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Archive for the ‘Startups’

Evernote Hello: Privatnetzwerk statt Social Network [Update]08.12.11

Updates unten.

Evernote, das “virtuelle Gedächtnis”, hat auf der Konferenz Le Web 2011 in Paris zwei neue Apps vorgestellt: Evernote Hello und Evernote Food. Um den Disclaimer gleich vorweg zu nehmen: Evernote hat mich zur Le Web eingeladen und übernimmt die Reisekosten. Da fand ich es angebracht, zumindest ein paar Sätze dazu zu schreiben, zumal ich gestern ein Gespräch mit Gründer Phil Libin führte.

Allerdings muss ich ganz klar sagen: Zumindest Evernote Food entlockt mir ein Achselzucken. Eine App, mit der man nur Essen oder Bilder rund ums Essen machen und in seinem virtuellen Gedächtnis speichern soll… Hätte es da nicht auch ein eigener Ordner in der Evernote-Hauptanwendung getan? Zumal Sinn und Oberfläche der App mich an Foodspotting und Instagram erinnern. Besser gefällt mir Evernote Hello. (weiterlesen…)

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Paris, Paris, Le Web, Le Web: Klassentreffen der Web-Besessenen08.12.11


Paris ist nicht gerade als Internethauptstadt bekannt. Vielleicht symptomatisch, dass mein Taxifahrer noch nie etwas von einer “Le Web” gehört hatte und mich am falschen Gebäude aussteigen lässt. Das hier solle ein Konferenzzentrum sein, frage ich skeptisch? “Der Hintereingang!”, kommt es schnippisch zurück. Es nicht besser wissend, schlage ich mich über einen Parkplatz in ein flaches Bürogebäude im Stile einer Berufsschule der 70er Jahre, wo sogleich aus einer Menschentraube heraus eine adrette, junge Frau auf mich zusteuert. Ob ich zum Casting da sei, fragt sie. Stephane Bernard (so zumindest klang der Name) warte schon.

Im Nachhinein bereue ich es ein wenig, dass ich abgewunken und die Dame statt dessen nach dem Weg gefragt habe. Wäre mit wenig Glück ein interessanterer Nachmittag geworden. Aber ich wollte zur Le Web 2011, Europas größter Internetkonferenz, wo Google-Chairman Eric Schmidt nur wenige Minuten später etwas zur Zukunft des Internets sagen würde. Und nicht nur er: Die Le Web ist das El Dorado für Startups und Internetunternehmen. Viele stellten neue Produkte vor, andere einfach sich selbst und wieder andere heben ab. Tag 1 auf einem Kongress im Norden von Paris, bei dem sich die Webgründer zu einer Art Klassentreffen einfinden – und dabei hoffen, dass irgendwer die Probleme der Welt da draußen schon lösen wird. (weiterlesen…)

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Google Plus-tert YouTube auf: Neues Design soll die Videoplattform sozialer machen02.12.11

“Social” ist nicht nur zum Modewort geworden, es klingt mittlerweile fast wie eine Bedrohung: Nach dem Reader, Google Mail und der Google-Suche hat Google nun auch YouTube ein neues Design verpasst. Für den Reader hat das Nachteile bedeutet, und für YouTube?

Kaum, denn viel hat sich nicht geändert. Auf der Video-Einzelseite auf den ersten Blick sogar sehr wenig. Im Videofenster gibt es jetzt andere Symbole, mit denen man zwischen kleiner Darstellung, großer Ansicht und Vollbild hin- und herschalten kann. Die Abo-Möglichkeit eines Kanals ist jetzt deutlich präsenter oberhalb des Videos zu sehen. Intuitiver zugänglich sind die bereits vor kurzem neu vorgestellten Statistiken, die man mit einem Klick auf das Statistik-Symbol unterhalb des Videos aufklappen kann. Ansonsten hat sich vor allem die Startseite verändert. (weiterlesen…)

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Napster stirbt, ein großes Bisschen02.12.11


Für Fans der Marke Napster sieht das in der Tat nicht gut aus: Nachdem Rhapsody den Pionier der digitalen Musik vom letzten Besitzer BestBuy gekauft hat, dürfte der Name in Kürze verschwinden. Rhapsody legt die beiden Dienste zumindest jetzt zusammen. Besucher der Napster.com-Website werden darauf hingewiesen, dass Napster jetzt zu Rhapsody gehöre. Wer es testen oder Kunde werden will, wird beim Klick auf “Try it free” auf die Rhapsody-Website weitergeleitet, wo von Napster keine Rede mehr ist. Auf der Napster.com-Website ist das Logo nun an den Rand gedrängt und nur noch klein zu sehen. Der Fokus liegt auf Rhapsody.

Der Verkauf war bereits Anfang Oktober über die Bühne gegangen. BestBuy hatte einen Minderheitsanteil an Rhapsody erworben, der Musikdienst dafür alle Kundendaten und Liquiditäten von Napster übernommen und versprochen, sie bis Ende November zu integrieren. Gesagt, getan. Zwei Marken waren Rhapsody wohl zu viel des Guten und den eigenen Namen mal eben schnell beerdigen, wollte man wohl auch nicht. Also trifft es Napster. Es klingt nicht gerade nach der besten Lösung für eine so bekannte Marke, auch wenn ihr mehr als zehn Jahre nach dem Start noch immer das Stigma Illegalität anhaftet. In Deutschland ist von dem Anbieterwechsel noch nichts zu sehen wird die Marke vorerst erhalten bleiben, Rhapsody ist hier noch nicht auf dem Markt. Und Napster wirbt munter weiter für die 15 Millionen Songs im Abo als einer der ersten auf dem Markt vor Konkurrenten wie Sony, Simfy, Juke und in Kürze wohl Spotify.

(Jürgen Vielmeier)

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Beutet die Spielebranche ihre Mitarbeiter aus oder wollte EA Zynga den Börsengang madig machen?01.12.11

Im Dealbook der “New York Times” erschien am Sonntag ein interessanter Artikel. Wahre Horrorgeschichten über den Social-Games-Anbieter Zynga finden sich darin: Ausgebrannte Mitarbeiter, die in Tränen ausbrächen, eine lange Liste von Mitarbeitern, die sich über nie endende Arbeitstage beschwerten und Wutanfälle von CEO Mark Pincus.

Der Artikel enthält allerdings auch einige merkwürdige Zitate von Angestellten des Zynga-Konkurrenten Electronic Arts (EA). So sagte etwa EAs Personalchefin Gabrielle Toledano: “Ich erwarte, dass eine Menge Game- und Technikunternehmen Zyngas Talente anheuern werden”, sobald die Warteperiode nach dem Börsengang zuende sei. “Mitbewerber werden den Vorteil nutzen, dass sie verlockendere Möglichkeiten für kreative Menschen anbieten.” Mitbewerber wie EA? (weiterlesen…)

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Aus Pinterest mach Pinspire mach LikedBy: Neuer Coup der Startup-Klonfabriken29.11.11


Neues Rocket-Internet-Projekt Pinspire

Sogar das Blog Deutsche Startups nennt es, so kritisch wie möglich, eine “lupenreine Kopie”, obwohl es von der gleichen Firma mitfinanziert wird: Rocket Internet, der Inkubator der Samwer-Brüder, hat mit Pinspire ein neues Projekt aus dem Boden gestampft. Kreativste Einzelleitung dabei dürfte gewesen sein, den Schriftzug im Kopf der Seite auszutauschen. Idee und Raster sind bis auf marginale Änderungen am Design eins zu eins vom Original Pinterest übernommen.

Was soll ich jetzt tun? Das gut finden, weil die Samwer-Brüder damit immer wieder dutzende Arbeitsplätze schaffen? Mich echauffieren, weil die Kopien von wenig bis gar keiner eigenen Kreativität zeugen? Oder mir Popcorn schnappen, Wetten abschließen und darauf hinfiebern, was als nächstes geklont wird? Lukasz Gadowski hat Ende Oktober eine Debatte über gute und schlechte Copycats neu angestoßen. Es gibt einen Unterschied dazwischen, ob man eine Idee 1:1 kopiert oder ob man eine bestehende Idee adaptiert, weiter entwickelt und verbessert. (weiterlesen…)

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Macht das Beste aus dieser Zeit, sie wird nicht ewig dauern23.11.11

Anfang November hielt Journalist und Blogger Richard Gutjahr auf den Passauer Medientagen einen bemerkenswerten Vortrag zum Thema “Wie man durch Social Media reich, berühmt und glücklich wird”. Selbst wenn ihr nicht vorhabt, reich oder sogar glücklich zu werden: Der Vortrag lohnt sich. Wenn ihr eine Stunde eures Lebens opfern könnt, hört euch einfach mal an, wie der Mann interessante Thesen wie “Transparenz ist die neue Objektivität” oder “Werdet selbst zu einer Marke” begründet. Am Schluss seines Vortrags gibt Gutjahr seinen Zuhörern, hauptsächlich jungen Leuten, die “was mit Medien” machen wollen, einen interessanten Rat mit auf den Weg: “Macht das Beste aus dieser Zeit, sie wird nicht mehr ewig dauern.”

Ich habe lange gerätselt, was er damit gemeint haben kann. Wir leben in einer Zeit, in der es wohl noch nie so einfach war, etwas unabhängig von einem Verlag zu veröffentlichen. Es war noch nie so einfach, ein Startup zu gründen und dafür einen Investor zu finden. Es war noch nie so einfach, seine Ideen über das Netz bekannt zu machen und damit sogar große Konzerne auszustechen. Warum sollte das nicht immer so weiter gehen? (weiterlesen…)

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Anybeat startet Beta-Betrieb – Geschlossene Chat-Plattform15.11.11

So, dann wollen wir mal: Dienstagmorgen, Lumia-Day, olé olé. Ja genau, heute startet Nokia den Verkauf des Lumia 800 und man darf gespannt sein, wie sich das erste Windows-Handy der Finnen weltweit und vor allem auch hier in Deutschland verkaufen wird. Nur zur Erinnerung: Nokia war ja mal so etwas wie das Maß aller Dinge auf dem Handymarkt… Doch es gibt noch auf ganz anderer Ebene etwas Neues zu vermelden: anybeat ist gestartet.

Any was? Ja, das habe ich mich in etwa auch gefragt, als ich heute Morgen eine E-Mail von Jürgen gelesen habe, die er mir weitergeleitet hat. Einst unter der Adresse altly.com gestartet will anybeat(.com) eine neue Alternative zu Facebook werden; ein neues soziales Netzwerk also. Gleichwohl haben sich die Macher nicht auf die Fahnen geschrieben, ein Facebook-Killer zu werden. Wichtigster Unterschied: Alle Daten sollen grundsätzlich dem Nutzer gehören. Doch brauchen wir das wirklich noch (einmal)? (weiterlesen…)

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Oink: Gute Idee, viel Arbeit, seltsamer Name04.11.11


Digg-Gründer Kevin Rose hat das erste neue Projekt seiner neuen Startup-Firma Milk vorgestellt. Es wird Oink heißen. Einmal abgesehen davon, dass mich die gleichklingenden Kurznamen (Digg, Milk, Oink) gerade ein wenig amüsieren: Die Idee klingt gar nicht so schlecht. Oink soll nicht das zwanzigste Portal nach Qype, Yelp und Foursquare sein, mit dem man in Lokalitäten einchecken oder diese bewerten kann. Oink geht noch einen Schritt weiter und lässt seine Nutzer Dinge bewerten, wenn man bereits vor Ort ist.

Wie ist die Sauce Vinaigrette, wie das Steak Mediterran, wie kühl ist das Bier, wie freundlich war Kellner D. zu mir, an welchem Tisch zieht es am wenigsten? Bisher ging es immer nur darum, den besten Inder der Stadt oder meiner Umgebung zu finden. Bei Oink geht es darum, wer in der Stadt das beste Chicken Curry hat. Praktisch jedes Ding, was es auf der Welt gibt, ließe sich über Oink bewerten. Ich halte das für eine durchaus gute Idee, denke aber nicht, dass sie sich so einfach wird umsetzen lassen. (weiterlesen…)

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Komm, kaufen wir Groupon-Aktien!? 700 Millionen US-Dollar bei Börsenstart04.11.11

- “Der Typ da sieht ganz schön wackelig aus und irgendwie nicht ganz vertrauensselig.”
- “Ja, und seine besten Zeiten scheint er schon hinter sich zu haben, obwohl er so richtig berühmt nie geworden ist.”
- “Es ist überhaupt nicht sicher, ob die Leute diesen Markt eigentlich wollen, aber Konkurrenten hat er trotzdem genug.”
- “Komm, geben wir ihm unser sauer Erspartes!”
- “Okay!”

So würde ich den Börsengang zusammenfassen, den das Schnäppchenportal Groupon gestern Nacht hingelegt hat: 700 Millionen US-Dollar kamen zusammen, was irgendwo dort anzusiedeln ist, wo sich der Dienst selber sieht. 750 Millionen Dollar hatte man eigentlich haben wollen, zuletzt aber hatten Chef Andrew Mason und seine Gehilfen die eigenen Chancen weniger hoch eingeschätzt und waren von 16 bis 18 US-Dollar je Aktie ausgegangen. Am Ende wurden es 20 Dollar für jede der 35 Millionen Aktien. Das Paket wurde aufgrund der großen Nachfrage kurz vor Schluss um 5 Millionen Aktien aufgestockt. Die Bewertung kletterte damit auf knapp 13 Milliarden US-Dollar. Glückwunsch! Die Frage ist nur, woher das Interesse der Investoren stammt. Besonders viel Vertrauen können sie in Groupon nach den jüngsten Entwicklungen eigentlich nicht gehabt haben. (weiterlesen…)

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Unthink: Ein weiteres Social Network, bei dem alles anders sein soll26.10.11


Man kann nicht gerade behaupten, dass es derzeit nicht genug Versuche gäbe, Facebooks Erfolg das Wasser abzugraben: Es gibt Google Plus, es gibt Diaspora, es gibt AnyBeat, es gibt Heello, es gibt, es gibt. Und es gibt jetzt Unthink, ein neues Social Network, das sich damit brüstet, man könne sich von Facebook emanzipieren. Freiheit und Kontrolle würde man selbst behalten. Sarah Perez von Techcrunch nennt es “Diaspora richtig gemacht“. (weiterlesen…)

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Ärger über eingeschworene Berliner Startup-Szene löst neue Debatte über Copycats aus25.10.11

Der einsame Gründer Sebastian Schürmanns hat bekannt gegeben, dass er sein Startup MyTweetMag nicht mehr weiterführen würde. Als Grund nannte er unter anderem eine zu starke Konkurrenz durch Copycats, die mit besseren finanziellen Mitteln ausgestattet seien:

Ziemlich schnell befindet man sich in Gesellschaft von Startups, die einen mit 20-köpfigen Teams und Investorengeldern im Rücken an die Wand pusten.

Das reiht sich ein in die Debatte, die die 6 Wunderkinder unter Federführung von “Wunderkind” Christian Reber angestoßen haben. In einem Beitrag aus dem August rief er die “Anti-Copycat-Bewegung” aus und nannte einen Reigen an Berliner Startups von Wooga bis Soundcloud, die es angeblich besser machten. Das brachte Investor Lukasz Gadowski offenbar auf die Palme, so dass er Ende vergangener Woche mit einem wütenden Blog-Beitrag auf Rebers Beitrag reagierte. Schon in der Überschrift findet sich die Formulierung “Assoziale (sic!) Hetzkampagne”. Gadowski wirft den Wunderkindern vor, Hass zu schüren, und im Glashaus mit Steinen zu werfen:

Es gibt viele verschiedene Wege, wie man sich Freunde machen kann. Einer davon ist über Ideologie, Ausgrenzung, Hass und Hetze. Man nehme irgendeinen Sündenbock, Erkläre ihn zum Teufel und der Wurzel allen Übels, verpacke ihn mit einer Ideologie, füge eine Prise “wir” und “die” hinzu, rühre das einmal kräftig durch, und fertig ist er, der Hass-Cocktail.

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Musikhören in der Zukunft: Ein Hausbesuch bei Simfy23.10.11


Simfy-Mitgründer Christoph Lange (links) und Pressesprecher Marcus von Husen

Seit Jahren gibt es in den deutschen Medien einen Reflex: Die Musikindustrie schreit und schreit wegen Raubkopien und wegbrechende Umsätze. Und Journalisten freuen sich darüber, weil sie in jedem Fall eine Story haben: Sie können der Industrie beistehen oder ihre Reaktion als übertrieben bezeichnen. Die Wahrheit ist, dass dieses Prozedere nicht mehr ist als eine Zirkusnummer. Denn in Wahrheit hat die Industrie den Kampf gegen Raubkopien verloren und abgehakt. Digital wird längst umarmt und Streaming ist der neue Heilsbringer der Industrie.

Die Dienste heißen Juke, Sony, Napster und (noch nicht so wirklich mit dem Segen der Industrie) Grooveshark. Im Ausland Spotify, Rdio oder Pandora. Der erste Dienst, der es in Deutschland geschafft hat, sich mit den Musiklabels zu einigen und eine legale, monatliche Musikflatrate kostenlos und werbefinanziert anzubieten, ist das Startup Simfy. Dies sitzt praktisch in unserer Nachbarschaft im Kölner Stadtteil Ehrenfeld, unweit von Konzerthallen wie dem “Underground”, der “Werkstatt” und der “Live Music Hall”. Aufgrund der Nachbarschaft schlug ich neulich vor, man könnte sich ja mal treffen, ein bisschen über Musik plaudern und ein paar Fotos knipsen. Simfy war einverstanden und lud mich ein. Ein Hausbesuch bei einem der interessantesten deutschen Web-Unternehmen dieser Zeit und in Zukunft. (weiterlesen…)

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Bonner Café Apfelkind in Aufruhr: Apple legt Widerspruch gegen ein Logo ein21.10.11

Warum in die Ferne schauen, wenn kuriose Geschichten auch direkt vor der Haustür passieren? Radio Bonn-Rhein-Sieg meldete gestern mit dem leicht reißerischen Titel “Apple nimmt Bonner Südstadtcafé ins Visier”, dass das Bonner Café “Apfelkind” Ärger mit Apple wegen eines Logos hat. Also machte ich mich einmal auf in die Bonner Südstadt. Eine kleine Treppe führt in das bunt dekorierte Café, das an eine Mischung aus Kinderzimmer und Spielzeughaus erinnert. Ein eigenes Spielzimmer gibt es dort, Kinderpunsch und Apfelkuchen. “Klein Bullerbü” nennt Inhaberin Christin Römer das Café.

Und so jemand handelt sich Ärger mit Apple ein? Die 33-Jährige wusste mir gegenüber nicht so recht, ob sie nun darauf stolz oder darüber verärgert sein soll. Zwei Monate, nachdem sie das Apfel-Logo mit dem Schriftzug “Apfelkind” im Juni beim Patent- und Markenamt in München als Wort-Bild-Marke eintragen ließ, erhielt ihr Anwalt plötzlich Post. Ein von Apple beauftragter Anwalt forderte sie in dem Schreiben auf, die eingetragene Dienstleistung (Klasse 35) nicht mehr zu verwenden. Klasse 35 umfasst Werbung, Geschäftsführung, Unternehmensverwaltung und Büroarbeiten. Grund für die Aufforderung: Verwechslungsgefahr. Römer will sich das nicht gefallen lassen. (weiterlesen…)

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Oliver Samwer läuft von einem Interview weg: “Wir sind Deutsche, wir haben Kinder”17.10.11

Eigentlich sei alles abgemacht gewesen, schreibt Mike Butcher, der Verantwortliche Redakteur von Techcrunch EU. Alles sei mit dem Management ausgehandelt gewesen. Er schreibt, er sei um 5 Uhr morgens in London aufgebrochen, habe einen Flug nach Frankfurt/Main genommen und sei von dort weiter an die WHU in Vallendar zum Gründerkongress IdeaLab gereist, um Oliver Samwer dort für ein Interview zu treffen. Den traf er auch an, aber Samwer wollte ihm kein Interview geben.

Das täte er generell nicht, so die Aussage von Samwer, der den meisten von euch als einer der bekannten Samwer-Brüder ein Begriff sein dürfte. Zusammen mit Marc und Alexander Samwer verkaufte er in den späten 90er Jahren Alando an Ebay und gründete daraufhin das berühmt-berüchtigte Jamba, nach dessen Exit zahlreiche Copycats erfolgreicher US-Startups folgten. Heute ist Oliver Samwer zusammen mit seinen Brüdern Chef der Investoren Rocket Internet und European Founders Found, die unter anderem viel Geld in den AirBnB-Klon Wimdu investierten und für den Verkauf von CityDeal an Groupon geschätzte 750 Millionen Euro erlösten. Es gebe oft Anfragen, sagte Samwer Butcher. Aber er gebe generell keine Interviews. Vieles würde darin zu negativ dargestellt. Was von dem Gespräch dennoch vorliegt, ist ein denkwürdiger, fünfminütiger Audio-Mitschnitt. (weiterlesen…)

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