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Bloxbox auf den Spuren von Izynews?

BloggingTom regt sich über uns innovationsfeindliches Bloggerdeutschland auf, das lieber den Anwaltsscheck zückt (gibt es deswegen so bemerkenswert viele Anwaltsblogs…. hehehe), statt mal einem neuen Web-Anbieter eine Chance zu geben:

Mario Aldrovandi hats nicht leicht. Schon kurz nach dem Start seiner Bloxbox geriet er wegen seiner eMails erstmals in die Schlagzeilen. Drei Monate später regt sich nun erneut grosser Widerstand gegen Bloxbox, wie man u.a. bei Don Alphonso, im RA-Blog oder IT&W nachlesen kann. Thomas Knüwer legt sogar noch einen Zahn zu, redet von bewusstseinserweiternden Drogen und meint, dass die „€œgeistigen Uhren“€? in der Schweiz manchmal etwas anders gehen würden.

Ob das nun die typischen Durchschnitts-Repräsentaten der deutschen Blogosphere sind, um aufs ganze Bloggerdeutschland abzuleiten, sei mal dahingestellt. Ich bezweifle auch stark, ob es was bringt, überhaupt auf eine vermeintliche, nationale Eigenheit hinzuweisen. Ich persönlich sehe diese nicht.

Es haben sich also einige Blogger – die sich untereinander kennen – negativ gegenüber Bloxbox geäußert. 99.99999% der Blogger ist das absolut schnuppe, was mit ihrem „Goldcontent mit Prämiumsiegel und Vorhängeschloss“ passiert (solange es nicht für dunkle Zwecke auf Hardcore Seiten und anderem Schmonz missbraucht wird). Sie haben halt keine Meinung oder eine Meinung, nur Bloxbox ist ihnen schlichtweg egal. Wozu also die Schreibmühen auf sich nehmen, ob nun damit einer Kohle macht oder nicht? Ich selbst wüßte nicht einmal, ob ich hintertelefonieren würde, wenn einer meinen Blogkrimskrams oder gar das Design 1:1 übernimmt. Aber me is me. Eventuell irgendwann doch, da ich höchstens Angst vor Google wegen doppeltem Content (böse… gibt die Rote Karte) hätte. Es gibt hunderte von Meinungen sicherlich, die alle unterschiedlich sind. Dem einen ist es wichtig, in Ruhe gelassen zu werden, der andere fühlt sich bereits durch eine Mail belästigt, der nächste wiederum heult bereits, wenn er einen Buchstaben in Times New Roman auf einem fremden Blog sieht. Manche fragen sich dann, ob Google nicht das gleiche tut und woher denn die Milliarden kommen letztlich? Nur um festzustellen, daß man Google den Sauerstoff nicht mehr entziehen kann, da man im gleichen Zelt sitzt :-))

Aber, eine wunderbare Zusammenfassung zum Thema Contentklau, Contentverdienerei etc… hat irgendwann einmal anlässlich IzyNews unser Köhntopp erstellt, wunderbares Werk: Ein paar ideologische Steine ins Rollen bringen

Mein guter Rat an alle Contentbetreiber dieses Typs: Indiziert so gut ihr könnt, so tief ihr könnt, macht nicht viel Wind, fragt auch niemanden, denn die einzigste Sprache die jeder versteht, ist letztlich Traffic und Linkpopularität (Technorati hat böse gesagt sehr schöne Blog-Slut-Elemente eingebaut, um Glücksbärchen-Wohlsein zu verbreiten). Gibt dem Blogger Traffic und alle sind glücklich. Das ist reales State of the Art, fernab dem Köhntoppschen – inhaltlich sehr guten – Ansatz. Und wenn einer mal rumheult, einfach aus dem Index entfernen. Wenn ihr mal soweit wie Google seid, werden die darum betteln, bei Euch drinzubleiben. Bis dahin seid ihr halt geküsst ohne good guy Image.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

11 Kommentare

  • Ja, muss ich dir recht geben. Ausserdem bleibt ja noch immer die Möglichkeit, nicht den gesamten Content in den RSS-Feed zu stellen. Bisserl mehr als die Überschrift wäre schon recht, aber mehr als der erste Absatz muss nicht.

  • Höhö, Dich will ich sehen, wenn Du mal feststellst, dass Dein Adsense-Gewinn crasht, weil jemand Deine Inhalte syndiziert und damit Geld verdient, ohne einen Finger zu rühren.

    Kann gut sein, dass viele kein Bewusstsein dafür haben, was für Schweinereien wieder laufen, aber dieses Contentpack wird auch weiterhin in die Ecke getrieben, bis es quiekt. Ausser ein paar nicht weit denkenden RSS-Fans („Ausserdem bleibt ja noch immer die Möglichkeit, nicht den gesamten Content in den RSS-Feed zu stellen.“ mach das mal bei Antville oder blogg.de) und Öntreprnör-Tollfinder regt sich ja auch keiner drüber auf, wenn manche sich gegen solche Erscheinungen erfolgreich wehren.

  • PS: „Nur um festzustellen, daß man Google den Sauerstoff nicht mehr entziehen kann, da man im gleichen Zelt sitzt“ – das würde ich vielleicht auch sagen, wenn ich wie der Hauth oder gewisse andere Leute (no names, wow) mit meinen Blogs gezielt Google spammen würde und auf deren Traffic scharf wäre. Es soll aber Leute geben, die diesen Traffic auch nicht so doll finden.

    Will sagen: Ich weiss, in welchem Zelt Du sitzt – ich habe ein anderes Zelt, glücklicherweise. Und ob aus Googlesuchern echte Lesern werden, halte ich für ein Gerücht.

  • […] Der Artikel ist inspiriert durch den Bloxbox Krieg, die Aggregatorenschlacht und zukünftige Schlägereien. Dank geht an Robert Basic und den Link setz ich nur, damit ich nicht als kompetitive Content Klausau wahrgenommen werde.   […]

  • @Don, bei kommerziellen Blogs würde ich selbstverständlich darauf achten, wer was wo wann von mir veröffentlicht. Wäre ich Berater, umso mehr sollen meine Worte Gehör finden (immer schön mit Quellangabe). Wenn es sich aber um ein reines AdSense Blog handeln würde, das auf die Klickeinnahmen aus ist, würde ich eh keinen Full Feed anbietetn, so what. Im Privatbereich ist mir das im Gegensatz zu Dir völlig scheissegal, weil ich nicht so einen Wind um meinen wertvollen Content mache. Und, es ist mir scheissegal, daß andere dann mit meinem Content Geld verdienen. Sollen sie happy und glücklich damit werden.

  • und ob aus Googlebesuchern gerüchteweise Leser werden, kann nur bei Dir ein falsches Gerücht sein, so wie Du Deine Gäste behandelst. Dagegen ist die Eat the Rich-Methode Kindergarten 🙂 Natürlich werden aus Googlebesuchern Stammgäste. Was ne Frage überhaupt. Und je mehr von Google kommen, umso geiler wirds. In jeglicher Hinsicht. Deine Blogdefinition, daß man am besten so wenig wie nur möglich Leser von Suchmaschinen haben sollte, ist mir zu peinlich elitär. Das ist halt Münchener Oberschichtkäsehaltung.

  • Dann schau Dir mal an, was in den Referrern ist – bei mir sind es über 80% Sachen, von denen ich nichts wissen will, worüber ich nicht schreibe und was auf absurden Verbindungen beruht. Das „um so geiler wird´s“ kann man auch nur behaupten, wenn man Lust hat, an manchen Tagen 150 Kommentare zu lesen. Irgendwann ist man froh, wenn es nicht gar so viele sind. Bei Dir ist es was anderes, da wird wenig diskutiert, das geht mehr in Richtung Linkschleuder, aber bei mir muss der Wildwuchs einfach kontrolliert werden, damit trotz Registrierung nicht jeder Volldepp seinen Senf dazu gibt.

    Lieber elitär als den ganzen SexundBallerspielsuchpöbel auf der Seite.

  • hehehe.. der Kommentarwuchs ist in der Tat nicht zu handhaben, wenn man es privat machen will. Und wie schwierig es ist, aus einem Hobby einen Beruf zu machen, können sich viele denken. Also sollte man froh sein, daß nicht von Google so viele rüberkommen? Ich denke nein, es gibt immer noch die Lösungsmöglichkeit aus dem klassischen Forenbereichg: Kommentar-Moderatoren. Warum sollten Kommentierende zu MODs werden? Sie tun es aus dem gleichen Grund wie in Foren. Ich denke schon, daß es sich lösen lässt, ohne gleich Richtung „Verwertung“ abzuwandern. Oder den Googleleuten das Mikro abzudrehen.

  • […] Betroffen ist jetzt die bloxbox, ein Blogportal aus der Schweiz. Dort geht es um – es läßt sich ahnen – Weblogs. Neben einem entsprechenden Verzeichnis warten viele weitere Funktionen auf Blog-Autoren, um ihre Texte bekannter zu machen. So auch ein RSS-Generator, der neueste Blogbeiträge angemeldeter Weblogs als Headline darstellt und zitiert. Der Betreiber, Mario Aldrovandi, schrieb dazu mehrer Blogbeitreiber an, um auf seinen neuen Dienst aufmerksam zu machen – so auch besagte Altherren des deutschen Blog-Olymps. Diese sahen sich sogleich berufen zu richten – was dabei herauskommt, liest man hier: „In der Startphase hat BloxBox Inhalte von Blogautoren in jener Länge gezeigt, welche die Blogautoren über ihr RSS bereit gestellt haben. Dies hat zu Vollveröffentlichungen geführt, die von einzelnen Bloggern nicht erwünscht waren.Seit Anfang dieser Woche werden unter Blox24 Beiträge nur noch mit dem Titel, der Quelle und einem kurzen Anrisstext präsentiert, ausser wenn der jeweilige Blogautor der Komplett-Veröffentlichung zustimmt. Wie schon früher wird auch in Zukunft jeder Eintrag direkt mit dem Originalweblog verlinkt. Siehe dazu auch: Dr. Weblog, it-luemmel(Neu), Basic Thinking (Neu), Blogging TomDon Alphonso oder Thomas Knüwer.“ (Neu), […]