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1.000 Euro Netto für Bloggerjob?

interessante Diskussion: Die Frage, ob für einem Blogger 1.000 Euro im Monat als Nettoverdienst ok wäre, teilt die Meinungen. Siehe auch Selbständig im Netz.

Absolut gesehen hört sich das nicht nach viel an. Allerdings, wie sieht denn die Nettoeinkommensverteilung in Deutschland laut den Daten des Statistischen Bundesamts aus? Antwort (.pdf):
Netto
Demnach stehen rund einem Drittel aller Haushalte zwischen 0-1.500 Euro Netto zur Verfügung. 29% haben bis zu 1.300 Euro pro Monat und 13% bis zu 900 Euro.

Von der Warte aus betrachtet, ist das schon mal nicht ganz so übel, wenn man 1.000 Euro Netto bekommt. Von der anderen Warte aus betrachtet muss man sich fragen, wie hoch der Zeitaufwand dafür wäre. Könnte man das quasi nebenbei erledigen, hat man einen prima Nebenverdienst. Hat man keinen Job, sind die 1.000 Euro Zucker, je nach Arbeitsplatzsicherheit im neuen Job, man hat überhaupt einen Job und man wird um Einiges mehr verdienen als ein Hartz-IV Empfänger, die nicht selten mit gerade einmal 100 lumpigen Euro auskommen müssen, im Monat (was sozusagen ihr Essens/Taschengeld ist)!

Ist ein Glas halbvoll oder halbleer?

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

40 Kommentare

  • sehe ich genau so. wäre das also ein teilzeitjob, sähe die rechnung mit 1000 eur netto ganz anders aus. ggf. können auch posts mal voraus geschrieben werden (diese fun-dinger mit video-links ect.).

    nicht die tatsächliche summe 1000 eur ist also entscheidend, sondern der einsatz an ressourcen (z.b. zeit), um die 1000 eur zu generieren

  • 1000 Euro im Monat könnten zum Leben reichen, nicht toll, aber man käme durch. Das tolle allerdings wäre, dass man das macht, was einen innerlich erfüllt, und kreativ ist…das wäre mir mehr wert als ein dickes Auto. Wer aber seinen Blog braucht um zu überleben, und eigentlich keine Lust darauf hat, ist mit Hartz IV vielleicht tatsächlich sogar besser beraten?

  • was mich natürlich noch weiter interessieren würde:
    muss der blogger über ein bestimmtes thema bloggen?
    ist ja ein start up, hm?
    nur traffic reinschaufeln über gott und die welt oder richtig themenbezogen ranbloggen?

  • Auch wenn viele Blogger das nicht hören wollen, die Wahrheit ist doch, dass der Markt die Preise reguliert.

    Robert, Du bist das beste Beispiel, dass Leidenschaft, Engagement, Fleiß und mit Sicherheit auch ein gutes Näschen sowie Empathie zu einem Produkt führen, das begehrt ist. Insofern kannst Du Dich wohl auch nicht über fehlende werbende Unternehmen beschweren und verdienst so Geld, das Dich und Deine Familie ernährt.

    Anderen fehlt (noch) die Relevanz, um mit ihrem eigenen Blog Geld zu verdienen sind. Und wenn Unternehmen Blogger beschäftigen und am Ende ein großartiges Projekt entsteht, an dem Leute Spaß haben und sich begeistern können und bei dem die Reichweite sowie die Relevanz stimmt, wird es bestimmt nicht bei den 1.000 Euro bleiben.

  • 1000€ wären ein solider Anfang. Erstrebenswert wäre das Doppelte. Aber mit 1000€ käme ich erst mal über die Runden. Ich bin ja nicht gierig.

    Allerdings müsste das wirklich netto sein. Also abzüglich der Kosten für’s Bloggen. Aber als reiner, nicht-kommerzieller Hobbyist kann ich da nur bedingt mitreden 🙂

  • na, dann hin mit der Bewerbung, sag einfach, Robert sagt, dass Du einer der richtig Guten bist;) Hat er gesagt? Sag ich. Ja, Köpfchen, Ausdauer, Disziplin, Zuverlässigkeit, Redegewandheit, Pfiffigkeit, Humor.

  • Man darf auch nicht vergessen das man bei der Art von Arbeit keine Auto braucht und keine kosten hat den Arbeitsplatz zu erreichen.
    Gerade in ländlichen Gebieten ist das ein großer Kostenfaktor.

  • Blogger einkaufen? Und hoffen, dass eine Content-Strategie aufgeht?
    Wenn Content das wesentliche Element der Geschäftsidee ist, sollte man wohl überlegen, ob man Leute mit einer Pauschale abspeist oder nicht doch eher ein Modell findet, bei dem Leidenschaft und Bindung zum Projekt den Ausschlag gibt.
    Eine Beteiligungsoption, Mitgestaltung und andere inhaltliche Bindungsmechanismen halte ich für wesentlich wirksamer für den Erfolg als eine rohe Diskussion über die Kohle. Blogger sind Social Connectors. Einige würde ich sogar für „unbezahlbar“ halten. Ggf. wander ein ganzer Social Graph mit zum neuen Projekt. Ein riesen Wert für den Betreiber.

    Und noch so eine Frage am Rande: Kann denn ein Blogger, der gut über Fussball oder Garten schreibt, auch ein guter Blogger für völlig andere Themen sein bzw. werden?

  • Ich habe mir das Angebot inzwischen angesehen (und dort auch kommentiert). Man will dort einen Blogger, der über Kunst bloggt. Das ist eher Nichts für mich, da habe ich zu wenig Ahnung davon. Das macht besser Jemand mit Fachwissen.

    Dann allerdings erhebt sich die Frage, ob man das nicht ordentlich vergüten sollte. Für Leistung, die aufgrund von ordentlich Fachwissen erbracht wird, sollte auch ordentloch bezahlt werden. Da geht es schließlich nicht um den allerwelts-Smalltalk, den ich auch noch hinkriege.

    Was den Zeitaufwand angeht: Das ist eben nicht mit 2 Stunden täglich abgetan. Für ein ordentliches Fachblog braucht man Zeit. Unter Anderem für Recherche. Gedacht ist wohl an einen echten Vollzeitjob. Und in diesem Zusammenhang macht das auch Sinn. Und da sind 1000€ in der Tat ein solider Anfang, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Solch eine Tätigkeit ist etwa im Bereich Marketing, Sales, Public Relation angesiedelt und sollte auch so bezahlt werden.

    @Robert: Ich bin mir jetzt nicht sicher, wen Du mit Deinen Komplimenten gemeint hast, aber falls Du mich gemeint hast: Vielen Dank, echt nett von Dir 🙂

  • Als relevante Diskussion würde ich das „€œKinder-Geplappere“€? in Sachen „€œWas sollten Blogger verdienen“€? nun wirklich nicht betrachten. Es sollte berücksichtigt werden, dass die Leute, die dort kommunizieren, fast allesamt sogenannte „€œTraffic-Blogger“€? sind – also Leute, die mit AdSense-Werbung, Bannerwerbung, undsoweiter Ihren Blog finanzieren wollen. Deren Blogs bestehen meist aus copy&paste Artikeln, die ungefähr so wertvoll wie eine kaputte Glühbirne sind.

    Das Alter der Diskutanten liegt zwischen 16 und 25 Jahren. Der selbsternannte Marketingexperte und Ausbeuter in spe Stefan Johne überschätzt sich zuweilen sehr, was mit seinem Lebensalter zusammenhängen dürfte.

    Die „€œDiskussion“€? ist schlicht und ergreifend irrelevant. Kindergarten.

    Dr. Satori.

  • Also wenn ich denn meine Rente durch hätte und Spaß an dem Job, dann würde ich schon 3 Stündlein die Woche für 1000 Euro netto arbeiten. (Ein bis zwei Artikel pro Woche) Die kriegen aber ne Lohnsteuerkarte mit der Lohnsteuerklasse 6 von mir. Ich mein, wenn se so blöd sind und von Nettogehältern quatschen, dann muß das bestraft werden. Klar. Und die vielen Steuern hol ich mir dann in der Einkommenserklärung zurück.

    Aber sowas ist Gott sei dank nicht mein business.

    Aber könnte ein feiner Nebenjob für einen Studenten sein.

  • Interessante Kommentare: Da gibt es anscheinend genug Leute die 1000 Euro Nettoeinkommen durchaus für eine Summe halten von der man leben kann, bis hin zu kluelz der für die Summe bereit wäre 3 Stunden pro Woche zu arbeiten. Ich geh also davon aus, dass er derzeit anscheinend einen 40 Stunden Job hat und eben 13 000 netto verdient – da kann er das dann so zurückrechnen.
    Aber im Ernst – ich glaube, dass es Viele gibt die eben wirklich mit 1000 Euro zumindest sagen können dass Sie mal davon leben können und der Rest ist dann ja immer einen Abwägung. Wenn das bloggen Spaß macht ist damit eine Lebensgrundlage sicherbar, dazu kommt, dass man sich die Arbeitszeit doch frei einteilen kann – was unzweifelhaft besser ist, als auf Kommando arbeiten zu müssen (und manchmal eben die wirkliche Arbeitszeit die notwendig vergessen lässt, weil man eben die Stunden nicht so zählt wie bei einem „Normaljob“) und zuletzt darf man nicht vergessen dass immer die Hoffnung besteht auch mal mehr damit verdienen zu können.
    Was mir nicht ganz klar ist. Was bedeutet hier „netto“? Sind da die Kosten für Krankenkasse und Versicherung auch wirklich schon weg – also „netto“ im Sinne eines „normalen Arbeitnehmers“ der jedes Monat eben einen 1000er aufs Konto kriegt.

  • Also ich denke dass 1000€ schon einmal ein guter Ansatz ist. Wer sagt denn, das dass nicht ausbaufähig ist. Ich sage nur Stichpunkt USA. Vielleicht gibt es schon in 5-10 Jahren hunderte, die damit Ihren Lebensunterhalt verdienen. Auch in Deutschland. Was macht denn ein freischaffender Journalist anderes? Nur dass dieses neue Profil eben Marketingspezialist, Controller, Designer UND Journalist in einer Person ist und nur für sich arbeitet. Ist das nicht ein spannender, neuer „Beruf“?

  • Man sollte allerdings bedenken, wenn es ein Heimjob ist, dass die 1000 Euro ein gut verdientes Geld zum Jobben ist. Wird nach Stunden abgerechnet, Seiten, Beiträge oder Wörtern? Rechnet man bei einer Heimarbeit, die Zeit und die Fahrtkosten dagegen. Würde bei einem normalen Job, die Rechnung anders aussehen. Meine Kalkulation wären dann zwischen 1300-1400 Euro.

  • Ist ein Glas halbvoll oder halbleer?

    Die Frage ist irrelevant: Fest steht, dass das Glas doppelt so groß ist, wie es sein müsste … 😉

  • 1000 Euro? Ich kenne Fachkräfte mit über 30 Jahren Berufserfahrung, die jede Woche 42h arbeiten (dreckig, laut) und kriegen nicht mal 9000 raus im Monat. Das nennt sich Zwickmühle Zeitarbeit.
    Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man mit 1000 Euro im Monat leben kann. Aber Autofahren nicht. Und in Urlaub fahren auch nicht.

  • @DayLight: War da eine Null zu viel? 900 statt 9000?

    Ansonsten: Stimmt, lieber 1000€ netto pro Monat einfahren mit einer Arbeit, die Spaß macht, bei der man von zu Hause aus arbeiten kann, anstatt mit der Hälfte davon (Hartz4) auskommen zu müssen, wobei täglich der 1€-Job droht (draußen im strömenden Regen den Park kehren oder so), und die ARGE nervt mit ständig neuen willkürlichen Anschuldigungen und Kürzungen, und ständig muss man da hin fahren um irgendwelche absurden Termine wahrzunehmen, weil sonst gleich auf Null gekürzt wird.

    So ein Bloggerjob ist sicher Nichts, womit man eine Familie ernähren kann, oder regelmäßig in Urlaub fahren kann. Es ist wenig mehr als man von der ARGE bekommt (oder je nach Rechnung auch etwas weniger), dafür wird man aber nicht ständig zur Sau gemacht und man führt ein wenigstens in den Grundzügen selbstbestimmtes Leben. Das ist allemal was wert.

    Und, wie DayLight bereits richtig angemerkt hat: Es gibt viel zu Viele, die mit weniger auskommen müssen oder womöglich damit sogar noch eine Familie ernähren müssen.

  • Sehr bedenklich finde ich das Einkommen der Einpersonenhaushalte.

    und ……… Zumindest in Ostdeutschland arbeiten die meisten Arbeitnehmer für unter 1000 Euro (Netto) … und da wundern sich Politiker, dass nach wie vor sehr viele in die Altbundesländer abwandern weil man für die selbe Arbeit einfach deutlich!!!! mehr Gehalt bekommt. Passt nicht ganz zum Thema aber war mein erster Gedanke dabei.

    Insofern finde ich auch, dass 1000 Euro für einen Blogger durchaus okay sind.

  • Wenn ich die Zeit, die ich momentan in meinen Blog stecke mit 1.000 Euro im Monat entlohnt bekäme, wäre das ein fürstliches Gehalt ;o) Aber ich denke, langfristig lässt sich von den Einnahmen aus Blogs nur leben, wenn man die Arbeit mit weiteren Jobs ergänzt. Für freie Journalisten wäre das interessant. Sie würden weiterhin für Zeitungen, Zeitschriften und Sender arbeiten und das Weblog käme als weitere Einnahmequelle hinzu. Bei einigen Bloggern ergeben sich über die Kontakte per Blog weitere Jobs.

  • Zitat: „Und mit Festanstellung ist ein 8h/Tag Job 5 Tage die Woche gemeint bei einem durchschnittlichen Artikelvolumen von 2-4 Artikeln / Tag und ständiger Weiterbildung.“

    Wird wohl nix mit ein bisschen nach freier Zeiteinteilung rumbloggen, wie hier ein Teil der Kommentatoren denkt! Sondern man ist gezwungen, 40 Stunden pro Woche was abzuliefern für das Geld, in einem engen thematischen Rahmen und eben nicht nach Lust und Laune wie im eigenen Blog, und das ist mit der Zeit ganz sicher nicht mehr der große Spaß!

  • Merkwürdige Ansichten über angemessene Entlohung sind hier in den Kommentaren zu finden. 1000 Euro ist lächerlich für einen Auftragsschreiber, der Ganztags über Kunst/Art auf Englisch für ein Künstlernetzwerk Texte recherchieren und verfassen soll.

    Wobei diese „Nettodiskussion“ bei Angestellten sowieso Kindergartenniveau hat. Was hat denn diese Summe überhaupt in einem „Marketing-Plan“ verloren? Das ist doch unprofessionell ohne Ende. Interessant ist nur der Bruttoverdienst und welche (Sozial)leistungen mit drin sind – für beide, den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber. Ein eigener Schreibtisch und Büro? Oder soll der Kunstblogger von den 1000 Euro noch seine karge Mietwohnung, die er sich damit leisten kann zum Büro umwandeln? Das wäre super. Leben und arbeiten in einer 1-Zimmer-Wohnung.

    Am Ende wid es eh ein Vollzeit Honorarjob, da das Startup sich sicher nicht auf Arbeitgeberkosten von fast 2000 Euro/Monat, 6 Wochen bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, 10 Tage Kinderkrankengeld und bezahlten Bildungsurlaub einlassen wird.

    Dann wird man bevorzugt jemanden nehmen, der in der Künsterlersozialkasse versichert ist, was die Marke von „1000 Euro auf die Hand“ für den Auftraggeber noch günstiger macht.

  • Man lese einfach mal das „Interview“ von Stefan Johne, dass er einem anderen Money-Cash-Traffic-Blogger gab. Hier die ersten 2 Fragen:
    ——————————————————————
    Seit wann gibt es deinen Blog?

    Den ersten Beitrag habe ich am 11.08.2008 geschrieben – demnach feierte mein Blog Gestern den ersten Monat.

    Welches Ziel steht hinter deinem Blog?

    Geld! Ich wäre schon längst irgendwo in Spanien am Strand und würde Drinks schlürfen, aber vorher brauch ich noch etwas Kohle.
    ——————————————————————

    Ja, man sollte Stefan Johne inklusive seines Marketingfingers (den man wohl besser Stinkefinger nennen sollte) einfach ignorieren…

  • @Siegfried:
    Ein Hartz IV Empfänger erhält in etwa 1.000 € – nur mal nebenbei zur Information. Miete wird gezahlt, Heizung wird gezahlt, Krankenversicherung wird gezahlt und dann gibts obendrauf noch 350 Euro zum Leben… Das ergibt in etwa 1.000 Euro…

  • @Dr.Satori: Eben. Je nachdem, wie man rechnet. Meine Frau und ich haben ein fast abbezahltes Haus, sie verdient sowieso mehr als ich (demnächst noch mehr), und ich bi seit etwas über einem Jahr arbeitslos (mit Aussicht auf eine Anstellung ab Januar). Hartz4 wäre bei mir also eher bei Null angesiedelt. Ohne eine Anstellung ab Januar wäre das also für mich ein attraktives Angebot.

    Aber auch sonst: Lieber 1000€ direkt durch eigene Arbeit also 1000€ plus Nebenkosten plus ständig stängernder ARGE! Lieber etwas weniger auf die Raffkralle als ständig zur Sau gemacht zu werden.

    Ich würde das hier konkret deshalb nicht machen, weil Kunst nicht mein Fachgebiet ist. Ich würde mir einen Abbrechen, nur, um irgendwelchen Schwachsinn zu schwafeln, und das ist es mir nicht wert. Obwohl, bevor ich Hartz4… In der Not frisst der Teufel Fliegen. Aber Blödsinn wäre es trotzdem.

  • Also für mich klingen 1000€ netto im Monat schon sehr gut! Davon könnte ich locker leben (mein Freund verdient ja auch noch etwas ;))

  • Wer ein zusätzliches Einkommen aufbauen möchte und als seriöse Heimarbeit von zu Hause aus einen Nebenverdienst aufbauen möchte, der sollte sich dieses Online Business einmal genauer anschauen.