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Archive for the ‘Geld’

HP zahlt 3,3 Milliarden für WebOS. Zeit, das System endlich zu beerdigen.22.11.11

Ihr fragt euch, warum es mit WebOS ein schönes, mobiles Betriebssystem gibt, das HP gerne verkaufen würde, aber nicht schafft? Und ihr fragt euch, warum niemand das System kaufen will oder warum HP es nicht wenigstens Open Source stellt? Nun, schaut euch die Zahlen aus dem Finanzergebnis an, die HP gestern veröffentlicht hat: 3,3 Milliarden US-Dollar hat die Abwicklung der WebOS-Sparte gekostet, die HPs alter Chef Léo Apotheker im August einmotten ließ. Sagt zumindest HP.

Und so scheint der Sündenbock da schnell gefunden. Bei näherer Betrachtung belaufen sich die Kosten für die HP-Abwicklung aber “nur” auf 1,66 Milliarden Dollar. Darunter sind 885 Millionen Dollar Abschreibungen für die Palm-Übernahme und 775 Millionen Dollar einmalige Kosten für “Restrukturierungen” in Zusammenhang mit der Abwicklung der Sparte. Den Rest der 3,3 Milliarden Dollar machen allerdings andere Maßnahmen aus, die HP hier WebOS in die Schuhe schiebt. So oder so: Zusätzlich zu den 1,2 Milliarden, die HP für die Übernahme von Palm und WebOS auf den Tisch gelegt hat, ein teurer Spaß. (weiterlesen…)

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Telekom mit Milliardengewinn, Sky spürbar im Aufwind – doch Vorsicht!10.11.11

Wie ich diese Tage liebe: heute ist Super-Donnerstag. Und zwar in Bezug auf die aktuellen Quartalszahlen von gleich mehreren Großkonzernen. Schon gestern Abend war mir klar, dass es diesbezüglich ordentlich krachen wird und ich habe meinen Wecker entsprechend eine Stunde eher klingeln lassen. Nur, um mir die Quartalsberichte genauer anschauen und euch an dieser Stelle zeitnah über die wohl zwei interessantesten berichten zu können. Denn da wären unter anderem den Pay-TV-Sender Sky und die Deutsche Telekom dabei.

Kurz zusammengefasst könnte man in etwa schreiben: der Telekom geht es trotz weiter hohen Anschlussverlusten im Festnetz weiterhin ziemlich gut, da sie einen satten Gewinn einfahren konnte. Und Sky geht es fast schon chronisch schlecht, weil weiterhin tiefrote Zahlen geschrieben werden. Aber: bei Deutschlands führendem Pay-TV-Sender geht es spürbar aufwärts – und das hat Gründe. (weiterlesen…)

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Mister Wong wird verkauft: Notbremsung oder Aufbruch?08.11.11

Jahrelang hatte Mister Wong wenig Grund zur Klage. Die Geschäfte liefen gut und die Kunden waren zufrieden. Nach und nach kam der umtriebige Herr mit seinem Laden aber zusehends in die Jahre. Mister Wong erledigte die Arbeit zwar weiterhin so gewissenhaft wie zuvor. “Andere können das jedoch mittlerweile viel besser”, zwitscherten die Vögel zunehmend lauter von den Dächern.

Und tatsächlich: Nach und nach kamen immer weniger Kunden zu Mister Wong. Es wurde immer stiller und die kleine Glocke an der Ladentür blieb manchmal den ganzen Tag stumm. Doch Mister Wong wollte nicht einfach so aufgeben, renovierte etwas und erweiterte das Angebot. Frisch herausgeputzt, so hoffte er, würde sein Geschäft gegenüber den inzwischen schier übermächtigen Konkurrenten bestehen können. (weiterlesen…)

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Komm, kaufen wir Groupon-Aktien!? 700 Millionen US-Dollar bei Börsenstart04.11.11

- “Der Typ da sieht ganz schön wackelig aus und irgendwie nicht ganz vertrauensselig.”
- “Ja, und seine besten Zeiten scheint er schon hinter sich zu haben, obwohl er so richtig berühmt nie geworden ist.”
- “Es ist überhaupt nicht sicher, ob die Leute diesen Markt eigentlich wollen, aber Konkurrenten hat er trotzdem genug.”
- “Komm, geben wir ihm unser sauer Erspartes!”
- “Okay!”

So würde ich den Börsengang zusammenfassen, den das Schnäppchenportal Groupon gestern Nacht hingelegt hat: 700 Millionen US-Dollar kamen zusammen, was irgendwo dort anzusiedeln ist, wo sich der Dienst selber sieht. 750 Millionen Dollar hatte man eigentlich haben wollen, zuletzt aber hatten Chef Andrew Mason und seine Gehilfen die eigenen Chancen weniger hoch eingeschätzt und waren von 16 bis 18 US-Dollar je Aktie ausgegangen. Am Ende wurden es 20 Dollar für jede der 35 Millionen Aktien. Das Paket wurde aufgrund der großen Nachfrage kurz vor Schluss um 5 Millionen Aktien aufgestockt. Die Bewertung kletterte damit auf knapp 13 Milliarden US-Dollar. Glückwunsch! Die Frage ist nur, woher das Interesse der Investoren stammt. Besonders viel Vertrauen können sie in Groupon nach den jüngsten Entwicklungen eigentlich nicht gehabt haben. (weiterlesen…)

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Sony kauft sich von Ericsson frei: Schluss mit der Zwangsehe27.10.11

Man scheidet sich in Frieden: Sony hat sich aus dem Jointventure Sony-Ericsson herausgekauft. Die Gerüchte der vergangenen Wochen haben sich damit bestätigt – und der Preis, den die Japaner dafür zahlen, in etwa auch: 1,05 Milliarden Euro. Das meldet Ericsscon heute auf der eigenen Presseseite.

Dass in der Zwangsehe zum Schluss mehr Kumpelei als Liebe im Spiel war, zeigt auch die Pressemeldung dazu: Es gibt kein Nachtreten und es wird viel Verständnis füreinander gezeigt. Man habe sich eben in zwei unterschiedliche Richtungen entwickelt: Sony zum ganzheitlichen Anbieter für Unterhaltungsprodukte für Privatkunden. Und Ericsson als Infrastrukturanbieter und Partner der Industrie. Die 1,05 Milliarden Euro, die Sony letztendlich zahlt, sind daher auch geradezu ein Schnäppchen, fast eine symbolische Summe im Vergleich zu den 6,3 Milliarden Euro, die das Jointventure im vergangenen Geschäftsjahr noch umgesetzt hatte. (weiterlesen…)

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Ärger über eingeschworene Berliner Startup-Szene löst neue Debatte über Copycats aus25.10.11

Der einsame Gründer Sebastian Schürmanns hat bekannt gegeben, dass er sein Startup MyTweetMag nicht mehr weiterführen würde. Als Grund nannte er unter anderem eine zu starke Konkurrenz durch Copycats, die mit besseren finanziellen Mitteln ausgestattet seien:

Ziemlich schnell befindet man sich in Gesellschaft von Startups, die einen mit 20-köpfigen Teams und Investorengeldern im Rücken an die Wand pusten.

Das reiht sich ein in die Debatte, die die 6 Wunderkinder unter Federführung von “Wunderkind” Christian Reber angestoßen haben. In einem Beitrag aus dem August rief er die “Anti-Copycat-Bewegung” aus und nannte einen Reigen an Berliner Startups von Wooga bis Soundcloud, die es angeblich besser machten. Das brachte Investor Lukasz Gadowski offenbar auf die Palme, so dass er Ende vergangener Woche mit einem wütenden Blog-Beitrag auf Rebers Beitrag reagierte. Schon in der Überschrift findet sich die Formulierung “Assoziale (sic!) Hetzkampagne”. Gadowski wirft den Wunderkindern vor, Hass zu schüren, und im Glashaus mit Steinen zu werfen:

Es gibt viele verschiedene Wege, wie man sich Freunde machen kann. Einer davon ist über Ideologie, Ausgrenzung, Hass und Hetze. Man nehme irgendeinen Sündenbock, Erkläre ihn zum Teufel und der Wurzel allen Übels, verpacke ihn mit einer Ideologie, füge eine Prise “wir” und “die” hinzu, rühre das einmal kräftig durch, und fertig ist er, der Hass-Cocktail.

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Geht das jetzt wieder los? Microsoft und Google an Yahoo interessiert24.10.11

Geschichte wiederholt sich meist schon wenige Jahre später, manchmal unter anderen Vorzeichen: Wie heute in verschiedenen Berichten zu lesen ist, sind Microsoft und Google mal wieder an Yahoo interessiert. Es hätte ein bisschen was von Aasgeierei, wenn die Suchmaschine sich nicht selbst feil bieten würde. Denn die Quartalsergebnisse aus der vergangenen Woche waren nicht so berauschend: 1,07 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das wären hochgerechnet rund 4 Milliarden Dollar im Jahr und damit weniger als zwei Drittel der gut 7 Milliarden Dollar Umsatz des Jahres 2008. Damals stand Yahoo schon einmal vor dem Verkauf. Interessiert waren – Microsoft und Google. Aber Google durfte wegen Kartellrechtsbedenken nicht und der damalige Konzernchef Jerry Yang schlug ein Angebot von Microsoft in Höhe von 44 Milliarden US-Dollar aus.

Heute ist Yahoo nur noch die Hälfte wert, Jerry Yang schickt sich an, wieder die Herrschaft zu übernehmen und zu versuchen, den Konzern diesmal wirklich vor die Wand zu fahren zu verkaufen. Microsoft und Google wittern ein Schnäppchen. Denn allen Unkenrufen zum Trotz – wer von euch sucht noch mit Yahoo? – wirft der Suchpionier noch Gewinn ab: 293 Millionen Dollar im 3. Quartal. Wer Yahoo kauft, setzt damit ein Zeichen im Milliardengeschäft Websuche. (weiterlesen…)

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PayPal sperrt Diasporas Spendenkonto: Auf dem Kreuzzug ins eigene Unglück [Update]19.10.11


Der Onlinebezahl- und Treuhandservice PayPal lässt seit einigen Monaten keine Gelegenheit ungenutzt, letzte noch vorhandene Sympathien zu verspielen. Jüngstes Beispiel: PayPal hat das Spendenkonto des dezentralen sozialen Netzwerks Diaspora eingefroren. Warum, ist nicht ganz klar. Der Bezahldienst teilte den Diaspora-Machern mit, dass ihr Konto für 180 Tage eingefroren wäre und nannte bislang keinen Grund dafür. Zu den bereits eingesammelten 45.000 US-Dollar Spendengeldern hat das Netzwerk keinen Zugriff, das sich damit neu finanzieren wollte.

[Update, 20.10. 10:20 Uhr] PayPal-Deutschland-Sprecher Dirk Hensen teilte mir gerade per Mail mit, dass PayPal die Gelder wieder freigegeben habe. Mit dem Kontoinhaber arbeite man zusammen, Details dürfe man mir aber leider nicht mitteilen. Diaspora hat das auf Twitter bestätigt. Details wolle man nachreichen. [/Update]

Das ganze kann nun natürlich viele Gründe haben, wie eine zwielichtige Zahlung, und ehe man vorschnell urteilt, sollte man die Stellungnahme PayPals abwarten. Schon jetzt reiht sich das aber ein in erstaunlich unbeholfene Entscheidungen des Unternehmens, dem seine Nähe zur US-Regierung augenscheinlich nicht gut tut. Bereits im Jahr 2006 wurde bekannt, dass die Ebay-Tochter Kundendaten mit dem US-Heimatschutz abgleicht. Immer wieder wurden Kundenkonten unter fadenscheinigen Gründen gesperrt, Spendenkonten eingefroren. (weiterlesen…)

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Oliver Samwer läuft von einem Interview weg: “Wir sind Deutsche, wir haben Kinder”17.10.11

Eigentlich sei alles abgemacht gewesen, schreibt Mike Butcher, der Verantwortliche Redakteur von Techcrunch EU. Alles sei mit dem Management ausgehandelt gewesen. Er schreibt, er sei um 5 Uhr morgens in London aufgebrochen, habe einen Flug nach Frankfurt/Main genommen und sei von dort weiter an die WHU in Vallendar zum Gründerkongress IdeaLab gereist, um Oliver Samwer dort für ein Interview zu treffen. Den traf er auch an, aber Samwer wollte ihm kein Interview geben.

Das täte er generell nicht, so die Aussage von Samwer, der den meisten von euch als einer der bekannten Samwer-Brüder ein Begriff sein dürfte. Zusammen mit Marc und Alexander Samwer verkaufte er in den späten 90er Jahren Alando an Ebay und gründete daraufhin das berühmt-berüchtigte Jamba, nach dessen Exit zahlreiche Copycats erfolgreicher US-Startups folgten. Heute ist Oliver Samwer zusammen mit seinen Brüdern Chef der Investoren Rocket Internet und European Founders Found, die unter anderem viel Geld in den AirBnB-Klon Wimdu investierten und für den Verkauf von CityDeal an Groupon geschätzte 750 Millionen Euro erlösten. Es gebe oft Anfragen, sagte Samwer Butcher. Aber er gebe generell keine Interviews. Vieles würde darin zu negativ dargestellt. Was von dem Gespräch dennoch vorliegt, ist ein denkwürdiger, fünfminütiger Audio-Mitschnitt. (weiterlesen…)

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Amazon-Schnäppchen: E-Book von 21,4 Millionen Euro auf 13 Millionen reduziert! [Update]04.10.11

Die Digitalisierung fordert ihren Tribut: Wie mein Kollege Jörg am langen Wochenende heraus fand, verlangt Amazon für die eine oder andere elektronische Version eines Buches ein bisschen mehr als für die gebundene Ausgabe. Der Roman “This Dark Endeavour” von Kenneth Oppel ist die Vorgeschichte der “Frankenstein”-Saga und lässt sich in der altmodischen, papiernen Ausgabe für 15,99 Euro bei Amazon vorbestellen. Marktstart für die englischsprachige Ausgabe ist übermorgen.

Das E-Book kostet bei Amazon nur unwesentlich mehr: 12.951.487,86 Euro. Ein echtes Schnäppchen übrigens: Denn der digitale Listenpreis liegt bei 21.474.836,47 Euro. Ihr spart also mal eben 8,5 Millionen Euro. Ich habe gerade bei Amazon angerufen und gefragt, wie es zu dieser sensationellen Preisersparnis kommt und ob weitere Rabatte zu erwarten sind. Das wollte mir die Pressestelle nicht versprechen. Aber man will der Sache mal auf den Grund gehen. Vielleicht spielt hier die Ausschließlichkeit eine Rolle: Bei Libri.de, Thalia.de und Buch.de etwa gibt es das Buch nur als gedruckte Ausgabe. Wir informieren euch auf jeden Fall, sobald wir weitere Informationen haben.

[Update, 5.10.] Schade, noch immer keine Stellungnahme von Amazon. Dafür ist der Preis jetzt von der Seite verschwunden. Es heißt dort jetzt: “Preisinformationen nicht verfügbar. [/Update]

(Jürgen Vielmeier)

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Mobile Datentarife: In Zukunft nur noch nach Geschwindigkeit gestaffelt?29.09.11


Vodafone hat es getan, und Telefónica-O2 jetzt auch: Der Mobilfunkprovider hat in seinen neuen Datentarifen für das mobile Internet (O2 go) die Preise nach Geschwindigkeit sortiert. Ganz kurz die Übersicht der Monatspreise:

Surf Flat M: 15 Euro, 1 GB Datenvolumen, Geschwindigkeit: bis zu 3,6 Mbit/s
Surf Flat L: 25 Euro, 5 GB Datenvolumen, bis 7,2 Mbit/s
Surf Flat XL: 35 Euro, 7,5 GB Datenvolumen, bis 14,4 Mbit/s

Die neuen Tarife gelten ab dem 5. Oktober für Tablets, Netbooks und mobile Datensticks. Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es nicht mehr. Für Smartphones gibt es günstigere Tarife. Es geht mir nicht um einen Preisvergleich. Das können die Kollegen, mit denen ich das Büro teile, viel besser. Aber diese Tarife zeigen die Richtung auf, in die es in Zukunft geht: Mehr Geld, mehr Geschwindigkeit. Die Netzbetreiber bereiten ihre Kunden damit schon einmal auf den bundesweiten LTE-Start vor. Denn erste Angebote des schnelleren Datennetzes sind bereits ebenfalls für viel Geld zu haben. (weiterlesen…)

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Gar nicht so dumm: taz führt freiwillige Monatspauschale “Freizahler” ein29.09.11

Man kann durchaus zur Einsicht kommen, wenn man mal mit den Menschen aus der “echten” Welt da draußen spricht. Wie, als mein Onkel neulich zu Besuch war und die oft gestellt Frage fiel: “Was genau machst du nochmal beruflich?” Irgendwie kamen wir auch auf Blogfinanzierung und damit auf Flattr zu sprechen. Ich versuchte zu erklären: “Das trägt zur Finanzierung bei. Wenn den Lesern ein Beitrag gefällt, können sie auf einen Button klicken und dem Blog dafür Geld spenden.”

Mein Onkel guckte ungläubig: “Warum sollte ich das denn tun?”
Ich: “Na ja, weil du als Leser vielleicht weißt, dass ein Online-Magazin sich schwerer finanzieren kann als Print.”
Onkel: “Ja, aber das ist doch deren Sache.”
Ich: “Deswegen ist es ja auch freiwillig.”
Onkel: “Aber dann zahlt doch keiner!”
Ich: “Vielleicht willst du der Seite ja was Gutes tun.”
Onkel: “Warum denn?”
Ich: “Na, wenn sie etwas sehr Besonderes bietet, das du nirgendwo sonst bekommst.”
Onkel: “Würde ich, glaube ich, trotzdem nicht tun. Wenn die Seite so gut ist, kann sie sich doch sicher auch anders finanzieren. Funktioniert das Prinzip?”

Nun ja, bei manchen schon. Zum Beispiel bei der “taz”, die eine neue Form der Finanzierung eingeführt hat: Freizahler. (weiterlesen…)

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AirBnB an Springer: 70 Millionen Euro? Viel zu viel!26.09.11


Ein sehr ruhiger Morgen ist es heute, während ich gerade nach Berlin aufbreche, um zu den VZ-Netzwerken zu reisen. Deswegen wird es auch heute Nachmittag mit Meldungen etwas ruhiger werden. Eins fiel mir dann heute aber heute doch ins Auge: Die private Unterkunftsbörse AirBnB verzichtet auf eine Geldspritze des Springer-Verlags. 70 Millionen Euro wollte das Verlagshaus, die Mutter von “Bild” und “Welt”, in das US-Portal mit deutscher Dependance stecken, berichtet der “Spiegel”.

Dass man eine Geldspritze ablehnt, ist an sich schon ungewöhnlich. Aber mir gefällt vor allem die Begründung, die Deutschland-Chef Gunnar Froh dem Nachrichtenmagazin lieferte: 70 Millionen seien viel zu viel. Man habe erst im Juli eine Investitionsrunde abgeschlossen. Damals hatte man 112 Millionen US-Dollar eingesammelt. Und das hat offenbar genügt. Die Investoren von damals haben darüber hinaus ein Mitsprachrecht bei künftigen Geldgebern. Gut möglich auch, dass ihnen Springer nicht ins Konzept gepasst hat. So viel Entspanntheit ist jedenfalls cool. Ob Springer dafür nun bei den Konkurrenten Wimdu oder 9flats einsteigt? Wir werden sehen.

(Jürgen Vielmeier)

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35,7 Millionen Dollar22.09.11

Das ist die Summe, die Léo Apotheker bekommen könnte, wenn HP ihn als CEO wirklich vor die Tür setzt: bis zu 35,7 Millionen US-Dollar. Das rechnete das “Wall Street Journal” vor. Wie sich die Summe zusammensetzt:

  • 7,2 Millionen Dollar Abfindung, basierend auf zwei Jahresgehältern (2x 1,2 Millionen Dollar) und zwei Jahresboni (2x 2,4 Millionen Dollar)
  • 4,0 Millionen Dollar Wechselbonus
  • 4,6 Millionen Dollar Umzugsgeld, genannt “Bonus”
  • 1,1 Millionen Dollar Gehalt bisher
  • 18,8 Millionen Dollar aus 783.000 Anteilsscheinen, die ihm zustehen

Nicht schlecht für jemanden, der erst elf Monate im Amt ist, den Aktienkurs fast halbiert, ein Kommunikationschaos verursacht hat und die traditionelle PC-Sparte ausgründen will. (weiterlesen…)

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Verloren im Customer Lifetime Value: Mein misslungener Ausflug auf die Dmexco21.09.11

Bitte mal diejenigen von euch aufstehen, die Werbung in ihrer verschiedensten Form vorbehaltlos lieben! Na gut, zumindest einige von euch? Ein bisschen nur? Danke, w&v! Setzen, zwei minus. Der Rest von euch bleibt freiwillig sitzen und liest trotzdem weiter, weil er weiß, dass Werbung zwar selten schön, aber leider doch notwendig ist. Sie finanziert größte Teile der Medienwelt: Radio, Fernsehen, Zeitschriften, Online-Magazine – und manchmal auch Blogs. Schlendert man über die Dmexco in Köln trifft man dennoch wenige, die diesen Kompromiss leben. Hier wird man das Gefühl nicht los, es mit einer Marketingklientel zu tun zu haben, die eine ganz eigene Sprache spricht.

Dies hier sollte ein Beitrag werden, in dem ich mich aufgeschlossen dem Thema Werbung widme, in dem ich beschreibe, wie ich in die kunstvoll gehaltenen Kölner Messehallen fuhr, mich nach neuen Werbeformen umsah, kleine Vermarkter frage, ob sie Blogs vermarkten, große Agenturen löchere, warum sie das nicht tun. Mit meinen Ergebnissen zurück in die Redaktion fahren und die Blogosphäre mit stichhaltigen Informationen ein wenig voranbringen. Aber die Mission schlug leider fehl. Ich fühlte mich wie ein Fremdkörper und verließ das Gelände nach drei Stunden fluchtartig. (weiterlesen…)

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