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Archive for the ‘Internet’

Open Video Alliance: Bewegtbild-Liebhaber fordern mehr Filmchen auf Wikipedia18.03.10

Es überrascht mich, dass ich bis zum heutigen Tag noch nie etwas von der ”Open Video Alliance” (OVA) gehört habe. Dabei engagiert sich diese Vereinigung für ein Sache, die ich sehr spannend finde und über die ich neulich erst geschrieben hatte: Videos auf Wikipedia. In einem am gestrigen Mittwoch gelaunchten Projekt, das die Verantwortlichen selbst als “Massenkampagne” bezeichnen, werden die User aller Herren Länder aufgefordert, ihre Videos für Wikipedia beizusteuern. Die Begründung ist die gleiche, die in meinem erwähnten Post schon durchschien: ”Bewegte Bilder können Ideen auf eine Art kommunizieren, die Texten verwehrt bleibt.” Und weiter: “Video wird die Wikipedia aufwerten und sie zu einer noch besseren, erzieherischen Quelle machen.” 

Und um dieses Ziel zu erreichen, strengen sich die Verantwortlichen ordentlich an. So bieten sie Interessierten vielerlei Hilfestellungen an, um deren Filmchen auf Wikipedia zu veröffentlichen. Beispielsweise wird in einem Video-Tutorial aufgezeigt, wie man ein Video auf Wikipedia veröffentlichen kann. Und mit einer kostenfreien App für Windows und Mac können zudem alle User kinderleicht ihre Videos in das Format Theora konvertieren, das auf Wikipedia Standard ist. Wer das Projekt unterstützen möchte, findet auf der oben verlinkten Seite noch weitere Informationen. Soweit, so gut. Allerdings lässt die Allianz, wenn ich das richtig überblicke, zwei Fragen unbeantwortet, die für das Projekt essenziell sind. (weiterlesen…)

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Zeitvertreib Chatroulette: Der Tummelplatz für Freaks17.03.10

Einem Sprichwort zufolge gibt es für alles ein erstes Mal. Und da André und ich hier auf dem Blog noch nie darüber geschrieben haben (da Erinnerungen manchmal trügen können, habe ich auch die Such-Funktion bemüht und fand mich bestätigt), ist es nun Zeit, auch einmal ein paar Worte über “Chatroulette” zu verlieren. Kurz zur Einführung für diejenigen von euch, die es höchstens vom Hörensagen kennen: Hierbei handelt es sich um ein im vergangenen Oktober von einem russischen Teenager gelaunchte Internet-Videochat-Portal. Auf diesem könnt ihr dann genau das tun, was der Name verspricht, nämlich mit anderen Usern in der Welt per Web-Cam chatten. Nun macht aber den Erfolg des Ganzen der Umstand aus, dass die Chat-Partner nicht von den Usern selbst, sondern per Zufall vom System ausgewählt und miteinander verbunden werden. Und dabei kommt so manche skurrile, befremdende, peinliche oder sonstwie “besondere” Situation zustande, was zu einem nicht geringen Teil an den “Freaks” da draußen liegt… Aber dazu später mehr. (weiterlesen…)

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‘.canon’: Elektronikriese will eigene generische Top-Level-Domain17.03.10

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) mausert sich zum Hoffnungszerstörer auf der einen und Hoffnungsstifter auf der anderen Seite. Vergangenen Monat hatte ich darüber geschrieben, dass Aufgrund eines neuerlichen Gutachtens unabhängiger Experten der amerikanischen Non-Profit-Organisation nahegelegt wurde, ihre Entscheidung gegen die Vergabe einer XXX-Top-Level-Domain und somit gegen die Firma ICM Registry zu überprüfen. Letztere versucht bereits seit dem Jahr 2004 die Registrierung von Triple-X-TLD für Seiten mit erotischem beziehungsweise pornografischem Inhalt durchzusetzen. Seinerzeit beschloss die ICANN, das Thema ihrer Tagesordnung für die nächsten Sitzung hinzuzufügen, die am 12. März stattfinden sollte. Nun war es vor einigen Tagen soweit und das Ergebnis lautet: es gibt keins. Die ICANN hat die Entscheidung vertagt, und zwar bis zu ihrem nächsten Treffen im Juni dieses Jahres in Brüssel.  

Ebenfalls Hoffnung auf das Einlenken der ICANN, aber mit etwas mehr Aussicht auf Erfolg, macht sich derzeit auch der weltgrößte Kamera-Hersteller Canon. Das japanische Unternehmen hat die Zulassung der eigenen generischen TLD “.canon” beantragt, nachdem die ”Weltregierung des Internets” im vergangenen Sommer die Lockerung seiner Richtlinien angekündigt hatte, die dem gTLD-System zugrunde liegen. Diese Maßnahme sollte die Registrierung entsprechender Domains leichter und fairer gestalten und laut diesbezüglicher Mitteilung, die die ICANN hierzu veröffentlicht hatte, ab dem ersten Quartal dieses Jahres umgesetzt werden. Und daher klopft Canon nun an der Tür der Organisation. (weiterlesen…)

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E-Book-Händler packen aus: So viel geben Kunden im Jahr für elektronische Lektüre aus16.03.10

Das sind ja mal interessante Zahlen, die Libri uns da zur Verfügung gestellt hat. Ich meine: Alle sprechen über E-Books und die Reader, Chancen und Risiken, doch eine messbare Bilanz des Hypes hat es (zumal in Deutschland!) noch nicht gegeben. Heute will der Online-Buchhändler das ändern und hat uns gerade mit einigen Details zum hiesigen E-Book-Handel gefüttert. Wir erinnern uns: Vor rund einem Jahr ging der Sony Reader bei Libri an den Start.

Laut Chef Per Dalheimer wird das Geschäft mit elektronischer Lektüre gut angenommen: Im Schnitt kauften Libri-Kunden, die mit einem Reader unterwegs sind, rund zehn E-Books im Jahr – der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 14,50 Euro, macht also 145 Euro pro Jahr. Die am häufigsten gekauften Bücher stammen aber aus dem 9,99 Euro-Sortiment, in erster Linie Krimis und Romane, wobei Frauen gerne noch in der Fantasy-Abteilung stöbern. Bei männlichen Lesern kommen die Klassiker gut an. Stieg Larssons Schwedenschwank “Verblendung” war bei Libri im vergangenen Jahr das am häufigste geladene E-Book. Bei ihrer Entscheidung lassen sich Leser übrigens oft von der Spiegel-Bestsellerliste beeinflussen, heißt es. (weiterlesen…)

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PayPal schraubt die Preise runter, um Micropayment-Entwicklung voranzutreiben16.03.10

Sie an, sieh an. PayPal gibt nun also tatsächlich Gas und versucht aufzuholen, was bisher verpennt worden war. Ich hatte mich ja an anderer Stelle schon kritisch mit der Geschäftspolitik der eBay-Tochter auseinandergesetzt und bemängelt, dass ein wichtiger Trend bisher völlig stiefmütterlich behandelt wurde: Micropayment. Natürlich könnte nun der Einwand kommen, dass das Unternehmen super erfolgreich ist – der Umsatz soll im Jahr 2011 auf über fünf Milliarden Dollar anwachsen – und damit eigentlich alles richtig gemacht wurde. Der Punkt ist aber der: Wenn sich beispielsweise die Zeitungsverleger erst einmal für ein Monetarisierungsmodell entschieden haben, was beflügelt durch die immer stärker wachsende Aufmerksamkeit der Konsumenten für E-Reader vielleicht schon bald der Fall sein könnte, dann werden auch andere Unternehmen einen Teil vom Micropayment-Kuchen abhaben wollen. PayPal wird dann stärker um Anteile kämpfen müssen, als wenn man sich bereits im Vorfeld in diesem Bereich als Platzhirsch etabliert hätte.

Nun hat der Bezahlfreund aber einige Zeichen der Zeit erkannt und widmet sich mit ganzer Kraft der Suche nach einem Weg, um Online-Transaktionen bei Beträgen unter 10 Dollar für Unternehmen günstiger zu gestalten. Bisher ist es so , dass viele Händler die Möglichkeit scheuen, ihren Kunden bei kleinen Beträgen die Bezahl-Option per Kreditkarte anzubieten, weil die dabei anfallenden Gebühren unverhältnismäßig hoch ausfallen und den Profit senken. Hier will PayPal nun ansetzen und die Gebührenstruktur ändern. Anstatt den Händler weiterhin bei jeder Transaktion zur Kasse zu bitten, soll noch in diesem Jahr ein Verfahren eingerichtet werden, bei dem die Kleinstbeträge addiert werden und PayPal erst ab einer bestimmten Summe kassiert.  (weiterlesen…)

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Opera: Finale Versionen des Mini 5 und Mobile 10 stehen zum Download bereit16.03.10

Freunde des besonderen Surferlebnisses: Es ist soweit. In einer soeben veröffentlichten Pressemitteilung lässt der norwegische Browserhersteller Opera seine treuen und neuen Fans wissen, dass Opera Mini 5 und Opera Mobile 10 jetzt in ihrer finalen Version veröffentlicht wurden und ab sofort von der Unternehmensseite kostenlos heruntergeladen werden können.

Bei der Weiterentwicklung des Browser-Duos wurde vor allem Wert auf das Wesentliche gelegt: “Die Bedürfnisse unserer mehr als 50 Millionen Nutzern stets vor Augen, haben wir uns insbesondere auf die Geschwindigkeit, eine unserem Browser für Desktop-PCs vergleichbare Funktionalität und die Datensicherung in unseren mobilen Browsern konzentriert”, so Lars Boilesen, CEO von Opera Software. Für alle Neu-Fans, die es bisher nicht wussten: Durch das Routing auf die hauseigenen Server schafft es Opera, die Größe der Datenpakete, die zum Smartphone geschickt werden, um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Der Vorteil spiegelt sich dadurch nicht nur in der Speed wider, mit der Webseiten aufgebaut werden, sondern auch im Geldbeutel. Wer einen volumenabhängigen Datentarif hat oder im Ausland mobil surfen will, wird das zu schätzen wissen. Für Liebhaber der visuellen Aufbereitung gibt es die Leistungsübersicht nachfolgend auch in bewegten Bildern: (weiterlesen…)

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Google: Rettet eine Steuer die lokale Presse in England?15.03.10

Es ist doch seit Jahren unverändert: Die Verlage (Musik und Zeitungen gleichermaßen) schauen auf die Absatzzahlen, blicken sich dann schulterzuckend gegenseitig an, sehen noch einmal auf die Zahlen – und letzten Endes bleibt der Blick dann hängen auf der anderen Seite des Zauns. Dort – im Google-Land – läuft alles etwas anders. Während die ganze Welt unter einer beispiellosen Finanzkrise ächzt und leidet, sieht es dort aus wie immer: Die Honig-Töpfe sind prall gefüllt, die gebratenen Hähnchen fliegen in Schwärmen über die saftigen Wiesen hinweg und die stets fröhlichen Einwohner bewerfen sich kichernd mit Geld, welches überall einfach so herumliegt.

Wenn ich nun also Teil einer darbenden Industrie bin, kann man es mir vermutlich nicht einmal verdenken, wenn ich nicht konstruktiv über eine Lösung meines Problems nachdenke, sondern mich immer von dem Schlaraffenland Google ablenken lasse. Irgendwann kann man keinen klaren Gedanken mehr fassen und sieht den einzigen Ausweg: Ich brauche das Geld von Google. (weiterlesen…)

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Im Namen des Konsumenten: Urteil zu Preisänderungen ein Schock für Internethändler15.03.10

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) dürfte zwar uns Konsumenten erfreuen, weil es unserer Irreführung durch Internethändler entgegenwirken soll. Gleichzeitig könnte es aber auch ein erneuter Beleg dafür sein, dass die Rechtsprechung beziehungsweise die ihr zugrundeliegenden Gesetze hierzulande längst nicht mehr mit der Entwicklung im Internet mithalten können. Um aber nicht die Moral der Geschichte vorwegzunehmen, kurz zum Hintergund: Ein Händler hatte auf der Preissuchmaschine idealo.de eines seiner Produkte beworben. Aufgrund des besonders günstigen Preises wurde es auf Platz 1 der insgesamt 45 Suchergebnisse gelistet. Dumm nur, dass dieser Preis auch dann noch angezeigt wurde, als der Händler ihn bereits drei Stunden zuvor auf seiner eigenen Homepage angehoben hatte. Schwupps war ein Konkurrent zur Stelle, mahnte den Händler wegen Irreführung des Kunden ab und bekam nun in dritter Instanz Recht. Dass aber Recht haben und Recht bekommen zwei Paar Schuhe sind, dürfte jedem klar sein – vor allem nun auch den Internethändlern.

Im vorliegend Fall hatte der Händler die Information über den geänderten Preis nämlich umgehend an Idelo weitergeleitet, und damit war die Sache für ihn erledigt. Nicht so aber für seinen Konkurrenten und das BGH. Obwohl die Preissuchmaschine im Kleingedruckten darauf hinweist, dass für die angegebenen Preise und Verfügbarkeiten keine Gewähr übernommen werde und Änderungen aus technischen Gründen nicht in Echtzeit angezeigt werden könnten, sei die Kenntnis dieses Umstands vom Kunden nicht zu erwarten, so die Begründung der Richter. Für ihn gelte in Anlehnung an das Akronym WYSIWYG: The price you pay for is the price you see. (weiterlesen…)

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Digg-Jux zeigt Twitter-Schwachstelle auf – und sorgt für viel PR15.03.10

Am vergangenen Samstag haben sich Kevin Rose und Alex Albrecht in ihrem wöchentlichen Video-Podcast Diggnation einen interessanten Scherz erlaubt. Die beiden Gründer des Social Booksmark-Dienstes Digg traten am Rande des South by Southwest Interactive-Festivals mit ihrer Show live auf und baten ihre Gäste um Teilnahme an einem Weltrekord-Versuch: Es sollte der größten, jemals unternommenen Twitter-Scherz beziehungsweise Twitter-Falschmeldung gestartet werden. Dazu sollten die Party-Gäste die Nachricht twittern, dass Conan O’Brian nun auf Revision3 zu sehen sei. Zur besseren Nachverfolgung sollte jeder Tweet zusätzlich den Hashtag #omgconan enthalten. Für all jene, den beide Namen völlig fremd sind: O’Brian ist ein in den USA sehr populärer Talkshow-Moderator ist, dessen “Tonight Show” erst kürzlich von dem Fernsehsender NBC eingestellt wurde, nachdem der Moderator ihrer Verschiebung auf einen anderen Sendeplatz nicht zugestimmt hatte. Und bei Revision3 handelt es sich um einen Internet-Fernsehsender aus San Francisco, zu dessen populärsten Sendungen – ihr werdet es erraten haben - Diggnation gehört.

Das Interessante an dem Gag ist nun, dass er die größte Schwachstelle von Twitter offenbart. Wie ich vergangene Woche in einem Artikel zu der Nachrichtenangentur Reuters geschrieben habe, wird Twitter nämlich von vielen Menschen als News-Ticker benutzt. Dabei kann die Quelle der Nachricht aber oftmals gar nicht verifiziert, die Gültigkeit der Meldung somit nicht (sofort) überprüft werden. Häufig wird die Zahl derjenigen Twitterer, die unabhängig voneinander (also keine Retweets) die gleiche Meldung posten, als Barometer für deren Wahrheitsgehalt genommen. Und genau an dieser Stelle haben die Digg-Gründer angesetzt und diesen “Sicherheitsmechanismus” ausgehebelt. (weiterlesen…)

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GEZ: SPD wünscht den Abschied von der gerätebezogenen Gebühr12.03.10

Große Ereignisse erwarten Deutschland im Juni. Nein, zur Abwechlsung meine ich nicht die Fußball WM. Die Rede ist von einem Treffen aller Ministerpräsidenten, um eine “Neuordnung der Rundfunkfinanzierung” zu besprechen.

Geht es eigentlich nur mir so, dass sich der Begriff “Rundfunk” noch urzeitlicher anhört als die GEZ an sich? Ich zahle seit vielen Jahren brav meine Gebühren, muss irgendwie aber trotzdem jedes Mal zusammenzucken, wenn die GEZ in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Beispiele der jüngeren Vergangenheit wären da die Forderung nach der vollen Gebühr auf “neuartige Geräte”, womit wohl dieser neuartige Humbug namens Computer oder Handy gemeint sein soll.

Darüber hinaus hat man ein Portal an den Start gebracht, in dem man neben Blogbeiträgen von GEZ-Mitarbeitern ein Forum in den Mittelpunkt des Angebots rückt. Es macht durchaus Sinn, die Kommunikation mit den Gebührenzahlern zu suchen, auch wenn vorher klar gewesen sein dürfte, dass man damit ein Minenfeld betritt. Denn wie es schon Korrupt auf seinem Blog in etwas markigeren als meinen Worten resümiert hat, dürfte so ziemlich jeder Mensch in diesem Land – und das schließt Mitarbeiter der GEZ mit ein – eine Vorstellung davon haben, welche Meinung über diesen Gebühren-Dinosaurier vorherrscht. (weiterlesen…)

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Google wird von China ermahnt – und Microsoft freut sich12.03.10

Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte. Letzterer könnte Microsoft sein, die anderen beiden sind Google und China. Kurz zur Erinnerung: Mitte Dezember des vergangenen Jahres wurden der Suchriese und knapp zwei Dutzend andere Unternehmen Opfer einer gezielten und schweren Cyber-Attacke. Wie sich herausstellte, wurde sie von chinesischen Elite-Schülern im Auftrag der kommunistischen Regierung des Landes durchgeführt, was China allerdings bestreitet. Als Reaktion auf den Angriff hatte Google angekündigt, die vereinbarte Zensur in China zu beenden und sich notfalls sogar komplett aus dem Land zurückzuziehen. Seitdem suchen beide Parteien nach einer Lösung, beharren aber weiter auf ihrem jeweiligen Standpunkt. Diesen hat der chinesische Minister für Industrie und Informationstechnologie, Li Yizhong am heutigen Freitag noch einmal in deutliche Worte gepackt.

Am Rande der Tagung des Volkskongresses in Peking stellte er klar, dass Google “die Konsequenzen wird tragen müssen”, wenn die von der chinesischen Regierung geforderten Zensurbestimmungen nicht auch weiterhin umgesetzt werden. Und weiter: “Ich hoffe, Google kann Chinas Regeln und Bestimmungen respektieren. Wenn jemand auf Maßnahmen beharrt, die gegen chinesisches Recht verstoßen, dann wiederhole ich: Dieser jemand ist unfreundlich und unverantwortlich und wird die Konsequenzen selbst zu verantworten haben.” Eine recht deutliche Ansage und es stellt sich die Frage, ob man Google an seinen Taten oder nur den Worten wird messen können. (weiterlesen…)

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iBooks vs. eBookstore: Händler will Bücher auch aus eigenem Store fürs iPad verkaufen12.03.10

“Kunden können am Freitag, den 12. März ab 5.30 Uhr morgens pazifischer Zeit auf apple.com ihre Vorbestellung tätigen.” Diese Mitteilung ist all jenen als E-Mail ins virtuelle Postfach geflattert, die ihre Adresse in Apples Benachrichtigungsliste hinterlegt hatten. Heute ab 14.30 Uhr unserer Zeit sitzen also Steve Jobs netten Angestellten mit Notiz-Zetteln und Bleistiften bereit, um eventuell eingehende Vorbestellungen für das “magische und revolutionäre iPad“ entgegenzunehmen. Und offenbar erwartet der Maestro einen regen Zulauf, denn Analysten zufolge sollen allein im ersten Halbjahr 2010 um die 5 Millionen iPads hergestellt werden. Ob die dann auch wirklich an den Mann/Frau gebracht werden können, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Über die Verkaufspreise und Verfügbarkeiten hatten wir euch ja bereits informiert – wer also hierzulande nicht bis Ende April warten möchte und über einen Zweitwohnsitz in den USA und eine amerikanische Kreditkarte verfügt (bei Bedarf könnte ich mit letzterem aushelfen), der sollte jetzt die Uhr nicht mehr aus den Augen lassen.

Püntklich zu dieser Ansage hat ein weiterer Buchverlag ganz deutlich seine Sympathien für das Multimedia-Tablet aus Cupertino betont. Nachdem vor einigen Tagen bereits John Makinson, seines Zeichens CEO von Penguin Books, seine Freude über das iPad und dessen Nutzen für sein Haus mit der Welt geteilt hatte, ziehen nun die Verantwortlichen Barnes & Noble nach. Auf dem Unternehmensblog des größten amerikanischen Buchhändlers heißt es: ”…daher wollten wir bestätigen, dass wir in Kürze einen neuen B&N eReader für das iPad anbieten werden”. (weiterlesen…)

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Reuters kontra Twitter: Erst die Kunden, dann die Follower12.03.10

Es dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass Twitter sich schon lange vom Slogan “Was machst du gerade” verabschiedet hat und nun fragt, “Was sagen andere über…?”. Damit zollen die Verantwortlichen des Microblogging-Dienstes dem Trend Respekt, dass profane Tweets mit simplen Tätigkeitsbeschreibungen und relativ geringem Informationswert sukzessive durch News-lastige Kurznachrichten ersetzt werden. Dazu gehören immer öfter brandaktuelle Berichte wie beispielsweise nach der Präsidentschaftswahl im Iran, dem Flugzeugabsturz in den Hudson River oder der Bundespräsidentenwahl. Dabei sind es oft aber nicht nur die sogenannten Bürgerjournalisten, die zufällig zur rechten Zeit am richtigen Ort sind und über Vorfälle twittern. Häufiger sind es Journalisten selbst, die ihre Follower mit Exklusivmaterial füttern.

Und genau dieser Umstand geht der amerikanischen Nachrichtenagentur Reuters gewaltig gegen den Strich. So gewaltig sogar, dass sie kürzlich eigens für ihre Mitarbeiter Verhaltensregeln im Umgang mit Social Networks erstellt und in das Kapitel “Reporting from the internet” ihres “Handbook of Journalism” aufgenommen hat. Unter anderem enthält es die Anordnungen, dass erst ein Vorgesetzter kontaktiert werden sollte, bevor ein Reuters-Journalist Twitter zu beruflichen Zwecken nutzt, diese Tweets dann von jemand anderem zur Sicherheit gegengelesen werden sollen, in ihnen keine persönlichen – vor allem politischen – Ansichten enthalten sein sollen und der Mitarbeiter für seine privaten Tweets entsprechend einen privaten Account nutzen sollte. Alles völlig nachvollziehbare Grundsätze, die in der Basic-Thinking-Redaktion ähnlich gehandhabt werden und Irritationen wie im Beispiel von Alex Paynes Tweet verhindern sollen . Der in meinen Augen entscheidende Passus ist aber jener, der die Journalisten dazu auffordert, ihre Nachrichten nicht auf Twitter auszuplaudern, bevor die Reuters-Kunden sie erhalten haben. (weiterlesen…)

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Fraxion: Das heiße Eisen “Paid content” in Blogs12.03.10

Im Zuge unserer kleinen Monetarisierungsdebatte in eigener Sache warfen einige Leser immer wieder die Idee Flattr in den Raum. Es geht um die Frage, wie Blogs – privat oder kommerziell – ihren eigenen Betrieb finanzieren können. Paid Content ist eine Möglichkeit und Flattr, erfunden vom Mitgründer von The Pirate Bay Peter Sunde, ist ein ziemlich kreativer Ansatz. Die Diskussion über Bezahlinhalte wird offenbar immer breiter geführt, immer mehr Modelle werden im Netz lanciert, doch bei allen stehen stets zwei Punkte im Vordergrund:

  • Jeder Publisher muss in der Lage sein, darüber entscheiden zu können, wie er seine Inhalte im Netz verfügbar macht.
  • Es muss ein idiotensicheres Payment-System existieren, welches sowohl die nötige Sicherheit mit sich bringt, als auch einfach genug zu bedienen ist, um die Hemmschwelle beim Zahlvorgang möglichst gering zu halten.

Schauen wir uns also mal eine neuen Kandidaten an: Fraxion zum Beispiel möchte einen etwas anderen Weg gehen. Dank Fraxion soll es jedem Blogger ermöglicht werden, die gewünschten Inhalte gegen Zahlung freizugeben, wobei die Zahlung durchaus minimal sein darf, um die Hemmschwelle für potentielle Leser so gering wie möglich zu halten. Schaut Euch dazu am besten den folgenden Clip an. (weiterlesen…)

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Spielzeug wird zum Elektroschocker: Wer zu viel denkt, wird bestraft11.03.10

Im Original stammt der Mindflex vom amerikanischen Spielzeugkonzern Mattel, wurde zu Beginn des vergangenen Jahres auf der CES vorgestellt (keine Ahnung, ob es das Teil mittlerweile auch bei uns zu kaufen gibt) und war ein echter Hingucker. Es befähigte nämlich den Spieler, nur Kraft seiner Gedanken einen kleinen Ball durch ein Plastiklabyrinth zu führen. Der Trick dabei bestand darin, dass mittels eines Kopfaufsatzes die Hirnströme gemessen wurden und je stärker diese waren, desto stärker blies ein Ventilator den Spielball durch die Lüfte.

Nun haben die Jungs von Harcos Labs ihre eigenen Vorstellungen davon gehabt, was man mit dem Mindflex so alles anstellen könnte und haben sich eine Do-it-yourself-Variante desselbigen gebastelt. Auch bei ihr werden die Hirnströme gemessen, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Nun gilt es, so gut wie möglich nichts zu denken und seine Gehirnströme auf einem niedrigen Level zu halten. Steigt deren Intensität nämlich, was durch eine Ampel-ähnliche Lämpchenanordnung angezeigt wird, und übersteigt dabei einen kritischen Punkt, setzt es… Stromstöße (siehe Bild). Wer andere nicht leiden sehen kann, sollte jetzt nicht weiter lesen, alle anderen werden vermutlich mit den (freiwilligen) “Testpersonen” mitlachen müssen… (weiterlesen…)

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