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Die neuen Freiangestellten





Robert Basic

(Speakers Corner Beitrag von Markus Albers)

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe zu viel Lebenszeit im Büro verbracht. 12-Stunden-Tage, wenn der Chef mal wieder einen Spezialauftrag hatte. Nachtschichten und Sonntage vor der Deadline. Dazu der Fron der täglichen Routine. Die Erkenntnis ist eigentlich schockierend: Ich habe den Großteil der wachen Minuten meines Erwachsenenlebens an einem fremden Schreibtisch vor dem Computer gesessen.

Für die Generation unserer Eltern war das Büro eine den Alltag dominierende Struktur. Mein Vater zum Beispiel war Beamter, musste jeden Tag in sein Linoleum-graues Amt. Er hat mir mal verraten, dass er als junger Mann lieber Förster geworden wäre, immer in der Natur – aber da war dann schnell die Ehe, das Kind, die Hypothek – und so stand sein Lebenslauf bis zur Pensionierung fest.

Viele Menschen meiner Altersgruppe haben sich versprochen, es besser zu machen, flexibel zu bleiben, sich nicht vom Arbeitstrott dominieren zu lassen, lieber ungewöhnlich zu leben. Aber spätestens irgendwann Mitte 30 wachen sie dann eines Morgens auf und haben merken: Gar nichts machst Du besser. Gehst jeden Tag ins Büro, sitzt da vor dem Computer, gehst wieder nach Hause. Mir ging es ähnlich.
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12.08.2008, Themen: Bücher, Mitarbeiter, Speakers Corner- 64 Kommentare →

xp3theme für Wordpress





Ahmet

xp3theme für Wordpress:

Die idee des iThemes ist von http://www.magoorange.com und ich hab mir danach überlegt,… warum es dieses Theme auch nicht in WinXP form gibt… Es gibt ja auch mehr Xp benutzer (als Betriebssystem) als Mac, bzw. Vista!

Im moment hab ich nur mit 3 Spalten & Center edition gearbeitet, bald werde ich auch die anderen Online stellen.

DEMO:

  • Noch keine Demo-seite…

Screenshot:
screenshot-xp3theme-1-2

Wenn du dieses Theme downloadest und es auch benutzt, must du hiermit einverstanden sein:

  • Du darfst dieses Theme nicht weiterverkaufen
  • Ein Link muss zurück zu http://www.basicprogramming.de und zu http://www.magoorange.com führen
  • Du darfst dieses Theme für Personale oder Commerciele Blogs benutzen
  • Du darfst dieses Theme bearbeiten, übersetzen oder weitetgeben (nicht verkaufen)

Downloads:
Classic:

Browser Kompaktibilität

  1. Internet Explorer 7
  2. Mozilla Firefox 2.3
  3. Opera 9
  4. Safari 3 (Windows)

Installation

  1. Downloade die More →

10.08.2008, Themen: Speakers Corner- 13 Kommentare →

Politik und Wirtschaft





Horst Bressem

(Speakers Corner Beitrag von Horst Bressem)

Dass die Wirtschaft großen Einfluss auf die Politik hat, ist kein Geheimnis. Dass die deutsche Politik sich aber immer mehr auf globale, wirtschaftliche Ströme einstellen und entsprechende Weichen stellen muß, ist dringend notwendig.

Leider stellt man fest, dass die deutsche Politik zu wenig unternimmt, um den Veränderungswillen der Bevölkerung zu fördern und die Einsicht in die Notwendigkeit sich der “Neuzeit” anzunähern zu wenig unterstützt!
Als Wissens-Ökonomie laufen uns einige Länder inzwischen den Rang ab.

Wissensvermittlung

Unsere Regierung, allein verantwortlich für Schulwesen, Universitäten u.a. Fortbildungsstätten, ist aufgerufen, alle verfügbaren (Steuer-) Mittel einzusetzen, um unser Land auf die großen anstehenden wirtschaftlichen Veränderungen vorzubereiten.

Sehr bedenklich scheint mir, dass wir als (noch) stärkste Wirtschaftsnation Europas bei Anwendung von Open-Source-Strategien von einer eher unterentwickelten Region in Südspanien lernen müssen (siehe den Artikel von gestern:Fragen an die Politik).

Ich bin überzeugt, dass die verantwortlichen deutschen Politiker nicht genau wissen, welches Gewicht die Open-Source-Bewegung für unsere Wirtschaft hat. Es geht hier eben nicht nur um eine kostenfreie Software. Open-Source betrifft Firmen-Strategien, Marketing, Produktentwicklung, E-Goverment (siehe Extramentura) usw.

Es geht um eine neue Arbeits-Systematik, um neue Formen der Produktion, der Zusammenarbeit. IT ist, wie der Name schon sagt, Technik, “Social-Networks” sind Kontaktmedien – bei Open-Source handelt es sich aber um eine weltweite Bewegung.

Es geht vor allem um neue Prinzipien

Die neue ökonomische Logik verursacht nicht nur globale Wertschöpfungsketten, sondern baut auf den Prinzipien Offenheit, Teilen und Selbstbestimmtheit auf. Deutschland verharrt immer noch in hierarchischen Strukturen.

Geheimniskrämerei hinter hohen Unternehmensmauern ist nicht mehr zielführend. Kunden und Partner (Peer-Production) wollen heute bei der Ideenfindung, bei der Produktentwicklung, mit dabei sein !

Firmen, die sich nicht öffnen, die die Innovationskraft und Ideenvielfalt der breiten Masse nicht in Anspruch nehmen, werden schon aus Kostengründen im globalen Wettbewerb nicht mithalten können.

Die Firma Google hat z.B. ein Konsortium mit den 30 führenden Mobilfunk-Firmen gegründet, um das revolutionäre „Android-Programm“ zu entwickeln. Zusätzlich hat Google ein Entwicklungs-Kit herausgegeben. In über 100 Länder beteiligen sich Tausende (mit großem Erfog) mit Ideen-und Entwicklungsarbeit an diesem faszinierenden Programm. “Android” bringt, unter anderem, alle PC-Anwendungen auf mobile Endgeräte.

Die Lebenszyklen der Systeme werden immer kürzer, der Innovationsdruck steigt. Wenn Google, im Boot mit 30 Schwergewichten der Industrie, zusätzlich auf die Ideenvielfalt der breiten Masse, sprich auf kollektive Intelligenz angewiesen ist, sollte das auch für die Politik ein ausreichend wichtiger Grund sein, ein bisschen mehr auf die “Stimme des Volkes” zu hören !

Mehr Offenheit tut nicht nur gut – ohne die neue Offenheit gibt`s Akzeptanzprobleme.

07.08.2008, Themen: Allgemein, Speakers Corner- 7 Kommentare →

Jede Mauer muss weg





Oliver

(Speakers Corner Beitrag von Oliver)

Immer wieder wird das Internet zensiert. Mal sind es Seiten die wahrscheinlich niemand möchte – sei es braune Suppe oder etwa gefälschte Bankseiten – mal aber auch “konsensfähige” Seiten, sei es aus Inkompetenz oder z.B. aus angeblichen Copyrightgründen.

Anlässlich der Olympischen Spiele in China ist jetzt das Thema Netzzensur wieder mal aktuell geworden. Zwar sind einigermaßen informierte Zeitgenossen nicht wirklich von dem Umstand überrascht, dass in China nicht alle Internetseiten erreichbar sind, jedoch bietet diese Thema anscheinend mal wieder die Gelegenheit auf dem Wirtschaftskonkurrenten China herumzuhacken.

Leider wird nur zu gerne übersehen, dass auch andere Länder wie zum Beispiel Iran, USA oder Niedersachsen gerne mit der Zensurkeule schwingen, wenn es mal wieder ein aktuelles Thema zum profilieren gibt. Da fallen einem spontan Bombenbauanleitungen, YouPorn oder anderes un-”christlich-demokratisches” ein.

Das Problem an jeglicher Form der Zensur ist aber von mehreren Seiten zu betrachten:

  • Fängt man einmal mit der Zensur an, weitet sie sich immer mehr aus. Sind es anfangs noch abstoßende Sachen könnte es ja zum Beispiel bald die Seite “der Linken” oder der “wirren Bürgerinitiative” treffen, wenn die anderen Parteien sich entschließen die als “zu gefährlich/falsch/unwichtig” einzustufen.
  • Es fällt einem demokratischen Land das selbst zensiert schwer, sogenannte Schurkenstaaten zu mehr Bürgerrechten zu drängen, da man nicht mehr vom höheren moralischen Standpunkt argumentieren kann. Genau diesen Effekt kann man zum Beispiel bei China schon beobachten.
  • Es ist nur schwer möglich einzelne Seiten zu sperren ohne dass andere (ganz normale Seiten) vielleicht in Mitleidenschaft gezogen werden
  • Wirklich sperren lassen sich “böse” Seiten eh nicht zuverlässig, wäre das möglich müssten wir ja keine Angst vor irgendwelchen Bankseiten-Fälschern haben.

Dazu kommt noch, dass die meisten Formen der Netzzensur mit einfachsten Mitteln zu umgehen sind. Insbesondere die sogenannte “Great Firewall of China” ist eher mit einem Maschendrahtzaun vergleichbar als mit einem ernsthaften Hindernis.

Um dieses Wissen zu verbreiten hat der ChaosComputerClub jetzt eine Internetseite erstellt, auf der von der chinesischen oder einer anderen Zensur Betroffenen einfach umzusetzende Umgehungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Diese Seite ist unter chinesewall.ccc.de zu finden.

Disclaimer: Ich habe selbst bei der Entwicklung der Seite und des FreedomSticks mitgearbeitet.

06.08.2008, Themen: Internet, Speakers Corner- 9 Kommentare →

Fragen an die Politik





Horst Bressem

Abwanderung

In Deutschland sind inzwischen über 100.000 Arbeitsplätze nicht zu besetzen, weil 30.000 Ingenieure, zigtausend IT-Experten usw. fehlen (siehe Kommentare zum Artikel “Die neue ökonomische Logikâ€?).
Frage: Was unternimmt die Politik, um zu verhindern, dass sich hier ganze Landstriche entvölkern ? (Wie es z.B. in Brandenburg in erschreckendem Maße passiert.)

Deutschland eine IT-Nation ?

Die Baltischen Staaten sind uns in Sachen digitale Systeme um Jahre voraus. Vor allem in Litauen sind mobile Lösungen schon lange Bestandteil der “Tagesordnungâ€?, ist es schon seit 6 Jahren ganz normal, Taxi oder Parkgebühren per Handy zu bezahlen.

Extremadura, das Armenhaus Spaniens und mit die ärmste Region Europas, ist inzwischen Weltmarktführer in Sachen Open-Source-Strategien. Ergebnis: ein traditionell dünn besiedelter, karger Landstrich, ohne Industrie und Fremden-Industrie ist für IT-Experten hochinteressant geworden und prosperiert deshalb ! Hier der Bericht.

In Deutschland gibt es noch nicht einmal eine öffentliche Diskussion über die weltweite Open-Source-Bewegung.
Frage: Was unternimmt die Politik, um für mehr Bewußtsein für den steigenden Veränderungsdruck zu sorgen ?

Wissensvermittlung

Weil Festanstellungen ein Auslaufmodell sind, ist lebenslanges Lernen angesagt. Hinzu kommt, dass sich die westlichen Staaten zu Wissens-Ökonomien entwickeln. In vielen Gesprächen mit Perspektivsuchenden erfahre ich täglich, dass kaum Vorstellungen über Zukunftsperspektiven vorhanden sind. Was wir hier brauchen sind Wissens-Zentren und zwar flächendeckend.
Frage an die Politik: Welche Anstrengungen werden unternommen, um zu verhindern, dass Deutschland ein Niedriglohnland wird?

05.08.2008, Themen: Speakers Corner- 2 Kommentare →

Sommer-Blog-Kurs 8: Blogtypen und Blognamen





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBK – Sommerblogkurs.

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Das ist nun wieder ein recht umfangreiches Thema, aber grob gibt es folgende (wenn ich was vergesse, gerne hinzufügen ;) )

Blogtypen:
- Ego- und Tagebuchblog. Ggf. nur für Bekannte interessant.
- öffentliche (minimal kommentierte) Linksammlung, vgl eines der erstes Blogs http://robotwisdom.com/ (Dez 1997)
- Themenblog, eher andere Quellen sammelnd über ein Hobbythema oder beruflich Relevantes (z.B. Modelleisenbahnbau, Webdesign oder Programmierung)
- übergehend in ein ‘Kompetenzblog’ mit eigenen Beiträgen zu Fachthemen, auch und v.a. zur Self-PR, vgl. http://roell.net/weblog (liegt auf Eis) oder http://vowe.net oder http://basicthinking.de/blog
- (Medien-)Watchblog, vgl http://bildblog.de oder http://www.spiegelkritik.de/
- CEO-Blog, Blog des Chefs einer Firma, vgl. http://saftblog.de oder http://fastlane.gmblogs.com/ oder http://blogs.sun.com/jonathan
- Firmenblog (mehrere Mitarbeiter bloggen im Team) vgl http://www.blog-frosta.de/
- Firmen-Spezialistenblog, http://devresource.hp.com/drc/blogs.jsp – einzelne Spezialisten im jeweils eigenen Blog
- Blogs könne auch in Intranets zur Kommunikation eingesetzt werden, wie bei Web.de oder bbc.co.uk , hier dienen sie primär dem Abbau der Mailflut.
- generell als ‘Homepagersatz’ (mit oder ohne Newsfunktion)
- Spam Blogs (splogs): Blogs zum Zwecke der Aufwertung des Suchmaschinenrangs dritter Seiten oder rein zur Erzeugung von Werbeeinnahmen, ethisch fragwürdig.

Obige Blogtypen sind natürlich oft in den Varianten Solo- oder Gruppenblog möglich. So wäre zum Beispiel ein Blog auch als Ersatz für eine Vereinszeitung denkbar. Oft muss man für solche Nutzungsvarianten ‘irgendwie’ eine Navigation bauen, die die rein zeitliche Sortierung des Blogs kompensiert.

Blognamen:
Grundsätzlich möchte man natürlich gefunden werden – sonst könnte an das Blog auch privat unter Passwortschutz führen. da der Blogname oft in der Titelzeile der HTML-Seite landet und dort von Suchmaschinen oft bevorzugt indexiert wird, sollte man sich Gedanken machen, unter welchen Begriffen man gefunden werden möchte.
Andererseits ist ein Name, den sich die Leute gut merken können und der im Netz nicht so oft auftaucht hilfreich, denn dann finden einen frühere ‘Gäste’ einfach via Suchmaschine wieder.

In Frage kommen also:
* zentrale Begriffe aus dem Fachgebiet
* der eigene Name (wenn der nicht “Peter Müller” lautet oder zu Verwechslungen führen kann *) )
* der Firmenname
* ein Tätigkeitsschwerpunkt
* eine originelle Begriffskombination, die man sich gut merken kann

Verfahren:
* Name ausdenken
* in diverse Suchmaschinen eingeben
* gibt es eine Firma oder ein Produkt das so heißt? -> KO-Kriterium
* mehr als 10.000 Treffer? -> nicht sooo gut. (Es sei denn es sind eigene Seiten ;) )

Ggf. muss man eine Markenrecherche durchführen oder durchführen lassen: http://www.markenplatz.de/ (Angebot ungetestet)

Das könne wir ja dann in der Mailingliste zum Kurs an den einzelnen Fällen durchtesten.

ZU den oben erwähnten Firmen-Blogs noch: Z.T. verzeichnen die so viele Besucher in ihren Blogs in Relation zu den Homepages, dass jetzt die Blog-URLs auf die Firmendrucksachen wandern…

*) eine Bekannte von mir ist nicht googlebar, denn sie trägt den Namen einer Pornodarstellerin (oder umgekehrt)

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Ein Einstieg in den SommerBlogkurs, der bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter SBK.

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Zemanta Pixie

28.07.2008, Themen: Speakers Corner- 0 Kommentare →

Sommer-Blogkurs: Zwischenfrage





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBK – Sommerblogkurs.

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So, morgen erscheint der zunächst letzte Artikel der Serie zu Blogtypen und Blognamen.

Welche Themen wären denn noch interessant?

Das Thema “Wo soll ich bloggen” oder auch “worüber” und “wie recherchieren” wären sicher interssant aber die Antworten sind etwas arg abhängig von den spezifischen Zielen.

Auf Wunsch könnte ich da aber versuchen, diese Themen etwas auszuleuchten ;)

27.07.2008, Themen: Speakers Corner- 0 Kommentare →

Sommer-Blogkurs 7: Juristisches und Blog-Netikette





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBK – Sommerblogkurs.

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Im Zusammenhang mit Weblogs tauchen immer wieder einige juristische Fragen auf, die ich hier – mangels juristischer Kenntnisse – nicht hinreichend würdigen kann, aber ein paar Hinweise hauen hin:

Impressum
Es ist simpel, auch Weblogs brauchen ein Impressum. Auch private.
Natürlich haben manche Leute das starke Bedürfnis anonym bzw. pseudonym zu bleiben. Das kann in einigen Zusammenhängen, beruflichen wie politischen, persönlichen wie weltanschaulichen relativ wichtig sein. Hinweise, wie man anonym bloggt und anonym bleibt, enthält eine Publikation der ‘Reporter ohne Grenzen’:
http://www.rsf.org/rubrique.php3?id_rubrique=542

Wie ein Impressum aussehen muss ist relativ genau festgelegt, ich hab mir meines auch mit einem ‘Impressumsgenerator’ zusammengebaut, so wie diesen hier:
http://www.digi-info.de/de/netlaw/webimpressum/assistent.php

Copyright/Urheberrecht
Das sind an sich zwei grundverschiedene Dinge, im Grundsatz aber sind sie ähnlich zu behandeln.
a) Sie gelten auch im Netz, auch international.
b) Wenn man was (Text, Bild, Ton, Film) verwendet, fragt man.
c) Ausnahmen bestätigen die Regel. (Ich frage nicht bei Produktfotos von Sites mit Gadgets, Screenshots im Zusammenhang mit Berichterstattung, Filmen von Filmplattformen, die einen Einbindungsservice in Blogs anbieten etc.)

Generell kann aber auch bei c) Unbill drohen.

Grundsätzlich gilt: “Zitate gehen.” Das heißt aber auch, dass das Zitat in einen eigenen relevanten Beitrag eingebettet werden muss. Ein fremdes Foto zu ‘klauen’ und nur ‘Tolles Bild.’ dazuzuschreiben reicht nicht. Eine ausführliche Bildanalyse… das wär es schon eher. Eine Satire: geht auch. was es war und ob es reichte… sagt ein Gericht.

Generell
Alles was man auch mit Flugblättern oder in Presseorganen nicht darf, darf man auch in einem Blog nicht. Der Umkehrschluss gilt nicht.

Fast relevanter als rechtliche Probleme, mit denen ein Großteil der Blogger nicht konfrontiert wird, ist die Einhaltung der Blog-Netikette.

Beim googeln habe ich keine gefunden, deshalb hier ein paar Hinweise in der Art des Brainstormings.

Bilder
Als besonders unschön gilt es, Bilder mit der URL der fremden Webseite im eigenen Blog einzubinden, so dass es von dort geladen wird. Im Zweifelsfall zahlt nämlich der andere den Traffic und bei manchen sehr beliebten Bildern kann so was ordentlich ins Geld gehen. also: Immer auf den eigenen Server kopieren, außer da, wo es erlaubt ist. (Z.B. aus dem eigenen Flickr-Account bei Beachtung der Flickr-Verlinkungsregeln.)
Bilder unterliegen natürlich auch dem Urheberrecht. Also: den Urheber fragen. Problematisch sind z.B.: Fotos fremder Leute (wenn es keine ‘Masse’ oder ‘Gruppe’ ist), Fotos von Kunstwerken (auch Fotos von Fotos ;) ) und Fotos von architektonischen Konstrukten (es gibt einen ‘Panoramafreiheit’ aber wer z.B. das Hundertwasserhaus o.ä. fotografiert…)
Ein paar Hinweise zum Fotorecht finden sch hier: http://del.icio.us/OliverG/fotos+jura,. Grundsätzlich: Wer es schriftlich vom Urheber hat (auch dass keine rechte Dritter involviert sind) ist auf der sicheren Seite, alle anderen: “no risk. no fun.”

via-Links
Beispiel. Ich lese im Blog von Fritz. Fritz weist auf einen Artikel in Spiegel Online hin. ich will dazu auch was schreiben und linke auch auf Spiegel online. Freundlich ist es nun, Fritz auch anzulinken, mit “via [Link zum Blogeintrag von Fritz]“. so hat Fritz was davon: Besucher und die Suchmaschine rankt ihn höher.

Trackbacks
Die hatten wir ja schon. Gesetzt der Fall wir hätten nicht zum Spiegel-Artikel was sagen wollen, sondern zu dem was Fritz so dazu meint. dann hätten wir das in unserem Blog geschrieben und eventuell einen Trackback zu Fritz’ Blogeintrag gesetzt. sofern wir eben auf ihn reagieren UND ein Link zu ihm setzen. Einen Trackback auf Einträge zu setzen, die man im eigenen Eintrag NICHT verlinkt (Blogroll zählt nicht), gilt als SEHR unschön und könnte als Spam aufgefasst werden.
Wir erinnern uns: Der Trackback erzeugt im ‘getrackbackten’ Blogeintrag einen Link auf unseren Eintrag. Spammer benutzen diese Funktion oft, um ihren Suchmaschinenrang zu verbessern und Anti-Spamsoftware versucht das zu verhindern und solche Trackbacks zu blocken.

Kommentare
Kommentare, die nicht zu Sache sind, lediglich werbend oder beleidigend, löscht man. Das recht auf freie Rede hat jeder: im eigenen Blog. In anderen Blogs ist man Gast und benimmt sich wie ein solcher, wenn man wie einer behandelt werden will.

Gut, das waren jetzt ein paar Hinweise zu zwei an sich relativ ausschweifenden Themen. Fragen?

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Ein Einstieg in den SommerBlogkurs, der bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter SBK.

21.07.2008, Themen: Speakers Corner- 8 Kommentare →

Sommer-Blog-Kurs 6: Blogosphäre III – Übersichtsseiten für deutschsprachige Blogs.





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBK – Sommerblogkurs.

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Wie man über die globale Blogosphäre den Überblick gewinnen kann haben wir in Blogosphäre II gesehen. Und wie sieht es mit deutschsprachigen Weblogs aus?

Hier gibt es (neben den schon besprochenen Blogsuchmaschinen) im wesentlichen drei Dienste, die sich kümmern:

1) http://Blogcounter.de
listet Weblogs nach Trafficmenge. d.h. wer viele Besucher hat steht oben. Dass dabei reine ‘Spaßblogs’, die zum Teil ethisch fragwürdig fremde Seiten framen oder Pornoblogs, oben landen ist die eine Sache, Blogcounter selbst geriet auch wegen Einbindung von Werbecode in den Countercode in Verruf, weswegen… Eine aktuelle Übersicht zeigt, dass sich dort tendenziell eher fragwürdige Blogs herumtreiben. Sozusagen: eher die Boulevardfraktion der deutschen Blogosphäre.

2) Blogoscoop ist eine neuere Blogstatistik, die noch in der “Closed beta” also im “Testbetrieb auf Einladung” ist. Sie hat ein paar hübsche Features und wird hoffentlich nicht das Schicksal von früheren Blogstatistiken teilen, dass es unzulässig beeinflusst wird.

3) Metaroll erstellt eine Blog-Beziehungs-Statistik auf der NBasis der sogenannten Blogrolls. Da hier teilweise manuell vorgegangen werden muss, wird man sehen, welche Möglichkeiten, größere Blogmengen zu erfassen, sich hier erschließen. Ihr Macher Benedikt Köhler hat jedenfalls auch die Ag Social Media ins Leben gerufen, die sich um eine ‘Meßbarmachung’ der Blogosphäre kümmern soll und will.

4) Last but not least: http://deutscheblogcharts.de
… ist ein Auszug aus Technorati.com und erfasst deutschsprachige Blogs. Dabei wurden manuell Spamblogs ausgefiltert sowie durch ‘Zufälle’ hoch rangierende Blogs entfernt. (Auf manche Blogs zeigen Links aus Templates, weswegen auch bei technorati.com Ergebnisse verfälscht sind, wenn man sie nicht nachbearbeitet.)
Wie bei Technorati wird hier nach Anzahl der Blogs, die ein Blog verlinken, gewichtet und man hat eher eine Gewichtung nach ‘Relevanz’ denn nach Besuchermasse.

Grundsätzlich kann man natürlich die Hauptseiten der Blogplattformen ansteuern, also – um nur einige zu nennen:
http://antville.org
http://twoday.net
http://blogg.de (schon erwähnt, Betreiber ist Kunde von mir)
http://www.myblog.de/ap/weblogs.php
http.//blog.de
http://blogger.de
u.ä.
Dort sieht man meist in Tickerform, was gerade geschrieben wurde und man kann so durch zufälliges Surfen ‘Blogperlen’ finden. Manche Plattformen bieten auch interne ‘Toplisten’ nach ‘Punkten’ oder Verlinkungen an.

http://rivva.de verfolgt einen andere Taktik. Hier werden mittels einer Verlinkungsanalyse aus der ‘Gesamtheit’ der deutschsprachigen Blogosphäre ‘heiße’ Themen und Postings herausgefiltert. Rivva ist auch als Feed abonnierbar. Empfehlenswert, wenn man einen Überblick gewinnen will.

Ein Thema, das unter dieser Rubrik zu behandeln wäre, das ich hier aber überspringe ist: Wie viele Blogs gibt es (global, in den USA, in D/A/CH)? Das führt nämlich regelmäßig zu religiösen Diskussionen, ab wann ein Blog denn als ‘noch existent’ gelten soll. (1 Posting pro Woche oder pro Monat?) Irgendwas müssen wir ja auch für den Fortgeschrittenenkurs lassen.

Nach einer kurzen Exkursion ins Jurististische, wenden wir uns ein paar Blogtypen zu, werfen ggf. einen Blick auf das ‘Backend’ von Blogs und diskutieren unter welchem schönen Blognamen man wo anfangen könnte zu bloggen. (Bald ist ja schon die Hälfte des Kurses rum.)

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Ein Einstieg in den SommerBlogkurs, der bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter SBK.

14.07.2008, Themen: Speakers Corner- 2 Kommentare →

Warum es in Blogs keine Interviews mit Politikern gibt.





Micha

[Beitrag in Speakers Corner von Micha]

(…) leider müssen wir Ihre Interviewanfrage ablehnen (…) Herr [Name eines bekannten Politikers] behält es sich vor, ausschließlich mit ernsthaften und seriösen Medienvertretern zusammenzuarbeiten“, dieses war die Antwort auf eine Anfrage bzgl. eines Interviews mit einem bekannten deutschen Politiker, der sich in der Presse mehrmals zu sog. Killerspielen geäußert hatte. Welcher genau dieser war, möchte aber ich aus verschiedenen Gründen für mich behalten.

Nachdem ich diese Abfuhr erhalten hatte, die natürlich nicht gerade überraschend kam, fragte ich mich, wie manche Politiker aber auch sog. “Promis” und Experten Blogs eigentlich wahrnehmen, erleben und einschätzen. Denn dass ein bekannter Politiker diese aufkommende und mittlerweile sehr präsente Medien- und Publikationsform als nicht “ernsthaft” und anscheinend un-”seriös” eingeschätzt, ist schon prägnant und irgendwie erschreckend. Sind Blogger weniger wichtig als die Vertreter von Zeitungen, Magazinen, TV-Sendern oder dem Radio? Auf der einen Seite natürlich Ja. Das kann man nicht verleugnen. Blogger haben freilich weniger Reichweite, erreichen meist nur eine recht einseitige “Zielgruppe” und sind daher vor allem für Politiker wohl wenig bis gar nicht relevant – oder gar als Sprachrohr und Ansprechpartner interessant.
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08.07.2008, Themen: Blogging, Speakers Corner- 39 Kommentare →

Sommer-Blog-Kurs 5: Blogosphäre II – RSS, ATOM, Bloglines, Google Reader und Technorati





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBK – Sommerblogkurs.

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Um zu verstehen was Bloglines und Technorati für die Blogosphäre leisten, sollte man ein erstes Verständnis davon haben, was RSS und ATOM sind.

Grob gesagt handelt es sich um separate Dateien, die an ein Blog oder an jeden beliebigen Newsdienst angegliedert sind und im so genannten ‘Feed-Format’ die aktuellen Inhalte des Angebots nochmals enthalten. Ich benutze in der Regel den Ausdruck ‘Ticker’ dafür, etabliert hat sich der Begriff ‘Web-Feed’. Der ist aus verschiedensten Gründen ziemlich doof, auf die wir aber hier nicht eingehen. Ggf. in der Mailingliste ;)

Der Feed enthält also in einer Datei entweder die kompletten oder die gekürzten Inhalte des Weblogs.

Und was macht man damit?

Man ‘füttert’ diese Daten in einen Feedreader – das kann der Firefox sein, der MSIE kann das jetzt auch, es kann ein separates Feedreader-Programm sein wie FeedDemon (inzwischen gratis!), NewsBee oder eben ein Online-Feedreader im Web wie Bloglines oder “Google Reader” (der über schlankeWAP-Seiten auch auf dem Handy funktioniert).

Und was hat man davon?

Man kann den Überblick über viele Nachrichtenquellen behalten OHNE dort hin surfen zu müssen. Der Newsreader überprüft alle paar Stunden, Minuten oder Sekunden (letztere beiden Optionen sind nicht so toll) die Inhalte der Feed-Datei und sagt Bescheid, wenn es was Neues gibt. Bisschen wie bei E-Mail.

Bloglines: http://bloglines.com
Elegant wird das nun, wenn man seine Feed-Daten auch durchsuchen kann (wie bei Bloglines).

Beispiel:
- Man hat 20 Literaturblogs abonniert
- Man wüsste gerne, wer die letzten Tage was über den ‘neuen Walser’ geschrieben hat
- also durchsucht man einfach die eigenen Feeds (oder alle Feeds bei Bloglines) nach ‘Martin Walser’.

Da inzwischen nicht nur Blogs sondern auch Zeitungen solche Feeds anbieten spart man sich einen persönlichen Ausschnittsdienst.

Ich selbst benutze Bloglines als Themendienst. d.h. ich gruppiere Feeds zu Themen wie ‘iPod’ oder ‘Casemodding’ in Untergruppen zusammen, und wenn jemand ruft: “Schreib doch mal was zu…” sag ich: kein Problem, schau in die Feeds und los geht es mit einem brandaktuellen Überblick was gerade ‘brennt’.

Oder, Beispiel Walser:
Wenn ich _immer_ informiert sein will, was zu einem Thema gerade so geschrieben wird, kann ich auch einen ‘Suchfeed’ definieren. D.h. ich kann eine Suche zu einer Stichwortkombination abonnieren. als ich während der Buchmesse gebloggt habe, habe ich einfach das Stichwort ‘Buchmesse’ abonniert und hatte stündlich einen Überblick, welcher andere Blogger auch über die Buchmesse bloggt oder gar auf der Messe ist.


Google Reader

Ein weiterer beliebter Online-Feedreader ist inzwischen der Reader von Google.
Ich benutze ihn heute hauptsächlich. primär deswegn, weil ich damit Feeds beliebig ‘taggen’ und so in verschiedene Ordner gleichzeitig sortieren kann (also sowohl nach Themen als beispielsweise nach Region oder Priorität oder Sprache). er holpert hier allerdings etwas.
elegant ist, dass man über das Zusatzprogramm ‘Google Gears’ den Google Reader auch als Offlinereader betreiben kann. Das habe ich allerdings noch nicht ausführlich getestet und würde auch meinen Anforderungen kaum entsprechen, da ich _sowieso_ noch online muss um einen Beitrag zu bookmarken oder gleich zu verbloggen. Sobald aber alle Google-Applikationen via Gears zur Verfügung stehen, dürfte sich da einiges ändern.

Sowohl bei Google als auch bei Bloglines kann man seine Zusammenstellungen öffentlich machen und so eine Art Blog-Themenportal betreiben oder die Quellen einem Team zur Verfügung stellen. beide haben auch eine rudimentäre Funktion für das “Linkblogging” und erlauben es so, eine Art ‘Digest’ aus der täglichen Lektüre wiederum per RSS oder als Webseite anderen zu “zeigen”. So kann man zum Beispiel auch tägliche Linktipps einfach in der Seitenleite des Blogs anzeigen lassen. das habe ich zum Beispiel in der Sidebar von “Digitale Tage” gemacht.

Mit Bloglines und Google Reader kann man zudem automatisch Blogrolls erstellen lassen oder Bloglinksammlungen zu Themen. Aber das ist schon eher wieder ein Fortgeschrittenenthema.

Technorati: http://technorati.com

Technorati tut etwas ähnliches wie Bloglines. Allerdings ist es weniger ein Online-RSS-Leser, obwohl es sich inzwischen so benutzen lässt.
Es hat inzwischen so viele Funktionen, dass es etwas unübersichtlich wird.
Seine Hauptfunktion ist es, zu sehen, welches Blog sich auf welchen Eintrag in welchem anderen Blog bezieht. es beantwortet mir also z.B. die Fragen
- Wer hat sich zu meinem Blog anderswo geäußert?
- Wer hat in einem Blog diesen Blogeintrag von mir oder von jemand anderem kommentiert?

Man kann diese Informationen zwar in der Regel auch aus den Serverstatistiken oder aus Zähler-Skripten des eigenen Blogs zupfen aber perTechnorati ist das deutlich einfacher.

Technorati erstellt aus den oben beschriebenen Daten zudem eine ‘Liste der meistverlinkten Blogs’. Listet, welche Begriffe über Technorati aktuell am häufigsten gesucht werden und erstellt eine Hitliste der aktuell benutzen Tags. So kann man mit 2 Blicken auf Technorati sehen, was die (englischsprachige) Blogosphäre aktuell an Themen bewegt.

Bei Technorati kann man sich aufgrund der vielen darüber hinaus gehende Diensten ziemlich verirren. Tipp: Einfach mal einen der Dienste nutzen und dann später mal nachsehen und ausprobieren, was es sonst noch gibt.

Vorschlag: Registriert euch bei Technorati und Bloglines.
Abonniert bei Bloglines ein paar Blogs und sucht bei Technorati nach aktuellen Top-Themen oder schaut auch mal die 10 beliebtesten Blogs der Welt an.

In der nächsten Woche sehen wir uns an, wie man einen Überblick spezifisch über die deutschsprachige Blogosphäre bekommen kann.

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Ein Einstieg in den SommerBlogkurs, der bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter SBK.

07.07.2008, Themen: Speakers Corner- 0 Kommentare →

Sommer-Blog-Kurs 4: Blogosphäre I – Wie finde ich denn Blogs?





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBKSommerblogkurs.

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Zuerst zum Begriff Blogosphäre. Laut Wikipedia bezeichnet der Begriff ‘die Gesamtheit aller Blogs als Community (Gemeinschaft) oder soziales Netzwerk’.

Inwiefern das immer gilt, werden wir in den nächsten Teillektionen sehen.

Man könnte stattdessen sagen: Der Begriff Blogosphäre bezeichnet die Verbundenheit der Weblogs durch Kommunikation zwischen ihnen.

Früher wurde man immer gefragt: „Und wo ist der Eingang zum Internet?“ Dem entspricht heute die Frage: „Und wo finde ich sie, diese Blogs?“

Blogs finden 1.0

Die Antwort, die man zunächst immer gab, war:

Nimm eine beliebige Suchmaschine und gib ein Thema an, zu dem du ein Weblog suchst und kombiniere das Wort mit den Worten Blog oder Weblog, also (für fortgeschrittene Suchmaschinenbenutzer):

Themenstichwort AND (Weblog OR Blog)

Das führt fast immer zu Resultaten und ich fand auf diese Art sogar während eines Telefongesprächs über Blogs vor zwei Jahren mal ein Blog über Diabetes.

Übung: zu 2-3 eigenen Hobbies jeweils ein Blog finden und bookmarken ;-) (Tipp: Immer mal schauen, wann das Blog zuletzt aktualisiert wurde, wenn das letzte Posting 1 Monat oder länger her ist, lieber ein anderes suchen.

Blogs finden 2.0

Inzwischen haben sich nicht nur einige Dienstleister im Umfeld der Blogsuche etabliert, auch die größeren Suchmaschinen stellen eigene Blogsuchen bereit, die aber nahezu immer nur Teile der Blogosphäre abdecken.

http://blogsearch.google.com

http://news.search.yahoo.com/news/search?p=weblogs&c= (rechts)

Eine recht simple Art auf neue Blogs zu stoßen ist der Tickerdienst von http://weblogs.com/, der im Sekundentakt aktualisierte Weblogs verlinkt. Eine ähnliche Funktion hat http://blogger.com und die deutsche Seite http://blogg.de. (Der Betreiber von blogg.de ist in einem anderen Projekt mein Kunde.)

Dedizierte Blog-Erfassungsdienste wie Technorati.com oder bloglines.com schauen wir uns in Blogosphere II genauer an.

Eine gute Übung wäre, zu schauen, was sich zu den eigenen Interessen oder dem eigenen lokalen Umfeld im Blogs finden lässt.
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Ein Einstieg in den SommerBlogkurs, der bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter SBK.

30.06.2008, Themen: Speakers Corner- 0 Kommentare →

Sommer-Blog-Kurs 3: Blog-Anatomie II: die Weblog-Seite





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBK – Sommerblogkurs.

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So, nachdem wir einen genaueren Blick auf die Dinge geworfen hatten, die einen Blogeintrag “technisch” ausmachen: Jetzt ein Blick auf die technische

Anatomie der Weblog-Seite

Gut, wir haben die

* Überschrift

mit einem manchmal mehr oder weniger originellen Weblognamen oder dem Namen des Autors. Ein Klick darauf, egal von welcher Blogseite, führt meist zur Startseite des Blogs (Oder ein Klick auf ‘Home’ oder ‘Start’ oder ‘Blog’ führt da hin.)

Manchmal gibt es auch noch einen

* Untertitel

mit einem originellen Motto oder Claim oder einer kurzen Themenbeschreibung.

Zur Navigation gehören dann oft folgende Elemente

* eine Blogsuche,

damit man nach Stichworten graben kann (‘Was hat xy über eBay geschrieben?’)

* ein Link auf das Archiv

des Blogs, damit man in die Vergangenheit surfen kann.

* eine verlinkte Kategorienliste

falls die Blogeinträge nach Kategorien sortiert sind kann man sich so die Artikel dieser Kategorie anzeigen lassen. Manche Blogsysteme erlauben mehrfache Kategorien pro Artikel, manche nur eine.

* eine ‘Tag-Cloud’ (Stichwort-Wolke)

Manche Blogsysteme erlauben die Vergabe von frei formulierbaren Stichwort-’Etiketten’ (Tags) an Artikel. Und sie zeigen die Verteilung der Stichworte dadurch an, dass sie häufig benutze groß und selten benutzte klein in einer (oft alphabetisch sortierten) Stichwort-Wolke anzeigen. So kann man schnell sehen, mit welchen Themen sich ein Blog befasst und ein Klick auf ein ‘Tag’ liefert die dazu gehörigen Artikel aus.

Tags werden auch bei anderen Internetdiensten wie http://flickr.com, http://sevenload.de/ (unten rechts) und http://del.icio.us (Fettschrift statt groß und nur in der Ansicht als eingeloggter Nutzer) benutzt, um die Inhalte zu strukturieren. Dort (und rechts in diesem Blog) kann man auch solche ‘Clouds’ sehen.

Vor allem Flickr und delicious haben Tags und Tagclouds im Netz populär gemacht.

Relevant ist dann noch ein Link zum
* Impressum,

das möglichst so heißen sollte und nicht zu versteckt sein soll. Zum Impressum kommen wir später noch. Manche Blogs enthalten auch

* “Über mich”- oder “Über dieses Blog”-Links, die meist zu Kurzbios und kleinen Editorials führen.

Typisch für Weblogs ist noch die

* Blogroll,

die eine Link-Liste derjenigen Weblogs enthält, die der/die Blogger/in regelmäßig liest. Sie dient dazu, um Fans dieses Blogs andere eventuell ähnliche Weblogs zu empfehlen und hat u.a. die früher besprochen Suchmaschineneffekte zur Folge. Diesen Querlinks ist unter anderem das Entstehen von Kommunikationsbeziehungen unter Weblogs zu verdanken, eine Tatsache, die man auch als ‘Blogosphere’ bezeichnet — und ein Stichwort, das im Zentrum der nächsten Lektion(en) stehen wird.

Und dann eines der wichtigsten Elemente für eine Blogseite (- wenn fast alles andere an Spielereien fehlt, das sollte sie haben):

* RSS- und ATOM-Links

Weblogs bieten so genannte ‘Feeds’ an, die in strukturierter Form (Autor, Titel, Text, Datum etc.) die Inhalte der Artikel enthalten, aber _ohne_ die Formatinformation. Diese ‘Ticker’ können mit ‘Feed-Readern’, Online-Diensten oder inzwischen auch mit normalen Browsern ‘abonniert’ werden.
Ein solches Abo hat den Vorteil, dass man nicht mehr aktiv nachsehen muss, ob das Lieblingsblog neue Artikel hat: Man bekommt sie einfach ‘geliefert’. Der Nachteil ist… dass man manchmal sehr viele Artikel als Lesestoff geliefert bekommt.

Ein großer Online-Feedreader ist http://bloglines.com, ein anderer der Google Reader. RSS werden wir uns im Laufe des Kurses auch noch genauer ansehen.

Eine Weile hat es sehr viele Arten gegeben, wie man Feedlinks gekennzeichnet hat: meist durch orange Buttons mit den Aufschriften ‘XML’, ‘RDF’, ‘RSS’ oder ‘ATOM’ (Atom ist ein ‘alternatives’ Format zu RSS). Inzwischen hat man sich auf das Feed-Symbol geeinigt, das der Firefox-Browser benutzt: ein oranges, abgerundetes Quadrat, mit einem weißen Kreis unten links und davon nach rechts oben ausstrahlende ‘Ringsegmente’. Bitte schön: RSS-Feed, Webfeed

Generell können Blogseiten noch viele andere Elemente enthalten. Manche Anbieter (wie upcoming.org oder qype.de stellen Bloggern spezielle Codeschnipsel (“Widgets” oder “Gadgets” genannt) zur Verfügung, die sie leicht in ihr Bloglayout einbauen können, um ihren Besuchern zusätzliche Infos und Dienste zu bieten.

Manchmal verlinken Blogger auch zu ihren Feed-Abos bei Bloglines, zu ihrer Linksammlung bei del.icio.us, zu ihren Fotos bei Flickr oder zu anderen Diensten oder Gruppen, bei denen sie Mitglied sind. Manchmal tun sie das mit speziell designten ‘Mikro-Bannern’, genannt ‘Buttons’. Mit http://www.kalsey.com/tools/buttonmaker/ kann man sich auch individuelle Buttons bauen, z.B. Blogkurs-Button

Blogseiten enthalten auch manchmal ‘unsichtbare’ Markierungen, wie die Geo-Koordinaten ihres Besitzers (also: Längen- und Breitengrad in maschinenlesbarer Form im HTML-Code der Seite), mit denen es möglich ist, automatische ‘Landkarten’ mit eingezeichneten Bloggern zu erstellen. Vielleicht kommen wir noch dazu oder ich packe das in den Fortgeschrittenenkurs.

Zum Schluss kleine Übung:
* beliebige Blogseite suchen
* obige Elemente identifizieren
* Elemente suchen, die ich vergessen habe zu beschreiben ;)
* in der Mailingliste nachfragen (oder hier)

Fragen hierzu?

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23.06.2008, Themen: Speakers Corner- 6 Kommentare →

Blog-Sommer-Kurs 2: Blog Anatomie I





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBKSommerblogkurs.

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Kleine Vorrede:
Wir werden uns in der nächsten Zeit damit beschäftigen, wie Weblogs in einem relativ komplexen Kommunikationszusammenhang funktionieren. Damit wir verstehen, wie und warum sie funktionieren, sollten wir uns ansehen, aus welchen Komponenten sie bestehen. – denn erst im Zusammenwirken verschiedenster Elemente von Blogs entstehen die Effekte, die wir in der ersten Lektion angedeutet hatten.

Das wird jetzt etwas trocken, technisch und akademisch, aber wie jeder Mediziner durch die Anatomie muss, so bliebt uns diese kleine Hürde nicht erspart. ich versuch es so schmerzfrei wie möglich zu machen.

Wir beginne in er ‘Anatomie I’ mit dem Blogeintrag.

Anatomie des Blogeintrags:

Nun, die wesentlichen Teile eines Blogeintrags sind nicht überraschend.

Wir haben eine
* Überschrift

In manchen Blogsystemen wird der Text der Überschrift benutzt, um die URL, also die Internetadresse des Beitrags zu “bauen”. Beispiel:

Die Webadresse des Beitrags “Das Blog-Sommer-Camp 2007″ lautet “http://blog.oliver-gassner.de/archives/2126-Das-Blog-Sommer-Camp-2007.html”. Und ruft man den Beitrag allein in einem Fenster auf, so steht sein Titel auch oben in dem “blauen Balken” (bei Macs sieht das anders aus) des Browsers.

Da Suchmaschinen als ‘Titel’ ausgezeichnete Textpassagen gelegentlich ’schwerer’ gewichten, ist es ein Unterschied ob man einen Weblogbeitrag “Dingsbums” oder “Ich verkaufe mein Auto” benennt. Der zweitere würde bei Suchen nach “Auto” wohl eher auftauchen, auch wenn in den beiden Texten gleich oft von Autos die Rede ist.

Auf die Überschrift folgt der
* Text

Der kann nun
* Bilder
* Filmdateien
* Audiodateien
und
* Links
enthalten.
Mit den ersten drei beschäftigen wir uns eventuell später einmal.

Links dienen im Weblog-Beitrag in der Regel zwei Zwecken
a) Linken sie an, worüber man redet, so man eine andere Quelle kommentiert.
b) Geben sie an, woher man die Information hat.

Also z.B.

Google hat neue Logos – via Google Blog.

Man gibt an, wo man selbst zuerst davon gelesen hat

via-Links sind üblich und höflich, denn, wir erinnern uns: Je mehr Link auf ein Blog zeigen, desto mehr ist es Google ‘wert’ und desto mehr Besucher erhält es. Wenn uns ein Blog einen Info geliefert hat und wir sie bloggen, bedanken wir uns mit einem Link auf dieses Blog.

Solche Links sind für die Kommunikation zwischen Blogs ganz unabhängig von Google und anderen Suchmaschinen essentiell. Warum, sehen wir später im Kapitel ‘Blogosphäre’.

Der Blogeintrag selbst hat noch ein
*(Perma)Link

Das ist eine ‘permanente (= dauerhafte) Adresse’ unter der man den Eintrag auch später wiederfinden kann. So ist jeder einzelne Eintrag auch einzeln verlinkbar und ich kann sehr klar auf die einzelne ‘Microcontent’-Einheit verweisen.

Bei verschiedenen Blogtypen versteckt sich das Permalink auf verschiedene Weise. Manchmal hinter einer Art ’spiegelbildlichem P’ (dem Absatzzeichen von Word), manchmal hinter dem Wörtchen perma(link) und manchmal hinter dem

* Datum/Uhrzeit-Link

Das gibt es auch noch und es dokumentiert i.d.R. für jeden Eintrag sein genaues Postingdatum. Manche schalten das aus, damit man nicht ZU deutlich sieht wann sie (während der Arbeitszeit ;-) ) bloggen.

Dann gibt es manchmal noch ein
* ‘Linksphären-Link’

Klickt man das an, sieht man, welche anderen Weblogeinträge anderswo auf diesen Eintrag verlinken und ihn kommentieren. bei manchen sehr großen Blogs, bei denen eine Kommentarmoderation nicht mehr möglich ist, ersetzt dieses Link die Kommentare komplett. vgl.: z.B. http://googleblog.blogspot.com/2008/06/one-fish-two-fish-red-fish-blue-fish.html
Der entsprechende Abschnitt heißt hier ‘Links to this post’.

Womit wir bei den
* Kommentare(n)
wären.

Die sind eines der zentralen Kennzeichen von Blogs (mit der oben erwähnten Ausnahme). Jeder Beitrag sieht in der Regel vor, dass man ihn kommentieren kann. Manche Weblogs erfordern die Eingabe eines Namens und einer E-Mailadresse (die normalerweise nicht angezeigt wird und so in der Regel keine Spam-Problematik hervorruft). gelegentlich wird angeboten
- dass man von nachfolgenden Kommentaren per Mail informiert wird
- dass sich das Formular die eingegebenen Daten merkt (Cookie)
Beides erleichtert etwas das Kommentarmanagement, da man ja ggf. wissen will, wie der eigene Kommentar aufgenommen wird bzw. ob eine Frage beantwortet wird.

Um Kommentar-Spam durch Roboter zu vermeiden erfordern manche Weblogs entweder die ‘Lösung’ einer kleinen Aufgabe (sogen. “CAPTACHA”), die im Lesen seltsam verfremdeter Buchstaben oder im ösen einfacher Aatheaufgaen bestehen kann oder eine Registrierung.

Auf die Kommentar-Netiquette und Probleme im Umgang mit Kommentaren (Moderation, Spam) kommen wir eventuell mal zurück.

Was Einträge auch noch oft haben sind: Tags (kleine Stichwort-Etiketten), eine Kategorieangabe, RSS-Feeds um den Kommentaren zu folgen (RSS kriegen wir später ;-) ) und

* Trackback-URLs

Die Trackback-URL ist etwas, was uns dann zum übernächsten Kapitel bringt: “Blogosphere”.

Aber als kleine Vorschau (und an sich ist das eher was für Fortgeschrittene):

Ein ‘Trackback’ ist eine Nachricht, die von einem Blog zum anderen geschickt wird und besagt:

“Lieber Blogeintrag, ich habe einen Kommentar zu dir geschrieben, aber nicht bei dir in den Kommentaren sondern in meinem Blog. Bitte vermerke das doch, damit deine Leser auch mal vorbeischauen, was ich zu deinem Inhalt zu sagen hatte.”

Diese Nachrichtenfunktion wird ‘angestoßen’ in dem ‘mein’ Blog an die ‘TrackbackURL’ des Anderen einen ‘Ping’ schickt, d.h. ein paar Parameter übergibt (URL meines Eintrags, Kurzzitat meines Beitrags). Praktisch muss man nichts anderes tun, als die TrackbackURL beim Schreiben meines Beitrags in ein bestimmtes Feld in meinem ‘Blog-Redaktionssystem’ einzufügen.

So, das war das Wesentliche, was typische Elemente von Einträgen angeht.

Als kleine Übung könnt ihr ja mal Blogs ansehen und versuchen, diese Elemente beim ‘Sezieren’ zu identifizieren. Vielleicht hab ich ja auch was vergessen, und trage es auf Nachfrage dann gern nach ;-).

Demnächst folgt im Kapitel “Anatomie II” der Blick auf die “Anatomie einer BlogSeite”.

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16.06.2008, Themen: Speakers Corner- 4 Kommentare →

SommerBlogKurs 1: Phänomen “Weblogs”





Oliver Gassner

Dies ist eine Artikelserie von Oliver Gassner. Nähere Infos zum SBK – Sommerblogkurs.

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Was ist eigentlich so besonderes dran an Weblogs? Warum sind sie in aller Munde?

Stück für Stück:

Was ist ein Weblog?
Ein Weblog ist erst einmal eine besondere Art, Inhalte im Web zu verwalten.

Inhalte: Content.
Verwalten: Manage.
Besondere Art: System.
Oder “Content Management System”.
Abgekürzt: CMS.

Solche Systeme heißen auch “Redaktionssysteme” und ermöglichen es, Navigation, Texte und Bilder einer Webseite zu verwalten.
Online-Magazine wie Spiegel.de und Zeitungen benutzen solche Systeme aber auch andere Webseiten, die viele Inhalte haben, die oft verändert oder aktualisiert werden müssen, benutzen solche Systeme.

In der Regel ist das CMS nicht ein Programm, das auf dem Rechner des Benutzers (= Redakteurs) läuft, sondern eine Software auf dem Rechner, der ‘immer am Netz hängt’, also auf dem Server.

CMSe sind manchmal sehr umfangreich, deswegen oft sehr kompliziert und gelegentlich sehr teuer.

Weblog-Software ist meist keins von dreien:

Weblog-Software kann in der Regel genau das, was man unbedingt braucht, ist leicht zu erlernen, erklärt sich oft von selbst und ist dazu noch gratis.

Und was macht Weblog-Software?

- Man klickt.
- Es geht ein Fenster auf.
- Man schreibt etwas Text.
- Klickt nochmal.
- Und der Text steht online.

Das ist schon das Wesentliche.

Neue Texte stehen bei Weblogs in der Regel ‘oben auf der Seite’. Man sieht also immer schnell, ob sich etwas getan hat oder nicht. (Bei anderen Webseiten steht ‘das Wichtige’ oben, nicht das Neuste, weswegen man umständlich suchen muss, um zu aktuellen Texten zu kommen.
Man sagt auch: ‘Weblogs sind umgekehrt chronologisch sortiert.’ Das heißt nichts anderes als: Das Neuste steht oben.

Und weil Weblogs so einfach zu bedienen sind, weil sie übersichtlich sind und nicht viel kosten, haben sie sich sehr stark verbreitet. (Zur Statistik kommen wir in der nächsten Lektion.)

Weblogs haben noch einige andere Eigenschaften, die für ihren Erfolg gesorgt haben:
Suchmaschinen mögen nämlich Weblogs.

Warum?

Nun, gesetzt den Fall man sucht etwas zu “London” oder “Bundeskanzlerin”. Dann gibt es viele viele Webseiten, die etwas dazu enthalten. Und welche soll nun die Suchmaschine oben anzeigen?

Die Suchmaschinenbetreiber haben festgestellt, dass die Leute vor allem ihnen aktuell wichtige Suchbegriffe eingeben.
D.h. sie suchen nicht nach der Kindheitsgeschichte er Bundeskanzlerin oder nach er Info, wie viele Beine Bären haben, sondern sie suchen nach aktuellen politischen Infos -beispielsweise zur EU-Ratspräsidentschaft- oder nach den gescheiterten Attentaten von London.
Also zeigen die Suchmaschinen diejenigen Webseiten oben an, die kürzlich aktualisiert wurden und das Suchwort enthalten. In der Hoffnung, den Nutzern aktuelle Inhalte zu bieten.

Und weil Weblogs einfach aktualisierbar sind, werden sie oft aktualisiert und deswegen mögen Suchmaschine Weblogs.

Weblogs werden auch Weblogs genannt, weil sie ‘Logbücher von Ausflügen im Web’ sind. So sind sie entstanden.

Deswegen enthalten Weblogeinträge in der Regel Weblinks zu anderen Webseiten. Und sehr oft auch zu anderen Weblogs. (Dazu kommen wir in einer zukünftigen Lektion noch genauer.)

Nun haben die Suchmaschinenbetreiber ebenfalls festgestellt, dass auf ‘gute’ Webseiten auch viele Links zeigen. Man geht davon aus, dass ein Link auf eine Webseite eine Empfehlung dieser Seite darstellt. Deswegen sortiert man nicht nur aktuelle Seiten ‘nach oben’ sondern auch Seiten, auf die viele Links zeigen.

Und auf Weblogs zeigen viele Links (warum das so ist: auch demnächst).

Und aus diesen beiden Gründen mögen Suchmaschinen Weblogs: Weil sie aktuelle Inhalte haben und weil viele andere Webseiten auf Weblogs linken.

Und jetzt setzt de positive Rückkoppelung ein: Wenn man eine Website hat, freut man sich über Besucher, und je mehr Besucher man hat, desto eher pflegt man die Seite.

Und weil Suchmaschinen Weblogs mögen und viele Besucher vorbeischicken, sind Weblogs für ihre Betreiberinnen und Betreiber so interessant.

Es gibt noch eine Reihe von anderen Gründen, warum Weblogs beliebt sind. Wir werden sicher noch auf den einen oder anderen stoßen.

Aber im wesentlichen sind es die bisher erwähnten:
- sie sind einfach zu bedienen
- kostengünstig
- und sie haben Besucher.

Wer sich darüber hinaus noch ein paar Fakten zu Gemüte führen will (einige der dort erwähnten Themen werden wir in den nächsten Tagen noch berühren), dem sei der Artikel ‘Weblog’ der Wikipedia empfohlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog.

Fragen hierzu gerne hier im Weblog, oder in der Mailingliste.

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Ein Einstieg in den SommerBlogkurs, der bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter SBK.

11.06.2008, Themen: Speakers Corner- 0 Kommentare →