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Adidas und Telekom unterstützen die Arschlöcher von Gumball

wusste gar nicht, dass sich Adidas und die Telekom für diese abartige Ralley hergegeben haben. Ich wäre fast schon geneigt zu sagen, dass die beiden Toten die PR-Quittung für diese assoziale Unterstützung von hirnlosen Straßenproleten ist. Und ich hoffe, dass beide Unternehmen trotz einer hirnamputierten PR/Marketingabteilung in der Lage sind, Verkehrsicherheitsiniativen zu unterstützen, statt wie Adidas bestürzt das Sponsoring zu kappen (Telekom hält mW noch die Klappe). Und nicht mehr auf so einen „positiven“ Dreck zu setzen, die Süddeutsche: Problematisch sind nach Meinung von Experten insbesondere die zahlreichen Verkehrsverstöße mit den auf den ersten Blick nicht erkennbaren Rennwagen und die Einstellung, dass mit Geld jedes Problem zu lösen sei. Das Rennen hat längst erhebliche kommerzielle Bedeutung als Werbeträger und dient auch als Vorbild für PC-Spiele.

Adidas dazu: Nebst dem Adidas-Sponsoring von einzelnen Teams des «Gumball 3000» legte Adidas eine gleichnamige Schuh- und Kleiderkollektion samt Accessoires auf. Laut Adidas-Sprecherin Ursula Bayer hat sich «Adidas an der Rallye nur in der Annahme beteiligt, dass die Gesetze eingehalten würden.» «Der Veranstalter hat sich uns versichert, dass er mit den verantwortlichen Behörden in den verschiedenen Ländern zusammenarbeitet», sagt Bayer

Was mich fast noch mehr ärgert, sind die Dummschwätzer, die meinen, dass das Brouhaha um Gumball herum alles nur aufgeblasen wär, die Gumball-Teilnehmer würden sich doch an die Verkehrsvorschriften halten. Klar, und den Weihnachtsmann gibts obendrauf.

Update: warum ich mich so aufrege? Weil man bei Gumball schnelle Autos verherrlicht, das Rennen per se und den Kitzel. Nix gegen schnelle Autos, solange verantwortungsbewußte Fahrer drinsitzen. Nachdem mein Kind in einer 30er Zone von so einem Arschloch mit schickem Auto und Gaspedalstarre erwischt wurde, reagiere ich leicht allergisch auf Autoproleten. Ohne Ausnahme: geheizt werden soll auf dafür vorgesehenen Strecken, nicht im normalen Straßenverkehr. Es ist nicht akzeptabel, dass man auch noch solche „Ralleys“ wie es Gumball sein will, überhaupt unterstützt.

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

47 Kommentare

  • „Following our earlier release reporting yesterday’s accident – As a sign of respect we have decided that this year’s Gumball 3000 Rally will not travel any further and will end in Bratislava this evening, May 3rd 2007.“

    http://www.gumball3000.com/

    gab wohl einen Unfall … ein Unbeteiligter ist gestorben

    http://www.diepresse.com/home/panorama/welt/301780/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    ps
    gut das der feedreader wieder was zu tun bekommt … willkommen zurück und gruß aus Wien

  • Ob Dir es gefaellt oder nicht und wohl auch nicht Dein u. mein Geschmack, jedoch weltweit(!) schaut sich nunmal das Volk zwischen 12-35 Jahren Gumball, Bullrun oder Ultimate Fighting an.

  • Na ja, wer das Gumball Specialvor ein paar Jahren bei MTV’s Jackass gesehen hat, derweiß ja wie es da zu geht. 🙂

  • Zumindest den deutschen Teilnehmern könnte man den Führerschein dauerhaft entziehen. Ich bezweifle stark, dass die die MTU schaffen würden.

  • was ich das härteste fand: gestern (!) lief auf DSF eine dieser Hurra-Auto-Reportagen über das Rennen, in denen die Moderatoren das ganze Ding noch mal bis zum Gehtnichtmehr hochgejubelt haben. Ich meine:vor zwei Wochen, nagut, DSF halt. Aber vielleicht wäre es nach dem Todesfall eines Unbeteiligten besser gewesen ein paar alte sexy Sportclips ins Programm zu heben. Die leben zwar von der Ausbeutung osteuropäischer Frauen, aber wenigstens stirbt niemand dabei…

  • Die Regierungen mit denen sie zusammenarbeiten sidn laut Gumball-Blog: Albanien. Da hatten sie gleich Regierungsgebäude für ihre Protzparties angemietet.

    Ich würde keine 10 Cent drauf wetten, dass es nicht schon ein halbes Dutzend Toter und Schwerverletzter bei Gumball-Rallys gab. Die haben dann nie erfahren, dass durch ihren Vorgarten eine Protzrallye führte. Oder wer den Wagen geschnitten hat, der dann in einen anderen Wagen reingefahren ist. Es ist auch ohne weiteres möglich solche „Zwischenfälle“ mal eben mit Bestechungsgeldern erledigt wurden.

  • PS: Vielleicht sollte man noch erwähnen, wie sich die Unfallverursacher verhalten haben. Sie haben keine erste Hilfe geleistet, sie haben keine Hilfe besorgt. Stattdessen haben sie schnell versucht das Land zu verlassen.

    Auch die Reaktionen der Fanboys in den Blogs sind erschreckend. Statt der Rallye sollen doch lieber die Unfallfahrer sterben, amn einem Baum aufgeknüpft werden. Diese Achtung von menschlichem Leben und grundlegender Werte macht halt keinen „Spaß“.

  • Wieso Arschlöcher von Gumball 3000?

    Zur IAA geht jeder und bekommt ein Rohr angesichts der krassen Karren, die da rumstehen.

    Sich die Dinge auf der Straße anzusehen ist scheinbar nicht dasselbe. Wo die Gumballer hinkommen, herrscht Partystimmung. Was ist daran verkehrt?

    Weiß jemand, wie es zu dem Unfall überhaupt gekommen ist? Weiß jemand, in welchem Ausmaß Verkehrsvorschriften übertreten werden?

    Robby, Du scheinst ja über alles bestens informiert zu sein. Klär uns doch mal auf!

    Tagtäglich ereignen sich Unfälle in Deutschland, und niemand spricht von Arschloch-Autofahrern.

    Und ich wette, daß Du auch schon mal statt 100 auf der Autobahn, 101 gefahren bist, sofern Du einen Führerschein besitzen solltest.

    Das kanns doch nicht sein. Überall gibt es Arschlöcher. Bei ca. 100 Teilnehmern spricht schon die Statistik dafür, daß welche darunter sind.

    Über die Gumball weiß kaum jemand was genaues. Nur Gerüchte nichts weiter.

    Grüße,

    René/ProBloggerWorld

    PS: Du hast übrigens einen Ferrari-Link in Deinem Blog. Lustig, oder? Ferraris waren auch auf der Gumball. Unterstützt Du dadurch nicht auch mittelbar das Event? 😉

  • Rene:

    Du missverstehst da etwas. Bei 100 Leuten gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ein paar Arschlöcher dabei sind. Zugegeben.

    Bei 100 Gumball-Teilnehmern hingegen besteht nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass einige Teilnehmer keine Arschlöcher sind.

    Wären sie nämlich so verantwortungsbewusst und reich wie sie immer tun, könnten sie es sich ja auch leisten, ihre Rennstrecken absperren zu lassen.

  • Naja, zwischen den geschwindikeitsübertretungen bei gumball und auf deutschen autobahnen gibts aber einen großen unterschied: gumball ist ein rennen und die typen die da mitmachen, wollen gewinnen. also kümmern die sich – wie man gesehen hat – wniger um andere verkehrsteilnehmer, sondern mehr um ihr rennen.

    wer ist nicht schon zu schnell gefahren, aber wohl nie so hirnrissig.

    und da die unfallverursacher gleich geflüchtet sind, kann man sehr gut auf deren verantwortungsgefühl für andere menschen schließen …

  • > Wieso Arschlöcher von Gumball 3000?

    Z,B deshalb:
    „As if the „hit“ weren’t bad enough, it was followed by „and run“ when Nick and Matthew tried to flee on foot. They were picked up by a Gumballer in a BMW with Russian plates and made it as far as the Macedonia-Albania border, where they were arrested. […] Then Gumball HQ flubbed the crisis management. Apparently they didn’t put out a release for at least 24 hours and wouldn’t answer questions about the accident in the Gumball forum. When they finally did issue a statement, it said the driver died of a heart attack on the way to the hospital (brought on by. . .?) and that the drivers immediately reported the accident.“

    Fahrer versagt (Unfall gebaut und einfach abgehauen), anderer Teilnehmer versagt (dem ersten Arschloch beid er Flucht geholfen), Organisation versagt (Vertuschung): Arschlöcher!

    > Tagtäglich ereignen sich
    > Unfälle in Deutschland, und
    > niemand spricht von
    > Arschloch-Autofahrern.

    Da wäre ich mir nicht so sicher.

    > Und ich wette, daß Du auch
    > schon mal statt 100 auf der
    > Autobahn, 101 gefahren bist,
    > sofern Du einen Führerschein
    > besitzen solltest.

    Zwischen mit 101 bei 100 und 150 bei 80 besteht IMHO schon ein kleiner Unterschied.

    „Zuvor waren bereits sechs Fahrer bei teils deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen ertappt worden. So sei ein deutscher Fahrer mit 150 Stundenkilometern durch eine Tempo-80-Zone gebraust“

    Warum setzt du eigentlich alle Autofahrer (auch Ferrari-Fahrer) mit den Gumball-Teilnehmern gleich und fühlst dich so von der Kritik angesprochen? Sonst scheint das hier niemand zu machen.

    Schönen Gruss,
    Zapp

  • Auch wenn Gumball ansich eine total bescheuerte und blödsinnige Aktion ist – ich find das Rennen total faszinierend. Wahrscheinlich eben weil es total bescheuert und blödsinnig ist.

    Und vor allem – die schönen Autos. Ach …

  • gegen die Autos ist null einzuwenden, die sollen sich auf abgesperrten Strecken einen abheizen, thats all. Nicht Menschen gefährden, die nicht gefährdet werden wollen.

  • sorry, ich fahr nicht jährlich auf die iaa (war einmal dort, dass hat mir gereicht) und bekomme auch keinen ständer beim anblick eines autos mit vier rädern.
    am gumprol sieht man, dass man zwei dinge nicht mit geld kaufen kann:

    1. intelligente girlfriends
    (beweis 1)

    2. geschmack für musik
    (beweis 2)

  • […] Offenbar ist es immer so: erst muß etwas Furchtbares geschehen, dann wird gehandelt. Die mörderische “Privatveranstaltung” einiger sehr reicher, aber völlig verantwortungsloser Menschen “Gumball 3000″ hat ihre Opfer und wird in diesen Minuten in London eingestellt. Die Raser kamen aus einer britischen Crew. Aber auch deutsche Teilnehmer waren bei der europäischen Großraserei zugegen und wurden sogar finanziell prominent unterstützt. Und Robert vom Basic Thinking Blog habe ich noch nie so verbal erzürnt erlebt… Die FTD schreibt dazu: “Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas, der in diesem Jahr erstmals teilnahm, will nie wieder bei der Rallye starten. Adidas- Sprecher Oliver Brüggen sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Nachdem wir mit Bestürzung und großem Bedauern von dem tragischen Todesfall erfahren hatten, haben wir uns sofort dazu entschlossen, uns vollständig, unverzüglich und für alle Zeit von der Rallye zurückzuziehen.» Für adidas waren ein Lamborghini Gallardo mit dem US-Hip-Hopper Xzibit sowie ein Maserati Quattroporte mit Jay Kay, dem Sänger der Band Jamiroquai, unterwegs.” […]

  • […] Wie auch Robert schon berichtet hat, haben die Telekom und Adidas das Rennen unterstützt. Nach diesem tragischen Unfall hat nun Adidas erklärt, dass man sich für immer aus diesem Rennen zurückzieht. Es ist schon komisch, dass Adidas angeblich nicht wusste, dass es sich hierbei um eine illegales Rennen handelt. […]

  • wer die teilnehmenden typen schon mal gesehen hat, der weiß doch sofort mit welchem kaliber mensch er es zu tun hat. außer einem zettel mit:geld regiert die welt ist da nichts im oberstübchen zu finden.
    die gehören nicht zu geldstrafen verdonnert, sondern 24 stunden zwangsliegen auf einer intensivstation, dieses idiotenpack.

  • @Robby
    Das ist eine Suggestivfrage. 😉

    Mir geht es ums Prinzip. Ich denke, daß Du verallgemeinerst.

    Vereinzelt wird über Temposünder berichtet. Andererseits sieht es so aus, als würden gerade nicht sämtliche Teilnehmer rumrasen wie die Wilden.

    Alleine schon die extrem auffällige Aufmachung der Autos, die optisch durch Aufkleber noch mehr hervorstechen als ohnehin schon durch das exotische Aussehen, dürfte klar sein, daß sie auf dem Präsentierteller stehen und von der Polizei nicht wirklich schwer herauszufischen sind.

    Folglich halten sie sich auch dezent zurück. Bei 1000den km (!) Fahrstrecke ist es schon aus logischen Gründen nicht im Sinne der Erfinder sich in 10 Ländern als Temposünder zu etablieren. Dann würden sie nämlich ihren Lappen an der einen oder anderen Grenze abgeben, das Fahrerfeld würde sich lichten, man käme nicht wieder in London an.

    Das klingt für mich wie ein Widerspruch.

    Demnach kann das gesamte Fahrerfeld nicht als Rennfeld ausgegeben werden, zumal wenn Promis wie Xzibit und Jay-Kay darunter sind. Wollten die durch die internationale Presse als Sau durchs Temposünder-Register getrieben werden? Wohl nicht.

    Waren das alles Arschis?

    Wie gesagt, man sollte nicht verallgemeinern. Ich fahre die A66, dort war lange Zeit vor der WM Tempo 80 angesagt, und es hat sich niemand daran gehalten, allenfalls vor den 2 Blitzern nahe Hattersheim und Nähe Wallau wurde reflexartig-routiniert mal von 120 auf 60 bzw. 80 heruntergebremst. Mittlerweile ist das Tempo einseitig sogar freigegeben worden auf der A66 – wegen nicht vorhandener Unfallgefahr.

    Eher sind solche Polizei-Aktionen, wie die Begleitung nach Hahn genau jene Presse-Aufmerksamkeit, die sich die Fahrer nur wünschen können. Jeder Berichtet darüber (sic!), also prima.

    Ferner gibt es auch von Deutschland Nord nach Süd Autobahnen ohne Tempobegrenzung, wo ich auch schon mit Tempo 150 bis 250 langgedonnert bin, wenn es die Streckenverhältnisse zuließen, ebenso wie die A5, die teils 4spurigist usf.

    Hinter Hanau, die A66, ist auch dreispurig und dort fährt selten ein Auto. Dort kann man sein Auto auch auslaufen lassen.

    Folglich kann man sich an die Regeln halten und dennoch zügig vorankommen.

    Wie gesagt: ca. 100 Teilnehmer und 1000de km Strecke. Auf diese verteilen sich 2, 3 Temposünder und der Unfall als Ausreißer. Das ganze geht schon zum 9mal und erst jetzt gab es einen tödlichen Unfall. Statistisch besehen nichts Ungewöhnliches, so bitter das klingt.

    Kein Autofahrer der Welt sollte hier Moralapostel spielen. Zu groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß die eigene Einschätzung, human und regelkonform zu fahren, mit einer Kamera aufgenommen oder von dritter Seite eingeschätzt, eher halsbrecherisch wirkt.

    Übrigens sind die größten Tempo-Sünde und fahrende „Zeitbomben“ nicht PKWs, sondern die tollen Transporter, die teils auch schon 200 PS und mehr erreichen und wie die Henker rumfahren. Deshalb wurde auch diskutiert, ihnen Fahrtenschreiber usf. einzubasteln.

    Viele Grüße,

    René

    PS: Gäbe es keine Ferraris, gäbe es keine Gumball. So einfach ist manchmal die „Logik“. Ich sage ja, IAA ja, aber in der freien Natur eher nein. Die durchschnittliche PS-Zahl ist laut dem Stat. Bundesamt von 60 PS in den 90er auf 120 Anfang 2000 geklettert.

    Daher würde es mich mal interessieren, wieviel PS eure Karren so haben. Nur Ferraris können die Statistiken wohl kaum nach oben heben.

  • Wochenrückblick für Woche 18 / 2007…

    Und jetzt der heutige Wochenrückblick bevor das Blog in seine Sonntagspause geht.

    Wie Robert Basic in seinem Blog mitteilt unterstützen und Sponsern
    die Deutsche Telekom und die Firma Adidas das Gumball 3000 Rennen das jetzt wegen dem Tod zweier…

  • ich muss rene da mal zum teil recht geben. ganz zu schweigen davon, dass die grössten arschlöcher in autos immer noch hausfrauen in ihrem kombi sind, die gerade aus der ausfahrt auf den Fussweg/Radweg geschossen kommen, dabei in der handtasche kramen und telefonieren, während ich zügig angeradelt komme. und das ist keine übertreibung sondern passiert fast täglich.

  • Rene: Ein Tipp: guck Dir mal die Videos an, die die Gumball-Betreiber so anbieten. Und die Videos, die die Fanboys besonders toll finden.

  • „laut Adidas-Sprecherin Ursula Bayer hat sich «Adidas an der Rallye nur in der Annahme beteiligt, dass die Gesetze eingehalten würden.» «Der Veranstalter hat sich uns versichert, dass er mit den verantwortlichen Behörden in den verschiedenen Ländern zusammenarbeitet»

    so etwas gibt doch das Mädel nicht selbst von sich?!
    Das interessante an der Aussage ist, dass man denkt, der Mob da draußen ist wirklich so dämlich und glaubt das auch noch.

  • Rene:

    Mich interessiert es, weil ich schon öfters Diskussionen mit jemanden hatte, der zu diesen Fanboys gehört – für den das alles nur harmloser Spaß ist.

    Und mich interessiert es weil die gleichen Idioten – nur mit etwas weniger Geld – auf der Straße hier vor dem Haus Rennen fahren und es dabei schon einige Tote gab.

  • […] Robert Basic: Da ich selbständig bin, bieten sich einem zahlreiche Kommunikationskanäle. Das Blog gehört aktuell zu einem sehr modernen Instrumentarium. Es hilft, meine eigene Erfahrungen zu sammeln, über den Austausch mit viel erfahreneren Unternehmern weltweit, als ich es jemals sein kann. Es hilft mir, meine zahlreichen Gedanken zu Wort zu bringen und diese mit anderen auszutauschen. Mein Blog ist sozusagen ein kreatives Outlet, sonst würde ich sterben, wenn das alles, was in mir herumschwirrt, irgendwie raus kann. Und es ist ein wunderbares Medium, sich kennenzulernen und auszutauschen, das sowohl auf privater wie auch geschäftlicher Ebene. Die Frage ist also nicht, wie ich das schaffe, sondern die Frage ist vielmehr, ob sich das Zeitinvest lohnt, wenn man von lohnen sprechen will, was aber für Selbständige natürlich eine wichtige Frage ist. Ich kann für mich sagen, dass sich das Investieren von zeitlichen Ressourcen mehr gelohnt hat als alle anderen, denkbaren Maßnahmen. Was wiederum umgekehrt nicht heißt, dass der Return on Invest von anderen Kommunikations- und Vertriebskanälen besser oder schlechter ist. Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ich mag eben mit neuen Medien gerne herumexperimentieren. Halbe Sache sind zum Scheitern verurteilt. Also muss man es richtig oder gar nicht machen, was natürlich riskant ist. Was aber durchaus sehr spannnd ist: ich kann mittlerweile das Blog nicht mehr so trennen, dass es rein business ist. Es ist mittlerweile 50% privat und 50% business. Hinzukommt, dass ich nicht derjenige bin, der Business und Privat voneinander trennt, im Sinne einer sauberen Grenze. Mein Leben, sagen wirs mal so. Und das spiegelt sich auf dem Blog ganzheitlich wieder. Es ist mein Weg, mein Blog macht ihn lediglich transparent. Klaus-Martin Meyer: Heute Morgen ist mir einmal mehr Deine Herz erfrischende Sprache postitiv aufgefallen. Du nennst die Kinder beim Namen und schreckst auch nicht vor der Vokabel “Arschlöcher” zurück. Gibt das auch manchmal Stress? […]

  • @kurt

    naja, im gegensatz zu dir habe ich das aber nicht auf alle autofahrer verallgemeinert. ich lese deinen text und fühle mich selber schon mal gar nicht angesprochen 🙂

  • […] Beim Robert ist nun eine Diskussion um Sinn oder Unsinn des Rennens entfacht und darum, wie die Reichen mit Ihren Autos und heissen Kisten so umgehen und sich im Straßenverkehr verhalten. Wenn man sich den ein oder anderen Film zu Gumball bei Youtube ansieht, stellt man fest, daß das shcon eine große Party zu sein scheint. Man merkt aber auch im gleichen Moment wie abgedreht und überflüssig solche Events sind. Dies erst recht, wenn ihnen Unschuldige zum Opfer fallen. […]

  • Klar gibt es auch so genug Idioten auf der Straße, aber brauchen wir dann auch noch ein organisiertes Vollidioten-PS-Freizeitralley-Fahrer-Treffen???? Ich denke nein.
    UNd so naiv lieber Rene, kannst Du doch wirklich nicht sein, dass Du glaubst, dass die Jungs in ihren Karren jenseits der 250 PS immer brav den Sicherheitsbastand einhalten, nur links überholen und dabei noch alten Omis über die Straße helfen, oder bist Du es doch?

  • Auch wenn ich mich unbeliebt mache: ich kann die moralische Empörung nicht ganz nachvollziehen: wenn(!) die Fahrer nach Überschreiten von rechtlichen Normen „geschnappt“ werden, werden sie schon bezahlen müssen…. nicht mehr, nicht weniger.

    Ich habe kein Interesse an *Gumball* aber bei mir kriecht das Gefühl hoch, daß eine (oder mehrere) Generation(en), die für sich selbst in jungen Jahren jegliche Fregheit, jeglichen Hedonismus erlaubt haben, nunmehr älter und selbst „Establishment“ geworden, gerne verdammen, verbieten, bestrafen möchten, woran sie selbst kein Interesse haben oder wofür sie schlicht nicht mehr jung genug sind.

  • derherold:

    Es geht nicht um Überschreiten rechtlicher Normen, es geht darum aus Jux massiv Menschenleben zu gefährden. Außerdem hat dieses Imponiergehabe IMHO kaum etwas mit Jugend zu tun.

  • Aber natürlich hat das was mit „Jugend“ zu tuen… und das dürfte der (Haupt-)Grund für adidas&Co. gewesen sein, sich dort werblich zu engagieren.

    Man nimmt den kalkulierten Gesetzesbruch und erhofft sich dadurch ein jugendliches, „hippes“ Image – das ist dann mal ein wegen BTM-Mißbrauch in die Schlagzeilen gekommenes Model und beim nächsten Mal „coole Raser“.

    Im übrigen darf ich erwähnen, daß mit Tornado-Aufklärungsflüge weit mehr Menschenleben gefährdet werden als mit *Gumball* … man sollte schon noch die Relationen vor Augen haben.

  • @Robert …Nööö … aber soooo moralisch sind wir doch nicht, oder doch ?
    Und wenn doch: seit wann ?

    Von mir aus können sie jeden Gumball-Fahrer einbuchten aber seit eine rot-grüne Regierung die Entwicklungshilfe gekürzt hat und Rüstungsexporte angestiegen sind, habe ich ein bißchen Probleme mit diesem „Raser, Rechte und Raucher sind böse“-Gerede.

  • Ich bin durch Zufall auf diesen Blog gestoßen, und da ich sowieso für eine andere Community infos über den Unfall suche bekommt ihr sie auch gleich.

    Ich möchte hier auch nicht meine Meinung (die ist nebenbei, das ich das Rennen aus Prinzip verachte…esgibt keine sauberen illegalen straßenrennen ohne verletzte, es gibt auch keinen sauberen Krieg oder eine gesunde PommesDiät) breitreten, sondern euch einfach mal einen Überblick über sie Situation ermöglichen.

    Bei dem Unfall zwischen Struga und Qafasan zwei Menschen gestorben sind. Der 67 Fahrer (Vladimir Cepuljoski) erlag bereits auf dem Weg ins Krankkenhaus seinen Verletzungen. Seine Frau (Margarita Cepuljoski)starb 2 Tage Später im Krankenhaus. Der Unfall fand angeblich in einer Zone 60 km/h Statt. Die Totalschäden des Autos lassen jedoch die Vermutung aufkommen, das der Fahrer des Porsches 911 mit deutlich höherer Geschwindigkeit unterwegs war.
    (ich habe jedoch keine zuverlässige Quelle für die Geschwindigkeit gefunden…in „Kinderblogs“ kursiert jedoch die Zahl 240km/h, die ich jedoch für zu spekulativ halte).

    Zudem werden Vorwürfe gegenüber dem schlechten Verhalten der Porschefahrer (Nick Morley und Co-Pilot Matthew McConville) nach dem Unfall laut. So sollen diese Unfallflucht beganngen haben. (……have been arrested in Macedonia after an alleged hit and run incident…)(…Keiner der Insassen der Konvoi-Fahrzeuge habe sich um die verunglückten Mazedonier gekümmert. Alle seien davon gerast…). Die Anwälte der Beschuldigten jedoch sagen das ihre Klienten erst auf die Ambulanz gewartet, und den Unfall der Polizei berichtet,bevor sie danach versuchten in einem anderen Auto der Rally(…BMW…) über die Grenze nach Albanien zu gelangen.
    Nach dem Aufgreifen duch die Polizei wurden die „Flüchtigen“ zunächst in Untersuchungshaft behalten, schließlich jedoch unter zusage der Auflagen NICHT das Land zu verlassen vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Kurz nach der Freilassung jedoch bestellte dieser jedoch einen Privatjet zum Flugplatz in Skopje, wo er dann auch wieder aufgegriffen wurde.

    (Sinngemäß zusammengetragen und übersetzt aus folgenden Quellen:

    http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2007/05/06/wgum06.xml
    http://www.gumball3000blog.com/2007/05/06/gumball-2007-dubrovnik-and-bratislava-checkpoints/#more-342
    http://www.gumball3000blog.com/2007/05/06/gumball-crash-driver-tried-to-flee-in-private-jet/#more-341
    http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3688410/
    http://www.focus.de/auto/unterwegs/tid-5642/gumball-3000_aid_55174.html

    kurzer Kommentar zu Marketing und Doppelmoral beim Gumball 3000 hier:

    http://www.focus.de/auto/unterwegs/kommentar_aid_55179.html

    Quellen Besucht am 07.05.2007 zwischen 14 und 15:30.

  • […] I just read a post of Robert Basic, who’s blog BasicThinking is among the top visited blogs in Germany. On the 05.05. he was ranting about the Gumball race just like me (especially about the brands sponsoring the event, like Adidas and Deutsche Telekom). I can only agree with Robert. They could do their little race on a closed race track and everything is fine. Well, at least it is not only my opinion. […]