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Archive for the ‘Kunden’

Ab Mittwoch: Die Bahn will Kundenprobleme über Twitter lösen06.06.11


Es war eine der größten Überraschungen meines bisherigen Social-Media-Lebens: Eines Tages twitterte ich frustriert, dass ich mit meinem iPhone nicht mehr ins Netz käme. Völlig überraschend und ohne, dass ich danach gefragt hätte, schickte mir die Telekom über den Kanal @telekom_hilft Minuten später die Lösung per Tweet. Die Deutsche Bahn will hier jetzt nachziehen und ab Mittwoch früh 6 Uhr ebenfalls Kundenservice per Tweet anbieten, über den Kanal @db_bahn.

Und dieser Servicekanal, den mir die Deutsche Bahn heute in einem persönlichen Gespräch in Köln vorgestellt hat, macht auf mich einen sehr guten Eindruck: Es geht dabei darum, den Kunden zu helfen. Schnell und möglichst informativ. Manch einer mag zu Recht kommentieren, das sei auch bitter nötig, angesichts kaputter Klima-Anlagen, defekter Toiletten, ausfallender Züge und einfach einer schlechten Kommunikation in Zügen und Bahnhöfen. Hier will die Bahn also mit Information auf Twitter reagieren, den Kunden entgegen kommen, vielleicht sogar intern etwas verbessern. Ein ambitioniertes, teures Projekt, dem man eine Chance geben sollte. (weiterlesen…)

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Nielsen-Studie: Content-Provider brauchen Web-TV nicht zu fürchten16.11.10

Ein sicherlich für viele Kritiker sehr überraschendes Studien-Ergebnis wird der Marktforscher Nielsen im Laufe dieser Woche verkünden, und damit indirekt Google (TV) im “Kampf” gegen die widerspenstigen US-Medienkonzerne zur Seite springen. Wie der Hollywood Reporter nämlich vorab berichtet, dürften sich ABC, NBC, CBS und zuletzt auch Fox wohl bald von ihrer Annahme verabschieden müssen, durch das Internet-Fernsehangebot des Suchgiganten würden ihnen Abonnenten davonlaufen und sie kannibalisierten sich selbst durch die Zurverfügungstellung  des eigenen Contents.

In der von Cable & Telecommunications Association for Marketing (CTAM) in Auftrag gegeben “Life is a Stream”-Untersuchung wurden in den Monaten Juli und August dieses Jahres 769 Personen im Alter zwischen 18 und 49 Jahren daraufhin befragt, ob sich ihr Konsum von Online-TV-Content negativ auf bestehende Verträge für Fernsehangebote auswirkt. Soll heißen: Kündigen Kunden ihr Kabelfernsehen oder andere bezahlpflichtige TV-Angebote, um dafür auf ihren Mattscheiben vermehrt Filme und Serien aus dem Web zu schauen? Und die Antwort lautet im Kern: nein. (weiterlesen…)

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Verbraucherzentrale: ‘Flut von Signets’ und ‘Fragwürdige Empfehlungen’ bei IT-Produkten04.11.10

Wer kennt’s nicht? Da prangt auf einem Produkt beispielsweise ein Stiftung Warentest-Logo mit der Note “sehr gut”, der Konsument denkt toll, sieht dann genauer hin und entdeckt – einen Etikettenschwindel. Die Note wurde entweder schon vor Jahren vergeben und ist somit nicht mehr aktuell. Oder sie bezieht sich auf ein Vorgängermodell. Oder sie bewertet beispielsweise die Umweltverträglichkeit der Verpackung und nicht ihren Inhalt, wie vom Hersteller suggeriert wird. Dass bei der Verwendung derartiger “Empfehlungen” also Vorsicht geboten ist, dürfte sich bei den meisten mittlerweile rumgesprochen haben. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich nun die Notenvergabe per Sieger-Siegel speziell im IT-Bereich etwas genauer angesehen und konstatiert abschließend “fragwürdige Empfehlungen ohne Transparenz” und eine “Flut von Signets”, die den Markt überschwemmen.

Im Kern kritisiert sie, dass die mehr als 500 Tester – die Bandbreite reicht da von Fachzeitschriften wie Chip, Connect oder Computerbild bis zu Onlinemagazinen wie Au-Ja.de, die Grundlagen für ihre Ergebnisse für den Kunden nicht transparent genug gestalten. Das beinhaltet beispielsweise den Umstand, dass die durchgeführten Tests für den Verbraucher entweder nur schwer zugänglich oder bereits nach kürzester Zeit gar nicht mehr verfügbar sind. Und das, obwohl der Bundesgerichtshof diese Mindestanforderungen (fürs Internet) in einem Beschluss (Az.: I ZR 50/07; PDF) im Januar dieses Jahres festgesetzt hatte. (weiterlesen…)

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Twitter-Scan: AT&T nutzt Beschwerde-Tweets zur Analyse von Verbindungsproblemen03.11.10

Der US-amerikanische Telekommunikationsriese AT&T ist mit seinen acht Haupt- und zahlreichen Neben-Accounts relativ präsent bei Twitter und hört seinen Kunden in guter Social-Media-Manier aufmerksam zu. Allerdings scheint das einigen in der Konzernspitze immer noch nicht auszureichen. AT&T möchte nämlich nicht nur das Feedback erhalten, das die Follower direkt an den Konzern richten, sondern auch jenes, das von den restlichen Usern im Twitterverse verbreitet wird. Deswegen wird die Plattform künftig mit einer eigens hierfür entwickelten Software über eine API bei Twitter gescannt.

Hintergrund dieser besonderen Zuwendung: Kunden tendieren immer stärker dazu, bei Problemen mit dem Funknetz ihren Unmut in Tweets kundzutun, anstatt sich telefonisch bei dem Konzern zu beschweren. Durch das  Scannen der Tweets (über den Firehose?) will AT&T herausfinden, wo und wann Kunden Probleme mit ihrer Verbindung hatten, und welcher Art diese waren. So soll noch schneller und besser auf Probleme im eigenen Funknetz reagiert werden.  (weiterlesen…)

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Offiziell bestätigt: iPhone 4 ab 27. Oktober bei Vodafone zu haben22.10.10

“Das iPhone hat zum rasanten Anstieg der mobilen Datenübertragung und zur Beliebtheit der Smartphones entscheidend beigetragen. Jetzt ist das iPhone 4 offiziell auch bei uns erhältlich.” – So, nun ist es also amtlich. Wie soeben per Pressemitteilung verlautbart wurde, wird es das iPhone 4 ab dem 27. Oktober auch bei Vodafone geben. Zu beziehen wird es dann entweder über die Shops oder online unter Vodafone.de sein (wo es jetzt schon vorbestellbar ist). Und bevor ihr fragt: Ich gehe davon aus, dass es dann aber ebenfalls mit SIM- beziehungsweise NET-Lock vertrieben wird. Die Gerüchte, dass die Telekom das Exklusiv-Vertriebsrecht hierzulande verlieren würde, haben sich also als wahr erwiesen. Das bedeutet aber nicht, dass die Rosa-Riese die Smartphones nicht auch weiterhin im Angebot haben wird.

Bereits im September hatte das “Wall Street Journal” (WSJ) aus “gut informierten Kreisen” erfahren, dass die Apple-Telekom-Partnerschaft bald ihre Exklusivität verlieren würde. Seinerzeit wurde aber noch vom 9. November als Stichtag ausgegangen. Zudem sollte neben Vodafone auch Telefonica /o2 in den von Jobs-erlesenen Kreis aufgenommen werden. Ob das tatsächlich zutreffend ist, darüber liegt der Redaktion von Seiten des Telekommunikationsunternehmens noch keine Bestätigung vor. Auch darüber nicht, ob der verbleibende, vierte große Telco – E-Plus – tatsächlich bei dem Deal leer ausgeht, wie es das WSJ berichtet hat. Ich habe aber überall Anfragen laufen und werde euch berichten, sobald ich mehr weiß. Nachfolgend habe ich euch noch einen Screenshot der Vodafone-iPhone4-Tarif-Preisliste gemacht, die der Pressemitteilung anhängig war: (weiterlesen…)

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Wie legal ist eigentlich der Musikstreaming-Dienst ‘Grooveshark’?02.10.10

Nach unserem kurzen Test von vier Streamingdiensten haben einige Kommentatoren unfaire Startbedingungen bemängelt, da Grooveshark im Gegensatz zu simfy ein illegales Angebot sei. Es seien auch bereits erste Nutzer des Dienstes identifiziert und abgemahnt worden. Grund genug für uns zu fragen „Ist Grooveshark eigentlich legal?“ und der Sache nachzugehen.

Fangen wir also vorne an: Grooveshark ist ein amerikanisches Unternehmen und hat seinen Sitz in Florida. Ähnlich wie YouTube lebt der Dienst davon, dass seine Nutzer fremde Kompositionen hochladen und damit anderen Usern zur Verfügung stellen. Allerdings kann die Firma für den Großteil der angebotenen Lieder keine Nutzungsverträge vorweisen. Deswegen hat der Musikkonzern EMI im vergangenen Jahr einen Prozess gegen die Plattform angestrengt. Dann aber hat sich das Label entschieden, statt auf Schadensersatz zu klagen, lieber eine Lizenzvereinbarung mit der Firma abzuschließen. Mit den anderen großen Musikfirmen aber bestehen keine Verträge. Universal Music reichte deswegen im Januar dieses Jahres Klage (PDF) gegen die Betreiberfirma ein und warf den Gründern vor, ihr Geschäftsmodell basiere auf Urheberrechtsverletzungen. (weiterlesen…)

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Forsa-Ergebnis: Großer Informationsbedarf, was mit Apps möglich ist – vor allem bei Senioren27.09.10

Das sollte App-Entwicklern und -Anbietern in gleichem Maße zu denken geben. Einer Studie zufolge, die vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Auftrag gegeben und vom Marktforscher Forsa durchgeführt wurde, fördert nämlich diese Erkenntnis zu Tage: Ältere Smartphone-Besitzer kennen sich kaum oder gar nicht mit den kleinen Anwendungen aus. So weiß ein Großteil etwa nicht, ob sich die nützlichen Programme auch auf seinem oder ihrem  Geräte-Modell nutzen lassen.

“Es gibt noch großen Informationsbedarf, was mit Apps alles möglich ist und wie leicht sie zu bedienen sind”, so BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster, der auch Chef von o2 in Deutschland ist (weshalb die Aussage auch etwas Interessen-getränkt sein dürfte). Es sieht also so aus, als seien unsere Eltern und Großeltern in diesem Bereich bisher ebenso “übersehen” worden, wie das vor einigen Jahren bei den für sie verfügbaren Angeboten im Internet der Fall war. Irgendwann folgte dann aber “The Rise of the Silver Surfers” – verzeiht das Wortspiel – und machte aus den Senioren ”die aktivste Nutzergruppe, die es je gegeben hat” – zumindest auf Facebook, wenn man Joanna Shield Glauben schenken darf. Und wenn ich mir die Zahlen betrachte, die der (N)Onliner Atlas 2010 für Deutschland zutage geführt hat, dann bin ich geneigt, genau das zu tun. (weiterlesen…)

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Social Game ‘Barcode Hero’: Vom Strichcode-Scanner zum Produkte-König17.08.10

Social Games liegen im Trend. Das gilt nicht nur Farmville und andere Facebook-Spiele, mit denen man alle nicht mitspielenden Freunde gehörig nerven kann. Sondern auch für Dienste wie Foursquare, bei dem der Nutzer Punkte und Auszeichnungen erhält, wenn er oft genug in bestimmten Geschäften einkauft.  Die iPhone-App „Barcode Hero“ überträgt diesen Gedanken auf Produktkategorien: Wer genug Barcodes von Kaffeepackungen gescannt hat, wird der „king of coffee“. Wenn der User dann sogar eine kurze Bewertung für ein Produkt schreibt oder es seinen Freunden empfiehlt, erhält er noch mehr Punkte in der entsprechenden Kategorie.

Neben der sozialen Spielerei hat das Programm aber auch einen realen Mehrwert für den Nutzer. Außer einem steigenden Punktekonto bietet „Barcode Hero“ dem Einkäufer auch einen Online-Preisvergleich. Das machen andere Anbieter wie Red Laser oder ShopSavvy allerdings schon länger.  Aber dabei will der Hersteller auch nicht stehen bleiben. Auf Basis der virtuellen Punktesammelei baut das Unternehmen ein soziales Empfehlungsnetz auf. Wer ein bestimmtes Produkt scannt, kann sich zusätzlich anschauen, welcher seine Freunde das Produkt ebenfalls gekauft hat und wie er es bewertet hat. (weiterlesen…)

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Deutsche Bahn: Mit Online-Ticket-Aktion um Imagepolitur bemüht30.07.10

Ich möchte nicht so weit gehen zu behaupten, Katastrophenmeldungen zögen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Deutschen Bahn. Aber es wird sicherlich kaum Einwände geben, wenn ich dies auf die jüngere Vergangenheit beschränke. So manövrierte sich das Transportunternehmen beispielsweise durch die Daten- und E-Mail-Affäre, mehrere verdeckte, aber stümperhaft durchgeführte PR-Maßnahmen und zuletzt durch den ICE-Klimaanlagen-Super-GAU zur Hochsommer-Zeit selbst aufs Abstellgleis (das Wortspiel sei mir verziehen). Bei Letzterem war die Bahn aber immerhin bereit, den Geschädigten eine Entschädigung zu zahlen – und zwar eine, die deutlich über der von der Verbraucherverband-Bundeszentrale geforderten lag. Und ohne ärztliches Attest, entgegen der vorherigen Ankündigung. Man war also um Schadensbegrenzung bemüht.

Nun folgt der zweite Schritt der Image-Politur-Strategie: Ablenkung. Um die Reisewilligen nicht ständig an die Klimaanlagen-Panne denken zu lassen, sondern zur aktuellen Urlaubszeit auch wieder in die Bahnen – explizit ICE und zudem noch InterCity/EuroCity) zu locken, können sich ab dem 1. August “Kurzentschlossene auf ein neues Angebot freuen”. Zusammen mit dem Reiseveranstalter L’TUR will das Verkehrsunternehmen dann nämlich ein besonders günstiges Online-Ticket anbieten. (weiterlesen…)

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Der E-Postbrief der Deutschen Post kostet 55 Cent – Günstiger Versand von Einschreiben14.07.10

Wir mussten ein bisschen warten, weil uns die Post ein wenig auf die Folter gespannt hat, aber jetzt sind sie da: die Details zu dem E-Postbrief. Er soll es uns allen ermöglichen, sicher mit Unternehmen und Verwaltungen zu kommunizieren – über das Internet. Letztlich könnte man sagen, dass der E-Postbrief den klassischen Postbrief mit einer E-Mail kombiniert. Post-Vorstand Jürgen Gerdes lässt sich in einer Unternehmensmitteilung mit den Worten zitieren: “Wir bringen das Briefgeheimnis ins Internet.”

Gelüftet wurde am Mittwoch auch das Geheimnis, was so ein E-Postbrief kosten wird. Die Antwort: wie bei einer Snailmail werden 55 Cent pro Sendung fällig. In elektronischer Form kann sie bis zu 20 Megabyte groß sein. Es hätte mich irgendwie auch gewundert, wenn der Spaß günstiger geworden wäre. Denn die Post hat nicht nur mit rückläufigen Umsätzen im klassischen Brief-Geschäft zu kämpfen, sondern bietet verschiedene Möglichkeiten, die irgendwie bezahlt werden müssen. (weiterlesen…)

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congstar tief in den Miesen – Verlust ist (fast) egal, Hauptsache vorne dabei sein12.07.10

Günstig mobil telefonieren und preiswert im Internet surfen, beides ist heutzutage nicht mehr wirklich ein Problem. Auch weil die Bundesnetzagentur immer wieder regulierend eingegriffen hat, sind die Preise für Mobilfunk- und DSL-Verbindungen deutlich gesunken. Mobil telefonieren wir inzwischen bei vielen Anbietern ohne monatliche Fixkosten für 9 Cent pro Minute oder zum Pauschalpreis für knapp 40 Euro im Monat möglich. Und Breitband-Internet? Eine DSL-Flatrate für 20 oder 25 Euro monatlich ist heutzutage keine Seltenheit mehr.

Doch während wir uns über günstige Tarife freuen, haben es viele Unternehmen alles andere als leicht. Denn durch die immer weiter in den Keller gerutschten Konditionen sind auch die Gewinnmargen deutlich geschrumpft. Vertraut man einem Bericht der “WirtschaftsWoche”, kämpft selbst die Billigmarke der Telekom, congstar, gegen einen hohen Verlust an. Drei Jahre nach seiner Gründung steckt der Discounter noch immer tief in den roten Zahlen. (weiterlesen…)

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AOLs neue Mission: ‘Weltgrößter Produzent von hochwertigem Content’ werden10.06.10

Was davon wohl zu halten ist? Aufstockung der robotisierten Armee von Content-Affen oder Investition in seriösen Journalismus? – Wie der Branchendienst Advertising Age berichtet, plant der US-amerikanische Online-Dienst AOL, im kommenden Jahr “Hunderte von Journalisten, Redakteuren und Videographen” einzustellen. ”Wir werden [...] weltweit die meisten Journalisten einstellen”, so der Präsident von AOL’s Media- und Studio-Abteilung, David Eun, in einem Interview mit dem Dienst. Und weiter sagte er: “Unsere Mission in diesem Unternehmen besteht darin, der weltgrößte Produzent von hochwertigem Content zu werden. Basta.”

Das klingt doch fantastisch. Nicht nur für die momentan erwerbslosen Mitglieder der schreibenden Zunft, sondern auch für den Konsumenten. Dennoch ist an dieser Stelle eher verhaltene Freude angeraten. Lauscht man den Worten des Herrn Eun nämlich weiter und schaut sich dessen Pläne genauer an, entsteht folgendes Bild: Erst seit 90 Tagen bekleidet Eun seine Position bei AOL und hat bereits jetzt einen kompletten Überblick darüber, was wie wo zu optimieren ist, um das oben gesteckte Ziel zu erreichen. Das funktioniert meist nur, wenn man sich auf nackte Zahlen verlässt. Neben einigen Vor-Ort-Besuchen in der Content-Fabrik hat Eun sich daher vor allem über die Wirtschaftlichkeit seiner Content-Sparte informiert und Traffic-Daten ausgewertet. Und dann kam der Optimierer zu dem Ergebnis: Es muss mehr Content in kürzerer Zeit produziert werden. (weiterlesen…)

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Kampf der Anonymität: Online-Zeitungen haben die Nase voll von namenlosen Kommentatoren12.04.10

Wenn ich mich auf irgendwelchen Plattformen anmelde, um sie für Basic Thinking oder aus privatem Interesse auszuprobieren, dann kommt es schon mal vor, dass ich einen Fake-Namen und eine dieser speziellen One-Way-Mail-Adressen benutze, die man einmal benutzt und anschließend wegschmeißt. Das mache ich in der Regel aus dem Grund, um nicht im Anschluss an die Account-Erstellung vollgespammt, von Wildfremden mit Schrott zugemüllt oder sonstwie belästigt zu werden. In weiterem Sinne also, um anonym zu bleiben. Dass sich der Sachverhalt auch umgekehrt darstellen kann, in dem ein User die Anonymität wählt, um seinerseits die Betreiber einer Plattform zu verunglimpfen oder sich dort in Hass-Tiraden über andere Dritte zu ergießen, zeigt der Fall “Plain Dealer“.

Die US-amerikanische  Tagegazette hatte vor Kurzem für Aufsehen gesorgt, weil sie die wahre Identität einer Leserin preisgab, die in anonymen Kommentaren einen ortsansäßigen Rechtsanwalt denunzierte. Dabei stellte sich aber heraus, dass es sich bei dem Schandmaul um eine Richterin handelte, die den Vorsitz in einigen der vom besagten Anwalt geführten Prozessen hatte. Euer Ehren verklagte hierauf die Zeitung wegen der Verletzung ihrer Privatsphäre, worauf die Zeitung zugab, für die Enttarnung verantwortlich gewesen zu sein. Seit diesem Vorfall loten mehrere große US-Zeitungen – unter ihnen die New York Times, die Washington Post und die Huffington Post – Möglichkeiten aus, wie mit anonym abgegebenen Kommentaren unter Artikeln und in Foren verfahren werden kann. Oder anders: Es wird nach Wegen gesucht, um die Leser vor dem Verstecken hinter Fake-Namen abzuhalten – sowohl in positiver (also freiwilliger) als auch in negativer (erzwungener) Hinsicht. (weiterlesen…)

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Reklamations-Prävention: Amazon patentiert Videoüberwachung des Verpackungsvorgangs31.03.10

Erst gestern berichteten wir über die ominöse Reptilien-Ausrede, mit der eine Amazon-Mitarbeiter einen Kunden abspeisen wollte, der sich nach seinem verspäteten Paket erkundigte. Jetzt erfahren wir aus weiteren US-Kreisen, dass der Versandhändler offenbar wirklich ein Problem mit renitenten “Ich habe das nie bekommen!”-Anfragen hat. Wie aus einem gerade eingereichtet Patentantrag hervorgeht, plant Amazon die Videoüberwachung des kompletten Versandprozesses: “Ein Bild oder mehrere Bilder von Waren können im Rahmen der Auftragsabwicklung beim Verpacken in der Versandstation geschossen werden und mit dem Auftrag assoziiert werden. Alternativ könnte auch ein kurzer Videoclip während des Verpackens aufgenommen werden”, heißt es dazu in dem Schreiben. (weiterlesen…)

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Universal senkt die CD-Preise – und hofft auf steigende Verkaufszahlen19.03.10

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wie der Online-Ableger Billboard.biz des amerikanischen Musikbranchen-Insiders aktuell berichtet, unternimmt der Musik-Riese Universal Music Group einen neuerlichen Versuch, die Offline-Absatzzahlen für seine kompakten Scheiben zu steigern. Und dieses Mal könnte das Unterfangen des Labels sogar von Erfolg gekrönt sein. Zur Abwechslung konzentriert man sich nämlich mal nicht darauf, Netz-Piraten zu jagen, Abmahnungen zu verschicken, Streaming-Diensten den Saft abzudrehen, DRM-Verfahren zu entwickeln oder auf ähnliche, wenig progressive Aktionen, die bisher symptomatisch für die Hilflosigkeit der Branchen-Verantwortlichen waren. Vielmehr beschreitet man nun einen fast “klassichen” Weg – und reduziert die Preise.

In einem Testlauf, der im zweiten Quartal dieses Jahres zunächst nur in den USA starten und dann bis 2011 andauern soll, wird das Major-Label CDs im Handel für unter 10 Dollar anbieten. Dies war bisher immer die magische Preisgrenze für diese Tonträger gewesen, die nun aber auf bis zu 6 Dollar reduziert werden soll. Fast schon Angst machen könnte dem Musikfan dabei die Weitsicht, mit der die Verantwortlichen dieses Konzept überdacht haben und die Wege, mit denen sie diesen Preisnachlass finanziell auffangen beziehungsweise ausgleichen wollen (wenngleich man bei den Gewinnen, die in der Branche nach wievor eingefahren werden, von einem möglichen Verlust durch die Preissenkungen fast gar nicht reden dürfte). (weiterlesen…)

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