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Archive for the ‘Unternehmen’

Steve Jobs tritt als Apple-CEO ab: Beruhigt euch bitte!25.08.11

Manche Themen finden einen in der Tat, ohne dass man nach ihnen suchen muss. Die Nachricht über den Rücktritt von Steve Jobs schallte heute sogar per Lautsprecheranlage einer Hürther Baumarktkette, über dessen Parkplatz ich jeden Morgen zur Arbeit gehe. Der Apple-Chef tritt von seinem Posten als CEO des Unternehmens zurück. Er hat eine Art Rücktrittsbrief verfasst, den unter anderem Spiegel Online und Süddeutsche veröffentlicht haben. Die wichtigsten zwei Sätze daraus:

“Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, an dem ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als Apple-Chef erfüllen kann, ich der erste wäre, der das mitteilt. Leider ist dieser Tag gekommen.”

Der 56-Jährige erhielt vor zwei Jahren ein Lebertransplantat; in der Vergangenheit wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Er ist nach wie vor schwer krank und zieht sich jetzt aus gesundheitlichen Gründen in den Aufsichtsrat zurück. Wohl, um die Aktionäre zu besänftigen. Erst einmal vergebens: Der Wert der Apple-Aktie fiel nachbörslich um gut fünf Prozent. Laut Bloomberg war er bereits in den vergangenen Wochen krankheitsbedingt nicht mehr ins Büro gekommen. (weiterlesen…)

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Kopieren und Umbenennen unter Windows 8 wird einfacher. Reicht das für den Erfolg?24.08.11

Tja, was soll ich sagen: Windows 8 wird es schwer haben. Zumindest dann, wenn Microsoft seine bisherige Vermarktungsstrategie beibehält und das fertige Endprodukt im Großen und Ganzen wieder zu Preisen oberhalb der 100-Euro-Grenze offeriert. Aber selbst günstigere Konditionen werden vermutlich nicht viel daran ändern, dass ein massenhafter Umstieg von Windows 7 aller Wahrscheinlichkeit nach kaum stattfinden dürfte. Allein der umsatzträchtige Unternehmenssektor ist auf Jahre wieder gesättigt. Und bereits Windows 7 floss nur äußerst zäh auf die Festplatten dieser Welt. Eine mögliche Ausnahme wäre wohl ein Upgrade nach Apple-Vorbild, das sich ohne viel Aufhebens vielleicht per Windows Update installieren lässt und kaum 30 Euro kostet.

Denn mehr ausgeben für ein OS, dessen Vorgängerversion dann gerade einmal drei Jahre alt ist? Kommt jedenfalls für mich nicht in Frage. Ich glaube, die goldenen Zeiten der teuer verkauften PC-Betriebssysteme sind mit Windows 7 endgültig zuende gegangen. Nicht umsonst ist auch Microsoft in diesem Bereich bereits auf der Suche nach langfristigen neuen Lösungen wie einem allumfassenden Ökosystem oder kurzfristigen zusätzlichen Einnahmequellen, wie dem bereits letztes Jahr geleakten Windows App Store, der in der kommenden Variante mit an Bord sein soll. Ob das reicht, darf aber ebenso bezweifelt werden. Denn die besten Jahre des klassischen Heim-PCs sind wohl – trotz aller Nostalgie – ebenfalls vorüber. Ein Ende des PC-Booms ist laut Gartner längst abzusehen. Und für das Brot-und-Butter-Computing auf bereits vorhandenen Heim-Notebooks und Workstations reicht auch Windows 7, abgesehen von Mac OS X und der ein oder anderen Linux-Variante wie Ubuntu, die nach 20 Jahren (Happy Birthday, Linux!) mittlerweile auch ohne Nerdbrille oder acht Semester Informatik bedienbar ist. Bleiben für Windows 8 also noch die Tablets, deren Absatz sich trotz aller Unkenrufe weiter steigern dürfte. (weiterlesen…)

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Interne Kommunikation: Swabr ersetzt die E-Mail im Büro19.08.11

Wir haben 100 Invites für Swabr erhalten. Wie ihr daran kommt, lest ihr unten.

Wir bekommen inzwischen oft Post von neuen Startups aus Deutschland, was generell schon einmal eine gute Nachricht ist. Einige davon sind pfiffige neue Ideen, andere sind Anlehnungen an bereits bestehende Weblösungen. Und dann sehe ich in letzter Zeit immer häufiger den dritten Weg: Eine bereits bestehende Idee, die cleverer umgesetzt wurde als das Original. Dazu zähle ich Swabr. Das Tool für eine interne Kommunikation lehnt sich eindeutig an das Original Yammer an, vor allem, was die Startseite und den Registrierungsprozess anbelangt.

Genauer gesagt: Swabr orientiert sich daran, wie Yammer vor einem Jahr war. Seit dem Relaunch der Originalplattform scheint Yammer, das einst die Twitter-Funktionalität übernommen hatte, nun Facebook zu imitieren. Die Swabr-Macher haben sich eher an Google Plus orientiert, etwa was das Ausfüllen des eigenen Profils angeht. Kommende Woche soll zusätzlich eine Netzwerk-Funktion starten, mit der man Nutzer einladen kann, die keinen Swabr-Account haben – ähnlich wie das Circle-Prinzip von Google Plus. (weiterlesen…)

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TabCo lässt die Hüllen fallen – Fusion Garage zeigt das Grid 1015.08.11

Rund zwei Monate lang wurden wir auf die Folter gespannt: Wer ist TabCo? Diese Frage stellten nicht nur wir uns seit dem 9. Juli. Was war passiert? Nun, damals erhielten wir einen Link zu einem ominösen YouTube-Video. Es wurde anlässlich Apples Entwicklerkonferenz WWDC gedreht und beinhaltete nicht viel mehr als skurrile Luftbilder am Himmel von San Francisco. “Forget the fruit” war dort unter anderem unter Anspielung auf das Apple-Apfel-Logo zu lesen.

Damit war der Anfang für eine geschickt inszenierte Marketing-Kampagne gemacht und wir haben sie während der vergangenen Wochen konsequent begleitet. Dabei haben wir unter anderem Lemminge in den Abgrund stürzen sehen und sogar mit der Tagespost einen TabCo-Lebkuchen entgegen nehmen dürfen. Am Montagabend wurde endlich das Geheimnis gelüftet, wer hinter der selbsternannten TabletCompany steckt. Und zu meiner großen Überraschung ist es nicht etwa ein großer Konzern wie etwas Microsoft, HP oder gar Nokia, sondern vielmehr Fusion Garage.

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Sky fällt bei der Neukundengewinnung zurück – HD-Verhandlungen mit Unitymedia werden zur unendlichen Geschichte12.08.11

Es ist doch immer wieder faszinierend: da flattern einem die neuesten Quartalszahlen auf den Schreibtisch und das darin enthaltene Marketing-Deutsch überschlägt sich quasi von einer positiven Passage zur nächsten. Aktuelles Beispiel: der Bericht zum zweiten Quartal vom Pay-TV-Sender Sky. Würde man einfach nur dem Pressetext Glauben schenken, könnte man meinen, dem Sender ginge es richtig gut. Schaut man aber ein bisschen genauer hin, stellt man schnell fest: statt Sektkorken knallen zu lassen, sollte man sich eigentlich lieber bescheiden mit einem Glas Selters in die Ecke stellen und kleinlaut zugeben: “Stimmt schon, so richtig gut geht es uns gar nicht.”

Warum? Nun, schauen wir uns dazu einfach mal einen Ausschnitt in der am Freitagmorgen verschickten Pressemitteilung an. Darin heißt es wörtlich: “Der Netto-Abonnentenzuwachs in der ersten Jahreshälfte 2011 betrug 106.000, was einem Anstieg von 100.000 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010 entspricht.” Ja, das ist richtig. Man hätte den Satz aber auch so formulieren können: “Das Netto-Abonnentenwachstum lag zwischen April und Juni dieses Jahres auf den schlechtesten Wert seit Mitte 2010.” Bamm!  (weiterlesen…)

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Xing wächst – aber nur langsam10.08.11

Seid ihr bei Xing angemeldet? Glückwunsch, seid ihr nicht allein mit. Insgesamt kann das Business-Netzwerk nämlich auf inzwischen 11,12 Millionen Mitglieder blicken. Das klingt toll, man sollte aber eines nicht aus den Augen verlieren: das Wachstum geht weiter nur eher schleppend voran. Das ist dem am Mittwoch vorgelegten Quartalsbericht zu entnehmen.

Zwischen Ende März und Ende Juni konnte Xing die Mitgliederzahl um gerade einmal 310.000 steigern. Noch überschaubarer war das Wachstum bei den kostenpflichtigen Premium-Accounts. Standen Ende des ersten Quartals 759.000 zahlende Kunden unter Vertrag, waren es drei Monate später nur 10.000 mehr. Ich frage mich: ist es nur zur Schau gestellter Optimismus, wenn sich Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck in einer Unternehmensmitteilung mit den folgenden Worten zitieren lässt: (weiterlesen…)

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Fake-Stores von Apple in China sind dicht – teilweise25.07.11

Schluss mit Fake-Stores in China! Ihr erinnert euch: Jürgen hatte euch vergangene Woche von Apple-Stores im Reich der Mitte berichtet, die eigentlich gar keine Stores des Apfelkonzerns sind – zumindest keine offiziellen. Mehrere Medien berichten nun: zwei dieser Läden in der Stadt Kunming sind dicht gemacht worden – auf Anordnung der örtlichen Behörden.

Und tatsächlich findet sich auf der Webseite der Stadt eine behördliche Stellungnahme. Darin wird zwar noch nicht die Schließungen der vermeintlichen Lizenz-Stores bestätigt, sehr wohl aber verkündet, dass seit Freitag alle Elektronik-Geschäfte der Stadt überprüft wurden bzw. noch werden. Offizielle Ergebnisse sollen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Die Finanzagentur Bloomberg berichtet, zwei Fake-Stores seien geschlossen worden, weil sie das Apfel-Logo ohne Erlaubnis von Apple verwendeten. (weiterlesen…)

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“Ihr Profil ist gesperrt”: Google+ substrahiert bestehende Firmenprofile – vorerst [Update]07.07.11

“Wie macht man eine Party möglichst schnell möglichst interessant? Indem man nur einige Gäste reinlässt und ihnen die Macht in die Hand gibt, vielleicht noch weitere dazu zu holen”, schrieb Jürgen treffend vor ein paar Tagen, nachdem Google mit dem Start seines sozialen Netzwerks Google+ eine beachtliche Welle der Aufmerksamkeit ausgelöst hatte. Die erste Hürde war damit geschafft: der “Haben-Wollen”- oder in diesem Fall “Muss-ich-dabei-sein”-Effekt äußerte sich in allen Ecken des Netzes und auch in den Kommentaren auf Basic Thinking durch unzählige Anfragen nach Einladungen.

Nimmt man dies als Gradmesser für die Erfolgsaussichten von Google+, dann befindet sich Facebook derzeit sogar in einer schlechteren Lage als Apple im Jahr 2008. Damals war die Welt im iPhone-Fieber gegen das Google mit seinem Android-Urahnen G1 erst einmal nicht viel auszurichten vermochte. Das Wort Hype möchte ich ja lieber gar nicht erst erwähnen. Denn das G1 war angesichts der damit verbundenen Erwartungen ebenso ein Flop wie das merkwürdige E-Mail-Experiment Wave (das ich übrigens immer noch nicht wirklich verstanden habe). Und trotzdem sind Android-Smartphones heute die dicksten Stachel im saftigen Fruchtfleisch Apples. (weiterlesen…)

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Hulu wird verkauft: Der nächste Milliarden-Deal steht an07.07.11

Wenn Skype 8,5 Milliarden Dollar wert war, was wird dann wohl erst das US-Streaming-Portal Hulu.com kosten? In nicht allzu langer Zeit dürften wir es wissen und gleichzeitig eine neue Antwort darauf bekommen, ob der sich anbahnende Deal einen weiteren Höhepunkt in dem von Jürgen mehrfach beklagten, immer absurder werdenden Torschlusspanik-Run auf mehr oder weniger viel versprechende Web-Unternehmen bildet.

Nach ersten Gerüchten in der vergangenen Woche, steht nun auch offiziell fest, dass die Plattform demnächst einen neuen Besitzer bekommt. Robert Iger, Chef des an Hulu beteiligten Disney-Konzerns, sagte auf der traditionell hochkarätig besetzten “Allen & Company Sun Valley Conference”, die Eigentümer hätten sich “auf einen Verkauf geeinigt”. (weiterlesen…)

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LinkedIns Börsengang zwischen Euphorie und Wahnsinn20.05.11

Der Börsenstart des US-Kontaktnetzwerks LinkedIn hat die Anleger gestern in Entzücken versetzt. Der Kurs der Aktie, die am Vortag noch mit 45 US-Dollar pro Anteilsschein taxiert wurde, eröffnete fast bei einem doppelten Wert von 83 Dollar. Zeitweise stieg der Kurs auf über 120 Dollar, pendelte sich aber bei Börsenschluss gestern wieder bei moderateren 94 Dollar ein. LinkedIn hätte damit einen Wert von rund 9 Milliarden Dollar.

Die dpa betont, dass LinkedIn damit an der Börse aktuell mehr kosten würde als die Commerzbank oder die Lufthansa. Und das Wort “Blase” ist wieder sehr häufig zu vernehmen. Keinesfalls zu Unrecht. Denn LinkedIn arbeitet zwar profitabel, erreicht dabei aber nur ein geringes Niveau: Bei 243 Millionen US-Dollar Umsatz erzielten die Kalifornier mit ihren 100 Millionen Mitgliedern zuletzt schmale 15 Millionen Dollar Gewinn. Die Bewertung ist also auf viel Hoffnung gebaut, um es mal positiv auszudrücken. (weiterlesen…)

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Sky punktet bei HD-Fans – Der Verlust bleibt aber schwindelerregend hoch12.05.11

Ich hatte es euch ja schon angekündigt und ich möchte natürlich Wort halten: Feierlich darf ich präsentieren, die neuesten Kennzahlen der Sky Deutschland AG (PDF). Ihr wisst schon, Zahlen jenes Senders aus München, der früher mal Premiere hieß und (weiterhin) so etwas wie die chronische Geldvernichtungsmaschine des Medienimperiums von Rupert Murdoch ist. Und soll ich euch etwas verraten? Auch im ersten Quartal 2011 ist es dabei geblieben.

In Zahlen ausgedrückt: Sky hat zwischen Januar und März einen Verlust von 86,9 Millionen Euro eingefahren. Das ist zwar weniger als im vierten Quartal 2010, als noch ein dreistelliger Millionenverlust verzeichnet werden musste, und auch weniger als im ersten Quartal vergangenen Jahres, allerdings frage ich mich, wie diese ganzen Fehlbeträge irgendwann mal refinanziert werden sollen? Denn selbst wenn Sky auf absehbare Zeit mal schwarze Zahlen schreiben sollte, dürfte es noch dutzende Jahre dauern, bis die ganzen Verluste mal wieder ausgeglichen werden können. Auch, weil die operativen Kosten stetig steigen. (weiterlesen…)

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YouTube streamt jetzt Hollywood-Blockbuster – aber nicht bei uns!10.05.11

Mit YouTube ordentlich Geld zu verdienen, ist für den Eigentümer Google wohl eine der größten Herausforderungen überhaupt. Jeden Tag werden von Hobby-Filmern unzählige neue Videos auf die Server des Portals geladen, doch so richtig Umsatz lässt sich damit nicht machen. Und auch wenn YouTube immer mal wieder mediale Aufmerksamkeit genießen darf, wenn zum Beispiel Popsternchen wie Justin Bieber über selbstinszenierte Videos zu Teenie-Idolen werden, sollen neue Geschäfte für den rollenden Rubel sorgen. Die neueste und jetzt auch offizielle Idee: das Streamen von Hollywood-Blockbustern.

In der Nacht zu Dienstag hat Google bekannt gegeben, dass es ab sofort möglich ist, unter www.youtube.com/movies Film-Klassiker und aktuelle Blockbuster im Video on Demand-Verfahren auf den heimischen Rechner zu holen. Gegen Bezahlung versteht sich. Mit dabei sind Filme wie “Inception”, “The King’s Speach” oder “The Green Hornet”. Wie so oft gibt es für uns hier in Deutschland aber einen Haken: selbst wenn es hierzulande Nutzer geben sollte, die das Angebot nutzen möchten, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass die Filme bis auf Weiteres nur in den USA zu sehen sind. (weiterlesen…)

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“WSJ”: Microsoft will 8,5 Milliarden Dollar für Skype zahlen [Update]10.05.11

Das nennt man dann wohl so etwas wie einen Paukenschlag. Im Auto auf dem Weg zur Arbeit habe ich heute Morgen noch gehört, dass in Bonn heute beim BSI eine Sicherheitskonferenz beginnt, die sich mit den Gefahren beschäftigt, die Nutzern von Smartphones drohen. “Prima”, dachte ich, “endlich macht man sich auch darüber mal Gedanken”. Doch als ich dann im Büro einen Blick auf die Homepage des “Wall Street Journal” warf, stockte mir kurzzeitig der Atem. “Microsoft Near Deal to Buy Skype” war und ist dort zu lesen. Zu Deutsch: Microsoft steht kurz davor, den VoIP-Dienst Skype zu kaufen.

Nichts wird es also offenbar mit einem Börsengang des beliebten Plauderprogramms. Und auch ein Verkauf an Facebook oder Google ist offenbar vom Tisch. Vielmehr soll nun der weltgrößte Softwarekonzern das höchste Gebot abgegeben haben und bereit sein – man lese und staune -, inklusive Schulden bis zu 8,5 Milliarden (!) US-Dollar zu investieren. Nur nochmal zur Erinnerung: eBay hatte sich 2009 für 1,9 Milliarden Dollar von Skype getrennt, nachdem die Auktionsplattform 2005 für 2,6 Milliarden Dollar zugeschlagen hatte. (weiterlesen…)

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Rettung für StudiVZ: 8 Tipps, wie die VZ-Netzwerke noch überleben können09.05.11

Wir machen heute mal etwas anderes als sonst: Wir betreiben kein StudiVZ-Bashing, auch wenn der Zeitpunkt dafür sehr günstig wäre. Wir wollen einfach mal konstruktiv überlegen, was die VZs tun müssten, um wieder attraktiv zu werden. Wie ihr euch denken könnt, würde das nicht gerade einfach und vor allem teuer. Gestern jedenfalls meldete die “Financial Times Deutschland”, dass der Holtzbrick-Verlag als Eigentümer der VZ-Netzwerke einen Umbau plane.

Der bisherige Digitalchef Johann Butting geht in die USA, um dort Projekte zu betreuen. Sein Nachfolger wird in Personalunion Verlagsprokurist Markus Schunk. Wir geben ihm ein paar Tipps mit auf den Weg, wie er das Steuer noch herumreißen könnte, auch wenn wir nicht glauben, dass er der Richtige dafür ist.

1. Weg vom großen Geld in den Köpfen: Loggt man sich heute bei den VZs ein, springen einem zuerst einmal gigantische Werbebanner entgegen. Das schreckt ab. Klar, wer geschätzte 85 Millionen Euro für die Übernahme bezahlt hat, muss die irgendwie refinanzieren. Aber auf diese Weise verschreckt man die letzten noch lebenden Nutzer und gewinnt keine neuen dazu. Natürlich muss die Seite umgestaltet werden, aber wenn man gegenüber Facebook noch eine Chance haben will, müssen die Verantwortlichen das Dollar-Zeichen aus dem Blickfeld verlieren und den Spaß für den Nutzer wieder in den Vordergrund stellen. (weiterlesen…)

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Abrechnung: Microsoft-Mitgründer Allen tritt gegen Gates und Ballmer nach31.03.11

In dem – übrigens grandiosen – Spielfilm “Pirates of Silicon Valley” (“Die Silicon Valley Story”) gibt es eine witzige Szene, in der der junge Bill Gates den Wagen seines Geschäftspartners Paul Allen zu Schrott fährt. Als der sich darüber entsprechend aufregt, versteht Gates das Problem nicht. Was hier filmisch interpretiert wurde, dürfte ein Hinweis darauf gewesen sein, wie es in den jungen Jahren bei Microsoft zuging. Allen, der das heutige Multimilliardenunternehmen mitgründete, tritt jetzt in einem Buch (Auszüge hier) gegen seine damaligen Partner Bill Gates und Steve Ballmer nach. Gates und Ballmer hätten “Söldnermentalitäten an den Tag gelegt, schlicht und einfach”.

In dem Buch, das am 17. April erscheinen soll und den Titel “Idea Man: A Memoir by the Co-founder of Microsoft” trägt, geht Allen wenig zimperlich mit Gates um. Er beschreibt den Mann, der später zum Aushängeschild der Firma wurde, als nerdigen Tyrannen, der etwa am Wochenende den Firmenparkplatz überwachte, um zu sehen, welche Mitarbeiter mehr als andere leisteten. So weit, so bekannt. Aber während Allen es um die Freundschaft gegangen sei, habe Gates versucht, ihm immer weitere Anteile an Microsoft abzunehmen; auch noch, als Allen schwer krank wurde. Gates startete den Versuch, die Anteile seines Partners zu verwässern. Als Allen das herausfand und ihn bat, das rückgängig zu machen, blockte Gates ihn ab. “An dem Tag ist etwas in mir gestorben”, bekennt Allen in seinem Buch.
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