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Archive for the ‘Geschaeftsidee’

Female Content is King: AOL reißt sich Heidi Klum und die Frauen des Webs unter den Nagel27.01.11

Seit der Trennung von Time Warner Ende 2009 bewegt sich bei AOL wieder etwas. Der Internet-Veteran hat sich von Geschäftseinheiten wie ICQ getrennt und dafür massiv in Content investiert. Neu ist jetzt eine Partnerschaft mit Model und TV-Produzentin Heidi Klum. Klum und die Produktionsfirma Full Picture Entertainment werden Video-Beiträge, Artikel, Blogs und Bildergalerien zur Verfügung stellen. Themen sollen Mode, Schönheit, junge Familien, Kunst, Partnerschaft und Lifestyle sein. Losgehen soll es in wenigen Monaten.

Jetzt werdet ihr die nicht ganz unberechtigte Frage stellen, was – um alles in der Welt – das euch als männliche Singles interessiert, die ihr die Hauptleserschaft dieses Blogs darstellt. Nun, ihr sollt wissen, wohin es mit AOL geht. AOL-Chef Tim Armstrong hat nämlich nichts weniger vor, als AOL zur ersten Anlaufstelle für Frauen im Web zu machen. Eine Kampfansage an das Mode- und Entertainmentnetzwerk Glam. Und auch nur der Teil einer ausgeklügelten Strategie. Die kürzlich bekannt gegebene Kooperation mit Endemol geht in eine ähnliche Richtung. (weiterlesen …)

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Online-Banking: Wann wird Überweisen so einfach wie Mailen?24.01.11

Lasst uns über Geld sprechen. Neulich meldete sich ein Bekannter per E-Mail, dem ich noch 20 Euro schuldete: Er brauche das Geld dringend wieder. Kein Problem, antwortete ich, im Prinzip. Das Geld hatte ich sogar da. Das Problem war nur, dass der besagte Bekannte etwa zehn Kilometer von mir entfernt in einem Bonner Vorort wohnt, der ohne Auto schlecht zu erreichen ist. Ich hätte mich also bei Schneeglätte und Minusgraden mit dem Fahrrad auf eine waghalsige Abenteuerfahrt begeben oder zwei Stunden lang mit diversen Bussen dorthin fahren können. Ginge das per Mail, hätte ich ihm das Geld eben schnell rüberschicken können. Aber Online-Banking ist nun einmal nicht so einfach wie E-Mail.

Warum eigentlich nicht?

Denn vergleicht man die Institutionen Bank und Post einmal miteinander, zeigen sich deutliche Parallelen: Beide lagen einst maßgeblich in Papierform vor und wurden nach und nach elektronisiert. Beide verlangen ein hohes Maß an Diskretion und Vertraulichkeit, in beiden Fällen geben wir die Beförderung und Aufbewahrung in die Hände eines Dritten. Bei beiden wandern Informationen über eine meist große Distanz und zahlreiche Knotenpunkte von einer Partei zu anderen. Unsere Post erhalten wir heute überwiegend elektronisch und drucken höchstens wichtige Nachrichten auf Papier aus. Vergleichbar mit dem Ausdrucken einer E-Mail ist das Abheben von Geld am Bankautomaten: Geld liegt auf unserem Konto nur virtuell als elektronische Ziffer vor. Es materialisiert sich erst, wenn wir es am Geldautomaten abheben.  (weiterlesen …)

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Wenn ihr etwas ändern wollt, fangt an zu träumen20.01.11


Was machst du da? Träumst du? Zurück an die Arbeit, aber flott! Träumen ist hierzulande nicht sehr populär; Ärmelhochkrempeln und Schaffen wird höher geschätzt. Dabei wird oft vergessen, dass Schaffen und im Geiste Erschaffen zusammen gehören. Wer ohne Vision arbeitet, leistet schlechte Arbeit, weil er gar nicht weiß, wofür er sich eigentlich einsetzt. Vielen Unternehmenschefs ist das egal: hauptsache die Leute schaffen viel, denken nicht nach und kosten fast nichts.

Auf der anderen Seite scheint die Werbeindustrie den Slogan “Träume, die wahr werden” derart fest für sich gepachtet zu haben, dass man aufgehört hat, über ihn nachzudenken. Dabei wäre es doch das beste Erfolgsrezept, seine Träume wahr werden zu lassen. Der Gedanke auf die Technik übertragen: Träumen, die Wünsche formulieren und dann davon umsetzen, was möglich ist. Und vielleicht sogar mehr. (weiterlesen …)

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Facebooks E-Commerce-Strategie: Mit großen Schritten zum Online Shopping Outlet20.12.10

Es dürfte sich mittlerweile wohl herumgesprochen haben, dass Facebook nicht nur ein Social Network ist, das seinen Usern den gegenseitigen Austausch durch das Posten von Nachrichten, Bildern und Videos erlaubt. Mark Zuckerberg trimmt sein Baby immer mehr zu einer Plattform, auf der Unternehmen verschiedenster Couleur Business treiben können – und sollen. Neben der Möglichkeit, das sehr erfolgreiche “Selbstbedienungs-Werbesystem” zu nutzen, sollen die Unternehmen künftig noch stärker dazu angehalten werden, eigene Facebook-Seiten zu erstellen. Sowohl das kleine Start-Up wie auch der Global Player sollen auf ihnen ihre Waren anbieten und damit dabei helfen, Facebook möglichst schnell zu einem Online Shopping Outlet heranwachsen zu lassen.

Offenbar wurde hierzu nicht nur ganz frisch eine neue “Commerce Partnership Gruppe” bei Facebook eingerichtet, die vom “Business Development“-Chef David Fisch geleitet wird. Zuckerberg und seine Gefolgschaft haben sich zudem im vergangenen Monat mit mehr als 20 Unternehmen getroffen. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen – was ich zu diesem Zeitpunkt kaum anzweifeln mag – und die Facebook Pages in naher Zukunft tatsächlich um E-Commerce-Features erweitert werden, dann wäre dies nicht nur ein extrem erfolgversprechendes Monetarisierungskonzept. Es würde gleichzeitig auch die Werbeeinnahmen in die Höhe schnellen lassen, da davon auszugehen ist, dass die Verweildauer der User auf der Plattform nochmals gesteigert werden könnte. Und das neue Angebot sicherlich auch noch mehr User anziehen würde. (weiterlesen …)

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Mobil-Tarif mit grenzenlosem Datenvolumen: Mobilfunkbetreiber in UK mischt Konkurrenz auf15.12.10

Ihr erinnert euch vielleicht noch an meinen Bericht über AT&T und die Pläne des US-Telcos, die Flatrates für mobiles Surfen abzuschaffen und durch Volumentarife zu ersetzen. Es wurden von euch seinerzeit in den Kommentaren einige Gründe genannt, warum so ein Plan – zumindest hierzulande – zum Scheitern verurteilt wäre. Einen weiteren präsentiert seit dem heutigen Mittwoch der britische Telekommunikationskonzern mit dem leicht zu merkenden Namen 3.

Während nämlich die örtliche Konkurrenz ihre Kunden monatlich für die gewählte Bandbreite und das verbrauchte Download-Volumen zur Kasse bittet, bietet der viertgrößte Mobilfunkbetreiber in UK ab sofort Tarife mit unbeschränktem Datenverbrauch an. Die Strategie ist simpel: Wenn alle Anbieter darüber lamentieren, dass die Netze ausgelastet sind, kein Geld für deren Ausbau zur Verfügung steht und die Kunden deswegen in die Tasche greifen sollen – schwimmt 3 gegen den Strom. Davon erhofft man sich natürlich einen enormen Zuwachs an Kunden und ich bin geneigt zu glauben, dass diese Rechung auch aufgehen könnte. (weiterlesen …)

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Bitly News: Hacker News-Klon liefert die Top-Twitter-Nachrichten, sozusagen03.12.10

Falls ihr euch fragt, ob auf dem Teaser-Bild die charakteristische Orange-Farbe vom “Header-Balken” der Hacker-News abgeblättert ist, dann kann ich euch beruhigen. Die ist noch da. Was ihr oben seht, ist nämlich nicht die von Paul Graham gegründete Social News Site, sondern ein Angebot von Bitly-News. Und um auch gleich der nächsten Verwechslungsgefahr vorzubeugen: Der URL-Shortener-Dienst bit.ly hat mit dem Projekt nur insofern zu tun, als dass er über eine API als Content-Lieferant dient.

Was also versteckt sich hinter Bitly News? Im Grunde nichts anderes, als die Auflistung der am häufigsten auf Twitter angeklickten, mit bit.ly verkürzten Links. Das war es schon – was leider zugleich die größte Schwachstelle des von Jeff Miller erschaffenen Aggregators ist. Im Gegensatz zu seinem Vorbild Hacker-News, bei dem es eine thematische Filterung der Nachrichten gibt, die in erster Linie für Entwickler bestimmt sind, fehlt dem Klon jegliche Kategorisierung. So kann der User hier denn auch von einem Beitrag über die britische Fernsehserie “Coronation Street” über einen Artikel zu England als Austragungsaspirant der Fußball-Weltmeisterschaft bis zur Wikileaks-Startseite hüpfen.    (weiterlesen …)

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Microsoft im Vorwärtsgang: 2,5 Mio verkaufte ‘Kinect’, Comeback in TV-Bereich in Planung30.11.10

Quo vadis, Microsoft? Nach vielen Rückschlägen in der Vergangenheit, markierte der Launch von Windows 7, begleitet von hohen Verkaufszahlen des Betriebssystems und extrem positiver Kunden-Resonanz, für einige Beobachter so etwas wie einen Wendepunkt. Doch dann folgte das unsanfte Erwachen durch das totale Desaster mit dem KIN-Social Phone. Es wurde in Redmond aber nicht aufgesteckt und mit dem Windows Phone 7 und Kinect wollte der Software-Riese weiter auf Erfolgskurs bleiben. Vor allem mit der Bewegungssteuerung für die Xbox 360 scheint das zu gelingen. Wie Microsoft aktuell bekannt gibt, wurden innerhalb von 25 Tagen 2,5 Millionen Exemplare unters Volk gebracht, selbst gestecktes Ziel sind 5 Millionen bis Ende des Jahres. Abgesehen von der innovativen Technik und dem “Black Friday” dürfte sich der Umstand nicht unerheblich auf die Verkaufszahlen ausgewirkt haben, dass Microsoft zwar noch nicht allen gut  gemeinten Ratschlägen folgt, offenbar aber ein offeneres Ohr für die eigene Community hat als früher – aus welchen Gründen auch immer.

Während sich Microsoft mit Kinect also augenscheinlich auf dem richtigen Weg befindet, könnte der Konzern mit einem anderen Projekt wieder auf die Nase fallen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am gestrigen Montag berichtete, plant man in Redmond nämlich den (Wieder-)Einstieg ins Fernsehgeschäft. Ob das nun eine Folge der ansatzweise stattfindenden Orientierung an der Konkurrenz ist oder eine von Google TV und Apple TV im Kern unbeeinflusste, eigene Entscheidung für einen vermeintlich zukunftsträchtigen Markt, weiß ich nicht. Fest steht aber, dass der Software-Gigant in der Vergangenheit mit den Produkten, die die Abteilung Microsoft TV hervorgebracht hat, gleich mehrmals baden gegangen ist. Nun soll aber ein Bezahl-Modell für die Xbox endlich den erhofften Erfolg bringen. (weiterlesen …)

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Lies meine Rechte: Mit beschrifteter Unterwäsche gegen Nacktscanner26.11.10

Ich finde es immer wieder spannend mitzuverfolgen, in welch kreativer Form sich – friedlicher – Protest gegen unliebsame, oktroyierte Dinge manchmal manifestiert. Nehmen wir das aktuelle Beispiel “Nacktscanner”. Es liegt in der Natur dieser Sache, dass sie uns zwar nicht unter, aber doch bis zur Haut geht. Und wir vor den Sicherheitsbeamten am Flughafen einen ungewollten Strip hinlegen müssen. Im Januar dieses Jahres hatte sich ein von der Piraten Partei initiierter “Flashmob” daher beispielsweise das Ziel gesetzt, der Scan-Kontrolle zuvorzukommen und sich deswegen vorher schon halb nackig gemacht (Video nachfolgend).

Die beiden US-Amerikaner Tim Geoghegan und Matthew Ryan haben eine andere Idee, wie sie gegen die Körperscanner protestieren könnten. Oder um es etwas weniger blauäugig auszudrücken: wie sie den “Hype” nutzen und daraus für sich Publicity und Profit rausschlagen könnten. Es kam ihnen die zugegebenermaßen nicht ganz uninspirierte Idee, spezielle Unterwäsche herzustellen. Auf ihr ist das “Fourth Amendment” abgedruckt, der vierte Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der das Recht auf Schutz des amerikanischen Bürgers vor staatlichen Übergriffen enthält. Nun ist das für sich genommen schon nicht schlecht, wird aber dadurch noch besser, dass sie für den Druck Tinte benutzten, die kleinste Metall-Partikel enthält. (weiterlesen …)

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Twitter: Internet-Phänomen ohne eindeutige Identität25.11.10

Ich werde aus Twitter in letzter Zeit nicht so recht schlau. Entweder Biz Stone und die anderen Jungs drückt gehörig der Finanz-Schuh. Was aber in Anbetracht der Tatsache, dass man sich in Bälde ein hübsches neues Rechenzentrum in Salt Lake City genehmigen und nach Europa expandieren will und zuletzt angeblich eine neue Investitionsrunde abgeschlossen hat, eher unwahrscheinlich anmutet. Oder das Unternehmen leidet an einer Art Identitätskrise. Hier ist in stark verkürzter Form, was ich damit meine.

Seit geraumer Zeit versuchen die Verantwortlichen des Mikroblogging-Dienstes der Plattform ein eigenes Gesicht zu verleihen. Dafür wandelte man zunächst den Slogan “Was machst du gerade?” um in ein “Was sagen andere über…?” und zielte damit darauf ab, “erwachsener” zu werden. Also weg von den belanglosen Tweets, über die sich seinerzeit schon der ebenso vorurteilsbehaftete wie planlose JBK so populistisch ausgelassen hatte. Und hin zu substantielleren Postings. Das wurde teils durch Twitter-PR und teils durch die User der Plattform geschafft, indem auf die besonderen Möglichkeiten des Dienstes hingewiesen wurde. Etwa, ganz einfach und schnell Links miteinander austauschen, News verbreiten oder gar im Bürgerjournalismus-Stil (Beispiele im ersten Absatz) selbst produzieren zu können. Einige sahen darin den Ersatz für ein eigenes Blog, andere eine neue Nachrichten-Plattform. (weiterlesen …)

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Blekko: Neue Suchmaschine sagt mit ‘Slashtags’ und User-Hilfe Spam den Kampf an02.11.10

Drei Jahre Entwicklungszeit, 24 Millionen US-Dollar Risiko-Kapital und seit vergangenem Sonntag nun in der offenen Beta-Phase: Blekko. Eine neue Suchmaschine, die nach mehr oder minder erfolgreichen Vorgängern der neue Google-Schreck werden soll. Gelingen soll das Kunststück CEO Rich Skrenta zufolge durch den Einsatz sogenannter Slashtags. Mittels dieser Schrägstriche werden ”nur die Seiten gesucht, die man will und Spam-Seiten herausgefiltert”, und zwar indem ihnen bestimmte Begriffe nachgestellt werden, die den Pool an Ergebnisseiten zu einem bestimmten Suchbegriff eingrenzen.

Wer beispielsweise “soccer /humor” (die Suchmaschine spricht bisher nur Englisch) als Suchbegriff eingibt, soll alle Seiten angezeigt bekommen, die auf irgendeine Art und Weise Fußball in einem lustigen Kontext zeigen. Ergänzt man die Suchanfrage zusätzlich noch durch “/date”, werden die Ergebnisse zudem chronologisch sortiert, angefangen beim aktuellsten Treffer. Klingt alles sehr verheißungsvoll, funktioniert in der Praxis aber augenscheinlich noch nicht einwandfrei. Bevor ich euch aber meine Ergebnisse eines knappen Praxistests präsentiere, schaut euch erst das Demo-Video an, das Blekko in Aktion zeigt: (weiterlesen …)

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Basic Flashback: AOL kauft sich zurück ins Geschehen17.10.10

AOL waren einst die Guten. Sie wurden dann die Nervigen und bald darauf die Überflüssigen. Weil sie noch gute Kontakte zu Privatinvestoren haben, kaufen sie sich jetzt zurück ins Geschäft. Was schade ist, denn die Weichen, die sie stellen wollen, führen eher zurück in die Vergangenheit als in die Zukunft.

Seit AOL im Dezember vergangenen Jahres aus dem achtjährigen, erfolglosen Joint Venture mit Time Warner ausgestiegen ist, scheint sich wieder etwas zu bewegen: mit Übernahmen will AOL wieder an Bedeutung gewinnen, Content soll König werden. Der Kauf des Techblogs Techcrunch für einen Preis zwischen 25 und 40 Millionen US-Dollar war dabei noch eine eher kleine Übernahme. In dieser Woche wurde AOL Interesse an einem wirklich großen Fang der Internetbranche nachgesagt: Yahoo. Die Übernahme der Internetplattform, die zwar jeder kennt aber niemand braucht, würde AOL zusammen mit Privatinvestoren stemmen. Anders wäre das auch gar nicht möglich. (weiterlesen …)

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‘Augmented Reality’-Apps für Kaufhäuser: Super Idee – die hierzulande niemand umsetzt11.10.10

Die Entwickler von Augmented Reality(AR)-Apps haben sehr schnell begriffen, welchen Nutzen diese kleinen Programme den Besitzern von Smartphones im Alltag erfüllen könnten. Und so gab es denn auch in der Vergangenheit bereits eine Vielzahl von brauchbaren Entwicklungen. Allerdings haben sie alle einen Schönheitsfehler gemeinsam: sie nutzen das sogenannte Global Positioning System (GPS) zur Bestimmung des Standortes. Die GPS-Sensoren der Phones sind aber noch nicht komplett ausgereift und lassen sich durch Störquellen mal mehr mal weniger stark beeinflussen, was in einer ungenauen Bestimmung des Standortes resultiert. Hinzu kommt, dass sie innerhalb von Gebäuden in aller Regel nicht funktionieren. Skyhook hat dieses Problem schon früh erkannt und auf die Entwicklung des Wi-Fi Positioning System (WPS) gesetzt, und es gibt Entwickler wie acrossair, deren AR-Apps auch “drinnen” gute Ergebnisse erzielen.

Nun scheint sich in den USA aber ein Trend zu echten “Indoor Mapping Services” zu entwickeln. AR-Anwendungen also, die speziell auf Kaufhäuser, Messen oder Flughäfen zugeschnitten sind – und ohne GPS oder WLAN arbeiten. Anhand eines Bauplans (der beispielsweise vom Betreiber einer Mall zur Verfügung gestellt wird oder frei zugänglich ist) und mittels Turn-by-Turn-Navigation sollen die User schnell das finden können, was sie suchen. Das kann im banalsten Fall die Toilette, Rolltreppe oder der Fahrstuhl, sich dann aber auch auf ein bestimmtes Produkt, einen speziellen Anbieter oder die Notausgängen erstrecken. Zu den Start-Ups, die solche Lösungen bereits für iPhones und Android-Smartphones anbieten, gehören PointInside, FastMall and Micello. (weiterlesen …)

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Nokia am Scheideweg: Bleibt MeeGo, kommt Windows Phone 7 oder siegt Android?06.10.10

Bei Nokia tut sich was, nicht nur in Bezug auf neue Smartphone-Modelle. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen steht auch vor einem internen Umbruch, der Auswirkungen auf die Firmenpolitik und -Ausrichtung haben wird. Und das soll auch so sein, immerhin hatten die Verantwortlichen des Unternehmens den Kurswechsel ja selbst propagiert. Zumindest jene, die noch an Bord sind – womit wir auch gleich beim Thema wären.

Vor Kurzem wurde Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo geschasst. Ihm wurde  vorgeworfen, maßgeblich für die Erfolglosigkeit des Konzerns auf dem Smartphone-Markt zu sein, vor allem im direkten Vergleich mit Apple und Research in Motion. Nur drei Tage später räumte auch sein Stellvertreter und bis dahin Chef der Smartphone- und Servicesparte, Anssi Vanjoki, seinen Stuhl. Warum? Angeblich weil er fühlte, dass “die Zeit reif ist für neue Herausforderungen”. Könnte natürlich auch damit zusammengehangen haben, dass er als Kandidat für den Spitzenjob übergangen wurde. Oder schlimmer noch: Stephen Elop als Chef vor die Nase gesetzt bekommen sollte. Dieser wurde nun augenscheinlich auch für Ari Jaaksi zum Karriere-Beender bei Nokia, wo er für die Entwicklung des neuen Mobilfunk-Betriebssystems MeeGo zuständig war. Stellt sich nun die Frage, warum Elop sich der hochrangigen Manager entledigt oder sie vor ihm flüchten? Es könnte an seiner Herkunft liegen.  (weiterlesen …)

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Mobile Games for free: GetJar will mit Gratisangebot den App-Markt revolutionieren05.10.10

Die Betreiber des – nach dem Apple-Pendant – zweitgrößten App Stores der Welt, GetJar, verdienen ihre Brötchen normalerweise damit, dass sie für die angebotenen Mini-Programme Geld verlangen oder aber Werbung in sie integrieren. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Sie bieten die knapp 750.000 Anwendungen sowohl für Feature- als auch Smartphones an und unterstützen zugleich alle größeren mobilen Betriebssysteme. Bisher liefen die Geschäfte offenbar nicht schlecht, auf der Seite rühmt man sich mit bis dato insgesamt über einer Milliarde Downloads und 100 Millionen heruntergeladenen Apps pro Monat. Nun drückt aber wohl doch der Schuh und so kamen die Verantwortlichen auf eine interessante, zugleich aber wirtschaftlich gesehen sehr riskante Idee.

Sie haben heute das Projekt “GetJar+” gestartet. Das Konzept dahinter sieht vor, dass sich alle Nutzer weltweit ab sofort ausgesuchte Premium-Games in einem Zeitraum von jeweils zwei Wochen völlig kostenfrei runterladen können. Dazu bedarf es keiner Registrierung, die Spiele enthalten keine Werbung, es wird kein Vertrag abgeschlossen, keine versteckten Kosten fallen an. Nix. Randnotiz: Sollte jemand von euch das Angebot in Anspruch nehmen und Fallstricke entdecken, dann bitte in den Kommentaren darauf hinweisen. Den Anfang machen vier ältere Spiele des Anbieters GLU: “Brain Genius 2″, “Stranded: Mysteries of Time”, “Build-a-lot” und “Race Driver Grid”. Sie sind auf der Startseite im “Recommends”-Fenster zu finden (siehe Teaser-Bild).

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Privatsphäre: Firma scannt Online-Aktivitäten von Bewerbern und gibt Einstellungstips30.09.10

Google-Chef Eric Schmidt hatte im August mit einer Bemerkung zur Privatsphäre im Internet für Furore gesorgt. Damals hatte er vorausgesagt, es werde zukünftig normal sein, mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben seinen Namen zu ändern. Denn nur auf diese Weise könne verhindert werden, mit den kompromittierenden Fotos aus der Vergangenheit weiterhin konfrontiert zu werden. Mittlerweile sagt Schmidt zwar, seine Bemerkung sei nur ein Scherz gewesen. Aber das dahinter stehende Problem, dass die Gesellschaft nicht auf die Auswirkungen des aktuellen technischen Fortschritts vorbereitet ist, existiert wirklich.

Facebook und andere soziale Plattformen sind für viele Nutzer ein Ort, an dem sie Spaß haben und sich mit Freunden austauschen. Weil die Netzwerke also Teil der Freizeitgestaltung sind, machen sich viele User auch wenig Gedanken darum, welche Folgen ihre Onlineaktivitäten für sie im wirklichen Leben haben können.  Auch wenn immer wieder darüber berichtet wird. Die amerikanische Firma „Social Intelligence“ wirbt nun ganz offen damit, dass sie aufgrund der Internetaktivitäten von Bewerbern und Mitarbeitern in der Lage ist, ein persönliches Profil zu erstellen. Aufgrund der Ergebnisse können die Unternehmen dann entscheiden, ob sie die analysierten Personen halten oder einstellen wollen. (weiterlesen …)

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