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iTunes: Neues Update, neue Preise

Heute weiß Apple gleich zwei Neuerungen für die Client-Jukebox iTunes zu verkünden. Zum einen wurde der aktuellen Version die Bezeichnung 8.1.1 aufgedrückt: Bessere Performance, ordentlich Bugfixes und vor allem Sync-Unterstützung für den neuen, sprechenden iPod Shuffle sind die Folge. Auch Musikwünsche für iTunesDJ und Genius-Vorschläge für Filme sollen nun möglich sein, verrät Macnotes. In Amerika wurde mit dem heutigen Tag der HD-Filmverleih eingeführt – ein scharfes Erlebnis, auf das die Deutschen aber weiterhin noch warten müssen.

Zum anderen bietet iTunes nun eine neue Preisstruktur: Bislang berechnete Apple für jeden Song 99 Cent und zwar egal wie alt oder populär er war. Gegen Ende März sickerten dann die Pläne zur Reform der Preise an die Öffentlichkeit, die ab heute auch gelten. Je nach Hit-Qualitäten sollen DRM-freie Lieder nun 0,69, 0,99 oder 1,29 Euro kosten. Macnotes hat bereits 14 teure Songs unter den Top-100 entdecken können, allerdings keinen einzigen für 69 Cent. In meinem iTunes werden auch nach dem Update noch immer ausschließlich 99 Cent-Einträge angezeigt (Screenshot). Na, warten wir den Tag einmal ab…

Übrigens: Trotz der Ankündigung halte ich die Verteuerung für überraschend. Den Kopierschutz abzuschaffen, die Bitrate zu erhöhen und im Gegenzug einen Zuschlag zu verlangen wäre völlig in Ordnung – wenn nicht mittlerweile der Konkurrent Amazon mit seinem MP3-Querschläger das Apple-Jagdrevier in Angriff genommen hätte: zwischen 77 und 99 Cent berechnet Amazon MP3 pro Song. Apple hat auf diesen Kampfpreis nicht einmal mit einem Nasenrümpfen reagiert und hielt stur an den Plänen fest. Jetzt wird sich zeigen, wer am Ende das Geschäft macht: Amazon MP3, das als Billiganbieter mit ausbaufähiger Albenauswahl auf den Markt geworfen wurde – oder die Traditionsmarke iTunes: schick, übersichtlich – aber auch teuer.

(André Vatter)

Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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