
Dieter Matz bloggt für das “Hamburger Abendblatt” unter “Matz ab” über den Fußballklub Hamburger SV und legte damit eine kleine Erfolgsgeschichte hin. Ende Mai beantwortete er dem Medienmagazin Meedia für einen Beitrag ein paar Fragen, in dem auch dieser interessante Satz fiel:
Ich weiß, dass alle großen Zeitungen auch gerne ein solches Blog hätten. (…) Doch die finden in ihren Sport-Redaktionen keinen, der freiwillig den Zeitaufwand erbringen und die ständigen Nörgler ertragen will.
Damit waren die Kommentatoren gemeint, mit denen sich der frühere Print-Journalist in seinem Blog tagtäglich herumschlagen muss. Warum eigentlich? Wer hat es jemals so definiert, dass man Nörgler ertragen muss, die sich unterhalb eines Beitrags die Mäuler darüber zerreißen, wofür sich jemand meist viel Mühe gegeben hat.
Ich blogge seit April sonntags für Basic Thinking. Und unter fast jedem Beitrag war bisher ein Kommentar wie dieser hier von einem gewissen Anonymus zu finden, dessen angegebene Mail-Adresse irgendwie auch nicht zu stimmen schien:
Macht ruhig so weiter mit solchem journalistischen Ramsch, dann verschwindet ihr wieder aus meinem Feed. Unterste Schublade.. links hinten..
Oliver von Buysellonline war wenigstens Manns genug, seinen Namen zu nennen. Sein Kommentar ist typisch für das, was irgendwer unter gefühlt jeden zweiten Beitrag hier auf BasicThinking postet:
Ich will mal hoffen, dass Dir bei Schreiben das schlechte Wetter im Nacken gesessen hat, aber das ist mit weitem Abstand das Schlechteste was Ihr auf dem Blog hier veröffentlicht habt.
Gewagte Aussage angesichts von fast 15.000 Beiträgen auf diesem Blog. Jetzt sei einmal dahingestellt, ob mein Text wirklich unter aller Kanone war. Einigen hat er gefallen, anderen halt nicht. Das ist immer so. Ich habe alle Kommentare gelesen und auf einige sogar reagiert. Hinterher habe ich mich erneut gefragt: Warum eigentlich?
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