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Archive for the ‘Marketing PR’

Nach Qualitätsschelte: ‘New York Times’ pflastert Wettbewerber-Blog mit Werbung zu10.03.10

“Der kleine Blogger macht sich über uns lustig!” – Mit dieser Einleitung stelle ich gerade ein vertrauliches und ebenso empörtes Gespräch im obersten Stock des New York Times Towers nach. “Was machen wir jetzt? Schreiben wir einen bösen Brief? Verklagen wir ihn? Lassen wir ihn verschwinden?” – “Nein. Wir pflastern seine Seite mit Werbung zu!” Klingt ziemlich schräg, aber so ähnlich muss es gewesen sein, als sich die Bosse der Zeitung gemeinsam mit der PR- und Marketingabteilung an einen Tisch setzten.

Doch zunächst die Vorgeschichte: Jake Dobkin ist Mitgründer und Mitschreiber des Blogs Gothamist, das auf Lokalnachrichten aus der New Yorker Region spezialisiert ist. Dobkin und sein Team erledigen einen guten Job, immerhin sind die Autoren auch näher am Geschehen dran, als es meinetwegen ein Redakteur vom Schreibtisch aus sein könnte. Von diesem Vorteil ist Gothamist selbst überzeugt – so überzeugt, dass Dobkin kürzlich der Kragen platzte. (weiterlesen…)

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HP an Apple: ‘Schaut mal, unser Tablet Slate kann Flash! Haha!’09.03.10

Auch wenn Steve Jobs persönliches iPad die Flash-Sprache beherrscht – die Apple-Tablets, die für den gemeinen Endkunden am 3. April (zumindest in den USA) in den Handel kommen, beherrschen sie nicht. Die Fans streiten sich derzeit noch über die Relevanz dieses Makels, das Lager spaltet sich in die Flash-Vermisser und die Pro-HTML5ler, die sich als die progressivere Partei ansehen.

Wie auch immer: Für einige Kunden ist Flash ein ausschlaggebendes Kaufkriterium, immerhin werden dadurch heute noch die gängigsten RichMedia-Dienste im Netz unterstützt. Deshalb freut sich HP gerade auch wie ein Schneekönig, endlich ein neues Alleinstellungsmerkmal für seinen “Slate” gefunden zu haben. Das Wunder-Tablet wurde auf der CES im Januar von Microsoft-Chef Steve Ballmer kurz in die Luft gehoben, später gab es noch einen kleinen Q&A-Einblick – doch das war es. Technische Daten? Preis? Verfügbarkeit? Fehlanzeige. Doch was wir seit heute wissen: Das HP Slate kann Flash! (weiterlesen…)

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Die Jubelperser von Xing: ‘Wir wollten keine gecasteten Models zeigen’ [Interview]24.02.10

“Ziel der neuen Kampagne ist es, die Mitglieder in den Mittelpunkt zu stellen – vorm PC, bei ihrem individuellen XING-Moment: der Traumjob, der passende Experte fürs Projekt – oder mehr Kontakte als der eigene Sohn.” – so hatte es Xing formuliert. Die neue Werbe-Offensive mit dem Titel “Es hat Xing gemacht!” entbehrt nicht eines gewissen Charmes, immerhin wird dort vorgestellt, wer eigentlich noch so auf dem Kontaktnetzwerk sein Unwesen treibt – und wie er dorthin kam. Da ist Timo H., der Marketing Manager, der “30 Expertenantworten in einer Stunde bekam”. Oder Florian S., der einen passenden Fachmann für sein Projekt auf der Plattform fand.

Um den Xing-Gedanken im Netz zu versprühen, sollte eine Banner-Kampagne anrollen, ebenso wurde eine Microsite online geschaltet, auf der weitere Testimonials gesucht werden, die ihren “persönlichen XING-Moment mit einem Foto hochladen” und mit etwas Glück vielleicht sogar Gewinne einkassieren können. (weiterlesen…)

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Bloomberg: Neue Einblicke in AOLs Content-Fabrik22.02.10

So sieht er also aus: der Buzz-dominierte Qualitätsjournalismus der “Ad Content”-Ära! Schon im vergangenen Jahr waren einige spärliche Infos zu AOLs Super-Newsroom durchgesickert, doch jetzt konnte Bloomberg den Chef des einstigen Dialup-Imperiums noch einmal zu einer intimen Unterredung bitten. “Wir wollen den Journalismus durch Technik verbessern”, verriet Tim Armstrong. “Wir denken, dass wir ein strategisches Fenster haben, um in Qualitätscontent zu investieren.”

AOL hat insgesamt 500 Vollzeitjournalisten eingekauft – kein großer Akt, denn Redakteure sind seit der Zeitungskrise billige Ausschussware. Dazu kommt noch einmal eine Armee von 3.000 Freiberuflern, die gegenseitig um die heißesten Themen buhlen. Denn nur heiße Themen bedeuten Lohn, andernfalls braucht sich kein Schreiberling die Mühe zu machen. Armstrong will auf jedem Arbeitsrechner eine neue Software installiert sehen, die AOL selbst entwickelt hat. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um einen gigantischen Crawler, der Seiten, Dienste und soziale Netzwerke in Echtzeit allein nach aktuellen Top-Themen abgrast. “Gefällt mir!” – dies soll der einzige Maßstab für die Erstellung von Content sein. “Leserwachstum und Leser-Engagement sind die beiden Dinge nach denen wir unser Investment in den Journalismus bewerten”, so Armstrong. Dazu stehen sogar Gedankenüberlegungen im Raum, überdurchschnittliche PI-Generatoren unter den Autoren quartalsweise mit Boni auszustatten. Ganz ruhig, verehrte Mitglieder des DJV, es kommt noch besser. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Die große Hure Social Media?21.02.10

Es gehört einfach zum Wesen des Internetmenschens, dass er hin und wieder ordentlich auf die Kacke haut. Er muss es tun, er hat gar keine andere Wahl – das gehört zum Handwerk und wird auch erwartet. “Warum Blogs einfach scheiße sind!”, heißt es dann. Oder: “Tschüss, lieber Telefonanbieter XY.” Oder: “Deshalb wird Deutschland nie nach oben kommen.” Dann geht ein Rumms durch das Netz, ein kurzes Beben, das die Nutzer aufschreckt: sie taumeln, sympathisieren und distanzieren sich und so werden einmal mehr die Grenzen neu gezogen.

Deshalb war ich auch nicht groß überrascht, diese Woche wieder einmal einen von Don Alphonsos Donnerschlägen zu vernehmen. Ein wenig ungewöhnlich war jedoch die Richtung, aus der der Angriff kam: gezündet im klassischen Medium der FAZ (für die der Don seit gut einem Jahr schreibt) raste die Rakete per RSS in das Netz, um auf Twitter ihre Runde zu drehen und dann im Herzen des Internets zu detonieren. Aber, sei’s drum. Alphonso hatte eine Attacke auf Social Media-Berater gestartet, die sich gewaschen hatte. Dabei geizte er nicht mit Details, nannte polternd Gründe und ätzte einige Übeltäter-Namen heraus. Irgendwann lichtete sich die gelbe Schwefelwolke und der Vorhang fiel, ein resignierendes Fazit verdeckend. (weiterlesen…)

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Neues Viralprojekt Skype Outside: Bei VoIP-Anruf – Kunst!18.02.10

Beim Mobile World Kongress (MWC) vor wenigen Tagen gab es für Skype den Durchbruch: Der VoIP-Anbieter wartet seit Jahren darauf, mit seinem Dienst in das UMTS-Netz zu kommen, doch die großen Telcos dieser Welt haben die Tür verschlossen. Warum? “Weil der VoIP-Traffic unsere Netze zumüllt und wir am Ende nicht einmal einen Cent für vertelefonierte Minuten sehen!”, so das Argument der kopfschüttelnden Telekommunikationskonzerne. Skype bietet kostenlose Telefonate zwischen einzelnen Mitgliedern, wer andere Nummern anwählt, kommt mit reichlich günstigen Tarifen davon. In Deutschland erlaubt beispielsweise T-Mobile deshalb die Nutzung von VoIP nur gegen satten Aufpreis.

Auf dem MWC ist es Skype nun gelungen, zumindest einen Anbieter davon zu überzeugen, dass VoIP nicht zwangsläufig ein Umsatzkiller für Unternehmen – sondern vielmehr ein Kaufanreiz für Kunden ist. Verizon hat sich einverstanden erklärt und den Vertrag unterzeichnet – ab März dürfen damit alle Verizon-Kunden mit Datentarif Skype dazu nutzen, um kostenlos andere Skype-Mitglieder auf der ganzen Welt anzurufen. Der Mobilfunker will zu diesem Zeitpunkt insgesamt neun Smartphones (darunter BlackBerrys und drei Android-Handys) mit Skype mobile ausgestattet haben. (weiterlesen…)

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Stellenangebot: Obama sucht neuen Betreuer seines Twitter-Accounts15.02.10

Barack – Social Media-König – Obama hat ein neues Jobanagebot für alle Web 2.0-Interessierten parat: Sowohl für seinen Twitter-Kanal als auch für weitere Plattformen im sozialen Netz sucht der Präsident einen würdigen Vertreter. Wie das “Wall Street Journal” mitteilt, wurde ein entsprechendes Stellenangebot für einen “Social Networks Manager” am Wochenende veröffentlicht. Der Bewerber sollte sich zutrauen, das Democratic National Committee and Organizing for America in Netzwerken wie Facebook, Twitter und MySpace vertreten zu können. Er wird eng mit dem New Media-Abteilung des Präsidenten zusammenarbeiten, um nach dem Crowdsourcing-Prinzip die “Change-Agenda” im Land voranzubringen.

Arbeiten aus dem Homeoffice ist dabei unmöglich, der Kandidat muss in die US-Hauptstadt Washington ziehen und dort seinem Beruf nachgehen, der “alles andere als ein 9-bis-5-Job” sei. Deadlines, “harte Arbeit”, komplexe Projekte und Organisationsaufgaben dürfen ihm oder ihr keine Angst machen. (weiterlesen…)

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Facebook an Microsoft: ‘Das mit der Banner-Vermarktung machen wir jetzt mal lieber alleine.’08.02.10

Wir erinnern uns: Im Oktober 2007 hatte Microsoft 240 Millionen Dollar als Investor in Facebook gepumpt – im Gegenzug bekamen die Redmonder 1,6 Prozent der Aktien und das Versprechen, dass sie sich ab sofort um die Vermarktung kümmern dürfen. Auch der deutsche Microsoft-Ableger zeigte sich angesichts der neuen Aufgabe stolz wie Oskar: “Microsoft Digital Advertising Solutions wird nach der mit Facebook getroffenen Vereinbarung exklusiv Bannerwerbung für deutsche User vermarkten.”

Das ist seit dem Wochenende Geschichte – Facebook entzieht dem Software-Haus die Lizenz zum Verkauf von Display-Ads. “Wir haben gemeinsam viel an der Werbung gearbeitet”, schreibt General Manager Jon Tinter im Bing-Blog. Wenn man jedoch in Betracht ziehe, welche Art von Werbung heute auf Facebook geschaltet würde, “macht es einfach mehr Sinn”, wenn das soziale Netzwerk auch gleich die Führung bei der Werbestrategie übernimmt. In anderen Worten: Microsoft steigt aus der Banner-Werbung aus und begnügt sich mit der Vermarktung von Suchergebnissen (Textanzeigen). (weiterlesen…)

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Simyo vs. Vodafone: Düsseldorfer PR-Schlacht mit Augenzwinkern28.01.10


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Es erinnert alles ein wenig an den Pimmel-Skandal Kai Diekmanns und der Taz. Oder an die Batman-Nummer der Piraten-Partei im vergangenen Jahr. Dennoch halte ich die Aktion für gelungen, niemand hat sich weh getan, niemand kratzte den anderen, es flossen keine Tränen.

Alles begann damit, dass simyo seinen Nachbar Vodafone ein wenig reizen wollte. simyo hat seinen Sitz am Düsseldorfer Rheinufer, schön gelegen, im idyllischen Regierungsviertel, fast unter dem Fernsehturm. In der Nacht des 22. Januar rückte ein Team des Billig-Mobilfunkers, bewaffnet mit einem ziemlich fetten Beamer, in die Nähe des Vodafone-Hochhauses vor. Dann schmissen sie die Lichtwurfmaschine an: Unter einer großen simyo-SIM-Karte prangte die Werbebotschaft “Tue Gutes in Dein Handy”. Hier das Video dazu: (weiterlesen…)

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‘Power I’-Icon soll für mehr Transparenz im Online-Marketing sorgen: Zieht Google mit?27.01.10

Power-IDas Jahr 2010 schickt sich an, das Jahr der neu eingeführten Icons zu werden. Zuerst gab es den – allem Anschein nach zum Scheitern verurteilten – Versuch der Firma Sarcasm, Inc., den Sarkasmus-Indikator “SarcMark” zu etablieren. Und nun folgt das “Power I” der (Werbe-)Industrie, ein kleines weißes “i” mit Kringel auf blauem Grund (siehe Bild). Dieses Icon soll ab Sommer den meisten Online-Ads angefügt werden, die auf der Auswertung von demografischen oder durch Behavioral Targeting gewonnenen Daten basieren. Begleitet von dem Zusatz: “Warum habe ich diese Werbung erhalten?”

Wer auf das Icon klickt, wird zu einer Informationsseite weitergeleitet. Auf dieser erfährt er, wie der Werbetreibende zum Beispiel seine Surf-Historie und andere im Internet gespeicherten Daten über sich für die angezeigte Ad benutzt hat. (weiterlesen…)

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Kurz vor Stunde X: HP zeigt das Tablet ‘Slate’ erneut – und langweilt das Publikum27.01.10

hp-slate

Das Studio sieht ein wenig muffig aus, im Vordergrund sitzen eine HP-Sprecherin und Phil McKinney, der CTO des Computerbauers. McKinney rannte bereits auf der Gadget-Messe CES neben Steve Ballmer mit dem Slate in der Hand herum. Nun, wenige Stunden bevor Apple sein Tablet aus dem Hut zaubern wird, erlebt der Flachmann von Hewlett Packard seine zweite Premiere.

Um es gleich vorweg zu sagen: Der Informationsgehalt des etwa fünfminütigen Clips ist so dünn, wie jener des ersten Präsentationsclips, nur dass das Slate nun von einer ungekämmten PR-Dame und einem technikaffinen Brummbären umrahmt ist. Wie HP denn auf die geniale Idee gekommen sei, ein Tablet zu produzieren, wird McKinney gefragt: “Wir haben diese Lücke im Markt entdeckt! Nördlich von dem, wo sich die Smartphones befinden – und im Süden der Netbooks”, so die Antwort. Es wird immer wieder betont, dass es optimal für Rich Media sei, also Audio, Filme usw. abspielen und zudem ins Internet gehen kann. Ein Alleinstellungsmerkmal verglichen mit dem Amazon Kindle, findet McKinney. (weiterlesen…)

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Base, übernehmen Sie! Marke ‘E-Plus’ wird eingemottet25.01.10

eplusAm Wochenende hatte mir ein Kollege bereits gesteckt, dass irgendetwas bei E-Plus im Busch sei. Dass aber die Änderungen gleich so dramatisch ausfallen werden – das dürfte selbst ihn überraschen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Mobilfunker seiner Marke Base einen radikalen Kahlschlag und im Gegenzug eine neue Tarifkur verordnet, jetzt ist überraschend auch die Hauptmarke dran: E-Plus zieht bei allen eigenen Tarifen den Stecker. Neue Tarife sind hier auf absehbare Zeit nicht mehr zu erwarten.

Ich versuche schon die ganze Zeit, einen Sprecher an den Hörer zu bekommen, Kumpel Hayo von onlinekosten.de hatte da mehr Glück: E-Plus wird ab kommenden Montag die aktive Vermarktung aller Sprach- und Datentarife einstellen. Das heißt, “Zehnsation”, “Time & More” und wie sie alle heißen, sind ab dem 1. Februar Geschichte. Das klaffende Loch im Tarifportfolio soll hingegen die Schwester-Marke Base auffüllen.

Bestandskunden mit alten E-Plus-Tarifen werden allerdings weiter versorgt. “E-Plus als Marke hat noch viele Bestandskunden und unser Fokus wird nun darauf liegen, diese Kunden zu halten und ihnen bei Bedarf neue Angebote zu unterbreiten”, teilte der Sprecher mit. Die E-Plus-Kunden unter euch können also damit rechnen, in naher Zukunft den einen oder anderen Base-Prospekt im Briefkasten zu finden. Gleichzeitig hat das Unternehmen angekündigt, eine fette Werbekampagne deutschlandweit vom Band rollen zu lassen. (weiterlesen…)

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Google-Superstar: Die Suchmaschine trotzt der Krise mit satten Gewinnen21.01.10

google-moneyWirtschaftsflaute – wo? Jedenfalls nicht in Mountain View, dem Ort, in dem sich das Google Hauptquartier befindet. Der Suchriese hat vor wenigen Minuten seine Geschäftsbücher geöffnet, um ein wenig über die Performance der vergangnen drei Monate zu berichten. Fazit: Die Analysten lagen mit ihren Prognosen meilenweit daneben – und zwar unter den tatsächlichen Ergebnissen.

“Google erlebte ein starkes viertes Quartal (2009) mit 17 Prozent Umsatzwachstum auf das Jahr gerechnet”, verkündet CEO Eric Schmidt. Zum Jahresende wurde ein Umsatzergebnis in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar errechnet – Marktbeobachter hatten maximal knapp fünf Milliarden erwartet. Der Netto-Gewinn lag bei fetten 1,97 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor betrug dieser Wert (auch aufgrund einiger Abschreibungen) lediglich 382 Millionen Dollar.

Der Löwenanteil des Umsatzes stammt noch immer – und mit steigender Tendenz – von Google-eigenen Seiten, insgesamt 66 Prozent hat die Suchmaschine selbst erwirtschaftet, der Rest entfällt (mit kleinen Ausnahmen) auf AdSense-Programme, die auf den Seiten Dritter laufen. Damit greift die Hegemoniestrategie. Wenn man bedenkt, dass bald noch die Werbeauslieferungen auf dem Mobilfunkmarkt hinzukommen, dürfte dieses Ergebnis leicht zu toppen sein. Auf das gesamte Jahr 2009 gerechnet, strich Google rund 6,5 Milliarden Dollar ein – 50 Prozent mehr als im Vorjahr. (weiterlesen…)

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VZ-Premiere: Erstes Edelprofil eines Fußballvereins gestartet21.01.10

preussenedelprofil

Was wäre eure Antwort gewesen, wenn ich euch gefragt hätte, welcher Fußballverein in Deutschland wohl als erstes mit einem Edelprofil in den VZ-Netzwerken (meinVZ, studiVZ, schuelerVZ) an den Start gegangen ist. Meine spontane Antwort wäre gewesen: Borussia Dortmund oder Bayern München. Kollege Mike gab Bayern München oder St. Pauli zu Protokoll und über die Meinung von Chefe (VfL Bochum) hüllen wir mal den Mantel des Schweigens – auch wenn er sich rausreden wird, dass es nur ein Scherz war. Doch zurück zum Thema: Die richtige Antwort (merkt es euch schon mal für “Wer wird Millionär”) fällt nämlich ganz anders aus. Weder ein Bundesligist noch ein Verein aus der 2. Liga hat das Rennen gemacht, sondern – und das freut mich natürlich besonders – mein Verein: Preußen Münster.

Ich habe echt nicht schlecht gestaunt, als ich heute Nachmittag den entsprechenden Tweet mit der offiziellen Ankündigung entdeckt habe. “Die Preußen sind der erste Fußballverein mit Edelprofil in den VZs”, heißt es da. Ich klicke mich weiter und darf unter studivz.net/scpreussen-muenster unter anderem sehen, dass man auf dem VZ-Profil zu jedem Heimspiel VIP-Tickets gewinnen kann; flankiert von aktuellen Nachrichten und Infos rund um den SCP. Eine schöne Sache, zweifellos. Aber ist das alles? Mitnichten, wie mir Florian von der Preußen-Geschäftsstelle erklärt hat. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Man kann Albträume auch verschlafen, liebe Unternehmen10.01.10

hm

Schon seit Jahrzehnten druckt Coca-Cola die Nummer einer Hotline auf die Etiketten aller Flaschen und Dosen. In Deutschland war es zuerst eine Essener Nummer, dann irgendwann eine aus Berlin (2003 zog das Unternehmen um). Das machen die so in allen Ländern der Erde. Ich habe mich immer gefragt, wer da eigentlich anruft und – vor allem – wer dann am anderen Ende der Leitung sitzt. Wahrscheinlich der Pförtner, der zwei, drei Mal in der Woche beim Klingeln den Hörer abnimmt, sich am Kinn kratzt und gespannt den Anfragen der Kunden lauscht: “Ops, habe mich verwählt!” oder “Entschuldigen Sie bitte, ich wollte nur einmal ausprobieren, ob die Nummer wirklich geht.” wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Häufigste sein, was er zu hören bekommt. Dann wird er den Hörer wieder auflegen, leise seufzen und auf irgendeiner Liste einen Strich machen.

Denn so zuvorkommend das Hotline-Angebot von Coca-Cola ist, so überflüssig ist es auch. Wer sich informieren will, tut dies heute im Netz. Wer sich beschweren will, der… ja: das sind eigentlich die interessantesten Fälle. Der Mensch an sich und der Deutsche im Speziellen hat Angst vor Unternehmen, Angst vor Filialleitern, Angst vor dem Verkäufer. Das Rabattgesetz ist am 25. Juli 2001 gefallen, doch ich sehe keine hitzigen Diskussionen zwischen den Warenregalen. Selbst, wenn der Kunde ein Produkt gekauft hat, mit dem er unzufrieden ist, behält er seinen Unmut erst einmal für sich. Der zweite Schritt besteht aus dem empörten Informieren des Freudeskreises (“Da war ein Mäuseköddel in meinen neuen Cornflakes!”), danach folgt vielleicht ein Brief an das Gesundheitsamt oder die Lokalzeitung – vielleicht auch an die überregionale Presse (“Es war ein besonders großer Köddel!”). Der Hersteller ist häufig der Letzte auf der Liste, der sich dann erst eine Woche nach der ganzen Aufregung für das Missgeschick mit dem verklumpten Sirupbällchen entschuldigen darf. (weiterlesen…)

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