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VZ-Werke mit neuem Modell?

wie bereits schon einmal vor Wochen gemunkelt wurde, dass sich zu SchülerVZ und StudiVZ eine weitere Seite dazugesellen soll, wird nun der StudiVZ-Chefe Riecke etwas konkreter in einem SZ-Interview:

Wir bedienen mit StudiVZ jetzt schon zweieinhalb Millionen Kunden, die keine Studenten mehr sind. Ihre Profile können nicht ganz wahrheitsgetreu sein, weil man bei StudiVZ immer eine Uni angeben muss. Zudem kann man keinen Arbeitgeber angeben. Für diese Zielgruppe ist die neue Plattform: für die nicht-mehr-studentischen Freunde der StudiVZler. Wir sehen oberhalb von StudiVZ, also bei Berufstätigen mit privaten Kommunikationsbedarf, ein riesiges Wachstumspotenziel. 50 Prozent der Zielgruppe oberhalb von StudiVZ gehören keinem sozialen Netzwerk an – und das ist auch der Grund, warum Facebook in Deutschland launcht.

SchülerVZ und StudiVZ haben derzeit zusammen acht Millionen Nutzer. Ende 2008, zusammen mit der neuen Site, sollen es etwa 14 Millionen User werden.

Wenn ich das richtig verstanden habe, will man studierten Angestellten eine Anlaufstelle anbieten. Also sowas wie das „elitäre“ Facebook? Als Antwort auf Facebook oder als Antwort auf die Bedürfnisse einer wartenden Kundschaft? Oder und? Egal, wie auch immer. Allzuviel Aufregendes wird die Seite eh nicht bieten, da VZ-Modelle mindestens so spannend wie ein VW Golf sind. Viel Werbetralala, langweiliges Allerweltsprodukt. Oder wenig Tamtam und geiles Produkt. Alle Wege führen nach Rom:)

via Stereopoly

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

21 Kommentare

  • Solange man vom SchuelerVZ keine älteren Freunde aus dem StudiVZ und dort aus dem ArbeiterVZ adden kann, sehe ich wenig Chancen, dass die VZler den Kampf gegen FaceBook lange halten können. Es ist absoluter Käse, für jeden Abschnitt im Leben ein eigenes Portal aufzumachen – Freundschaften gehen nun mal auch darüber hinaus. Und er sagt ja selbst, im StudiVZ sind etwa die Hälfte gar keine Studenten. Aber die wollen ja auch gar nicht hin, weil die Plattform so supercool ist, sondern weil da ihre (Studenten-)Freunde sind.

  • Das ganze ist eh eine Farce – interessant wird das StudiVZ ja erst, wenn man als Student den Kontakt zu seinen ehemaligen Mitschülern behalten will und wenn fertig Studierte ihre ehemaligen Kommilitonen nicht aus den Augen verlieren wollen. Wenn es wirklich nicht möglich ist, Kontakte SchülerVZ – StudiVZ – AlumniVZ zu adden, dann ist das einfach dämlich von den Machern.

  • vielleicht sollten sie einfach Xing kaufen – die meisten „nicht mehr Studenten, internet-affinen, jungen, dynamischen (berufstätigen) Menschen“ sollte ja da evtl. schon zu finden sein… und sind vielleicht auch ganz glücklich da und brauchen kein neues ArbeiterVZ oder AlumniVZ.

  • Um Gottes Willen … Xing hat doch ein Geschäftsmodell, das passt nicht in die Holtzbrinck-Strategie und damit in deren unwirtschaftliches Flop-Portfolio.

    Horst

  • Oder anders herum gesagt: man will XING Marktanteile abjagen. Komisch, wieso habe ich nur solche Bauchschmerzen, Holtzbrinck meine Daten anzuvertrauen…

  • bin mal gespannt wie die den Markt erschließen wollen… bei SchülerVZ war das easy – die großen Geschwister (StudiVZ’ler) haben die kleinen ins SchülerVZ eingeladen… uns das super erfolgreich… bin gespannt ob das Modell auch bei den Älteren zieht… das mit den Geschwister-Modell sollte wohl nicht richtig funktionieren und Eltern – damit Mund zu Mund in Familie funktioniert – hmm… weiss nicht. Meine Eltern würden sich langsam bewegen… Also ich glaube schon das HB erfolgreich sein kann, aber nicht so wie bei den Schülern, oder?

    Robert was denkst du? 😉

    Gruß,
    Stefan

  • ich fand die jetzt scheinbar zu marke gewordene abkürzung VZ von anfang an schlimm. hört sich irgendwie nach beamtenstube an.
    always prepare for success, auch wenn man nur ne anfangs lummelige website baut.
    die zerklüftungsstrategie der webseiten find ich mehr als behämmert.
    wie kommt man den bitte auf so eine blöde idee?

    gebt ma bei http://tinyurl.com/2gbo2s „studivz.de“ ein und seht euch die verwirrte namenspolitik von studivz an.

    da hats facebook.com cleverer gemacht.

  • Holla – da fehlt ja aber noch ne Menge:

    AzubiVZ (für alle nach der Schule und ohne Studium)
    AlumniVZ (gut ist in Planung)
    ElternVZ (jedes eingetragene Kind wird bei Schuleinführung ins SchülerVZ übertragen)
    RentnerVZ (Silver-Surfer die Stars im Netz) etc.

    Was ist mit Markenfamilie VZ und der Markentreue – einmal VZ immer VZ?
    Jedes Jahr wächst eine neue studiVZ Generation nach und die erste aller Generationen muss langsam mal bei der Stange gehalten werden um den Überlauf zu Xing zu stoppen

    Im Handel heißt es up-selling, zumindest würde ich es damit vergleichen.

  • Im Marketing kennt man so etwas als Line-Extension oder auch Brand-Extension. Konsequent weiter gedacht gibt es für die VZ-Markenfamilie noch viel Potenzial:

    AngestelltenVZ, dann RentnerVZ und schließlich FriedhofsVZ…. 😉

    Wo kann man die Aktie kaufen?

  • schon schade, dass bei den 100 millionen kaufpreis bis heute kein geld für ein eigenes design übrig ist.
    man merkt, dass nur noch VCler am ruder sind.
    keine visionären gründer, sondern nur noch MBA langweiler.
    guy kawasaki hätte seine freude dadran.