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Googles Browser Chrome

eigentlich hatte ich vermutet, Google würde eine Software rausbringen, die bestehende Browser frisiert, doch anscheinend ist es doch zu einem eigenständigen Browser namens Chrome mutiert, der heute in einer frühen Beta von Google zum Download bereitgestellt wird.

Siehe dazu:
Googles Blogposting
Screenshots und Google Blogoscoped

Hm, so what, noch ein Browser neben FF, IE, Opera und Safari? Die Chance ist nicht zu klein, dass Google nur Crap herausbringen wird und erst nach und nach die SW fixt oder auch wieder kickt. Tee trinken, abwarten. Cem beschwört zwar die Göttedämmerung für die anderen Browser-Anbieter herauf, aber er traut ja Google auch was zu:) Wo ich ihm aber 100% Recht gebe: „Der Browser ist die letzte Software-Meile zu den Screens der User. Vom Content bis zum Browser. Alles aus einer Hand. One-Stop-Shopping. Clever. Das Fenster zum Web.“ Darüber habe ich bereits mehrfach sinniert, was passiert, wenn ein Browseranbieter den Browser gedanklich eben mehr als eine reine Rendering-Machine für Webseiten betrachtet und versteht. Mozilla tut das zunehmend. MS imho noch nicht. Opera und Apple auch nicht. Noch nicht. Matthew Ingram denkt, dass Google im Denken Mozilla ähnelt. Warum das so wichtig ist? Weil wir von der Art und Weise, wie wir Dinge verstehen, beeinflusst werden und danach agieren.

via Frank Helmschrott

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

24 Kommentare

  • Nunja. Nach allem, was ich bislang mitbekommen habe, nutzt Chrome ebenfalls die Rendering-Engine WebKit (wie Safari, Epiphany, Nokias Series 60 Browser und der Android-Browser). Ein Hinweis auf Webkit dürfte bereits die Veröffentlichung von Gears für Safari gewesen sein. Zumindest bei der Darstellung ist also wenig Spektakuläres zu erwarten. Google verspricht vor allem Verbesserungen an der Stabilität (jeder Tab als eigener Prozess) und ein übersichtlicheres User-Interface.

    Und selbst wenn Chrome so nicht ewig leben sollte, wäre es nicht schlimm: Forks und Derivate sind immer etwas feines, wenn in kleinen Projekten mit wenigen Nutzern radikale Änderungen an Struktur oder Interface ausprobiert werden können, ohne eine breite Nutzerbasis zu verschrecken (Mozilla war vor neun Jahren in dieser Position). Sollten also in ein, zwei Jahren die bewähren Ideen von Chrome nach Firefox und/oder Safari und/oder IE wandern und Google Chrome beerdigen, hat das Progrämmchen seinen Zweck erreicht.

  • Ich denke mal, dass Google selbst nicht mit einem baldigen Durchbruch ihrers Browsers spekulieren. Sonst hätten sie wohl kaum den Vertrag mit Mozilla bis 2011 verlängert.

  • Also ob man Google was zutraut oder nicht … Einen Browser zu schreiben, ist nicht soooo schwierig. Es gibt eine ganze Reihe Spinoffs von der Gecko-Rendering-Engine von Mozilla (z.B. Camino unter OS X) oder Webkit von Apple (z.B. Prism). Also das traue ich Google auf jeden Fall zu.

    Vor allem weil es Gears schon als Plugin für den IE und den Firefox gibt (der Teil ist schonmal fertig). Und die Rendering Engine ist auch fertig. Der schwierige Teil war die Javascript-Maschine mit dem Sandboxing und das hat das Google Lab in Dänemark in Zusammenarbeit mir der örtlichen Uni gemacht. Also sollte auch das klappen …

    Man wird sehen. Im Moment erhöht der Google Browser IMHO vor allem den Druck auf den IE. Es wird jetzt für immer mehr Leute immer offensichtlicher, wie schlecht der IE ist. Die Javascript-Maschine ist im Vergleich zu Squirrelfish (Apple), zu Tamarin (Adobe) und zum Tracemonkey (Mozilla, ab FF 3.1) nicht mehr als Schrott aus der Steinzeit.

    Der Browser der Zukunft ist schnell (vor allem die Javascript Engine), kann Vektorgrafiken (SVG) und ermöglicht durch die Kombination ganz neue Möglichkeiten (Virtuelle 3D-Welten im Browser, Spiele). Dazu kommt noch über Gears die Offline-Fähigkeit. Auch das eröffnet neue Welten. Und der IE kann davon nix. Kann der überhaupt irgendwas, was die anderen Browser nicht schon lange können? Der IE spielt immer nur Catch-Up.

  • Viel spannender finde ich die Frage wieviele Downloads der Browser Chrome heute haben wird – ob die den Mozilla-Rekord brechen, oder ob die Seite in die Knie gehtund vor allem – wie lange dauert es, bis die ersten Sicherheitslücken gefunden werden!

  • @Alex: Es gebt bei Google nicht „Die Seite“. Es gibt eine „Computing Cloud“, auf der alle Applikationen, Caches und eigenen Downloads gehostet werden. Mit dieser Cloud ist eine gute Lastverteilung zwischen regionalen, zeitlichen und inhaltlichen Spitzen möglich. Wegen ein paar Millionen Aufrufen des Chrome-Browsers wird also nichts in die Knie gehen.

    @Franz: Es ist auch denkbar, dass Code und Ideen aus Chrome in künftige Firefoxes wandert, Google Chrome als Browser dann sterben lässt und stattdessen die Mozilla Foundation (stärker) unterstützt. Google braucht den Browser nicht zwingend — es reicht ja, wenn die anderen Browser nach den eigenen Vorstellungen funktionieren. Wenn Chrome dafür als Vehikel für neue Ideen dient, die von den anderen (mit Finanzspritze oder nicht) übernommen werden, hätte auch ein Chrome, der nach anderthalb Jahren begraben wird, seinen Zweck erreicht.

  • Ein neuer also…

    hier sollte eigentlich etwas über googles Browser Chrome stehen. Aber: dieser Drecks$%&§%§/& Editor in Serendipity ist jetzt zum zweiten Mal abgestürzt und ich kann von vorne Anfangen. Mach ich dieses Mal aber nicht. Details, Links und Me…

  • Also ich nutze Chrome nun schon ein paar Stunden und ich muss sagen: Es gefällt mir! Echt schnell 😉
    Ich hab ein JavaScript hier, dass den FF bei mir eig. in die Knie zwingt. Chrome hat kein Problem damit: Der komplette Browser stürzt nicht ab 😉

    Gut geällft mir auch der Starttab: Am häufigsten besucht, Kürzlich geschlossene Tabs, Vor kurzem gespeicherte Lesezeichen…

  • Google Browser, neuer Tentakel aus Chrome…

    Es gibt nicht mehr viele Wissenslücken, die Google noch zu schließen braucht, und mit einem eigenen Browser (Chrome) wird eine weitere geschlossen. Eigentlich weiß Google auch so schon viel über die Surfer, denn Surfverhalten und damit auch viele w…

  • Ich bin (noch?) nicht sonderlich von Chrome überzeugt. Noch mehr Daten, die Google so durch das Surfverhalten der User erfassen kann…

    Aber ebenso skeptisch war ich auch gegenüber gmail(auch nicht wirklich datensicherer…), jetzt hab ich selbst so ne Adresse :_(…