Linux vs. Windows Mobile – Neue Navigationshandys von Garmin-Asus

Nüvifones von Garmin: G60 (links) und M20

Nüvifones von Garmin: G60 (links) und M20

Es gibt Neuigkeiten von Garmin und Asus: die so genannten nüvifones. Klingt irgendwie ein bisschen türkisch, hat aber eher etwas mit einer Kombination aus GPS-Navigationssystem und Handy zu tun. Details sollten eigentlich erst auf dem Mobile World Congress bekannt gegeben werden, der am Montag in Barcelona startet. Jetzt sind auf der extra eingerichteten Homepage aber schon die Spezifikationen für zwei Modelle aufgetaucht.

Demnach kommt das schon Anfang Februar angekündigte Modell G60 als Quadband-GSM-Handy auf den Markt und ist fit für UMTS- und HSDPA-Verbindungen mit bis zu 3,6 Mbit/s im Downstream. Außerdem sind WLAN, Bluetooth und eine Drei-Megapixel-Kamera mit an Bord des Telefons. Wer die Navigationsfunktionen nutzen möchte, kann im Querformat auf ein 3,55 Zoll großes Display zählen, das bei einer Auflösung von 272×480 Pixeln 65.000 Farben darstellen kann. Spannend: als Betriebssystem kommt Linux auf dem 112x58x16 Millimeter großen und 137 Gramm schweren Handy zum Einsatz. Speicherplatz ist ausreichend vorhanden. Vier Gigabyte intern und bis zu 16 weitere Gigabyte über eine einschiebbare microSD-Karte.

Ganz neu vorgestellt wurde das M20. Das Windows Mobile-Handy (Version 6.1) ist mit einer Quadband-GSM-Antenne ausgestattet, kann aber auch in UMTS-Netzen genutzt werden. Auch dieses Modell unterstützt WLAN- und HSDPA-Datenverbindungen. Letztere sogar mit bis zu 7,2 Mbit/s. Etwas kleiner als beim G60 fällt das Display aus. Es ist nur 2,8 Zoll groß, kann aber ebenfalls 65.000 Farben darstellen – bei einer Auflösung von 640×480 Bildpunkten. Mir persönlich ist das für die Navigation im Auto ja ein bisschen zu klein. Standardmäßig ist auch dieses Telefon mit vier Gigabyte Speicher ausgestattet, wird in einigen Ländern aber auch als Acht-Gigabyte-Version angeboten.

Jetzt bleibt natürlich noch die Frage, was der Spaß denn so kostet. Infos dazu gibt’s aber nicht. Die will Garmin-Asus erst im Laufe des ersten Halbjahres bekannt geben. Ich bin gespannt, ob die Vermarktung der Navi-Handys wirklich erfolgreich anlaufen wird. Der Preis wird eine sehr wichtige Rolle spielen, denn das Design spricht mich bei den ersten beiden Modellen nicht wirklich an.

(Hayo Lücke)


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Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

6 Kommentare

  • ach die technick von heute. warum kann man nicht einfach gute navis und gute handys entwickeln. nein anstelle will man beides mit einmal machen und dabei raus kommt irgendein unhübscher klotz technick. für ein handy zu klobig und für ein navi zu wenig display. wozu?

    kauft euch zwei geräte und ihr werdet glücklicher. und außerdem dem wird keiner über euch sagen ihr würdet mit eurem navi telefonieren 🙂

  • Beides in einem Gerät finde ich praktisch. Meine befürchtung ist eher, dass die Nutzung der Navigation wieder nur ins Geld geht, weil andauernd Daten hin und her geschaufelt werden!

  • Ich hab eher die gleichen Befürchtungen wie Pete, dass das Display für ein Navi einfach zu klein ist, wenn man es zb im Auto verwenden will.

  • Das stimmt. Der Bildschirm ist einfach zu klein und irgendwie nicht praktisch. Separat kann man ein Handy und Navigationssystem günstiger kaufen.

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