Facebook legt für 30 Minuten die Mail-Adressen der Mitglieder offen [Update]

Ich glaube, von einem “Fauxpas” kann man da nicht mehr sprechen, wenn urplötzlich in einem Netzwerk mit mehr als 400 Millionen Mitgliedern die E-Mail-Adressen der Nutzer in der Öffentlichkeit präsentiert werden, oder? Wie mehrere US-Portale und vor allem Twitter-Nutzer berichten, ist es am Dienstagabend zu einem Ausfall der Privacy-Konfiguration auf Facebook gekommen. Rund eine halbe Stunde lang waren daraufhin die E-Mail-Adressen einiger, wenn nicht aller Mitglieder auf ihren Profilen für Dritte einsehbar.
Gawker zitiert das Statement eines Betroffenen:
Ich kann es verdammt noch mal nicht glauben. Die Mail-Adressen von jedem werden seit mindestens 30 Minuten öffentlich eingeblendet. Ich habe versucht, in meinem Account die Mail zu entfernen, weil ich ein Problem mit einem irren Stalker habe. Doch ich konnte es nicht. Gott, ich hasse Facebook. Wann werden sie jemals lernen?
Noch hat sich Facebook zu dem Vorfall nicht geäußert, auf dem offiziellen Blog werden zur Stunde noch immer “kulturelle Traditionen in der Facebook-Speisekarte” präsentiert. Auf der Security-Seite wird ebenfalls kein Wort darüber verloren. Die genauen Ausmaße sind also noch nicht bekannt. Es scheint, dass die Entwickler des Teams im Hintergrund ein paar Tweaks vorgenommen haben: Am 26. März hatte das Social Network erklärt, dass Änderungen an den Privacy-Richtlinien vorgenommen würden, um ein neues Features zu implementieren. Es geht darum, dass nun auch externe Publisher Zugriff auf das Cookie des Netzwerks gewährt bekommen sollen. Selbst, wenn Nutzer sich auf fremden Seiten nicht für Facebook Connect angemeldet haben, bekämen sie dann eine Facebook-Box (inklusive der Freunde und anderer Informationen) angezeigt.

Ob das Leaken der Mail-Adresse tatsächlich im Zusammenhang mit den Änderungen steht, kann jedoch nur Facebook beantworten.
Update, 14 Uhr:
Heise hat jemanden von Facebook Deutschland an den Hörer bekommen: “Letzte Nacht machte ein Bug während Facebooks üblicher Code-Aktualisierung verborgene Mail-Adressen kurz sichtbar”, wird der Sprecher zitiert. “Der Bug wurde innerhalb von Minuten bemerkt und korrigiert.” Offenbar waren tatsächlich “alle 400 Millionen Mitglieder” der Plattform von dem kleinen Ausfall betroffen. Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber von “Sorry” und “Wir arbeiten daran, dass dies künftig nicht mehr passiert.” kann ich da nichts lesen. Thema gegessen, nehme ich an.
(André Vatter)
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Man sollte Facebook und auch jedes andere Social Network nicht mit seinem Wohnzimmer verwechseln.(!)
Egal was ein Netzwerk angeblich alles schützt wenn man es angibt, ich für meinen Teil gebe generell nie mehr als das Preis was ich auch auf meine persönliche und frei zugängliche Internetseite publizieren würde. Ob Daten oder Gedanken oder Inhalte.
Ein bisschen scheint (einigen) Menschen da der Überblick verlorengegangen zu sein wie es sich mit dem angeben von Informationen im Internet verhält.
Wer Probleme mit Stalkern hat, sollte für mich generell ein erhöhtes Verantwortungsbewusstsein mit seiner digitalen Identität bereithalten. Was nützt die versteckte E-Mailadresse wenn der “Stalker” mit nem Fakeprofil in der Freundesliste steht.
Wer hier seine Firmenemailadresse oder Ähnliches einträgt, ist selbst schuld.
Bedenklicher ist da der Fakt, dass Facebook sich überhautp so einen Fehler erlaubt…. Stellt euch mal vor , die komletten Privateinstellungen wären ausgeschaltet worden … DAS wäre ein Spektakel gewesen.
@Joerg Wenn Du überall Deine Haupt E-Mail Adresse stehen hast… Nun ja dann ist es eh egal.
@Sven Klar muss man immer wissen was es für Konsequenzen haben kann wenn man sich irgendwo anmeldet, was postet oder dergleichen und klagen hilft gar nichts. Trotzdem darf so etwas nicht passieren.
Also die einzige Erklärung warum man keinen Mehrwert in solchen Plattformen sieht, ist für mich der eigene Umgang damit (und evtl. noch das Verhalten des eigenen Netzwerks, also deine “RL-Kontakte”).
Ist schon übel sowas, lass uns mal hoffen dass da kein Crawler schnell genug war um sich die 400.000.000 Adressen zu ziehen.
Das hat ja einen immensen Marktwert auf dem Spam-Markt :/
[...] Faux-Pas hinzu: Die eMail-Adressen von Facebook-Nutzern waren wohl für 30 Minuten frei einsehbar! LIES MAL Vielleicht mag es dem ein oder anderen Facebook-User egal sein, aber hier geht es um die Verletzung [...]
Vielleicht benutzen manche Menschen bei Facebook eine sehr persönliche Emailadresse, weil sie über die erweiterte Möglichkeiten haben, vielleicht SMS Benachrichtigungen etc. und haben aufgrund der Privacy Option entschieden, daß es dort dann akzeptabel ist, die Adresse zu benutzen, die aus Vorname.Nachname@provi.der besteht, was sie sonst nicht tun würden.
Das ist der große Schaden, der durch dieses Sicherheitsproblem entstanden ist, FB hat Daten veröffentlicht, von denen die Benutzer nie dachten, daß sie veröffentlicht werden könnten.
Selbstverständlich ist es blauäugig von Benutzern, auf die Privacy Optionen solcher Dienste zu Vertrauen, doch Facebooks Masche ist es, genau diese Blauäugigkeit zu provozieren, die Leichtfertigkeit zur Datenabgabe zu unterstützen. Damit lassen sie nicht so sicherheitssensible Menschen in eine Falle laufen und haben mit diesem Fail diese Menschen ans Messer geliefert.
Das war nur eine Frage der Zeit. Wer so schnell wächst verliert vor lauter Feature-Wahn die Kontrolle…
Datenschutz hat einen Sinn und wer sich im Internet bewegt, begibt sich immer häufiger auf Glatteis, da habt Ihr schon recht. Aber darf jede Firma sich einfach über bestehende Regelungen hinwegsetzen? Daten gehören im Internet zum “Gold” des Users, sie sind handelbar, bringen richtig Geld. Und mit ihnen lassen sich Profile eines Menschen im www erstellen.
Sollten nicht alle Daten, die ein User im Net mehr oder weniger freiwillig hinterlässt, geschützt sein??? Wer jetzt fragt warum, hatte wohl noch keine Negativ-Erlebnisse ;-) Ich wünsche es niemandem, aber die kommen…
Facebook verliert immer mehr an vertrauen, erst Stiftung Warentest und jetzt das!
naja… ich finde es sollte für Datenlecks wenn auch nur kurz Strafen geben. :D
Geldstrafen oder so wegen Verstoß gegen das Datenschutzgeheimnis.
als naechstes wird die option kommen, dass man alle angaben offentlich zeigen muss. eins kann ich nur dazu sagen, wenn man weiss, wie öffentlich das netz is, wieso meldet man sich dann da an?
wieso geht man mit dem risiko mit, also darf man sich auch nicht beschweren.
Eines finde ich aber definitiv positiv an US Unternehmen bzw. der Kultur dahinter, erstmal werden Projekte aufgebaut, sie unterstützt usw., wohingegen man in Deutschland viel mehr Wert auf das Businesskonzept dahinter legt (oft erst in Unternehmen einsteigt, wenn sie schon einigermaßen gut am Markt positioniert sind oder es erfolgreiche Vorbilder gibt) und weniger auf die Idee. Wie viele Startups gibt es in den USA, die in den ersten Jahren geringe oder gar keine Umsätze machen (und schon gar keine Gewinne) und erst in den Folgejahren dann damit beginnen schwarze Zahlen zu schreiben. Hierzulande braucht man wohl kaum einen Businessplan jemanden zeigen, der erstmal darauf ausgelegt ist viele User zu gewinnen und dann im weiteren Verlauf darauf ist, das Startup zu monetarisieren.
[...] Gestern Abend ist dem Social-Netzwerk Facebook ein bedeutender Fehler unterlaufen. Durch eine technische Panne waren für zumindest 30 Minuten alle E-Mail Adressen aller Mitglieder öffentlich einsichtlich. [via Basic Thinking] [...]
schlimm ist, dass viele Leute die versuchen zu vermeiden, dass ihre E-Mail Adresse an Newsletter Mailer kommt etc. jetzt zu “Opfern” werden können. Es gibt Firmen, die über die Möglichkeit verfügen, diese Daten sehr schnell zu sammeln. Und was man mit 400 Millionen E-Mail Adressen alles anstellen kann, muss ich an der Stelle glaub ich nicht erklären.
Gibt’s dafür auch einen Tipp von den Schlaubergern hier?
email addressen mit telefonnummern zu vergleichen halte ich für falsch!
der umgang mit dem einen ist offener und unvorsichtiger als mit dem anderen.
email addressen gibts umsonst und soviel man möchte und spam landet so oder so irgendwann drin, unabhägig von solchen vorfällen!
man muss aber bedenken, dass datenschutz in deutschland ein riesen thema ist, das sich immer für eine gute aufmachung lohnt!
aussderm halte ich dieses zitat für wirklich das lächerlichste überhaupt:
“Ich kann es verdammt noch mal nicht glauben. Die Mail-Adressen von jedem werden seit mindestens 30 Minuten öffentlich eingeblendet. Ich habe versucht, in meinem Account die Mail zu entfernen, weil ich ein Problem mit einem irren Stalker habe. Doch ich konnte es nicht. Gott, ich hasse Facebook. Wann werden sie jemals lernen?”
keine ahnung welcher dorfjournalist hier am werke war!!
Bei mir war Facebook übrigens heute Nacht ne halbe Stunde ganz down, wird wohl zu der Zeit gewesen sein…
möglicherweise hat sich da ein Techniker bestechen lassen…
Denkanstoß:
Wie viele von Euch benutzen Filter, die Mails mit Vor- oder Nachnamen am Spam-Ordner vorbei schleusen?!
Bei so einem Projekt, kann es schon mal vorkommen das die Programmierer einen Bug übersehen, Mensch die bei FB sind keine Maschinen. Denkt mal vorher nach…
Da wäre es dann überforderte Programmierer, unfähige Banker etc.
[...] Here is the original post: Facebook legt Mail-Adressen der Mitglieder offen [...]
[...] eben genau das ist das Wertschöpfende bei Facebook. Die Userdaten. Jetzt sind doch plötzlich für 30 Minuten alle Emails von 400 Millionen Facebookbenutzern offen gewesen. Wenn sowas aber bspw. nicht bei einem Bug passieren würde, sondern ein Portal mit Absicht machen [...]
[...] denen Dritte Zugriff auf die Nutzerdaten erhalten sollen (weitere Infos siehe “Facebook legt für 30 Minuten die Mail-Adressen der Mitglieder offen“). “Momentan können wir den Nutzern nur raten, den geplanten Änderungen zu [...]
[...] hat Mist gebaut. Mal wieder. Letztens war die eMail jedes Nutzers online einsehbar. Schnee von gestern. Heute gibt es ganz andere Fehler mit denen Facebook alle Blicke auf sich [...]