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Facebook kommt aufs iPad, hebt Medien in den Vordergrund


Facebook hat gestern Abend eine eigene iPad-Version und neue, auf HTML 5 basierende, mobile Versionen vorgestellt. Beides in ähnlicher Optik. Bei der iPad-App verfolgt Facebook vor allem die Entertainment-Perspektive. Bilder und Videos erhalten eine größere Ansicht, die zur neuen Timeline passen. Der neue Newsticker rückt in den Vordergrund, die Möglichkeit, Statusupdates zu posten hingegen eher in den Hintergrund.

Eine Menüleiste links bietet Zugriff zu den wichtigsten Funktionen. Die Statusleiste oben passt sich dem Inhalt an, verschwindet aber so gut wie nie. Interessanterweise ähnelt Facebooks iPad-App der Version stark, die bereits vor Monaten auftauchte. Unklar, warum es so lange dauerte, bis sie nun grünes Licht erhielt. Es könnten Streitigkeiten zwischen Apple und Facebook gewesen sein. Dass Facebook über die iPad-App eigene Apps und Spiele anbietet, künftig denn wohl auch Musik und Videos, damit also ein eigenes Ökosystem auf dem iPad schafft, dürfte Apple nicht unbedingt gefallen haben.


Eine App des meist genutzten Social Networks allerdings erhöht auch den Spaßfaktor des iPads, weswegen Apple sich nicht für immer dagegen sperren konnte. Facebooks neue Website für mobile Geräte m.facebook.com ist ähnlich designt, basiert auf HTML 5 und bietet eine bessere Unterstützung für mobile Facebook-Apps. Darunter ist etwa Woogas speziell für mobile Geräte entwickelte Spiel „Magic Land Island“.

(Jürgen Vielmeier, Grafiken: Facebook)

Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

11 Kommentare

  • Interessant, aber FB ist einfach ein Produktivitäts- Killer und mehr nicht.
    Und dann noch ständig das rumgeweine bzgl. Datenschutz und keiner zieht die entsprechenden Konsequenzen. Einfach nur lächerlich und FB hat meiner Ansicht nach schon gegen G+ verloren!

    Viele Grüße!

  • Und der nächste Knaller. Herr Vielmeier, haben Sie herausgefunden das Artikel in denen über Apple gehetzt wird mehr Klicks und somit mehr Geld bringen? Oder haben Sie ein persönliches Problem mit der Firma?

    Es gab doch in den vergangenen Wochen genug Berichte, unter anderem vom Entwickler des Apps, dass Facebook die App nicht eingereicht hat. Wenn nichts bei Apple ankommt, wie sollen sie sich dann versperren? Da nichts anderes zu hören war muss man auch stark davon ausgehen das Apple das Facebook App ganz normal beim ersten mal zugelassen hat. Was sollen also die Unterstellungen?

    Auch die These der Abneigung aufgrund eines Ökosystems ist gewagt. Sprachen doch die ganzen Berichte zum „Projekt Spartan“ davon, das Facebook mit Apple zusammenarbeitet.

    Man kann ja zu Apple eingestellt sein wie man möchte, aber abstruse Verschwörungstheorien die mit ein wenig Recherche zu widerlegen sind gehören nicht in solche Artikel, das zieht jegliches Niveau und die Glaubwürdigkeit nach unten.

  • Zu #1 In der Masse hat G+ natürlich nicht gewonnen, nur in gewissen Bereichen evtl. 😉 Die ich nicht einmal nennen kann (es mir aber vorstellen kann)
    Zu #2 Jetzt wird aber von ihnen zuviel interpretiert. Und zwischen die endgültige App einreichen und dass es vorher Abstimmungsprobleme gab, können Welten liegen, die beide Beiträge von Ihnen und Herrn Vielmeier einen Wahrheitsgehalt geben können.
    Schließlich wird vor jeder finalen Abgabe vorher schon alles abgestimmt.
    Letztendlich weiß es keiner und es werden nur Gedanken geschrieben, weshalb es so kommen könnte.
    Da ich sowas nicht woanders gelesen habe, finde ich es interessant

  • @#2: Wird mir jetzt jedes Wort, das ich schreibe, gegen Apple ausgelegt? Na dann. 😉 Wenn Sie so gut informiert sind, wie Sie behaupten: Wo ist da jetzt die Zusammenarbeit zwischen Apple und Facebook?

  • „Here’s where things get more interesting. Apple knows about Project Spartan, and is believed to even be lending some minor support to the project. Why do that for a project that ultimately hopes to usurp the native App Store and Apple payment model? Because Apple is not afraid of it at all, we’ve heard. And based on some of the HTML5-based Spartan apps I’ve seen, I have to agree. The likelihood users would choose these over a native iPhone app right now, is laughable.“

    ——-

    „We also know that Apple has been working with Facebook on their iPad app, which should finally be available in the next few weeks. Apple has wanted this app since the initial iPad launch just over a year ago. After all, the Facebook iPhone app is the most downloaded app of all time. Like it or not, it’s a selling point for the device.“

    Quelle: http://techcrunch.com/2011/06/17/we-will-fight-in-the-shade/

    Wohlgemerkt: Das sind natürlich nur Gerüchte, allerdings ist bis jetzt das komplette Projekt Spartan ein Gerücht, sowie die Vorgeschichte zum Facebook App.

    Das Apple aber dem wichtigsten App die Freigabe verweigern soll ergibt einfach keinen Sinn.

  • Mir gefallen die mobilen Apps für Facebook nicht. Für den normalen User sicherlich ausreichend, für Anwender sind die Funktionen doch arg eingeschränkt

  • Haha, ein weiterer Fanboi in diesem Thread der sich auf den Schlips getreten fühlt!!! Wie Fliegen diese Fanbois!

  • @#5: Okay, von mir aus – auch wenn das noch nicht offiziell bestätigt ist.

    „Das Apple aber dem wichtigsten App die Freigabe verweigern soll ergibt einfach keinen Sinn.“

    Wenn man sich anschaut, dass Facebook künftig Filme, Musik und Zeitschriften bei sich einbinden und damit Geld verdienen will, dann irgendwie schon, oder?

  • Nein, es macht keinen Sinn.

    Denn erstens ist Facebook das wichtigste App fürs iPad und rein auf 3rd-Party Apps reduziert das wichtigste Kaufargument. Ein gutes Facebook App mit allen Möglichkeiten (Fotoupload, Spiele, Chat, usw) ist für einige eine Grundvoraussetzung. Wenn Apple also trotzig wäre, würden sie mit einer Blockade nur sich selbst schaden, es wechselt ja deswegen keiner zu Google+ o.ä.

    Zweitens WÄRE es sinnig das Apple etwas gegen Facebook hat WENN es denn irgendwann soweit kommen sollte das sie Content anbieten, das Modell erfolg und somit Einfluss auf Apples Contentverkauf haben könnte (viele Facebook Experimente sind auch gescheitert) UND Facebook es über das App aber nicht per In-App zumindest alternativ anbietet (exklusiv ist ja eh gegen die Regeln, da brauchen sie ja nichtmal einen Sonderfall daraus machen). Und auch dann wäre es ja nicht verkehrt wenn es das Facebook App bereits ohne diesen Service gibt und Apple lediglich den Service verweigert, während die User das normale App weiter nutzen können.

  • Ich denke Apple wird einfach eine Zeit lang gebraucht haben um abwiegen zu können, ob der Nutzen größer als der „Schaden“ sein wird.. am Ende ist es dann doch eh eine reine Businessdecision..