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Der iPod shuffle kostet 16,75 Euro. In der Herstellung.

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Ich hab’s ja immer gesagt! Hab ich’s nicht immer gesagt? Ich hab’s gesagt! Seitdem Steve Jobs vom Home Office aus arbeitet, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Bestes Beispiel dafür ist der iPod shuffle, der hier bei uns bereits von Anfang an auf ungeteilte Missliebigkeit gestoßen ist. Der Grund? Das Ding ist mit 75 Euro (4 GB, kein Display, plärrende Ohrhörer) einfach zu teuer.

Jetzt hat iSuppli uns den Beweis Schwarz auf Weiß gebracht: Der Marktforscher hat errechnet, dass der Wert der einzelnen Komponenten des Zufallsplayers (inklusive Verpackung) gerade einmal 28 Prozent des Endpreises beträgt, nämlich 22 Dollar, also etwa 16,75 Euro. Kein anderes iPod-Modell der Vergangenheit kann so eine fette Marge vorlegen: die Herstellungskosten des iPod touch (1. Generation) betrugen etwa 147 Dollar bei einem Endpreis von 299 Dollar, das sind wenigstens knapp 50 Prozent. Beim iPod nano der dritten Generation waren es auch noch 40 Prozent.

Übrigens: Der Löwenanteil für die Ausgaben bei der Hardware wandert direkt zum Chipbauer Samsung, der je sechs Dollar für den Flash-Speicher und den Hauptkontrollchip berechnet. Der Akku kostet dagegen gerade einmal 1,20 Dollar. Auch beim neuen… was immer Apple im Sommer vom Band rollen lässt… wird Samsung der Hauptnutznießer sein.

Da iSuppli in die Berechnung weder Entwicklung, Design, Personalkosten etc. mit einbezieht, bleibt zu hoffen, dass die Jungs in Cupertino tatsächlich gerechtfertigt lange am Entwurf des shuffle gesessen haben…

(André Vatter)

Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

29 Kommentare

  • Whatever, ich find den Player klasse! Die Bedienung über die Kopfhörer ist genial, da man den Player komplett verstauen kann (im Rucksack z.B.) und man ihn dennoch bedienen kann.

  • Hm….. In den Kosten sind also nur die reinen Materialkosten enthalten? Finde, dass das Ganze dann eigentlich relativ wenig Aussagekraft hat. Materialkosten sind in den seltensten Fällen das, was ein Produkt wirklich teuer machen…

    Oder hab ich da jetz irgendwas übersehen? Man bedenke zusätzlich Lager + Logistik-Kosten, etc…

  • @2: So ist es. Aber vergleiche den shuffle einmal mit dem iPod touch / nano – deren Endpreise wesentlich näher an den Herstellungskosten sind. Und ich schätze, dass in den beiden Display-Playern wohl noch etwas mehr Entwicklungsarbeit steckt, als in der fensterlosen Alubüchse.

  • Also wenn ich so einen Quatsch lese …
    Abgesehen davon, dass Entwicklung, Lagerung, Transport, Werbung ignoriert werden, hat der Preis eines Produktes ohnehin nichts damit zu tun, was jeder weiß, der mal in der 5. Klasse was von Angebot und Nachfrage gehört hat.

    Viele Grüße von Zippo!

  • es geht nicht um die spanne oder was darf/soll das kosten.
    welchen mehrwert schafft der hersteller dadurch beim verbraucher?

    schau mal diese laptop-folien von 3m.
    http://www.mercateo.com/p/478-220906/Vikuiti_Blickschutz_Filter_fuer_Notebooks_mit_11_1_Zoll_Widescreen_Display.html
    was kosten die wohl in der herstellung? lass sie 2 eur kosten (was ich nicht glaube). und sie werden für 49,95 kauft. für eine folie.

    es kommt nicht auf der herstellpreis, sondern auf den mehrwert an, den man mit einem produkt beim käufer erzielt. wenn also den leuten der ipott 75 eur wert ist, dass ist das ein angemessener preis…

  • Auch wenn ich die Preispolitik von Apple nicht verteidigigen will, sollte man doch wenigstens die Mehrwertsteuer aus dem „Gewinn“ rausrechnen. Da verdient Apple nämlich nix dran.
    Es zeugt nicht unbedingt von seriösität, wenn man diese unbedeutenden 19% vergisst.

  • das selbe gilt für für fast alle produkte im bekleidungsbereich. dort sind die margen von produktion auf verkauf oftmals mehrere hundert bis tausend prozent.
    dieser artikel sagt viel mehr aus, dass der ipod eher ein modeprodukt als eine technikartikel ist. aber auch nix neues.

  • Soweit alles richtig. Angebot, Nachfrage, etc. Die Produktionskosten von nem Kinderriegel sind bestimmt auch nicht mehr als 3 Cent und das Ding wird für 25 Cent (oder so) vertickt. Ist zwar n interessantes Knowledge Nugget, dass der iPod XYZ Euro Materialkosten hat, jedoch lassen sich allein daraus keine Rückschlüsse über die Sinnhaftigkeit / den Rechtfertigungsgrad von Apples Preispolitik ziehen. Und soweit hat Apple ja Erfolg :-)… Dementsprechend gibt der Markt dem Ganzen recht… Ich für meinen Teil bin weiterhin bereit, mehr als 200 Euro für Nanos, Touchs, etc. auszugeben…

  • p.s.: wenn noch jemand Euro in DM umrechnet, gibts aufn Deckel. Und es „währen“ nicht 150 DM, sondern es „wären“ 150 DM… *Erbsenzählerhut absetz*

  • Also ich verweigere schon seit längerem den Kauf eines egal was für einen mp3Players. Sein Telefon hat man doch meistens dabei und fast alle neueren Modelle sind auch gut fürs Musikhören zu gebrauchen. Mediakarten sind erschwinglich. Dazu kommt, das wenn man mal länger unterwegs ist, mit einem zusätzlichen mp3Player noch ein zusätzliches Ladekabel mit eingepackt werden muss.

  • Man kann auch ganz anders argumentieren. Apple hat es geschafft, das Konzept des iPod Shuffles weiter auszubauen, weitere Features hinzuzufügen und ihn noch kompakter zu machen. Und er ist nicht teurer als der Vorgänger.

  • Naja was habt Ihr denn erwartet? Das der Ipod 100 Euro in der Herstellung kostet und der dann für 101 Euro angeboten wird?

    Gluabt mal…das machen alle so…Saturn oder MEdiaMarkt kauft die Sachen auch für nen „Appel und n Ei“ ein, wie man so schön sagt 🙂

  • die DM wäre auch teurer geworden. nur durch den wechsel von DM auf EURO ist das Preisgedächtnis eingefrohren. wer mit DM vergleicht, vergleicht immer mit der Vergangenheit vor 10 (?) jahren.

  • Also ich halte den Preis auch für angemessen. Ok, er könnte vielleicht 10Euro billiger sein aber dafür kauft man halt auch Qualität und keine billige China-Kopie. Hier hat man ein schickes Design, neue Funktionen und das gute Teil spricht sogar mit einem. 😉

  • Ich kann mich auch nicht für den neuen Shuffle begeistern und empfinde den Preis auch als zu teuer – aber als ich die Herstellungskosten gelesen habe, hab ich mich doch gewundert – so hoch!!! Sind diese 22 Dollar nicht der Einkaufspreis? Und der iPod touch, nur 50% Gewinn – kann ich mir nicht vorstellen, dass sich das für Apple lohnt – ich habe keine Ahnung von Marktwirtschaft aber man muss ja auch Dinge beachten wie eine Rücklage, wenn Bestellungen ausbleiben, Werbekosten, Geld für neue Entwicklungen, Geld für eine Produktionssteigerung… Ich habe mal für eine Turnschuhmarke gearbeitet und die Einkaufspreise dort gesehen (also das, was ein Laden zahlt): 15 € für einen Schuh, der dann – unverbindliche Preisempfehlung – für 89,- € verkauft wird. Ich glaube, dass die Turnschuhe in der Herstellung maximal 2-4 € kosten. Schon unheimlich…

  • Ich finde es cool, dass die Samsung-Chips verwenden. Sind schließlich die weltbesten.
    Interessant am Artikel finde ich die Kostenverteilung bei der einzelnen Hardware. Denn die ist überall ziemlich ähnlich, nicht nur bei Apple.

  • @ Andrea:
    Virensoftware, die für 45€ UVP im Laden verkauft wird, kauft der Verkäufer für nur 5€ ein. Schockierend, aber wahr.

  • Wenn ich mich nciht ganz verlesen habe, werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Materialwert eines Ipod shuffle mit den Herstellkosten eines IPod touch zu vergleichen, ist schlichtweg unpassend.

    Dann wird der Vergleich auch angemessener

  • Sehe der Beitrag ist schon älter, aber Google hat mich, als Lösung meiner Fragestellung, auf diese Seite gelockt. Von dieser Marge träumt so manch anderes Unternehmen. Danke für die Infos!

  • Mein Gott…. es ist doch wohl jedem klar, dass man bei Apple für das schicke logo und das Lifestyle-Image draufzahlt. Dass ist bei jedem Markenschuh nicht anders (wenn auch nicht ganz so extrem).

    Ich würde mir so oder so keinen Ipod kaufen. Was nutzt mir das Image, wenn ich dann sehe wie meine Klassenkameraden dann mit ihren „Billig“-MP3-Playern (auch Marken, aber viel günstiger) von der tollen Soundquali schärmen, während ich meinen 200€-Brüllwürfel made in Cupertino am liebsten aus dem Fenster schmeißen würde?

    Ich nutze übrigens einen einfachen MP3-Player für 40€ und bin zufrieden damit!

  • „Ich finde es cool, dass die Samsung-Chips verwenden. Sind schließlich die weltbesten.
    Interessant am Artikel finde ich die Kostenverteilung bei der einzelnen Hardware. Denn die ist überall ziemlich ähnlich, nicht nur bei Apple.“
    Die Kostenverteilung beschäftigt mich bis heute noch immer! 😉

  • Ich liebe das Teil! Perfekt beim Joggen oder Radfahren! Klein, handlich und leich und der Sound ist auch ok. Eine absolute Empfehlung.