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Xing mit übersichtlicherem Design und digitalem Handschlag für Mitglieder15.09.10

Bei uns in Köln findet ja gerade die dmexco statt, die Fachmesse für digitales Marketing. Mein Kollege Marek ist natürlich vor Ort, um die wichtigsten News für Euch direkt am Ort des Geschehens zusammenzutragen. Details dazu werdet ihr morgen bei uns lesen können. Eine Nachricht wollen wir Euch aber nicht vorenthalten. Unter anderem war er nämlich auf der Pressekonferenz des deutschen Karrierenetzwerks Xing, das die Messe genutzt hat, um einige Neuerungen vorzustellen.

Für die Mitglieder am offensichtlichsten sind wahrscheinlich die Änderungen an der Weboberfläche des Dienstes. Das Unternehmen erhofft sich, dass das neue Design übersichtlicher ist und die Anwender schneller zu den gesuchten Funktionen leitet. (weiterlesen…)

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Das rote Experiment auf wer-kennt-wen24.01.09


Heute Morgen habe ich von einer guten Freundin, die Mitglied bei “wer-kennt-wen” ist, per E-Mail eine Einladung zur Gruppe “Das rote Experiment” bekommen. Normalerweise landet so etwas bei mir direkt im digitalen Mülleimer, doch neugierig wie ich bin, habe ich auf den Einladungslink geklickt. Seit dem bin ich Teilnehmer beim roten Experiment – einem lustigen Rekordversuch innerhalb der Community-Plattform. Ziel der Gruppe ist es, die ganze Deutschlandkarte, auf der die Standorte ihrer Mitglieder mit einem roten Punkt markiert werden, komplett rot zu färben. (weiterlesen…)

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Substanz eines Social Networks22.12.08

Carsten / ZweiPunktNull verweist auf ein Interview in der FAZ mit den beiden Gründern von “Wer Kennt Wen“.

Richten wir das Augenmerk auf eine aufschlussreiche Aussage zum Abschluss des Interviews:

FAZ: Der Weltmarktführer Facebook setzt stark auf Technik. Wie wichtig ist das Thema Technik für Sie?

JAGER: Wir wollen unsere Nutzer nicht mit technischen Funktionen überlasten. Mit großen neuen Funktionen gehen wir daher sehr vorsichtig um. Eine Öffnung für externe Entwickler oder der Beitritt zur Brancheninitiative Open Social sind daher kein Thema für uns.

Übersetzt heißt das nichts anderes, als dass man auf die Schlichtheit des Systems setzt, um wie bisher mit Hilfe dieser Trumpfkarte auf einem erstaunlichen Wachstumspfad zu bleiben. Die WKW innerhalb von 2 Jahren zu 5 Millionen Mitglieder verholfen hat. Ich wäre mir da nicht allzu sicher, ob dies das alleinige Erfolgskonzept bleiben kann. Neben dem aktuellen Problem, dass die Wachstumskurve abgeflacht ist.

Immerhin muss WKW wie jedes andere general interest Netzwerk mit dem Phänomen einer Ausdünnung der Kontaktdichte kämpfen, je größer das Einzugsgebiet wird (User in SNs vernetzen sich primär mit Bekannten). Was sich auf die Neukundengewinnung auswirkt, wenn Bestandskunden eine immer geringere Motivation verspüren, Bekannte einzuladen. Das wiederum hängt von mehreren Faktoren ab: Wie bekannt ist das Netzwerk im regionalen Umfeld. Wie sehr fördert das Unternehmen die Bekanntheit mit PR und Werbung? Wie groß ist der Pressebuzz und wie groß die Mundpropaganda-Effekte (“haste schon gehört,…”)? Wie viele meiner Bekannten sind bereits Mitglied in WKW? Da der Pressebuzz bis dato sehr gering war, Werbung und PR kaum betrieben wurde, muss man sich auf die sozio-regionale Kontaktdichte zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern verlassen. Gibt es in einer Region so gut wie keine WKW-User, bleibt der Zulauf aus dieser Region schwach ausgeprägt (so momentan im Norden, Osten und Süden Deutschlands).

Das zweite Problem von WKW ist rein finanziell zu sehen (was man wohl kaum als Randproblem abtun kann): Während die schiere Masse der User hohe Kosten erzeugt, decken die Einnahmen die Ausgaben auf absehbare Dauer nicht. Sollte sich daran auch mittelfristig nichts ändern, hat es sich aus-wkw-ed (diese leidliche Erfahrung muss Holtzbrinck mit allen drei VZ-Netzen machen, die mächtig Traffic erzeugen, unter dem Strich ist kein Pluszeichen in Sicht). Nun könnte man annehmen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis man auf den Trichter kommt. Tja, wenn Zeit nicht Geld wäre, dann würde es nicht pressieren. RTL/Bertelsmann wird in der Rolle des Goldesels früher oder später die Geduld verlieren. Es ist kein Leichtes, immer wieder in Management-Sitzungen auf die Zukunft dieser subventionierten Web-Sparte zu verweisen, während man an andere Geschäftsbereiche mit niedrigen Zielerreichungsgraden den Rotstift ansetzt. Wer auch immer bei RTL/Bertelsmann WKW den Rücken freihält, wird mit der Zeit seine eigene Position immer weiter schwächen. Und so wie ich gutverdienende Manager einschätze, werden sie aufgrund der Kurzfristigkeit ihrer Zielvorgaben ihre Haltung überdenken. Sowas wie Nettigkeit und Freundschaft zählen da nichts, egal wie gut die Beziehungen zu den beiden “netten” WKW-Junggründern momentan auch sein mögen.

Kommen wir zum dritten Punkt: Substanz. Bei zahlreichen Social Networks habe ich irgendwie das ungute Gefühl, dass sie sich nicht dauerhaft etablieren können. Unabhängig der Frage nach den Einnahmen. Gedankliche Parallelen zu Community-Services aus “New Economy”-Zeiten wären nicht rein zufällig. Was macht ein Social Network im Grunde genommen heute spannend? Primär ist es das in den Fokus stellen eines Users. Das je nach User-Profilvariabilität (kann der User sein Profil nicht nur funktional, sondern auch designtechnisch anpassen?), den Drang zu digitalen Selbstdarstellung mal stärker mal etwas schwächer fördert. Und wesentlich zum Erhalt eines SNs beiträgt. Das Schmieröl ist jedoch nicht das Profil per se, sondern die Surfability der Userprofile (wie leicht oder wie schwer kann ein User von Profil zu Profil surfen) wie auch die Userkommunikation untereinander (gibt es Foren, Blogs, Chats, twitteresque Ansätze, internes Mailing, wie leicht oder wie schwer fällt dabei das Kommunizieren aus? Regen Bildergallerien zum Kontakten und Austauschen an?). Neben dem Verwalten von bestehenden Kontakten im Sinne eines Ersatzadressbuchs und dem Kennenlernen von Mitmenschen per se.

Es geht demnach um das Produkt, um die eigentliche und echte Substanz. Wie gut erfüllt es gesamtheitlich die sozialen Bedürfnisse der User? Daher auch der Name “Social Network”. Es geht im Kern um eine Softwarelösung, die soziale Verhaltensweisen digital über Verbindungsnetze von Menschen explizit abzubilden versucht. Wir können uns denken, dass die heutigen Lösungen weitestgehend sehr frühe Lösungen sind und damit einem hohen Imperfektionsgrad unterliegen. Ihr Merkmal: Sie sind hochkomplexe Abbildungen des Socializings der Menschen, was eine extrem weiche Geschichte ist. Was tun Menschen bei komplexen Problemstellungen? Sie kommen nur sehr langsam voran. Was viel Raum nach oben für Produktverbesserungen zulässt. So gesehen muss es nicht einmal ansatzweise verwundern, dass die allermeisten Anbieter größte Schwierigkeiten haben, ihren Service zu monetarisieren. Sie verstehen ihr eigenes, im Grunde genommen irrationales Produkt nicht, niemand tut sich damit wirklich leicht, wenn wir von Social Networks reden (auch wenn Xing so tut als ob…). Wenn man ein Produkt nicht verstehen kann, wird man ergo auch keine Werte ansetzen können. Unklar? Im Gegensatz zu auf sehr konkreten, singulären Bedürfnissen spitz zugeschnittenen Produkten wie etwa Single-Börsen warten Social Networks idR mit einer sehr breiten Bedürfnisabdeckung auf und verwässern sich damit selbst ihr eigenes Produkt.

Und wie bei einem Spiel kühlt der Bezug zum Produkt unweigerlich ab. Gäbe es keinen Wettbewerb in einer Branche, würden alle Anbieter an ihren Produkten nicht mehr herumfeilen müssen. So würden wir wohl noch heute mit Wählscheibentelefonen und VW Käfern zu tun haben. Nur, Wettbewerb gibt es zu Genüge. Betrachtet man es auf diese Weise, kann man nur Vermutungen anstellen, dass auf diesem Sektor, in dem sich WKW tummelt, noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten ist, bis man es wie ein Auto als sicher, bequem, ergonomisch, nützlich und schließlich für unersetzlich erachten kann. Diese Situation wird neuen Anbietern noch viele Chancen bieten und bis dato führenden Anbietern größte Kopfzerbrechen bereiten, wenn man nicht flexibel und wach genug bleibt. Bis wir überhaupt Social Networks der zweiten Generation sehen werden, wird alles davon abhängen, dass man die Bedürfnisse der Kunden wesentlich spitzer bedienen kann und damit die Grundlagen für eine weitaus konkretere Werteeinschätzung schafft, um letztlich daraus Einnahmen generieren kann. Einnahmen, die man dringend benötigt, um eine echte Substanz auf Dauer zu schaffen, um Gelder wieder reinvestieren zu können, sonst geht das sich langsam aufbauende Know How flöten.

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Gesprächssphären und Socializing im Netz12.12.08

Nico hatte vorgestern meinen Beitrag zur Gesprächssphäre der Blogs aufgegriffen und sich Gedanken zum Link als postulierten Gradmesser gemacht. Und kommt zum Schluss, dass die Produktion von Inhalten nicht auf Links reduziert werden kann, wenn es um Gespräche geht. Und das ist grundsätzlich richtig.

Die Betrachtung der Blogosphäre kann heute -aber auch schon seit “gestern”- nicht mehr unabhängig anderer Anlaufstellen vorgenommen werden. Die Blogosphäre wurde und wird von anderen Sphären wesentlich beeinflusst. Wenn wir dazu den Startzeitpunkt 1995 nehmen (“WWW” -> HTML-Browser), so waren vier Werkzeuge zur Produktion von Inhalten -ob flüchtig oder persistent, ob öffentlich oder nicht, sei egal- besonders populär: Statische Websites (die wenig bis gar nicht dialogisch aufgebaut waren), Forum, Mail und Instant Messaging. Vor dieser Zeit war übrigens das Usenet das Gesprächswerkzeug schlechthin.
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Facebook Mobile wird gut angenommen12.11.08

man fragt sich hin und wieder, was wohl die User machen, wenn sie denn mobile surfen könnten. Eine Antwort bietet zB Facebook. So heißt es auf Read Write Web:

Facebook announced last night that the company has seen users of its mobile site, m.facebook.com, jump from 5 million to 15 million this year. The most recent change made to the site, allowing comments to be posted on status messages from your phone, resulted in more than 1 million mobile posts in the first 24 hours. While these numbers are still relatively small compared to the total number of Facebook users (under 10%),…

Und in der Tat, die mobile Applikation fürs iPhone – die kenne ich, die anderen Mobilversion für herkömmliche Handys nicht- ist klasse. Einfach anschauen.

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Zeeya.net: Social Network für Studenten20.11.06

zeeya.netnach StudiVZ, Studylounge und Unister gesellt sich der vierte Kombatant aus deutschen Weblanden in die Kampfarena der studentischen Facebook-ähnlichen Social Networking Anbieter. StudiVZ ist mit Abstand No.1 (laut Eigenaussage 1 Mio Accounts), Studylounge- und Unisterzahlen habe ich leider keine zur Hand. Jemandem bekannt?

Wer
Das Startup nennt sich Zeeya.net und ist ein Werk von Vera Brannen und ihrem Mann Sam Brannen (ein echter Coder und Systemarchitekt von seinem Werdegang her). Vera kenne ich recht gut und wollte daher nicht früher über Zeeya schreiben, da die letzten Wochen StudiVZ auf dem Blog-Grill geröstet wurde. Da sich langsam der Staub um das Gruschelnetzwerk legt, kann man mir hoffentlich keine Einflussnahme vorwerfen, wenn ich jetzt erst darüber schreibe, zumal auch Thomas heute darüber berichtet hat (ja ja, Blog-Diplomatie…):)

pfui deibelWas ich zu Vera und Sam sagen kann? Es kann durchaus sein, dass sie mal als kleine Kinder Gummibärchen gestohlen haben, Vera möglicherweise zu ihrer Teeniezeit wildfremden Männer in S-Bahnen schöne Augen gemacht hat, Sam als US-Bürger bei Star Spangled Banner aufsteht oder beide hin und wieder nix gegen die Kinderarmut in D unternehmen. Ich schreibe das vorsichtshalber jetzt schon mal vorab, damit andere nicht mehr recherchieren müssen (was ja jetzt zZt hippe Mode ist:), um Skandale aufzudecken. Immerhin sind es ja Gründer eines studentischen Social Networks! Ach ja, so sehen die beiden Wilden aus (ich denke, man sieht ihnen die Geld- und Datenprofilgier an;):
Vera und Sam Brannen

Was?
Ähm ja, wo waren wir stehengeblieben? Zeeya, ja richtig… Zeeya über sich:

“Das Online-Netzwerk Zeeya.net bietet Studenten die Möglichkeit weltweiter Kontakte zu anderen Studierenden – um sich kennenzulernen, um sich nicht aus den Augen zu verlieren, um sich über alles Mögliche auszutauschen, kurz: um Spaß zu haben!” Wir bieten ein vielseitiges, einfaches und kostenloses Netzwerk mit einem abgewogenen Mix von Fun und Wissensaustausch. Da jeder jeden über sechs Ecken kennt, werden diese Verbindungen zwischen den Mitgliedern visualisiert. So erkennt jeder schnell die Freunde seiner Freunde und findet Gleichgesinnte. Dies erleichtert Erstsemestern den Start in einer neuen Stadt, ermöglicht einfache Kontaktpflege während dem Auslandsemester und vernetzt Studenten hochschulübergreifend miteinander.

Wie?
Zeeya Navigation
Die meisten Hauptnavigationspunkte / Funktionen sind typisch für Social Networking Portale:
- Freundesnetzwerk, Einladungen
- Profile, Interne Messages, Gästebuch, Zugehörigkeit zu Foren
- Bilderalbum: aber, fremde Alben nur sichtbar, wenn man fremde Profile aufsucht, leider keine zentrale Bidlerablage, sehr sehr schade. Kein Tagging, kein Voting, nix… da ist mE noch viel Luft drin
- Gruppen (Foren): Rechtemanagement sollte man sich bei OpenBC/Xing abkupfern, fällt anscheinend komplett (ebenso fehlt ein Eventkalender, wohl eines der wichtigsten Dinge.. nun denn)
- insgesamt fehlen Einstelloptionen zum Schutz der Privatsphäre, auch hier empfehle ich einen Blick auf OpenBC, die sehr detailierte Optionen dazu anbieten. So kann man nirgends einstellen, dass Kontakte ab der [dritten...] Netzwerkstufe keine Privatdaten einsehen dürfen
- T-Shirts: das als Hauptnavigationspunkt finde ich verschwendeten Platz, mE völlig unintereressant für eine SN-Plattform und verwirrt mich als User, warum dieser Punkt so prominent platziert wurde

Ingesamt ist mir die Funktionspalette noch zu brav, um sich markant von den anderen Mitbewerbern abzusetzen. So ist man zB nicht dem Credo von MySpace gefolgt, dem User die Gestaltung seiner eigenen Profilseite zu überlassen. Stattdessen setzt man ihm ein fertiges Formular nach dem anderen vor. Finde ich bei allen Anbietern sehr schade, dass es keiner anbietet, wäre aber durchaus etwas, um ein wesentlich stärkeres Involvement zu erzeugen. Zumal man sich ja auch zwingend abgrenzen muss, um Wechselwilligen einen triftigen Grund zu geben. Das einzige, was Zeeya von den anderen abgrenzt, scheint die sprachliche Lokalisierung zu sein, die man von vornherein zum Start mitbringt (war auch nicht bei StudiVZ so). Aber auch das ist kein echtes Abgrenzungskriterium. Das Design von Zeeya ist btw zwar nicht mein Geschmack, da zu kontrastarm und mE einen Tick zu hell, aber immerhin ist die Usability ok.

Anbei eine Beschreibung via PDF: about Zeeya

Wieviel?
Es schaut so aus, als ob Vera und Sam bereits – obwohl sie erst am Start stehen – einen Investor gefunden haben, der offensichtlichmehrheitlich bei Zeeya eingestiegen ist. Da im Impressum eine Firma namens “VIR Verlag Industrie & Recht AG, 9500 Wil / SG, Schweiz” genannt wird, die mW nicht den Brannens gehört. Konnte zu der Firma auf die Schnelle nur das hier finden. Ohne mehr zu wissen, fände ich es schade, dass man sich zu früh an Dritte gewandt hat, aber wait and see, das bekomme ich noch raus, was es damit auf sich hat.

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Die einflussreichsten Webseiten der Neuzeit?20.11.06

aus der Neuzeit? Für mich die Zeit nach dem Crash der New Economy. Welches sind die neuen Webseiten, die viele andere Webentwickler beeinflusst haben? Meines Erachtens sind es vaD die drei, die absolut herausragen:

1. Tagging + Socializing = Del.icio.us: Ich kenne mittlerweile nahezu keine junge Web-Plattform, die ohne Tagging daherkommt. Joshua Schachter hat mit Sicherheit Tagging (siehe auch Folksonomy als Ergebnis des gemeinsamen Taggings) populär gemacht. Auch wenn man den Einfluss von Flickr.com und Technorati.com nicht unterschätzen darf, die Joshuas Umsetzung sehr früh aufgegriffen und dadurch verbreitet hatten.

Ebenso muss man wohl den generellen Einfluss von Joshua auf das Socializing im Web 2.0 (als Metapher für die Neuzeit im Web = teile, was du kennst, weißt, hast) ausdehnen, was noch viel wichtiger sein dürfte. Ich kann mich an viele Diskussionen erinnern, die vom gemeinsamen Bookmarken ausgehend (die del.icio.us eben ins Zentrum stellt) andere Anwendungsfelder in Betracht gezogen hatten. So ist mit Sicherheit eine nicht unwesentliche Funktion von MySpace oder auch Last.fm (nur um zwei von abertausenden Beispielen zu nennen) auf Basis dieses Gedankens geboren worden: “teile, welche Musik Du hörst”. Wenn ich so recht darüber nachdenke, dann ist dieses “Sharen” & “Socializing” noch wichtiger als Friendsters Umsetzung des 6-Degrees Ansatzes. Oder hat Joshua doch nicht so sehr den Socializing-Gedanken bei anderen Webentwicklern beeinflusst? Wenn doch, dann gehört Joshuas del.icio.us mit Sicherheit zu der einflussreichsten Webseite überhaupt.

2. Six-Degrees = Friendster: Jonathan Abrams hat nicht nur unzählige Social Networking Seiten beeinflusst, sein Konzept gehört wohl zu einem der meistkopierten Konzepte der Neuzeit schlechthin. Nicht nur das, man findet auch sonst einzelne “Socializing-Funktionen” auf immer mehr Seiten wieder, die an sich keine SN-Seiten sind. Beispiele? Siehe zB Blog.de, Etsy.com, Dealjaeger.de, Digg.com, Flickr etc etc etc. Der zentrale Gedanke von Jonathan war, wie man Personenbeziehungen abbilden könnte. Dahinter stand der Six-Degrees Ansatz, den Friendster richtiggehend hip gemacht hat. Meine persönliche No. 2, ja fast schon gleichauf mit Del.Ico.Us!

3. News Filtering + Collaboration = Digg.com: Die auf Ajax basierende Bewertung ist eines der Ideen-Exportschlager zusammen mit der gesamten Struktur der Seite. Es ist unglaublich, mit welchem Speed zahlreiche Seiten nur diese Bewertungsfunktion allein übernommen haben. Es ist fast schon zum guten Ton geworden, dass überall dort, wo man Informationen listenartig und gemeinsam zusammenstellt, Digg-ähnliche Strukturen gewählt werden. Die Idee mit dem Voting an sich war ja nicht neu, jedoch hat sie Digg mit dem Schuss Ajax und der geschickten Ablagestruktur von täglich zahlreich eingehenden News richtig populär gemacht. Und ist mE gut dabei, klassische Forensoftware abzulösen. Die Idee geht auf Daniel Burka und Kevin Rose zurück (siehe Artikel zu den damaligen Redesignüberlegungen, als Digg noch eklig aussah. Btw, ein großartiger Artikel im nachhinein, was sich beide so gedacht hatten, ohne zu ahnen, dass man eines Tages selbst zum Vorbild wird).

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LinkedIn und OpenBC im Vergleich19.11.06

mehr aber ein geschäftlicher als funktionaler Vergleich, den Hugo Martin aufgestellt hat: Merker: Social Business Networks OpenBC & Linked-In Deutschland

Und er trifft mit einer Aussage den Kern: Wenn die Anbieter nicht bald vernünftig API’s veröffentlichen, die es ermöglichen ihre Netzwerke in andere Anwendungen einzubeziehen – wird es für beide Anbieter eng – und die Karawane zieht (einfach) weiter.

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tierische Social Networks: Zooclub.de19.11.06

Zooclub.deganz frisch in deutschen Internetlanden: ZooCub.de, das neue Social Network für Tierfreunde, betrieben vom Versandhändler ZooPlus. Man könnte es vom Ansatz her mit der US-Seite Dogster.com vergleichen, das Hundehaltern eine Anlaufstelle bietet. Und es soll recht erfolgreich sein. Mal schauen, wie sich Zooclub machen wird. Genügend Tierfreunde dürfte es schon geben, das sollte nicht das Problem sein.

Meines Erachtens wirkt die Seite vom Layout her recht spröde und spricht damit weder die Teenies noch die älteren Tierfreunde/innen an. Auf jeden Fall werden sich noch viel mehr SNs dazugesellen, siehe Liste auf Wikipedia, was es alles schon an unterschiedlichsten Social Networks gibt.

Die Funktionen von Zooclub:
Herrchen- und Tierchenprofile, Bilderupload, Freunde einladen/Freund werden, “Pfötchen geben” entspricht einer strukturierten Bewertung der Tiere, “Leckerlis geben” entspricht einer nicht genauer definierten Funktion, nehme an, dass man eine Kopplung mit dem firmeneigenen Haustiershop vorsehen wird. Auf jeden Fall keine dumme Idee, den Shop um ein Social Network zu erweitern. Vor allen Dingen, dass man den Markennamen Zooplus von ZooClub entkoppelt hat. Sonst sehe es zu sehr nach einer Vertriebsplattform für den Versandhändler aus.

Wie es insgesamt wirkt? Neben dem spröden Design kann ich nicht so recht abschätzen, ob die einzelnen Funktionen ausreichen, um den User als Tierfreund zu begeistern. Zwar verstehe ich den Ansatz, einen Schwerpunkt auf die Tierprofile zu legen. Deren bisherige Beschreibungen (wohl vom Betreiber eingestellt, siehe Beispiel) wohl nicht umsonst mehr menschlichen Lebensläufen ähneln und die User anregen sollen, ihre Identifikation mit dem Tierchen ebenfalls auf diese Art und Weise ins System reinzuhacken. Mir persönlich fehlen noch Usergroups (Foren) mit erweiterten Funktionen, um auch kleinsten Peergroups Austauschstellen anzubieten. Ob es ausreicht, die Verbindung der User untereinander rein über die Tierprofile herzustellen, … mal sehen. Dogster ist da mE wesentlich weiter, was das Thema User-Inolvement angeht.

via Gigold

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Social-Network für Einrichtungsideen: Curbly.com17.11.06

spannend, das ist mE definitiv auch ein Ding für die deutschen Weblande: Curbly.com ist eine frische Social Networking-Anwendung, die den Usern eine Plattform zum Austausch von Wohneinrichtungsideen anbietet. Mit Fotos, HowTos, Friends, Blogs, etcpp… sprich man soll sich über diese Werkzeuge untereinander auf effiziente und spannende Weise austauschen können, um Einrichtungsideen miteinander zu teilen. Dummerweise ist just die Seite nicht erreichbar, um mehr sagen zu können. Gerade die eigenen vier Wänden haben eine hohe Bedeutung und so eine Wohnung ist letztlich nie fertig. Ständig fallen einem Sachen ein, was man sich noch holen könnte, was man ändern kann. Das betrifft ja nicht nur gleich den berühmten Wohnzimmerschrank, den man auf Jahre bewundern darf, sondern inbseondere die vielen Accessoires. Und wenn mich nicht alles täuscht, sollte die Seite speziell die weibliche Zielgruppe ansprechen und entsprechend darauf ausgerichtet sein.

Update: Habs mir jetzt anschauen können… gefällt mir ziemlich gut, der Aufbau und vaD die Features!

Es gibt folgende Hauptbereiche:
HowTo: Beschreibungen zum Selbermachen/bauen, von Usern erstellt (erinnert an eine bekannte Webseite, die exzellent ankommt, mir fällt der Name nicht ein)
Inspiration: Ideen vorstellen, wie man seine Wohnung schöner gestalten könnte
News: eine Art von Produkt/Unternehmensnews aus der Einrichtungsbranche
Questions: die User können in diesem Bereich Fragen stellen. Wie zB “Habe das Bett für 3000 USD entdeckt, könnte man das auch selbst bauen…”. In den Kommentaren kann man entsprechend auch Bilder einbinden,.. sehr cool!
Whats Popular: Ein Guide durch die bestbesuchten Postings
Find People: eine rudimenäte Suche nach Username, Region/Stadt
ClipIt: im eigenen Profil findet man ein Bookmarklet, mit dessen Hilfe man Bilder im Handumdrehen ablegen kann… so zB ein Bett von Ikea? Klick auf das Bookmark und schon poppt eine Maske auf, das Bild zu taggen und eine kleine Beschreibung einzugeben.

Ist noch nicht alles ganz rund, aber abwarten. Schon mal für den Start recht einfach und überschaubar, aber auch sehr nützlich imho.

Curbly.com

via Mashable

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Reid Hoffman im Videointerview16.11.06

Lukasz hat einen echten Startup-Promi vor die Linse bekommen, Reid (momentan mit LinkedIn untewegs, dem größten Konkurrenten von OpenBC): (weiterlesen…)

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OpenBC/Xing Designumstellung15.11.06

war gestern bei OpenBC im Hamburg und konnte mir zusammen mit anderen Auserwählten das neue Design im Testbetrieb anschauen. Sagen wirs mal so: vorher war es gute, alte deutsche Ingenieurskunst… für Panzerbau, geradlinig und robust :)) Mit dem neuen Design ist es modern, ansprechend und wesentlich übersichtlicher geworden. Nö, nicht klickibunti Web 2.0. Klar, Design ist immer eine Geschmacksfrage, daher werden sich voraussichtlich schon am kommenden Wochende alle OpenBC-User das Neue anschauen können;)

Nein, es sind kene neuen Funktionen hinzugekommen, zumindest keine markanten Features. Aber nach einigen Gesprächen mit den Entwicklern werden möglicherweise interessante Funktionen hinzukommen, ich bin gespannt. Es wird sich zeigen, ob das nützlich und innovativ sein wird.

Und logo, habe auch mit Lars Hinrichs gesprochen, wir haben uns über die Social Networks jetzt und in Zukunft unterhalten, wo der Weg wohl hingehen wird (Identity Management, Webservices, Digital Reputation etcpp…). Ich denke, dass ich versuchen sollte, Lars zu einem Blog-Interview zu gewinnen, wenn er mag, da es sicherlich für Dritte auch interessant sein könnte, was vom Master of Social Networks in D zu hören.

Nachher haben Thomas und Mike noch allgemein über Blogs und die vielen Videoportale geschnackelt. Dazu später mehr.

Sodele, auf zum nächsten Termin, heute Abend gibts mehr Futter.

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LinkedIn passt Börsengang von OpenBC nicht14.11.06

Der führende US-Social Networking Anbieter im Businessbereich – LinkedIn.com – hat sich offen dazu bekundet, OpenBC für 30 Mio USD kaufen zu wollen. Der Mitbegründer Konstantin Guericke in einem Interview mit der Internet World Business:

Fürs schnelle Wachstum würde das US-amerikanische Business-Netzwerk Linked-In auch Konkurrenten zukaufen.

In den Markt der Business-Netzwerke kommt Bewegung. Bis März 2007 soll die deutsche Version des US-amerikanischen Businessclubs Linked-In im Netz stehen. Für schnelles Wachstum würde Linked-In-Mitbegründer Konstantin Guericke in Europa auch Konkurrenten zukaufen: “Das wäre die einfachste Lösung”, sagt er im Gespräch mit INTERNET WORLD Business.

Als Kaufkandidat kommt vor allem Open-BC in Frage. Der Hamburger Business-Club ist mit 1,5 Millionen Mitgliedern weltweit der größte Konkurrent der Amerikaner in Europa. “Bei 30 Millionen Euro lohnte wohl ein Kauf, bei 40 Millionen wäre es effektiver, organisch zu wachsen”, so Guericke im Interview mit INTERNET WORLD Business.

Agiert da jemand strategisch durch das Hineinrufen einer solchen Summe oder wozu erwähnt Guericke diesen lächerlichen Betrag? So rein zufällig vor dem Börsengang? Ein Schelm wer Böses denkt:)

via Mail

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Die Chronik der Social Networks13.11.06

Danah Boyd – sicherlich vielen als die Anlaufstelle für SNs bekannt – hat eine Kurzübersicht zur Entwicklung der Social Networks erstellt. Erwähnenswert sind imho die 3 Urväter: SixDegrees (noch aus der New Economy Zeit), Ryze.com (ein Business Netzwerk, das OpenBC stark beeinflusst hat) und Friendster.com (an sich der eigentliche Vazter aller modernen SN-Sites), die allesamt gewissen Elemente beinhalteten, die man heute nahezu in jeder SN-Plattform wiederfindet und die auch zahlreiche, weitere Web-Startups beeinflusst haben, was das Funktionspaket angeht. Siehe Liste der bekanntesten und bekannteren Social Networking Sites (ink. Liste der Mitglieder, nicht überall up to date aber immerhin).

via O’Reilly Radar

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Social Networking in Japan: Mixi12.11.06

Mixiich hatte vor ca. 1 Monat über Mixi geschrieben, die Social Networking Site No.1 in Japan. Die an die Börse gegangen waren und damit der 31-jährige Gründer namens Kenji Kasahara praktisch über Nacht zum USD-Milliardär geworden sein soll.

Mixi gehört neben Yahoo zur trafficstärksten Seite in Japan:Its page views in July were second only to those of Yahoo, according to Nielsen/NetRatings, a company that analyzes online user patterns — and users spent more time on mixi’s site than Yahoo’s. Nielsen says the average mixi user visited 681 times during the month, spending about four hours and 16 minutes, compared with 586 visits and three hours and 26 minutes for the average Yahoo user. Und Mixi wurde – wie so viele andere SN-Seiten auch hat Friendster.com den Gründer inspiriert – erst im Februar 2004 gegründet!!!! Ola.

Wieso funktioniert Mixi in Japan so gut, ist das auf die japanische Kultur angepasst oder was steckt dahinter? Aufmerksam lesen, liebe Startup-Anwärter:
- Webworkblogger (1): Mixi, ein ganz besonderes Social Network für Japan (mit super Beschreibung und Screenshots)
- Webworkblogger (2): MySpace greift nach Japan und legt sich mit Mixi an
- Rising Sun of Nihon: Mixi – Japan’s Version of Myspace (der auf die japanische “Abhängen-Kultur” unter Freunden und die intensive Nutzung der Mobilfunktechnik eingeht, die Mixi berücksichtigt)
- Metropolis.co.jp: In The Mix, Networking websites give the bashful new opportunities for social interaction
- News.com: Mixi IPO tests Asia social networks
- FT.com: Profile: The man behind Mixi
- Newsweek: Welcome to Samurai 2.0
- siehe Kommentare auf Pliink

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