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Archive for the ‘Produkte’

Aldi vor dem Kadi: Streit um Lizenzgebühren für Komprimierungsstandard18.03.10

Mensch, das löst in mir altem Aldi-Kunden doch glatt eine Achterbahnfahrt der Gefühle aus: Gestern noch erhalte ich eine Mail mit der frohen Kunde, dass Aldi mit einem Multimedia-PC in den Frühling startet. Und heute folgt dann die Hiobsbotschaft auf den Fuß: Aldi (sowohl Süd als auch Nord) wird verklagt und soll den Verkauf aller PCs, Laptops, Set-Top-Boxen, DVD-Player, Blu-ray-Player und Fernseher stoppen. Der Großhändler und einige seiner hiesigen Konkurrenten sollen diese Produkte anbieten, ohne über die dafür nötigen Lizenzen für den Video- und Audio-Kompressionsstandard MPEG-2 zu verfügen beziehungsweise ohne die anfallenden Lizenzgebühren zu entrichten. Das behaupten zumindest die Patentinhaber und haben deswegen nun vor dem Düsseldorfer Landgericht Klage eingereicht.

“Wir erwarten von allen Händlern, die MPEG-2-Produkte unter ihrem eigenen Markennamen verkaufen, dass sie ihre Verpflichtungen in Bezug auf die Patentlizenzen erfüllen”, so Larry Horn, Geschäftsführer bei MPEG LA. In der Pressemitteilung (.pdf) dieses mit der Wahrung der Kläger-Interessen betrauten Patentverwaltungs-Unternehmens finden sich neben dieser auch noch weitere Forderungen: der klassische finanzielle Schadensersatz, eine Einstweillige Verfügung gegen die unrechtmäßige Verwendung der MPEG-2-Patente im besagten Produkt-Portfolio und ein Verbot, diese Produkte weiterhin anbieten, bewerben oder importieren zu dürfen. (weiterlesen…)

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Neues Schreckgespenst: Studie macht Netz-Piraten für Arbeitsplatzverlust verantwortlich18.03.10

“Liebe Netz-Piraten, würdet ihr bitte euer kriminellen Handlungen künftig einstellen. Ihr gefährdet mit eurem schändlichen Tun Millionen von Jobs in der EU. Gezeichnet: Eure Internationale Handelskammer.” - So nett würde die Behörde ihr Anliegen den Cyber-Ganstern gegenüber vermutlich nie formulieren, es wird aber dennoch immer so auf Letztere wirken: kindlich-naiv. Und die Antwort wird auch immer die Gleiche bleiben: “Nein, außer wenn…” Die Bedingungen muss ich hier nicht wiederholen, sie wurden schon mehr als einmal auf diesem Blog von euch und uns formuliert.

Der Fokus soll vielmehr auf der Untersuchung liegen, die die Basis für den fiktiven Brief bildet. Dem Guardian zufolge könnten in den nächsten fünf Jahren 250.000 Menschen in Großbritannien ihre Jobs in den Branchen Musik, Film und Fernsehen verlieren, wenn die Online-Piraterie im gleichen Ausmaß weiterbetrieben wird, wie bisher. In der gesamten EU werde die Zahl im gleichen Zeitraum sogar deutlich die Millionengrenze übersteigen. Dies will eine Studie mit dem Titel: “Building a Digital Economy – The Importance of Saving Jobs in the EU’s Creative Industries” (zu Deutsch etwa: “Aufbau einer digitalen Wirtschaft: Die Bedeutung der Erhaltung von Arbeitsplätzen in den kreativen Branchen der EU”) herausgefunden haben, die der französische Marktforscher Tera Consultans im Auftrag der Internationalen Handelskammer durchgeführt hat. (weiterlesen…)

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Apple macht sich wieder unbeliebt – durch Verbot von Schutzfolien18.03.10

Es klingt wie ein verfrühter Aprilscherz. Das auf Berichterstattung über die Apple-Produkte iPod, iPhone und iPad spezialisierte Online-Magazin iLounge schreibt aktuell, dass das Unternehmen aus Cupertino Schutzfolien für die Displays der oben genannten Gadgets aus seinen Retail- und Online-Stores verbannt. Hierbei handelt es sich laut Redakteur Charles Starrett keinesfalls um ein Gerücht, da ihm auf Nachfrage mehrere Unternehmen das im Mai in Kraft tretende Verbot bestätigen konnten. Namentlich wurde der Hersteller XGear genannt, der den Mirage Mirror Screen Protector anbietet.

Ich habe daraufhin hier direkt mal in die Tasten gehauen und sowohl einen freien Händler angerufen, der Apple-Produkte verkauft, als auch im Apples Online-Store. Beide Male gab es die gleiche Antwort: Man weiß von nichts und verkauft die Dinger zunächst einmal fleißig weiter. Genaueres wissen auch die betroffenen Unternehmen in den USA nicht. Wie immer in solchen Fällen, schweigt sich Apple zu seiner Geschäftspolitik aus und eine Anfrage des Journalisten blieb bis dato ebenfalls unbeantwortet. (weiterlesen…)

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Milestone-Keyboard mit Fehlern: Motorola verärgert die Russen17.03.10

Ich hätte ja nicht gedacht, dass Motorolas Comeback (Infos dazu) mit Android und dem Milestone so glatt gehen würde – als alter Motorola-Fan hat es mich deshalb umso mehr gefreut! Nachdem das Zugpferd der Amerikaner nun auf so positive Resonanz bei den Kunden gestoßen ist, ist es Zeit für das Überdenken weiterer Expansionspläne: da draußen gibt es noch eine Menge Märkte, die es zu erobern gilt.

Und genau das hat Motorola nun getan. “Nächster Stopp: Russland”, lautet die Devise und just aus diesem Grund mussten nun auch noch einmal die Hardware-Techniker ran. Als kleiner Stolperstein bei der Aktion erwies sich nämlich die Tastatur, das ausschiebbare QWERTZ-Keyboard, das sich eben nicht durch ein einfaches Software-Update an die Gegebenheiten der Landessprachen anpassen lässt. Das moderne lateinische Alphabet verfügt über 26 Buchstaben. Wenn Motorola ganz Russland erobern möchte, muss die russische Sprache berücksichtigt werden, die heute von rund 164 Millionen Menschen gesprochen wird. Nur verfügt das russische Alphabet über 33 Buchstaben. Und genau hier liegt das Problem… (weiterlesen…)

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Internet Explorer 9: Microsoft setzt auf HTML5 und mehr Speed17.03.10

Kurze Frage in die Runde: Wie viele von euch Microsoft-Fans (die es ja gibt, etliche Kommentare zeugen davon) arbeiten noch mit XP? Ich hoffe, die Wenigsten, denn für euch habe ich eine schlechte Nachricht: Der neue Internet Explorer – Version 9 – wird dieses Betriebssystem nicht mehr unterstützen, Voraussetzung ist mindestens Windows Vista mit ServicePack 2. Diese Information kommt sicherlich nicht überraschend, schmerzt aber umso mehr, wenn man sich anguckt, was Microsoft da mit dem neuen – aber noch nicht ganz fertigen – Browser für ein nettes Paket geschnürt hat. Das Teil wurde am gestrigen Dienstag auf der Entwicklerkonferenz MIX 2010 in Las Vegas vorgestellt und hat einige Verbesserungen zu bieten. Besonders interessant sind dabei die Themen HTML5 und Speed-Steigerungen.

Fangen wir mal mit HTML5 an. “Wir lieben HTML5 so sehr, dass wir wollen, dass es funktioniert”, sagte auf einem vor einigen Tagen stattfindenden Briefing der Leiter des Internet Explorer-Teams, Dean Hachamovitch. Mit dem IE9 wird der Software-Hersteller somit auch am Ast des Flash-Players sägen und Videos mit dem Komprimierer H.264 mittels <Video>-Tag einbinden. (weiterlesen…)

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Augmented Reality im Schminkkoffer: Shiseido präsentiert den ‘Digital Cosmetic Mirror’16.03.10

Ich bin immer wieder fasziniert davon, welche Einsatzgebiete Unternehmen für moderne technische Errungenschaften finden. So zum Beispiel bei dem japanischen Kosmetikhersteller Shiseido, bei dem Augmented Reality in Form des “Digital Cosmetic Mirror” Einzug in unsere Welt findet. Bei diesem Spiegel handelt es sich, wie wohl anhand des Namens nicht allzu schwer zu erraten sein dürfte, um ein kleines Helferlein für Damen. Dessen Clou besteht nun aber darin, dass er ihnen das Ausprobieren von Kosmetika erlaubt, ohne diese aber tatsächlich im Gesicht auftragen zu müssen.   

Und so funktioniert das gute Stück: Der Spiegel ist kein echter Spiegel, sondern eine Kombo aus Monitor und darüber angebrachter Videokamera. Diese scannt in einem ersten Schritt das Gesicht der Frau und zeigt es dann auf der linken Hälfte des Monitors als Bewegtbild an. Auf der rechten Seite erscheinen Vorschläge für Make-Up-Produkte. Diese basieren auf den individuellen Merkmalen des Gesichts (Hautfarbe, Teint, Augenfarbe und so weiter), die der Computer beim Scan erfasst und analysiert hat und zu denen er mittels einer speziellen Software die (vermutlich) am besten passenden Artikel aus seiner Datenbank aufruft. Aus diesem Angebot kann die Dame dann ein Produkt – etwa einen Lippenstift – und anschließend die Farbe per Druck auf die Touchscreen auswählen. Sobald dies geschehen ist, überträgt der Computer die Farbe an die entsprechende Stelle des gescannten Gesichts (hier also den Mund). Und bevor ich mir diesen nun weiter fusselig beschreibe, hier eine kleine Demonstration: (weiterlesen…)

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E-Book-Händler packen aus: So viel geben Kunden im Jahr für elektronische Lektüre aus16.03.10

Das sind ja mal interessante Zahlen, die Libri uns da zur Verfügung gestellt hat. Ich meine: Alle sprechen über E-Books und die Reader, Chancen und Risiken, doch eine messbare Bilanz des Hypes hat es (zumal in Deutschland!) noch nicht gegeben. Heute will der Online-Buchhändler das ändern und hat uns gerade mit einigen Details zum hiesigen E-Book-Handel gefüttert. Wir erinnern uns: Vor rund einem Jahr ging der Sony Reader bei Libri an den Start.

Laut Chef Per Dalheimer wird das Geschäft mit elektronischer Lektüre gut angenommen: Im Schnitt kauften Libri-Kunden, die mit einem Reader unterwegs sind, rund zehn E-Books im Jahr – der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 14,50 Euro, macht also 145 Euro pro Jahr. Die am häufigsten gekauften Bücher stammen aber aus dem 9,99 Euro-Sortiment, in erster Linie Krimis und Romane, wobei Frauen gerne noch in der Fantasy-Abteilung stöbern. Bei männlichen Lesern kommen die Klassiker gut an. Stieg Larssons Schwedenschwank “Verblendung” war bei Libri im vergangenen Jahr das am häufigste geladene E-Book. Bei ihrer Entscheidung lassen sich Leser übrigens oft von der Spiegel-Bestsellerliste beeinflussen, heißt es. (weiterlesen…)

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PayPal schraubt die Preise runter, um Micropayment-Entwicklung voranzutreiben16.03.10

Sie an, sieh an. PayPal gibt nun also tatsächlich Gas und versucht aufzuholen, was bisher verpennt worden war. Ich hatte mich ja an anderer Stelle schon kritisch mit der Geschäftspolitik der eBay-Tochter auseinandergesetzt und bemängelt, dass ein wichtiger Trend bisher völlig stiefmütterlich behandelt wurde: Micropayment. Natürlich könnte nun der Einwand kommen, dass das Unternehmen super erfolgreich ist – der Umsatz soll im Jahr 2011 auf über fünf Milliarden Dollar anwachsen – und damit eigentlich alles richtig gemacht wurde. Der Punkt ist aber der: Wenn sich beispielsweise die Zeitungsverleger erst einmal für ein Monetarisierungsmodell entschieden haben, was beflügelt durch die immer stärker wachsende Aufmerksamkeit der Konsumenten für E-Reader vielleicht schon bald der Fall sein könnte, dann werden auch andere Unternehmen einen Teil vom Micropayment-Kuchen abhaben wollen. PayPal wird dann stärker um Anteile kämpfen müssen, als wenn man sich bereits im Vorfeld in diesem Bereich als Platzhirsch etabliert hätte.

Nun hat der Bezahlfreund aber einige Zeichen der Zeit erkannt und widmet sich mit ganzer Kraft der Suche nach einem Weg, um Online-Transaktionen bei Beträgen unter 10 Dollar für Unternehmen günstiger zu gestalten. Bisher ist es so , dass viele Händler die Möglichkeit scheuen, ihren Kunden bei kleinen Beträgen die Bezahl-Option per Kreditkarte anzubieten, weil die dabei anfallenden Gebühren unverhältnismäßig hoch ausfallen und den Profit senken. Hier will PayPal nun ansetzen und die Gebührenstruktur ändern. Anstatt den Händler weiterhin bei jeder Transaktion zur Kasse zu bitten, soll noch in diesem Jahr ein Verfahren eingerichtet werden, bei dem die Kleinstbeträge addiert werden und PayPal erst ab einer bestimmten Summe kassiert.  (weiterlesen…)

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Bericht: Samsung stellt iPad-Attentäter in Aussicht16.03.10

APC hat Bestätigung! Da APC aber nur eine Quelle ist, bitte ich, die nun folgende Information mit kritischem Blick zu lesen. Also, das Tech-Magazin will exklusiv erfahren haben, dass Samsung einen iPad-Attentäter in der Pipeline hat! Kein Nachahmer, kein Simulant – nein, etwas “Besseres” soll es sein. Noch dieses Jahr soll der Flachmann auf den Markt kommen. Ein Redakteur traf den Chef der australischen IT-Division auf dem diesjährigen Samsung Forum in Singapur und konnte dem Manager einige Details entlocken.

Samsung hat zwei Alleinstellungsmerkmale ausgemacht, die es zu besetzen gilt, um Apples Lösung alt aussehen zu lassen: Rechenpower und Konnektivität – genau das seien die Schwachstellen des iPad, so der Samsung-Mann. “Ich weiß, dass die Tablet-Plattform Beine hat, doch ich denke, diese Beine müssten wesentlich kräftiger sein. Zum Beispiel ein Produkt mit Atom-Prozessor, das wesentlich flexibler ist – von den Ein- und Ausgängen nicht zu sprechen. So etwas hätte mehr Potential als das iPad.” (weiterlesen…)

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Opera: Finale Versionen des Mini 5 und Mobile 10 stehen zum Download bereit16.03.10

Freunde des besonderen Surferlebnisses: Es ist soweit. In einer soeben veröffentlichten Pressemitteilung lässt der norwegische Browserhersteller Opera seine treuen und neuen Fans wissen, dass Opera Mini 5 und Opera Mobile 10 jetzt in ihrer finalen Version veröffentlicht wurden und ab sofort von der Unternehmensseite kostenlos heruntergeladen werden können.

Bei der Weiterentwicklung des Browser-Duos wurde vor allem Wert auf das Wesentliche gelegt: “Die Bedürfnisse unserer mehr als 50 Millionen Nutzern stets vor Augen, haben wir uns insbesondere auf die Geschwindigkeit, eine unserem Browser für Desktop-PCs vergleichbare Funktionalität und die Datensicherung in unseren mobilen Browsern konzentriert”, so Lars Boilesen, CEO von Opera Software. Für alle Neu-Fans, die es bisher nicht wussten: Durch das Routing auf die hauseigenen Server schafft es Opera, die Größe der Datenpakete, die zum Smartphone geschickt werden, um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Der Vorteil spiegelt sich dadurch nicht nur in der Speed wider, mit der Webseiten aufgebaut werden, sondern auch im Geldbeutel. Wer einen volumenabhängigen Datentarif hat oder im Ausland mobil surfen will, wird das zu schätzen wissen. Für Liebhaber der visuellen Aufbereitung gibt es die Leistungsübersicht nachfolgend auch in bewegten Bildern: (weiterlesen…)

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Aus Angst vor Ballmer: Mitarbeiter verstecken ihre iPhones15.03.10

So locker wie bei seinem Besuch an der Trevecca Nazarene University in Nashville reagiert Steve Ballmer offenbar nicht immer, wenn er mit einem Produkt seines Erz-Rivalen Apple konfrontiert wird. Damals hatte ein Student ihn gefragt, ob er dessen Mac signieren würde. Der Microsoft-CEO machte gute Miene zum bösen Spiel und kritzelte seinen Namen und eine kleine Botschaft – “Need a new one?” – auf das Gerät (Für alle, die es nicht kennen, habe ich das Video weiter unten nochmal eingebettet). Weniger “amused” ist Herr Ballmer aber offenbar, wenn seine eigenen Angestellten Apple-Produkte denen des Software-Riesen vorziehen.

Dem “Wall Street Journal” zufolge soll ein Microsoft-Mitarbeiter auf einem Firmen-Meeting versucht haben, ein paar Schnappschüsse von seinem Boss zu machen – und zwar mit einem iPhone. Dieser reagiert prompt, riss dem Unglücksraben das Smartphone aus der Hand, legte es auf den Boden und tat so, als würde er es mit seinem Fuß zertreten. Die Botschaft an die Tausende von Microsoft-Beschäftigten, die dem Spektakel beiwohnten, dürfte klar gewesen sein. Seitdem trauen sich nur noch die wenigsten von ihnen, ihr iPhone auf dem Firmengelände öffentlich zu benutzen. (weiterlesen…)

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Google wird von China ermahnt – und Microsoft freut sich12.03.10

Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte. Letzterer könnte Microsoft sein, die anderen beiden sind Google und China. Kurz zur Erinnerung: Mitte Dezember des vergangenen Jahres wurden der Suchriese und knapp zwei Dutzend andere Unternehmen Opfer einer gezielten und schweren Cyber-Attacke. Wie sich herausstellte, wurde sie von chinesischen Elite-Schülern im Auftrag der kommunistischen Regierung des Landes durchgeführt, was China allerdings bestreitet. Als Reaktion auf den Angriff hatte Google angekündigt, die vereinbarte Zensur in China zu beenden und sich notfalls sogar komplett aus dem Land zurückzuziehen. Seitdem suchen beide Parteien nach einer Lösung, beharren aber weiter auf ihrem jeweiligen Standpunkt. Diesen hat der chinesische Minister für Industrie und Informationstechnologie, Li Yizhong am heutigen Freitag noch einmal in deutliche Worte gepackt.

Am Rande der Tagung des Volkskongresses in Peking stellte er klar, dass Google “die Konsequenzen wird tragen müssen”, wenn die von der chinesischen Regierung geforderten Zensurbestimmungen nicht auch weiterhin umgesetzt werden. Und weiter: “Ich hoffe, Google kann Chinas Regeln und Bestimmungen respektieren. Wenn jemand auf Maßnahmen beharrt, die gegen chinesisches Recht verstoßen, dann wiederhole ich: Dieser jemand ist unfreundlich und unverantwortlich und wird die Konsequenzen selbst zu verantworten haben.” Eine recht deutliche Ansage und es stellt sich die Frage, ob man Google an seinen Taten oder nur den Worten wird messen können. (weiterlesen…)

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iBooks vs. eBookstore: Händler will Bücher auch aus eigenem Store fürs iPad verkaufen12.03.10

“Kunden können am Freitag, den 12. März ab 5.30 Uhr morgens pazifischer Zeit auf apple.com ihre Vorbestellung tätigen.” Diese Mitteilung ist all jenen als E-Mail ins virtuelle Postfach geflattert, die ihre Adresse in Apples Benachrichtigungsliste hinterlegt hatten. Heute ab 14.30 Uhr unserer Zeit sitzen also Steve Jobs netten Angestellten mit Notiz-Zetteln und Bleistiften bereit, um eventuell eingehende Vorbestellungen für das “magische und revolutionäre iPad“ entgegenzunehmen. Und offenbar erwartet der Maestro einen regen Zulauf, denn Analysten zufolge sollen allein im ersten Halbjahr 2010 um die 5 Millionen iPads hergestellt werden. Ob die dann auch wirklich an den Mann/Frau gebracht werden können, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Über die Verkaufspreise und Verfügbarkeiten hatten wir euch ja bereits informiert – wer also hierzulande nicht bis Ende April warten möchte und über einen Zweitwohnsitz in den USA und eine amerikanische Kreditkarte verfügt (bei Bedarf könnte ich mit letzterem aushelfen), der sollte jetzt die Uhr nicht mehr aus den Augen lassen.

Püntklich zu dieser Ansage hat ein weiterer Buchverlag ganz deutlich seine Sympathien für das Multimedia-Tablet aus Cupertino betont. Nachdem vor einigen Tagen bereits John Makinson, seines Zeichens CEO von Penguin Books, seine Freude über das iPad und dessen Nutzen für sein Haus mit der Welt geteilt hatte, ziehen nun die Verantwortlichen Barnes & Noble nach. Auf dem Unternehmensblog des größten amerikanischen Buchhändlers heißt es: ”…daher wollten wir bestätigen, dass wir in Kürze einen neuen B&N eReader für das iPad anbieten werden”. (weiterlesen…)

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Reuters kontra Twitter: Erst die Kunden, dann die Follower12.03.10

Es dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass Twitter sich schon lange vom Slogan “Was machst du gerade” verabschiedet hat und nun fragt, “Was sagen andere über…?”. Damit zollen die Verantwortlichen des Microblogging-Dienstes dem Trend Respekt, dass profane Tweets mit simplen Tätigkeitsbeschreibungen und relativ geringem Informationswert sukzessive durch News-lastige Kurznachrichten ersetzt werden. Dazu gehören immer öfter brandaktuelle Berichte wie beispielsweise nach der Präsidentschaftswahl im Iran, dem Flugzeugabsturz in den Hudson River oder der Bundespräsidentenwahl. Dabei sind es oft aber nicht nur die sogenannten Bürgerjournalisten, die zufällig zur rechten Zeit am richtigen Ort sind und über Vorfälle twittern. Häufiger sind es Journalisten selbst, die ihre Follower mit Exklusivmaterial füttern.

Und genau dieser Umstand geht der amerikanischen Nachrichtenagentur Reuters gewaltig gegen den Strich. So gewaltig sogar, dass sie kürzlich eigens für ihre Mitarbeiter Verhaltensregeln im Umgang mit Social Networks erstellt und in das Kapitel “Reporting from the internet” ihres “Handbook of Journalism” aufgenommen hat. Unter anderem enthält es die Anordnungen, dass erst ein Vorgesetzter kontaktiert werden sollte, bevor ein Reuters-Journalist Twitter zu beruflichen Zwecken nutzt, diese Tweets dann von jemand anderem zur Sicherheit gegengelesen werden sollen, in ihnen keine persönlichen – vor allem politischen – Ansichten enthalten sein sollen und der Mitarbeiter für seine privaten Tweets entsprechend einen privaten Account nutzen sollte. Alles völlig nachvollziehbare Grundsätze, die in der Basic-Thinking-Redaktion ähnlich gehandhabt werden und Irritationen wie im Beispiel von Alex Paynes Tweet verhindern sollen . Der in meinen Augen entscheidende Passus ist aber jener, der die Journalisten dazu auffordert, ihre Nachrichten nicht auf Twitter auszuplaudern, bevor die Reuters-Kunden sie erhalten haben. (weiterlesen…)

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Spielzeug wird zum Elektroschocker: Wer zu viel denkt, wird bestraft11.03.10

Im Original stammt der Mindflex vom amerikanischen Spielzeugkonzern Mattel, wurde zu Beginn des vergangenen Jahres auf der CES vorgestellt (keine Ahnung, ob es das Teil mittlerweile auch bei uns zu kaufen gibt) und war ein echter Hingucker. Es befähigte nämlich den Spieler, nur Kraft seiner Gedanken einen kleinen Ball durch ein Plastiklabyrinth zu führen. Der Trick dabei bestand darin, dass mittels eines Kopfaufsatzes die Hirnströme gemessen wurden und je stärker diese waren, desto stärker blies ein Ventilator den Spielball durch die Lüfte.

Nun haben die Jungs von Harcos Labs ihre eigenen Vorstellungen davon gehabt, was man mit dem Mindflex so alles anstellen könnte und haben sich eine Do-it-yourself-Variante desselbigen gebastelt. Auch bei ihr werden die Hirnströme gemessen, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Nun gilt es, so gut wie möglich nichts zu denken und seine Gehirnströme auf einem niedrigen Level zu halten. Steigt deren Intensität nämlich, was durch eine Ampel-ähnliche Lämpchenanordnung angezeigt wird, und übersteigt dabei einen kritischen Punkt, setzt es… Stromstöße (siehe Bild). Wer andere nicht leiden sehen kann, sollte jetzt nicht weiter lesen, alle anderen werden vermutlich mit den (freiwilligen) “Testpersonen” mitlachen müssen… (weiterlesen…)

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