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Firmenblogs: wie bewerten?

da haben sich schon einige die Zähen dran ausgebissen (zB die recht fruchtlose ROI-Geschichte, weil viel zu komplex für Entscheider). Wie erfolgreich ist so ein Blog? Woran messen? Wie misst man Kommunikation? Wie auch immer, diesmal versucht sich Matthias Schwenk auf seinem Blog bwl zwei null daran: Überlegungen und ein Erklärungsmodell zu Corporate Blogs. Zugegeben, die Simplizität besticht, ist auch nicht schlecht erklärt:

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der bis dato also beste Versuch, Kompliment! Btw, in den Kommentaren beim Mathhias geht man auf den Punkt ein, dass mit diesem Modell nicht geklärt wird, warum man bloggen sollte. Solange die Gründe dagegen ebenso schwach und wachsweich wie die Gründe dafür sind, spielt das keine große Rolle imho;))

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

36 Kommentare

  • Was soll ich dazu sagen, wir bertreiben auch einen Corporate Blog. Er ist aber eher eine Plattform wo ich und andere Mitarbeiter über sachen labern können, die sie interssieren die sie gefunden haben etc. . und kümmert nicht so recht traffic und nutzerzahlen. den magix blog kennt glaube ich NOCH so gut wie niemand .
    wir nutzen dieses intersument eher als eine möglichkeit, selbst auf dem stand der zeit zu bleiben, da das betrieben eines blogs eine gewisse aktualiät voraussetz. Alles was zusätzlich an positiven effekten auftritt ist bonus.

  • Also das Cluetrain Manifest ist vermutlich kein so gutes Verkaufsargument für das Corporate Bloggen. Aber ich habe die Botschaft verstanden und arbeite als nächste Präsentation eine Art „Leitfaden“ aus…. 😉

  • Aber wenn ich mir so manches Marketingbuch durchblättere, dann weiss ich nicht, ob das dann bessere Gründe sind, klassisches Marketing durchzuführen 😉 Es kommt doch immer darauf an, was im Kopf des Betrachtenden passiert und das ist schlecht messbar.

    Und ich kann nur für mich sprechen: Für mich haben Firmen, mit denen ich kommunizieren kann, ein deutlich besseres Image als solche, mit denen ich es nicht kann (merke ich vor allem in Second Life, was ja im Prinzip in die gleiche Richtung wie Corporate Blogs/Podcasts geht, wo es sich also um Konversation handelt).

    Und natürlich sage ich dem potentiellen Kunden nicht, dass er das mal durchlesen soll, sondern erkläre es ihm dann schon persönlich und auf seine Situation angepasst.

    Es ist ja auch nicht so, dass sie dies nicht verstehen. Es ist glaub ich auch vielfach eher so, dass die Strukturen für eine modernere Art der Kommunikation nicht vorhanden ist (z.B. durch den Split Firma/Marketingagentur). Und diese Strukturen aufzubrechen, dauert nunmal, da natürlich auch die Marketingagentur um ihren Kunden fürchtet.

    Aber das ist auch kein eigens deutsches Problem, Crayon (eine New Marketing-Agentur) hat darüber im US-Raum auch schon geklagt.

    Ich hoffe dennoch, dass es mehr und mehr Firmen einfach mal versuchen. Im Vergleich zum klassischen Marketing kostet es ja eher wenig und ein bisschen Experimentierfreude dürfte zudem jeder Firma gut zu Gesicht stehen.

  • http://crayonville.com

    Die hosten z.B. auch jeden Donnerstag um 15 Uhr unserer Zeit „Coffee with Crayon“ in Second Life, was eigentlich meist ein gutes Meetup ist, da sich dort oft viele Online-Marketing-Leute, Blogger und Podcaster tummeln und aktuelle Themen diskutieren.

    Und die haben z.B. Coke in Second Life/Youtube/Blogs mit ihrer Virtual Thirst Kampagne betreut.

  • Christian, es geht ja nicht um die Qualität der Gründe, sondern um die Frage, ob man, wenn man mit der Präsentation zum Kunden geht, die Gründe auch mit hineinnimmt. Oder habe ich da jetzt etwas falsch verstanden?

    Gut gefallen hat mir an der Präsentation übrigens die Visualisierung mit den Reglern. Damit kann sicher jeder potenzielle Kunde etwas anfangen.

  • @Christian Kommt sicher sehr auf den Kunden an, denke ich mal. Aber ich finde diese Dinge schon wichtig, denn davon hängt dann natürlich auch ab, wie man das Corporate Blog dann schreibt, also z.B. nicht unbedingt so in Marketing-Speech.

    Aber vielleicht habe ich auch etwas falsch verstanden 😉

  • „On the other hand, we’ve overestimated the enormous leap between intent and commitment when it comes to change. The reality is this – talk is cheap. People want to change, but when it comes to actually changing they may be less aggressive about making things happen. We’ve been fortunate to partner with clients that are serious about change and not afraid to invest against new marketing innovation and experimentation.“

    Ich dachte, das passt zu den Problemen der Strukturveränderung.

    Aber ich kann das Thema ja morgen nochmal aufbringen 🙂

  • achja, das mit den Reglern fand ich übrigens auch gut 🙂

    Wir brauchen wahrscheinlich einfach bessere Präsentationen, damit die Leute das verstehen 😉

    (und wenn die dann auf slideshow geshared werden, umso besser)

  • Robert, och, das kann ja etwas anders aussehen, ich will nicht den jetzigen Client portieren. Es gibt ja zumindest schon zwei AJAX-Client für SL und der sollte ja auch jetzt schon tun.

    Aber anderes Thema 🙂

  • bewertung von corporate blogs…

    mit dem thema muss ich mich in zukunft wohl auch öfter beschäftigen. die klassischen kriterien für die unternehmenswebsite lassen sich auf blogs ja nicht anwenden.
    die forrester studie zu ROI of GM blog hab ich gelesen, nicht weiter aufregend (gähn…

  • Da habe ich ja gerade Einiges hier verpasst…

    @ Nr. 8: Genau, Mr. Topf, es geht um eine direktere Form der Kommunikation. Im Prinzip wollen die Unternehmen das schon, aber dann schrecken sie häufig auch vor dieser „totalen Öffentlichkeit“ des Internets wieder zurück. In einem Blog kann eben jeder kommentieren (auch sehr negativ). Das erfordert Toleranz und bisweilen auch das Eingeständnis eigener Fehler.

    Daneben sind die (klassischen) Marketingagenturen ein wirklich großes Problem. Denen passt das ganze Web 2.0 nicht, weil da ihre Bedeutung massiv abnimmt. Leider haben diese Agenturen aber aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen sehr viel Einfluss bei den Firmen und wehren ab wo sie nur können….

  • Mein Argument gegen negative Kommentare ist meist: „Wenn die Leute es noch bis zu der Firmensite schaffen, um sich dort zu beschweren, dann zeigen sie zumindest noch Initiative und sind potentiell noch ansprechbar“.

    Und man kann natürlich sinnvoll antworten. Klar gibt es Trolle, bei denen geht das nicht, aber mit denen muss man eh leben.

    Und eine sinnvolle Diskussion auf der Website der Firma selbst ist immer noch besser, als wenn man die Leute nur in irgendwelchen Foren oder anderen Blogs diskutieren lässt. Aber auch dort sollte man mE mitmachen, anstatt nur zuzuschauen. Wenn man sieht, dass eine Firma ihren Support ernst nimmt, dann hat das sicherlich ein besseres Image zur Folge.

  • Ja, Du hast recht. Vielleicht kommt ja allmählich Bewegung in die Sache. Denn mir scheint, dass die Sache mit DocInsider ziemlich Kreise zieht.

    Auf DocInsider können Patienten ihre Ärzte bewerten (siehe auch Roberts Artikel dazu). Die müssen jetzt eigentlich nachziehen und auch in den Dialog eintreten, oder?

    Und dieses Beispiel sollte dann auch anderen Branchen zu denken geben, etwa dem Handwerk, oder den Banken und Versicherungen!

  • @ Matthias: da denken fast alle drüber nach, nur die Umsetzung dauert eben bissl länger 😉 Ausserdem ist so ein Dialog immer mit fähigen Ressourcen verbunden, die Du erstmal haben musst…
    VG, René

  • Das meinte ich ja, die Strukturen fehlen da noch. Es muss dann halt jemand dafür Zeit haben und es ist dann persönlicher Mehraufwand als mal eben ein Plakat gestalten zu lassen.

    Aber irgendwann… 🙂

  • Zurück zum ROI-Thema: wenn Ertrag grösser Kosten, dann GO. Wenn nein, NO GO. Was hier vollkommen fehlt ist die Operationalisierungsdiskussion und die Mess-, Schätz- und Bewertungsthematik.
    Und zwar ex-ante, in der Entscheidungsvorbereitung. Wer hier ein valides Modell mit Forecast-Fähigkeiten entwickelt, der wird das ROI-Thema en passant mit abhaken.
    Alle anderen bauen weiter bunte bebilderte Präsentationen …

  • re SL-Meetup: Es ist natürlich heut Thanksgiving (und ich will auch nen Truthahn haben) und daher war’s heute nicht, also nächstes Mal.

    zum ROI: Ich bin ja kein Marketingmensch, aber wie gut funktionieren denn die Forecast-Fähigkeiten z.B. beim Schalten einer Anzeige? Gibt’s zu sowas irgendwelche Links?

  • Nur als Follow-Up: Bei Crayon sieht man hauptsächlich das Problem, dass nie so ganz klar ist, wer für solch ein Blog verantwortlich sein soll.

    Auch stellt sich die Frage der Zielgruppe, soll es mehr intern oder extern kommunizieren, wieviel Interaktion will man überhaupt haben usw.

    Aber wie man ja sieht, ist es auch in den Staaten erst in den Startlöchern, es denken aber wohl viele drüber nach.

    (Der Rest des SL-Meeting war dann mehr über den Kindle, wie man eine ISBN bekommt und dass man für ein eBook nur 35% bei Amazon bekommt, für ein Printwerk aber 45%).

  • Erfolgsmessung von Corporate Blogs…

    Mein Name ist Nils König, ich bin im Moment Daimler-Praktikant in der Unternehmenskommunikation und arbeite an der Weiterentwicklung des Daimler-Blog.
    Seit knapp drei Monaten ist der Daimler Blog nun online und hat für einiges Aufsehen in der…

  • Sport Blog???

    Kenn Jemand von Euch einen repräsentativen Unternehmens Sportblog? Schreibe gerade meine Diplomarbeit zu dem Thema und möchte hinsichtlich der Marketing-Kommunikation (Dialogfähigkeit, Informationsvermittlung, Emotionsvermittlung, Personalisierung usw..) eine praktische Implementierung aufzeigen. Ob der Blog dann im Ergebnis schlecht ist, macht nix, aber es muss eben ein Unternehmensblog sein, der einigermaßen bekannt ist….

    Danke

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