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SMS-Frühwarnsystem der SCHUFA soll vor Datenmissbrauch schützen

Das Thema Identitätsklau ist im Zeitalter von Internet und Web 2.0 leider keine Seltenheit mehr. In einigen Netzwerken sind neben dem Namen auch Adressdaten, Telefonnummern und andere persönlichen Daten teilweise offen hinterlegt, die gerade für Kriminelle ein gefundenes Fressen darstellen. Die Nutzung solcher Informationen kann im schlimmsten Fall zu hohen Schulden führen, wenn das Opfer den Identitätsdiebstahl nicht rechtzeitig bemerkt. Ein bisschen Schutz vor Fällen wie diesen will deshalb die SCHUFA mit einem neuen speziellen Update-Service bieten.

Die Datensammler informieren registrierte Kunden gegen einen Obolus von zehn Euro pro Jahr per E-Mail und SMS, wenn einer der SCHUFA-Vertragspartner Information für deren Person abfragt und eine Änderung der persönlichen Daten mitgeteilt wird. Zudem wird regelmäßig der aktuelle Basisscore-Wert mitgeteilt.

Auf der SCHUFA-Seite heißt es:

Wenn Sie befürchten, dass ein Identitätsmissbrauch vorliegt, können sie so sehr schnell reagieren. Eventuell können Sie Geschäfte noch stornieren und größeren Schaden verhindern sowie im Betrugsfall einem weiteren Missbrauch Ihrer Identität entgegenwirken.

Im Prinzip keine schlechte Idee, wie ich finde. Das Geld kann man sich allerdings sparen, wenn man von Anfang an sorgsam mit seinen persönlichen Daten – besonders im Internet – umgeht. Dies schützt zwar nicht 100-prozentig gegen den Missbrauch, aber macht es den Kriminellen zumindest schwerer, an die Daten zu kommen.

Via: Software-Guide

(Michael Friedrichs)

Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

14 Kommentare

  • Ich will ja nicht meckern… aber „neu“ ist das weiß Gott nicht. Ich habe seit dem letzten Oktober meinen eigenen Online-Account bei der Schufa und mindestens genau so lange wird auch der Update-Service schon angeboten.

    Die AGB’s zu dem Service (https://www.meineschufa.de/downloads/AGB_SCHUFA_UpdateService.pdf) stammen sogar vom August letzten Jahres bzw. wurden dann zuletzt geupdated. Reichlich unwahrscheinlich das die die AGB ein halbes Jahr vor der Verfügbarkeit des Services publizieren… *rolleyes*

    Also bitte keine Unwahrheiten eines anderen Blogs weiterverbreiten…

    Frei-Gen’er

  • „Ich will ja nicht meckern… aber “neu” ist das weiß Gott nicht. Ich habe seit dem letzten Oktober meinen eigenen Online-Account bei der Schufa und mindestens genau so lange wird auch der Update-Service schon angeboten.“

    Kann ich nur bestätigen. Habe viel mit der Schufa zu tun (nur im positiven Sinne) und der Service ist mir auch schon länger bekannt.

  • @1 Frei-Gen’er: Damit hast du nicht ganz unrecht. Das Angebot gibt es schon länger, lief allerdings bis Ende August letzten Jahres als Pilotprojekt. Zudem kannte ich diesen Update-Service nicht und ich bin überzeugt, dass es anderen Lesern auch so geht.

  • Als Blogbetreiber und Domainbesitzer hat man es aufgrund der Impressumspflicht sehr schwer, seine persönlichen Daten (Anschrift, Telefonnummer) zusammenzuhalten. Alles leicht gesagt. Warum kostet sowas eigentlich zehn Euro im Jahr? Naja, umsonst ist nicht der Tod. Und was ist mit den anderen Instituten wie Creditreform? Als ob es nur die Schufa gäbe!

  • Auch wenn es den Service schon seit längerem gibt, funktioniert hat er vor ein paar Monaten nicht, als ich es probiert habe (Serverskriptfehler). Nun ja, vielleicht versuche ich es jetzt einfach noch einmal.
    Fände es schon interessant. Auch wenn man bemüht ist, persönliche Daten so gut es geht zusammen zu halten, kann Missbrauch nicht weit sein. Und dann ist es zumindest hilfreich, sofort darüber informiert zu werden.

  • Das ist ja sowas wie ein Blitzwarngerät auf der Datenautobahn. Gilt hier nicht auch der Grundsatz: Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, hat nichst zu befürchten?

  • Das ist ja witzig, da bezahlt man für Auskunft der eigenen personenbezogenen Daten! Also lieber sparsam mit den eigenen Daten umgehen – zurückholen ist bekannterweise sehr schwer…

  • Unglaublich finde ich dass die Schufa geld verlangt, damit man sehen kann welchen status man da hat, das ist wirklich der hammer. und ob es per sms oder per post: man soll einfach mal einsehen: das ist doch schlimm wie weit wir gekommen sind in deutschland

  • Das mit dem Identitätsdiebstal ist ja nciht wirklich neu. Ging früher mit einem Telefonbuch im Prinzip ja auch schon. Also die Sache mit dem finanziellen Schaden. Brisanter wird das ganze ja vor allem auch dadurch, das man evtl. früher mal ein Paket an eine andere Lieferadresse schicken lassen konnte und das wars dann evtl. schon weil es im Prinzip immer irgendwelche physischen Produkte oder Dienstleistungen gab. Heutzutage gibt es so viel virtuelles Zeug, wo an sich nur die Daten für die Bezahlung gebraucht werden, sei es für Porno und sonstwas.

    Davon mal abgesehen sollte es kostenlos sein, die Daten bei Schufa und Co zu erfahren. So rein Auskunftspflichtmässig schon. Mag zwar sein, dass dieses Offline problemlos möglich ist(weiß ich nicht), aber an sich sollte man schon so erfahren was über ein gespeichter ist und warum man gewisse Dinge nicht machen kann, weil man z.B. im falschen Stadtteil wohnt.

  • Ich bin auf der Suche nach Informationen über diverse Datenschutz-Projekte im Schufa- und Bonitätsprüfungsbereich und bin zufällig auf diesem Beitrag gelandet. Das SMS-System, soweit ich weiß, funktioniert immer noch.

    „Unglaublich finde ich dass die Schufa geld verlangt, damit man sehen kann welchen status man da hat, das ist wirklich der hammer. und ob es per sms oder per post“

    Ein bisschen Info für diejenige, die das Artikel in Zukunft lesen: dank § 34 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) hat schon jeder einmal pro Jahr das Recht darauf, eine kostenlose Auskunft zu beantragen!

    LG
    Stefan Bauer