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Ausbildungsblog09.02.06

Das hat mir Ralph Unden zugeschickt, was ich eine prima Sache finde:

Ich möchte dich kurz auf einen Blog aufmerksam machen, da Corporate Blogs ja durchaus ein Thema für dich sind. http://www.ausbildungsblog.de/ ist ein Projekt der Firma Festo ( www.festo.com, weltweit zweitgrößter Pneumatikhersteller und Technologieführer). Dort präsentiert sich die Ausbildungsabteilung – eine Auszubildende und ein Ausbilder im kaufmännischen Bereich berichten aus dem Alltag.

Das ganze wird von mir, BA Student für IT bei Festo, von der technischen Seite betreut. Es ging im Oktober letzten Jahres los und langsam aber stetig wächst das Interesse – aber wir versuchen natürlich überall ein bisschen Publicity zu machen.

Unserer Ansicht nach ist ausbildungsblog.de im deutschen Raum der einzige offizielle, von Unternehmensseite unterstützte Blog, in dem es um die Berufsausbildung geht. Erstaunlich – aber doch noch eine freie Nische.

Völlig d’accords, es könnte mE noch viel mehr Azubi-Blogs geben, damit sich vaD auch potentielle Bewerber ein Bild von der Praxis machen können.

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Tagebuch eines Abteilungsleiters06.02.06

ist schon etwas her, daß wir darüber berichtet hatten. Ich freue mich, daß es immer noch läuft. Man weiss ja nie wegen Datenschutz, Stillschweigen etc…

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Geschäftsleitung entdeckt anonymes Weblog eines Mitarbeiters28.01.06

die in Schieflage geratene Bamberger Firma GHP hat anscheinend das Blog bemerkt (siehe Artikel vom 06.01.). Welches Blog? Das GHP Express Blog, das direkt aus dem firmeninternen Geschehen berichtet, rund um die Krise, drohende Mitarbeiterentlassungen, Gehaltskürzungen etc…

Alle “Leistungsträger” erhielten daher eine Info seitens der GF, die sich wie folgt über das Weblog auslässt:

Ich möchte Sie bitten, solche Schmierenfinken nicht zu unterstützen. Der Blogger übernimmt nicht die Verantwortung für die Arbeitsplätze, die er gefährdet. Zudem hat der Weblog bisher noch keine Neuigkeiten gebracht, über die Sie nicht bereits informiert waren. Wenn Sie Zeitungsartikel lesen möchten, lesen Sie doch bitte die Zeitung und nicht die Zweitverwertung eines Arbeitsplatzvernichters. Sie als Mitarbeiter haben nichts davon, dass jemand den Ruf von GHP aufs Spiel setzt und das Vertrauen unserer Kunden und Finanzgeber gefährdet. Im Gegenteil!

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Blogs von (Ex-)Mitarbeitern einer vom Konkurs bedrohten Firma06.01.06

heute über einige prominente Mitarbeiterblogs geschrieben und jetzt lese ich bei Alp über einen Kommentar, daß es das sogenannte GHP-Express Blog aus deutschen Landen gibt.

Es handelt sich dabei um ein Blog, das laut Profil von Mitarbeiter(n)/Ex-Mitarbeiter(n) – nicht genau zu entnehmen, wer da mitmacht – über die Geschehnisse in der Firma GHP berichtet wird. Die Firma bewegt sich zZt anscheinend in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten und dadurch muss man nebst beschlossenem Gehaltsverzicht auch noch um seinen Job bangen:

Der Bamberger Patient: Liegt ein Patient im Sterben, darf der Arzt auf seinen Wunsch Maschinen abstellen, die künstliche Ernährung oder auch Medikamente absetzen. Aber häufig wird die Umsetzung einer Patientenverfügung auch deshalb abgelehnt, weil der Patient noch nicht im Sterben liegt. Diese Situation beschreibt man als den Zustand, in dem sich die GHP-Gruppe Bamberg befindet. Der GHP EXPRESS dokumentiert Pressemitteilungen, Zeitungsartikel und veröffentlicht Informationen, die so in keiner offiziellen Meldung zu finden sind und macht sich Gedanken über den Fortbestand der GHP-Gruppe.


Siehe zB diese Artikel:
Pünktlich zum Fest: GHP ist pleite
Die Lüge und ihre Helfer
Bamberger Basketball als Klotz am Bein der GHP
und einen Bericht aus der Presse (am Ende des Artikels als pdf angehangen, Fränkischer Tag Bamberg)

weiterer Artikel auf Blogbiz zum Thema anonyme Mitarbeiterblogs

Ich drücke der Firma und den Mitarbeitern die Daumen!

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Blogs von Ex-Mitarbeitern06.01.06

es geht um Ex-Mitarbeiter, die irgendwann ein Blog aufmachen. So das mittlerweile berühmte Xooglers Blog, das sich mit Google beschäftigt (mehr zum Blog siehe älteren Artikel). Oder Mini-Microsoft (siehe dazu Blogbiz.de), das intern bei MS schon für einige rote Gesichter gesorgt hat. Und nun das neue Blog von Mike Evangelist, der als Ex-Apple-Mitarbeiter ein Buch über seine Erlebnisse mit Steve Jobs und seiner Arbeit i.A. schreiben wird. Einen Teil davon veröffentlicht er im neuen Blog.

Steve Rubel dazu:

According to Mike’s FAQ, Jobs told him specifically that he’d prefer he didn’t write the book, but acknowledged that we live a free country…. And it’s taking it a bit more heavy handed. The word on the street is that Google was cracking down on the Xoogler blog, which is written by expatriates. Xoogler Doug Edwards clarified that Google’s PR and legal teams have been working with the ex-Googlers amicably to define some guidelines that will ensure they “don’t make their lives entirely miserable.â€? Google’s lucky Ron and Doug are menches

Doug von Xooglers schreibt im Artikel “Help! I’m being repressed!�:

Ron’s mention of Google’s legal department has caused a few strands of the vast web to vibrate in ways that signal tasty treats to those crawling for conspiracies. Though it would add a tang of intrigue to our mulligatawny of random memories, I’m afraid no delectable bits of heavy-handed corporate censorship are on the menu today.

Google’s PR and legal teams have been working with us amicably to define some guidelines that will ensure we don’t make their lives entirely miserable, and having spent many late hours in close quarters with both groups over the years, I’m happy to try and minimize their discomfort.

Sprich: Wird es irgendwann sogar einen eigenen Vertrag zwischen gehenden Mitarbeitern und der Firma geben, die das Thema Blogging umfasst? Wobei ich mich jetzt soweit nicht rechtlich auskenne, denn eigentlich sollte es doch so sein, daß man Stillschweigen über das Arbeitsverhältnis auch danach bewahren soll. Mir selbst ist dabei nicht eindeutig klar, was nun darunter fällt und was nicht.

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Tagebuch eines Abteilungsleiters07.12.05

passend zur vorigen Meldung möchte ich auf den anonymen Blog eines Abteilungsleiters verweisen. Es ist eigentlich ganz gut, daß es keine offziellen Mitarbeiterblogs gibt, sonst kämen nie solch schönen Blogs wie dieses bei herum.

Heute war einer der ruhigsten Tage überhaupt. Entweder geben meine Schäflein ihre Beschwerden auf, oder das Neustarten der Server hat mehr bewirkt als wir uns vorstellen können. Wie dem auch sei, jede Verschnaufpause wird gerne angenommen. Doch irgendwie komme ich ohne den Dauerstress nicht klar, ich warte beim Arbeiten dauern darauf, dass das verdammte Telefon klingelt…. ich glaube sowas nennt man negative Konditionierung – ihr wisst schon, sowas wie die Sadomaso-Freaks die meinen Schläge sind geil.

Ansonsten konnte ich unsere Führung mit der Tatsache schocken, das unsere Lizenzkonstellation strenggenommen illegal ist (aber wer schnallt schon den MS Lizenzdschungel heutzutage?). Das Wort ‘illegal’ wurde im Protokoll natürlich abgemildert zu ‘nicht optimal’ oder so. Knallhart wie ich bin habe ich nicht vergessen anzudeuten das meine Vorgänger an allem Schuld sind (mit der Karte muss ich sparsam umgehen, wer weiß wie oft die noch sticht). Ansonsten wollte ich heute früh Schluss machen (nach 10 Stunden) aber natürlich müssen gerade Abends ein paar Trolle anrufen und Support verlangen. Hmpf.

gebookmarked, abonniert und gelesen :-)

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Törööööö Dax 30: Die Elefantenblogs07.12.05

Capital über die Blogvorhaben der Dax 30 Unternehmen (Siemens [mehr dazu beim Haltungsturner], BMW, Deutsche Börse / Telekom / Post, SAP, Rest eher nein bzw. unbekannt). Es schaut bei externen Blogs nach Werbung bzw. CEO/Cetc…. aus und bei internen Blogs möglicherweise nach kontrollierter Bloginitiative (also eher 9-1-1 System, 9 Torhüter, 1 Abwehrspieler, 1 Auswechselspieler).

Könnte interessant werden, mehr über die internen Blogs zu erfahren. Externe Mitarbeiterblogs in deutschen Dax 30-Unternehmen werden wohl weiter auf sich warten lassen. Wo käme man schließlich auch hin, wenn Mitarbeiter möglicherweise mit Kunden reden? Ieehhh… :-)

Interessant ist diese Aussage: Die Bayer-Kommunikatoren sind grundsätzlich skeptisch: In Großunternehmen lasse sich der Aufwand bei reger Nutzung nur durch ein Redaktionsteam leisten – das widerspreche jedoch dem Grundprinzip des Bloggens, das auf Authentizität beruhe. …. muss Capital falsch verstanden haben. Kann ein Unternehmen wollen, authentische Mitarbeiter zu haben?

Tut mir einen Gefallen, besonders Ihr übervorsichtigen, nach Zielvorgaben bezahlten Entscheider: Verbockt mir bloß die Blogs nicht! Seid einmal in Eurem Berufsleben kreativ und mutig!

via Hugo on Media

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Sony braucht ein Blog01.12.05

Star Wars Galaxies (“SWG”) ist ein sogenanntes MMORPG von der Firma Sony, also ein Onlinespiel für viele gleichzeitig spielende Teilnehmer. Natürlich geht es in diesem Game um Star Wars. Hatte mich vor Jahren auf das Announcement gefreut, gehöre ich selbst zwar nicht zu eingefleischten Star Wars Fans, bin aber begeisterter Anhänger des alten Dreiteilers (die neuen sind Käse). Als das Spiel dann letztlich herauskam, hat es mich enttäuscht. Dennoch haben sich weltweit einige eingefunden, die das Game zocken. Dazu mehr in der Wikipedia.

Momentan aber verlassen Scharen von Spielern das Game. Man ist unzufrieden mit der Strategie von Sony. Ein Kommentator auf dem WoW Blog bringt es auf den Punkt:

Ja, wir flüchten scharenweise. Sony Online Entertainment (SOE) hat es wieder einmal geschafft, binnen eines halben Jahres das Spiel, die Oberfläche, Charakterklassen etc. vollkommen auszutauschen ohne in irgendeiner Form mit der Community im Vorfeld darüber zu sprechen. Momentan stellt SWG eine Art Hybride aus MMORPG und First Person Shooter dar, die weder die Voraussetzungen des einen Spielprinzips noch des anderen erfüllt. Es wird zwar immer wieder von irgendwelchen Langzeitplänen gesprochen, kurzfristig gibt es aber nur Bugs en Masse, die das Spiel einfach unspielbar machen. Running Gag unter SWG Spielern lautet, dass wir ein closed Beta spielen, für das wir auch noch zahlen dürfen. Mittlerweile hat sich der CEO von SOE bereits 5x auf den Foren zu Wort gemeldet (die Anzahl der Cancelled Accounts dürfte somit wirklich ernsthafte Dimensionen annhemen), die Postings setzen sich aber jedes Mal aus den üblichen Marketing-Spins ohne Inhalt zusammen. Schade eigentlich, SWG hatte ursprünglich wirklich Tiefgang, auch wenn der Content-Teil (leere Planeten ohne massenweise Quests wie in WoW) immer schon zu Wünschen übrig ließ.

Und wenn schon das in der Wikipedia steht, wisst Ihr was los ist:

Many of their customers do not feel that SOE listens to them about issues surrounding the game. SOE does provide an online message forum for their customers to discuss issues. However, a lack of Development Team response to messages and their habit of ignoring the ‘CSR’s (Customer Service Representatives)’ has angered many forum goers. In addition, many professions are disadvantaged and need improving, and even after constant complaints action has still not been taken to remedy most of these professions. There have also been several incidents of people being permenantly banned for reporting SOE to the Better Business Bureau for lack of customer service and failing to respond to serious game stopping issues [ie: wookiee armor incidents, and the FreeGenesis campaign, etc].

Wäre ich Euer verantwortlicher Manager und wäre noch auf meinem Stuhl, würde ich Euch alle gemeinsam den PC wegnehmen, Bleistift und Papier in die Hand geben und zehntausend Mal aufschreiben lassen: “Ich werde nie wieder den Kunden ignorieren”.

Und was soll da noch ein Blog helfen? Damit Ihr genau das lernt: Auf den Kunden hören! Oder etwa, um das Chaos auch noch zu bloggen? Auch das wäre eine Idee, um nachfolgenden Spieledesignern ein worst practices in die Hand zu geben :-) Nein, im Ernst: Gebt den Entwicklern und Designern und Questplanern und Marketingfuzzis jedem ein Blog in die Hand und redet direkt mit der Community. Das können die natürlich ebenso – was bei solchen Firmen üblich ist – über die Communitymanager per Foren. Doch das langt mE nicht. Das ist meistens nur eine Einbahnstraße von User zu Firma. Umgekehrt wäre mindestens ebenso wichtig, daß man die Grundüberlegegungen/Vorhaben der Mitarbeiter aufzeigt und damit auf Dauer von der Einbahnstraße wegkommt. Denn häufig mangelt es an transparenter Kommunikation seitens der Firma. Gerade wenn man merkt, daß man als Anbieter anscheinend dauerhaft an den Usererwartungen und Wünschen vorbeischießt, sollte man von seiner geschlossenen Gedankenwelt loslassen und sich öffnen.

Und ja, ich mache in Blogging for food, aber nein, ich werde mich jetzt peinlicherweise nicht hinstellen und schreien “hallo, bucht mich als Berater”. Sony, komm selbst klar, wach auf und tu was für die Star Wars Galaxy Spieler. Du weisst, was Blogs sind, was sie können. Hör endlich auf, immer nur hinter Foren Dich zu verstecken. Hör auf, Marketingtrash zu erzählen. Zeige Deine Mitarbeiter. Lass sie direkt schreiben, lesen, hinhören, schreiben, reden, lesen, hinhören, schreiben, immer wieder…. solange sie kapiert habt, was der User will.

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Xooglers-Blog: Ex-Mitarbeiter berichten aus ihrem Google-Leben29.11.05

dürfte ein spannendes Blog werden, nennt sich XooglersA gathering spot for ex-Googlers to reminisce and comment on the latest developments in search.

Und die bisherigen Artikel lesen sich ziemlich spannend imho, sie geben verdammt gute Einblicke ins innerste von Google. Ein Xoogler ist Doug Edwards – “Director of Consumer Marketing and Brand Management” – und der zweite Xoogler, der sich dazugesellt hat, nennt sich Ron Edwards und war “lead engineer on the first release of AdWords”.

Einige Artikel zur Auswahl:

Und obwohl das Blog am 17. November gestartet ist, merkt man doch das Interesse daran, da schon recht viele Blogs darauf verlinken >>

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Ray Ozzie is back to blog17.11.05

sehr fein, mittlerweile bekleidet Mr. Lotus Notes und zugleich einer der renommiertesten IT-Fachleute weltweit eine hohe Position direkt unter Bill und Ballmer bei Microsoft (als CTO). Im Rahmen dessen hat er laut Mitschuld von Volker Weber das bloggen wieder aufgenommen – nachdem er als Groove Inhaber ein Blog gestartet hatte, das aber schnell mangels Mangels dahinsiechte – und announced seinen neuesten Bloganlauf in “Ray Ozzie: V3

Würde ich mir auf alle Fälle abonnieren, angesichts seiner Stellung bei MS und auch seines sehr lockeren Stils:

A couple of weeks ago, Bill and I brought life to a new initiative that, over the course of the months and years ahead, will catalyze and deliver a number of things that I’m very excited about. At that event, I said that unlike many other stealth projects I’ve/we’ve done, in this case many of our plans and offerings will evolve progressively and in the open, shaped in good measure by a dialog with you. This is not just feel-good marketing speak: the conversation related to Microsoft – its reputation, its intent and its offerings – is occurring and will continue to vigorously occur on the ‘net with or without us. I’d rather it be “with”, and I hope to add value in becoming another of the varied Microsoft voices conversing on the ‘net…. Going into this, I certainly know that my posts will be relatively infrequent, and probably won’t go as ‘deep’ as they might’ve gone in the past. Less essays, more shorter comments. As in my previous blog, I’ll be tracking the conversation by watching inbound links, rather than by enabling comments on the site. The “link mesh of conversation” is a key distinguishing characteristic of this medium, and is one that I really like.

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Der Denkende Mitarbeiter(-Blog)07.11.05

Die PR Agentur Edelman möchte beweisen, daß ihre Mitarbeiter denken können, darum heisst das betreffende Blog auch Christopher Hannegan’s BlogEmployee Thinking (und im Titel des Weblogs Employee Engagement). Übersetzt: Der bloggende Mitarbeiter kann denken und ist engagiert. Was passiert eigentlich, wenn weitere Mitarbeiter-Blogs von Edelman erscheinen? Das eine heisst dann “young dynamic”, das andere “clever smart” und ein weiteres “good designer”?

Kunde / Anruf: “Hi, ich möchte gerne den denkenden Mitarbeiter X
Edelman: “Ich würde YZ empfehlen, da X für ABC zuständig ist
Kunde: “Nein, da steht aber bei YZ nicht drauf auf dem Blog, daß der auch denken kann

Ok, Mr. Edelman, nun brauchst Du nicht gleich mit schweren Geschützen auf mich zu schießen, weil ich mich über Deine Mitarbeiter vermeintlich lustig mache, nimms einfach so wie es gedacht ist: Mit Humor ;)

via Reine Formsache (der darf anscheinend noch kein Attribut tragen, wohl zu frisch bei Edelman dabei :-)

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Blogs: Die Geister die ich rief18.10.05

auf meinem Arbeitsblog Blogbiz.de habe ich einen Artikel über anonyme Mitarbeiterblogs geschrieben, der sich mit dem mittlerweile recht bekannten Mini-Microsoft Blogs beschäftigt, das bei MS zZt hohe Wellen schlägt anscheinend, da sich sogar Robert Scoble auf seinem Blog mit dem anonymen MS Blogger beschäftigt.

Ich denke, wir werden im Frustland Deutschland bald einige anonyme Blogs erblicken, denn wie jeder weiss, könnte man gerade über Konzerne vorzüglich ganze Romane über den alltäglichen Wahnsinn schreiben, allen voran über die Stilblüten und Auswirkungen der politischen Grabenkämpfe. Btw, das ist mitunter auch ein Grund, sich bei Corporate Blogs nicht nur mit der Aussenwirkung beschäftigen zu müssen, sondern zu 50% mit den internen Auswirkungen (überall lauert ein Minenfeld). Das kennen ja die PR-Agenturen bereits schon lange aus ihrer PR Arbeit.

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Meinungsfreiheit und Handlungsfreiheit von Blogs09.09.05

Wie viele Blogs gibt es in Deutschland? 100.000? 2000.000? 300.000? Weiß ich nicht genau, aber es ist anzunehmen, daß mindestens die zehnfache Menge an Lesern existiert. Also irgendwo zwischen 1-3 Mio regelmäßigen Bloglesern. Und wenn es nur 500.000 Leser wären, so läßt sich daraus ein interessantes Phänomen projizieren, mit dem einige Firmen bald zu kämpfen haben werden.

Zunächst etwas vereinfachte Statistik
Es gibt ca. 39 Mio Erwerbstätige in D. Das sind bei ca. 82 Mio Einwohnern ungefähr 50%.
Übertragen auf die Leserschaft von Blogs bedeutet das, daß ca. 0.25 – 1.5 Mio erwerbstätig sind und Blogs kennen. Gehen wir weiter davon aus, daß 10% dieser Blogleser in der nächsten Zeit ihren Job verlieren könnten oder sehr unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber sind. Macht also ungefähr 125.000 – 750.000 unzufriedene (ex-)Erwerbstätige aus. Das Frustpotenzial ist es hoch in D.

Meinungsfreiheit und Handlungsfreiheit
Man kombiniere das mit dem Bloggedanken und gnade Gott der Firma, wenn sich dann sogar mehrere Mitarbeiter zusammmentun auf einem Blog. Denn, was tut man, wenn man gefrustet ist? Man frißt es in sich hinein oder aber man läßt es heraus, am besten bei Gleichgesinnten. Früher oder später läßt man es heraus. Bisher hat man das im privaten Umfeld getan, meistens. Bisher. Blogleser haben aber mittlerweile sicherlich gelernt, daß es nichts Einfacheres gibt, als kurzerhand bei einem Bloghostingdienst ein anonymes Blog einzurichten. Um dort den ganzen aufgestauten Frust rauszulassen. Denn Dank dem Voyeureffekt – wer schaut nicht gerne mal rein bei einem Großkonzern, wenn er könnte – ist diesem Blog Zulauf garantiert, der den/die Betreiber nur noch bestärken wird, im Blog weitere Firmeninterna auszuplaudern, um sich ihren langen Frust von der Seele zu schreiben. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Firma dabei auch nur annähernd gut wegkommen wird. Wenn das Blog dabei wirklich gut ankommt, trägt der Vernetzungseffekt von Blogs die Frustiertenstimmen in die Weiten des Internets hinaus. Beispiel? Die stolzen Mannesmänner dürften einige Stories damals zu erzählen gehabt haben, als Vodafone das Unternehmen schluckte und die Firma in tausend Teile zerschlug. Vodafone kann sich glücklich schätzen, daß es zu der Zeit keine Blogs in Deutschland gab bzw. nur ganz wenig Eingeweihte davon wußten.

Liebe Firmen, viel Spaß :-) Das ist mit schwarzem Humor zu verstehen, aber nicht gehässig gemeint. Bisher war es Euer Ding, die Meinungsfreiheit von Mitarbeitern im Innen- und Außenverhältnis zu beschränken. Doch Blogs bieten eine ungeahnte Handlungsfreiheit, seine Meinung dennoch kundzutun. Und Ihr werdet nix dagegen machen können. Was tut ihr also? Wie geht Ihr damit um? Nur mit Ausschweigen wird es nicht gehen, das ist das berühmte Kopf-in-den-Sand-stecken oder das kindliche Zuhalten des Gesichts. Dadurch wird das Problem nicht aus der Welt geschafft. Ich befürchte, es wird keine Lösung geben.

Btw, man soll nicht denken, das wäre Utopie. Heute habe ich den ersten Blog dieser Art entdeckt. Ich verlinke ihn absichtlich nicht, da die Firma alt, bekannt aber nicht so groß ist, ich also nicht weiß, ob der/die bloggenden Frustierten wissen, was sie tun und inwiefern man auf ihre echte Person zurückschließen kann.

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