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'Crash Protection': Mozilla rüstet seinen Firefox gegen Abstürze

Die Mozilla-Entwickler haben ihre Köpfe wieder zusammengesteckt und dabei herausgekommen ist das Release 3.6.4 des Firefox-Browsers. Und das Label, das sie dem neusten Update verpasst haben, klingt ebenso vielversprechend wie solide: mit „Crash Protection“. Was sonst wohl eher für Sicherheit im Straßenverkehr steht, soll in diesem Fall auf die verbesserte Stabilität des Browsers hinweisen. Durch separat laufende Prozesse sollen laut Mike Beltzner, Chef der Firefox-Abteilung, nämlich die Absturzzahlen des Feuerfuchses auf Windows- und Linux-Systemen gesenkt werden.

Schmierten in der Vergangenheit Plugins wie etwa Microsoft Silverlight, Adobe Flash oder Apple Quicktime ab, bedeutete das in aller Regel einen Neustart der Browsers. Damit soll nun Schluss sein, da in der neuen Firefox-Version die oben genannten Plugins getrennt vom Browser ausgeführt werden. Support für Plugins weiterer Anbieter und für andere Betriebssysteme ist leider noch nicht verfügbar, er soll aber bald mit zusammen mit einem neuen Update folgen. „Crash Protection“ für das Mac OS X soll mit dem Firefox 4 verfügbar sein. 

Wer also künftig einen Plugin-Crash im Firefox erleidet – bisher wird laut Mozilla immerhin jeder dritte Absturz durch ein Plugin verursacht – , braucht einfach nur die Seite zu aktualisieren und kann weitermachen, als sei nichts gewesen. Durch den Refresh wird nämlich der betroffene Plugin-Content neu geladen und steht dann wieder zur Verfügung. Um sicherzustellen, dass sich die Abstürze aber nicht allzu sehr häufen, ist ein regelmäßiges Updaten der installierten Plugins natürlich Voraussetzung. Darauf werdet ihr vom Browser automatisch hingewiesen und könnt dazu dann die Mozilla Plugin Check-Seite benutzen.

Übrigens: „Crash Protection“ ist nur für die aktuellste Firefox-Version (3.6) verfügbar. Wer seinen Browser noch nicht aktualisiert hat, kann dies hier tun.

(Marek Hoffmann)

Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

20 Kommentare

  • @Timbo: Joah, und Googles Chrome bietet so einen Schutz auch. Und der IE 8. Aber ist doch schön, dass die Jungs von Mozilla langsam nachziehen und ein gewisses Level an „Crash Protection“ zum Standard wird.

  • @dud0r: Recht hast du. 😀

    @Timbo: Ist es ja auch, nur eben für den Firefox. 😉 Aber ich weiß, was du meinst. 🙂

  • Gibt´s für den Safari auch so viele Plug-Ins?

    Jeder mit einem Mac den ich kenne, benutzt den firefox. Ich schätze mal, weil er sich so gut an die eigenen Anforderungen anpassen lässt.

    Dennoch weiss ich, dass es jede Menge Leute, die Angst vor Menüs und Einstellungen haben. Die sind natürlich gut bei Apple aufgehoben: Die Sachen funktionieren so gut wie immer mit den defaults.

    Für mich ist der Safari nichts anderes als der IE von Windows, er ist halt dabei..

  • Na endlich. Bin mal gespannt ob das auch fehlerfrei funktioniert. Hat jemand ein paar Seiten, mit denen der Firefox crashed? Dann könnte man das schön austesten. 🙂

  • @Lars

    Stimmt, mit dem Safari ist das wie mit dem IE, er ist halt dabei.
    Nur das Apple keine Ballot-Screens (schreibt man das so?) einbauen muss uns sich generell viel weniger Regulierungsbehörden und potentielle Kläger gegen Apple vereinigen 😉

  • Ich bin bereits umgestiegen auf Chrome. Aber der hat auch so einige Eigenarten die mir nicht gefallen, beispielsweise stürzen diverse Seiten unvermittelt ab, obwohl sie nicht mal besonders viel JS benutzen. Und er ist zwar schneller und sparsamer, aber so viel besser dann doch nicht.

    Die Feuerfuchsler lassen sich jedenfalls mal wieder viel zu viel Zeit. Den NSPluginWrapper (der im Endeffekt genau das machen kann, Plugins in eigene Processe verbannen) gibt es z.B. schon seit sehr langer Zeit, ist also selbst für FF nichts wirklich neues.

    Und Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass eine allgemeine Lösung im Stil von Chrome, jeden Tab in einem eigenen Process zu starten und dann z.B. per XEmbed (oder Analoga auf anderen Plattformen) einzubetten, so schwer zu implementieren sein kann, Speicherplatztechnisch auch nicht, da forking normalerweise Copy-On-Write allokiert.

    Ich werde vermutlich irgendwann zurück zu Firefox finden (sobald ich wieder mehr Arbeitsspeicher habe), aber momentan ist er mir zu langsam und ich komme mit Chrome einigermaßen zurecht, trotz einiger Nachteile (und einer, wie ich inzwischen bemerkt hatte, ziemlich arroganten Community).

  • Ich stehe diesen Plugins ja gemischt gegenüber; ich nutze zwar auch Firefox aber ich lasse ihn längst nicht alles runterladen, was er so vorschlägt. Ich schone lieber den Speicherplatz meines Rechners.

  • *g*

    Seinen Speicherplatz schonen indem man auf Plugins verzichtet… Irgendwie süß…

    Aber was zur Hölle macht Ihr mit eurem armen Fuchs… Habe immerhin 14 Add-Ons und 13 Plug-Ins installiert und crashen tut mein FF öhm nie… ?

    🙂

  • bei mir kackt firefox ständig ab! ich begreif nicht wieso aber mein standart newsportal wie auch youtube bringen ihn IMMER zum abstürtzen…ich schnall net weshalb, weiss nur das es der adobe flash player ist, der den hänger verursacht..bzw plugin-container..
    Hat einer nen tipp wie ich dies vermeiden kann? geht mir langsam echt auf **** immer den browser neu zu starten. De-Neuinstall von firefox und flash player haben nichts gebracht. und wenn ich die chronik lösche kann ich mir wenigstens 5 youtube songs ansehn bis er wieder abstürtzt

  • naja, da er gleich wieder einen hänger hatte hab ich mir etz mal google chrome gezogen und bis jetzt läufts mit dem um einiges besser. wird schon komisch da ich eigentlich nur ff benutze und das schon seit einigen jahren…janu
    ein schönes wochenende