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Archive for the ‘Marketing PR’

TabCo – Die (neue) TabletCompany veröffentlicht weiteres Video07.07.11

So, dann werfe ich an dieser Stelle doch einfach mal eine Frage in den Raum, die auch Jürgen schon zweimal gestellt hat: Who is TabCo? Ihr erinnert euch: bei der letzten Keynote von Apple in San Francisco kreiste plötzlich ein Flugzeug über dem Veranstaltungsgebäude und malte lustige Schriftzüge in den wolkenlosen Himmel. Kurze Zeit später tauchte bei YouTube ein ganz offensichtlich improvisiertes Marktforschungsvideo auf. Hintergrund: ein neuer (?) Hersteller von Tablet PCs ist in Begriff den Markt mit einem innovativen User-Interface (UI) aufzurollen.

Nun gibt es neues Futter für all diejenigen, die sich wie ich die Frage stellen, wer hinter den recht pfiffig inszenierten Viral-Aktionen stecken könnte. Als ich heute Morgen ins Büro kam, fand ich eine E-Mail des TabCo PR Team aus dem kalifornischen San Jose in meinem Postfach, in der ich auf ein neues Video (findet ihr nach dem Break) aufmerksam gemacht werde. Das Interessante daran: die Jungs und Mädels der TabCo-Schmiede sitzen laut einer in der E-Mail zu findenden US-Adresse nicht nur in unmittelbarer Nähe zum Eishockey-Stadion der San Jose Sharks, sondern auch in direkter Nachbarschaft von Hewlett Packard. (weiterlesen…)

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Schweizer “Anti-PowerPoint-Partei” kämpft für den Flipchart05.07.11

Als ich im Wintersemester 2001 an der Universität Jena meine ersten holprigen Orientierungsversuche unternahm, hatten Notebooks in Seminarräumen, Bibliotheken und Hörsälen noch echten Seltenheitswert. Kaum einer meiner Kommilitonen tippte seine Notizen in einen mobilen Computer – und wer es tat, rückte sich damit zielsicher in die Nerd- oder Angeberecke. Seminarvorträge wurden mit – ja das war vor zehn Jahren noch Standard – Folien und klassischen Projektoren gehalten. Da eine Folienkopie a) im Vergleich nicht gerade billig war und b) das Wechseln der labbrigen Plastikscheiben so manchen Referenten in seiner Sprache-Hand-Augen-Koordination ziemlich beanspruchte, hielten sich die meisten Seminarteilnehmer an die goldenen Regeln guter Referate und setzten das visuelle Mittel der Folie nur äußerst sparsam ein.

Kaum fünf Jahre später war alles anders. Fast jeder hatte sich im Discounter seiner Wahl mit einem günstigen Laptop versorgt und setzte ab sofort auf die Wunder der digitalen Präsentation – oft zum Leidwesen der übrigen Anwesenden. Was es da alles zu sehen gab, braucht sich in der Retrospektive nicht hinter Geschmacksentgleisungen wie Schulterpolstern, den (leider!) in der Renaissance befindlichen VoKuHiLa-Frisuren und dem ersten Ford Ka zu verstecken. Bei mindestens einem Vortrag im Semester hieß fortan die Devise: Wenn PowerPoint es kann, dann muss es auch verwendet werden. (weiterlesen…)

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Sorry, zu voll hier: Kein Reinkommen bei Google+ (Update)30.06.11

[Update] Einladungen scheinen für Googlemail-Adressen derzeit möglich zu sein. Wenn ihr eine möchtet, postet bitte einen Kommentar unten und gebt eure Googlemail-Adresse an. Bei 100 mache ich aber Schluss… Sorry, das war’s. 180 sind deutlich mehr als versprochen. Muss reichen! [/Update]

Wie macht man eine Party möglichst schnell möglichst interessant? Indem man nur einige Gäste reinlässt und ihnen die Macht in die Hand gibt, vielleicht noch weitere dazu zu holen. Das ist gestern Nacht bei Google Plus passiert. Einige bekamen Invites und konnten wieder neue Leute einladen. Die meisten der letzteren werden derzeit aber direkt an der Tür abgewiesen. Und wie es immer so ist: Wer es rein geschafft hat, verbreitet über alle Kanäle, was er dort so Spannendes erlebt, was den Hype noch erhöht.

Dass das Interesse immens groß ist, merkt man aktuell in unserer Blog-Nachbarschaft: Martin Weigert von Netzwertig erhielt auf seine Ankündigung, Invites zu verteilen, 80 Kommentare in 25 Minuten. Einige derjenigen, die er einladen konnte, erhielten von Google daraufhin offenbar die Nachricht, dass Masseneinladungen nicht gewünscht seien. Caschy von Stadt-Bremerhaven bekam nach Veröffentlichung seines Beitrags dazu um kurz nach 8 Uhr inzwischen 137 Kommentare größtenteils von Lesern, die an Invites interessiert sind. Ein ähnliches Bild drüben bei Stereopoly. Andreas Floemer war auch so nett, mich einzuladen. Mit meinem Invite hat Google mich bislang allerdings nicht reingelassen: zu voll. (weiterlesen…)

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MediaMarkt und ein gebrochenes Werbeversprechen: Was wirklich geschah29.06.11

Am Sonntag haben wir euch die Geschichte von Tobias Anton erzählt, dem Mann, der ganz alleine den MediaMarkt herausgefordert hatte. Nachdem wir den Beitrag veröffentlicht hatten, erreichten mich einige Lesermeinungen und Statements. Nicht wenige gingen davon aus, der Shop, der hinter dem Niedrigangebot steht, habe Tobias Anton selbst auf die Mission geschickt. Wie sonst hätte er so schnell im MediaMarkt sein können und warum hat er sein Blog offenbar nur für die MediaMarkt-Aktion ins Leben gerufen?

Ich habe in den vergangenen Tagen noch einmal mit allen Beteiligten Rücksprache gehalten und um Klärung gebeten. MediaMarkt und die an der Werbeaktion beteiligte Preissuchmaschine Idealo widersprechen der Theorie vehement, man habe den Shop dazu veranlasst, das Angebot zu löschen. Der Shop My-Solution hat zugegeben, dass der Fernseher ein Testangebot gewesen ist, um MediaMarkt herauszufordern. Tobias Anton und My-Solution streiten jeweils vehement ab, etwas miteinander zu tun zu haben. Dafür erhielt ich ein pikantes Geständnis von MediaMarkt: Ja, die Möglichkeit, Kaufverträge trotz der Werbung nicht zustande kommen zu lassen, existiert. (weiterlesen…)

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Angebot einseitig abgelehnt: Media Markt verkauft nicht zum niedrigsten Internetpreis (2.Update)26.06.11

Zwei Updates unten: Golem.de hat ein Statement von My-Solution bekommen, Idealo widerspricht Vorwürfen, man habe das Angebot gelöscht.

Die Warenhauskette MediaMarkt wirbt derzeit mit einer deutschlandweiten Aktion, die aufhorchen lässt: “Das große TV-Duell” oder “MediaMarkt vs. Internet” heißt es dort. Der Clou angeblich: Zeigt man einem MediaMarkt-Verkäufer für einen beworbenen Fernseher den günstigeren Preis aus einem Online-Shop, dann zahlt man den jeweils günstigeren Betrag dafür. Die Sache hat natürlich mehr als einen Haken: Sie gilt nur für Angebote einiger TV-Geräte und nur über die Preissuchmaschine Idealo.de, die als Partner der Aktion natürlich ein Auge auf all zu niedrige Angebote hat.

Oder zumindest haben sollte. Denn Tobias Anton fand auf Idealo trotzdem ein Philips-TV-Gerät in einem angeschlossenen Online-Shop, das erstaunlich billig war: 1.299 Euro. Ein paar Tage zuvor lag der Niedrigstpreis bei Idealo noch bei rund 3.200 Euro. Anton druckte sich das Angebot aus, marschierte in den MediaMarkt seines Vertrauens und forderte dort den Fernseher zum niedrigsten Preis ein. Um die Spannung gleich vorweg zu nehmen: den bekam er natürlich nicht. MediaMarkt und Idealo widersprechen der Vermutung, eine Löschung des Angebots habe stattgefunden.
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Neues TabCo-Video aufgetaucht: Ja, es ist ein Tablet16.06.11

Vergangene Woche haben wir an dieser Stelle ein interessantes Viral von TabCo vorgestellt, einer bislang unbekannten Initiative, die ein eigenes Tablet angekündigt hat. Und, ja, ich weiß, es hat euch brennend interessiert. Trotzdem bleiben wir da jetzt am Ball, denn TabCo hat mit einem weiteren Video auf sich aufmerksam gemacht. Szenerie ist diesmal eine – ziemlich offensichtlich gestellte – Fokusgruppe. Vier Testpersonen sitzen an einem Tisch, und ein Marktforscher erklärt ihnen, dass sie gleich ein Tablet testen werden.

Die Tester wirken zunächst ablehnend. Der Markt gehöre doch schon Apple und wenn nicht denen, dann Android, streiten sich zwei. Er sei eher ein Laptop-Typ, sagt ein Dritter. Dann reicht ihnen der Forschungsleiter TabCo-Tablets, bittet die Tester, sie auszuprobieren und schon drehen sich die Meinungen um 180 Grad. Wer steckt dahinter? (weiterlesen…)

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Wer ist TabCo?09.06.11

Ein Reporter interviewt einen Besucher vor dem Gebäude in San Francisco, in dem Apple seine Entwicklerkonferenz WWDC abhält, befragt ihn zu Apples iCloud. Plötzlich ist der Besucher abgelenkt, denn am Himmel ertönt das Geräusch eines Flugzeugmotors und es erscheint eine Schrift am blauen Himmel: “Forget the Fruit” und “WhoisTabco.com?”. Die Umstehenden versuchen herauszufinden, wer die Botschaft geschrieben hat.

Etwas wirkt fingiert. Es ist der Reporter, der in Wahrheit in die Aktion involviert ist. Zumindest ist sein Video später im offiziellen YouTube-Account der Aktion zu finden. Die Werbeaktion und auch die Schrift am Himmel scheinen allerdings echt zu sein. Ich dachte zunächst an eine Computeranimation, aber mehrere Augenzeugen bestätigen auf Twitter, dass sie die Botschaft selbst gelesen haben. Dot-Matrix Skywriting nennt sich die Technik, die zu Werbezwecken angewandt wird. Die Schrift besteht aus Rauch und verfliegt nach einiger Zeit. Hinter Tabco verbirgt sich laut der Website ein neuer Tablet-Hersteller. (weiterlesen…)

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Sie schickten uns QR-Aufkleber: Qtagr setzen auf Guerilla-Marketing06.06.11

Heute Morgen kam ein durchsichtiger Briefumschlag mit der Post, in dem nur ein paar Aufkleber mit bunten QR-Codes drin waren. Ist ganz, ganz, ganz sicher nicht das erste seiner Art, aber die Marketing-Aktion hat mir gefallen. Und weil ich in fünf Minuten weg muss und noch ein bisschen Zeit habe, schreibe ich eben mal ein paar Zeilen darüber. Hinter der Aktion steht Qtagr, ein Projekt zweier Studenten aus Mannheim. Hinter den Codes kann man etwas Beliebiges hinterlegen: einen Link, ein Video, eine App, Bilder, eine Umfrage. Also klassisches Guerilla-Marketing, sofern man da von “klassisch” sprechen kann. (weiterlesen…)

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Lügen machen dicke Beine: “Goldener Windbeutel 2011″16.05.11

"Goldener Windbeutel 2011"

Dass uns die Werbung gern ein X als ein U verkauft, ist ja eigentlich nichts Neues. Da wird der Schokoladenriegel mit Erdbeerfüllung zur Diätnahrung für Sportbegeisterte, zermatschtes Fallobst zur Premium-Marmelade und das Fruchtsaft-Imitat-Imitat mit der Extra-Portion Zucker zur frischgepressten Vitaminbombe ohne Farb- und Konservierungsstoffe.

Natürlich muss so viel Kreativität entsprechend belohnt werden. Seit 2009 vergibt foodwatch daher den “Goldenen Windbeutel” und sucht nach Danone und Zott auch in diesem Jahr wieder einen würdigen Preisträger. (weiterlesen…)

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Kämpfen mit allen Gerüchten und Bandagen: Der Wettlauf um das Tablet des Jahres23.02.11

Wettlauf in der zweiten Runde: Die erste Generation moderner Tablets kam im vergangenen Jahr auf den Markt. Die einzigen wirklich ernstzunehmenden Geräte stammten dabei aus dem Hause Apple (iPad) und Samsung (7-Zoll Galaxy Tab). In der zweiten Generation ist dafür fast jeder Hightech-Hersteller mit dabei. Weil ein jeder dabei besser sein will als die Konkurrenz, unterbieten sich die Anbieter deswegen zur Zeit mit Marktstarts und – wenn es sein muss – Gerüchten über solche. Dahinter steckt Kalkül und teilweise schlicht wirtschaftliche Notwendigkeit. Es wird wichtig, aus der Masse der Tablets hervor zu stechen. Besonders vier Herstellern scheint dieser Wettlauf wichtig zu sein.

Zum einen Apple. Kara Swisher vom Blog AllThingsDigital war sich gestern ziemlich sicher, dass Apple kommende Woche Mittwoch (2. März) das neue iPad 2 vorstellen wird. Sie ist für gewöhnlich gut informiert und beruft sich auf “verschiedene Quellen”. Nichts Genaues weiß man natürlich nicht, aber es ist nicht auszuschließen, dass Apple selbst sie informiert hat. Das würde zu Apples Tradition passen, auf wichtigen Messen im Gespräch zu bleiben, auf denen man selbst nicht vor Ort ist – in diesem Fall die CeBIT. Zunächst hieß es noch, der Start des iPad 2 würde sich auf den Sommer verzögern oder zumindest den April. Beides muss sich natürlich nicht ausschließen: Zwischen Präsentation und Marktstart können immer noch Monate liegen. (weiterlesen…)

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2011 wird das Jahr, in dem uns alles gefällt21.01.11

I like: Investor Saad Khan beschreibt auf VentureBeat, wie er neulich Auto fuhr und er bei einem Song aus dem Autoradio spontan “Gefällt mir” drücken wollte. Das geht natürlich nicht – noch nicht. Denn inzwischen hat sich der Gefällt-mir-Button aus Facebook heraus ja auf Websites ausgebreitet. Seitdem können einem Texte, Bilder oder Produkte gefallen. Zusätzlich zu Personen. Apple hat mit seinem größtenteils langweiligen sozialen Netzwerk Ping immerhin die Möglichkeit vereinfacht, Songs und Alben per Knopfdruck zu mögen, die man ehrlich erworben hat.

Mit Foursquare, Friendticker und Facebook Places kam quasi die Möglichkeit hinzu, Orte zu mögen. Auch wenn alle Dienste die Funktion noch “Einchecken” oder ähnlich nennen, es ist das gleiche Prinzip. Und wie ich Facebook kenne, fällt den Jungs vielleicht ein gemeinsamer Begriff für beides ein, so wie man vor knapp einem Jahr Fans und Fanseiten durch “Gefällt mir” ersetzt hatte. (weiterlesen…)

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Euroweb, Sportler und eine verhältnismäßig weiße Weste auf Google20.01.11

Als ich im Rahmen der Recherche für das Thema Nerdcore gegen Euroweb auf Google nach Euroweb suchte, fielen mir wenige negative Ergebnisse in der ersten Suchergebnis-Seite auf. Die verwandten Suchanfragen, die Google dabei ausgab, zeigen dafür ein anderes Bild. “Euroweb Betrug”, “Euroweb Abzocke” oder “Euroweb Kritik” etwa sind bei der Suchmaschine häufig gesuchte Begriffskombinationen. Die oberste Suchergebnisseite bei Google lieferte mir dafür eher Links zur Euroweb-Sportförderung, zur Euroweb-Stiftung und zu Euroweb-Marketing. Wie kommt es zu diesem positiven Bild?

Die Euroweb-Sportförderung etwa unterstützt Sportstars wie Skirennläuferin Maria Riesch, Kunstturner Fabian Hambüchen oder FC-Bayern-Fußballer Andreas Ottl. Die offizielle Website von Maria Riesch ist, wie ihr im Screenshot unten seht, von Euroweb erstellt. Im Impressum gibt es gleich vier Links zu Euroweb-Angeboten. Diese profitieren von der guten Platzierung auf der Website der berühmten Wintersportlerin. So kann der Eindruck entstehen, dass die Euroweb Sportförderung für das gönnerhafte Düsseldorfer Unternehmen gleich zwei zusätzliche, positive Begleiterscheinungen mit sich bringt. (weiterlesen…)

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Patch: AOL gibt Abermillionen für den Lokaljournalismus aus17.01.11

AOLs neuer Chef Tim Armstrong ist ein Freund des Online-Journalismus. Das klingt selbstverständlich, ist aber erstaunlicherweise eher die Ausnahme. Zumindest was Investitionen angeht. Seit Armstrong im März 2009 bei AOL das Ruder übernahm, investierte er dutzende Millionen US-Dollar in AOLs Lokalnewsplattform Patch.com. Auch die Übernahme des US-Techblogs Techcrunch wurde maßgeblich von Armstrong initiiert. Die “New York Times” betrachtet heute in einem interessanten Beitrag das Phänomen Patch. Das Projekt hat sich längst noch nicht überall durchgesetzt, aber in vielen Kommunen sei die Seite bereits anerkannt und generiere eine ernst zu nehmende Anzahl von Besuchen und Seitenaufrufen.

Das Projekt zeigt die Schwierigkeiten mit einem solchen Lokalprojekt. Bisherige Projekte ähnlicher Natur machen deutlich, dass Plattformen für Lokaljournalismus ohne Geld bisher nicht erfolgreich waren. AOL hat das Geld bislang maßgeblich in Personal investiert. So beschäftigt Armstrong vor Ort Lokalredakteure, die zwischen 38.000 und 43.000 Dollar im Jahr und damit ein anständiges Salär erhalten. Die Redakteure müssen dafür täglich bis zu fünf Beiträge liefern, seien es Nachrichten, Bildergalerien, Kommentare oder Videos. Daneben betreuen sie weitere Freischaffende vor Ort. Mehrere hundert Lokalredakteure sind im Einsatz, die AOL mit Laptop, Digitalkamera, Handy und Funkgeräten ausgestattet hat. Letztere, um den Polizeifunk zu verfolgen, was in den USA bis zu einem gewissen Grad erlaubt ist. (weiterlesen…)

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Perfekt ausgebildet, darf nichts kosten? Statista und Fragen zu einem Stellenangebot12.01.11

Man kann ja doch nichts ändern. Und jeder für sich, ist das nicht heute Realität? Es begann mit einem Tweet. Ein Freund, Kommunikationsdesigner, regte sich über eine Stellenanzeige auf, wie es so viele von ihnen gibt. Ein Hamburger Startup sucht einen Junior Content Manager, der praktisch perfekt ausgebildet ist und dabei kaum etwas kosten darf. So die Anzeige. In einem solchen Fall hat man drei Möglichkeiten. 1. Es ist einem egal, weil es einen selbst nicht betrifft. 2. Man macht es wie die meisten, ärgert sich, aber sagt nichts. 3. Man geht der Sache nach.

Ich bin der Sache mal nachgegangen. Das war ich mir selbst schuldig. In den vergangenen Jahren war ich selbst oft auf Jobsuche und habe mir von manchen Unternehmen einiges gefallen lassen müssen, was nicht in Ordnung war. Seit Anfang Januar bin ich nun bei BasicThinking und verantworte damit immerhin eins der meist gelesenen Blogs in Deutschland. Von hier aus kann man mehr erreichen als ein Arbeitsloser, dessen Ärger auf dem Weg durch die Instanzen ungehört verhallt. (weiterlesen…)

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Verbraucherzentrale: ‘Flut von Signets’ und ‘Fragwürdige Empfehlungen’ bei IT-Produkten04.11.10

Wer kennt’s nicht? Da prangt auf einem Produkt beispielsweise ein Stiftung Warentest-Logo mit der Note “sehr gut”, der Konsument denkt toll, sieht dann genauer hin und entdeckt – einen Etikettenschwindel. Die Note wurde entweder schon vor Jahren vergeben und ist somit nicht mehr aktuell. Oder sie bezieht sich auf ein Vorgängermodell. Oder sie bewertet beispielsweise die Umweltverträglichkeit der Verpackung und nicht ihren Inhalt, wie vom Hersteller suggeriert wird. Dass bei der Verwendung derartiger “Empfehlungen” also Vorsicht geboten ist, dürfte sich bei den meisten mittlerweile rumgesprochen haben. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich nun die Notenvergabe per Sieger-Siegel speziell im IT-Bereich etwas genauer angesehen und konstatiert abschließend “fragwürdige Empfehlungen ohne Transparenz” und eine “Flut von Signets”, die den Markt überschwemmen.

Im Kern kritisiert sie, dass die mehr als 500 Tester – die Bandbreite reicht da von Fachzeitschriften wie Chip, Connect oder Computerbild bis zu Onlinemagazinen wie Au-Ja.de, die Grundlagen für ihre Ergebnisse für den Kunden nicht transparent genug gestalten. Das beinhaltet beispielsweise den Umstand, dass die durchgeführten Tests für den Verbraucher entweder nur schwer zugänglich oder bereits nach kürzester Zeit gar nicht mehr verfügbar sind. Und das, obwohl der Bundesgerichtshof diese Mindestanforderungen (fürs Internet) in einem Beschluss (Az.: I ZR 50/07; PDF) im Januar dieses Jahres festgesetzt hatte. (weiterlesen…)

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