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Archive for the ‘Kunden’

Universal senkt die CD-Preise – und hofft auf steigende Verkaufszahlen19.03.10

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wie der Online-Ableger Billboard.biz des amerikanischen Musikbranchen-Insiders aktuell berichtet, unternimmt der Musik-Riese Universal Music Group einen neuerlichen Versuch, die Offline-Absatzzahlen für seine kompakten Scheiben zu steigern. Und dieses Mal könnte das Unterfangen des Labels sogar von Erfolg gekrönt sein. Zur Abwechslung konzentriert man sich nämlich mal nicht darauf, Netz-Piraten zu jagen, Abmahnungen zu verschicken, Streaming-Diensten den Saft abzudrehen, DRM-Verfahren zu entwickeln oder auf ähnliche, wenig progressive Aktionen, die bisher symptomatisch für die Hilflosigkeit der Branchen-Verantwortlichen waren. Vielmehr beschreitet man nun einen fast “klassichen” Weg – und reduziert die Preise.

In einem Testlauf, der im zweiten Quartal dieses Jahres zunächst nur in den USA starten und dann bis 2011 andauern soll, wird das Major-Label CDs im Handel für unter 10 Dollar anbieten. Dies war bisher immer die magische Preisgrenze für diese Tonträger gewesen, die nun aber auf bis zu 6 Dollar reduziert werden soll. Fast schon Angst machen könnte dem Musikfan dabei die Weitsicht, mit der die Verantwortlichen dieses Konzept überdacht haben und die Wege, mit denen sie diesen Preisnachlass finanziell auffangen beziehungsweise ausgleichen wollen (wenngleich man bei den Gewinnen, die in der Branche nach wievor eingefahren werden, von einem möglichen Verlust durch die Preissenkungen fast gar nicht reden dürfte). (weiterlesen…)

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Eye-Tracking-Studie legt nahe: Nutzer haben kein Interesse an Real-Time-Ergebnissen05.03.10

Die Online-Marketing-Agentur OneUpWeb hat eine interessante, kleine Studie durchgeführt. Unter anderem mittels Eye-Tracking-Verfahren hat sie untersucht, welchen Stellenwert die Einbindung von Real-Time-Ergebnissen bei Google-Suchanfragen hat. Dazu wurden 44 Personen in zwei Gruppen unterteilt: “Konsumenten” und “Informationssuchende”. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen ergibt sich aus der Aufgabe, die die Test-Teilnehmer gestellt bekamen. Erstere sollten nach einem Produkt suchen, das sie sich möglicherweise kaufen wollen, Letztere sollten nach Information zu einem beziehungsweise über ein Produkt suchen. Ziel der Studie: “Wir wollten wissen, ob die Durchschnittsnutzer erkennen und verstehen, was Echtzeit-Ergebnisse sind, ob sie sie finden und auch tatsächlich anklicken und was sie im Ganzen über Echtzeit-Ergebnisse denken”, so Lisa Wehr, Gründerin und CEO der Agentur.

Und das Ergebnis ist ernüchternd: Fast drei Viertel der Teilnehmer war der gehypte Begriff ”Echtzeit-Ergebnis” völlig unbekannt, sie hatten ihn noch nie zuvor gehört. Rund die Hälfte der Informationssuchenden nutzte diese Art der Ergebnisse bei ihrer Recherche, bei den sogenannten Konsumenten waren es nur knapp ein Viertel. Insgesamt betrachtet vermochten die in Real-Time gelieferten Ergebnisse kaum das Interesse der Internet-Surfer zu erwecken. Das Teaserbild dokumentiert dabei die Resultate des Eye-Tracking, die in Frage stehenden Ergebnisse befanden sich in den beiden Kästchen am unteren Ende der Seite – die im übrigen von nur knapp der Hälfte der Teilnehmer problemlos gefunden wurden. (weiterlesen…)

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Vorratsdatenspeicherung gestoppt: Gesetz verstößt – noch – gegen Fernmeldegeheimnis02.03.10

So, nun ist dieses Thema vorerst – aber sicherlich nicht für immer - vom Tisch! Wie die Richter vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am heutigen Dienstag entschieden haben, ist das berühmt-berüchtigte Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in seiner aktuellen Form nicht rechtmäßig, da es nicht mit dem Grundgesetz (dem Fernmeldegeheimnis, um genau zu sein) vereinbar ist. Das Gesetz trat am 1. Januar 2008 in Kraft und erlegte den deutschen Telekommunikations-Unternehmen auf, sämtliche Verbindungsdaten aus der Telefon-, Mail- und Internetnutzung ihrer Kunden sowie deren Handy-Standortdaten für sechs Monate zu speichern. Nach dem heutigen Urteil müssen nun alle auf diesem Wege gesammelten und gespeicherten Daten gelöscht werden.

Das ist der gute Teil der Nachricht. Der schlechte lautet: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Denn die Richter wiesen gleichzeitig darauf hin, dass die Zulässigkeit der EU-Richtlinie, die die Grundlage für das Gesetz in Deutschland bildet, durch ihr Urteil nicht infrage gestellt werde. Daraus ergibt sich konsequenterweise, dass die Daten-Speicherung in Deutschland nicht generell ausgeschlossen ist. (weiterlesen…)

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Unerlaubte Telefonwerbung: Verbraucherzentrale sammelt Beschwerden26.02.10

Uns erreichte gerade eine Information der Verbraucherzentrale NRW, auf die wir gerne hinweisen wollen. Seit August des vergangenen Jahres ist das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung in Kraft, ein reichlich bissloser Kompromiss, der ursprünglich Telefon-Spammern das Handwerk legen sollte. Nur hält sich da kaum jemand dran, mokieren nun die Verbraucherschützer. Nach wie vor landen bei den Beratern haufenweise Beschwerden über Anrufe à la “Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen!” Noch immer bekommen Verbraucher Verträge untergeschoben und irgendwelche Summen von ihren Konten abgebucht.

Anders ausgedrückt: Trotz hoher Strafandrohung ist das Gesetz vom Praxisgedanken her Mumpitz. Eine Besserung ist eigentlich erst zu erwarten, wenn am Telefon geschlossene Verträge zunächst schriftlich bestätigt werden müssen, ehe sie gültig werden. Aber das wollte der Gesetzgeber dann doch nicht. Justizministerin Brigitte Zypries war dagegen: “Es kann doch nicht sinnvoll sein, dass ich ein Fax hinterherschicken muss, wenn ich telefonisch meine Pizza oder mein T-Shirt aus dem Katalog bestelle”, hatte sie seinerzeit argumentiert. Meiner Meinung nach spricht aber nichts dagegen, dubiose Verträge mit dubioser Laufzeit und dubioser Monatsgebühr doch noch einmal schriftlich abzusegnen – man kann es ja bei 100 Euro losgehen lassen. (weiterlesen…)

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Hybrider Online-Brief: Post druckt Mails aus und verschickt sie24.02.10

Es kommt Bewegung in die Sache. Anfang Februar hatte ich darüber geschrieben, dass die Deutsche Post ihren Kunden bald das Versenden von “Online-Briefen” ermöglichen möchte. Kurz zur Auffrischung: Bei diesem Web 2.0-Pendant der Snail-Mail handelt es sich um ein Zusatzangebot der Post zum normalen Brief, der quasi ins Internet übertragen wird. Der große Vorteil zur E-Mail besteht darin, dass es sich bei dem Online-Brief um ein rechtsverbindliches Dokument handeln wird. Damals hatte ich aber nur über eine Variante des Briefes geschrieben, bei der sowohl dessen Einlieferung als auch die Zustellung auf elektronischem Weg erfolgt.

Nun stellt sich heraus, dass die Post auch eine weitere Variante geplant hat, nämlich den “Hybriden Onlinebrief”. Wer die elektronische Zustellung seines Schreibens nicht wünscht oder diese nicht möglich ist, kann dann umsatteln und den Brief in physischer Form und mittels klassischen Postboten beim Empfänger abliefern lassen. Im Klartext: Über das Onlineportal der Deutschen Post wird der Brief eingeschickt, von dem Unternehmen ausgedruckt, kuvertiert, frankiert und in den Briefkasten geworfen. (weiterlesen…)

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Offline gekauft, online verfolgt: Yahoo setzt auf Kundendaten von Bonuskarten-Anbieter15.02.10

Die meisten von euch wissen sicherlich, wie sogenannte ”Bonusprogramme” à la Payback funktionieren, auch wenn sie sie nicht selbst nutzen: Bei seinem Einkauf in der wahren Welt (oder Warenwelt) bekommt der Kunde eine Art Rabatt in einer bestimmten Höhe auf die Kaufsumme der erworbenen Artikel, der ihm in Form von Punkten gutgeschrieben wird. Ab einer bestimmten Anzahl kann er diese dann gegen Prämien eintauschen. Da aber jeder weiß, dass es in der Welt nichts umsonst gibt und Unternehmen keine Wohlfahrtsvereine sind, gibt es einen Haken an der Sache: Informationen wie Kundennummer der Bonuskarte, Filiale, Datum, Umsatz und gekaufte Produkte werden gespeichert und zu Werbezwecken genutzt.

Dieses System möchte Yahoo nun aus der Offline- in die Online-Welt transferieren, und zwar mit Hilfe des Bonus-Karten-Anbieters Nectar, aber vorläufig nur in Großbritannien. Jeder Nectar-Kunde muss sich per Opt-In aktiv für diese Variante entscheiden und erhält dann künftig bei seinem Besuch von Yahoo-Seiten auf ihn zugeschnittene und auf seinen Käufen in der echten Welt basierende Konsumgüter-Empfehlungen. Smarter Zug des Internetunternehmens? Durchaus. (weiterlesen…)

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Telco-Allianz möchte Apple das Fürchten lehren – was wohl ein frommer Wunsch bleiben dürfte15.02.10

Der Spruch “Lieber spät als nie” mag in vielen Lebenssituationen durchaus seine Berechtigung haben. Dass er aber das richtige Motto für Apples Neider Konkurrenz ist, die ihn sich auf ihre Fahne geschrieben hat und mit der sie nun Richtung Cupertino in die Schlacht zieht – das wage ich zu bezweifeln. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben sich nämlich 24 Telekommunikations-Unternehmen dazu entschlossen, eine Allianz gegen den App-Store und dessen Markt-Dominanz zu gründen. Dies wurde von der Industrievereinigung GSM Association auf dem heute gestarteten Mobile World Congress in Barcelona bekannt gegeben.

Die erste Amtshandlung der “Habt ihr auch so gut geschlafern, na dann ist ja alles klar”-Truppe, zu der unter anderem Giganten wie AT&T, China Mobile, Orange und Vodafone gehören, ist der Versuch, “die Entwickler-Communitys der Mitglieder zu vereinen und einen einzigen, harmonisierten Zugangspunkt zu erschaffen, der den Entwicklern den Beitritt so einfach wie möglich gestaltet”, so ein Sprecher der GSM. Klingt für mich ein wenig nach einer Strategie, die vielleicht in Filmen wie “Herr der Ringe” funktioniert, wo sich alle mit allen verbünden, um den übermächtig scheinenden Gegner zu besiegen. Was dort aber relativ gut funktioniert, dürfte hier vermutlich scheitern. (weiterlesen…)

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Warner Music gegen Streaming-Dienste: Drei mögliche Konsequenzen aus dieser Strategie11.02.10

“Kostenlose Streaming-Dienste sind eindeutig nicht gut für die Branche”, hört man. Gemeint ist natürlich die Musik-Branche und die Beschwerde geht an die Adresse von Musikportalen wie Last.fm, Spotify, Grooveshark, Pandora oder We7. Den Satz hat nun jeder Musikinteressierte so oder so ähnlich schon tausende Male zuvor gehört und entweder vehement verteidigt oder bestritten. So weit wäre es also nichts Neues. Interessant wird es aber, wenn man sich auch noch den zweiten Teil des Zitats anschaut: “Und soweit es Warner Music betrifft, werden sie nicht lizenziert.”

Diese Worte stammen aus dem Mund von Edgar Bronfman Junior, CEO eines der vier größten Musik-Labels, und dürften wie eine Erdbeben durch die Musik-Industrie donnern. Denn eines steht fest: Sollte Warner Music mit seiner Ankündigung wirklich ernst machen – wovon zu diesem Zeitpunkt ausgegangen werden sollte – dann würde dies folgenschwere Konsequenzen für die Musiklandschaft nach sich ziehen. Man lausche nur Bronfmans Worten: “Die ‘Du bekommst die von dir gewünschte Musik umsonst und vielleicht können wir dich dann mit ein bißchen Schnickschnack zu einem Premium-Preis bewegen’-Strategie ist nicht die Art von Herangehensweise ans Business, die wir in Zukunft unterstützen werden.” Hier ist eindeutig Frust der Tonangeber. (weiterlesen…)

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Endlich Mitspracherecht bei eBay: Auktionshaus gräbt im Garten nach neuen Ideen10.02.10

Ich bin ein großer Kritiker des Online-Marktplatzes eBay und weiß, dass das Unternehmen für viele von euch ebenfalls ein rotes Tuch darstellt. Darauf deuten zumindest die zahlreichen Kommentare unter den diesbezüglichen Artikeln auf unserem Blog hin. Und auch dem Crowd Sourcing stehe ich eher kritisch gegenüber. Als ich daher eben in der “New York Times“ las, dass eBay künftig auf Schwarmintelligenz setzen will, habe ich das Schlimmste befürchtet – war dann aber doch positiv überrascht.

Unter dem Namen ”Garden” – eine Metapher, die mit ähnlicher (nachfolgender) Begründung auch schon von Telekoms “Developer Garden” genutzt wird und sich hoffentlich nicht bald inflationär im Netz ausbreiten wird – betreibt eBay ein kleines virtuelles Gärtchen, in dem Samen eingepflanzt werden, aus denen mal schöne neue Ideen heranwachsen sollen. “Dies ist eure Chance, mit uns zusammen die eBay-Erfahrung so zu gestalten, wie ihr sie erleben möchtet”, heißt es dazu einladend auf der Garden-Seite. “Probiert die Features aus und sagt uns, was ihr von ihnen haltet. (weiterlesen…)

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Im Sommer kommt der Online-Brief: Deutsche Post will 20 Cent pro E-Einschreiben08.02.10

Ob sich das Sprichwort bewahrheitet und wirklich alles gut wird, was lange währt, wird sich in etwa vier Monaten zeigen. Dann nämlich wird den Angaben der “Wirtschaftswoche” zufolge die Deutsche Post ihren Kunden ihre Version der De-Mail anbieten: den sogenannten “Online-Brief” beziehungsweise “Brief im Internet”. Hierbei handelt es sich um ein Zusatzangebot der Post zum normalen Brief, der quasi ins Internet übertragen wird.

Anders als bei der E-Mail soll es sich beim Online-Brief aber um ein rechtsverbindliches Dokument handeln. Das gute Stück soll etwa 20 Cent kosten (was ein Unternehmenssprecher mir gegenüber aber nicht bestätigen wollte) und sich an alle Kunden richten. Zu vermuten ist aber, dass es vor allem größeren Unternehmen als Alternative zur Snail-Mail schmackhaft gemacht werden soll, die beispielsweise durch Rechnungs- oder Werbeversand ein hohes Briefaufkommen haben. (weiterlesen…)

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GEZ meets Kritiker: Mit Blog, Forum und Chat in die Charmoffensive02.02.10

GEZ

Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) beschreitet neue Wege. Dieses Mal aber nicht etwa, um in die Buden säumiger Zahler einzudringen und zu überprüfen, ob sich dort nicht doch ein Radio, Fernseher oder ein sogenanntes “neuartiges Rundfunkgerät” befindet, für das noch keine Gebühr entrichtet wurde. Nein. Diesmal lädt man den Besuch zu sich nach Hause ein, und zwar auf das gerade frisch gelaunchte Portal gez-meine-meinung.de - weil man “einigen Diskussionsstoff” liefert, sich dessen bewusst ist und sich nun dem Dialog stellen möchte. Wie fein.

Neben einem neuen Namenszug, der aufgrund der drei – nun farblich ausgefüllten – Buchstaben und des Schlusspunktes doch arg an den von AOL erinnert, bekommt der dialogwillige Besucher noch Folgendes geboten: ein Forum, mehrere GEZ-Mitarbeiter-Blogs, Expertenchats sowie weiterführende Informationen zur GEZ. Klingt zunächst einmal einladend und daher hab ich mich mal umgeguckt. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Man kann Albträume auch verschlafen, liebe Unternehmen10.01.10

hm

Schon seit Jahrzehnten druckt Coca-Cola die Nummer einer Hotline auf die Etiketten aller Flaschen und Dosen. In Deutschland war es zuerst eine Essener Nummer, dann irgendwann eine aus Berlin (2003 zog das Unternehmen um). Das machen die so in allen Ländern der Erde. Ich habe mich immer gefragt, wer da eigentlich anruft und – vor allem – wer dann am anderen Ende der Leitung sitzt. Wahrscheinlich der Pförtner, der zwei, drei Mal in der Woche beim Klingeln den Hörer abnimmt, sich am Kinn kratzt und gespannt den Anfragen der Kunden lauscht: “Ops, habe mich verwählt!” oder “Entschuldigen Sie bitte, ich wollte nur einmal ausprobieren, ob die Nummer wirklich geht.” wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Häufigste sein, was er zu hören bekommt. Dann wird er den Hörer wieder auflegen, leise seufzen und auf irgendeiner Liste einen Strich machen.

Denn so zuvorkommend das Hotline-Angebot von Coca-Cola ist, so überflüssig ist es auch. Wer sich informieren will, tut dies heute im Netz. Wer sich beschweren will, der… ja: das sind eigentlich die interessantesten Fälle. Der Mensch an sich und der Deutsche im Speziellen hat Angst vor Unternehmen, Angst vor Filialleitern, Angst vor dem Verkäufer. Das Rabattgesetz ist am 25. Juli 2001 gefallen, doch ich sehe keine hitzigen Diskussionen zwischen den Warenregalen. Selbst, wenn der Kunde ein Produkt gekauft hat, mit dem er unzufrieden ist, behält er seinen Unmut erst einmal für sich. Der zweite Schritt besteht aus dem empörten Informieren des Freudeskreises (“Da war ein Mäuseköddel in meinen neuen Cornflakes!”), danach folgt vielleicht ein Brief an das Gesundheitsamt oder die Lokalzeitung – vielleicht auch an die überregionale Presse (“Es war ein besonders großer Köddel!”). Der Hersteller ist häufig der Letzte auf der Liste, der sich dann erst eine Woche nach der ganzen Aufregung für das Missgeschick mit dem verklumpten Sirupbällchen entschuldigen darf. (weiterlesen…)

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Was Frauen wollen: Facebook hat es, Twitter nicht06.01.10

facebook

Ich hatte ja schon seit längerer Zeit den Eindruck, dass die holde Weiblichkeit auf Twitter etwas seltener vertreten ist (einzige, die ich bewusst wahrnehme, ist die Bloggerette). Dies wurde nun auch “wissenschaftlich” nachgewiesen, und zwar in der zweiten “Annual Social Media Study” (PDF), durchgeführt unter 1.559 Mitgliederinnen der Frauen-Community Shespeaks. Demnach nutzen 38 Prozent der Frauen den Microblogging-Dienst. Klingt viel, ist aber nichts im Vergleich zu Facebook, wo 95 Prozent der Shespeaks-Userinnnen ein Profil von sich erstellt haben. So what? Sollte man nun Twitter zu einer Frauenquote zwingen?

Aus werbe- beziehungsweise marketingstrategischen Gründen wäre dies vielleicht keine so schlechte Idee. Der Grund, weshalb Facebook bei den Damen (momentan noch) so viel besser ankommt, ist nämlich der, dass dort ihre Bedürfnisse besser befriedigt werden. Und diese liegen im Bereich… (weiterlesen…)

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Subdomain .co.de: Was sagen der Anwalt und die Denic dazu?14.12.09

codeDie co.de-Geschichte hat hohe Wellen im Netz geschlagen. Zum Wochenende hatten unzählige Blogger einen Brief der Websuche Search Technology GmbH & Co. KG aus Osnabrück erhalten: “Rechtliche Klärung” stand jedes Mal über dem Schreiben. Darin wurde das Angebot unterbreitet, sich eine Domain in Form von domainname.co.de zuzulegen, “in vielen anderen” Ländern sei es ja bereits üblich. Der Preis betrage 99 Euro pro Jahr.

Dabei wird die Tatsache verschwiegen, dass es sich dabei um eine einfache Subdomain mit Weiterleitung handelt – und mitnichten um eine eigene Top Level Domain. Erst auf der Website wird eingeräumt, dass das Angebot nicht mit den üblichen .de-Domains vergleichbar sei, “wie sie von der Denic vergeben werden”. Gleichzeitig wird der Briefempfänger unter Druck gesetzt, in jedem Fall zu antworten, da er sonst Gefahr laufe, dass sich Dritte die Domain sichern.

Da bei den Lesern unseres Posts viele Fragen aufgeworfen wurden, habe ich Dominik Boecker um ein paar Antworten gebeten. Er ist Anwalt mit dem Spezialgebiet Domainrecht bei der Kölner Kanzlei Greyhills. Ihr könnt ihm auch bei Twitter folgen (@domainrecht). (weiterlesen…)

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Selbstbeweihräucherung auf eBay per AGB verboten? (Update)03.12.09

ebay-logoManchmal gibt es Dinge, die leuchten einem nicht auf den ersten Blick ein. Und dann gibt es welche, die leuchten einem gar nicht ein, egal wie lange man sie sich anguckt. Zu Letztgenannten gehört für mich der Umstand, dass man sich als eBay-Verkäufer mit Top-Bewertungen nicht als solcher auf dem Online-Marktplatz zu erkennen geben darf.

Laut Onlinemarktplatz.de hatte der US-Amerikaner Skip McGrath potenzielle Kunden damit für sich beziehungsweise seine auf eBay eingestellten Weihnachtsartikel gewinnen wollen, dass er sich als ”top-rated seller” präsentierte. Dieser Schuss ging aber kräftig nach hinten los, denn als er einige Tage später seine Angebote checkte, waren diese nicht zu sehen. Grund: eBay hatte sie zurückgewiesen, weil er in den Produktbeschreibungen “verbotene” Wörter verwendet habe. (weiterlesen…)

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