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Archive for the ‘Personen’

Zeitvertreib Chatroulette: Der Tummelplatz für Freaks17.03.10

Einem Sprichwort zufolge gibt es für alles ein erstes Mal. Und da André und ich hier auf dem Blog noch nie darüber geschrieben haben (da Erinnerungen manchmal trügen können, habe ich auch die Such-Funktion bemüht und fand mich bestätigt), ist es nun Zeit, auch einmal ein paar Worte über “Chatroulette” zu verlieren. Kurz zur Einführung für diejenigen von euch, die es höchstens vom Hörensagen kennen: Hierbei handelt es sich um ein im vergangenen Oktober von einem russischen Teenager gelaunchte Internet-Videochat-Portal. Auf diesem könnt ihr dann genau das tun, was der Name verspricht, nämlich mit anderen Usern in der Welt per Web-Cam chatten. Nun macht aber den Erfolg des Ganzen der Umstand aus, dass die Chat-Partner nicht von den Usern selbst, sondern per Zufall vom System ausgewählt und miteinander verbunden werden. Und dabei kommt so manche skurrile, befremdende, peinliche oder sonstwie “besondere” Situation zustande, was zu einem nicht geringen Teil an den “Freaks” da draußen liegt… Aber dazu später mehr. (weiterlesen…)

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Licht aus, Spot an: Design-Konzept projiziert Botschaften auf den Asphalt15.03.10

Vielleicht habt ihr das bei euch in der Stadt ja auch – und auch schon einmal selbst gesehen. Ich meine so kleine Projektoren vor bestimmten Geschäften in der Fußgängerzone, mit denen die Ladenbesitzer ihre Werbung auf den Asphalt beamen und sie euch so quasi zu Füßen legen. Stellt euch das Ganze nun in einem größeren Maßstab vor, siedelt es an einer stark frequentierten Kreuzung an und lasst die Lichter im bunten Glanze nicht nur als Kaufanreiz erstrahlen, sondern auch als Richtungsweiser, Hinweisgeber, oder Dekoration. Dann seht ihr ziemlich genau das, was sich die Designer von Quartier Des Spectacles unter ihrem Projekt “Intersection Signalétique” vorstellen.

Einen Prototypen haben die Mädels und Jungs bereits an der Kreuzung von Sainte-Catherine und Saint-Denis in Montreal aufgebaut. Mittels mehrerer an Masten aufgehängter Projektoren, die auf die Ampelschaltung abgestimmt sind, erfahren die Fußgänger auf etwas ungewohnte Weise, wann sie sicher die Straße überqueren dürfen. Und während sie bei Rot warten, gibt es Informationen zu Events in der näheren Umgebung. Schaut euch dazu mal das kleine Filmchen an (weitere Fotos findet ihr auf der oben verlinkten Seite):  (weiterlesen…)

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Digg-Jux zeigt Twitter-Schwachstelle auf – und sorgt für viel PR15.03.10

Am vergangenen Samstag haben sich Kevin Rose und Alex Albrecht in ihrem wöchentlichen Video-Podcast Diggnation einen interessanten Scherz erlaubt. Die beiden Gründer des Social Booksmark-Dienstes Digg traten am Rande des South by Southwest Interactive-Festivals mit ihrer Show live auf und baten ihre Gäste um Teilnahme an einem Weltrekord-Versuch: Es sollte der größten, jemals unternommenen Twitter-Scherz beziehungsweise Twitter-Falschmeldung gestartet werden. Dazu sollten die Party-Gäste die Nachricht twittern, dass Conan O’Brian nun auf Revision3 zu sehen sei. Zur besseren Nachverfolgung sollte jeder Tweet zusätzlich den Hashtag #omgconan enthalten. Für all jene, den beide Namen völlig fremd sind: O’Brian ist ein in den USA sehr populärer Talkshow-Moderator ist, dessen “Tonight Show” erst kürzlich von dem Fernsehsender NBC eingestellt wurde, nachdem der Moderator ihrer Verschiebung auf einen anderen Sendeplatz nicht zugestimmt hatte. Und bei Revision3 handelt es sich um einen Internet-Fernsehsender aus San Francisco, zu dessen populärsten Sendungen – ihr werdet es erraten haben - Diggnation gehört.

Das Interessante an dem Gag ist nun, dass er die größte Schwachstelle von Twitter offenbart. Wie ich vergangene Woche in einem Artikel zu der Nachrichtenangentur Reuters geschrieben habe, wird Twitter nämlich von vielen Menschen als News-Ticker benutzt. Dabei kann die Quelle der Nachricht aber oftmals gar nicht verifiziert, die Gültigkeit der Meldung somit nicht (sofort) überprüft werden. Häufig wird die Zahl derjenigen Twitterer, die unabhängig voneinander (also keine Retweets) die gleiche Meldung posten, als Barometer für deren Wahrheitsgehalt genommen. Und genau an dieser Stelle haben die Digg-Gründer angesetzt und diesen “Sicherheitsmechanismus” ausgehebelt. (weiterlesen…)

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Aus Angst vor Ballmer: Mitarbeiter verstecken ihre iPhones15.03.10

So locker wie bei seinem Besuch an der Trevecca Nazarene University in Nashville reagiert Steve Ballmer offenbar nicht immer, wenn er mit einem Produkt seines Erz-Rivalen Apple konfrontiert wird. Damals hatte ein Student ihn gefragt, ob er dessen Mac signieren würde. Der Microsoft-CEO machte gute Miene zum bösen Spiel und kritzelte seinen Namen und eine kleine Botschaft – “Need a new one?” – auf das Gerät (Für alle, die es nicht kennen, habe ich das Video weiter unten nochmal eingebettet). Weniger “amused” ist Herr Ballmer aber offenbar, wenn seine eigenen Angestellten Apple-Produkte denen des Software-Riesen vorziehen.

Dem “Wall Street Journal” zufolge soll ein Microsoft-Mitarbeiter auf einem Firmen-Meeting versucht haben, ein paar Schnappschüsse von seinem Boss zu machen – und zwar mit einem iPhone. Dieser reagiert prompt, riss dem Unglücksraben das Smartphone aus der Hand, legte es auf den Boden und tat so, als würde er es mit seinem Fuß zertreten. Die Botschaft an die Tausende von Microsoft-Beschäftigten, die dem Spektakel beiwohnten, dürfte klar gewesen sein. Seitdem trauen sich nur noch die wenigsten von ihnen, ihr iPhone auf dem Firmengelände öffentlich zu benutzen. (weiterlesen…)

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Spielzeug wird zum Elektroschocker: Wer zu viel denkt, wird bestraft11.03.10

Im Original stammt der Mindflex vom amerikanischen Spielzeugkonzern Mattel, wurde zu Beginn des vergangenen Jahres auf der CES vorgestellt (keine Ahnung, ob es das Teil mittlerweile auch bei uns zu kaufen gibt) und war ein echter Hingucker. Es befähigte nämlich den Spieler, nur Kraft seiner Gedanken einen kleinen Ball durch ein Plastiklabyrinth zu führen. Der Trick dabei bestand darin, dass mittels eines Kopfaufsatzes die Hirnströme gemessen wurden und je stärker diese waren, desto stärker blies ein Ventilator den Spielball durch die Lüfte.

Nun haben die Jungs von Harcos Labs ihre eigenen Vorstellungen davon gehabt, was man mit dem Mindflex so alles anstellen könnte und haben sich eine Do-it-yourself-Variante desselbigen gebastelt. Auch bei ihr werden die Hirnströme gemessen, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Nun gilt es, so gut wie möglich nichts zu denken und seine Gehirnströme auf einem niedrigen Level zu halten. Steigt deren Intensität nämlich, was durch eine Ampel-ähnliche Lämpchenanordnung angezeigt wird, und übersteigt dabei einen kritischen Punkt, setzt es… Stromstöße (siehe Bild). Wer andere nicht leiden sehen kann, sollte jetzt nicht weiter lesen, alle anderen werden vermutlich mit den (freiwilligen) “Testpersonen” mitlachen müssen… (weiterlesen…)

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James Murdoch über Piraten: ‘Das sind keine verrückten Kids. Nein. Bestraft sie.’11.03.10

Ich halte ja nichts von Sprücheklopfern, die Dinge vom Stapel lassen à la “Den Kelch lass ich an mir vorüber gehen!” oder “Wer anderen eine Grube gräbt…” oder “Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!”. Aber wenn mir jemand künftig sagt: “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!”, dann werde ich nur noch nicken, bis es in der Rübe pocht. Ich spreche von James Murdoch, Sohn des Medienimperators Rupert Murdoch, den wir auf dem Blog schon einige Male haben zu Wort kommen lassen…

Murdoch Junior ist die rechte Hand seines Vaters und gleichzeitig CEO der News Corp. in Europa und Asien. Beide wurden offenbar in demselben verborgenen Manager-Kloster geschult: Edelstahlwände, Nadelstreifenanzüge und ein Rhetoriklehrer, der ihnen mit auf den Weg gab, selbst bei einem einfachen “Guten Morgen!” immer direkt eindrucksvoll auf die Pauke zu hauen.

Fest steht, dass die beiden Murdochs ein zwiespältiges Verhältnis zum Internet haben. Vater Murdoch schimpft auf Google, nennt die Suchmaschine einen dreisten Content-Gangster, und auch James hat sich nun sein Angriffsziel für die kommenden Jahre ausgesucht: illegale Downloader. Das zumindest verkündete er auf dem Abu Dhabi Mediengipfel, dem auch ein Redakteur des “Guardian” beiwohnte. Thema der Runde: Investitions- und Wachstumschancen der Medien. (weiterlesen…)

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Neue Handy-Technologie: Der elektronische Lippenleser macht Sprechen überflüssig08.03.10

Mit dem Handy zu telefonieren, ohne dass die Mitmenschen um einen herum auch nur einen Ton des geführten Gesprächs mithören können oder gegen ihren Willen müssen - das ist der Traum von Frau Professor Tanja Schultz und ihrem Team. Die Informatikerin und Leiterin des Cognitive Systems Lab am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet an der “Lautlosen Kommunikation”, einer Technologie, mittels derer die elektrischen Signale mit Elektroden gemessen werden, die während des Sprechens in den entsprechenden Gesichtsmuskeln des Handynutzers entstehen. Diese Signale werden anschließend in Sprache umgewandelt und von einer computergenerierten Stimme dem Gesprächsteilnehmer übermittelt.  

Bereits seit einigen Jahren forschen Wissenschaftler im Bereich der “Silent Speech”-Interfaces (SPI) ist. Diese erlauben es beispielsweise Feuerwerhrleuten, Düsenjäger-Piloten oder NASA-Astronauten, sich ihren Kollegen mitzuteilen – und zwar vor allem in jenen Situationen, in denen die störenden Umgebungsgeräusche eine einwandfreie Kommunikation eigentlich nicht zulassen. Der Unterschied dieser Ansätze zu dem von Schultz entwickelten, liegt aber hauptsächlich darin, dass Erstere auf Sub-Vocalic-Speech basieren und nur für kurze Kommandos ausgelegt sind (ein Beispiels hierfür findet ihr bei der NASA). Schultz und ihr Team arbeiten an einer massentauglichen Technologie, die durch einen größeren Vokabelumfang nicht nur “kontinuierliche Sprache erlaubt, sondern auch ihre Akkuratheit steigert”, wie mir die Wissenschaftlerin am Telefon mitteilte. (weiterlesen…)

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VZ-Chef Riedl: Facebook gewinnt hinzu, weil sie den deutschen Datenschutz missachten04.03.10

Die WebCiety auf der CeBIT ist im vollen Gange, noch bis zum Samstag ist das Web 2.0-Meeting in Hannover vollgepackt mit Programmpunkten. Am Donnerstagmittag war ein interessanter Gesprächskreis anberaumt, es ging um “Die Zukunft der sozialen Netzwerke“. Gäste waren unter anderem Joel Berger von MySpace Deutschland, Jackson Bond von Xing und Clemens Riedl, Geschäftsführer der VZ-Netzwerke. Es war Riedls erster öffentlicher Auftritt in diesem Amt, nachdem er vor rund einem Monat das Ruder bei den VZ-Netzwerken übernommen hat. Immerhin, das lässt sich sagen: er erweckte einen selbstbewussten, beinahe schon ultracoolen, leider deshalb aber auch bis ins Unsympathische hineinspielenden Eindruck.

Schnell war klar, warum der VZ-Boss nach Hannover gereist war: um sich Luft zu machen. Seitdem es sich immer deutlicher abzeichnet, dass der Siegeszug von Facebook in Deutschland nicht mehr zu stoppen ist, sind die Amerikaner das erklärte Feindbild der VZler. Und daran ließ Riedl heute auch keinen Zweifel mehr. Facebooks jüngster Wachstumsschub rühre einzig daher, dass das Netzwerk mit unfairem Spam um sich schleudere. Nichtmitglieder würden mit falschen Einladungen von Freunden und Bekannten auf Facebook gelockt: “Angeblich soll sogar meine Mutter dort sein! Doch sie ist nicht bei Facebook”, so Riedl. Die US-Plattform sei dabei, ein nach deutschen Maßstäben “illegales Schattennetzwerk” zu etablieren. “Das hat nichts mit Privacy oder Vertrauen zu tun – unter deutschem Datenschutz ist so etwas undenkbar.” (weiterlesen…)

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iPad-Verleger Penguin: Das Geheimrezept sind flexible Preise und Menschenkenntnis03.03.10

Nachdem Steve Jobs das iPad vorgestellt hatte, wurde von vielen Seiten kritisiert, es handele sich um nichts wirklich Neues, sondern lediglich um ein vergrößertes iPhone. Das mag jeder sehen, wie er will. Recht hat aber bekanntlich derjenige, der Erfolg hat und das iPad ist auf dem besten Wege, erfolgreich zu werden. Je mehr Zeit nämlich seit der Veröffentlichung des XXL-Smartphone vergeht, desto stärker kristallisiert sich heraus, dass tatsächlich Bedarf für so ein Gerät besteht. Oder anders ausgedrückt: Der Markt entdeckt den Verwendungszweck des Geräts für sich. Da sind natürlich zum einen die noch zögerlichen Zeitungsverleger, deren Resistanz aber nichts mit dem Gerät zu tun hat. Und zum anderen die Buch-Verlage.

Wer einen Blick auf das Balken-Diagramm unten wirft, dem fällt auf, dass über dem Posten “Bücher” der höchste Balken steht. Er gibt die Anzahl der Bücher wieder, die User im Zeitraum von einem Jahr aus dem App Store auf ihre Smartphones runtergeladen haben. Sie beträgt 26.528 Stück, macht 18 Prozent aller Downloads aus und übersteigt zum ersten Mal die Zahl der im gleichen Zeitraum runtergesogenen Spiele. (Für Details und weitere Angaben besucht die Seite von Mobclix, einem Werbevermarkter für iPhone-Apps, von dem die Grafik stammt.)  (weiterlesen…)

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Interview mit Frau Saul: Halleninspekteurin auf der CeBIT02.03.10

Ihr habt darum gebeten und deshalb bekommt ihr es auch: ein Interview mit einer Messepersönlichkeit, die man im ersten Augenblick vielleicht nicht als solche erkennt. Als wir im Vorfeld gefragt haben, bei wem wir auf der CeBIT einmal vorbeischauen sollen, kam der Tipp: “Stattet doch mal der Halleninspektion einen Besuch ab. Die Jungs und Mädels haben einen harten Job und machen tolle Arbeit.” Und so ist es auch gekommen…

Ich war gerade in der Inspektion der Halle 6, ein kleines Büro mit großen Fenstern, das als so etwas wie die Schaltzentrale des Ausstellungsgebäudes beschrieben werden kann. Hier arbeiten Frau Melanie Saul und ihr Kollege. Frau Saul ist eine aufgeweckte Dame, die gerne lacht und seit 1993 schon dem Beruf der Halleninspekteurin nachgeht. Kein anderer hat wohl einen so guten Überblick über die Messen in Hannover, wo die Trends liegen, wann es hakt und wie es weitergehen könnte. Und genau diese zuverlässige Quelle wollten wir jetzt einmal um Rat befragen: (weiterlesen…)

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AVM und die FRITZ!Boxen: Verstärkter Angriff auf das Wohnzimmer [CeBIT]02.03.10

Wenn man die Jungs von AVM so reden hört, bekommt man schnell den Eindruck, als würden sie sich in einem konjunkturimmunen Umfeld bewegen: “2009 haben wir – wir schon in den Jahren zuvor, nur schwarze Zahlen geschrieben”, jubelt Geschäftsführer Johannes Nill. Die 420 Mitarbeiter am Standort Berlin haben im vergangenen Jahr 200 Millionen Umsatz generiert. Heute verfügt AVM in Deutschland über einen Marktanteil von 68 Prozent (Nummer zwei ist Zyxel mit 8 Prozent), in Europa sind es 21 Prozent (Platz eins belegt Thomsen mit 23 Prozent).

AVM hatte zur CeBIT geladen, um ein paar Produktinnovationen anzukündigen, darunter die neue FRITZ!Box 3370, den Einsteiger-Router, der nun den N-Standard verpasst bekommen hat und dank dreier Datenströme mit bis zu 450 Mbit/s Daten herumschießen kann. Die zweite Neuheit ist die FRITZ!Box Fon WLAN 6360 – ein Router, der für Nutzer von Kabelinternet entwickelt wurde. Auch er unterstützt N-WLAN und ist nebenbei eine komplette TK-Anlage. Wirklich neu – da muss ich widersprechen, Herr Nill – sind keine der beiden Geräte: sie wurden bereits im Januar vorgestellt. (weiterlesen…)

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Murdoch vs. Google: Hey, Rupert! Robots.txt ist billiger als eine Horde Anwälte!01.03.10

Also, ich versuche es einmal mit einem Beispiel: Ich habe einen Telefonanschluss und finde kurze Zeit später heraus, dass meine Nummer doch tatsächlich im Telefonbuch auftaucht. Irgendetwas war doch da, als ich den Vertrag unterschrieb – irgendein Häkchen-Kästchen. Vielleicht habe ich es übersehen. Empört überlege ich, was zu tun ist. Am Ende des dicken Wälzers gibt es einen Hinweis: “Wenn Sie Ihre Daten entfernen lassen möchten, gehen Sie auf die Seite Soundso im Internet und stellen Sie kostenlos den Antrag. Schnellstmöglich werden wir Ihrem Wunsch nachkommen.” Ich reiße die Seite heraus und werfe sie in den Mülleimer. Dann rufe ich meinen Anwalt an und weise ihn an, haufenweise Drohschreiben an den Verlag zu schicken und auch schon einmal eine Klage vorzubereiten. Danach setze ich mich hin und verfasse einen donnernden Leserbrief, damit auch alle anderen Telefonanschlussbesitzer gewarnt sind. Und dann sehe ich weiter…

So in etwa ließe sich Rupert Murdochs Vorgehen in Bezug auf Google beschreiben. Der Medienzar schimpft schon seit Jahren auf die Suchmaschine: Sein Zeitungsimperium stelle Content ins Netz, an dem Google sich diebisch vergehe und ihn auf Seiten wie Google News unter eigenem Namen vermarktet. Es geht da zwar alleine um die Headlines – mit zwei, drei Zeilen Teaser-Text. Doch das reicht Murdoch schon. Immerhin fährt Google fette Gewinne ein, während seine News Corp… ja, was eigentlich? Eigentlich ähnlich erfolgreich an der Wall Street punktet. (weiterlesen…)

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Die wandelbare Fratze des Spam: Visual Map verrät Trends im Online-Müllversand26.02.10

Ich bin ein großer Fan von Visualisierungen unterschiedlichster Informationen Sachverhalte, das hatte ich hier auf dem Blog schon einige Male betont. Da es sich bei meinen bisherigen Beispielen aber ausschließlich um optische Aufbereitungen zu Social Media-Themen handelte, hab ich mich gefreut, als ich beim Newscientist auf eine sehr coole Aktion der Jungs vom BitDefender’s Malware City blog aufmerksam geworden bin.

Unter dem Namen “Spam Omelett” untersuchen die Experten des Sicherheitssoftware-Herstellers jede Woche die Müll-Mails auf die Häufigkeit der in ihnen verwendeten Wörter, die ihnen seit dem Jahr 2008 unter die wachsamen Augen kommen (insgesamt knappe sieben Millionen). Anhand dieser Daten erstellen sie dann die “Visual Maps”, eine Art Schlagwortwolke ohne alphabetische Sortierung, die uns heute immer häufiger begegnen. An ihnen kann schön abgelesen werden, welcher Masche sich die Betrüger gerade bedienen, um ihre Opfer zu leimen und abzuzocken. In manchen Fällen lassen sich hierduch sogar Trends und die Ansätze von Spam-Kampagnen erkennen. Zur zugrundeliegenden Methodik, für weiterführende Infos und einer großen Auswahl an “Spam Omeletts” müsst ihr den Blog der Sicherheitsexperten aufsuchen. Nachfolgend möchte ich euch nur drei ausgesuchte Visual Maps vorstellen: (weiterlesen…)

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‘What the world needs now’: Schlimmer Song für einen guten Zweck26.02.10

Hat jemand von euch schon jemals etwas über den John Lennon Educational Tour Bus gehört? Auf die Gefahr hin, dass ich nicht der einzige bin, dem dieses Non-Profit-Projekt bisher unbekannt war, hier ein kurzes Intro: Es handelt sich um ein rollendes, mit hochmoderner Technik ausgestattetes Aufnahme- und Produktionsstudio für Audio- und Videoerzeugnisse. Seit dem Jahr 1998 kurvt es durch die USA, hält an Schulen, bei Musik-Festivals, Messen und unterschiedlichsten anderen Veranstaltungen und ermuntert dort Schüler und Studenten dazu, ihre eigene Musik vorzustellen und im Bus aufzunehmen.

Dieser Bus nun hielt vor einigen Tagen auch auf vor den Toren der ”Technology, Entertainment, Design” (TED) in Kalifornien und lud einige der Konferenzteilnehmer zu einer kleinen Aktion ein. Sie sollten ihre Vorstellungen davon, was die Welt ihrer Meinung nach momentan am dringendsten braucht, auf ein Blatt Papier zeichnen. Diese Kunstwerke wurden dann zu einem kleinen Musikvideo umgearbeitet und mit dem für das Projekt komponierten Song “What the world needs now” untermalt. Geleitet wurde das Projekt von Aaron Koblin, der bereits bei Yahoo für Innovationen und Kreativität verantwortlich war und derzeit als technischer Leiter in Googles Creative Lab tätig ist. Und so sieht das fertige Produkt jetzt aus beziehungsweise hört sich so an: (weiterlesen…)

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‘Recovery Girl 007′: Google-Chef lässt das Blog der Ex entfernen23.02.10

Klatsch und Tratsch auf Basic Thinking? Klar, wenn es dem guten Zweck dient! Naja, zumindest finde ich, dass es mal wieder an der Zeit ist, ein wenig für Aufklärung zu sorgen, was den Umgang mit eigenen und fremden Daten und der Privatsphäre an sich angeht. Die großen Webzweinuller-Betriebe, allen voran Facebook und Google, haben es mit dem Datenschutz ja nicht so. Mark Zuckerberg hält die Kontrolle der eigenen Nutzerdaten für ein überholtes Gebot der Neunziger, Google-Chef Eric Schmidt sagt wiederum: “Wenn es etwas gibt, das man vor den Augen anderer verbergen will, dann sollte man es vielleicht auch gar nicht erst tun.” Gut gebrüllt Löwe, denn – lieber Herr Schmidt – heute geht es um Sie!

Mitte des vergangenen Jahres hatte sich der verheiratete Google-CEO von seiner damaligen Mätresse Kate Bohner getrennt. Bohner ist eine ebenso anerkannte wie exzentrische Journalistin, schrieb für das “Forbes Magazin” und half als Co-Autorin bei Donald Trumps Ego-Ratgeber “Die Kunst des Comebacks”. Wie die Beziehung zu Schmidt damals aussah, will ich hier nicht in all den schillernden Farben ausbreiten: die Geschichte mit den Diamantohrringen, den vielen Dollar-Noten und dem Umzug nach Los Angeles lest ihr am Besten direkt bei Valleywag nach. (weiterlesen…)

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