähnende Leere, weil ihre Bestellungen des Grid 10 nicht ausgeliefert wurden.

Nun hat sich Fusion-Garage-Gründer Chandra Rathakrishnan in einem längeren Interview mit dem Technikmagazin Engadget noch einmal zu Wort gemeldet. Darin präsentiert er sich erfreulich offen, erklärt die Probleme der vergangenen Wochen mit einer noch nicht abgeschlossenen Finanzierungsrunde und gibt zu, dass man die zweite Chance vermasselt habe. Auch die TabCo-Kampagne, die im Sommer viel Aufsehen erregt hat, bereut er. (weiterlesen…)

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“Mach deinen kostenlosen Dienst attraktiv, dann zahlen die Nutzer freiwillig”21.12.11


Instagram-CEO Kevin Systrom

Das Geschäftsmodell ist fast so alt wie das Internet – und als besonders beliebt gilt es nicht: Freemium. Ihr erlebt es in vielen Diensten, die ihr täglich nutzt, vielleicht bei eurem Webmailer oder der Testversion einer Software: Das Basisangebot ist kostenlos. Wollt ihr das Produkt in vollem Umfang nutzen, müsst ihr etwas dafür zahlen. Immer häufiger in letzter Zeit höre ich zwei interessante Aussagen von Gründern dazu: “Wenn 5 Prozent der Nutzer zahlen, finanziert das unser ganzes Geschäft” und: “Biete ein gutes Produkt kostenlos an, dann zahlen die Leute freiwillig.”

Vor allem letztere Devise ist interessant. Kevin Systrom von Instagram handelt danach. Seine erfolgreiche Foto-App ist seit dem Start im Herbst 2010 kostenlos und hat inzwischen mehr als 15 Millionen Nutzer angelockt. Investoren pumpten bislang 7,5 Millionen US-Dollar Kapital in das kleine Unternehmen, was für das Team aus gerade einmal 6 Mitarbeitern locker ausreicht. Künftig will man Geld über Zusatzservices wie besondere Filter einnehmen. “Wir glauben aber, dass unser Kernprodukt immer kostenlos bleiben wird”, schreibt das Foto-Startup auf seiner Website. (weiterlesen…)

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Vom Markt wegshoppen: Blackberry im Auge angeblicher Übernahmekandidaten21.12.11

Gerüchte gibt es ja viele, aber beantworte mir hier doch bitte einmal jemand die Frage nach dem “Warum”. Wie das “Wall Street Journal” (WSJ) meldet, haben Nokia und Microsoft sich mehrere Male mit Blackberry-Hersteller RIM getroffen, um über mögliche Kooperationen zu sprechen. Informell. Sagen, wie immer, Personen, die nicht genannt werden wollen. Es soll angeblich um eine gemeinschaftliche Übernahme durch Microsoft und Nokia gegangen sein.

Warum die beiden das machen sollten, leuchtet nicht so ganz ein. Die enge Partnerschaft zwischen dem Software-Riesen und den Finnen ist kein Geheimnis. Aber wie würde RIM da ins Spektrum passen? Nokia setzt in naher Zukunft auf Symbian und zuvorderst Microsofts Systeme. Und Microsoft hat alle Hände voll zu tun, Kunden und Partnern Windows Phone schmackhaft zu machen, das noch lange nicht die gewünschte Nummer Drei unter den mobilen Ökosystemen ist. Windows Phone für RIM? Da kämen überhaupt nur die Touchscreen-Modelle wie das Torch 9860 der ansonsten tastenintensiven Blackberrys in Frage. (weiterlesen…)

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AT&T lässt T-Mobile-Übernahme platzen, tröstet Telekom mit 3 Milliarden Dollar und Roaming-Abkommen20.12.11

AT&T-MobileDie geplante Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T ist geplatzt. Der Mobilfunkriese zog sein Angebot für die Tochter der Deutschen Telekom gestern Abend zurück. Man habe alle Optionen abgewogen, heißt es in der offiziellen Presse-Erklärung. Aber nach Rücksprache mit der Deutschen Telekom habe man sich dazu entschlossen, die Pläne aufzugeben. Sowohl das US-Justizministerium als auch die Regulierungsbehörde FCC hatten zuletzt Bedenken gegen die Transaktion geäußert. Und AT&T hat seine Felle in der 39 Milliarden Dollar teuren Übernahme zunehmend davon schwimmen sehen.

Die Telekom hat nun Anrecht auf eine milliardenschwere Entschädigung. Etwa 3 Milliarden US-Dollar sollen noch in diesem Jahr in bar an die Deutschen fließen (AT&T spricht von 4 Milliarden Dollar). Zusätzlich erhält T-Mobile Mobilfunkfrequenzen von AT&T im Wert von geschätzten weiteren 3 Milliarden Dollar. Obendrauf gibt es noch ein siebenjähriges Roaming-Abkommen, bei denen T-Mobile die Kapazitäten von AT&T nutzen darf. Es klingt für einen Gewinn für T-Mobile, oder gibt es doch nur Verlierer? (weiterlesen…)

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1 Milliarde beim Börsengang: Zynga verfehlt die Erwartungen ohne zu enttäuschen16.12.11

Der Social-Games-Anbieter Zynga ist gestern an die Börse gegangen. Dabei erzielten die Kalifornier 10 US-Dollar je Aktie und insgesamt 1 Milliarde US-Dollar. Das würde das Unternehmen auf derzeit 7 Milliarden und bei noch ausstehenden Optionen auf 8,9 Milliarden Dollar bewerten. Klingt nach viel für ein Unternehmen, das sich fast ausschließlich auf Facebook konzentriert und Spiele anbietet, die kostenlos spielbar sind. Lediglich für virtuelle Güter zahlen Spieler, etwa um ein Spiel schneller zu lösen.

Eine Bewertung von 7 bis 9 Milliarden ist durchaus ordentlich. Allerdings lagen die Spekulationen im Sommer noch bei 15 bis 20 Milliarden Dollar. So gesehen hat Zynga leicht enttäuscht. Zumal der Gegenwert gegeben ist: Zynga nahm allein in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres nach eigenen Angaben 830 Millionen Dollar ein. Der geringe Gewinn von 30 Millionen Dollar deutet auf hohe Kosten hin. Aber immerhin: Zynga betreibt ein Milliardengeschäft. (weiterlesen…)

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Bizarrer MegaUpload-Song: Prominente brechen eine Lanze für die verruchte Plattform12.12.11

Da isser, der Ohrwurm des Tages: Prominente von Will.I.am über Kanye West bis hin zu Snoop Dogg und Schauspieler Jamie Foxx haben einen Song für MegaUpload aufgenommen. Der Filehoster steht unter Beschuss von RIAA und MPAA, den Verbänden der Musik- und Videoindustrie der Vereinigten Staaten. Der Vorwurf: Mit seinem Sitz außerhalb der USA stehle das Portal wertvolle amerikanische Inhalte, amerikanisches Kapital und koste amerikanische Arbeitsplätze und Rentenfonds für Kreative.

Zu Mega gehört etwa der Videohoster MegaVideo, auf dem es viele TV-Serien noch vor dem offiziellen Sendestart in vielen Ländern zu sehen gibt. Der deutsche Kim Schmitz, der mutmaßlich hinter dem Hoster steckt, einigte sich erst Anfang November mit dem Erotikportal Perfect 10 auf einen außergerichtlichen Vergleich. Creative America lässt in einem TV-Beitrag im November kein gutes Haar am vorbestraften Schmitz und gibt ihm eine große Mitschuld an den Verlusten der Unterhaltungsindustrie. Warum ihm Künstler jetzt die Stange halten? Weil Mega ihnen Einnahmen verschaffen will. (weiterlesen…)

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Muss man Böses tun, bevor man Gutes tun kann?30.11.11


Die Faszination des Bösen treibt Menschen dazu, ihm zu verfallen. Oder zumindest dazu, unliebsame Dinge auszublenden: Gefällt einem etwa das neue Smartphone, denkt man nicht unbedingt daran, wer wie dafür schuften musste oder unter welchen Bedingungen die Rohstoffe dafür gewonnen wurden. Solange man verliebt ist, kann man schon mal ausblenden, wenn der neue Partner die Freunde abschätzig behandelt. Und wenn mir das Social Network technisch gut gefällt und alle meine Freunde sich dort tummeln, dann denke ich nicht bei jedem Besuch daran, dass es meine Daten als seine betrachtet und sie an Unternehmen verschachert, nur um Geld damit zu verdienen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg scherte sich jahrelang nicht die Bohne um Nutzerrechte, Privatsphäre und Datenschutz, jubelte seinen Nutzern sogar sooft neue Richtlinien unter, bis sie es irgendwann müde wurden, dagegen zu protestieren. Und doch kamen und blieben die Nutzer in Scharen. Gut 800 Millionen dürften es zur Zeit sein, bis zur Milliarde ist es nicht mehr weit. Und jetzt, wo Facebook der größte Börsengang eines IT-Unternehmens in der Geschichte bevorsteht, geht es plötzlich auf Datenschützer zu. Scheint es zumindest: Zuckerberg hat vor der US-Handelsbehörde FTC eingeräumt, in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben. 20 Jahre lang muss Facebook seine Datenschutzrichtlinien nun von unabhängigen Experten prüfen lassen. Es dürfte dem Unternehmen dabei auch um gute PR gehen. Und doch ist es zumindest interessant, dass das Thema Datenschutz plötzlich für Facebook ein Thema ist, was jahrelang keines war. Muss man erst Böses tun, bevor man Gutes tun kann? (weiterlesen…)

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50.000 neue Blogs täglich und endlich Einnahmen: WordPress stellt Adsense-Alternative WordAds vor30.11.11


Blogs sind nicht tot. Tatsächlich werden es täglich 50.000 mehr. Zumindest ist das die Zahl neuer WordPress-Blogs, die täglich erscheinen, wie Jon Burke mitteilt. Wie viele davon dann täglich mit wertvollen Inhalten gefüllt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Tatsache ist jedoch, dass Burke als Werbevermarkter bei WordPress mit den bisherigen Einnahme-Möglichkeiten auf WordPress unzufrieden war. AdSense als De-facto-Standard für Online-Anzeigen bringt den meisten allenfalls Peanuts ein, und das, so Burke, “habt ihr nicht verdient”.

Deswegen bietet Automattic, die Firma hinter WordPress, jetzt das neue Werbeformat WordAds an. Über ein Plugin sollen WordPress.com-Nutzer Anzeigen auf ihrem Blog einbinden können, die von Federated Media bereitgestellt werden. Der Vermarkter ist bereits seit Jahren mit der Blogvermarktung aktiv, gerade auch bei größeren Techblogs. Das ist ein Schritt, der erst einmal wenig Nachteile offenbart. Die Frage, warum das überhaupt so lange gedauert hat, beantwortet Burke mit “Google”: AdSense war praktisch Standard, dann habe man gesehen, wie viele Blogger ihr Angebot mit unschönen Werbeformaten entstellen, und davor habe man erst einmal zurückgeschreckt. Jetzt sei man aber so weit. Laut Burke angeblich, weil er so viel Schönes auf Blogs sehe, das es verdiene, mehr Geld zu erhalten. (weiterlesen…)

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Schenkt Bloggern Liebe und Geld! Heute ist “Pay a Blogger Day”29.11.11


Lasst uns wenigstens kurz erwähnen, dass heute Flattrs “Pay a Blogger Day” ist. Der Mikrospenden-Dienst ruft damit dazu auf – ihr ahnt es – heute einem Blogger eurer Wahl eure ganze Liebe zu schenken. Indem ihr in eurem Lieblingsblog auf den Flattr-Button klickt. Idealerweise unter einem Beitrag, der euch am meisten gefällt. Natürlich nur auf Blogs, die es auch verdient haben.

Daran schließt sich die Frage an, welchem Blog oder welchem Blogbeitrag ihr etwas spenden würdet. Das kann jemand sein, der seine Arbeit gut macht. Oder auch jemand, der es dringend gebrauchen kann. Ich empfehle euch heute Letzteres: Auch wenn sie keinen Flattr-Button hat (dafür aber PayPal & Co.), geht meine Empfehlung an Creezy vom Blog “Holy Fruit Salad“. Sie ist Fotografin und Bloggerin und hat in diesen Tagen alles (ja, alles) verloren, was sie mutig in ihrem Blog dokumentiert hat. (weiterlesen…)

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Gesichtsloses Groupon: Irgendwo zwischen Reichtum, Pleite und Schönheits-OPs25.11.11

Die britische Konditorin Rachel Brown hat den “schwersten unternehmerischen Fehler” ihres Lebens begangen, als sie ihre handgemachte Törtchen als Angebot bei Groupon einstellte. Sie rechnete mit vielleicht ein paar Dutzend Bestellungen und limitierte ihr Angebot unglücklicherweise nicht. Doch der Rabatt von 75 Prozent – 6,50 statt eigentlich 26 britischer Pfund – lockte Abertausende an. Bei 8.500 Bestellungen musste sie das Angebot kappen.

Sie und ihre Mannschaft mussten 102.000 Törtchen backen und konnten nicht mehr die gleiche Qualität liefern, weil es sonst nur etwa 100 Torten im Monat sind. Weil sie für jede Bestellung draufzahlte, Überstunden bezahlen und zusätzliches Personal anheuern musste, um die Nachfrage zu decken, machte sie einen Verlust von 12.500 Pfund (14.500 Euro). Das Ereignis war ein Unfall und kommt doch nicht ganz zufällig. Groupon scheint in den Köpfen der Nutzer noch lange nicht angekommen zu sein, während die Firma gedanklich schon Königreiche verwaltet. (weiterlesen…)

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