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Splogs – an den Pranger oder was tun?

Was ist ein Splog? Wikipedia:

Spam blogs, sometimes referred to by the neologism splogs, are Web Log (or „blog“) sites which the author uses only for promoting affiliated websites. The purpose is to increase the PageRank of the affiliated sites, get ad impressions from visitors, and/or use the blog as a link outlet to get new sites indexed. Content is often nonsense or text stolen from other websites with an unusually high number of links to sites associated with the splog creator which are often disreputable or otherwise useless Web sites. Splogs have become a major problem on free blog hosts such as Google’s Blogspot service. These fake blogs waste valuable disk space, bandwidth, and pollute search engine results. The term splog was popularized around mid August 2005 when it was first used by Mark Cuban, but appears to have been used a few times before for describing spam blogs going back to at least 2003.

Kürzlich erst mit einer Bekannten über ein Splog gesprochen. Das hatte im Rahmen eines Affiliate Programms eines Herstellers von Waren per csv-Datensatz über 700 Blogartikel mit Beschreibung und Bildern zum Produkt angelegt. Jeder Artikel besitzt einen Affiliate-Link zu dem Hersteller. Es handelt sich dabei um ein deutschsprachiges Blog eines Deutschen, der drei weitere Blogs betreibt. Eines ist handbetrieben gefüllt und unterstützt einen Shop, zwei weitere greifen zwei recht hochpreisige Werbekisten auf.

Natürlich droht dann eines, bevor der Googleindex vollgestopft wird: Google knallt irgendwann alle Shops/Blogs raus, die bestimmte Produkte listen. Das trifft dann die Ehrlichen verdammt hart, die in jahrelanger Arbeit exzellente Produktseiten aufgebaut haben.

Was tun?
1. Möglichkeit: Den Namen an den Pranger stellen und exekutieren lassen. Was bringt es? Nix, es triftt einen Dummen, die Cleveren kommen eh immer davon. Solange im Netz irgendwie Kohle zu machen ist, wird es diese Geldgeier geben, die um jeden Preis Internetkanäle zuballern.
2. Die Splogs nennen, doch dann kann man gleich den Namen veröffentlichen
3. Sich an die Presseabteilung des Herstellers wenden, dessen Affiliat-Programm auf diese Art und Weise missbraucht wird und ihm selbst seinen Ruf schädigt. In der Hoffnung, daß diese Firma einsichtig ist und selbst Maßnahmen im Stillen ergreift.
4. Bei Google die Seite als Splog anschwärzen
5. Weitere Alternativen?

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • Da bin ich der Meinung wie David Sifry:
    „Major search engines, blog search engines, and net advertisers have begun working together to eliminate the economic incentive for spam blogging by identifying spam blogs at the source and simply not indexing them.“

    Übrigens habe ich bezüglich der Problematik neuerlich auch gebloggt:
    http://webmaster-verzeichnis.de/blog/google-gegen-splogs/

  • Ich bin da zuversichtlich. Ab einer bestimmten kritischen Masse an „zivilen“ Blogs, wird die Rufschädigung der Firma durch Splogs den Nutzen weit übersteigen.

  • Vielleicht werden einige Firmen aber auch selbst bald vermehrt Splogs äh… Produktlogs (Plogs?) anlegen. Ich meine jetzt keine Online-Casinos, sondern Firmen, die darin keine Rufschädigung sehen, ihr Produkt massiv zu vermarkten.

  • hehe, jaaa… das hatte ich auch versucht in Punkt 3 anzudeuten, daß es sicherlich einige geben wird, denen das völlig egal ist, was sie treiben, Hauptsache es klingelt in den Kassen.

  • Zertifizieren und Klassifizieren von Blogs/Webseiten. Ich hatte mir ja schon mal Gedanken dazu gemacht.
    Raus aus dem Internet wird man diese Splogs-Spam-Heinis wohl nie bekommen. Das sie „ehrliche“ Produkt-Seiten und Affiliate-Programme so nach unten ziehen, ist hingegen auch nicht schön.

    Ich denke so etwas wie die „Trusted Shop Zertifikate“ für Webshops werden bald auch für Blogs & Webseiten interessant werden.