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Archive for the ‘Geschaeftsidee’

PayPal schraubt die Preise runter, um Micropayment-Entwicklung voranzutreiben16.03.10

Sie an, sieh an. PayPal gibt nun also tatsächlich Gas und versucht aufzuholen, was bisher verpennt worden war. Ich hatte mich ja an anderer Stelle schon kritisch mit der Geschäftspolitik der eBay-Tochter auseinandergesetzt und bemängelt, dass ein wichtiger Trend bisher völlig stiefmütterlich behandelt wurde: Micropayment. Natürlich könnte nun der Einwand kommen, dass das Unternehmen super erfolgreich ist – der Umsatz soll im Jahr 2011 auf über fünf Milliarden Dollar anwachsen – und damit eigentlich alles richtig gemacht wurde. Der Punkt ist aber der: Wenn sich beispielsweise die Zeitungsverleger erst einmal für ein Monetarisierungsmodell entschieden haben, was beflügelt durch die immer stärker wachsende Aufmerksamkeit der Konsumenten für E-Reader vielleicht schon bald der Fall sein könnte, dann werden auch andere Unternehmen einen Teil vom Micropayment-Kuchen abhaben wollen. PayPal wird dann stärker um Anteile kämpfen müssen, als wenn man sich bereits im Vorfeld in diesem Bereich als Platzhirsch etabliert hätte.

Nun hat der Bezahlfreund aber einige Zeichen der Zeit erkannt und widmet sich mit ganzer Kraft der Suche nach einem Weg, um Online-Transaktionen bei Beträgen unter 10 Dollar für Unternehmen günstiger zu gestalten. Bisher ist es so , dass viele Händler die Möglichkeit scheuen, ihren Kunden bei kleinen Beträgen die Bezahl-Option per Kreditkarte anzubieten, weil die dabei anfallenden Gebühren unverhältnismäßig hoch ausfallen und den Profit senken. Hier will PayPal nun ansetzen und die Gebührenstruktur ändern. Anstatt den Händler weiterhin bei jeder Transaktion zur Kasse zu bitten, soll noch in diesem Jahr ein Verfahren eingerichtet werden, bei dem die Kleinstbeträge addiert werden und PayPal erst ab einer bestimmten Summe kassiert.  (weiterlesen…)

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Angriff aus Fernost: Sony erklärt Apple zum Vorbild – und neuen Gegner05.03.10

Ich kann wirklich nicht mehr zählen, wie viele Unternehmen sich Apple und die Produkte aus Cupertino schon als Vorbild genommen haben. Wäre auch gar nicht so schlimm, wenn nicht der Großteil von ihnen versuchen würde, die Geschäftspolitik und Gadgets in einer Art Copy-Cat-Verfahren “neu” zu erfinden. Was natürlich beinhaltet, dass man Apple damit dann auch Konkurrenz machen und am liebsten vom Thron stoßen möchte. In dieser Galerie möchte sich nun offenbar auch Sony seinen Platz sichern.

Der zweitgrößte japanische Elektronikkonzern wird hierzu Insidern zufolge von zwei Seiten angreifen und sowohl dem iPhone als auch dem iPad ein eigenes Produkt entgegenstellen. In einer neuen Palette an tragbaren Geräten soll zum einen ein Smartphone enthalten sein, mit dem der User Videospiele aus dem Internet runterladen und spielen kann. Und zum anderen ein mobiles Eierlegende-Wollmilchsau-Gadget, “das Charakteristiken eines Netbooks, E-Book-Readers und einer mobilen Spiele-Konsole” in sich vereint. (weiterlesen…)

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iPad-Verleger Penguin: Das Geheimrezept sind flexible Preise und Menschenkenntnis03.03.10

Nachdem Steve Jobs das iPad vorgestellt hatte, wurde von vielen Seiten kritisiert, es handele sich um nichts wirklich Neues, sondern lediglich um ein vergrößertes iPhone. Das mag jeder sehen, wie er will. Recht hat aber bekanntlich derjenige, der Erfolg hat und das iPad ist auf dem besten Wege, erfolgreich zu werden. Je mehr Zeit nämlich seit der Veröffentlichung des XXL-Smartphone vergeht, desto stärker kristallisiert sich heraus, dass tatsächlich Bedarf für so ein Gerät besteht. Oder anders ausgedrückt: Der Markt entdeckt den Verwendungszweck des Geräts für sich. Da sind natürlich zum einen die noch zögerlichen Zeitungsverleger, deren Resistanz aber nichts mit dem Gerät zu tun hat. Und zum anderen die Buch-Verlage.

Wer einen Blick auf das Balken-Diagramm unten wirft, dem fällt auf, dass über dem Posten “Bücher” der höchste Balken steht. Er gibt die Anzahl der Bücher wieder, die User im Zeitraum von einem Jahr aus dem App Store auf ihre Smartphones runtergeladen haben. Sie beträgt 26.528 Stück, macht 18 Prozent aller Downloads aus und übersteigt zum ersten Mal die Zahl der im gleichen Zeitraum runtergesogenen Spiele. (Für Details und weitere Angaben besucht die Seite von Mobclix, einem Werbevermarkter für iPhone-Apps, von dem die Grafik stammt.)  (weiterlesen…)

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UMTS-Skype kommt auf Nokia-Smartphones: 200 Millionen VoIP-fähige Handys03.03.10

Bahnt sich da etwa eine Revolution im Mobilfunk-Sektor an? Zur Erinnerung: Gestern gab Sipgate bekannt, dass man iPhone-Besitzern mit regulärem T-Mobile-Vertrag ab sofort eine kostenfreie VoIP-Anwendung zum Download anbietet. Und zwar mit UMTS-Freischaltung. Wie die Mobilfunkanbieter darauf reagieren, allen voran T-Mobile, ist noch nicht bekannt. Meine Anfragen werden noch bearbeitet. Und heute flattert eine gemeinsame Pressemitteilung von Nokia und Skype ins Haus. Kernbotschaft: Skype für Symbian. Vorab die Info, dass ich auch hier nachgehakt habe und eine Antwort noch aussteht. Aber zurück zur Ankündigung des weltgrößten Handy-Herstellers und des VoIP-Anbieters.

Allen Besitzern eines Nokia-Smartphones mit Symbian^1-OS – bald aber auch denen von Symbian-Mobilgeräten anderer Hersteller – steht ab sofort eine Skype-App auf der Unternehmensseite oder im Ovi Store (Nokias Online-Shop) zum kostenlosen Download bereit. Damit können etwa 200 Millionen User nun weltweit Internet-Telefonie betreiben, und zwar sowohl über eine WLAN-Verbindung als auch über GPRS, EDGE oder 3G. Das Skype-Paket enthält unter anderem folgende Features: Kostenlose Anrufe von Skype zu anderen Skype-Nutzern, Senden und Empfangen von Sofortnachrichten, Eingang von Anrufen über die bestehende Online-Nummer, Anzeige der Skype-Kontakte, die online und für einen Anruf oder Sofortnachricht verfügbar sind. Aber wie gesagt, das unter der Bedingung, dass die Telcos hierzulande mitspielen. VoIP über das Mobilfunknetz erlaubt hierzulande bislang nur o2 ohne Aufpreis. (weiterlesen…)

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App ‘Recognizr’: Gesichtserkennung meets Social Media25.02.10

Würde ich heute nach Trends befragt, die in naher Zukunft eine bedeutende Rolle auf Smartphones spielen werden, könnte ich nicht umhin, auch “Augmented Reality” aufzuzählen. Dafür sorgen solche Apps wie “Recognizr” aus dem Hause The Astonishing Tribe, einem schwedischen Unternehmen für Mobile-Software. Richtet der Besitzer die Kamera seines mit der Anwendung bestückten Handys auf das Gesicht einer anderen Person, erhält er sämtliche in Sozialen Netzwerken zu seinem Gegenüber verfügbaren Informationen. “Verfügbar” heißt in diesem Zusammenhang allerdings, dass sie von der Person für den Zugriff durch “Recognizr” freigegeben worden sein müssen.

Das “Augmented Identity” benannte Konzept basiert hauptsächlich auf der Gesichtserkennungssoftware einer anderen schwedischen Firma, nämlich FaceLib von Polar Rose. Diese erstellt ein 3D-Modell des Gesichts einer ausgesuchten Person und schickt die Daten an einen Server. Wird dort eine Übereinstimmung mit einem vorhandenen User-Profil festgestellt, erhält der Smartphone-Besitzer Namen, Telefonnummer, Mail-Adresse und Links zu den Social Networks seines Gegenübers übermittelt, auf denen er oder sie aktiv ist. Diese werden ihm dann als kleine Icons im Display angezeigt. Und so sieht das dann in Feldversuch aus: (weiterlesen…)

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Hybrider Online-Brief: Post druckt Mails aus und verschickt sie24.02.10

Es kommt Bewegung in die Sache. Anfang Februar hatte ich darüber geschrieben, dass die Deutsche Post ihren Kunden bald das Versenden von “Online-Briefen” ermöglichen möchte. Kurz zur Auffrischung: Bei diesem Web 2.0-Pendant der Snail-Mail handelt es sich um ein Zusatzangebot der Post zum normalen Brief, der quasi ins Internet übertragen wird. Der große Vorteil zur E-Mail besteht darin, dass es sich bei dem Online-Brief um ein rechtsverbindliches Dokument handeln wird. Damals hatte ich aber nur über eine Variante des Briefes geschrieben, bei der sowohl dessen Einlieferung als auch die Zustellung auf elektronischem Weg erfolgt.

Nun stellt sich heraus, dass die Post auch eine weitere Variante geplant hat, nämlich den “Hybriden Onlinebrief”. Wer die elektronische Zustellung seines Schreibens nicht wünscht oder diese nicht möglich ist, kann dann umsatteln und den Brief in physischer Form und mittels klassischen Postboten beim Empfänger abliefern lassen. Im Klartext: Über das Onlineportal der Deutschen Post wird der Brief eingeschickt, von dem Unternehmen ausgedruckt, kuvertiert, frankiert und in den Briefkasten geworfen. (weiterlesen…)

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AOL wird hyperlocal: Hunderte Blogs sollen die Käseblätter der Vorstädter ersetzen18.02.10

Nach seinem kleinen Abstecher mit dem AIM ins Social Network-Terrain konzentriert sich AOL nun offenbar wieder auf handfestere Projekte. Internen Informationen zufolge, die dem Silicon Alley Insider über AOL zugeschanzt wurden, plant der Internet-Konzern Weltbewegendes: Er will zum “globalen und lokalen Leader im [...] Produzieren und Ausliefern von qualitativ hochwertigem Content” werden, so die anonymen Quellen. Und wie soll dieses bescheidene Kunststück erreicht werden? AOL-CEO Tim Armstrong will hierfür den Mitte des vergangenen Jahres erworbenen Dienst “Patch” kräftig aufbohren.

Für jene, die Patch nicht kennen: Es handelt sich um eine “Community-spezifische News- und Informations-Plattform”, die von “professionellen Redakteuren, Autoren, Fotografen und Videografen” betrieben wird. Zu Deutsch: Lokalnachrichten deluxe. Der Plan sieht nun vor, das aus derzeit 30 News-Blogs bestehende Netzwerk bis zum Ende dieses Jahres auf “Hunderte” aufzustocken. Ein sicherlich zu großer, deswegen aber nicht unbedingt falscher Schritt in die richtige Richtung. Oder doch?   (weiterlesen…)

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Offline gekauft, online verfolgt: Yahoo setzt auf Kundendaten von Bonuskarten-Anbieter15.02.10

Die meisten von euch wissen sicherlich, wie sogenannte ”Bonusprogramme” à la Payback funktionieren, auch wenn sie sie nicht selbst nutzen: Bei seinem Einkauf in der wahren Welt (oder Warenwelt) bekommt der Kunde eine Art Rabatt in einer bestimmten Höhe auf die Kaufsumme der erworbenen Artikel, der ihm in Form von Punkten gutgeschrieben wird. Ab einer bestimmten Anzahl kann er diese dann gegen Prämien eintauschen. Da aber jeder weiß, dass es in der Welt nichts umsonst gibt und Unternehmen keine Wohlfahrtsvereine sind, gibt es einen Haken an der Sache: Informationen wie Kundennummer der Bonuskarte, Filiale, Datum, Umsatz und gekaufte Produkte werden gespeichert und zu Werbezwecken genutzt.

Dieses System möchte Yahoo nun aus der Offline- in die Online-Welt transferieren, und zwar mit Hilfe des Bonus-Karten-Anbieters Nectar, aber vorläufig nur in Großbritannien. Jeder Nectar-Kunde muss sich per Opt-In aktiv für diese Variante entscheiden und erhält dann künftig bei seinem Besuch von Yahoo-Seiten auf ihn zugeschnittene und auf seinen Käufen in der echten Welt basierende Konsumgüter-Empfehlungen. Smarter Zug des Internetunternehmens? Durchaus. (weiterlesen…)

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Telco-Allianz möchte Apple das Fürchten lehren – was wohl ein frommer Wunsch bleiben dürfte15.02.10

Der Spruch “Lieber spät als nie” mag in vielen Lebenssituationen durchaus seine Berechtigung haben. Dass er aber das richtige Motto für Apples Neider Konkurrenz ist, die ihn sich auf ihre Fahne geschrieben hat und mit der sie nun Richtung Cupertino in die Schlacht zieht – das wage ich zu bezweifeln. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben sich nämlich 24 Telekommunikations-Unternehmen dazu entschlossen, eine Allianz gegen den App-Store und dessen Markt-Dominanz zu gründen. Dies wurde von der Industrievereinigung GSM Association auf dem heute gestarteten Mobile World Congress in Barcelona bekannt gegeben.

Die erste Amtshandlung der “Habt ihr auch so gut geschlafern, na dann ist ja alles klar”-Truppe, zu der unter anderem Giganten wie AT&T, China Mobile, Orange und Vodafone gehören, ist der Versuch, “die Entwickler-Communitys der Mitglieder zu vereinen und einen einzigen, harmonisierten Zugangspunkt zu erschaffen, der den Entwicklern den Beitritt so einfach wie möglich gestaltet”, so ein Sprecher der GSM. Klingt für mich ein wenig nach einer Strategie, die vielleicht in Filmen wie “Herr der Ringe” funktioniert, wo sich alle mit allen verbünden, um den übermächtig scheinenden Gegner zu besiegen. Was dort aber relativ gut funktioniert, dürfte hier vermutlich scheitern. (weiterlesen…)

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Im Sommer kommt der Online-Brief: Deutsche Post will 20 Cent pro E-Einschreiben08.02.10

Ob sich das Sprichwort bewahrheitet und wirklich alles gut wird, was lange währt, wird sich in etwa vier Monaten zeigen. Dann nämlich wird den Angaben der “Wirtschaftswoche” zufolge die Deutsche Post ihren Kunden ihre Version der De-Mail anbieten: den sogenannten “Online-Brief” beziehungsweise “Brief im Internet”. Hierbei handelt es sich um ein Zusatzangebot der Post zum normalen Brief, der quasi ins Internet übertragen wird.

Anders als bei der E-Mail soll es sich beim Online-Brief aber um ein rechtsverbindliches Dokument handeln. Das gute Stück soll etwa 20 Cent kosten (was ein Unternehmenssprecher mir gegenüber aber nicht bestätigen wollte) und sich an alle Kunden richten. Zu vermuten ist aber, dass es vor allem größeren Unternehmen als Alternative zur Snail-Mail schmackhaft gemacht werden soll, die beispielsweise durch Rechnungs- oder Werbeversand ein hohes Briefaufkommen haben. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: ‘Fuck Google’ – Deutsches Street View unter Dauerbeschuss07.02.10

Der Opel mit der Aufschrift “Google” hatte nur kurz vor dem Haus der Kulturen Halt gemacht. Zeit genug für die Jungs von Free Art & Technology Lab (F.A.T.), um unbemerkt einen GPS-Empfänger am Fahrzeug anzubringen und zu verduften. Richtig gehört: durch unsere Hauptstadt rollt diese Tage ein verwanztes Auto der Street View-Flotte. “This will be EPIC”, jubeln die Aktivisten und begleiten das Spektakel im Internet(*). Die Stimmung pendelt irgendwo zwischen Jahrmarkt und Hexenverbrennung. Und mit ihrer Kritik sind sie nicht alleine…

Wieder einmal bläst Google teutonischer Gegenwind entgegen, wieder einmal proben die Eisenfresser aus dem alten Europa den Aufstand. Doch nun kommen die Beschwerden nicht mehr von vereinzelten Datenschützern, sondern von ganz oben – von ministerialer Stelle. Ilse Aigner (CSU), unserer aller Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat sich selbst zur Speerspitze erklärt und will Street View in Deutschland den Todesstoß versetzen: “Die flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre”, hatte sie am Samstag im “Focus”-Interview gepoltert. “Ich wehre mich gegen diese Form der Entblößung. Kein Geheimdienst dieser Welt würde so ungeniert auf Bilderjagd gehen.” Gemeinsam mit dem Innenministerium will sie nun rechtliche Schritte und mögliche Gesetzesänderungen prüfen. Fast zeitgleich tobte der Mob auf den Berliner Straßen, “Fuck you, Google!” hallte es angesichts eines Google-Wagens in den Gassen und mancher zeigte Street View den Hintern (*): (weiterlesen…)

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Ein neues Kaninchen aus Googles Zauberhut: Mit “Store View” virtuell die Läden erkunden05.02.10

Solche Tipps würde ich ja auch gern mal erhalten, um hier mit so exklusiven Google-News aufwarten zu können wie Barry Schwartz. Der Redakteur von Searchengineland wurde von einem Händler in New York angerufen und darauf hingewiesen, dass einige Google-Leutchen seinen Laden aufgesucht hätten, um darin Bilder zu machen. Der gesamte Laden wurde abfotografiert, inklusive der dort angebotenen Produkte. Als Grund nannten sie dem Verkäufer ein neues Google Maps-Produkt: “Google Store Views”.

Was das geben soll, wenn’s fertig ist, dürfte jedem klar sein. Über Google “Street View” läuft der User die virtuelle Straße auf und ab und switcht dann zu “Store View”, wenn er einen Shop auschecken will. Anstatt zukünftig also seinen Hintern von der Couch und aus der Tür schwingen zu müssen, wenn eine Shopping-Tour unternommen werden soll, wird dies mittels PC und Google viel zeit- und kaloriensparmsamer möglich sein. Kann ich mir schon bestens vorstellen, wie im Tupperware-Party-Stil die Grüppchen vor der Glotze hängen… Anbei zwei Screenshots, die der Besitzer des Ladens von den Videoaufnahmen gemacht hat, auf denen die Googlelianer in Aktion zu sehen sind:  (weiterlesen…)

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Was die Verleger und Verlage erwartet, wenn sie Steve Jobs – blind – vertrauen05.02.10

Vor Kurzem lud der Guru zum Mahl, und seine Jünger folgten der Aufforderung. Stolze 50 leitende Angestellte der “New York Times“, unter ihnen auch ihr Herausgeber Arthur Sulzberger, trafen sich mit Steve Jobs, um über einen möglichen Deal zu verhandeln. Während der Apple-Hauptmann der Runde das iPad vorstellte, wurden Möglichkeiten und Konditionen einer digitalen Strategie der “Times” besprochen. Darunter auch das von Jobs offerierte exklusive Erscheinen der Online-Ausgabe der Zeitung auf dem Apple-Tablet, das von den “Times”-Verantwortlichen aufmerksam, aber sehr kritisch und zurückhaltend aufgenommen wurde. Soweit zumindest das Gerücht, das das New York Magazine am gestrigen Donnerstag veröffentlichte.

Ob die Geschichte nun stimmt oder nicht, spielt in meinem Zusammenhang nur eine untergeordnete Rolle. Sie dient mir nämlich nur dem Zweck, zwei Aspekte zu veranschaulichen, die sich an anderer Stelle schon bewahrheitet haben: 1. Steve Jobs möchte sein iPad zum Maß aller Dinge, zum Markt-Standard der E-Reader machen. Dazu schmiedet er Allianzen, wo es nur geht. Das ist sein gutes Recht, vor allem in der freien Marktwirtschaft. 2. Die Zeitungsverleger, im obigen Beispiel in Person von Sulzberger, scheuen einen exklusiven Deal mit Apple, obwohl der Druck auf sie wächst, für sich profitable und für die Leser akzeptable Paid-Content-Angebote zu erstellen. Und das aus einem guten Grund! (weiterlesen…)

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Mit Tweetz.tv hat die Suche nach Videos auf Twitter ein Ende03.02.10

Bei meinem nächtlichen Streifzug durch das Twitterverse bin ich gestern über einen Web-Dienste gestolpert, den ich sehr übersichtlich, einfach und nützlich finde: Tweetz.tv. Besonders diejenigen unter euch, die Twitter sehr oft und gerne nutzen (aber natürlich auch die sporadischen User), werden ihre Freude an ihm haben. Was der Dienst nämlich bietet, ist eine Playlist mit allen auf Twitter erwähnten YouTube-Videos (Vimeo und Dailymotion sollen bald folgen).

Diese werden auf drei verschiedenen Kanälen angezeigt: Auf MyTV sieht man diejenigen Videos, die von Personen gepostet wurden, denen man auf dem Microblogging-Dienst selbst folgt. Je nachdem, wie hoch die Zahl ist, können interessante Links schon mal schnell aus den Augen verloren werden. Zumindest in Bezug auf Video-Links kann Tweet.tv da nun Abhilfe schaffen. Auf Public.tv werden alle Videos präsentiert, die in der “Public Timeline” auf Twitter auftauchen. Dies ist meiner Meinung nach der interessanteste der drei Kanäle, weil er es erlaubt, neue Trends und potenzielle Virals möglichst früh zu entdecken. Ähnlich der neuen Retweet-Funktion auf Twitter, wo man an der Zahl der Retweets ablesen kann, welches Thema gerade an Fahrt aufnimmt. Für sogenannte “Early Adopter” und Trendsetter also mit Sicherheit eine gute Sache. (weiterlesen…)

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YouMe: Verrücktes Spiel oder bescheuerte Idee?29.01.10

YouMe

Die Kreativität einiger Menschen trägt manchmal seltsame Blüten. Mitte dieser Woche hat das Unternehmen DomsNetwork den Online-Service YouMe gelauncht. Das verrückte an ihm ist, dass es sich um eine Art Spiel handelt, das in der Realwelt in Echtzeit gespielt und bei dem den Mitgliedern die Möglichkeit geboten wird, andere Personen per Telefon für seine Zwecke zu benutzen, das heißt mit Aufgaben zu betrauen.  

Das Prinzip des Spiels ist schnell erklärt: Es gibt zwei Arten von Mitspielern, die “You’s” und die “Me’s”. Letztgenannte sind mit einem Live-Streaming-Video-und-Audio-Rekorder sowie einem Mobiltelefon ausgestattet. Über dieses bekommen sie vom Erstgenannten Aufgaben gestellt, die sie annehmen oder ablehnen können. Erklärt sich ein “Me” bereit, eine Aufgabe auszuführen, erhält es Geld dafür. Und zwar einen prozentualen Anteil dessen, was das “You” für die Erledigung der Aufgabe zu zahlen bereit ist – den Rest streicht YouMe ein. Mehr Kohle wird fällig, wenn ein “You” Zugang zu der Videothek mit den Aufnahmen der Streams wünscht.  (weiterlesen…)

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