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Auch unveröffentlichte: Facebook will alle deine Fotos in seiner Cloud speichern

Maria Gramsch
Pixabay / Thomas Ulrich

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Facebook-Konzern Meta hat in Sachen Datenschutz nicht den besten Ruf. Nun will das Unternehmen offenbar sämtliche Fotos auf den Smartphones von Facebook-Nutzern in seiner Cloud speichern – selbst unveröffentlichte. Diese könnten für das Training der KI-Modelle von Meta genutzt werden.

Meta ist nicht dafür bekannt, besonders sorgfältig mit den Daten seiner Nutzer umzugehen. Im Gegenteil: Das Unternehmen steht seit Jahren immer wieder wegen problematischer Praktiken beim Datenschutz und im Umgang mit Nutzerdaten in der Kritik.

Künftig will der US-Konzern offenbar sogar die Fotos seiner Nutzer für das Training seiner KI-Modelle verwenden, wie TechCrunch berichtet. Demnach will das Unternehmen nicht nur Zugriff auf gepostete Fotos, sondern auf die komplette Kamera-Mediathek auf eines Smartphones erhalten.

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Facebook will unveröffentlichte Fotos in Cloud speichern

In den vergangenen Wochen haben etliche Facebook-Nutzer vermehrt Pop-up-Nachrichten für die „Cloud-Verarbeitung“ aller Fotos auf ihrem Smartphone erhalten. Dabei geht es um eine neue Funktion, die automatisch KI-basierte Versionen der Fotos in der Camera Roll erstellt. Facebook stellt diese dann als Vorschlag zum Teilen zur Verfügung.

Das können Collagen, Zusammenfassungen oder KI-Neugestaltungen der Fotos sein. Um das umzusetzen, lädt Facebook nach eigenen Angaben „laufend“ Medien aus der Fotobibliothek in seine Cloud, also auf seine Server.

In der Meldung heißt es, dass die aus den Fotos erstellten Vorschläge nur die jeweiligen Nutzer selbst sehen können. Die Medien sollen außerdem nicht für Werbezwecke verwendet werden.

Die KI-Nutzungsbedingungen von Meta

Wer in der Pop-up-Nachricht auf „Zulassen“ tippt, stimmt den KI-Nutzungsbedingungen von Meta zu. Das hat zu Folge, dass die hochgeladenen Medien von einer KI analysiert werden dürfen. Dabei sollen unter anderem Gesichtsmerkmale sowie Datum, weitere Personen und Objekte in den Fotos untersucht werden.

In den KI-Bedingungen von Meta zur Bildverarbeitung heißt es, dass Nutzer zustimmen, „dass Meta diese Bilder, einschließlich Gesichtsmerkmale, mithilfe von KI analysiert, sobald sie geteilt wurden“. Meta erhält nach Zustimmung auch das Recht, alle geteilten persönlichen Informationen zu „speichern und verwenden“. So kann die KI wiederum ihre Ergebnisse personalisieren.

Dabei handle es sich laut Meta-Sprecherin Maria Cubeta jedoch nur um einen Test. „Wir suchen nach Möglichkeiten, das Teilen von Inhalten für Facebook-Nutzer zu vereinfachen, indem wir Vorschläge für sofort teilbare und kuratierte Inhalte aus der Fotobibliothek einer Person testen“, erklärt sie gegenüber TechCrunch.

Die Vorschläge seien nur auf Opt-in-Basis verfügbar. „Medien aus der Fotobibliothek können zur Verbesserung dieser Vorschläge verwendet werden, werden jedoch in diesem Test nicht zur Verbesserung von KI-Modellen verwendet“, so die Meta-Sprecherin.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.